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Ralph A. Schmid, dk5ras
Guest
Fri Jan 22, 2010 8:38 pm
Moin,
ab welcher Beschleunigungsspannung ist in einer Bildwandlerröhre
eigentlich mit Entstehen von Röntgenstrahlung zu rechnen, und von
welchen Umständen ist das abhängig? Konkret geht es um 16kV (was
meiner Erinnerung nach schon langsam in den Bereich der Möglichen
kommt)...ich rechne nicht wirklich mit nennenswerter Strahlung, aber
wer weiß?!
-ras
--
Ralph A. Schmid
http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
Falk Willberg
Guest
Fri Jan 22, 2010 8:49 pm
Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb:
Quote:
Moin,
ab welcher Beschleunigungsspannung ist in einer Bildwandlerröhre
eigentlich mit Entstehen von Röntgenstrahlung zu rechnen, und von
welchen Umständen ist das abhängig?
Die Wellenlänge von der Spannung, der Rest von anderen Umständen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Bremsstrahlung oder anschaulicher
http://www.pctheory.uni-ulm.de/didactics/quantenchemie/html/Roentgen.html
HTH,
Falk
--
Am 18.6. ist "Bundesweiter Tag des Cholesterins", Butter und Eier kaufen
nicht vergessen!
Jan Conrads
Guest
Fri Jan 22, 2010 9:32 pm
Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb:
Quote:
Moin,
ab welcher Beschleunigungsspannung ist in einer Bildwandlerröhre
eigentlich mit Entstehen von Röntgenstrahlung zu rechnen, und von
welchen Umständen ist das abhängig? Konkret geht es um 16kV (was
meiner Erinnerung nach schon langsam in den Bereich der Möglichen
kommt)...ich rechne nicht wirklich mit nennenswerter Strahlung, aber
wer weiß?!
-ras
Ab 5KV mußt du in jedem Fall die Röntgenverordnung beachten, ich kann
mich auch an einige Bauanleitungen erinnern, wo bei 7KV schon ein
Schirmblech vorgesehen war..
Röhren, insbesondere Bildröhren sollten eigentlich nichts rauslassen,
was die Grenzwerte übersteigt (durch passende Gläser etc)
vy 73
jan db1jc
Marcel Müller
Guest
Fri Jan 22, 2010 10:10 pm
Hallo,
Ralph A. Schmid, dk5ras wrote:
Quote:
ab welcher Beschleunigungsspannung ist in einer Bildwandlerröhre
eigentlich mit Entstehen von Röntgenstrahlung zu rechnen, und von
welchen Umständen ist das abhängig?
wenn die Elektronen auf Metall donnern, gibt es immer Bremsstrahlung.
Deren Grenzenergie entspricht der Beschleunigungsspannung, also im
vorliegenden Fall max. 16keV Strahlung. Das Strahlungsmaximum liegt
allerdings tiefer. Röntgenstrahlung ist das aber allemal, nur hat diese
weiche Röntgenstrahlung keine sonderliche Reichweite.
Quote:
Konkret geht es um 16kV (was
meiner Erinnerung nach schon langsam in den Bereich der Möglichen
kommt)...ich rechne nicht wirklich mit nennenswerter Strahlung, aber
wer weiß?!
ja, aber kann sie denn austreten?
Marcel
Klaus Bahner
Guest
Fri Jan 22, 2010 10:20 pm
Ralph A. Schmid, dk5ras wrote:
Quote:
Moin,
ab welcher Beschleunigungsspannung ist in einer Bildwandlerröhre
eigentlich mit Entstehen von Röntgenstrahlung zu rechnen, und von
Im Prinzip schon ab ein paar hundert Volt. Allerdings musst du
beruecksichtigen, dass je kleiner die Energie desto geringer ist das
Durchdringungsvermoegen, da die Abschwaechung beim Durchgang durch
Materie proportional lambda^3 ist.
Bei 16kV Beschleunigungsspannung erzeugt du ein Roentgenspektrum bis
16keV mit einem Maximum bei 8keV. Das ist weiche Roentgenstrahlung, die
nicht besonders weit kommt, allerdings ist das natuerlich auch eine
Frage der Intensitet. Beschleunigst du 1A Elektronen ist das wohl alles
andere als lustig, bei den vermutlich wenigen uA einer Bildwandlerroehre
faellt das wohl eher in die Abteilung es gibt wichtigere Probleme im
Leben

Zumindest solange du die Roehre nicht im Betrieb unter dein
Kopfkissen laegst, bzw. dich nicht stundenlang im Centimeterabstand
daneben aufhaelst.
Genauere Angaben kannst du nur durch Messung, Herstellerangaben oder die
Recherche der Absorptionskoeffezienten des Roehrenmaterials bekommen.
Gruss
Klaus
Ralph A. Schmid, dk5ras
Guest
Sat Jan 23, 2010 11:11 am
Falk Willberg <Faweglassenlk_at_falk-willberg.de> wrote:
Quote:
Jo, da war ich eh schon, aber ohne alles irgendwie durchzurechnen gibt
das nicht wirklich eine Antwort :)
Quote:
http://www.pctheory.uni-ulm.de/didactics/quantenchemie/html/Roentgen.html
Mal anschauen...
-ras
--
Ralph A. Schmid
http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
Ralph A. Schmid, dk5ras
Guest
Sat Jan 23, 2010 11:12 am
Jan Conrads <janconrads_at_gmx.de> wrote:
Quote:
Ab 5KV mußt du in jedem Fall die Röntgenverordnung beachten, ich kann
mich auch an einige Bauanleitungen erinnern, wo bei 7KV schon ein
Schirmblech vorgesehen war..
Ist ein kommerzielles Gerät, sollte also alles bedacht sein.
Quote:
Röhren, insbesondere Bildröhren sollten eigentlich nichts rauslassen,
was die Grenzwerte übersteigt (durch passende Gläser etc)
Von normalen Bildröhren weiß ich das auch, Bleiglas und so...
-ras
--
Ralph A. Schmid
http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
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Ralph A. Schmid, dk5ras
Guest
Sat Jan 23, 2010 11:13 am
Klaus Bahner <Klaus.Bahner_at_ieee.org> wrote:
Quote:
bei den vermutlich wenigen uA einer Bildwandlerroehre
faellt das wohl eher in die Abteilung es gibt wichtigere Probleme im
Leben
So würde ich das auch sehen

Im Datenblatt der Röhre steht dazu gar
nix, nicht mal als Erwähnung, daß es da sowas wie Röntgenstrahlung
gibt...
-ras
--
Ralph A. Schmid
http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
Christoph Müller
Guest
Sat Jan 23, 2010 3:40 pm
Marcel Müller schrieb:
Quote:
Ralph A. Schmid, dk5ras wrote:
vorliegenden Fall max. 16keV Strahlung. Das Strahlungsmaximum liegt
allerdings tiefer. Röntgenstrahlung ist das aber allemal, nur hat diese
weiche Röntgenstrahlung keine sonderliche Reichweite.
Dafür aber um so mehr biologische Wirkung. Weiche Röntgenstrahlung
bringt deutlich mehr Interaktion mit organischem Material als harte.
--
Servus
Christoph Müller
http://www.astrail.de
Rolf Bombach
Guest
Sat Jan 23, 2010 8:08 pm
Klaus Bahner schrieb:
Quote:
Bei 16kV Beschleunigungsspannung erzeugt du ein Roentgenspektrum bis
16keV mit einem Maximum bei 8keV. Das ist weiche Roentgenstrahlung, die
nicht besonders weit kommt, allerdings ist das natuerlich auch eine
Frage der Intensitet.
Die Frage wäre auch, wieviel davon durchs Glas überhaupt rauskommt.
Detektoren für diesen Bereich haben Berylliumfenster, notfalls
ein paar Hundertstel mm "dickes" Alu. Für 1mm Glas schätz ich
die Abschirmung auf 1e4 oder noch mehr, bei E<10keV.
--
mfg Rolf Bombach
horst-d.winzler
Guest
Sat Jan 23, 2010 8:31 pm
Rolf Bombach schrieb:
Quote:
Klaus Bahner schrieb:
Bei 16kV Beschleunigungsspannung erzeugt du ein Roentgenspektrum bis
16keV mit einem Maximum bei 8keV. Das ist weiche Roentgenstrahlung, die
nicht besonders weit kommt, allerdings ist das natuerlich auch eine
Frage der Intensitet.
Die Frage wäre auch, wieviel davon durchs Glas überhaupt rauskommt.
Detektoren für diesen Bereich haben Berylliumfenster, notfalls
ein paar Hundertstel mm "dickes" Alu. Für 1mm Glas schätz ich
die Abschirmung auf 1e4 oder noch mehr, bei E<10keV.
Hier ein praktisches Beispiel:
http://www.kronjaeger.com/hv-old/xray/tech/PD500/index.html
--
mfg hdw
Ralph A. Schmid, dk5ras
Guest
Sun Jan 24, 2010 1:45 pm
"horst-d.winzler" <horst.d.winzler_at_web.de> wrote:
Quote:
Wow, ziemlich böse, bei deutlich unter einem mA!
-ras
--
Ralph A. Schmid
http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
Horst-D.Winzler
Guest
Mon Jan 25, 2010 7:41 am
Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb:
Quote:
War ja das Problem der Techniker die an Radargeräten arbeiteten. Der
Hauptteil der Röntgenstrahlung dürften Funkenstrecke und (Clamp)Diode
produziert haben. Die wurden nicht wie das Magnetron von einem Cu-Bock
und einem Magneten geschirmt. ;-)
--
mfg hdw
Lutz Schulze
Guest
Mon Jan 25, 2010 7:55 am
Am Mon, 25 Jan 2010 06:41:32 +0100 schrieb Horst-D.Winzler:
Quote:
War ja das Problem der Techniker die an Radargeräten arbeiteten. Der
Hauptteil der Röntgenstrahlung dürften Funkenstrecke und (Clamp)Diode
produziert haben. Die wurden nicht wie das Magnetron von einem Cu-Bock
und einem Magneten geschirmt.
Strahlen Thyratrons mit so ca. 10 kV Wechselspannung effektiv (6 Stück als
Gleichrichter) eigentlich auch nennenswertes ab?
Lutz
--
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Ralf . K u s m i e r z
Guest
Tue Jan 26, 2010 12:23 am
X-No-Archive: Yes
begin quoting, "Horst-D.Winzler" schrieb:
Quote:
War ja das Problem der Techniker die an Radargeräten arbeiteten. Der
Hauptteil der Röntgenstrahlung dürften Funkenstrecke und (Clamp)Diode
produziert haben. Die wurden nicht wie das Magnetron von einem Cu-Bock
und einem Magneten geschirmt.
<http://de.wikipedia.org/wiki/Gesundheitssch%C3%A4den_durch_milit%C3%A4rische_Radaranlagen>
Gruß aus Bremen
Ralf
--
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission
gesamt hältst Immission interessiert korreliert korrigiert Laie
nämlich offiziell parallel reell Satellit Standard Stegreif voraus
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