ludwig zweck
Guest
Mon Aug 23, 2010 11:54 am
Hallo,
ich möchte ein transportables Gerät mit einem neuen Akkupack
versehen.
Das (Funk-)Gerät wird unter Umständen bei -40°C mehrere Sunden
betrieben. Bisher werden Blei-Akkus verwendet-mit Gerät in einem
Gehäuse-das wärmt sich selbst etwas. Ich möchte aber etwas leichter
werden und frage mich, welche Akku-Technologie grundsätzlich dafür
geeignet sein könnte: NiMH, NiCD, LiPo..???.
Kann man so eine allgemeine Aussag machen, oder muss ich alle
Datenblätter durchforsten? Es wäre schön wenn ich z.B. nur die Lipo-
Datenblätter lesen müsste.
Benötigt werden 24V und ca. 4-5Ah (am besten bei -40°C
Umgebungstemperatur). Nennstrom ca. 0,3...0,4A. Wenn die Spannung in
10h 10% absinkt, kann man das in Kauf nehmen. Es soll für den Privat-
Gebrauch sein.
Der Ladevorgang kann wieder bei ca +20°C stattfinden mit Standard-
Ladegerät.
Welche Technologie ist prinzipiell geeignet bzw ungeeignet?
Danke für einen Tip.
Ludwig
Ralph A. Schmid, dk5ras
Guest
Mon Aug 23, 2010 11:54 am
ludwig zweck <ellka_at_gmx.de> wrote:
Quote:
Welche Technologie ist prinzipiell geeignet bzw ungeeignet?
An Datenblättern wirst Du nicht vorbeikommen, aber als ich das vor
Jahren mal erforscht hatte, war von NiCd, NiMh und Li nur NiCd
übriggeblieben für extrem niedrige Temperaturen.
-ras
--
Ralph A. Schmid
http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
MaWin
Guest
Mon Aug 23, 2010 12:33 pm
"ludwig zweck" <ellka_at_gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:b691815d-10e2-4f86-9f1c-37c93fbe8707_at_x42g2000yqx.googlegroups.com...
Quote:
Welche Technologie ist prinzipiell geeignet bzw ungeeignet?
http://powerelectronics.com/mag/607PET23a.pdf
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
homepage:
http://freenet-homepage.de/mawin/
de.sci.electronics FAQ:
http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.
Joerg
Guest
Mon Aug 23, 2010 2:21 pm
ludwig zweck wrote:
Quote:
Hallo,
ich möchte ein transportables Gerät mit einem neuen Akkupack
versehen.
Das (Funk-)Gerät wird unter Umständen bei -40°C mehrere Sunden
betrieben. Bisher werden Blei-Akkus verwendet-mit Gerät in einem
Gehäuse-das wärmt sich selbst etwas. Ich möchte aber etwas leichter
werden und frage mich, welche Akku-Technologie grundsätzlich dafür
geeignet sein könnte: NiMH, NiCD, LiPo..???.
Kann man so eine allgemeine Aussag machen, oder muss ich alle
Datenblätter durchforsten? Es wäre schön wenn ich z.B. nur die Lipo-
Datenblätter lesen müsste.
Benötigt werden 24V und ca. 4-5Ah (am besten bei -40°C
Umgebungstemperatur). Nennstrom ca. 0,3...0,4A. Wenn die Spannung in
10h 10% absinkt, kann man das in Kauf nehmen. Es soll für den Privat-
Gebrauch sein.
Der Ladevorgang kann wieder bei ca +20°C stattfinden mit Standard-
Ladegerät.
Welche Technologie ist prinzipiell geeignet bzw ungeeignet?
Danke für einen Tip.
Ludwig
Haengt nicht nur von der Technologie ab, sondern auch vom Koennen des
Herstellers. Frage mal hier an, koennte was teurer werden aber das
duerften in Europa die Experten in dieser Richtung sein:
http://www.saftbatteries.com/
--
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/
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Rafael Deliano
Guest
Mon Aug 23, 2010 3:10 pm
Quote:
http://www.saftbatteries.com/Technologies_Batterysystemschargers_fordefenceapplications_353/Language/en-US/Default.aspx
http://www.saftbatteries.com/Produit_Military_Li_ion_battery_packs_353_97/Language/en-US/Default.aspx
# light weight
# unrivalled low temperature performance
http://www.saftbatteries.com/Produit_Li_SO2_military_battery_packs_353_72/Language/en-US/Default.aspx
# Wide operating temperature range (-60°C to +70°C)
# Excellent cold temperature power capability
Haben sogar Datenblätter pdfs mit -40´C Entladekurven.
Aber wegen schlechter Beschaffbarkeit wohl trotzdem
unrealistisch.
Quote:
in einem Gehäuse-das wärmt sich selbst etwas.
Den Weg sollte man wohl stärker verfolgen. D.h. relativ
konventionelle Akkkus ( Blei/NiCd ) aber konstruktiv
so auslegen daß man die gesamte Verlustleistung reinleiten
kann. Ist natürlich dann die umgekehrte Frage fällig: soll
das Ding auch bei +40´C arbeiten ?
MfG JRD
Joerg
Guest
Mon Aug 23, 2010 3:27 pm
Rafael Deliano wrote:
Quote:
Schlechte Beschaffbarkeit? Das kann ich nun gar nicht sagen, und wir
leben hier weit, weit weg von Fronkreisch :-)
Quote:
in einem Gehäuse-das wärmt sich selbst etwas.
Den Weg sollte man wohl stärker verfolgen. D.h. relativ
konventionelle Akkkus ( Blei/NiCd ) aber konstruktiv
so auslegen daß man die gesamte Verlustleistung reinleiten
kann. Ist natürlich dann die umgekehrte Frage fällig: soll
das Ding auch bei +40´C arbeiten ?
Es wird sicher auch mal ausgeschaltet werden muessen ;-)
--
Gruesse, Joerg
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Rafael Deliano
Guest
Mon Aug 23, 2010 3:57 pm
Quote:
Schlechte Beschaffbarkeit? Das kann ich nun gar nicht sagen, und wir
leben hier weit, weit weg von Fronkreisch
Mein Kunde verbaut NiMh in handelsüblicher Bauform
auch kartonweise direkt von Saft beliefert. Aber der
Wehrtechnikbereich hat doch wohl andere Vertriebsstruktur.
Quote:
Das (Funk-)Gerät wird unter Umständen bei -40°C mehrere Sunden
betrieben. ... 24V und ca. 4-5Ah (am besten bei -40°C
Umgebungstemperatur). Nennstrom ca. 0,3...0,4A.
Es wird sicher auch mal ausgeschaltet werden muessen
Ich hätte vermutet daß der stundenlange Betrieb Empfangs-
bereitschaft ist, da sollte der Stromverbrauch ja gering sein.
Senden mit schlappem Akku würde eben Vorwärmzeit und
entsprechendes mehr an Kapazität benötigen.
Zwar nicht richtig praktikabel, aber in den 60ern/frühen70ern
als "direct energy conversion" schonmal munter blühte gabs
russische Propagandafotos von Funker in Sibirien der via
Petroleumlampe und Peltierstack sein Gerät mit Strom
versorgte und nebenbei selbst noch von Licht & Wärme
profitierte.
MfG JRD
gUnther nanonüm
Guest
Mon Aug 23, 2010 4:31 pm
"Rafael Deliano" <Rafael_DelianoENTFERNEN_at_t-online.de> schrieb im
Newsbeitrag news:i4u29b$qgl$02$1_at_news.t-online.com...
Quote:
Zwar nicht richtig praktikabel, aber in den 60ern/frühen70ern
als "direct energy conversion" schonmal munter blühte gabs
russische Propagandafotos von Funker in Sibirien der via
Petroleumlampe und Peltierstack sein Gerät mit Strom
versorgte und nebenbei selbst noch von Licht & Wärme
profitierte.
Hi,
könnte man adaptieren, eine Sturmlaterne mit Kerze als Akkuheizung. Warum
aber nicht einfach den Akku fetter auslegen und mittels Thermostat sich
selber heizen lassen? Gut isoliert...dann ginge fast jeder Akku-Typ, sogar
Brennstoffzelle. Dazu ein teilweise metallenes Innen-Chassis, das nach
teilweiser Entblößung per Kerze oder Heizkörperkontakt den Akku schnell
anwärmt. Etwa im Fahrzeug, oder per externem Hilfsstrom. Ich täte eine
klappbare Teelicht-Halterung vorsehen, in deren Hohlraum etwa ein
Heatpad/Taschenwärmer auch mobil mal eben eingesteckt werden kann.
Soein Gerät wäre vielleicht nicht instant nutzbar, aber es würde auftauen
--
mfg,
gUnther
Joerg
Guest
Mon Aug 23, 2010 4:50 pm
Rafael Deliano wrote:
Quote:
Schlechte Beschaffbarkeit? Das kann ich nun gar nicht sagen, und wir
leben hier weit, weit weg von Fronkreisch :-)
Mein Kunde verbaut NiMh in handelsüblicher Bauform
auch kartonweise direkt von Saft beliefert. Aber der
Wehrtechnikbereich hat doch wohl andere Vertriebsstruktur.
Ok, muesste man anfragen ob man sie bekommen kann. Mit kleinen
Stueckzahlen koennte es jedoch problematisch werden.
Quote:
Das (Funk-)Gerät wird unter Umständen bei -40°C mehrere Sunden
betrieben. ... 24V und ca. 4-5Ah (am besten bei -40°C
Umgebungstemperatur). Nennstrom ca. 0,3...0,4A.
Es wird sicher auch mal ausgeschaltet werden muessen ;-)
Ich hätte vermutet daß der stundenlange Betrieb Empfangs-
bereitschaft ist, da sollte der Stromverbrauch ja gering sein.
Senden mit schlappem Akku würde eben Vorwärmzeit und
entsprechendes mehr an Kapazität benötigen.
Zwar nicht richtig praktikabel, aber in den 60ern/frühen70ern
als "direct energy conversion" schonmal munter blühte gabs
russische Propagandafotos von Funker in Sibirien der via
Petroleumlampe und Peltierstack sein Gerät mit Strom
versorgte und nebenbei selbst noch von Licht & Wärme
profitierte.
.... und im Hintergrund noch klammheimlich eine Destille betreibt, damit
die Versorgung mit dem waermenden Waesserchen sichergestellt ist :-)
--
Gruesse, Joerg
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gUnther nanonüm
Guest
Mon Aug 23, 2010 5:02 pm
"Joerg" <invalid_at_invalid.invalid> schrieb im Newsbeitrag
news:8dfjm1F8qeU1_at_mid.individual.net...
Quote:
... und im Hintergrund noch klammheimlich eine Destille betreibt, damit
die Versorgung mit dem waermenden Waesserchen sichergestellt ist
Hi,
bei den Temperaturen machst Du das per "Winterbier", das Starkbier läßt Du
im Faß ausfrieren, der nicht-frierende Teil ist schon gleich
feuergefährlich...
--
mfg,
gUnther
Joerg
Guest
Mon Aug 23, 2010 5:12 pm
gUnther nanonüm wrote:
Quote:
"Joerg" <invalid_at_invalid.invalid> schrieb im Newsbeitrag
news:8dfjm1F8qeU1_at_mid.individual.net...
... und im Hintergrund noch klammheimlich eine Destille betreibt, damit
die Versorgung mit dem waermenden Waesserchen sichergestellt ist :-)
Hi,
bei den Temperaturen machst Du das per "Winterbier", das Starkbier läßt
Du im Faß ausfrieren, der nicht-frierende Teil ist schon gleich
feuergefährlich...
Dann noch einige kleine Maxorka Pflaenzchen und schon hat man auch was
um die Luft zu verpesten ohne Tabaksteuer zahlen zu muessen ;-)
--
Gruesse, Joerg
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Rafael Deliano
Guest
Mon Aug 23, 2010 5:20 pm
Quote:
Warum aber nicht einfach den Akku fetter auslegen und mittels Thermostat
sich selber heizen lassen?
War im thread oben auch meine Empfehlung.
Temperierung wird wohl bei grösseren Systemen gern gemacht.
Z.B. Akkupack des Tesla Roadster. Besteht aus kleinen Zellen
Li-ion ( wohl kaum besser als Laptop-Qualität ) umspült
von 50% Wasser 50% Glykol. Für Ladung bei tiefen Aussen-
temperaturen wird geheizt ( da kommt der Strom dafür aber
aus der Steckdose ), sonst gegen Aussenluft gekühlt.
Akku bleibt jedenfalls nahe 20´C.
MfG JRD