Martin Laabs
Guest
Tue Jul 13, 2010 3:39 pm
Hallo,
ich verbaue gerade ein GaAs Chip und die Bias-Spannung für das Gate
ist sehr eng toleriert und die Erfahrung hat gezeigt, dass man das durch-
aus ernst nehmen sollte.
Also will ich ein Clamp einbauen falls die Bias-Regelung - aus welchem
Grund auch immer - mal Amok läuft. (z.B. weil ein Handy welches da-
neben liegt gerade angerufen wird o.ä.)
Normalerweise würde ich eine Diode oder Z-Diode verwenden aber im jetz-
igen Fall ist der Bereich zwischen "Wird ggf. nominell erreicht" und
"ist kaputt" so klein, dass ich nach einer präziseren Lösung suche.
Hat da jemand einen Vorschlag wie ich das ganze lösen kann? Kann man da-
für ggf. einen Referenzsspannungs-Chip missbrauchen?
Vielen Dank,
Martin L.
Joerg
Guest
Tue Jul 13, 2010 3:46 pm
Martin Laabs wrote:
Quote:
Hallo,
ich verbaue gerade ein GaAs Chip und die Bias-Spannung für das Gate
ist sehr eng toleriert und die Erfahrung hat gezeigt, dass man das durch-
aus ernst nehmen sollte.
Also will ich ein Clamp einbauen falls die Bias-Regelung - aus welchem
Grund auch immer - mal Amok läuft. (z.B. weil ein Handy welches da-
neben liegt gerade angerufen wird o.ä.)
Normalerweise würde ich eine Diode oder Z-Diode verwenden aber im jetz-
igen Fall ist der Bereich zwischen "Wird ggf. nominell erreicht" und
"ist kaputt" so klein, dass ich nach einer präziseren Lösung suche.
Hat da jemand einen Vorschlag wie ich das ganze lösen kann? Kann man da-
für ggf. einen Referenzsspannungs-Chip missbrauchen?
Ich kenne Deine Schaltung nicht, normalerweise nehme ich in solchen
Faellen TL431 oder TLV431. Sind dann ein SOT23 und zwei Widerstaende,
dafuer aber eine Toleranz von nur wenigen Prozent.
--
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/
"gmail" domain blocked because of excessive spam.
Use another domain or send PM.
Stefan Huebner
Guest
Tue Jul 13, 2010 3:55 pm
Ich hatte bei meiner Diplomarbeit einen Tag vor Abgabe das Problem, dass
eine AGC, die eine Messfunktion hatte (Steuerspannung wurde gemessen und
mit dem Ausgangspegel verrechnet), im unteren Bereich nichtlinear wurde.
Da habe ich dann kurzerhand die Steuerspannung nach unten hin mit einem
OPV geklemmt, also im Prinzip ein Spannungsfolger gebaut, aber eine
Diode in Reihe zum Ausgang gelegt, die minimale Steuerspannung dann am
n.i. Eingang vorgeben und schon war die untere Grenze mit beliebiger
Präzision (hab nen OP27 genommen) festgelegt.
Umgekehrt geht das natürlich genau so, Eingänge vertauschen und Diode
umdrehen. So bekommst Du dann auch Spannungen hin, die unter den 2,5V
einer TL431 liegen. Allerdings muss die Quelle natürlich strombregenzt
sein und der OPV entsprechend viel Ausgangsstrom aufnehmen können.
Wenn's Dir schnell genug ist...
Stefan Huebner
Guest
Tue Jul 13, 2010 3:56 pm
Quote:
umdrehen. So bekommst Du dann auch Spannungen hin, die unter den 2,5V
einer TL431 liegen. Allerdings muss die Quelle natürlich strombregenzt
(oder den 1,24V eines TLV431....

)
Martin Laabs
Guest
Tue Jul 13, 2010 4:10 pm
Hallo Joerg,
Joerg <invalid_at_invalid.invalid> wrote:
Quote:
Ich kenne Deine Schaltung nicht, normalerweise nehme ich in solchen
Faellen TL431 oder TLV431. Sind dann ein SOT23 und zwei Widerstaende,
dafuer aber eine Toleranz von nur wenigen Prozent.
Jupp. Das passt super. Ich brauche 1.3V und da passen die 1.24V vom TLV431
perfekt.
Danke Dir,
Martin
Martin Laabs
Guest
Tue Jul 13, 2010 4:13 pm
Hallo Stefan,
Stefan Huebner <stefan_at_huebner-informationselektronik.de> wrote:
Quote:
OPV geklemmt, also im Prinzip ein Spannungsfolger gebaut, aber eine
Diode in Reihe zum Ausgang gelegt, die minimale Steuerspannung dann am
n.i. Eingang vorgeben und schon war die untere Grenze mit beliebiger
Präzision (hab nen OP27 genommen) festgelegt.
Das klingt nett. Aber die Eingangsschaltung von einigen OPVs mögen
ja nur sehr kleine Differenzen von rund 2*V_be. Hattest Du damit keine
Probleme? (Nagut - mit FET-Eingängen hat man das Problem dann wohl
eher nicht mehr)
Quote:
Wenn's Dir schnell genug ist...
Die Gate-Spannung wird ja auch von einem OPV erzeugt. Von daher sollte
das kein Problem sein.
Viele Grüße,
Martin L.
Joerg
Guest
Tue Jul 13, 2010 4:21 pm
Martin Laabs wrote:
Quote:
Hallo Stefan,
Stefan Huebner <stefan_at_huebner-informationselektronik.de> wrote:
OPV geklemmt, also im Prinzip ein Spannungsfolger gebaut, aber eine
Diode in Reihe zum Ausgang gelegt, die minimale Steuerspannung dann am
n.i. Eingang vorgeben und schon war die untere Grenze mit beliebiger
Präzision (hab nen OP27 genommen) festgelegt.
Das klingt nett. Aber die Eingangsschaltung von einigen OPVs mögen
ja nur sehr kleine Differenzen von rund 2*V_be. Hattest Du damit keine
Probleme? (Nagut - mit FET-Eingängen hat man das Problem dann wohl
eher nicht mehr)
Dann nimm einen LM833, hatte ich so gemacht. Ich brauche wie Stefan
manchmal einstellbare Limiter bis 0V runter. Die sind dann auch
ansonsten als normaler Opamp ganz praktisch wenn man Low Noise und ein
niedriges 1/f Knie braucht:
http://www.national.com/ds/LM/LM833.pdf
Ach ja, und schoen billig :-)
[...]
--
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/
"gmail" domain blocked because of excessive spam.
Use another domain or send PM.