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Altes Labornetzteil Kepco "OPS 25-20 M"

elektroda.net NewsGroups Forum Index - Electronics DE - Altes Labornetzteil Kepco "OPS 25-20 M"

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Joerg
Guest

Tue Feb 16, 2010 11:53 pm   



Christoph Stracke wrote:
Quote:
Joerg <invalid_at_invalid.invalid> schrieb:

Ah, also die Emitter ueber die Widerstaende am Kollektor des
naechsten Blockes? Dann hat man versucht die Verlustleistung
teilweise auf den Heizwiderstand auszulagern. Der Block der ueber dem
Widerstand liegt "kommt" erst dann wenn der andere Block beinahe voll
auf Durchzug regelt und es droht am Heizwiderstand zuviel Spannung
abzufallen.

Das klingt SEHR plausibel! Ich gehe davon aus, daß das die Lösung sein
dürfte. Nicht dumm ... ;-)


Tja, nur ist es am Ende noch nicht ganz die Loesung, denn die werden Dir
vermutlich nicht die Innenschaltung von der zerpflueckten Bitumenbox
verraten. Laeuft u.U. auf Amputation und Neubau raus.

Den Trick mit dem Auslagern werden sie noch aus einem anderen Grund
gemacht haben: Aluminium kostet mehr als so ein Heizwendel, daher ist es
wahrscheinlich dass der Kuehlkoerper nicht ganz zum Abfackeln der
Leistung reicht wenn das Dingen 0.5V bei vollem Strom machen soll. Wenn
Du das neu aufbaust wuerde ich eine Thermosicherung auf den Kuehkoerper
schrauben. Am besten zwei, sodass Du eine Vorwarnung bekommst eh es
abschaltet.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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Joerg
Guest

Wed Feb 17, 2010 12:01 am   



Christoph Stracke wrote:
Quote:
Andreas Tekman <and7_at_bigfoot.com> schrieb:

Das ist ein wenig bekanntes, auf eine Veröffentlichung in electronic
engeneering (März 1964) zurückgehendes Schaltungsprinzip zur
Verlustleistungsaufteilung.

Wow. Damit meine ich nicht das Konzept (das auch schon sehr genial
ist), sondern die Tatsache, daß Du es mitsamt der Quelle kennst ...

Wenn man es wie hier richtig mit 2 x0.1 Ohm Dimensioniert, übernehem
die 0.1 Ohm Widerstände im worst case (maximale Spannugn fällt bei
Maximalstrom über der endstufe ab) ca. 50 % der Verlustleistung.

Wobei ich dazusagen muß, daß 0,1 Ohm die Emitterwiderstände sind. Der
Heizwiderstand (also der Widerstand, der als "Bypass" geschaltet ist)
hat, zumindest mit meinem Multimeter gemessen, ca. 2,2 Ohm.

Also durchaus clever, wenn man an Transistoren und Kühlkörper sparen
möchte.

Und satt überdimensioniert. Da frage ich mich nur, wie das Teil trotzdem
kaputtgehen konnte ...

Ich werde wohl doch nochmal versuchen, das Schaltungskonzept näher zu
verstehen. Denn wenn ich die Regelelektronik ersetze, weiß ich ja sonst
nicht, wie ich das geniale Endstufenkonzept bewahren kann ...


Da braucht man an sich nur den Spannungsabfall Emitter-Kollektor des
normalen Blocks zu erfassen (per Opamp oder mit kleinen Transistoren)
und wenn der unter ein paar Volt geht den Block ueber dem Heizwiderstand
anfangen durchzusteuern. Sozusagen eine "oben mitlaufende" separate
Regelung, die aber mit dem eigentlichen Regelkreis nicht verbunden ist.

Ich wuerde das ganze vermutlich kippen, dem Luefter etwas mehr Schmackes
verpassen (duerfte eh reif fuer einen Austausch sein) und alles normal
mit dicken FETs abheizen.

--
Gruesse, Joerg

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Christoph Stracke
Guest

Wed Feb 17, 2010 12:46 am   



Joerg <invalid_at_invalid.invalid> schrieb:

Quote:
Wenn
Du das neu aufbaust wuerde ich eine Thermosicherung auf den
Kuehkoerper schrauben. Am besten zwei, sodass Du eine Vorwarnung
bekommst eh es abschaltet.

Eine zumindest ist ja schon drauf. :-)

Christoph

Christoph Stracke
Guest

Wed Feb 17, 2010 1:02 am   



Joerg <invalid_at_invalid.invalid> schrieb:

Quote:
Ich wuerde das ganze vermutlich kippen, dem Luefter etwas mehr
Schmackes verpassen (duerfte eh reif fuer einen Austausch sein) und
alles normal mit dicken FETs abheizen.

Och, der Lüfter macht mir keine Sorgen. Der hat schon ordentlich Kraft.
Das einzig Lästige ist, daß er ein ziemliches Getöse macht (und zwar
nur durch den Luftstrom, nicht durch die Lager). Das ist nicht so ein
Lüfter, wie man ihn heute kennt, sondern ein ebenso überdimensioniertes
Teil wie die Endstufe. :-)

Ich werde mal ein wenig überlegen, was ich mache. Jetzt hat das Ding gut
10 Jahre in der Ecke gelegen; da muß man es ja nicht von jetzt auf
gleich übern Zaun brechen.

Christoph

Joerg
Guest

Wed Feb 17, 2010 1:17 am   



Christoph Stracke wrote:
Quote:
Joerg <invalid_at_invalid.invalid> schrieb:

Ich wuerde das ganze vermutlich kippen, dem Luefter etwas mehr
Schmackes verpassen (duerfte eh reif fuer einen Austausch sein) und
alles normal mit dicken FETs abheizen.

Och, der Lüfter macht mir keine Sorgen. Der hat schon ordentlich Kraft.
Das einzig Lästige ist, daß er ein ziemliches Getöse macht (und zwar
nur durch den Luftstrom, nicht durch die Lager). Das ist nicht so ein
Lüfter, wie man ihn heute kennt, sondern ein ebenso überdimensioniertes
Teil wie die Endstufe. :-)


Das war wohl bei aelteren Messgeraeten ein Zeichen von Maennlichkeit
oder so. Der Luefter im HP3577 hier uebertoent selbst eine unten auf der
Bahn startende Zweimotorige.

Kannst ja noch einen weiteren Thermoschalter spendieren der den Luefter
erst kommen laesst wenn 60C oder so erreicht sind. Denn selbst solche
dicken Netzteile betreibt man ja nur selten richtig unter Last.


Quote:
Ich werde mal ein wenig überlegen, was ich mache. Jetzt hat das Ding gut
10 Jahre in der Ecke gelegen; da muß man es ja nicht von jetzt auf
gleich übern Zaun brechen.


Nur nicht zu lange ueberlegen sonst gibt es den "Feature Creep".
Netzteil mit uC Steuerung, grossem LCD Panel, LAN-Anschluss,
persoenlicher IP Adresse, Kaffeewarmhalteplatte ... :-)

--
Gruesse, Joerg

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Andreas Tekman
Guest

Wed Feb 17, 2010 11:58 am   



On 16 Feb., 18:44, Udo Piechottka <Ne...@ifmd.de> wrote:
Quote:
Soweit ich das beurteilen kann, ist OPS eine "Operational Power Supply",
also kein gewöhnlicher Längsregler, sondern eine Art Leistungs-OpAmp.

Gruss Udo-


JA, aber anders als die heute üblichen OPV ist es eine "single ended"
Ausführung des Endstufe, als insbesondere KEIN 2 Quadranten Verhalten.

Zeigt auch das Operating-Manual deutlich.

Andreas Tekman
Guest

Wed Feb 17, 2010 12:04 pm   



On 16 Feb., 23:31, Christoph Stracke <christoph.stra...@versanet.de>
wrote:
Quote:
Andreas Tekman <a...@bigfoot.com> schrieb:
Wobei ich dazusagen muß, daß 0,1 Ohm die Emitterwiderstände sind. Der
Heizwiderstand (also der Widerstand, der als "Bypass" geschaltet ist)
hat, zumindest mit meinem Multimeter gemessen, ca. 2,2 Ohm.


Ok, paßt auch eher zur Empfehlung aus El. Eng. 03/1964 wenn ma ndie
Eckdatne Deiens NT einbezieht.

Quote:

Also durchaus clever, wenn man an Transistoren und Kühlkörper sparen
möchte.

Und satt überdimensioniert. Da frage ich mich nur, wie das Teil trotzdem
kaputtgehen konnte ...


Hallo??
Wir reden von 40 Jahren seit Fertigung.
Da ist es eher toll, dass es so lange funzt.
Kleinere Reparaturen bringen es dann wieder auf Tour, damit es die
nächstne 20 Jhre schafft .-))

Quote:

Ich werde wohl doch nochmal versuchen, das Schaltungskonzept näher zu
verstehen. Denn wenn ich die Regelelektronik ersetze, weiß ich ja sonst
nicht, wie ich das geniale Endstufenkonzept bewahren kann ...


Du kannst, sofenr z.B. Joerd Dirvia Kepco zu einem .pdf verhelfen
kann, Folgendes andenken:

- die steinalt OP durch state-of the art Typen ersetzen.

Ok, wenn nötig das Schwarze Gehäuse wieder über die neuen OP stülpen,
dann ist es perfekt restauriert.

2n3772 gibt es ja heute noch, also shcon mal 3 Stück beipacken fürdie
nächste Reparatur.

Andreas Tekman
Guest

Wed Feb 17, 2010 12:08 pm   



On 16 Feb., 23:53, Joerg <inva...@invalid.invalid> wrote:

Quote:
Den Trick mit dem Auslagern werden sie noch aus einem anderen Grund
gemacht haben: Aluminium kostet mehr als so ein Heizwendel, daher ist es
wahrscheinlich dass der Kuehlkoerper nicht ganz zum Abfackeln der
Leistung reicht wenn das Dingen 0.5V bei vollem Strom machen soll. Wenn
Du das neu aufbaust wuerde ich eine Thermosicherung auf den Kuehkoerper
schrauben. Am besten zwei, sodass Du eine Vorwarnung bekommst eh es
abschaltet.

Ich schreib ja oben schon deutlich, dass man Kühlkörper spart. Was
exakt ein guter Grund ist, diese Technik zu verwenden.

Es besteht aber kein Grund in der Linearendstufe vom Aufbau
abzuweichen, diese kann man mit dem Heizwiderstand 1 zu 1 original
weiterverwenden.

Der Regelteil ist es, der nach rund 40 Jahren einer Restauration
bedarf -- zumal man mit modernen Bauelementen da sicher noch einen
Faktor 5 an Stabilität und Konstanz rausholen kan..



BTW: Wenn Du was Gutes tun willst, kannst du ggfs. Chritoph mit Deinem
Kontakt zu den Kepco Pdf im Detail weiterhelfen

Joerg
Guest

Wed Feb 17, 2010 6:15 pm   



Andreas Tekman wrote:

[...]

Quote:

BTW: Wenn Du was Gutes tun willst, kannst du ggfs. Chritoph mit Deinem
Kontakt zu den Kepco Pdf im Detail weiterhelfen


Kontakte habe ich zu Condor/SLPower, nicht zu Kepco. Aber Christoph:
Wenn Du haengenbleibst kann ich dort gern anrufen.

Nur denke ich nicht dass der Schaltplan beim "Bitumenknubbel" mehr als
ein Quadrat mit Anschlussnummern enthaelt, und damit kaeme Christoph
auch nicht viel weiter. Ist so aehnlich wie mit den ganzen Tektronix
Spezial-Chips, Mixern usw. Wenn das kaputtgeht kannst Du es nur noch
antiquarisch besorgen oder das Buschmesser nehmen und einen Eigenbau
reinfriemeln. Es ist der Grund warum mancher 7L12 und so auf dem Schrott
gelandet ist :-(

--
Gruesse, Joerg

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