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Christoph Stracke
Guest
Mon Feb 15, 2010 8:04 pm
Hallo Gruppe,
ich habe hier ein altes Labornetzteil von Kepco, Typ "OPS 25-20 M", das
ich gerne wieder ans Laufen kriegen möchte. Leider habe ich im Netz
keinerlei Unterlagen dazu gefunden. Das Gerät liefert 0-25V bei 0-20A.
Ich hatte mir schon überlegt, ihm eine neue Regelung mit dem
altbekannten LM 723 zu basteln, da Trafo, Gleichrichterdioden,
Siebelkos und Leistungstransistoren noch in Ordnung zu sein scheinen.
Aber das Merkwürdige ist, daß die acht(!) Leistungs-Transistoren (Typ
2N3772) so angeordnet sind, daß zwei (über 0,1 Ohm Emitterwiderstände
untereinander parallelgeschaltete) Viererblöcke miteinander in Reihe
liegen (hoffentlich habe ich es verständlich ausgedrückt?).
Darum ist zunächst meine Frage, was das bringen soll, denn die
Transistoren wären ja als 60V-Typen durchaus in der Lage, die
anliegenden max. ca. 40V Scheitelspannung selbst zu verkraften.
Meine nächste Frage: Hat jemand von dem genannten Teil Schaltpläne
und/oder Serviceunterlagen, denn vermutlich wäre eine Reparatur besser
als ein (eher stümperhaftes) Neu-Design.
Die Regelschaltung läßt sich aber leider nicht mehr vollständig
rekonstruieren, da ich vor gut 10 Jahren schonmal einen
Reparaturversuch unternommen hatte, und dabei auf eine vergossene
"Blackbox" gestoßen bin, die ich geöffnet und vom Bitumen befreit
hatte. Darin war u.a. ein 8-poliger Rund-Chip (vermutlich ein OPV?),
dessen Bestempelung jedoch vom Hersteller entfernt worden war. Ich
hatte den Chip seinerzeit testweise durch einen OPV ersetzt, und das
alte Bauteil vermutlich entsorgt. Darum läßt sich das Schaltungsdesign
nun wohl nicht mehr völlig nachvollziehen... :-(
Achso, beinahe hätte ich es vergessen: Beim Einschalten sorgt der
Bolide manchmal dafür, daß die 25A-Vorsicherung in meinem Zählerkasten
rausfliegt (die 16A Schmelzpatrone nach dem Zähler bleibt dabei aber
noch ganz). Hat jemand einen Vorschlag, wie ich auf möglichst einfache
Weise den Einschaltstrom so begrenzen kann, daß ich nicht regelmäßig
alle Uhren in der Wohnung neu stellen muß?

Ich dachte etwa an einen
in Serie liegenden Widerstand von 22 Ohm, der nach kurzer Zeit durch
ein Relais überbrückt würde; aber vielleicht hat ja jemand noch einen
einfacheren Vorschlag?
Wäre schön, wenn mir jemand helfen könnte oder Tips hätte, denn es
scheint sich ansonsten um ein feines Teil zu handeln (auch wenn es
schon von 1969 ist).
Viele Grüße
Christoph
Bernd Mayer
Guest
Mon Feb 15, 2010 8:36 pm
Am 15.02.2010 19:04, schrieb Christoph Stracke:
Quote:
ich habe hier ein altes Labornetzteil von Kepco, Typ "OPS 25-20 M", das
ich gerne wieder ans Laufen kriegen möchte. Leider habe ich im Netz
keinerlei Unterlagen dazu gefunden. Das Gerät liefert 0-25V bei 0-20A.
Ich hatte mir schon überlegt, ihm eine neue Regelung mit dem
altbekannten LM 723 zu basteln, da Trafo, Gleichrichterdioden,
Siebelkos und Leistungstransistoren noch in Ordnung zu sein scheinen.
Aber das Merkwürdige ist, daß die acht(!) Leistungs-Transistoren (Typ
2N3772) so angeordnet sind, daß zwei (über 0,1 Ohm Emitterwiderstände
untereinander parallelgeschaltete) Viererblöcke miteinander in Reihe
liegen (hoffentlich habe ich es verständlich ausgedrückt?).
Darum ist zunächst meine Frage, was das bringen soll, denn die
Transistoren wären ja als 60V-Typen durchaus in der Lage, die
anliegenden max. ca. 40V Scheitelspannung selbst zu verkraften.
Meine nächste Frage: Hat jemand von dem genannten Teil Schaltpläne
und/oder Serviceunterlagen, denn vermutlich wäre eine Reparatur besser
als ein (eher stümperhaftes) Neu-Design.
Hallo,
die Reihenschaltung verwundert mich. Es könnte aber eine Vorregelung
sein zum Aufteilen der Verlustleistung.
Ein Neudesign könnte doch auch interessant sein: Gehäuse/Trafo usw.
recyclen und eine aktuellere Schaltung einbauen mit modernen Bauteilen,
evtl sogar umrüsten auf ein Schaltnetzteil.
Bernd Mayer
Joerg
Guest
Mon Feb 15, 2010 8:47 pm
Christoph Stracke wrote:
Quote:
Hallo Gruppe,
ich habe hier ein altes Labornetzteil von Kepco, Typ "OPS 25-20 M", das
ich gerne wieder ans Laufen kriegen möchte. Leider habe ich im Netz
keinerlei Unterlagen dazu gefunden. Das Gerät liefert 0-25V bei 0-20A.
500W? Sauber!
<haben_wollen>
Quote:
Ich hatte mir schon überlegt, ihm eine neue Regelung mit dem
altbekannten LM 723 zu basteln, da Trafo, Gleichrichterdioden,
Siebelkos und Leistungstransistoren noch in Ordnung zu sein scheinen.
Aber das Merkwürdige ist, daß die acht(!) Leistungs-Transistoren (Typ
2N3772) so angeordnet sind, daß zwei (über 0,1 Ohm Emitterwiderstände
untereinander parallelgeschaltete) Viererblöcke miteinander in Reihe
liegen (hoffentlich habe ich es verständlich ausgedrückt?).
Bist Du sicher? Das macht keinen Sinn, denn eine ausreichende SOA
erreicht man einfacher ueber Parallelschaltung. Der 3772 ist schon recht
gusseisern, aber 10A da durch zu jagen waere auch nicht das Gelbe vom Ei.
Quote:
Darum ist zunächst meine Frage, was das bringen soll, denn die
Transistoren wären ja als 60V-Typen durchaus in der Lage, die
anliegenden max. ca. 40V Scheitelspannung selbst zu verkraften.
Meine nächste Frage: Hat jemand von dem genannten Teil Schaltpläne
und/oder Serviceunterlagen, denn vermutlich wäre eine Reparatur besser
als ein (eher stümperhaftes) Neu-Design.
Die Regelschaltung läßt sich aber leider nicht mehr vollständig
rekonstruieren, da ich vor gut 10 Jahren schonmal einen
Reparaturversuch unternommen hatte, und dabei auf eine vergossene
"Blackbox" gestoßen bin, die ich geöffnet und vom Bitumen befreit
hatte. Darin war u.a. ein 8-poliger Rund-Chip (vermutlich ein OPV?),
dessen Bestempelung jedoch vom Hersteller entfernt worden war. Ich
hatte den Chip seinerzeit testweise durch einen OPV ersetzt, und das
alte Bauteil vermutlich entsorgt. Darum läßt sich das Schaltungsdesign
nun wohl nicht mehr völlig nachvollziehen... :-(
Achso, beinahe hätte ich es vergessen: Beim Einschalten sorgt der
Bolide manchmal dafür, daß die 25A-Vorsicherung in meinem Zählerkasten
rausfliegt (die 16A Schmelzpatrone nach dem Zähler bleibt dabei aber
noch ganz). Hat jemand einen Vorschlag, wie ich auf möglichst einfache
Weise den Einschaltstrom so begrenzen kann, daß ich nicht regelmäßig
alle Uhren in der Wohnung neu stellen muß?

Ich dachte etwa an einen
in Serie liegenden Widerstand von 22 Ohm, der nach kurzer Zeit durch
ein Relais überbrückt würde; aber vielleicht hat ja jemand noch einen
einfacheren Vorschlag?
Am einfachsten ist ein Heissleiter. Aber wie dessen Name sagt ist der im
Betrieb heiss und muss entsprechend montiert werden.
Quote:
Wäre schön, wenn mir jemand helfen könnte oder Tips hätte, denn es
scheint sich ansonsten um ein feines Teil zu handeln (auch wenn es
schon von 1969 ist).
Der Vorschlag von Bernd eine Art Sekundaerschaltregler einzubauen ist
zwar prinzipiell nicht schlecht, aber wenn Du damit analoge Experimente
versorgen moechtest wuerde ich das nicht tun. Zuviel geleitete
Stoerungen wo man sich nachher einen Wolf sucht. Da ist linear besser.
Wenn Du schonmal dabei bist koenntest Du eine mitlaufende Crowbar
nachruesten. Die schlaegt zu wenn ein Langstransistor durchballert. Das
ist mir bei einem Russky-Netzteil passiert und es hat mehrere
Messgeraete und den (einzigen) Prototypen mit ins Grab gerissen.
--
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/
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Christoph Stracke
Guest
Mon Feb 15, 2010 9:16 pm
Joerg <invalid_at_invalid.invalid> schrieb:
Quote:
Aber das Merkwürdige ist, daß die acht(!) Leistungs-Transistoren
(Typ 2N3772) so angeordnet sind, daß zwei (über 0,1 Ohm
Emitterwiderstände untereinander parallelgeschaltete) Viererblöcke
miteinander in Reihe liegen (hoffentlich habe ich es verständlich
ausgedrückt?).
Bist Du sicher? Das macht keinen Sinn, denn eine ausreichende SOA
erreicht man einfacher ueber Parallelschaltung. Der 3772 ist schon
recht gusseisern, aber 10A da durch zu jagen waere auch nicht das
Gelbe vom Ei.
Also, es ist so aufgebaut, daß ein Monstrum von Kühlkörper
(Ventilator-luftdurchflutet) insgesamt acht 2N3772 und zwei 2N3054 (als
Treiber) trägt. Von den acht 3772 sind vier Stück mit Glimmerplatten
gegen den Kühlkörper isoliert. In die parallelen Kollektoren dieses
Viererpacks geht die dicke Leitung, die aus den Sieb-Elkos kommt. Die
Emitter sind jeweils über 0,1 Ohm mit dem Kühlkörper verbunden (der
wiederum gegen das Gehäuse isoliert auf vier Plastiksockeln steht). Die
anderen vier 3772 sind unisoliert auf den Kühlkörper geschraubt. Die
Emitter von diesen sind wiederum über 0,1 Ohm mit einer dick
versilberten Sammelleitung auf einer Platine verbunden, von der aus
dann ein dicker Klemmstecker zu einem 0,025 Ohm Widerstand führt, und
von da aus geht es auf die (+) Außenklemme.
Ich habe schon einen Freund gefragt, der es sich die Reihenschaltung
auch nicht erklären konnte und meinte, es könnte vielleicht mit der
Schaltgeschwindigkeit zusammenhängen (also daß man vielleicht eine
schnellere Regelung hätte, wenn die 3772 nicht im Grenzbereich
arbeiten)?
Christoph
Gerhard Hoffmann
Guest
Mon Feb 15, 2010 9:45 pm
Am 15.02.2010 19:36, schrieb Bernd Mayer:
Quote:
die Reihenschaltung verwundert mich. Es könnte aber eine Vorregelung
sein zum Aufteilen der Verlustleistung.
Womöglich ist der Ausgang auch zwischen den beiden Blöcken und der
2. Block dient als Stromsenke, falls die Last mal nichts abnimmt oder
gar selber gelegentlich Strom liefert.
Gruß, Gerhard
Christoph Stracke
Guest
Mon Feb 15, 2010 10:04 pm
Gerhard Hoffmann <dk4xp_at_arcor.de> schrieb:
Quote:
Womöglich ist der Ausgang auch zwischen den beiden Blöcken und der
2. Block dient als Stromsenke, falls die Last mal nichts abnimmt oder
gar selber gelegentlich Strom liefert.
Oh, peinlich; da habe ich tatsächlich noch ein "Detail" vergessen! Vom
Kollektoranschluß des ersten Blocks führt noch eine Art "Bypass" zum
Kollektoranschluß des zweiten Blocks. Dieser Bypass besteht aus einem
gewendelten und auf zwei Keramiksäulen geschlungenen, etwa 1mm starken
Widerstandsdraht (der ein bißchen aussieht wie eine Elektroheizung der
fünfziger Jahre) mit ca. 2,2 Ohm. Das Teil wird vom Luftstrom des
Ventilators noch mit erfaßt.
Vielleicht führt das weiter ...?
Viele Grüße
Christoph
Joerg
Guest
Mon Feb 15, 2010 10:52 pm
Christoph Stracke wrote:
Quote:
Joerg <invalid_at_invalid.invalid> schrieb:
Aber das Merkwürdige ist, daß die acht(!) Leistungs-Transistoren
(Typ 2N3772) so angeordnet sind, daß zwei (über 0,1 Ohm
Emitterwiderstände untereinander parallelgeschaltete) Viererblöcke
miteinander in Reihe liegen (hoffentlich habe ich es verständlich
ausgedrückt?).
Bist Du sicher? Das macht keinen Sinn, denn eine ausreichende SOA
erreicht man einfacher ueber Parallelschaltung. Der 3772 ist schon
recht gusseisern, aber 10A da durch zu jagen waere auch nicht das
Gelbe vom Ei.
Also, es ist so aufgebaut, daß ein Monstrum von Kühlkörper
(Ventilator-luftdurchflutet) insgesamt acht 2N3772 und zwei 2N3054 (als
Treiber) trägt. Von den acht 3772 sind vier Stück mit Glimmerplatten
gegen den Kühlkörper isoliert. In die parallelen Kollektoren dieses
Viererpacks geht die dicke Leitung, die aus den Sieb-Elkos kommt. Die
Emitter sind jeweils über 0,1 Ohm mit dem Kühlkörper verbunden (der
wiederum gegen das Gehäuse isoliert auf vier Plastiksockeln steht). Die
anderen vier 3772 sind unisoliert auf den Kühlkörper geschraubt. Die
Emitter von diesen sind wiederum über 0,1 Ohm mit einer dick
versilberten Sammelleitung auf einer Platine verbunden, von der aus
dann ein dicker Klemmstecker zu einem 0,025 Ohm Widerstand führt, und
von da aus geht es auf die (+) Außenklemme.
Ich habe schon einen Freund gefragt, der es sich die Reihenschaltung
auch nicht erklären konnte und meinte, es könnte vielleicht mit der
Schaltgeschwindigkeit zusammenhängen (also daß man vielleicht eine
schnellere Regelung hätte, wenn die 3772 nicht im Grenzbereich
arbeiten)?
Sehr seltsam, denn die 2N3772 sind bis 60V geeignet. Allerdings nur bei
wenigen Ampere, vielleicht wollten sie sich auf diese Art in die sichere
Zone der SOA bringen:
http://www.onsemi.com/pub_link/Collateral/2N3771-D.PDF
Einen Vorteil bringt das aber kaum. Oder man hat an den Elkos gespart
und es koennte in den Spitzen scharf and die 60V herankommen.
--
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/
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Joerg
Guest
Mon Feb 15, 2010 11:01 pm
Christoph Stracke wrote:
Quote:
Gerhard Hoffmann <dk4xp_at_arcor.de> schrieb:
Womöglich ist der Ausgang auch zwischen den beiden Blöcken und der
2. Block dient als Stromsenke, falls die Last mal nichts abnimmt oder
gar selber gelegentlich Strom liefert.
Oh, peinlich; da habe ich tatsächlich noch ein "Detail" vergessen! Vom
Kollektoranschluß des ersten Blocks führt noch eine Art "Bypass" zum
Kollektoranschluß des zweiten Blocks. Dieser Bypass besteht aus einem
gewendelten und auf zwei Keramiksäulen geschlungenen, etwa 1mm starken
Widerstandsdraht (der ein bißchen aussieht wie eine Elektroheizung der
fünfziger Jahre) mit ca. 2,2 Ohm. Das Teil wird vom Luftstrom des
Ventilators noch mit erfaßt.
Vielleicht führt das weiter ...?
Dann sind die Bloecke vielleicht doch parallelgeschaltet. Der
"Heizwiderstand" hat nicht zufaellig einen Mittelabgriff an dem die
Eingangsspannung liegt?
Wie auch immer, wenn das Dingen eh im Eimer ist, warum nicht einfach neu
aufbauen? Entweder die 2N3772 wiederverwenden oder moderne FET mit
gediegener SOA nehmen, die dann fast keine Ansteuerleistung brauchen.
Dazu eine Regelung a la uA723. Bis Du das ganze rueckwaerts als
Schlatbild aufgezeichnet hast ist das beinahe fertig geloetet :-)
--
Gruesse, Joerg
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Christoph Stracke
Guest
Tue Feb 16, 2010 12:17 am
Joerg <invalid_at_invalid.invalid> schrieb:
Quote:
Dann sind die Bloecke vielleicht doch parallelgeschaltet. Der
"Heizwiderstand" hat nicht zufaellig einen Mittelabgriff an dem die
Eingangsspannung liegt?
Nein, der Widerstand hat zwar einen Mittelabgriff, aber die beiden
äußeren Enden sind miteinander verbunden, so daß er nur einen Ein- und
einen Ausgang hat.
Der Eingang des "Heizwiderstandes" liegt an den Kollektoren des ersten
Transistorblocks, und damit am Pluspol der Siebelkos; der Ausgang liegt
an den Kollektoren des zweiten Transistorblocks.
Quote:
Wie auch immer, wenn das Dingen eh im Eimer ist, warum nicht einfach
neu aufbauen? Entweder die 2N3772 wiederverwenden oder moderne FET
mit gediegener SOA nehmen, die dann fast keine Ansteuerleistung
brauchen. Dazu eine Regelung a la uA723. Bis Du das ganze rueckwaerts
als Schlatbild aufgezeichnet hast ist das beinahe fertig geloetet
Genau das hatte ich mir auch überlegt. Aber ich habe ja noch ein
bißchen die Hoffnung, daß irgendjemand vielleicht noch einen Schaltplan
o.ä. von dem Ding hat; der Thread ist ja noch jung. ;-)
Christoph
Christoph Stracke
Guest
Tue Feb 16, 2010 12:30 am
Joerg <invalid_at_invalid.invalid> schrieb:
Quote:
Einen Vorteil bringt das aber kaum. Oder man hat an den Elkos gespart
und es koennte in den Spitzen scharf and die 60V herankommen.
Die beiden parallelen Elkos sind etwas dicker und etwas niedriger als
eine Cola-Dose und haben je 23.200 MFD (µF) bei 50V. Die anliegende
(gemessene) Spitzenspannung ohne Last ist 40V. Sowohl die Transistoren
als auch die Elkos sollten also von der Spannung her ausreichend sein.
Nur die Kapazität kommt mir für 20A etwas wenig vor (zumindest wenn man
sich z.B. mal heutige "HighEnd"-Endstufen anguckt ...).
Viele Grüße
Christoph
Joerg
Guest
Tue Feb 16, 2010 12:31 am
Christoph Stracke wrote:
Quote:
Joerg <invalid_at_invalid.invalid> schrieb:
Dann sind die Bloecke vielleicht doch parallelgeschaltet. Der
"Heizwiderstand" hat nicht zufaellig einen Mittelabgriff an dem die
Eingangsspannung liegt?
Nein, der Widerstand hat zwar einen Mittelabgriff, aber die beiden
äußeren Enden sind miteinander verbunden, so daß er nur einen Ein- und
einen Ausgang hat.
Der Eingang des "Heizwiderstandes" liegt an den Kollektoren des ersten
Transistorblocks, und damit am Pluspol der Siebelkos; der Ausgang liegt
an den Kollektoren des zweiten Transistorblocks.
Dann sind die Dinger (bis auf diesen Widerstand) doch parallel. Der
einzige Grund der mir einfiele: Vielleicht sitzt der Viererblock mit
Widerstand in Serie auf dem vom Luefter abgewandten Teil des
Kuehlkoerpers, also auf dem heisseren Teil. Auf diese Weise bekommt der
Block bei "Vollgas" weniger ab.
Quote:
Wie auch immer, wenn das Dingen eh im Eimer ist, warum nicht einfach
neu aufbauen? Entweder die 2N3772 wiederverwenden oder moderne FET
mit gediegener SOA nehmen, die dann fast keine Ansteuerleistung
brauchen. Dazu eine Regelung a la uA723. Bis Du das ganze rueckwaerts
als Schlatbild aufgezeichnet hast ist das beinahe fertig geloetet :-)
Genau das hatte ich mir auch überlegt. Aber ich habe ja noch ein
bißchen die Hoffnung, daß irgendjemand vielleicht noch einen Schaltplan
o.ä. von dem Ding hat; der Thread ist ja noch jung. ;-)
Ok, kann sein dass ja noch ein Wochenend-Post kommt. Aber danach ist
vermutlich doch das Buschmesser angesagt :-)
--
Gruesse, Joerg
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Dirk Ruth
Guest
Tue Feb 16, 2010 12:42 am
Christoph Strackeschrieb:
"
Quote:
Hallo Gruppe,
ich habe hier ein altes Labornetzteil von Kepco, Typ "OPS 25-20 M", das
ich gerne wieder ans Laufen kriegen möchte. Leider habe ich im Netz
keinerlei Unterlagen dazu gefunden. Das Gerät liefert 0-25V bei 0-20A.
Hast du schon mal freundlich bei KEPCO nach einem Schaltplan gefragt?
Mir haben sie problemlos die Serviceunterlagen für ein OPS2000 und ein
BOP50-8 als Pdf zugesandt.
Dirk
Christoph Stracke
Guest
Tue Feb 16, 2010 12:47 am
Joerg <invalid_at_invalid.invalid> schrieb:
Quote:
Am einfachsten ist ein Heissleiter. Aber wie dessen Name sagt ist der
im Betrieb heiss und muss entsprechend montiert werden.
Gibt es die denn in diesen Größenordnungen zu vernünftigen Preisen? Ich
dachte immer, Heißleiter sind üblicherweise eher im Bereich unter
1 Watt Verlustleistung zu finden.
In den Datenblättern, die ich gefunden habe, steht immer nur etwas über
die maximalen Impulsströme, aber weder, welchen Dauerstrom sie
verkraften, noch darüber, wie klein der Widerstand bei
"Betriebstemperatur" werden kann (woraus man sich ja dann den maximalen
Strom anhand der erlaubten Verlustleistung ausrechnen könnte).
Viele Grüße
Christoph
Joerg
Guest
Tue Feb 16, 2010 12:57 am
Christoph Stracke wrote:
Quote:
Joerg <invalid_at_invalid.invalid> schrieb:
Am einfachsten ist ein Heissleiter. Aber wie dessen Name sagt ist der
im Betrieb heiss und muss entsprechend montiert werden.
Gibt es die denn in diesen Größenordnungen zu vernünftigen Preisen? Ich
dachte immer, Heißleiter sind üblicherweise eher im Bereich unter
1 Watt Verlustleistung zu finden.
In den Datenblättern, die ich gefunden habe, steht immer nur etwas über
die maximalen Impulsströme, aber weder, welchen Dauerstrom sie
verkraften, noch darüber, wie klein der Widerstand bei
"Betriebstemperatur" werden kann (woraus man sich ja dann den maximalen
Strom anhand der erlaubten Verlustleistung ausrechnen könnte).
Bei gescheiten Herstellern steht das alles drin :-)
http://www.ametherm.com/Data%20Sheets/MS32%2020010.pdf
Die Firma ist hier um die Ecke, in der Naehe der Ponderosa (Bonanza).
Kann man ueber Digikey bestellen, bei Euch auch ueber Thomatronik in
Rosenheim. Hier sind die fuer den Normalbereich gelistet, sie haben
allerdings auch welche bis 50A Betriebsstrom:
http://www.ametherm.com/inrush-current/megasurge-inrush-current-limiters.html
Die haben sogar metrische Angaben in den Datenblaettern, muss unsereins
dann immer erst in Fuesse und Fahrenheit umrechnen :-)
--
Gruesse, Joerg
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Christoph Stracke
Guest
Tue Feb 16, 2010 1:13 am
Joerg <invalid_at_invalid.invalid> schrieb:
Quote:
Dann sind die Dinger (bis auf diesen Widerstand) doch parallel. Der
einzige Grund der mir einfiele: Vielleicht sitzt der Viererblock mit
Widerstand in Serie auf dem vom Luefter abgewandten Teil des
Kuehlkoerpers, also auf dem heisseren Teil. Auf diese Weise bekommt
der Block bei "Vollgas" weniger ab.
Hmmm... Also ich würde das nicht parallel nennen. Der erste
Transistorblock (aus vier parallelen Transistoren) ist parallel zu dem
Heizwiderstand. Das Ganze ist aber dann in Serie zu dem zweiten
Transistorblock (der wiederum aus vier parallelen Transistoren besteht.
(Ich kriege es leider nicht vernünftig hin, das Ganze per ASCII zu
zeichnen, nach 10 min wildem Herumgetippe habe ich es aufgegeben ...)
Der Kühlkörper ist jedenfalls so aufgebaut, daß zwei etwa 4mm dicke
Bleche, auf denen sich jeweils ein Transistorblock befindet,
gegenüberstehen. Diese dicken Bleche sind mit Lamellenblechen
miteinander verbunden. Der Luftstrom läuft dann von seitlich kommend
gleichzeitig über beide Blöcke. Die dem Ventilator zugewandten Lamellen
haben einen größeren Abstand zueinander als die dem Ventilator
abgewandten Lamellen.
Viele Grüße
Christoph
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