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Aux-Out bei LM3478 mit Ladungspumpe?

elektroda.net NewsGroups Forum Index - Electronics DE - Aux-Out bei LM3478 mit Ladungspumpe?

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Stefan Huebner
Guest

Mon Jul 12, 2010 11:21 pm   



Moin zuammen,

ich habe gerade einen LM3478-Wandler (7-13V von Li-Akku nach 15V, ca.
0,4A) auf eine Platine designed und sehe nun, dass ich für ein paar OPV,
die MOSFETs als Längsregler treiben sollen, noch mal ca. 20V (15V+2V für
den OPV+3V Ugs_th) brauche.
Hat jemand eine erprobte Idee? Ladunsgpumpe an den Schaltknoten knüseln?

MaWin
Guest

Mon Jul 12, 2010 11:38 pm   



"Stefan Huebner" <stefan_at_huebner-informationselektronik.de> schrieb im
Newsbeitrag news:8a1ir7FkhbU1_at_mid.uni-berlin.de...
Quote:
Moin zuammen,

ich habe gerade einen LM3478-Wandler (7-13V von Li-Akku nach 15V, ca. 0,4A)
auf eine Platine designed und sehe nun, dass ich für ein paar OPV, die MOSFETs
als Längsregler treiben sollen, noch mal ca. 20V (15V+2V für den OPV+3V
Ugs_th) brauche.
Hat jemand eine erprobte Idee? Ladunsgpumpe an den Schaltknoten knüseln?

Du kannst eine Spule mit Anzapfung nehmen, noch mal 1/3 der Windungen
dazu, und bekommst 15V und 20V für nur 1 Diode und 1 Elko zusätzlich.
Die Trafowirkung der Spule koppelt die Spannungen recht gut aneinander.
--
Manfred Winterhoff

Joerg
Guest

Tue Jul 13, 2010 12:30 am   



Stefan Huebner wrote:
Quote:
Moin zuammen,

ich habe gerade einen LM3478-Wandler (7-13V von Li-Akku nach 15V, ca.
0,4A) auf eine Platine designed und sehe nun, dass ich für ein paar OPV,
die MOSFETs als Längsregler treiben sollen, noch mal ca. 20V (15V+2V für
den OPV+3V Ugs_th) brauche.
Hat jemand eine erprobte Idee? Ladunsgpumpe an den Schaltknoten knüseln?


Kannst Du nicht einfach Depletion Mode FETs nehmen? Ich weiss nicht
wieviel Kaschumpf Du brauchst, nur so als Beispiel:

http://ixdev.ixys.com/DataSheet/DS100148B(IXTA-TP3N50D2).pdf

Dann muesste sich ohne Hilfsspannung auskommen lassen.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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Stefan Huebner
Guest

Tue Jul 13, 2010 1:07 am   



Quote:
Du kannst eine Spule mit Anzapfung nehmen, noch mal 1/3 der Windungen
dazu, und bekommst 15V und 20V für nur 1 Diode und 1 Elko zusätzlich.
Die Trafowirkung der Spule koppelt die Spannungen recht gut aneinander.

Ich hätte vielleicht gleich schreiben sollen, dass ich mit
Standardinduktivitäten (sprich einer Drossel) auskommen möchte.
Ansonsten wäre das natürlich die einfachste Lösung

Joerg
Guest

Tue Jul 13, 2010 1:11 am   



Stefan Huebner wrote:
Quote:

Du kannst eine Spule mit Anzapfung nehmen, noch mal 1/3 der Windungen
dazu, und bekommst 15V und 20V für nur 1 Diode und 1 Elko zusätzlich.
Die Trafowirkung der Spule koppelt die Spannungen recht gut aneinander.

Ich hätte vielleicht gleich schreiben sollen, dass ich mit
Standardinduktivitäten (sprich einer Drossel) auskommen möchte.
Ansonsten wäre das natürlich die einfachste Lösung


Och, bei uns ist sowas Standard, schon x-mal benutzt :-)

http://media.digikey.com/pdf/Data%20Sheets/JW%20Miller%20PDFs/PM600.pdf

Da kann man sich das ganze beinahe wie Lego zusammenstoepseln. Aber ich
wuerde mir Depletion-Mode FETs ueberlegen, es sei denn es kommt auf
jeden Pfennig an.

--
Gruesse, Joerg

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Stefan Huebner
Guest

Tue Jul 13, 2010 1:17 am   



Quote:
Kannst Du nicht einfach Depletion Mode FETs nehmen? Ich weiss nicht
wieviel Kaschumpf Du brauchst, nur so als Beispiel:

http://ixdev.ixys.com/DataSheet/DS100148B(IXTA-TP3N50D2).pdf

Dann muesste sich ohne Hilfsspannung auskommen lassen.

Richtig, damit käme ich ohne Hilfsspannung hin.
Bisher habe ich diesen und diverse Typen im DPAK (hatte ich für die
Anreicherungstypen auch vorgesehen) nur bei Digikey gefunden, RS und
Farnell Fehlanzeige. Mit den Anreicherungstypen hätte ich ein besseres
Gefühl was das Verhalten bei Unterspannung angeht - sobald die OPV in
einen undefinierten Bereich kommen, reicht es auch für die MOSFETs nicht
mehr zum Leiten. Bei 8-12 Stück pro Gerät sind die Dinger natürlich auch
ein Kostenfaktor, wobei mir das ein Stück weit egal ist - der Kunde
braucht nur den Prototypen, den Rest besorgt er selbst.
(..und wenn seine Techniker dann sparen wollen und normale MOSFETs
reinnageln kann ich noch mal kassieren Smile )

Kurzum, so ganz kann ich mich mit dieser zugegeben attraktiven Lösung
noch nicht anfreunden...

Stefan Huebner
Guest

Tue Jul 13, 2010 1:23 am   



Quote:
Och, bei uns ist sowas Standard, schon x-mal benutzt :-)

http://media.digikey.com/pdf/Data%20Sheets/JW%20Miller%20PDFs/PM600.pdf

Da kann man sich das ganze beinahe wie Lego zusammenstoepseln. Aber ich
wuerde mir Depletion-Mode FETs ueberlegen, es sei denn es kommt auf
jeden Pfennig an.

Die Dinger sind ja niedlich...
Was mit zu den Verarmungstypen noch auf- bzw einfällt: wo nehme ich denn
die -5V zum Abschnüren her, wenn am Source 0V anliegen sollen?
Das erwähnte ich bisher nicht, zugegeben. Die MOSFETs bilden mit den OPV
Längsregler, einstellbar zwischen 0 und 15V. Das mit den 0V hat ein
anderer Entwickler mal nicht so ernst genommen und statt OPV, die bis an
den unteren Rail kamen, TL082 verbaut. Ergebnis: je nach Temperatur und
Mondphase liegen bis zu 2V (bei dem Design waren 0-10V der intendierte
Stellbereich) an...

Stefan Huebner
Guest

Tue Jul 13, 2010 1:44 am   



Ich weiss, ich bin schlimm - stelle immer nur Fragen, wenn ich weiss,
welche Antwort ich hören will. Aber wenn ich mir das hier

http://focus.tij.co.jp/jp/lit/an/slua288/slua288.pdf

mal so anschaue und sehe, dass die Ladungspumpen-Variante sogar noch
etwas höhere Effizienz und Lastausregelung (bzw wohl eher geringeren
Innenwiderstand) hat, frage ich mich doch wirklich: warum denn nicht?
Die MOSFETs werden nicht hart geschaltet, Strom also nahe Null, und zwei
LM2902 "verbrauchen" auch nicht die Welt.
Ich muss natürlich auch gestehen, dass ich vorhin bei Mouser gerade die
Drosseln bestellt habe Wink Und viel mehr Platz als die 8x8mm ist auf der
Ecke auch nicht mehr, zumal ich eine andere Ecke gerade für ein BT-Modul
freiräumen musste...

Joerg
Guest

Tue Jul 13, 2010 1:55 am   



Stefan Huebner wrote:
Quote:

Kannst Du nicht einfach Depletion Mode FETs nehmen? Ich weiss nicht
wieviel Kaschumpf Du brauchst, nur so als Beispiel:

http://ixdev.ixys.com/DataSheet/DS100148B(IXTA-TP3N50D2).pdf

Dann muesste sich ohne Hilfsspannung auskommen lassen.

Richtig, damit käme ich ohne Hilfsspannung hin.
Bisher habe ich diesen und diverse Typen im DPAK (hatte ich für die
Anreicherungstypen auch vorgesehen) nur bei Digikey gefunden, RS und
Farnell Fehlanzeige. ...


DPAK geht auch:

http://ixdev.ixys.com/DataSheet/DS100179A(IXTY-TA-TP1R6N50D2).pdf

Sind aber selten benutzte Bauteile und da kann man die EU-Distis meist
vergessen.


Quote:
... Mit den Anreicherungstypen hätte ich ein besseres
Gefühl was das Verhalten bei Unterspannung angeht - sobald die OPV in
einen undefinierten Bereich kommen, reicht es auch für die MOSFETs nicht
mehr zum Leiten. Bei 8-12 Stück pro Gerät sind die Dinger natürlich auch
ein Kostenfaktor, wobei mir das ein Stück weit egal ist - der Kunde
braucht nur den Prototypen, den Rest besorgt er selbst.
(..und wenn seine Techniker dann sparen wollen und normale MOSFETs
reinnageln kann ich noch mal kassieren Smile )


Und aus dem Lautsprecher droehnen die dazu passenden Songs :-)

http://www.youtube.com/watch?v=8_ofFa50LzY
http://www.youtube.com/watch?v=kDK2ywWI4t0


Quote:
Kurzum, so ganz kann ich mich mit dieser zugegeben attraktiven Lösung
noch nicht anfreunden...


Davon fliegen schon welche hoch ueber den Wolken, funzt.

Ok, ist lange her dass ich den LM3478 benutzt habe. M.W. hat der einen
Gate Drive von 7.2V. Den koennte man nehmen um per Bootstrap auf Deine
15V Ausgangsspannung rund 6.5V draufzupacken (7.2V minus Diode Drop).
Falls Du fuer super-billisch Opamps viel Strom brauchst und der LM3478
dabei zu heiss wuerde muesste man das mit NPN/PNP puffern, dann waeren
es nur noch rund 5V mehr. Bei Design Reviews loest sowas aber Ausdruecke
des Ekels aus. Schaltbildseite erst aufrufen wenn alle den Kaffee schon
runtergeschluckt haben.

--
Gruesse, Joerg

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Joerg
Guest

Tue Jul 13, 2010 2:01 am   



Stefan Huebner wrote:
Quote:

Och, bei uns ist sowas Standard, schon x-mal benutzt :-)

http://media.digikey.com/pdf/Data%20Sheets/JW%20Miller%20PDFs/PM600.pdf

Da kann man sich das ganze beinahe wie Lego zusammenstoepseln. Aber ich
wuerde mir Depletion-Mode FETs ueberlegen, es sei denn es kommt auf
jeden Pfennig an.

Die Dinger sind ja niedlich...
Was mit zu den Verarmungstypen noch auf- bzw einfällt: wo nehme ich denn
die -5V zum Abschnüren her, wenn am Source 0V anliegen sollen?


Ok, wusste ja nicht dass das auch noch regelbar sein soll. Dann vergiss
Verarmungstypen (danke, wieder ein alemannische Wort gelernt). Koennte
man zwar mit Bootstrap aus dem Gate Drive Signal machen (rund -6V) aber
da kannst Du die gleich auch per Bootstrap auf die 15V hochpacken und
billigere normaler FETs nehmen.

Jetz sach nich, dat auch noch Dukaten rauskommen muessen :-)


Quote:
Das erwähnte ich bisher nicht, zugegeben. Die MOSFETs bilden mit den OPV
Längsregler, einstellbar zwischen 0 und 15V. Das mit den 0V hat ein
anderer Entwickler mal nicht so ernst genommen und statt OPV, die bis an
den unteren Rail kamen, TL082 verbaut. Ergebnis: je nach Temperatur und
Mondphase liegen bis zu 2V (bei dem Design waren 0-10V der intendierte
Stellbereich) an...


Das nennen die Koelner "en janz jrussen Driss". Inzwischen sind RR
Opamps ja billig, ansonsten koennte man sich aus dem Gate Drive mal eben
-6V machen.

--
Gruesse, Joerg

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Joerg
Guest

Tue Jul 13, 2010 2:07 am   



Stefan Huebner wrote:
Quote:
Ich weiss, ich bin schlimm - stelle immer nur Fragen, wenn ich weiss,
welche Antwort ich hören will. Aber wenn ich mir das hier

http://focus.tij.co.jp/jp/lit/an/slua288/slua288.pdf

mal so anschaue und sehe, dass die Ladungspumpen-Variante sogar noch
etwas höhere Effizienz und Lastausregelung (bzw wohl eher geringeren
Innenwiderstand) hat, frage ich mich doch wirklich: warum denn nicht?
Die MOSFETs werden nicht hart geschaltet, Strom also nahe Null, und zwei
LM2902 "verbrauchen" auch nicht die Welt.
Ich muss natürlich auch gestehen, dass ich vorhin bei Mouser gerade die
Drosseln bestellt habe Wink Und viel mehr Platz als die 8x8mm ist auf der
Ecke auch nicht mehr, zumal ich eine andere Ecke gerade für ein BT-Modul
freiräumen musste...


Aber Du schriebst doch dass Du +20V brauchst, keine negative Spannung.

<gruebel>

--
Gruesse, Joerg

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Joerg
Guest

Tue Jul 13, 2010 2:58 am   



Stefan Huebner wrote:
Quote:
Moin zuammen,

ich habe gerade einen LM3478-Wandler (7-13V von Li-Akku nach 15V, ca.
0,4A) auf eine Platine designed und sehe nun, dass ich für ein paar OPV,
die MOSFETs als Längsregler treiben sollen, noch mal ca. 20V (15V+2V für
den OPV+3V Ugs_th) brauche.
Hat jemand eine erprobte Idee? Ladunsgpumpe an den Schaltknoten knüseln?


Ok, hab's mal in ASCII Art probiert. Bitte nicht lachen, schon mein
Kunstlehrer meinte irgendwann mal "Du nix grosses Kinstler". Probiere
das mal aus:

+Vin
oder
+15V vom Ausgang
| |-->|--------------- neue +20V Spannung
|/ | |
|--| | ---
| |> | --- 1uF
| | || 47 | |
LM3478 | ---||---\/\/\------|<--------------- +15V
----- | || (Wandlerausgang)
Pin 6 | |< 0.1uF
|--|
|\
|
GND

(created by AACircuit v1.28.6 beta 04/19/05 www.tech-chat.de)

Widerstand, Kondensatoren koennen dem Strombedarf und Ripple angepasst
werden, ich weiss nicht wie schnell Du den LM3478 rattern laesst. Fuer
die Dioden koennte die BAT54S Schottky-Doppeldiode reichen, muss aber
die 40V Variante sein. Oder entsprechend mehr. Fuer die Transistoren
reichen die Modelle Wald und Wiese.

Der Widerstand dient nur der Transistorschonung bei Anlauf, manche
lassen den weg (ich aber nicht ...). Zuviel kannst Du eh nicht ziehen
sonst wird der NPN warm.

--
Gruesse, Joerg

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Stefan Huebner
Guest

Tue Jul 13, 2010 8:12 am   



Quote:
Aber Du schriebst doch dass Du +20V brauchst, keine negative Spannung.

Richtig, oder besser gesagt: mindestens +20V. Abweichend von Deinem
Vorschlag, das Gatedrive-Signal für die Ladungspumpe zu nehmen, wollte
ich halt die Spannung am Drain vom MOSFET nehmen, so wie in der Appnote.
Spart die zusätzliche Gegentaktstufe...

Matthias Weingart
Guest

Tue Jul 13, 2010 1:06 pm   



Joerg <invalid_at_invalid.invalid>:


Quote:
+Vin
oder
+15V vom Ausgang
| |-->|--------------- neue +20V Spannung
|/ | |
|--| | ---
| |> | --- 1uF
| | || 47 | |
LM3478 | ---||---\/\/\------|<--------------- +15V
----- | || (Wandlerausgang)
Pin 6 | |< 0.1uF
|--|
|\
|
GND

Fehlt da nicht noch der Basiswiderstand zum Pin 6? Mhh naja dafür gibs ja den
47R. da könnte man aber das Transistorpärchen auch fast weglassen (weiss ja
jetzt nicht, was der Pin 6 so schafft).

M.

Joerg
Guest

Tue Jul 13, 2010 2:43 pm   



Stefan Huebner wrote:
Quote:

Aber Du schriebst doch dass Du +20V brauchst, keine negative Spannung.

Richtig, oder besser gesagt: mindestens +20V. Abweichend von Deinem
Vorschlag, das Gatedrive-Signal für die Ladungspumpe zu nehmen, wollte
ich halt die Spannung am Drain vom MOSFET nehmen, so wie in der Appnote.
Spart die zusätzliche Gegentaktstufe...


Geht auch, doch dann bekommst Du 30V. Wird was knapp fuer Standard
Opamps aber es gibt etliche 44V Typen mit denen das geht. Sei aber
vorsichtig, ich wuerde nicht ueber 20V gehen. Wenn ein Laengsregler-FET
auf 0V geregelt war und der uC oder wo immer das Steuersignal herkommt
befielt Vollgas dann schnackt das Gate dieses FET an den Poller. Was
immer der Opamp kann. Source komt aber nich sofortigst hoch weil
Kapazitaet mit dranhaengt. Ugs max ist meist nur +/-20 und wird kurz
ueberschritten ... tssst ... PUEFF.

Aus dem Grund waere auch eine negative Spannung von mehr als ein paar
Volt nicht so gut.

--
Gruesse, Joerg

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