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Stefan Brröring
Guest
Wed Jul 14, 2010 7:27 am
Hallo,
ich habe hier bei einer Anwendung Chipkartenkontaktiereinheiten
eingesetzt. Es gibt passende Karten mit 6 und 8 Kontaktflächen. Die
6-poligen machen keine Probleme, aber die 8-poligen verursachen
gelegentlich einen Kurzschluss auf der 3,3V Versorgung, was zum
Rechnerabsturz führt.
Wir haben das Problem jetzt dadurch gelöst, dass wir mit einem 100 Ohm
Serienwiderstand die Sache kurzschlussfest gemacht haben. Es gibt auf
der Kontaktiereinheit aber auch noch einen Schalter, mit dem man die
Stromversorgung erst dann einschalten könnte, wenn die Karte richtig
eingesetzt ist.
Was wäre denn hier die richtige Lösung?
Mir ist momentan die Lösung mit dem Widerstand sympatischer.
Gruß
Stefan DF9BI
Hergen Lehmann
Guest
Wed Jul 14, 2010 7:52 am
Am 14.07.2010 08:27, schrieb Stefan Brröring:
Quote:
Was wäre denn hier die richtige Lösung?
IMO: Den Schalter nutzen, dazu eine Strombegrenzung, z.B. in Form eines
kleinen Spannungsreglers oder einer selbstheilenden Sicherung.
Quote:
Mir ist momentan die Lösung mit dem Widerstand sympatischer.
Mir überhaupt nicht, denn dadurch bricht die Spannung bei Stromspitzen
stark ein. Das kann je nach Kartenfabrikat später noch mächtig Ärger machen.
Hergen
Stefan Brröring
Guest
Wed Jul 14, 2010 8:29 am
Quote:
Mir überhaupt nicht, denn dadurch bricht die Spannung bei Stromspitzen
stark ein. Das kann je nach Kartenfabrikat später noch mächtig Ärger
machen.
Die Lösung mit dem Schalter finde ich nicht gut, weil die das Problem
nicht generell löst. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass gelegentlich
mal irgendwelches Zeugs in den Kartenleser gestopft wird, z.B.
Papierschnipsel. Das könnte dazu führen, dass der Schalter frühzeitig
auslöst und nicht mehr sicher gegen den Kurzschluss schützt. Außerdem
könnte auch jemand auf die Idee kommen, etwas metallisches
hineinzustopfen und so einen Kurzschluss verursachen.
Der Kartenleser würde in beiden Fällen vermutlich sowieso nicht mehr
funktionieren, aber das ist weniger gravieren, als wenn der Rechner
abschmiert.
Ich werde wohl die 3.3V für die Chipkarten mit einem separaten
Festspannungsregler aus den ebenfalls vorhandenen 5V erzeugen...
Gruß
Stefan DF9BI
Rafael Deliano
Guest
Wed Jul 14, 2010 11:01 am
Wenig gesagt was das für Chipkarten sind.
Ausser ISO7816 gibts ja auch simple EEPROMs.
Für ISO 5V war mal Artikel in ominösen Zeitschrift
in Arbeit:
http://www.embeddedforth.de/temp/x8.pdf
Hängt an Portpins eines 5V Controllers GP32 der
per Timer den Takt erzeugt.
Aber da wäre heute wohl Änderung für Umschaltung
auf 3,3V fällig.
MfG JRD
Stefan Brröring
Guest
Wed Jul 14, 2010 2:04 pm
Quote:
Aber da wäre heute wohl Änderung für Umschaltung
auf 3,3V fällig.
MfG JRD
Danke für die Info, sieht interessant aus, werds mal durchlesen...
Es geht übrigens um simple EEProm Karten 24LC16
Gruß
Stefan DF9BI
Joerg
Guest
Wed Jul 14, 2010 2:32 pm
Stefan Brröring wrote:
Quote:
Hallo,
ich habe hier bei einer Anwendung Chipkartenkontaktiereinheiten
eingesetzt. Es gibt passende Karten mit 6 und 8 Kontaktflächen. Die
6-poligen machen keine Probleme, aber die 8-poligen verursachen
gelegentlich einen Kurzschluss auf der 3,3V Versorgung, was zum
Rechnerabsturz führt.
Wir haben das Problem jetzt dadurch gelöst, dass wir mit einem 100 Ohm
Serienwiderstand die Sache kurzschlussfest gemacht haben. Es gibt auf
der Kontaktiereinheit aber auch noch einen Schalter, mit dem man die
Stromversorgung erst dann einschalten könnte, wenn die Karte richtig
eingesetzt ist.
Was wäre denn hier die richtige Lösung?
Mir ist momentan die Lösung mit dem Widerstand sympatischer.
Mir auch. Ein Schalter geht irgendwann kaputt, der Widerstand dagegen
nicht wenn er leistungsmaessig fuer Dauerkurzschluss ausgelegt ist.
Man sollte aber mal untersuchen warum die 8-poligen solche Probleme
machen, da ist mit dem Design der Pads was falsch. Bei 3.3V und 100ohm
koennten schlimmstenfalls ueber 30mA in eine Substratdiode fliessen.
Wenn der Chip auf der Karte das aushaelt, ok.
--
Gruesse, Joerg
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Ralph A. Schmid, dk5ras
Guest
Wed Jul 14, 2010 3:04 pm
Joerg <invalid_at_invalid.invalid> wrote:
Quote:
Mir auch. Ein Schalter geht irgendwann kaputt, der Widerstand dagegen
nicht wenn er leistungsmaessig fuer Dauerkurzschluss ausgelegt ist.
Und gegen fiese Strompeaks der Karte könnte man noch einen C gegen
Masse spendieren, der das bissl überbrückt...
-ras
--
Ralph A. Schmid
http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
Stefan Brröring
Guest
Wed Jul 14, 2010 3:33 pm
Quote:
Und gegen fiese Strompeaks der Karte könnte man noch einen C gegen
Masse spendieren, der das bissl überbrückt...
Hab ich auch schon dran gedacht, nur wenn der C zu groß ist, brennen
beim Kurzschluss die Kontakte weg.
Gruß
Stefan DF9BI
Joerg
Guest
Wed Jul 14, 2010 4:12 pm
Ralph A. Schmid, dk5ras wrote:
Quote:
Joerg <invalid_at_invalid.invalid> wrote:
Mir auch. Ein Schalter geht irgendwann kaputt, der Widerstand dagegen
nicht wenn er leistungsmaessig fuer Dauerkurzschluss ausgelegt ist.
Und gegen fiese Strompeaks der Karte könnte man noch einen C gegen
Masse spendieren, der das bissl überbrückt...
Falls der Kurzschluss auf der Karte tatsaechlich in eine Substratstrecke
geht wuerde das dann ordentlich freigebrannt :-)
--
Gruesse, Joerg
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Ralph A. Schmid, dk5ras
Guest
Wed Jul 14, 2010 4:21 pm
Joerg <invalid_at_invalid.invalid> wrote:
Quote:
Falls der Kurzschluss auf der Karte tatsaechlich in eine Substratstrecke
geht wuerde das dann ordentlich freigebrannt
Klar - dann regelt sich das von alleine mit den Schrottkarten :)
-ras
--
Ralph A. Schmid
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http://www.bclog.de/
Axel Schwenke
Guest
Wed Jul 14, 2010 5:04 pm
Joerg <invalid_at_invalid.invalid> wrote:
Quote:
Stefan Brröring wrote:
Hallo,
ich habe hier bei einer Anwendung Chipkartenkontaktiereinheiten
eingesetzt. Es gibt passende Karten mit 6 und 8 Kontaktflächen. Die
6-poligen machen keine Probleme, aber die 8-poligen verursachen
gelegentlich einen Kurzschluss auf der 3,3V Versorgung, was zum
Rechnerabsturz führt.
Wir haben das Problem jetzt dadurch gelöst, dass wir mit einem 100 Ohm
Serienwiderstand die Sache kurzschlussfest gemacht haben. Es gibt auf
der Kontaktiereinheit aber auch noch einen Schalter, mit dem man die
Stromversorgung erst dann einschalten könnte, wenn die Karte richtig
eingesetzt ist.
Was wäre denn hier die richtige Lösung?
Mir ist momentan die Lösung mit dem Widerstand sympatischer.
Mir auch. Ein Schalter geht irgendwann kaputt, der Widerstand dagegen
nicht wenn er leistungsmaessig fuer Dauerkurzschluss ausgelegt ist.
OMFG! Denkt hier eigentlich auch nur *einer* mit?
Natürlich soll der Schalter nicht die Versorgung der Karte schalten.
Der soll signalisieren, daß die Karte komplett eingeschoben ist.
Dann kann man die Versorgung der Karte zuschalten. Natürlich strom-
begrenzt und womöglich auch mit einer Angstsicherung.
XL
Joerg
Guest
Wed Jul 14, 2010 5:28 pm
Axel Schwenke wrote:
Quote:
Joerg <invalid_at_invalid.invalid> wrote:
Stefan Brröring wrote:
Hallo,
ich habe hier bei einer Anwendung Chipkartenkontaktiereinheiten
eingesetzt. Es gibt passende Karten mit 6 und 8 Kontaktflächen. Die
6-poligen machen keine Probleme, aber die 8-poligen verursachen
gelegentlich einen Kurzschluss auf der 3,3V Versorgung, was zum
Rechnerabsturz führt.
Wir haben das Problem jetzt dadurch gelöst, dass wir mit einem 100 Ohm
Serienwiderstand die Sache kurzschlussfest gemacht haben. Es gibt auf
der Kontaktiereinheit aber auch noch einen Schalter, mit dem man die
Stromversorgung erst dann einschalten könnte, wenn die Karte richtig
eingesetzt ist.
Was wäre denn hier die richtige Lösung?
Mir ist momentan die Lösung mit dem Widerstand sympatischer.
Mir auch. Ein Schalter geht irgendwann kaputt, der Widerstand dagegen
nicht wenn er leistungsmaessig fuer Dauerkurzschluss ausgelegt ist.
OMFG! Denkt hier eigentlich auch nur *einer* mit?
Natürlich soll der Schalter nicht die Versorgung der Karte schalten.
Der soll signalisieren, daß die Karte komplett eingeschoben ist.
Dann kann man die Versorgung der Karte zuschalten. Natürlich strom-
begrenzt und womöglich auch mit einer Angstsicherung.
Klar wird mitgedacht. Nochmal zum Mitmeisseln: Irgendwann geht Schalter
putt, Karteneinschub wird nicht mehr erkannt, Versorgung wird nicht mehr
zugeschaltet, Benutzer des Automaten sauer. Sowas macht man bei
Automaten per dielektrischer Erkennung oder meinethalben Lichtschranke,
aber nicht mit einem Schalter. Besonders nicht bei Publikumsverkehr, und
erst recht nicht wenn viele Kids dran rumspielen.
--
Gruesse, Joerg
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Rafael Deliano
Guest
Wed Jul 14, 2010 5:52 pm
Quote:
Klar wird mitgedacht... Besonders nicht bei Publikumsverkehr, und
erst recht nicht wenn viele Kids dran rumspielen.
Die Amphenol-Kontaktiereinheiten die Schlitten hatten
der vertikal aufsetzte um Abschleifen der Goldkontakte
zu verhindern hatten den Schalter auch.
Die machten die von der Post für Kartentelefone geforderte
Zahl von Steckzyklen und waren offenichtlich robust genug
für öffentlichen Einsatz.
Ich wäre mir gar nicht so sicher ob öffentliche Telefone
in den USA solche ISO7816 Karten verwenden.
MfG JRD
Joerg
Guest
Wed Jul 14, 2010 6:10 pm
Rafael Deliano wrote:
Quote:
Klar wird mitgedacht... Besonders nicht bei Publikumsverkehr, und
erst recht nicht wenn viele Kids dran rumspielen.
Die Amphenol-Kontaktiereinheiten die Schlitten hatten
der vertikal aufsetzte um Abschleifen der Goldkontakte
zu verhindern hatten den Schalter auch.
Die machten die von der Post für Kartentelefone geforderte
Zahl von Steckzyklen und waren offenichtlich robust genug
für öffentlichen Einsatz.
Ich wäre mir gar nicht so sicher ob öffentliche Telefone
in den USA solche ISO7816 Karten verwenden.
Kartentelefone hat es hier im grossen Stil nie gegeben. Ich habe eine
Telefonkarte hier liegen, fuer den Notfall, falls das Handy Kruke machen
sollte. Man waehlt eine 1-800 Nummer, tippt danach eine 10-stellige PIN
ein, und waehlt dann die gewuenschete Rufnummer. Ist viel einfacher.
An Flughaefen gibt es dann noch Apparate durch die man seine Kreditkarte
ziehen kann. Aber da sind keine Kontakte noetig.
--
Gruesse, Joerg
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Stefan
Guest
Wed Jul 14, 2010 8:24 pm
Bei meinem Anwendungsfall geht es um ein System, dass nicht für fremde
zugänglich ist und vieleicht 10x am Tag benutzt wird.
Insofern dürfte die Lebensdauer kein so großes Problem sein.
Vandalismussicherheit ist auch nicht das Problem, nur der ganz normale
Unsinn, der so vorkommt.
Meine Lösungsansatz sieht jetzt so aus:
Schalter geht an Port um Karten eingesteckt zu signalisieren.
Stromversorgung geht strombegrenzt direkt auf die Karte, wird aber nicht
geschaltet. Software prüft zunächst den Schalter und greift dann auf die
Karte zu.
Gruß
Stefan
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