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Manuel Reimer
Guest
Sat Jan 14, 2012 9:40 pm
Hallo,
ein Bekannter hat vergessen, dass ein Ladegerät am Auto angeschlossen war und
ist losgefahren. Einiges an Mechanik und die Anschlussleitung am Ladegerät waren
dadurch hinüber. Alles mechanische habe ich bereits wieder in Ordnung gebracht
aber nun habe ich, wenn ich das Ladegerät ans Netz anschließe, am Ausgang keine
Spannung. Da ich jetzt bereits einige Stunden Zeit da reingesteckt habe, hätte
ich das Ding jetzt schon gerne wieder ans Laufen gebracht...
Trafo funktioniert. Gleichrichter tut auch. Intern ist also Spannung vorhanden.
Zwischen gleichgerichteter Spannung und Ausgang befindet sich ein etwas dickerer
Transistor auf Kühlblech. Das Kühlblech hängt am Pluspol. Wenn ich mit dem
Finger zwischen Kühlblech und einem der Anschlüsse vom "dicken Transistor"
brücke, dann steigt die Spannung am Ausgang leicht an. Auf einer eigenen Platine
ist eine relativ simple Schaltung aus 4 Transistoren und etwas Hühnerfutter.
Keine ICs.
Kann es sein, dass das Ladegerät sich so richtig verhält? Ich habe zum Test an
einem anderen gemessen und da habe ich am Ausgang durchaus eine Spannung. Lohnt
es das Ladegerät zum Test an einen Akku anzuschließen oder sollte ich direkt mit
der Fehlersuche beginnen?
Ich würde dann ggf. noch Fotos und weitere Infos nachliefern.
Gruß
Manuel
Joerg
Guest
Sat Jan 14, 2012 10:14 pm
Manuel Reimer wrote:
Quote:
Hallo,
ein Bekannter hat vergessen, dass ein Ladegerät am Auto angeschlossen
war und ist losgefahren. ...
Ui ... gut dass hinter ihm keine Dampfwalze und kein Panzer fuhr :-)
Quote:
... Einiges an Mechanik und die Anschlussleitung am
Ladegerät waren dadurch hinüber. Alles mechanische habe ich bereits
wieder in Ordnung gebracht aber nun habe ich, wenn ich das Ladegerät ans
Netz anschließe, am Ausgang keine Spannung. Da ich jetzt bereits einige
Stunden Zeit da reingesteckt habe, hätte ich das Ding jetzt schon gerne
wieder ans Laufen gebracht...
Trafo funktioniert. Gleichrichter tut auch. Intern ist also Spannung
vorhanden. Zwischen gleichgerichteter Spannung und Ausgang befindet sich
ein etwas dickerer Transistor auf Kühlblech. Das Kühlblech hängt am
Pluspol. Wenn ich mit dem Finger zwischen Kühlblech und einem der
Anschlüsse vom "dicken Transistor" brücke, dann steigt die Spannung am
Ausgang leicht an. Auf einer eigenen Platine ist eine relativ simple
Schaltung aus 4 Transistoren und etwas Hühnerfutter. Keine ICs.
Kann es sein, dass das Ladegerät sich so richtig verhält? Ich habe zum
Test an einem anderen gemessen und da habe ich am Ausgang durchaus eine
Spannung. Lohnt es das Ladegerät zum Test an einen Akku anzuschließen
oder sollte ich direkt mit der Fehlersuche beginnen?
Meines ist zwar kein deutsches Ladegeraet, aber das liefert ebenfalls
keine Spannung wenn keine Autobatterie dranhaengt. Ausser wenn man den
Starthilfeknopf reinschiebt. Kein Scherz, ich habe das mal aufgemacht
weil ich dachte es sei defekt.
Wenn sonst nichts kaputt ist koennte sich der Versuch mit Autobatterie
lohnen. Haenge aber eine Sicherung dazwischen oder zumindest eine
Scheinwerferbirne oder sowas.
Quote:
Ich würde dann ggf. noch Fotos und weitere Infos nachliefern.
Falls es nicht laedt suche mal nach Feinrissen und Bruechen an der
Platine. Besonders da wo die Beinchen der dicken Transistoren (auf dem
Kuehlblech) angeloetet sind.
--
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/
Frank Themann
Guest
Sun Jan 15, 2012 9:35 am
"Manuel Reimer" <Manuel.Nulldevice_at_nurfuerspam.de> schrieb im Newsbeitrag
news:4f11e97d$0$3705$6e1ede2f_at_read.cnntp.org...
[..]
Quote:
Kann es sein, dass das Ladegerät sich so richtig verhält? Ich habe zum
Test an einem anderen gemessen und da habe ich am Ausgang durchaus eine
Spannung. Lohnt es das Ladegerät zum Test an einen Akku anzuschließen oder
sollte ich direkt mit der Fehlersuche beginnen?
Ja. Bessere Ladegeräte haben einen Verpolungsschutz - damit der funktioniert
benötigen sie eine Gegenspannung vom Akku, anhand derer sie die Polarität
prüfen können. Erst bei richtiger Polarität schalten sie die Ladespannung
durch.
Also: Batterie einfach mal dranhängen und vorsichtig beobachten, ggf. sofort
wieder trennen. Profis haben da noch eine Sicherung in der Leitung, denn
eine Autobatterie kann im Kurzschlussfall recht feurig reagieren (meint:
Kabel grillen) ...
Gruß
Frank
Axel Berger
Guest
Sun Jan 15, 2012 3:17 pm
Frank Themann wrote on Sun, 12-01-15 09:35:
Quote:
Bessere Ladegeräte haben einen Verpolungsschutz
Wiso besser? Die haben alle eine rastende Überstromsicherung, das
sollte genügen.
Joerg
Guest
Sun Jan 15, 2012 5:20 pm
Axel Berger wrote:
Quote:
Frank Themann wrote on Sun, 12-01-15 09:35:
Bessere Ladegeräte haben einen Verpolungsschutz
Wiso besser? Die haben alle eine rastende Überstromsicherung, das
sollte genügen.
Nicht wenn ein Himbeer-Toni das verpolt ohne Akku an seine Rennsemmel
angeschlossen hat. Klar springt dann (manchmal) auch die
Ueberstromsicherung aber dann ist es oft zu spaet, dann koennte bereits
Elektronik im vierstelligen Euronenbereich geschrottet sein.
--
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/
Andreas Bockelmann
Guest
Sun Jan 15, 2012 5:54 pm
Axel Berger schrieb:
Quote:
Wiso besser? Die haben alle eine rastende Überstromsicherung, das
sollte genügen.
Dann verpole mal eine halbleere Dieselbatterie an einem Ladegerät, dass
nur eine Thermosicherung hat. Mein Billigbrater hat wenigstens noch eine
hundsördinäre Schmelzsicherung, aber in Deinem Fall wird SICH der
Gleichrichter mit lautem Knall verabschieden.
--
Mit freundlichen Grüßen | /"\ ASCII RIBBON CAMPAIGN |
Andreas Bockelmann | \ / KEIN HTML IN E-MAIL |
F/V +49-3221-1143516 | X UND USENET-GRUPPEN |
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Frank Themann
Guest
Sun Jan 15, 2012 6:11 pm
"Axel Berger" <Axel_Berger_at_b.maus.de> schrieb im Newsbeitrag
news:201201151517.a33775_at_b.maus.de...
Quote:
Frank Themann wrote on Sun, 12-01-15 09:35:
Bessere Ladegeräte haben einen Verpolungsschutz
Wiso besser? Die haben alle eine rastende Überstromsicherung, das
sollte genügen.
Das ist *kein* Verpolungsschutz!
Der Verpolungsschutz arbeitet mit Erkennung der Gegenspannung - erst wenn er
eine Spannung mit korrekter Polarität an den Ausgängen erkennt schaltet er
die Ladespannung durch. Das hat nichts mit der Überstromsicherung oder einem
Übertemperaturschutz zu tun.
Gruß
Frank
Frank Themann
Guest
Sun Jan 15, 2012 6:16 pm
"Andreas Bockelmann" <xotzil_at_gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:14c3a$4f1304c9$5b3b254f$10770_at_usenext.xennanews.com...
Quote:
Axel Berger schrieb:
Wiso besser? Die haben alle eine rastende Überstromsicherung, das
sollte genügen.
Dann verpole mal eine halbleere Dieselbatterie an einem Ladegerät, dass
nur eine Thermosicherung hat. Mein Billigbrater hat wenigstens noch eine
hundsördinäre Schmelzsicherung, aber in Deinem Fall wird SICH der
Gleichrichter mit lautem Knall verabschieden.
Das wäre wirklich nicht spassig - die Frage ist auch, ob so eine
Thermosicherung überhaupt Ströme >>200A trennen kann. Eine 120AH
AGM-Batterie kann auch Kurzschlußströme >2kA "liefern" wenn sie voll ist.
Dafür sind manche Billigsicherungen nicht konstruiert...
Gruß
Frank
gUnther nanonüm
Guest
Sun Jan 15, 2012 9:11 pm
"Frank Themann" <frankthemann_at_t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:4f130a78$0$7619$9b4e6d93_at_newsspool1.arcor-online.net...
Quote:
Das wäre wirklich nicht spassig - die Frage ist auch, ob so eine
Thermosicherung überhaupt Ströme >>200A trennen kann. Eine 120AH
AGM-Batterie kann auch Kurzschlußströme >2kA "liefern" wenn sie voll ist.
Dafür sind manche Billigsicherungen nicht konstruiert...
Hi,
naja, luftgefüllt scheidet dann aus. Aber mit Glaspulver sollte hinhaun, die
Schmelze würde verlaufen und der Innenwiderstand wäre schnell zu hoch für
das bißchen Spannung.
--
mfg,
gUnther
Axel Berger
Guest
Sun Jan 15, 2012 10:32 pm
Frank Themann wrote on Sun, 12-01-15 18:16:
Quote:
die Frage ist auch, ob so eine Thermosicherung überhaupt Ströme >>200A
trennen kann.
Die Kabel an so einem Billiglader haben um die 0.5 mm^2 und sind
zusammen drei Meter lang.
Axel Berger
Guest
Sun Jan 15, 2012 10:34 pm
Joerg wrote on Sun, 12-01-15 17:20:
Quote:
wenn ein Himbeer-Toni das verpolt ohne Akku an seine Rennsemmel
angeschlossen hat.
Und woher kommt dann die externe Spannung, die bei der Luxusvariante
den Strom freigibt?
Axel Berger
Guest
Sun Jan 15, 2012 10:36 pm
Frank Themann wrote on Sun, 12-01-15 18:11:
Quote:
Das ist *kein* Verpolungsschutz!
Mein Selbstbaulader hat gar keinen Schutz - gegen Überstrom hilft die
Induktion der Billigtrafos mit Kammerwicklungen. Bei verpoltem Anschluß
brummt es sehr laut und alle Leuchtdioden gehen aus. Bis das auffällt
müssen die SI-Gleichrichter den durch die Kabel begrenzten Strom
aushalten, und tun es auch. Ich habe es IIRC einmal vorsätzlich und
einmal durch Dussligkeit ausprobiert.
Frank Themann
Guest
Mon Jan 16, 2012 9:37 am
"gUnther nanonüm" <g-h-w_at_gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:4f133307$0$6565$9b4e6d93_at_newsspool4.arcor-online.net...
Quote:
"Frank Themann" <frankthemann_at_t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:4f130a78$0$7619$9b4e6d93_at_newsspool1.arcor-online.net...
Das wäre wirklich nicht spassig - die Frage ist auch, ob so eine
Thermosicherung überhaupt Ströme >>200A trennen kann. Eine 120AH
AGM-Batterie kann auch Kurzschlußströme >2kA "liefern" wenn sie voll ist.
Dafür sind manche Billigsicherungen nicht konstruiert...
Hi,
naja, luftgefüllt scheidet dann aus. Aber mit Glaspulver sollte hinhaun,
die Schmelze würde verlaufen und der Innenwiderstand wäre schnell zu hoch
für das bißchen Spannung.
Ja. Bussmann hat z. B. solche Sicherungen, andere auch. Ist aber doch etwas
anderes als der Thermoschutzschalter, der meist aus einem Bi-Metall,
Heizdraht und einem Kontaktsatz besteht ...
Gruß
Frank
Manuel Reimer
Guest
Mon Jan 16, 2012 10:05 am
Frank Themann wrote:
Quote:
Also: Batterie einfach mal dranhängen und vorsichtig beobachten, ggf.
sofort wieder trennen. Profis haben da noch eine Sicherung in der
Leitung, denn eine Autobatterie kann im Kurzschlussfall recht feurig
reagieren (meint: Kabel grillen) ...
Sicherung hat das Ladegerät sowieso.
Ich habe das ausprobiert und es hat zumindest nicht gestunken.
Ob es auch lädt weiß ich nicht, da durch den "Unfall" leider das
Amperemeter beschädigt worden ist. Gestern habe ich das aber wieder
hingekriegt. Das gebrochene Gehäuse habe ich mit Epoxidharz geklebt und
den Zeiger habe ich wieder dahin verbracht, wo er hingehört.
Genau ist anders, aber es zeigt wieder an. Ob man die Reparatur so als
"betriebssicher" bezeichnen kann, ist eine andere Frage...
Gruß
Manuel
--
"Alle Macht geht vom Volk aus - aber wo geht sie hin?" - Bertolt Brecht
Alle wollen zurück zur Natur - aber keiner zu Fuß
Beiträge mit *X-No-Html Header* kann ich weder lesen, noch beantworten!
gUnther nanonüm
Guest
Mon Jan 16, 2012 2:15 pm
"Manuel Reimer" <mreimer_at_expires-31-01-2012.news-group.org> schrieb im
Newsbeitrag news:1326704704.76_at_user.newsoffice.de...
Quote:
Genau ist anders, aber es zeigt wieder an. Ob man die Reparatur so als
"betriebssicher" bezeichnen kann, ist eine andere Frage...
Hi,
zuckt der Zeiger? Ok, dann mach den "Polentest", laß es vom Tisch auf den
Boden fallen. Zuckt der Zeiger dabei UND danach auch, ist es sicher
genug...zucken nur alle Anwesenden, ist es nicht sicher, bekäme aber
immerhin das TüV-Siegel Rheinland.
--
mfg,
gUnther
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