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Chinesische Funktionsgeneratoren

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Joerg
Guest

Wed Dec 28, 2011 11:10 pm   



Markus Schaub wrote:
Quote:
Joerg schrieb:
Olaf Kaluza wrote:
Christian Zietz <newsgroup.1001_at_chzsoft.de> wrote:
Nachdem wir ähnliche Modelle am Institut haben und diese mir bisher
nicht negativ aufgefallen sind, muss ich mal fragen: Was ist denn so
schlimm an der Anzeige?

Angesichts des erheblichen Anschaffungswiderstands wuerde ich erwarten
das ich den Strom beider Kanaele sehen kann. Und ich finde auch die
Einstellung des Stroms ueber die Ziffernauswahl sehr umstaendlich. Und
das man immer zwischen Strom und Spannung umschalten muss. Mit anderen
Worten die kiste nervt taeglich.
Da lobe ich mir die simplen guten alten Kisten wo noch Potis dran sind.
Das hier steht z.B. bei mir um Flugzeugelektronik zu besaften:

http://www.mastechpowersupply.com/dc-power-supply/linear-power-supply/mastech-regulated-variable-dc-power-supply-hy6003d-60v-3a-new-model/prod_119.html

Diese China-Labornetzteile gleichen sich ja wie ein Ei dem anderen.
Kennt jemand das (bestimmt ruhmbehaftete) Original?


Da ist nichts so besonderes drin, aehnlich wie bei den russischen.
Komplett diskret, wenn's hochkommt ein Opamp. Meines habe ich vor einem
Jahr gekauft und es sind zwei dicke MJ15003 mit Motorola Logo drin. Ist
ja nun schon ein Weilchen her dass das ON Semi wurde, weiss der Geier wo
sie die her haben.

Beim FG ist es so dass Hersteller voellig inkognito ist, keine Web Site,
nix. Scheitn aber baugleich oder mindestens bauaehnlich mit vielen
anderen chinesischen FGs zu sein und funktioniert sauber (bis auf einen
kraechzenden Piezo-Piepser).

Ich habe das Gefuehl es gibt in China einige wenige Entwicklungslaeden
oder ... ahem ... IP-Sammelfirmen, und die verticken es dann an dutzende
Hersteller dort. Was mich etwas wundert ist dass Russland so komplett
den Anschluss verloren hat. Vor 20 Jahren war das die Quelle fuer
preisguenstige Messgeraete. Hat sich komplett rumgedreht.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Markus Schaub
Guest

Wed Dec 28, 2011 11:30 pm   



Joerg schrieb:
Quote:
Markus Schaub wrote:
Joerg schrieb:
Olaf Kaluza wrote:
Christian Zietz <newsgroup.1001_at_chzsoft.de> wrote:
Nachdem wir ähnliche Modelle am Institut haben und diese mir bisher
nicht negativ aufgefallen sind, muss ich mal fragen: Was ist denn so
schlimm an der Anzeige?

Angesichts des erheblichen Anschaffungswiderstands wuerde ich erwarten
das ich den Strom beider Kanaele sehen kann. Und ich finde auch die
Einstellung des Stroms ueber die Ziffernauswahl sehr umstaendlich. Und
das man immer zwischen Strom und Spannung umschalten muss. Mit anderen
Worten die kiste nervt taeglich.
Da lobe ich mir die simplen guten alten Kisten wo noch Potis dran sind.
Das hier steht z.B. bei mir um Flugzeugelektronik zu besaften:

http://www.mastechpowersupply.com/dc-power-supply/linear-power-supply/mastech-regulated-variable-dc-power-supply-hy6003d-60v-3a-new-model/prod_119.html

Diese China-Labornetzteile gleichen sich ja wie ein Ei dem anderen.
Kennt jemand das (bestimmt ruhmbehaftete) Original?


Da ist nichts so besonderes drin, aehnlich wie bei den russischen.
Komplett diskret, wenn's hochkommt ein Opamp. Meines habe ich vor einem
Jahr gekauft und es sind zwei dicke MJ15003 mit Motorola Logo drin. Ist
ja nun schon ein Weilchen her dass das ON Semi wurde, weiss der Geier wo
sie die her haben.

Der Inhalt ist klar. Ich meinte eher das Gehäuasedesign mit dem ovalen
Schalter, der Anordnung der Buchsen und der Leiste für den Schriftzug. Das
gibt es in zig Abwandlungen (mal mit LED-Ziffern, mal mit LCDs etc.) von
bestimmt zwei Dutzend verschiedenen Herstellern, aber das Grunddesign
scheint immer wieder durch. Die müssen doch alle vom selben Modell
abgekupfert sein.

Markus

Markus Schaub
Guest

Wed Dec 28, 2011 11:50 pm   



Joerg schrieb:
Quote:
Markus Schaub wrote:
über chinesische Scopes ist ja inzwischen viel geschrieben worden und
ich habe eine ungefähre Vorstellung davon, was man für welches Geld
erwarteten kann. Jetzt benötige ich aber einen Funktionsgenerator.
Aktuell reichen mir zwar Sinus und Rechteck bis 5 Mhz, aber man kauft
ja für die Zukunft, also eher 20 MHz. Einige Geräte (z. B. Instek
SFG-2100 Serie, Rigol DG1022) werden mit Frequenzzähler angeboten.
Taugt sowas (der Rigol hat nur 6 Digits) oder nimmt man dann doch
lieber Einzelgeräte? Gibt es Empfehlungen oder Warnungen?


Heute bekommt man fuer moderates Geld (hier so $300-$400) welche mit
DDS, Modulator, Zaehler und so weiter. Warum Einzelgeraete? Mein als
Jugendlicher selbstgebauter Frequenzzaehler fristet sein Leben jetzt in
der Garage <schnief>, aber der neue Generator ist sogar noch kleiner:

http://www.mastechpowersupply.com/function-generator/20-mhz-digital-function-signal-generator-sfg-2120/prod_58.html

Nachdem der Haendler das erste defekte Geraet ersetzt hatte bin ich
zufrieden. Die haben auch Arbitrary Function drin und PC Fernsteuerung
ueber USB Kabel. Sowas kann man fuer Versuche sehr praktisch sein.
Bode-Analysen, Lastwechseltests, Ansteuerung von Aktuatoren,
Vibrationstests. Das schoene bei Asiaten ist dass Sachen wie Software
normalerweise nicht extra berechnet werden, bei meinem Generator lag
einfach eine CD bei und beim Taiwan-Scope war es ein Download.

Ein Frequenzzaehler mit 6 Stellen ist allerdings ein Witz, IMHO kaum
brauchbar. Der in meinem geht bis etliche zig MHz und loest auf 1Hz auf.
Wobei man heutzutage in den meisten Scopes bereits einen Zaehler drin
hat. Doch viele Generatoren wie meiner koennen auch noch High/Low Zeiten
messen, Ereignisse zaehlen und vermutlich weitere Parameter die ich noch
nicht entdeckt habe. Sowas geht bei Scopes meist nur indem man die Daten
auf den PC holt und mit Excel oder so verknusert.

Die Frequenzzählerfunktion der Oszilloskope, die ich kenne, ist ein
Witz. Ich habe den Eindruck, dass da einfach nur über den Bereich
gemessen wird, der gerade angezeigt wird. Die Messung geht also
entwender über viel zu wenige Perioden, oder, wenn man aus dem Signal
rauszoomt, über viele Perioden, dann aber mit viel zu wenig
Genauigkeit. Das führt dann zu 4 Stellen, oder so. Brauchbar, als
Rechenhilfe, wenn man zu Faul ist, die Frequenz aus der Periode zu
berechnen, aber nicht mehr.

Quote:
Falls das Budget dafuer nicht reicht oder die Geraete in Europa viel
teurer sind, es gibt auch noch USB gesteuerte die weniger kosten. Bei
Euch z.B. von Velleman aus Belgien.

Messgeräte ohne eigenes Benutzerinterface nerven eigentlich nur.
Ausnahme sind da Logic-Analyzer, wo man viele Signale über einen
möglichst langen Zeitraum gleichzeitig anzeigen will. Da gewinnt dann
einfach die Auflösung eines PC-Bildschirms, die man einem Messgerät
einfach nicht spendieren möchte.

Markus

Joerg
Guest

Thu Dec 29, 2011 1:00 am   



Markus Schaub wrote:
Quote:
Joerg schrieb:
Markus Schaub wrote:
über chinesische Scopes ist ja inzwischen viel geschrieben worden und
ich habe eine ungefähre Vorstellung davon, was man für welches Geld
erwarteten kann. Jetzt benötige ich aber einen Funktionsgenerator.
Aktuell reichen mir zwar Sinus und Rechteck bis 5 Mhz, aber man kauft
ja für die Zukunft, also eher 20 MHz. Einige Geräte (z. B. Instek
SFG-2100 Serie, Rigol DG1022) werden mit Frequenzzähler angeboten.
Taugt sowas (der Rigol hat nur 6 Digits) oder nimmt man dann doch
lieber Einzelgeräte? Gibt es Empfehlungen oder Warnungen?

Heute bekommt man fuer moderates Geld (hier so $300-$400) welche mit
DDS, Modulator, Zaehler und so weiter. Warum Einzelgeraete? Mein als
Jugendlicher selbstgebauter Frequenzzaehler fristet sein Leben jetzt in
der Garage <schnief>, aber der neue Generator ist sogar noch kleiner:

http://www.mastechpowersupply.com/function-generator/20-mhz-digital-function-signal-generator-sfg-2120/prod_58.html

Nachdem der Haendler das erste defekte Geraet ersetzt hatte bin ich
zufrieden. Die haben auch Arbitrary Function drin und PC Fernsteuerung
ueber USB Kabel. Sowas kann man fuer Versuche sehr praktisch sein.
Bode-Analysen, Lastwechseltests, Ansteuerung von Aktuatoren,
Vibrationstests. Das schoene bei Asiaten ist dass Sachen wie Software
normalerweise nicht extra berechnet werden, bei meinem Generator lag
einfach eine CD bei und beim Taiwan-Scope war es ein Download.

Ein Frequenzzaehler mit 6 Stellen ist allerdings ein Witz, IMHO kaum
brauchbar. Der in meinem geht bis etliche zig MHz und loest auf 1Hz auf.
Wobei man heutzutage in den meisten Scopes bereits einen Zaehler drin
hat. Doch viele Generatoren wie meiner koennen auch noch High/Low Zeiten
messen, Ereignisse zaehlen und vermutlich weitere Parameter die ich noch
nicht entdeckt habe. Sowas geht bei Scopes meist nur indem man die Daten
auf den PC holt und mit Excel oder so verknusert.

Die Frequenzzählerfunktion der Oszilloskope, die ich kenne, ist ein
Witz. Ich habe den Eindruck, dass da einfach nur über den Bereich
gemessen wird, der gerade angezeigt wird. Die Messung geht also
entwender über viel zu wenige Perioden, oder, wenn man aus dem Signal
rauszoomt, über viele Perioden, dann aber mit viel zu wenig
Genauigkeit. Das führt dann zu 4 Stellen, oder so. Brauchbar, als
Rechenhilfe, wenn man zu Faul ist, die Frequenz aus der Periode zu
berechnen, aber nicht mehr.


Gerade mal bei meinem Instek GDS-2204 probiert. Ok, es liegt derzeit
19ppm neben dem Frequenzzaehler, damit kann ich leben. Ich wollte die
beiden eigentlich gleich nach Weihnachten kalibrieren zumal der
FG/Zaehler jetzt sein Jahr rum hat, doch dann kam noch ein Eilauftrag
dazwischen.


Quote:
Falls das Budget dafuer nicht reicht oder die Geraete in Europa viel
teurer sind, es gibt auch noch USB gesteuerte die weniger kosten. Bei
Euch z.B. von Velleman aus Belgien.

Messgeräte ohne eigenes Benutzerinterface nerven eigentlich nur.
Ausnahme sind da Logic-Analyzer, wo man viele Signale über einen
möglichst langen Zeitraum gleichzeitig anzeigen will. Da gewinnt dann
einfach die Auflösung eines PC-Bildschirms, die man einem Messgerät
einfach nicht spendieren möchte.


Ok, aber der "gesichtslose" Spektrumanalysator hier war dafuer eine
ganze Ecke billiger als ein grosser. Das beste ist dass er laessig ins
Bordgepack passt ohne die Hemden zu zerknittern, fast nichts wiegt und
bei Freifeldmessungen nur ueber USB versorgt werden kann.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Michael Eggert
Guest

Thu Dec 29, 2011 1:23 am   



Michael Wieser <Mi_Wieser_at_web.de> wrote:

Moin!

Quote:
www.china-mch.com

bekommen, 230USD für deren SM-4020

Keine AHnung ob das was taugt, irgendwie wirken die Geräte wie ein
Aufguß alter HPs

Nee, da fehlt mir irgendwie die Dreifachbelegung der Tasten. :-)

Gruß,
Michael.

Klaus Butzmann
Guest

Thu Dec 29, 2011 1:49 am   



Am 28.12.2011 23:50, schrieb Markus Schaub:

Quote:
Die Frequenzzählerfunktion der Oszilloskope, die ich kenne, ist ein
Witz.
Och so ein 7D15 im Tekscope macht schon Laune...




Butzo

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