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DAB Tod in Deutschland

elektroda.net NewsGroups Forum Index - Electronics DE - DAB Tod in Deutschland

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Thomas Stegemann
Guest

Wed Jan 06, 2010 6:13 pm   



Quote:
Bottom line: FM soll bleiben, aber dazu DAB auch existieren.

So wäre es ideal!
Aber scheinbar ist diese zweigleisige Lösung auf Dauer zu teuer und wenn
die meisten Leute halt bei UKW bleiben und nichtmal mehr die EU Grund
sieht, es einfach durchzudrücken...

Dieter Wiedmann
Guest

Wed Jan 06, 2010 6:18 pm   



Olaf Kaluza schrieb:

Quote:
Wenn das einer boykottiert, dann der Endkunde.

Noe, der boykottiert das nicht. Der weiss davon garnichts. Frag doch
einfach mal zehn beliebig ausgewaehlte Personen was DAB ist. So gut
wie niemand kennt es ueberhaubt.

Also in Dortmund gibt das ein 100%iges Ergebnis, kennen die alle.


Gruß Dieter

Joerg
Guest

Wed Jan 06, 2010 6:19 pm   



Olaf Kaluza wrote:
Quote:
Oliver Bartels <spamtrap_at_bartels.de> wrote:

Wenn das einer boykottiert, dann der Endkunde.

Noe, der boykottiert das nicht. Der weiss davon garnichts. Frag doch
einfach mal zehn beliebig ausgewaehlte Personen was DAB ist. So gut
wie niemand kennt es ueberhaubt.


Also hoemma, hat der Waldemar doch schonn gesacht. Dat iss Doatmunder
Aktienbier, woll?

[...]

--
Prost, Joerg

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Karl Davis
Guest

Wed Jan 06, 2010 8:22 pm   



Martin Laabs <news_at_martinlaabs.de> wrote:
Quote:
Vielleicht liegt es dann ja an einem zu starken Pegel der Deinen Empfänger
in die Sättigung treibt. Da würde eine schlechtere Antenne/ein Stück Draht
als Antenne helfen.

Schon probiert.

Quote:
Ansonsten sind die meisten Empfänger der unteren
und mittleren Preisklasse auch sehr empfindlich gegen Handys die in der
Nähe senden. Also leg mal das Handy in die andere Ecke des Raums und guck
ob es besser wird.

a) ist es nicht untere Preisklasse und b) gibts dort keine
Mobiltelefone im Haushalt.


Karl
--
Es sprach der Pfaff' zum Fürsten:
"Halt' Du sie arm, ich halt' sie dumm."

Falk Willberg
Guest

Wed Jan 06, 2010 8:44 pm   



horst-d.winzler schrieb:
Quote:
Rafael Deliano schrieb:
Ketzerische Frage: Wer braucht den Krempel?
Wer brauchte ehedem Kurzwelle ?

KW wird noch immer benötigt, wenn Menschen die in totalitären Staaten
leben, auch andere als die offiziellen Meinungen hören möchten. KW zu
stören ist aufwändiger als auf Satellitenbetreiber Druck auszuüben bzw
das Internet zu filtern.

Man könnte daran denken, in jedem Haushalt einen breitbandigen
Störsender zu installieren, den die Bürger selbst bezahlen müssen.

Aber so bekloppt wird ja niemand sein. Das wäre ja fast so blöd, wie
einen Abhörsender zu betreiben, nur weil da "Babyphone" draufsteht ;-)

Falk

Falk Willberg
Guest

Wed Jan 06, 2010 8:53 pm   



Guido Grohmann schrieb:
Quote:
Uwe Borchert schrieb:
Hallo,

ZYNIK
Die Kommunikation über KW ist ein wichtiger Fallback. Auf
die schwachsinnige Idee diesen einzusparen können IMHO nur
BWLer, Faschisten und Schwachsinnige kommen.
/ZYNIK

Godwins Law mal wieder.

Nein Godwin's Law bezieht sich auf Nazivergleiche, nicht auf BWLer ;-)

Damager sehen den kleinen Markt für KW, wegen der "wenigen Frequenzen",
totalitäre Regimes mögen Informationsfreiheit sowieso nicht und die
anderen verlassen sich aufs Internet.

Ich kann mich noch erinnern, daß ein bedeutender Teil der Anfragen nach
Freunden und Angehörigen im September 2001 über KW abgewickelt wurde,
weil mit Telefon nichts mehr ging.

Falk

Oliver Bartels
Guest

Wed Jan 06, 2010 8:58 pm   



On Wed, 06 Jan 2010 12:04:42 +0100, Waldemar Krzok
<waldemar_at_zedat.fu-berlin.de> wrote:
Quote:
Bottom line: FM soll bleiben, aber dazu DAB auch existieren.

Ich sehe schon, wir können uns einig werden.

Ich sage mal: Digital Rundfunk sollte weiterentwickelt werden,
um jene Probleme, die der aktuelle Standard hat (und die
wir hier diskutiert haben, z.B. Stromverbrauch der Empfänger
durch die hohe Bandbreite des Signals) aus der Welt
zu schaffen.

Außerdem wäre irgendeine USP, die als solche wahrgenommen
wird, nicht schlecht.

Dann könnte es auch wieder mehr Zuhörer interessieren.

Gruß Oliver

--
Oliver Bartels + Erding, Germany + obartels_at_bartels.de
http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10

Joerg
Guest

Wed Jan 06, 2010 9:35 pm   



Oliver Bartels wrote:
Quote:
On Wed, 06 Jan 2010 12:04:42 +0100, Waldemar Krzok
waldemar_at_zedat.fu-berlin.de> wrote:
Bottom line: FM soll bleiben, aber dazu DAB auch existieren.

Ich sehe schon, wir können uns einig werden.

Ich sage mal: Digital Rundfunk sollte weiterentwickelt werden,
um jene Probleme, die der aktuelle Standard hat (und die
wir hier diskutiert haben, z.B. Stromverbrauch der Empfänger
durch die hohe Bandbreite des Signals) aus der Welt
zu schaffen.


Nach dem Motto "Wir wollen alles, Lachs _und_ Kaviar" :-)


Quote:
Außerdem wäre irgendeine USP, die als solche wahrgenommen
wird, nicht schlecht.

Dann könnte es auch wieder mehr Zuhörer interessieren.


Seht Euch erstmal die Kids an. Wenn der Trend so ist wie bei uns dann
vergiss es. Die interessiert weder Radio noch TV. Nachrichten gucken sie
uerb Internet, Filme ueber Netflix Abonnement und Audio geht alles ueber
iPods oder sonstige MP3 Player. Das ist nix mit mehr Zuhoerer, die
Tendenz ist jetzt schon fallend.

--
Gruesse, Joerg

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Thomas Einzel
Guest

Wed Jan 06, 2010 10:07 pm   



Oliver Bartels schrieb am 06.01.2010 04:24:
Quote:
On Tue, 05 Jan 2010 18:03:14 +0100, Waldemar Krzok
waldemar_at_zedat.fu-berlin.de> wrote:
Hier in Berlin ist
der gesamte UKW-Bereich gnadenlos zugestöpselt, das wesentlich
ausbaufähige DAB-Netz wird dafür boykotiert. Es sieht so aus, dass in
ein paar Monaten auch die letzten Sender verschwinden.

Wenn das einer boykottiert, dann der Endkunde.

In der Menge/masse schon, die Industrie und die Anbieter haben daran
aber ihren Mammutanteil. Lange Zeit zögerlich auf kleiner Flamme rächt sich.

Weil verrückt, war ich vor langer, langer Zeit DAB Pilotteilnehmer (wenn
das so hieß?) in Thüringen mit einem Autoradio + Bildschirm, + 2 ext.
Schachteln im Kofferaum + etliche Lautsprechern.

Wenn der Radioempfang da war, wer er gut. Aber im Auto mit UKW klanglich
gleich, es war egal ob UKW oder DAB. Der Empfang war auch im Umkreis von
30...40km um die Thüringische Landeshauptstadt bis zum Ende meiner DAB
Nutzungszeit lückenhafter als UKW Empfang.

Aber wenn der Empfang nachlies (Hang, Tal, Senke, ...), brach der
Empfang schlagartig ab und kam genau so schlagartig wieder.
Ein+Ausblenden, ggf. sogar leises Rauschen bei Nichtempfang ist
akzeptabel, aber nicht so etwas. War später bei anderen Endgeräten
anders? Kann durchaus sein, aber das allein war es nicht.

Display, IIRC 5" mit ein paar tatsen. Tolle Sache - aber praktisch
keinen Mehrwert, Daddelkram.

Nach einigen Jahren: Autoverkauf. Dieses Ding war kein klasse
Ausstattungsmerkmal, sondern eine (geringfügige) Preisminderung. Warum,
wieso ist egal - der Markt bestimmt. Ich hätte es auf meine Kosten
ausbauen (lassen) können, aber ich wollte es auch nicht mehr, das
nächste war wieder ein gutes UKW Autoradio (+IIRC MW).

DAB? Nicht mehr freiwillig.

Quote:
Und ganz ehrlich:
Man muss nicht alles mit Gewalt digitalisieren.
( Und das sagt Dir einer, der Digitalfunk entwickelt ;-)

Der gute alte UKW Rundfunk hat einige Eigenschaften, die
ihm so schnell keine andere Lösung streitig macht:

Genau - und wenn jemand um die gut 20 MHz Bandbreite jammert halte ich
das nur für Lobbyarbeit. Analog TV ist ein anderes Thema und AFAIK
gegessen (Klötzchen TV).
....
Quote:
Man kann in der heutigen Zeit über Internet wirklich fast
beliebig viele Programme realisieren, wenn es nur um
den Außenpluralismus digitaler Stationen "daheim" geht.

"Daheim" höre ich viel Internetradio. Nein, das ist technisch nicht
besser, das liegt am hohen Nichtschwatzanteil vieler
Internetradioprogramme, da wird selten bis nie gelabert. Ähnliches war
und ist auch analog und digital via Sat oft verfügbar.

Quote:
Klassisches Radio macht da Sinn, wo es mobil oder
quasi-mobil sein soll.

:-)

Thomas

Oliver Bartels
Guest

Wed Jan 06, 2010 10:08 pm   



On 6 Jan 2010 12:16:30 GMT, Martin Laabs <news_at_martinlaabs.de> wrote:
Quote:
Das würde aber nur dann wirklich Aussicht auf Erfolg haben wenn
es Alternativen gibt zu denen man wechseln könnte. Mit einer Hand
voll UKW Stationen gibt es die aber nicht. Ergo wird sich Sender
sagen: "Friss oder stirb" Erst recht wenn es alle anderen bis auf
die Klassikradios (mit dann aber fast diametralen Hörergruppe) ge-
nau so machen.

Hinzu kommt: Die fragliche Hörerschaft 14-49 will es offenbar
so. Siehe die erfolgreichen Verkäufe von Techno & Co.
Siehe das, was in der "Disse" gespielt wird. Ich war jetzt
ein paar Mal da, weil mich unsere Basketballer mit
dorthin abgeschleppt haben.

Ich schätze Dich jetzt nicht als den typischen Vertreter
Deiner Altersgruppe ein (man kennt sich Wink weswegen
Du das womöglich anders siehst.
Aber Fakt ist: Selbst das Radio per se tut sich gegen
MP3 & Co sehr schwer.

Trotzdem (Rieplsches Gesetz) : Es wird nicht aussterben.

Quote:
Wenn der Sender jetzt für Sendekosten das Budget x hat
kann er via DAB o.ä. vier Programme mehr anbieten.

Den Sender interessiert nur eines: Zahl der tatsächlichen
Zuhörer, wozu es eine gewisse technische Reichweite
braucht. Ist die nicht gegeben, dann ist es dem Medienleuten
schnurzegal, wieviele Kanäle möglich wären, das Medium
wird nicht akzeptiert. Im Gegenteil: Jeder gesparte Kanal
spart Produktionsaufwand, ist ein Wettbewerber weniger usw.
Mehr Kanäle machen aus Sicht des Medien-Kaufmanns
nur Sinn, wenn sie insgesamt mehr Zuhörer bringen oder
solche vom pösen Wettbewerb abziehen, der die nicht hat.

Zur Info: Technische Reichweite heißt nicht Funkreichweite,
sie meint die (prozentuale) Zahl der Nutzer, welche faktisch
eine Empfangsmöglichkeit _durch_einfaches_Einschalten_
haben. Also nicht erst: DAB Empfänger kaufen.

Quote:
Wenn man
sieht wie viele Hörer z.B. hier in Dresden Radio Fritz empf-
angen wollten erkennt man das Potential von Radios die nicht
100%ig auf den Mainstream setzen.

Werwowiewas ;-/

Antenne Bayern hat rund 1 Mio. Zuhörer im Peak und jetzt
kommst Du.

Na, wo würdest Du Deine neue mikrowellengesteuerte
Zahnpastatube dem Volk verdidschen wollen (nein, nicht
was Du selber gerne hörst, es geht um Abnehmer, die
den Werbespot hören sollen) ?

Quote:
Da täte es doch aber auch eine CD. SNR, Kanaltrennung und
(mit Einschränkungen) Dynamik ist besser.

Nicht bei jeder, es kommt auf die Produktion an.
Und da gibt es durchaus gut produzierte Schallplatten,
denen eine Billidsch-CD nicht das Wasser reichen kann.

Quote:
Also ich fahre hier ab und zu mal mit verschiedenen Autos (Carsharing)
durch die Stadt und wunder mich immer wieder wie oft man unter
Brücken oder durch Autos nebenan Rauscheinbrüche hat. Sowas nervt
mich dann schon.

Im Auto nicht so sehr. Da gibt es Hupeinbrüche,
Nasekannvorfahrtnichtreifenquietscheinbrüche (weswegen
mein rechter kleine Finger immer noch etwas dick ist und ich
momentan keine RSV4 mehr habe, die wurde zum Restwert
verkauft, weil mich ein Ordnungshüter - ohne auf meine
Vorfahrt auf der Hauptstrasse und seinen verkehrsberuhigten
Bereich, aus dem er kam, zu achten - vom Mopped geholt
hat), Kopfsteinpflasterrumpelbelageinbrüche usw.

Quote:
Was meinst Du mit _gut_? Wenn er eine 6dB geringere Sensitivität
als das "High-End-Gerät" hat aber auch 6dB weniger kostet wäre das
für mich ein sehr guter Kompromiss.

Gut in vielerlei Hinsicht. Brauchbarer HF Teil, der nicht
alle Nase lang Aussetzer produziert, ein FEC Dekoder,
der vielleicht nicht nur ein Alibi ist, ein guter Audio-DAC,
gute Schirmung vom Takt usw. Das ist alles digital
ungleich aufwendiger als bei FM.

Quote:
Also wenns preiswert sein soll kommt ja nur ein Zero-IF Konzept
in Frage. Das kann man dann auch kostengünstig (fast) komplett inte-
grieren. Damit fällt die Schirmung des Taktes etc. auch weg weil auf
dem Die. Den PreAmp macht man ggf. noch mit einem MMIC.
Die AA-Filter (SC) , PLL und AD-Wandler auch auf dem Chip.

Den Anti Alias als SC kannst Du bei DAB gleich mal vergessen.
Schau Dir mal bitte die Bandbreite des Signals an, das
liegt nach meiner Kenntnis bei 1,54MHz. Einen Faktor 32
sollte man dem SC Takt schon spendieren, das ist dann mit
der schnellen Umladung der Kondensatoren auf dem Die
nicht mehr so lustig.

Ja, Du musst alles empfangen und das meiste wegwerfen, genau
deshalb ist es ja so ein Stromfresser.

Und diese Zero-IF DVB-T Sticks hatten wir vor einiger Zeit in
einem Test der Bundesnetzagentur, bei dem ich mit CIFDM
dabei war, schau mal hier im Test:
http://www.bundesnetzagentur.de/media/archive/16600.pdf
"Geräte mit kleinen Bauformen wie Handys und USB- Empfänger
arbeiten meist mit einer Direktmischung ins Basisband. Sie haben
zwar nicht die besondere Störempfindlichkeit bei N+9, benötigen
dafür aber durchweg teil-weise wesentlich höhere Störabstände."

Das müsste nicht sein, ist aber so. Warum: Billidsch.

Restlos gruselig waren übrigens die aktiven DVB-T Antennen,
bitte ganz schnell vergessen, das Zeug.

Quote:
80dB bei welchem Abstand vom Träger?

Ich rede erstmal nur von 80dB Dynamik.
Jetzt wird der Einwand kommen: Ja, aber das muss ja nicht
alles linear sein, laute neben leisen Tönen hört man eh'
nicht.

Nun, wenn deren Frequenz weitgenug auseinander ist,
dann womöglich schon.

In diesem Bereich unterhält man sich, wer hätte es bei einem
16 Bit Wandler gedacht, um eine fünfstellige Zahl möglicher
Abtastwerte (nicht unbedingt alle 65536).

Beispiel:
Alter Abtastwert -20000, neuer +20000, macht bei der
Hälfte der Sampleperiode schon den Abtastwert 0.
Sprich Ts/40000 ist für eine Stufe gut.
Taste mit 40kHz (Ts=25us) ab, dann entspricht eine Stufe,
voila, weniger als einer Nanosekunde Zeitfehler!
In irgendeiner Billidsch-All-in-one-Schaltung ist das
schnell versemmelt.

Merke: Der Takt bei genauen A/D wie D/A Wandlern ist
eine superkritische Angelegenheit!
Taugt der Takt nicht, dann ist die hohe Auflösung bestenfalls
für einen digitalen VGA gut, also nur laut oder nur leise,
aber nicht beides in einem Signal.

Nun: Wer hört das. Erstmal keiner, weil der Zeitfehler nicht
laut schreit: "Ich bins, der den Klang versaut!"

Aber derlei kann dann sehr schnell zu ungewollten
Harmonischen und zu "es klingt irgendwie verwaschen"
führen, vor allem, wenn der Fehler bei irgendwelchen
Sigma Delta Wandlern Marke Extrabillig - bei denen auch der
Ing. für eine gescheite Entwicklung des digitalen wie analogen
Signalpfades zu teuer war, ce rulez Sad womöglich deutlich
größer ist.

Sprich: Digitalrundfunk klingt nicht automatisch besser,
nur weil er digital ist. Und derlei Dinge wie besagte
Zeitfehler (Jitter) sind dann auch die wissenschaftliche
Begründung dafür, wenn der Endkunde sagt:
"Das klingt irgendwie mau und unpräzise"

_Diese_ Problematik hat es bei einem analogen Medium
z.B. erstmal nicht (dafür rauscht es da gerne mehr).

Quote:
Die Bandbreite von einem DAB
Signal liegt unter 200kHz und da kann man den Takt gnadenlos runter-
teilen und somit das Phasenrauschen entsprechend verbessern.

Ähm, Du möchtest den Takt für den Sigma Delta Wandler
noch weiter runterteilen, damit er bei hohen Frequenzen
noch mehr zum Schätzeisen wird ?
R2R-DACs setzen die Audio Leute schon lange nicht
mehr ein.

Quote:
Ich weiß nicht ob man in den Standard was bei der Kodierung gegen
den hohen Crest-Faktor hineingebastelt hat.

Hat man etwas. (C)ODFM

Quote:
Aber selbst wenn nicht
stört es nicht ganz so sehr wenn die Mischer/Verstärker bei den
Peaks ein bisschen in die Kompression getrieben werden. Das holt
die FEC dann schon wieder heraus.

Man sollte das vermeiden, mit dem Thema schlage ich mich
bei uns gerade mit LDPC herum.

Quote:
Ich denke der Aufwand ist in etwa der Selbe wie bei GSM Chipsätzen.
Und ein GSM Modul gibt es für den Endverbraucher/Bastler so ab 30 Euro
zu kaufen. In ähnlichen Dimensionen sollte man doch auch kleine Radios
realisieren können.

GSM hat deutlich weniger Bandbreite im HF Teil und muss
nicht gut klingen. Gut, dafür braucht DAB keinen Sender im
Modul.

Geht wohl schon, nur dann wird es so wie Billig-UKW klingen,
Ghetto-Blaster halt. Und für _die_ Anwendung hat UKW den
unschlagbaren Vorteil, dass es gleich nochmal um einen
Faktor fünf billiger zu empfangen ist ...

Gruß Oliver

--
Oliver Bartels + Erding, Germany + obartels_at_bartels.de
http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10

Oliver Bartels
Guest

Wed Jan 06, 2010 10:15 pm   



On Wed, 06 Jan 2010 12:35:39 -0800, Joerg <invalid_at_invalid.invalid>
wrote:
Quote:
Seht Euch erstmal die Kids an. Wenn der Trend so ist wie bei uns dann
vergiss es.

Geht er in etwa. Mit Techno, House, Elektro tut man sich im
normalen Mainstream-Radio eher schwer. Fragt sich nur, was
dann in 10 Jahren eben Mainstream ist.

Und natürlich haben die Kids alle MP3-Player.

Allerdings: Schlechte DJs fallen ebenso wie schlechte
Produktionen durchaus bei der Jugend auf, es ist nicht so,
dass das alles nur "Bummbumm" ist. Da kann der
Schuppen dann durchaus mal etwas leerer sein, wenn
das nicht passt. Und umsonst verkauft z.B. Lady Gaga
nicht soviel Musik, auch wenn das fast schon wieder
Mainstream ist.

Quote:
Die interessiert weder Radio noch TV. Nachrichten gucken sie
uerb Internet, Filme ueber Netflix Abonnement und Audio geht alles ueber
iPods oder sonstige MP3 Player. Das ist nix mit mehr Zuhoerer, die
Tendenz ist jetzt schon fallend.

Es gibt in dem Markt in der Tat dramatische Umwälzungen.
Das liegt aber auch daran, dass die Medienleute kein Gefühl
für die jungen Nutzer haben.

Aber nicht nur die, wenn ich mir anschaue, dass die Mobilfunker
gerade wieder die nächste Generation nicht spieletauglicher
mobiler Datennetze aufbauen, dann kann denen auch keiner
mehr helfen.

Gruß Oliver

--
Oliver Bartels + Erding, Germany + obartels_at_bartels.de
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Joerg
Guest

Wed Jan 06, 2010 11:08 pm   



Oliver Bartels wrote:
Quote:
On Wed, 06 Jan 2010 12:35:39 -0800, Joerg <invalid_at_invalid.invalid
wrote:
Seht Euch erstmal die Kids an. Wenn der Trend so ist wie bei uns dann
vergiss es.

Geht er in etwa. Mit Techno, House, Elektro tut man sich im
normalen Mainstream-Radio eher schwer. Fragt sich nur, was
dann in 10 Jahren eben Mainstream ist.


Techno ist bei Spanisch-Stationen hier echt in. Als Altrocker hoere ich
da schonmal zu. Die Stuecke duerften in Europa aber alle total unbekannt
sein und evtl. anderer Stil.


Quote:
Und natürlich haben die Kids alle MP3-Player.


Sogar Altpraesident Bush hat einen :-)

Ich nicht, habe noch nicht einen einzigen Song, wie heisst das jetzt so
schoen, gedownloadet. Bei dem Wort gehen mir immer die Nackenhaare hoch.


Quote:
Allerdings: Schlechte DJs fallen ebenso wie schlechte
Produktionen durchaus bei der Jugend auf, es ist nicht so,
dass das alles nur "Bummbumm" ist. Da kann der
Schuppen dann durchaus mal etwas leerer sein, wenn
das nicht passt. Und umsonst verkauft z.B. Lady Gaga
nicht soviel Musik, auch wenn das fast schon wieder
Mainstream ist.


Bei den ganz jungen gibt's hier nichts begehrteres als einen schwarzen
Honda Civic, bis zum geht-nicht-mehr tiefer gelegt, Alufelgen,
roehrender Ofenrohrauspuff, Ueberrollbuegel, Scheiben voll getoent,
Hinterbank unbesitzbar weil dort Subwoofer, tschk ... tschk ... *BUMPF*

So in etwa was bei uns frueher der Opel Manta war :-)


Quote:
Die interessiert weder Radio noch TV. Nachrichten gucken sie
uerb Internet, Filme ueber Netflix Abonnement und Audio geht alles ueber
iPods oder sonstige MP3 Player. Das ist nix mit mehr Zuhoerer, die
Tendenz ist jetzt schon fallend.

Es gibt in dem Markt in der Tat dramatische Umwälzungen.
Das liegt aber auch daran, dass die Medienleute kein Gefühl
für die jungen Nutzer haben.


Ich fuerchte, die haben nicht den blassesten Schimmer was abgeht und in
10 Jahren oder so kommt ein mittlerer Knall, will heissen Entlassungen
bei Sendern und so weiter.


Quote:
Aber nicht nur die, wenn ich mir anschaue, dass die Mobilfunker
gerade wieder die nächste Generation nicht spieletauglicher
mobiler Datennetze aufbauen, dann kann denen auch keiner
mehr helfen.


Tja, die denken eine Generation zu spaet.

--
Gruesse, Joerg

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Gian Perrone
Guest

Thu Jan 07, 2010 1:35 am   



Am 06.01.2010 20:53, schrieb Falk Willberg:
Quote:
Guido Grohmann schrieb:
Godwins Law mal wieder.

Nein Godwin's Law bezieht sich auf Nazivergleiche, nicht auf BWLer Wink

Chameus' Korollar mal wieder.

SCNR,
Gian Perrone

Bernd Laengerich
Guest

Thu Jan 07, 2010 8:50 am   



Axel Schwenke schrieb:

Quote:
Es gibt keinen Grund anzunehmen, DAB-Sender würden das Programm
*nicht* zielgruppengerecht aufhübschen. Klar bei Klassik ergibt
das keinen Sinn. Aber AFAIK macht auch keine Klassik-UKW-Station
diesen Scheixx.

Klassikradio ("Die Superhits der 1600 und 1700er Jahre und das beste aus
18xx") ist dermassen totkomprimiert. Bei Tschaikowskis Overtüre 1812 kam statt
des erwarteten Donners so etwas wie ein ins Kissen gedrückter Furz aus dem
Lautsprecher.

Bernd

Dieter Wiedmann
Guest

Thu Jan 07, 2010 9:01 am   



Bernd Laengerich schrieb:

Quote:
Klassikradio ("Die Superhits der 1600 und 1700er Jahre und das beste aus
18xx") ist dermassen totkomprimiert. Bei Tschaikowskis Overtüre 1812 kam
statt des erwarteten Donners so etwas wie ein ins Kissen gedrückter Furz
aus dem Lautsprecher.

Die haben aus Versehen die Version aufgelegt, die auch an Bord von
Flügen in die USA zulässig ist.


Gruß Dieter

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