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Uwe Borchert
Guest
Wed Aug 04, 2010 7:53 pm
Hallo,
Heiko Schlenker schrieb:
Quote:
Im besagten Märchen wird beklagt, dass Ausländer den Eingeborenen
die Arbeitsplätze wegnähmen.
Fast Korrekt! Dafür werden diese idR importiert.
Aber das Wegnehmen ist der unpassende Begriff.
Angebot und Nachfrage ist das Prinzip dahinter.
Quote:
... Ausländer trügen also die Schuld an der Arbeitslosigkeit.
Falsch! Die Ausländer sind ebenso Betroffen wie
die Eingeborenen. Sie werden nur benutzt. Die
Schuldfrage ist hier auch fehl am Platz, da nicht
gegen geltenden Recht verstoßen wird.
Quote:
... Und sowieso seien Ausländer eh an allem schuld.
Nein!
MfG
Uwe Borchert
Rafael Deliano
Guest
Wed Aug 04, 2010 8:20 pm
Quote:
http://www.dorfmuseum.sehestedt.de/themen/2_gutshofgeschichte_sozgrupp-le.htm
Hier etwas zu der Lage der Landbevölkerung vor 1848.
Ist zwar bezogen auf www eher bessere Darstellung aber
explizit in Überschrift:
\ dem Gutshof im 18. Jahrhundert
Wie ja dort auch steht:
\ selbst nach der Aufhebung der Leibeigenschaft 1805
\ (auf dem Gut Sehestedt bereits im Jahr 1800) nahm ihre
\ Mobilität kaum zu.
D.h. die Zäsur zur Neuzeit war die französische Revolution.
Auch in Deutschland hatte die Obrigkeit mitbekommen was
eine Guillotine ist und ein Kitzeln am Hals das eilige
Behebung des Reformstaus förderte noch bevor Napoleon
einmarschierte.
Das Problem war aber daß Aufhebung der Leibeigenschaft
( genau wie später Aufhebung der Slaverei in USA ) die
wirtschaftlichen Gegebenheiten erstmal nicht änderte, weil
es noch keine nennenswerte Industrialisierung gab die
den Bevölkerungsüberschuß aufgefangen hätte.
Das Jahr 1848 d.h. die Niederschlagung der Revolution
die innere Reformen bremste war insofern von
Bedeutung als daß sich danach Auswanderung von Deutschland
in die USA beschleunigte. Die ebbte ca. ab 1870 wieder
ab als Industrialisierung einsetzte. Natürlich gab
es dabei die olle "soziale Frage" weiterhin die auch
Kaiser Wilhelm II beschäftigte, aber der wachsende
Wohlstand lies sie als lösbar erscheinen.
MfG JRD
Joerg
Guest
Wed Aug 04, 2010 9:00 pm
Olaf Kaluza wrote:
Quote:
Holger <holger_at_kater.invalid> wrote:
Da sind viele Faktoren unterwegs, die andere Menschen von dem Markt
abhalten, auf dem du dich bewegst. So einfach ist das Leben nicht.
Das will er nicht warhaben zumal er eine Rechtfertigung braucht um in
einem Land zu leben wo man Arme Leute wohl noch mehr ausbeutet wie
hier ...
Das stimmt schlicht und einfach nicht. Das Thema Food Stamps und Welfare
hatten wir hier ja schon, braucht man nicht wieder aufwaermen denke ich.
Quote:
... und sie mit der "Tellerwaescher wird Millionaer" Story bei Laune
haelt.
Die gibt's aber :-)
--
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/
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Joerg
Guest
Wed Aug 04, 2010 9:27 pm
Axel Schwenke wrote:
Quote:
Joerg <invalid_at_invalid.invalid> wrote:
An sich haetten die eine Chance, eine gute zusaetzliche Einnahmequelle
aufzutun.
...
Nun wollten sie natuerlich Provision vom Kunden und _dann_ stellten sie
fest dass dessen Finanzlage, ahem, prekaer war.
...
Da gibt es einen grossen Markt und keiner schnallt das.
Also einer von uns beiden steht auf dem Schlauch.
Wenn der potentielle Kunde kein Geld hat und deswegen das Geschäft
platzt, dann ist das doch gerade die Abwesenheit eines Marktes.
Oder worin sollte der Markt der Agentur/Zeitarbeitsvermittlung denn
bestehen? Teure Fachkräfte für ein Spottgeld an Pleite-Unternehmen
ausleihen und die Differenz selber zahlen? Eigentlich läuft deren
Geschäft genau anders herum...
Nein, das war nur ein Beispiel wie tolpatschig sich eine grosse
renommierte Agentur anstellen kann. Als Beispiel wie man das _nicht_ macht.
Der Markt ist eindeutig da. Es kommt dauernd vor dass mich Kunden fragen
"Weisst Du wo wir einen herkriegen der uns das und das entwickelt?".
Meist weiss ich jemanden, aber oft sind die schon ausgelastet. Dann ist
Ende, es gibt keinerlei Forum wo man die mit vertretbarem Aufwand
findet. Das ist der Markt den ich meine. Meine Kunden stehen alle auf
solider finanzieller Basis, da gaebe es kein Problem. Das Problem ist
die voellig fehlende Vermittlungs-Infrastruktur. Im SW-Bereich gibt es
ansatzweise welche, im HW-Bereich sieht es zappenduster aus.
--
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/
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Harald Wilhelms
Guest
Wed Aug 04, 2010 9:31 pm
On 4 Aug., 20:25, Heiko Schlenker <hsch...@gmx.de> wrote:
Quote:
Im besagten Märchen wird beklagt, dass Ausländer den Eingeborenen
die Arbeitsplätze wegnähmen. Ausländer trügen also die Schuld an der
Arbeitslosigkeit. Und sowieso seien Ausländer eh an allem schuld.
Genau, und Ausländer sind alle, die weiter
als 20 km von meinem Wohnort entfernt wohnen.
Gibts hier in der NG eigentlich auch Inländer?
Gruss
Harald
Heiko Schlenker
Guest
Wed Aug 04, 2010 11:07 pm
* Uwe Borchert <uwe.borchert_at_gmx.de> schrieb:
Quote:
Hallo,
Heiko Schlenker schrieb:
Im besagten Märchen wird beklagt, dass Ausländer den Eingeborenen
die Arbeitsplätze wegnähmen.
Fast Korrekt! Dafür werden diese idR importiert.
Auweia, Du scheinst das tatsächlich ernst zu meinen. Naja, jeder
braucht ab und zu mal einen Sündenbock. Macht das Leben einfacher.
Gruß, Heiko
Uwe Borchert
Guest
Wed Aug 04, 2010 11:20 pm
Hallo,
Heiko Schlenker schrieb:
Quote:
* Uwe Borchert <uwe.borchert_at_gmx.de> schrieb:
Hallo,
Heiko Schlenker schrieb:
Im besagten Märchen wird beklagt, dass Ausländer den Eingeborenen
die Arbeitsplätze wegnähmen.
Fast Korrekt! Dafür werden diese idR importiert.
Auweia, Du scheinst das tatsächlich ernst zu meinen.
Informiere Dich über die Begriffe relative Überbevölkerung
und Industrielle Reservearmee.
Quote:
Naja, jeder
braucht ab und zu mal einen Sündenbock. Macht das Leben einfacher.
Was hat das jetzt mit den Ausländern zu tun? Irgendwie
kann ich dem thermischen Rauschen in Deinen Synapsen kein
sinnvolles Nutzsignal entnehmen. Das wird sich aber nach
der Grundschule schon geben. In der Hauptschule wirst Du
dann vielleicht die Sache mit Angebot und Nachfrage etwas
erklärt bekommen. Dann können wir ja weiter diskutieren.
MfG
Uwe Borchert
boris gerlach
Guest
Thu Aug 05, 2010 5:36 am
Joerg schrieb:
Quote:
Ralph A. Schmid, dk5ras wrote:
Joerg <invalid_at_invalid.invalid> wrote:
Nun ja, als Consultant arbeite ich auch immer auf Zeit, bin nirgends
angestellt. Und gluecklich wie ein Fisch im Wasser dabei
Das ist ja auch ganz was Anderes.
Zeitarbeitsfirmen, das tue ich mir allerdings nicht an.
Eben :-)
An sich haetten die eine Chance, eine gute zusaetzliche Einnahmequelle
aufzutun. Aber sie denken viel zu schmalspurig. Eine Agentur hatte mich
mal angesprochen, sehr renommierter grosser Laden. Am Telefon fragten
sie mich erstmal aus um zu sehen ob ich geeignet sei. Nach weniger als
einer Minute sassen sie allerdings fest weil sie nichts von Technik
verstanden. "Ja was machen wir bloss?" ... "Schicken Sie mir ein NDA und
ich rede mit Ihrem Kunden vor Ort" ... "Au ja, gute Idee!" Man konnte
den Stein vom Herzen poltern hoeren. Ich zu deren Kunde geduest, sehr
interessantes Projekt, der Besuch hat echt Spass gemacht. Danach bat
mich die Agentur um Referenzen. Das ist bei einem Consultant so gut wie
unmoeglich, aber ich besorgte denen trotzdem zwei. Die kontaktierten sie
auch und luden mich dann ein. Der Kunde wollten mich unbedingt haben.
Nun wollten sie natuerlich Provision vom Kunden und _dann_ stellten sie
fest dass dessen Finanzlage, ahem, prekaer war. Pustekuchen. Wat'n
Aufwand, alles umsonst, aber das Projekt waere super-interessant
gewesen. Und die Dame bei der Agentur war ausgesprochen huebsch :-)
Da gibt es einen grossen Markt und keiner schnallt das.
Für hübsche Damen oder was?
BGE
boris gerlach
Guest
Thu Aug 05, 2010 5:38 am
Heiko Schlenker schrieb:
Quote:
* Uwe Borchert <uwe.borchert_at_gmx.de> schrieb:
Ich hätte Gänsefusschen setzen können. Aber es hätte
dann doch nicht so richtig gepasst. Die Verdrängung
am Arbeitsmarkt geht wirklich schon rauf bis in die
gebildeten Schichten wie Facharbeiter und Akademiker.
Die Zeiten in denen nur Hilfsarbeiter durch Migranten
ersetzt und nur deren Arbeitsmarkt unter Druck gesetzt
wurde sind schon seit vielen Jahren vorbei.
Und damit wäre der Bogen zum Märchen vom Arbeitsplatzklau durch die
bösen Ausländer geschlagen. Es wird an Stammtischen besonders gerne
erzählt.
SCNR, Heiko
Da sieht man mal, daß an Stammztischen oft die Wahrheit erzählt wird.
BGE
Heiko Schlenker
Guest
Thu Aug 05, 2010 6:16 am
* Uwe Borchert <uwe.borchert_at_gmx.de> schrieb:
Quote:
Heiko Schlenker schrieb:
* Uwe Borchert <uwe.borchert_at_gmx.de> schrieb:
Heiko Schlenker schrieb:
Im besagten Märchen wird beklagt, dass Ausländer den Eingeborenen
die Arbeitsplätze wegnähmen.
Fast Korrekt! Dafür werden diese idR importiert.
Auweia, Du scheinst das tatsächlich ernst zu meinen.
Informiere Dich über die Begriffe relative Überbevölkerung
und Industrielle Reservearmee.
Naja, jeder braucht ab und zu mal einen Sündenbock. Macht das Leben
einfacher.
Was hat das jetzt mit den Ausländern zu tun?
Wer redet denn hier von 'Ausländern', 'Migranten',
'Menschenimporten' usw., die die 'Bio-Deutschen' vom Arbeitsmarkt
verdrängen würden?
Sei's drum. Die Leser Deiner Postings könnten jedenfalls leicht
den Eindruck gewinnen, Du seiest ein xenophober Marxist, der zum
"Bosauen" neigt. ;-)
Gruß, Heiko
Uwe Borchert
Guest
Thu Aug 05, 2010 8:36 am
Hallo,
boris gerlach schrieb:
Quote:
Heiko Schlenker schrieb:
* Uwe Borchert <uwe.borchert_at_gmx.de> schrieb:
Ich hätte Gänsefusschen setzen können. Aber es hätte
dann doch nicht so richtig gepasst. Die Verdrängung
am Arbeitsmarkt geht wirklich schon rauf bis in die
gebildeten Schichten wie Facharbeiter und Akademiker.
Die Zeiten in denen nur Hilfsarbeiter durch Migranten
ersetzt und nur deren Arbeitsmarkt unter Druck gesetzt
wurde sind schon seit vielen Jahren vorbei.
Und damit wäre der Bogen zum Märchen vom Arbeitsplatzklau durch die
bösen Ausländer geschlagen. Es wird an Stammtischen besonders gerne
erzählt.
....[...]...
Quote:
Da sieht man mal, daß an Stammztischen oft die Wahrheit erzählt wird.
Nein, aber dass da ein Körnchen Wahrheit enthalten ist.
Die Ausländer klauen die Arbeitsplätze nicht. Sie sind
dazu da die Auswahl zu erhöhen und durch ein ansteigendes
Angebot die Preise zu senken. Wer dann auf der Strecke
bleibt und Arbeitsloser wird ist eine andere Sache.
Nebeneffekt: Durch das sinkende Lohnniveau müssen nun
beide Elternteile arbeiten um die Kinder zu finanzieren.
Damit müssen nun auch die Hausfrauen und -männer auf den
Arbeitsmarkt die eigentlich Besseres (Kindererziehung)
zu tun/arbeiten hätten. Das gibt den nächsten Dämpfer
für die Preise, so kein Mindestlohn vorhanden.
MfG
Uwe Borchert
Lutz Schulze
Guest
Thu Aug 05, 2010 8:57 am
Am Thu, 05 Aug 2010 09:36:59 +0200 schrieb Uwe Borchert:
Quote:
Nebeneffekt: Durch das sinkende Lohnniveau müssen nun
beide Elternteile arbeiten um die Kinder zu finanzieren.
Damit müssen nun auch die Hausfrauen und -männer auf den
Arbeitsmarkt die eigentlich Besseres (Kindererziehung)
zu tun/arbeiten hätten. Das gibt den nächsten Dämpfer
für die Preise, so kein Mindestlohn vorhanden.
Man kann das auch andersrum sehen: da heute oft beide arbeiten wollen kann
man auch mit etwas weniger Vergütung zurechtkommen.
Natürlich drückt das auf die Einkommen.
Lutz
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Heinz Schmitz
Guest
Thu Aug 05, 2010 9:22 am
Josef Moellers wrote:
Quote:
Andererseits ist es für eine Firma natürlich auch günstiger, befristet
einen aus dem Ausland einzustellen, der von Gesetzes wegen keinen
Anspruch auf Arbeitslosengeld und Rente hat, diese Beträge also auch
nicht anfallen.
Imho muß das Unternehmen diese Beiträge sehr wohl entrichten.
Der Mitarbeiter kann sie sich aber dann bei seiner Ausreise vom
Rententräger erstatten lassen. Das ist ja auch nur gerecht, denn
anders als bei Versicherungsbeiträgen steht Vorsorgeleistungen
ja noch keine Gegenleistung gegenüber.
Der MA wird sich den AG-Anteil der ALV und RV wohl kaum auszahlen lassen
können.
Den hat ja, nach der Vorstellung unserer Gewerkschaften und Linken,
auch kein Mitarbeiter selbst entrichtet bzw erarbeitet

.
ALV ist aber imho eine Versicherung. Da steht das Angebot der Leistung
im Schadensfall dahinter. Die Beiträge sind also imho genauso futsch
wie die einer Kfz-Versicherung. Bei Rente sieht das imho anders aus.
Ob der Arbeitgeber sich diese Anteile zurückzahlen lassen kann,
weiß ich nicht.
Grüße,
H.
Heinz Schmitz
Guest
Thu Aug 05, 2010 9:32 am
Joerg wrote:
Quote:
Das Problem ist
die voellig fehlende Vermittlungs-Infrastruktur. Im SW-Bereich gibt es
ansatzweise welche, im HW-Bereich sieht es zappenduster aus.
Warum haben die Unternehmen keine Web-Seite, auf der
alles Interessante für gewünschte Consultants steht?
Warum brauchen wir immer "Agenturen"?
Grüße,
H.
David Kastrup
Guest
Thu Aug 05, 2010 9:41 am
Uwe Borchert <uwe.borchert_at_gmx.de> writes:
Quote:
boris gerlach schrieb:
Heiko Schlenker schrieb:
* Uwe Borchert <uwe.borchert_at_gmx.de> schrieb:
Ich hätte Gänsefusschen setzen können. Aber es hätte
dann doch nicht so richtig gepasst. Die Verdrängung
am Arbeitsmarkt geht wirklich schon rauf bis in die
gebildeten Schichten wie Facharbeiter und Akademiker.
Die Zeiten in denen nur Hilfsarbeiter durch Migranten
ersetzt und nur deren Arbeitsmarkt unter Druck gesetzt
wurde sind schon seit vielen Jahren vorbei.
Und damit wäre der Bogen zum Märchen vom Arbeitsplatzklau durch die
bösen Ausländer geschlagen. Es wird an Stammtischen besonders gerne
erzählt.
...[...]...
Da sieht man mal, daß an Stammztischen oft die Wahrheit erzählt wird.
Nein, aber dass da ein Körnchen Wahrheit enthalten ist.
Die Ausländer klauen die Arbeitsplätze nicht. Sie sind
dazu da die Auswahl zu erhöhen und durch ein ansteigendes
Angebot die Preise zu senken. Wer dann auf der Strecke
bleibt und Arbeitsloser wird ist eine andere Sache.
Ein arbeitsloser Armenier hier hat genug Geld, um deutsche Produkte zu
kaufen und damit wenigstens einen Restmarkt in Gang zu halten.
Ein Vollzeit arbeitender Armenier in seiner Heimat nicht.
Unser Wirtschaftssystem braucht deswegen auch unter unseren
Hartz-IV-Empfängern eine ausreichende Ausländerquote, damit der Laden
weiterläuft, weil wir schlicht und einfach kein sozial akzeptables
Modell haben, die Schere zwischen Produktivität und Beschäftigungsquote
zu schließen. Das geht nur noch über schwarze Peter und Sozialstigmata.
Ausländer, speziell mit anderer Hautfarbe, Sprache und ggf Religion,
sind für diesen mittlerweile für die Funktion unabdingbaren Sektor
unseres Wirtschaftssystems in besonderer Weise qualifiziert, egal ob sie
uns anständigen Deutschen(TM) die Arbeitsplätze wegnehmen(TM) oder sich
in schamloser Weise von uns(TM) durchfüttern lassen.
Auf diese Weise kann sich der "anständige Deutsche" mit deutschen
Ingenieuren und "Werteschaffenden" so identifizieren, wie sich der
deutsche Sesselfurzer mit der deutschen Fußballnationalmannschaft
identifiziert.
Vielleicht sollte man regelmäßig Obdachlose mit Deutschland-T-Shirts mit
Vuvuzelachören am Arbeitsamt diejenigen bejubeln lassen, die aus welchen
Gründen auch immer eine deutsche Spielerlaubnis aufweisen und vermittelt
werden.
Man muß das ja nicht nur nach Nationen aufteilen. So könnten die
Maschinenbauer vermittelte E-Techniker ausbuhen und umgekehrt. "Links
ziehen in den Vermittlungsparcours jetzt die Maschbauer im grobkarierten
Hemd ein, rechts laufen sich gerade die Wirtschaftswissenschaftler im
Dreiteiler warm."
--
David Kastrup
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