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Robert Rohling
Guest
Tue Aug 03, 2010 4:50 pm
Hier mal ein interessanter Artikel dazu:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=6378#more-6378
Gruß R.R.
--
Ich bin unschuldig, ich hab sie nicht gewählt!
Joerg
Guest
Tue Aug 03, 2010 5:18 pm
Robert Rohling wrote:
Quote:
Das ist doch mal was senkrechtes. Es gibt in der Realitaet keinen
Fachkraeftemangel, nicht in Europa. Britischer Headhunter, als ich ihn
fragte ob er sich beim angebotenen Gehalt vertippt haette: "Nein, in
Europa werden Ingenieure nicht besser bezahlt, man hat ja Auswahl".
Zitat "Und selbstverständlich steht die Drohung 'Outsourcing' und
'Offshoring' in Billiglohnländer in jeder Firmenmitteilung und bei jedem
Gehaltsgespräch im Raum." Das hingegen habe ich persoenlich noch nie
gehoert. Und wenn ich es hoeren wuerde, dann taete ich denen sagen sie
sollen es versuchen. Mit der Gewissheit dass in 3-4 Jahren das Telefon
klingelt und der gleiche Manager dran ist, nur etwas zerknirschter.
Allerdings kann ich es auch nicht ganz verstehen wenn manche Ingenieure
angesichts der Realitaet dass es gar keinen Mangel gibt einfach
verzagen. Genauso wie Firmen "outsourcen" kann man sich auch selbst
"outsourcen". BTDT.
--
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/
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Use another domain or send PM.
Stefan Huebner
Guest
Tue Aug 03, 2010 7:33 pm
Sehr schöner Artikel, danke für den Link.
Hast Du den mal an Brüderle gemailt - mein ja nur mal so :)
Solange in meinem Umfeld Firmen Maschinen unterhalten, die seit 40
Jahren mit den Bedürfnissen der Produktion wachsen und demzufolge
ständig neue Steuerungen brauchen, Partnerfirmen mir neuen Ideen
Vorreiter in was auch immer sein wollen und Frisch-Ingenieure im Schnitt
nicht in der Lage sind, alte Prozessorsysteme zu reparieren soll mir das
alles recht sein.
horst-d.winzler
Guest
Tue Aug 03, 2010 9:16 pm
Am 03.08.2010 17:50, schrieb Robert Rohling:
Quote:
Ergänzend dazu, ausländische Absolventen deutscher Hochschulen dürfen
nicht hoffen, in de weiter leben und arbeiten zu dürfen. de ist eben
Spitze was deutsche Interessen angeht.

)
--
mfg hdw
Uwe Borchert
Guest
Tue Aug 03, 2010 10:38 pm
Hallo,
horst-d.winzler schrieb:
Quote:
Am 03.08.2010 17:50, schrieb Robert Rohling:
Hier mal ein interessanter Artikel dazu:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=6378#more-6378
Ergänzend dazu, ausländische Absolventen deutscher Hochschulen dürfen
nicht hoffen, in de weiter leben und arbeiten zu dürfen. de ist eben
Spitze was deutsche Interessen angeht.

)
Na ja, einen Ausländer kann man leichter abschieben als
einen Bio-Deutschen. Behälst Du den Ausländer hast Du
dann wieder eine weitere überflüssige Fachkraft. Ist es
der Deutsche kriegst Du ihn nicht kostengünstig entsorgt.
Aktuell gehen in den MINT-Fächern etwa zehn mal so viele
Absolventen ab wie der Arbeitsmarkt im Mittel aufnehmen
kann/will. Gegen 2002/03 war es schon schlimmer, da war
der Faktor irgendwas um die 20. Und das dazu noch zu
einer Zeit in der Einstellungsstopps ganz normal waren.
Diese Zahlen konnte man sich u. a. aus der Publikation
der BA: Arbeitsmarkt Kompakt - Arbeitgeberinformationen
rausziehen. Allerdings scheint diese nicht mehr weiter
veröffentlicht zu werden. Warum nur?
In meinen Augen ist diese ganze Fachkräftemangel und
Menschenimportdiskussion sehr ungeschickt. Da wird für
die gebildete Mittelschicht Fremdenfeindlichkeit und
Rassismus auf eine wirtschaftliche Basis gestellt. Das
kann (wird?) sich noch sehr böse rächen.
MfG
Uwe Borchert
Thomas Stegemann
Guest
Tue Aug 03, 2010 10:55 pm
Quote:
Natürlich gibt es in D einen Mangel an Ingenieuren,
die bereit sind, für Hilfsarbeitergehalt zu arbeiten.
Genau das ist das Problem. Letztens die Einstiegsgehälter einer großen
deutschen Firma erfahren. Liegen knapp über denen eines Technikers...
Quote:
Das schlägt natürlich auch auf die Bereitschaft durch,
dieses Fach zu studieren.
Naja, das wird ja zunächst nicht publiziert.
Quote:
Heiraten dürfen diese Leute
auch nicht; es werden ja nur noch Junggesellen (=bachelor)
ausgebildet.
Und was macht der Master dann? :-)
Gruß
Thomas
Dieter Wiedmann
Guest
Tue Aug 03, 2010 11:05 pm
Thomas Stegemann schrieb:
Quote:
Heiraten dürfen diese Leute
auch nicht; es werden ja nur noch Junggesellen (=bachelor)
ausgebildet.
:-)
Und was macht der Master dann?
Sklaven zählen!
Gruß Dieter
Harald Wilhelms
Guest
Tue Aug 03, 2010 11:33 pm
On 3 Aug., 18:18, Joerg <inva...@invalid.invalid> wrote:
Quote:
Natürlich gibt es in D einen Mangel an Ingenieuren,
die bereit sind, für Hilfsarbeitergehalt zu arbeiten.
Das schlägt natürlich auch auf die Bereitschaft durch,
dieses Fach zu studieren. Heiraten dürfen diese Leute
auch nicht; es werden ja nur noch Junggesellen (=bachelor)
ausgebildet.
Gruss
Harald
Horst-D.Winzler
Guest
Wed Aug 04, 2010 4:38 am
Am 03.08.2010 23:38, schrieb Uwe Borchert:
Quote:
Hallo,
horst-d.winzler schrieb:
Am 03.08.2010 17:50, schrieb Robert Rohling:
Hier mal ein interessanter Artikel dazu:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=6378#more-6378
In meinen Augen ist diese ganze Fachkräftemangel und
Menschenimportdiskussion sehr ungeschickt. Da wird für
die gebildete Mittelschicht Fremdenfeindlichkeit und
Rassismus auf eine wirtschaftliche Basis gestellt. Das
kann (wird?) sich noch sehr böse rächen.
Man wird sehen, wie hoch und was die Gesellschaft innen noch bindet?
Politisches Panoptikum halt. Bezahlt wird später. ;-)
--
mfg hdw
Horst-D.Winzler
Guest
Wed Aug 04, 2010 4:40 am
Am 03.08.2010 23:55, schrieb Thomas Stegemann:
Quote:
Natürlich gibt es in D einen Mangel an Ingenieuren,
die bereit sind, für Hilfsarbeitergehalt zu arbeiten.
Heiraten dürfen diese Leute
auch nicht; es werden ja nur noch Junggesellen (=bachelor)
ausgebildet.
:-)
Und was macht der Master dann? :-)
Du meinst sein Neger?
Sowas zB:
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,710019,00.html
--
mfg hdw
Josef Moellers
Guest
Wed Aug 04, 2010 8:08 am
Am 4.8.2010 schrub Harald Wilhelms:
Quote:
On 3 Aug., 18:18, Joerg <inva...@invalid.invalid> wrote:
Robert Rohling wrote:
Hier mal ein interessanter Artikel dazu:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=6378#more-6378
Das ist doch mal was senkrechtes. Es gibt in der Realitaet keinen
Fachkraeftemangel,
Natürlich gibt es in D einen Mangel an Ingenieuren,
die bereit sind, für Hilfsarbeitergehalt zu arbeiten.
Da stimme ich Dir zu.
Andererseits ist es für eine Firma natürlich auch günstiger, befristet
einen aus dem Ausland einzustellen, der von Gesetzes wegen keinen
Anspruch auf Arbeitslosengeld und Rente hat, diese Beträge also auch
nicht anfallen.
Quote:
Das schlägt natürlich auch auf die Bereitschaft durch,
dieses Fach zu studieren.
Ich glaube nicht, daß das Einstiegsgehalt ein Grund ist, ein Fach nicht
zu studieren. Die Hörsäle der Informatiker (und sicher auch anderer
technischer Fachrichtungen) sind am Anfang des ersten Semesters meist
überfüllt, leeren sich dann aber rapide, wenn die Studenten erst mal
'rausfinden, was das Fach erfordert.
Erst neulich bekam ich auf die Mitteilung, ich *sei* Informatiker,
absolut ungeteilte Aufmerksamkeit. Als ich dann begann zu erzählen, was
man als Informatiker so neben Hacken und Programmieren noch so alles
lernen müsse (insbesondere Mathematik und ein Nebenfach, denn Informatik
sei kein Selbstzweck), flaute das Interesse schnell merkbar ab.
Josef
--
These are my personal views and not those of Fujitsu Technology Solutions!
Josef Möllers (Pinguinpfleger bei FTS)
If failure had no penalty success would not be a prize (T. Pratchett)
Company Details:
http://de.ts.fujitsu.com/imprint.html
Ralph A. Schmid, dk5ras
Guest
Wed Aug 04, 2010 10:02 am
Joerg <invalid_at_invalid.invalid> wrote:
Quote:
Das ist doch mal was senkrechtes. Es gibt in der Realitaet keinen
Fachkraeftemangel, nicht in Europa.
Solange es massig Ingenieure in Zeitarbeitsfirmen gibt (die das
bestimmt nicht machen, weil das so toll ist)...
-ras
--
Ralph A. Schmid
http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
Ralph A. Schmid, dk5ras
Guest
Wed Aug 04, 2010 10:03 am
Thomas Stegemann <master_no_spam_stege_at_web.de> wrote:
Quote:
Genau das ist das Problem. Letztens die Einstiegsgehälter einer großen
deutschen Firma erfahren. Liegen knapp über denen eines Technikers...
Ich bin als Techniker in meiner ersten Stelle mit einem
Ingenieurs-Einsteigergehalt eingestellt worden...das trifft sich sehr
schnell, ein gutbezahlter Techniker hat u.U. das Gleiche oder mehr als
ein schlechtbezahlter Ing.
-ras
--
Ralph A. Schmid
http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
Rafael Deliano
Guest
Wed Aug 04, 2010 10:21 am
Quote:
Hilfsarbeitergehalt ... Heiraten
Daß es einen Schweinezyklus gibt ist
vielen bekannt:
http://www.embeddedFORTH.de/temp/ww0.pdf
Es gab aber in agrarischer Gesellschaft
auch einen Zusammenhang zwischen Heiraten
und Getreidepreise:
http://www.embeddedFORTH.de/temp/ww1.pdf
In Deutschland wohl bis 1870 nachweisbar.
Danach ist man davon ausgegangen daß
Industrialisierung diesen wirtschaftlichen
Zyklus ausnivelliert.
Es mag natürlich sein, daß der eben jetzt
langzyklig ist und dadurch eher ausgeprägter.
D.h. Jahrzehnte Mißwirtschaft und Kinder-
losigkeit sorgen dann für Mangel an
Konsumenten/Arbeitskräften der
wirtschaftliche Krise weiter verschärft.
Bis nach Zusammenbruch dann eben der
Aufschwung tatsächlich wieder einsetzt.
MfG JRD
Heinz Schmitz
Guest
Wed Aug 04, 2010 12:10 pm
Josef Moellers wrote:
Quote:
Andererseits ist es für eine Firma natürlich auch günstiger, befristet
einen aus dem Ausland einzustellen, der von Gesetzes wegen keinen
Anspruch auf Arbeitslosengeld und Rente hat, diese Beträge also auch
nicht anfallen.
Imho muß das Unternehmen diese Beiträge sehr wohl entrichten.
Der Mitarbeiter kann sie sich aber dann bei seiner Ausreise vom
Rententräger erstatten lassen. Das ist ja auch nur gerecht, denn
anders als bei Versicherungsbeiträgen steht Vorsorgeleistungen
ja noch keine Gegenleistung gegenüber.
Quote:
Das schlägt natürlich auch auf die Bereitschaft durch,
dieses Fach zu studieren.
Ich glaube nicht, daß das Einstiegsgehalt ein Grund ist, ein Fach nicht
zu studieren. Die Hörsäle der Informatiker (und sicher auch anderer
technischer Fachrichtungen) sind am Anfang des ersten Semesters meist
überfüllt, leeren sich dann aber rapide, wenn die Studenten erst mal
'rausfinden, was das Fach erfordert.
Oder sie füllen sich - egal wie die Berufsaussichten sind - wenn sich
herumspricht, daß man da (politische Fächer) nur labern muß. Dafür
geht man anschließend demonstrieren und verlangt Arbeitsplätze

.
Grüße,
H.
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