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Lutz Schulze
Guest
Sat Mar 13, 2010 4:58 pm
Am Sat, 13 Mar 2010 15:32:42 +0000 (UTC) schrieb Joerg Wunsch:
Quote:
boris gerlach <drstrange_REMOVE_THIS_CRAP_2004_at_doctor-strange.de> schrieb:
Das ist doch mal eine richtige Ostplatine. Hier stimmt alles. Farbe,
fehlende Beschriftung, oxydierte Steckverbinder, ...
Das ist Gold, da ist nix oxidiert. Der hat nur ein paar Steckspuren,
die bei der gewählten Beleuchtung gut hervor treten.
1.) Die ersten Chips (noch DDR) trugen das Label CZJ
Spätere dann das Label ZMD
2.)Es gab Ausfälle und die Chips wurden gewechselt.
Zwar sind die Datumscodes schlecht erkennbar, aber sie widersprechen
beiden deinen Behauptungen.

(X5 = Mai 1989 auf den CZJ-gelabelten,
X3 = März 1989 auf den offenbar ausgetauschten.)
Eigentlich lustig dass da bei X für 1989 der Überlauf war. Da muss jemand
frühzeitig etwas geahnt haben ;-)
Lutz
--
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Wolfgang P u f f e
Guest
Sat Mar 13, 2010 5:29 pm
"Joerg Wunsch" schrieb...
Quote:
boris gerlach <drstrange_REMOVE_THIS_CRAP_2004_at_doctor-strange.de> schrieb:
1.) Die ersten Chips (noch DDR) trugen das Label CZJ
Spätere dann das Label ZMD
2.)Es gab Ausfälle und die Chips wurden gewechselt.
Zwar sind die Datumscodes schlecht erkennbar, aber sie widersprechen
beiden deinen Behauptungen.

(X5 = Mai 1989 auf den CZJ-gelabelten,
X3 = März 1989 auf den offenbar ausgetauschten.)
Na wie war den eigentlich die zeitliche Reihenfolge der Firmen in Dresden?
Das ZFTM war zuerst da. Soweit bin ich mir sicher.
Kam danach das ZMD und dann Zeiss? Oder erst Zeiss und dann ZMD?
In den letzten Jahren der DDR in zusammenhang mit dem
Mikroelektronikprogramm
hat sich der General von Zeiss-Jena ja immer mehr Kombinate einverleibt,
die irgendwas in der Richtung beitragen konnten.
Ich bin immer davon ausgegangen, dass das Zeiss-Logo auf den späteren,
letzten ICs war.
Das ZMD bestand (besteht?) aber auch noch lange nach der Wende und hat
PS2-Speicherriegel mit 3 Nacktchips (mit Teerklecks verkapselt) gefertigt.
Da war dort von Zeiss-Jena keine Rede mehr.
Vielleicht hat jemand genauere Infos zu den Existenzteiträumen und den
Firmenbezeichnungen der Mikroelektronik in Dresden.
W.
Joerg Wunsch
Guest
Sat Mar 13, 2010 5:32 pm
boris gerlach <drstrange_REMOVE_THIS_CRAP_2004_at_doctor-strange.de> schrieb:
Quote:
Das ist doch mal eine richtige Ostplatine. Hier stimmt alles. Farbe,
fehlende Beschriftung, oxydierte Steckverbinder, ...
Das ist Gold, da ist nix oxidiert. Der hat nur ein paar Steckspuren,
die bei der gewählten Beleuchtung gut hervor treten.
Quote:
1.) Die ersten Chips (noch DDR) trugen das Label CZJ
Spätere dann das Label ZMD
2.)Es gab Ausfälle und die Chips wurden gewechselt.
Zwar sind die Datumscodes schlecht erkennbar, aber sie widersprechen
beiden deinen Behauptungen.

(X5 = Mai 1989 auf den CZJ-gelabelten,
X3 = März 1989 auf den offenbar ausgetauschten.)
--
cheers, J"org .-.-. --... ...-- -.. . DL8DTL
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Knut Schottstädt
Guest
Sat Mar 13, 2010 5:34 pm
Am Sat, 13 Mar 2010 14:30:42 +0100 schrieb boris gerlach:
....
Quote:
Aber warum zeigt man Honecker ein Plastegehäuse währenddessen alle
Anwendungen im Keramikgehäuse zu finden sind?
Wußte unser Erich wie ein Chip auszusehen hatte? Oder seine Experten?
Nahm man einfach irgendwas um den Kaiser ruhig zu stellen?
Vorauseilender Gehorsam?
Wollte man noch andere Experten damit türken?
Ehe man einem Dachdecker die Probleme beim Aufbau einer
Halbleiterindustrie mit unzureichenden Mitteln erklärt, legt man ihm
einfach ein paar Dummys vor.
Meist hatte das ganz pragmatische Gründe, z.B. um etwas Kontinuität und
den Fluss erforderlicher Mittel zu gewährleisten.
Wäre ja nicht das erste mal gewesen, dass bei Problemen, die politische
Führung die Lust an einem "Lieblingsprojekt" verloren hätte, um sich z.B.
wieder den Hackfrüchten zuzuwenden.

Die entscheidenden Experten auf
der wirtschaflich-technischen Seite waren meist involviert. Es musste ja
schließlich jede Menge Zeugs auf Wegen beschafft werden, die ohne
Abnicken "von ganz oben" nicht offen standen.
Wilde Verschwörungstheorien sind ja ganz nett, treffen aber oft nicht die
tatsächlichen Umstände. ;-)
--
MfG Knut
Wolfgang P u f f e
Guest
Sat Mar 13, 2010 5:39 pm
"Wolfgang P u f f e" schrieb...
Quote:
Was noch auffällig an den Plastegehäusen ist, sie haben keinerlei
Herstellerlogo! Ob ICs aus dem HFO, MME oder ZMD, alle hatte eigentlich
immer ihre Logos drauf.
W
Joerg Wunsch
Guest
Sat Mar 13, 2010 11:27 pm
"Wolfgang P u f f e" <vitacola_at_hotmail.com> schrieb:
Quote:
Na wie war den eigentlich die zeitliche Reihenfolge der Firmen in Dresden?
Das ZFTM war zuerst da. Soweit bin ich mir sicher.
Nein, du vergisst, dass wir hier schon lange vor 1997 mal ein AMD
hatten.

Das Teil wurde, in bester Ulbrichtscher "Überholen ohne
einzuholen"-Manier seinerzeit als "Arbeitsstelle für
Molekularelektronik" gegründet, abgekürzt AMD. Das Logo war ein UND-
Gatter (in prä-IEC-Notation, also der Halbkreis), hell im dunklen
Quadrat.
Danach wurde aus AMD das ZFTM, das dann irgendwann in ZMD umbenannt
wurde.
Quote:
Kam danach das ZMD und dann Zeiss? Oder erst Zeiss und dann ZMD?
ZMD wurde Ende der 1980er Jahre dem Kombinat Karl Zeiss Jena
zugeschlagen, der Firmenname ZMD blieb aber trotzdem bestehen.
Quote:
In den letzten Jahren der DDR in zusammenhang mit dem
Mikroelektronikprogramm hat sich der General von Zeiss-Jena ja immer
mehr Kombinate einverleibt, die irgendwas in der Richtung beitragen
konnten.
Keine Ahnung, ob er selbst hat, oder ob sie ihm einverleibt wurden.
Quote:
Ich bin immer davon ausgegangen, dass das Zeiss-Logo auf den
späteren, letzten ICs war.
Ich habe das Logo als IC-Logo im Zusammenhang mit den U61000 hier zum
ersten und einzigen Mal gesehen.
Quote:
Das ZMD bestand (besteht?) aber auch noch lange nach der Wende und
hat PS2-Speicherriegel mit 3 Nacktchips (mit Teerklecks verkapselt)
gefertigt. Da war dort von Zeiss-Jena keine Rede mehr.
Der künstlich drüber gestülpte CZ-Konstrukt ist dann irgendwann in den
Wendewirren schnell wieder verschwunden.
--
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Axel Schwenke
Guest
Sun Apr 04, 2010 3:56 pm
"Wolfgang P u f f e" <vitacola_at_hotmail.com> wrote:
Quote:
Na wie war den eigentlich die zeitliche Reihenfolge der Firmen in Dresden?
Das ZFTM war zuerst da. Soweit bin ich mir sicher.
Kam danach das ZMD und dann Zeiss? Oder erst Zeiss und dann ZMD?
Vielleicht hat jemand genauere Infos zu den Existenzteiträumen und den
Firmenbezeichnungen der Mikroelektronik in Dresden.
ZFTM (Zentrum Forschung und Technologie Mikroelektronik) wurde in den
80ern aus ZMD (oder meinetwegen auch AMD, wie Jörg sagt) und EMD (auch:
VEB Elektromat) zusammengefügt. ZMD machte dabei die eigentliche
Chipproduktion, während EMD einige der notwendigen Maschinen baute
(z.B. Stepper). Zeiss war sicher damals schon Zulieferer für optische
Komponenten (oder ganze Belichter?), so wie Freiberg für Silizium und
der VEB Meßelektronik "Otto Schön" für Chiptester.
1987 wurde ZFTM wieder in ZMD und EMD getrennt.
Ich weiß das, weil mein Lehrvertrag 1986 mit ZFTM abgeschlossen wurde,
ich meine Lehre 1988 aber bei EMD (in Reick) beendete :)
Meine Lehrlings-Kollegen, die in die Chipfertigung gegangen sind
(dafür waren meine Augen nicht geeignet) sind bei ZMD fertig geworden
und haben da, wie bereits gesagt wurde, auch nach der Wende noch einen
Job gehabt. ZMD hat erst eine ganze Weile noch RAMs und EPROMs gebaut
und später dann Custom-Zeug für Automotive und Sat-Anlagen.
Siehe auch:
http://de.wikipedia.org/wiki/Zentrum_Mikroelektronik_Dresden
und
http://www.archiv.sachsen.de/archive/dresden/4446_3131363532.htm
XL
Joerg Wunsch
Guest
Wed Apr 07, 2010 12:59 am
j_at_uriah.heep.sax.de (Joerg Wunsch) schrieb:
Quote:
Nein, du vergisst, dass wir hier schon lange vor 1997 mal ein AMD
hatten.

Das Teil wurde, in bester Ulbrichtscher "Überholen ohne
einzuholen"-Manier seinerzeit als "Arbeitsstelle für
Molekularelektronik" gegründet, abgekürzt AMD. Das Logo war ein UND-
Gatter (in prä-IEC-Notation, also der Halbkreis), hell im dunklen
Quadrat.
Ich habe mal einen D200C (aka. 74H00) eingescannt:
http://www.sax.de/~joerg/d200.jpeg
Da ist das alte AMD-Logo gut zu erkennen. Das "überkleckste" D des
Typcodes sollte bedeuten, dass es sich um ein Bastler-IC handelt
(offizielle Bezeichnung P200C), bei dem nicht alle Prüfparameter
eingehalten werden.
Das "EC" kann ich leider als Datumscode nicht wirklich zuordnen.
Wenn man die Tabelle von
http://www.elektron-bbs.de/elektronik/tabellen/datum.htm
logisch ein wenig erweitert, könnte es sich um ein Fabrikat aus dem
Jahr 1974 gehandelt haben (1975 wird dort mit "F" erwähnt),
möglicherweise aus dem Monat März.
--
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http://www.sax.de/~joerg/ NIC: JW11-RIPE
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Wolfgang P u f f e
Guest
Sun Apr 11, 2010 7:18 pm
"Joerg Wunsch" schrieb...
Quote:
Ja, die "Dinger" mit dem Logo und dem Keramikgehäuse
kenne ich auch noch.
Quote:
Da ist das alte AMD-Logo gut zu erkennen. Das "überkleckste" D des
Typcodes sollte bedeuten, dass es sich um ein Bastler-IC handelt
(offizielle Bezeichnung P200C), bei dem nicht alle Prüfparameter
eingehalten werden.
Das "EC" kann ich leider als Datumscode nicht wirklich zuordnen.
Wenn man die Tabelle von
http://www.elektron-bbs.de/elektronik/tabellen/datum.htm
logisch ein wenig erweitert, könnte es sich um ein Fabrikat aus dem
Jahr 1974 gehandelt haben (1975 wird dort mit "F" erwähnt),
möglicherweise aus dem Monat März.
WIMRE gabs die D200er Ende der 70er auch für Bastler.
Ich glaube mich an ein Schaltbild aus dem Eljabu 197*(?)
zu erinnern, wo ein Testbildgenerator für TV-Geräte
abgebildet war.
Eine einfache Multivibratorschaltung mit D200 deren
Oberwellen im TV-Bild einen (oder zwei?) senkrechte
Balken erzeugen sollten (und bei mir auch haben).
W.
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