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Robert Obermayer
Guest
Wed Feb 10, 2010 11:45 pm
Hallo,
hab vorher ein Steckernetzteil geöffnet, weil irgendwas lose drin
rumklapperte.
DVE 12V 1,5A.
Wo das lose klappernde Plastikteil herkommt ist unbekannt, aber nachdem
ich mir die Schaltung genauer angesehen hab, auch uninteressant...
Erstmal der übliche Chinamist, vorgesehene Bauteile fehlen
(Entstörkondensator, MOV, Kühlkörper), Primärelko viel kleiner als
Vordruck dafür, schrottige 2-Transistor-Schaltung, also üblich.
Der Ausgangselko sah eigentlich ganz gut aus, auf den ersten Blick:
http://img706.imageshack.us/img706/8546/img10x.jpg
Moment, Rubycon mit der Form der Druckentlastung? Die haben doch nen K.
Das Teil könnte Elna sein.Oder irgendwas chinesisches.
Moooment, hat das Ding 2 Lagen Schrumpfschlauch?
Also ausgelötet.
http://img706.imageshack.us/img706/6084/img11u.jpg
Zu heiss gewaschen?
Dass da was oberfaul ist, ist klar. Also mal genauer schauen:
http://img713.imageshack.us/img713/1725/img12h.jpg
Das kann jetzt doch nicht wahr sein?
Man beachte, 12V Ausgangsspannung.
Netzteil nummer 2, Baugleich, brachte das hervor:
http://img97.imageshack.us/img97/9193/img13q.jpg
Also ist man sich uneinig, welche Elna-Baureihe man da nimmt?
Der Elna-Katalog kennt aber weder RJX noch RJG, und normalerweise sind
die auch besser bedruckt.
Stempelung und Gummiprömpel sehen aber echt aus, also schon eine bessere
Fälschung, würde die Serie passen kaum zu erkennen.
Das Gesamtkunstwerk ist aber nur als arm zu bezeichnen, das geht echt
besser.
Zum Beispiel mit "Rudycon", "Rukycon", "Rulycon" oder "Rudoycon"...
Gruss, Robert
Jan Bruns
Guest
Thu Feb 11, 2010 8:43 am
Robert Obermayer:
Quote:
hab vorher ein Steckernetzteil geöffnet, weil irgendwas lose drin
rumklapperte.
Also ich als Mensch mit eher begrenzten Elektronikkenntnissen und
überhaupt keiner Erfahrung bzgl. Serienproduktion stelle mir beim
Lesen deines Beitrags so Fragen wie:
- Lässt ein abweichender Bestückungsaufdruck wirklich eine
Unzulänglichkeit auch nur erahnen? Diese Aufdrucke werden
ja oft so gestaltet, daß die gleiche Platine für verschiedene
Geräte verwendet werden kann, bzw. verschiedene Optionen
zum Bestücken bestehen.
- Wie gut funktionieren gefälscht aussehende Bauteile? Man liest
ja häufig, daß verwendete Bauteile gerne unkenntlich gemacht
werden, um reverse-engineering zu erschweren. Du scheinst
Dir ziemlich sicher zu sein, daß die gezeigten Kondensatoren
nicht von dem Hersteller stammen, den der Aufdruck benennt.
Das bedeutet im Umkehrschluss aber doch auch, daß der Aufdruck
wenig verlässliche Informationen zum schaltungsrelevanten Inhalt
des Bauteils aussagt, insbesondere also ein -entgegen dem Aufdruck-
für die Schaltung geeignetes Beauteil enthalten sein kann
(in diesem Fall vielleicht ein spannungsfesterer Elko mit
übertriebener Kapazitätsangabe?).
- Ich (wie gesagt, als Mensch ohne viel Erfahrung in diesem Bereich)
kann überhaupt nicht erkennen, wie fundiert deine Herleitung
der Fäschung ist. Hobbyelektroniker haben ja oft den Eindruck,
daß eine Kataloglistung von Bauteilen genau gar nichts darüber
aussagt, was Bauteilehersteller ungelistet ausliefern.
Wie gesagt, ich habe ja keine Ahnung, aber wäre ja vielleicht
ganz witzig, wenn ich auch mitlachen könnte.
Gruss
Jan Bruns
--
Ein paar Fotos:
http://abnuto.de/gal/
Ulkig F. Heidenarm
Guest
Thu Feb 11, 2010 8:57 am
Jan Bruns schrieb:
Quote:
Robert Obermayer:
hab vorher ein Steckernetzteil geöffnet, weil irgendwas lose drin
rumklapperte.
Also ich als Mensch mit eher begrenzten Elektronikkenntnissen und
überhaupt keiner Erfahrung bzgl. Serienproduktion stelle mir beim
Lesen deines Beitrags so Fragen wie:
- Lässt ein abweichender Bestückungsaufdruck wirklich eine
Unzulänglichkeit auch nur erahnen?
oft. Wenn z.B. sicherheitsrelevante Teile weggelassen werden. Das
vollbestückte Teil gibt es über deutsche Firemn im Auftrag. Die
minderbestückten bei Ebay.
Quote:
Diese Aufdrucke werden
ja oft so gestaltet, daß die gleiche Platine für verschiedene
Geräte verwendet werden kann, bzw. verschiedene Optionen
zum Bestücken bestehen.
Gibt es auch. Aber eher selten bei China
Quote:
- Wie gut funktionieren gefälscht aussehende Bauteile?
oft oder meistens schlechter oder zumindest unsicherer.
Quote:
Man liest
ja häufig, daß verwendete Bauteile gerne unkenntlich gemacht
werden, um reverse-engineering zu erschweren.
Das interessiert die Chinesen heute kaum noch. Die sind so schnell
auch bei unbedruckten Sachen dass die über abgeschliffene
Bezeichnungen nur müde lächeln.
Quote:
Du scheinst
Dir ziemlich sicher zu sein, daß die gezeigten Kondensatoren
nicht von dem Hersteller stammen, den der Aufdruck benennt.
das ist bei Fälschunge üblich. Und wenn man Insider ist und weiss wie
eine Firma fertigt erkennt man den Nachbau schon mit bloßem Auge.
Quote:
Das bedeutet im Umkehrschluss aber doch auch, daß der Aufdruck
wenig verlässliche Informationen zum schaltungsrelevanten Inhalt
des Bauteils aussagt, insbesondere also ein -entgegen dem Aufdruck-
für die Schaltung geeignetes Beauteil enthalten sein kann
(in diesem Fall vielleicht ein spannungsfesterer Elko mit
übertriebener Kapazitätsangabe?).
- Ich (wie gesagt, als Mensch ohne viel Erfahrung in diesem Bereich)
kann überhaupt nicht erkennen, wie fundiert deine Herleitung
der Fäschung ist.
Ich denke er weiss was er macht
Quote:
Hobbyelektroniker haben ja oft den Eindruck,
daß eine Kataloglistung von Bauteilen genau gar nichts darüber
aussagt, was Bauteilehersteller ungelistet ausliefern.
Wie gesagt, ich habe ja keine Ahnung,
merkt man
Quote:
aber wäre ja vielleicht
ganz witzig, wenn ich auch mitlachen könnte.
Über dein Posting lache ICH auf jeden Fall nicht. Es ist nur albern in
meinen Augen.
Was soll das Ganze überhaupt?
Bernd Laengerich
Guest
Thu Feb 11, 2010 9:00 am
Robert Obermayer schrieb:
Quote:
Die zweite (äußere) Angabe sind die Verkaufsdaten, gemessen und zugesicherte
nach PMPO-0815.
Bernd
Roland Ertelt
Guest
Thu Feb 11, 2010 9:05 am
Und so sprach Matthias Weingart:
Quote:
Vielleicht kann der OP ja mal nachmessen, ob die Kondi's nun 680uF oder
1000uF haben. Vielleicht hat ja da nur jemand in der Anlage gepennt und den
falschen Druck aktiviert und man hat die nochmal durch die Anlage geschickt
um den richtigen Text draufzudrucken. Kaputtgegangen scheinen die ja nicht zu
sein.
Das erklärt aber nicht, warum aussen Rubycon draufsteht aber innen NoName...
Roland
Matthias Weingart
Guest
Thu Feb 11, 2010 9:48 am
Jan Bruns <jansaccount_at_arcor.de>:
Quote:
- Lässt ein abweichender Bestückungsaufdruck wirklich eine
Unzulänglichkeit auch nur erahnen? Diese Aufdrucke werden
ja oft so gestaltet, daß die gleiche Platine für verschiedene
Geräte verwendet werden kann, bzw. verschiedene Optionen
zum Bestücken bestehen.
Vielleicht kann der OP ja mal nachmessen, ob die Kondi's nun 680uF oder
1000uF haben. Vielleicht hat ja da nur jemand in der Anlage gepennt und den
falschen Druck aktiviert und man hat die nochmal durch die Anlage geschickt
um den richtigen Text draufzudrucken. Kaputtgegangen scheinen die ja nicht zu
sein.
M.
Heinz Schmitz
Guest
Thu Feb 11, 2010 10:11 am
Roland Ertelt wrote:
Quote:
Vielleicht kann der OP ja mal nachmessen, ob die Kondi's nun 680uF oder
1000uF haben. Vielleicht hat ja da nur jemand in der Anlage gepennt und den
falschen Druck aktiviert und man hat die nochmal durch die Anlage geschickt
um den richtigen Text draufzudrucken. Kaputtgegangen scheinen die ja nicht zu
sein.
Das erklärt aber nicht, warum aussen Rubycon draufsteht aber innen NoName...
Von der Bank Geld geholt. Das fängt an zu bröseln, und auf einmal
ist auf dem 500-Euroschein auch noch die hintere Null weg.
Grüße,
H.
Ban
Guest
Thu Feb 11, 2010 10:13 am
"Ulkig F. Heidenarm" <invali.de_at_gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:hl0d9c$khb$03$1_at_news.t-online.com...
Quote:
Jan Bruns schrieb:
Robert Obermayer:
hab vorher ein Steckernetzteil geöffnet, weil irgendwas lose drin
rumklapperte.
Also ich als Mensch mit eher begrenzten Elektronikkenntnissen und
überhaupt keiner Erfahrung bzgl. Serienproduktion stelle mir beim
Lesen deines Beitrags so Fragen wie:
- Lässt ein abweichender Bestückungsaufdruck wirklich eine
Unzulänglichkeit auch nur erahnen?
oft. Wenn z.B. sicherheitsrelevante Teile weggelassen werden. Das
vollbestückte Teil gibt es über deutsche Firemn im Auftrag. Die
minderbestückten bei Ebay.
Diese Aufdrucke werden
ja oft so gestaltet, daß die gleiche Platine für verschiedene
Geräte verwendet werden kann, bzw. verschiedene Optionen
zum Bestücken bestehen.
Gibt es auch. Aber eher selten bei China
- Wie gut funktionieren gefälscht aussehende Bauteile?
oft oder meistens schlechter oder zumindest unsicherer.
Man liest
ja häufig, daß verwendete Bauteile gerne unkenntlich gemacht
werden, um reverse-engineering zu erschweren.
Das interessiert die Chinesen heute kaum noch. Die sind so schnell
auch bei unbedruckten Sachen dass die über abgeschliffene
Bezeichnungen nur müde lächeln.
Du scheinst
Dir ziemlich sicher zu sein, daß die gezeigten Kondensatoren
nicht von dem Hersteller stammen, den der Aufdruck benennt.
das ist bei Fälschunge üblich. Und wenn man Insider ist und weiss wie
eine Firma fertigt erkennt man den Nachbau schon mit bloßem Auge.
Das bedeutet im Umkehrschluss aber doch auch, daß der Aufdruck
wenig verlässliche Informationen zum schaltungsrelevanten Inhalt
des Bauteils aussagt, insbesondere also ein -entgegen dem Aufdruck-
für die Schaltung geeignetes Beauteil enthalten sein kann
(in diesem Fall vielleicht ein spannungsfesterer Elko mit
übertriebener Kapazitätsangabe?).
- Ich (wie gesagt, als Mensch ohne viel Erfahrung in diesem Bereich)
kann überhaupt nicht erkennen, wie fundiert deine Herleitung
der Fäschung ist.
Ich denke er weiss was er macht
Hobbyelektroniker haben ja oft den Eindruck,
daß eine Kataloglistung von Bauteilen genau gar nichts darüber
aussagt, was Bauteilehersteller ungelistet ausliefern.
Wie gesagt, ich habe ja keine Ahnung,
merkt man
aber wäre ja vielleicht
ganz witzig, wenn ich auch mitlachen könnte.
Über dein Posting lache ICH auf jeden Fall nicht. Es ist nur albern in
meinen Augen.
Was soll das Ganze überhaupt?
Naja, die Frage ist, wer lacht als letzter? Für die 1/2 Jahr Nutzungsdauer
des Cellphones oder was auch immer scheints zu reichen und wenn die Chinesen
schnell was qualitativ hochwertiges brauchen, dann kaufen sie von ihrem
Handelsüberschuß halt deine Firma. Oder haben sie das etwa schon getan?
Erstaunlich eigentlich, daß solch ein Land sich ohne größere Hilfe von außen
von einer ausgebeuteten Kolonie und Agrarstaat in eine Industrienation
gewandelt hat. Und das ohne besonders rohstoffreich zu sein.
Ban
Apricale, Italy
Jan Bruns
Guest
Thu Feb 11, 2010 10:36 am
Ulkig F. Heidenarm:
Quote:
Jan Bruns schrieb:
Robert Obermayer:
hab vorher ein Steckernetzteil geöffnet, weil irgendwas lose drin
rumklapperte.
Also ich als Mensch mit eher begrenzten Elektronikkenntnissen und
überhaupt keiner Erfahrung bzgl. Serienproduktion stelle mir beim Lesen
deines Beitrags so Fragen wie:
- Lässt ein abweichender Bestückungsaufdruck wirklich eine
Unzulänglichkeit auch nur erahnen?
oft. Wenn z.B. sicherheitsrelevante Teile weggelassen werden. Das
vollbestückte Teil gibt es über deutsche Firemn im Auftrag. Die
minderbestückten bei Ebay.
Träumer.
Quote:
Diese Aufdrucke werden
ja oft so gestaltet, daß die gleiche Platine für verschiedene Geräte
verwendet werden kann, bzw. verschiedene Optionen zum Bestücken
bestehen.
Gibt es auch. Aber eher selten bei China
Aha.
Quote:
- Wie gut funktionieren gefälscht aussehende Bauteile?
oft oder meistens schlechter oder zumindest unsicherer.
Unsicherer ist schlechter.
Quote:
Man liest
ja häufig, daß verwendete Bauteile gerne unkenntlich gemacht werden,
um reverse-engineering zu erschweren.
Das interessiert die Chinesen heute kaum noch. Die sind so schnell auch
bei unbedruckten Sachen dass die über abgeschliffene Bezeichnungen nur
müde lächeln.
Das ist klar, genauso wie klar ist, daß man für ein konventionelles
(Trafo-)Steckernetzteil (darum ging es doch?) kein reverse-engineering
betreibt.
Quote:
Das bedeutet im Umkehrschluss aber doch auch, daß der Aufdruck wenig
verlässliche Informationen zum schaltungsrelevanten Inhalt des
Bauteils aussagt, insbesondere also ein -entgegen dem Aufdruck- für
die Schaltung geeignetes Beauteil enthalten sein kann (in diesem Fall
vielleicht ein spannungsfesterer Elko mit übertriebener
Kapazitätsangabe?).
- Ich (wie gesagt, als Mensch ohne viel Erfahrung in diesem Bereich)
kann überhaupt nicht erkennen, wie fundiert deine Herleitung der
Fäschung ist.
Ich denke er weiss was er macht
Ich sehe keine Veranlassung, daran zu zweifeln.
Quote:
Hobbyelektroniker haben ja oft den Eindruck, daß eine Kataloglistung
von Bauteilen genau gar nichts darüber aussagt, was
Bauteilehersteller ungelistet ausliefern.
Wie gesagt, ich habe ja keine Ahnung,
merkt man
Das ist auch gut so.
Quote:
aber wäre ja vielleicht
ganz witzig, wenn ich auch mitlachen könnte.
Über dein Posting lache ICH auf jeden Fall nicht. Es ist nur albern in
meinen Augen.
Was soll das Ganze überhaupt?
Naja, ich weiss nicht, ob Dir das klar ist. Für mich als Endverbraucher
ist vor allem wichtig, daß Geräte sicher funktionieren, dann mit grossem
Abstand, daß sie auch halbwegs die angegebenen Leistungsdaten bringen
(bei Steckernetzteilen entfällt letzterer Punkt weitreichend).
Markenrecht u.ä. braucht Endkunden nicht zu interessieren, und auch
die erfahreneren Leser dieser Gruppe wären sicherlich mehrheitlich
eher an der Zuverlässigkeit der für sie verfügbaren Fertigungsstätten
interessiert, als an der irgendeiner unbekannt gebliebenen Distribution.
Überzeugender/interessanter wäre für mich jedenfalls ein Vortrag mit
Inhalten nach folgendem Muster gewesen:
- Primärtrafo kleiner, als nach $Norm möglich
- Elko getestet, zerfetzt bei $Spannung, was für Elkos mit einer
Nennspannung $U_nenn üblich ist. In dem gerät hätte man
vernünftigerweise einen Elko mit der Nennspannung $U_soll
verwendet.
Gruss
Jan Bruns
--
Ein paar Fotos:
http://abnuto.de/gal/
Hans-Jürgen Schneider
Guest
Thu Feb 11, 2010 11:00 am
Jan Bruns schrieb:
Quote:
Das bedeutet im Umkehrschluss aber doch auch, daß der Aufdruck
wenig verlässliche Informationen zum schaltungsrelevanten Inhalt
des Bauteils aussagt, insbesondere also ein -entgegen dem Aufdruck-
für die Schaltung geeignetes Beauteil enthalten sein kann
Normalerweise ist der Aufdruck in Ordnung. Es sei denn, der wurde
gefälscht. Der Hersteller dieses Netzteils wurde also betrogen.
Dass man so eine Fälschung erkennen kann, hast Du ja hier gesehen.
Der Chinese hätte die Lieferung kontrollieren müssen. Vielleicht
weiß er aber nicht, worauf er dabei hätte achten sollen.
Quote:
Wie gesagt, ich habe ja keine Ahnung, aber wäre ja vielleicht
ganz witzig, wenn ich auch mitlachen könnte.
Eigentlich ist das nicht witzig.
Vielleicht kannst Du ja die Leute auslachen, die viel zu viel für
zuverlässige Produkte bezahlen, weil dort mit beinahe paranoidem
Misstrauen alles wieder und immer wieder kontrolliert, zertifiziert
und plakettiert werden muss.
MfG
hjs
MaWin
Guest
Thu Feb 11, 2010 11:14 am
"Bernd Laengerich" <Bernd.Laengerich_at_web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:7thrpeFg04U1_at_mid.individual.net...
Quote:
Robert Obermayer schrieb:
Dass da was oberfaul ist, ist klar. Also mal genauer schauen:
http://img713.imageshack.us/img713/1725/img12h.jpg
Das kann jetzt doch nicht wahr sein?
Die zweite (äußere) Angabe sind die Verkaufsdaten, gemessen und zugesicherte
nach PMPO-0815.
Ich denk auch, da hat Elna halt mal Kondensatoren 680uF/10V
hergestellt, und beim Nachmessen hat ein Händler dann
festgestellt, daß die doch viel besser sind, glatt 1000uF/16V
bringen und so gut wie Rubycons sind, und die nur korrekt
umbeschriftet...
(Daß sich solche Fälschungsarbeit lohnt, so ein Elko kostet
doch höchstens 2ct, und die werden ausgelötete (denn die
innere Hülle sieht ziemlich malträtiert aus) umgestempelt
haben).
--
Manfred Winterhoff
Jan Bruns
Guest
Thu Feb 11, 2010 11:29 am
Hans-Jürgen Schneider:
Quote:
Jan Bruns schrieb:
Das bedeutet im Umkehrschluss aber doch auch, daß der Aufdruck wenig
verlässliche Informationen zum schaltungsrelevanten Inhalt des
Bauteils aussagt, insbesondere also ein -entgegen dem Aufdruck- für
die Schaltung geeignetes Beauteil enthalten sein kann
Normalerweise ist der Aufdruck in Ordnung. Es sei denn, der wurde
gefälscht. Der Hersteller dieses Netzteils wurde also betrogen.
Wie hast Du denn so schnell die Möglichkeit ausgeschlossen, daß der
Gerätehersteller sich zwar sorgsam darum gekümmert hat, daß technisch
eiwandfreie Bauteile verwendet wurden, es aber mit Aufdrucken und
Labels nicht so eng gesehen hat?
Quote:
Wie gesagt, ich habe ja keine Ahnung, aber wäre ja vielleicht ganz
witzig, wenn ich auch mitlachen könnte.
Eigentlich ist das nicht witzig.
Ja, stimmt schon. Mir wäre wegen so'nem Steckernetzteil möglicherweise
auch schonmal die Wohnung abgebrannt, wenn ich nicht zufällig daneben
gesessen hätte, als das Ding abgeraucht ist. War 'nen Netzteil von
einer Fritz-Box, und so wie das Gehäuse hinterher aussah hätte das
zweifellos 'nen Brand verursachen können, wenn das noch etwas länger
am Netz geblieben wäre.
Quote:
Vielleicht kannst Du ja die Leute auslachen, die viel zu viel für
zuverlässige Produkte bezahlen, weil dort mit beinahe paranoidem
Misstrauen alles wieder und immer wieder kontrolliert, zertifiziert und
plakettiert werden muss.
???
Gruss
Jan Bruns
--
Ein paar Fotos:
http://abnuto.de/gal/
Ulkig F. Heidenarm
Guest
Thu Feb 11, 2010 11:32 am
Jan Bruns schrieb:
Quote:
Ulkig F. Heidenarm:
Jan Bruns schrieb:
Robert Obermayer:
hab vorher ein Steckernetzteil geöffnet, weil irgendwas lose drin
rumklapperte.
Also ich als Mensch mit eher begrenzten Elektronikkenntnissen und
überhaupt keiner Erfahrung bzgl. Serienproduktion stelle mir beim Lesen
deines Beitrags so Fragen wie:
- Lässt ein abweichender Bestückungsaufdruck wirklich eine
Unzulänglichkeit auch nur erahnen?
oft. Wenn z.B. sicherheitsrelevante Teile weggelassen werden. Das
vollbestückte Teil gibt es über deutsche Firemn im Auftrag. Die
minderbestückten bei Ebay.
Träumer.
Ach?
Quote:
Diese Aufdrucke werden
ja oft so gestaltet, daß die gleiche Platine für verschiedene Geräte
verwendet werden kann, bzw. verschiedene Optionen zum Bestücken
bestehen.
Gibt es auch. Aber eher selten bei China
Aha.
Ach?
Quote:
- Wie gut funktionieren gefälscht aussehende Bauteile?
oft oder meistens schlechter oder zumindest unsicherer.
Unsicherer ist schlechter.
Ach?
Quote:
Man liest
ja häufig, daß verwendete Bauteile gerne unkenntlich gemacht werden,
um reverse-engineering zu erschweren.
Das interessiert die Chinesen heute kaum noch. Die sind so schnell auch
bei unbedruckten Sachen dass die über abgeschliffene Bezeichnungen nur
müde lächeln.
Das ist klar, genauso wie klar ist, daß man für ein konventionelles
(Trafo-)Steckernetzteil (darum ging es doch?) kein reverse-engineering
betreibt.
Ach?
Quote:
Das bedeutet im Umkehrschluss aber doch auch, daß der Aufdruck wenig
verlässliche Informationen zum schaltungsrelevanten Inhalt des
Bauteils aussagt, insbesondere also ein -entgegen dem Aufdruck- für
die Schaltung geeignetes Beauteil enthalten sein kann (in diesem Fall
vielleicht ein spannungsfesterer Elko mit übertriebener
Kapazitätsangabe?).
- Ich (wie gesagt, als Mensch ohne viel Erfahrung in diesem Bereich)
kann überhaupt nicht erkennen, wie fundiert deine Herleitung der
Fäschung ist.
Ich denke er weiss was er macht
Ich sehe keine Veranlassung, daran zu zweifeln.
Ach?
Quote:
Hobbyelektroniker haben ja oft den Eindruck, daß eine Kataloglistung
von Bauteilen genau gar nichts darüber aussagt, was
Bauteilehersteller ungelistet ausliefern.
Wie gesagt, ich habe ja keine Ahnung,
merkt man
Das ist auch gut so.
So So
Quote:
aber wäre ja vielleicht
ganz witzig, wenn ich auch mitlachen könnte.
Über dein Posting lache ICH auf jeden Fall nicht. Es ist nur albern in
meinen Augen.
Was soll das Ganze überhaupt?
Naja, ich weiss nicht, ob Dir das klar ist.
Warum zweifelst du schon wieder an jemand?
Quote:
Für mich als Endverbraucher
ist vor allem wichtig, daß Geräte sicher funktionieren, dann mit grossem
Abstand, daß sie auch halbwegs die angegebenen Leistungsdaten bringen
(bei Steckernetzteilen entfällt letzterer Punkt weitreichend).
Für mich als Endverbraucher, Servicetechniker, Verkäufer,
Hersteller(!) ist das noch viel wichtiger! Ich hafte nämlich bei den
letzten drei Punkten.
Quote:
Markenrecht u.ä. braucht Endkunden nicht zu interessieren, und auch
die erfahreneren Leser dieser Gruppe wären sicherlich mehrheitlich
eher an der Zuverlässigkeit der für sie verfügbaren Fertigungsstätten
interessiert, als an der irgendeiner unbekannt gebliebenen Distribution.
Überzeugender/interessanter wäre für mich jedenfalls ein Vortrag mit
Inhalten nach folgendem Muster gewesen:
- Primärtrafo kleiner, als nach $Norm möglich
- Elko getestet, zerfetzt bei $Spannung, was für Elkos mit einer
Nennspannung $U_nenn üblich ist. In dem gerät hätte man
vernünftigerweise einen Elko mit der Nennspannung $U_soll
verwendet.
Ach?
Dein Postung war Marke "hyperfluid"
Hans-Jürgen Schneider
Guest
Thu Feb 11, 2010 1:24 pm
Jan Bruns schrieb:
Quote:
Hans-Jürgen Schneider:
Jan Bruns schrieb:
Das bedeutet im Umkehrschluss aber doch auch, daß der Aufdruck wenig
verlässliche Informationen zum schaltungsrelevanten Inhalt des
Bauteils aussagt, insbesondere also ein -entgegen dem Aufdruck- für
die Schaltung geeignetes Beauteil enthalten sein kann
Normalerweise ist der Aufdruck in Ordnung. Es sei denn, der wurde
gefälscht. Der Hersteller dieses Netzteils wurde also betrogen.
Wie hast Du denn so schnell die Möglichkeit ausgeschlossen, daß der
Gerätehersteller sich zwar sorgsam darum gekümmert hat, daß technisch
eiwandfreie Bauteile verwendet wurden, es aber mit Aufdrucken und
Labels nicht so eng gesehen hat?
Weil es andersrum läuft: Wenn was getürkt aussieht, dann ist es das
auch. Und was einwandfrei aussieht, kann immernoch getürkt sein.
Quote:
Vielleicht kannst Du ja die Leute auslachen, die viel zu viel für
zuverlässige Produkte bezahlen, weil dort mit beinahe paranoidem
Misstrauen alles wieder und immer wieder kontrolliert, zertifiziert und
plakettiert werden muss.
???
Was gibt's da nicht zu verstehen?
Solche Maßnahmen kosten eben richtig Geld. Und wären (zumindest in
diesem Umfang) nicht nötig, wenn es keine Betrüger gäbe.
MfG
hjs
Joerg
Guest
Thu Feb 11, 2010 5:12 pm
Matthias Weingart wrote:
Quote:
Jan Bruns <jansaccount_at_arcor.de>:
- Lässt ein abweichender Bestückungsaufdruck wirklich eine
Unzulänglichkeit auch nur erahnen? Diese Aufdrucke werden
ja oft so gestaltet, daß die gleiche Platine für verschiedene
Geräte verwendet werden kann, bzw. verschiedene Optionen
zum Bestücken bestehen.
Vielleicht kann der OP ja mal nachmessen, ob die Kondi's nun 680uF oder
1000uF haben. Vielleicht hat ja da nur jemand in der Anlage gepennt und den
falschen Druck aktiviert und man hat die nochmal durch die Anlage geschickt
um den richtigen Text draufzudrucken. Kaputtgegangen scheinen die ja nicht zu
sein.
Das machen Japaner normalerweise nicht, da einfach einen zweiten
Schlumpfschlauch drueberzuziehen. Die haben fuer alles ihre Standard
Operating Procedures. Andererseits, manche Autofirmen im QA Bereich
offensichtlich nicht ...
10V Elkos an einem 12V Ausgang ist allerdings schon echt herbe.
--
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/
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