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effektive weiße LED

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kai-martin knaak
Guest

Mon Jun 07, 2010 11:01 pm   



Bernhard Kuemel wrote:

Quote:
Die unperfekte Verspiegelung steht dem perpetuum mobile also im Weg ...

Auch mit perfekter Verspiegelung wird kein PM draus. Das Licht läuft nicht
nur von Quadratzentimeter über diverse Spiegelungen zum Loch. Es gibt auch
einen Anteil, der nach den Spiegelungen wieder auf dem Quadratzentimeter
landet. Das heißt, man kann nicht einfach die Menge des vom
Quadratzentimeter abgestrahlten Lichts mit der das Loch durchquerenden
gleichsetzen.

Es stellt sich heraus, dass dieser Teil gerade so groß ist, dass die vom
Loch ausgehende Strahlungstemperatur die gleiche ist, wie die vom
Quadratzentimeter.

---<)kaimartin(>---
--
Kai-Martin Knaak
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http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?op=get&search=0x6C0B9F53

Heinz Schmitz
Guest

Tue Jun 08, 2010 1:17 pm   



kai-martin knaak wrote:

Quote:
Erster Grund: Mehr Intensität als an der thermischen Quelle geht nicht.

Es ist imho nicht zweckmäßig, (hier) den Begriff "Intensität" zu
verwenden.

Intensität ist Leistung pro Flächeneinheit. Das ist durchaus die relevante
Größe hier.

Eher nicht, weil die Fläche dabei raus ist. Beim Brennglas brauchste
aber imho vor und hinter dem Glas jeweils die Gesamtenergie. Die
"Intensität" verführt da zu Perpetuum-Mobile-Spielchen.

Quote:
Es ist schon völlig klar, daß man aus dem mit einem Brennglas auf
einen Punkt konzentrierten Licht nicht mehr Energie beziehen kann,
als auf die Fläche des Brennglases einfällt.

Zusätzlich zur Energieerhaltung gilt auch noch der Zweite Hauptsatz über die
Entropie.

Daß die Temperatur im Brennpunkt höher ist,

Nein, ist sie nicht. Es ist ganz ausdrücklich nicht möglich, im Brennpunkt
eine höhere Temperator zu erzeugen, als an der Quelle.

Ich bezog mich nicht auf die Quelle, sondern auf die Situation vor dem
Glas. Vergleiche die Namen "Sonnenbrand" und "Brennpunkt".
Ein Vergleich der Temperaturen im Brennpunkt und auf der Quelle
war imho bisher nicht Gegenstand des Threads.

Quote:
Das würde auf eine
systematische Verminderung der Entropie hinaus laufen, was bekanntlich eher
unwahrscheinlich ist.

Zweiter Grund: Zwischen fokussierten ("Brennpunkt") und einem kollimierten
("geraden") gibt es keinen fundamentalen Unterschied.

Wenn es keinen Unterschied gibt, müßtest Du Deinen Satz anders
erläutern. Also insbesondere, warum man nicht Licht aus einer LED
zu einem Strahl mit kleinerem Durchmesser als den des Chips
kollimieren kann.

Wenn die Größenverhältnisse etwas extremer sind, wird es anschaulich klar:
Stell Dir eine leuchtendes Quadrat mit 10 cm Seitenlänge vor. Nun ist die
Aufgabe, das emittierte Licht in ein Quadrat mit 1cm Kantenlänge zu
übertragen, das in 1 m Entfernung steht. Für sehr wenig Leistung ist das
trivial. Ein kleiner Teil des Lichts fällt ohne jede abbildende Optik von
alleine auf das Zielquadrat. Wir möchten aber sämtliches Licht, oder
wenigstens einen sehr großen Teil übertragen. Das stößt auf Probleme. Egal,
wie man Linsen und Spiegel anordnet -- Immer geht ein Großteil des Lichts
aus dem Quadratdezimeter am Quadratzentimeter vorbei.

Das sind aber dann rein praktische Gründe, im Unterschied zu einer
Gesetzmäßigkeit, die Du zu benennen schienst. Praktische Gründe
können aber durch einen schlauen Erfinder irgendwann überwunden
werden, Gesetzmäßigkeiten prinzipiell nicht.

Grüße,
H.

Knut Schottstädt
Guest

Tue Jun 08, 2010 5:03 pm   



Am Fri, 04 Jun 2010 08:24:55 +0000 schrieb Matthias Weingart:

Quote:
kai-martin knaak <kmk_at_familieknaak.de>:

FǬr den vierfachen Preis kann man im gleichen Laden auch die doppelte
Lichtmenge (752lm) bei nochmal weniger elektrischer Leistung (2.5W)
bekommen --> Cree MC-E


Ich glaub die ist nicht wesentlich besser. Es ist irreführend, dass die
MC-E 4 einzeln ansteuerbare Chips zu je 350mA hat (die 700mA sind die
"maximal absolute ratings").

"DC forward current" max. 700mA steht im Datenblatt.
Ich gehe davon aus, dass wer es schafft, die Verlustleistung abzuführen
ohne die junction-Temperatur zu hoch zu treiben, auch diesen Wert nutzen
"darf".

http://www.cree.com/products/pdf/XLampMCE_Reliability.pdf
--
MfG Knut

Mark Sein
Guest

Tue Jun 08, 2010 8:55 pm   



kai-martin knaak schrieb am 07.06.2010 23:49:

Quote:
Wenn die Größenverhältnisse etwas extremer sind, wird es anschaulich klar:
Stell Dir eine leuchtendes Quadrat mit 10 cm Seitenlänge vor. Nun ist die
Aufgabe, das emittierte Licht in ein Quadrat mit 1cm Kantenlänge zu
übertragen, das in 1 m Entfernung steht. Für sehr wenig Leistung ist das
trivial. Ein kleiner Teil des Lichts fällt ohne jede abbildende Optik von
alleine auf das Zielquadrat. Wir möchten aber sämtliches Licht, oder
wenigstens einen sehr großen Teil übertragen. Das stößt auf Probleme. Egal,
wie man Linsen und Spiegel anordnet -- Immer geht ein Großteil des Lichts
aus dem Quadratdezimeter am Quadratzentimeter vorbei.

Ich versuche die These gerade nachzuvollziehen.
Wenn ich als praktisches Beispiel eine 36W-Leuchtstoffröhre nehme,
könnte ich dann mit keiner Optik das Licht soweit bündeln, dass es auf
einem Punkt konzentriert wärmer wird, als die Oberfläche der Röhre?

--
Mark

Michael Buchholz
Guest

Tue Jun 08, 2010 9:06 pm   



Mark Sein schrieb:
Quote:
Ich versuche die These gerade nachzuvollziehen.
Wenn ich als praktisches Beispiel eine 36W-Leuchtstoffröhre nehme,
könnte ich dann mit keiner Optik das Licht soweit bündeln, dass es auf
einem Punkt konzentriert wärmer wird, als die Oberfläche der Röhre?

Hi!

Das gilt glaube ich nur für "schwarze Strahler" a.k.a alles das Licht
durch Glühen erzeugt. Die "virtuelle" Temperatur einer LS-Röhre ist
ja eher mal so in der Gegend von 6000K.

das Problem ist nur, daß man einfach das Licht nicht fokussiert bekommt
weil es in ALLE Richtungen (mehr oder minder) abgestrahlt wird.
Wenn Licht parallel ist kann man es annähernd beliebig fokussieren.
Siehe Laser.

Michael.

Mark Sein
Guest

Tue Jun 08, 2010 9:12 pm   



gUnther nanonüm schrieb am 04.06.2010 02:39:


Quote:
ich suche eine möglichst effektive weiße LED mit rund 5W.

Könnt ihr mir Tipps geben, welche LEDs aktuell den besten Wirkungsgrad
haben und trotzdem nicht zu teuer sind?

das ist ne Wischiwaschifrage. Was ist denn nicht zu teuer? Osram hat

Ich möchte mir eine effektive Taschenlampe und eine effektive
Fahrradbeleuchtung zusammen stricken. Dabei würde ich gerne weniger als
10 Euro für die LED ausgeben. Wenn man aber deutliche mehr Wirkungsgrad
für etwas mehr Geld bekommt, dann würde ich auch mehr ausgeben.

Quote:
derzeit wohl die besten LEDs...aber es ist an die Spitzentypen schwer
ranzukommen, Apotheken haben die meist nicht, da muß man schon die
großen Lieferanten fragen. Chinatypen sind mit Sicherheit Jahre
zurück...aber eben billig.

Gibt es eine Daumenregeln, wie weit die Chinatypen im Bezug auf den
Wirkungsgrad hinter Osram hinterher hinken?

--
Mark

Mark Sein
Guest

Tue Jun 08, 2010 9:34 pm   



Markus Imhof schrieb am 04.06.2010 08:27:

Quote:
ich suche eine möglichst effektive weiße LED mit rund 5W.

Könnt ihr mir Tipps geben, welche LEDs aktuell den besten Wirkungsgrad
haben und trotzdem nicht zu teuer sind?


Willst Du Wirkungsgrad oder Helligkeit? Was willst Du damit machen?

Ich möchte eine möglichst effektive Fahrradbeleuchtung und Taschenlampe
zusammen stricken und dafür möglich wenig Geld ausgeben :-)

Eine möglichst kleiner Abstrahlwinkel wäre nicht schlecht. Die LEDs, die
ich bisher gefunden habe, lagen alle bei 100-130° Abstrahlwinkel.

Quote:
CREE XP-G kommen ganz gut, haben aber wie alle LEDs dieser
Leistungsklasse eine recht große emittierende Fläche - wenn Du einen
kleinen Spot brauchst, wäre eine selektierte XR-E eventuell günstiger.
Und überall solltest Du nach der Selektionsklasse schauen.

Selektionsklasse lese ich in dem Zusammenhang zum ersten Mal.
Funktioniert das mit High-Power-LEDs wie mit CPUs, bei denen auf einem
Waver unterschiedlich schnelle / gute Chips entstehen?

Quote:
P.S. Daß Du entsprechende Kühlung und Strom-(nicht
Spannungs-)Versorgung brauchst, ist Dir klar?

Stromversorgung war klar. Mit der Kühlung bin ich mir noch nicht so im
Klaren. Eine halbwegs brauchbare Halogenlampe am Fahrrad kommt ohne
besondere Kühleinrichtungen aus. Da LEDs effektiver sind, habe ich die
Hoffnung, dass die Kühlung durch die Platine bei guter Helligkeit
ausreicht. Das wollte ich durch Ausprobieren in Erfahrung bringen und
ggf. eine Kühlung nachrüsten.


--
Mark

Mark Sein
Guest

Tue Jun 08, 2010 9:45 pm   



C.P. Kurz schrieb am 04.06.2010 09:38:

Quote:
ich suche eine möglichst effektive weiße LED mit rund 5W.

'Weiss' ist da nicht konkret genug. Die hellsten weissen LEDs sind
ziemlich blau, da müsstest Du Dir vorher zumindest drüber klar werden,
ob Du mit kalt-weiss leben kannst, oder ob es warm-weiss sein soll.

Das Licht, welches ich bisher von "weißen" LEDs gesehen habe, hatte
immer einen deutlichen Blaustich. Das sollte nach Möglichkeit nicht so
sein. Da ich nicht weiß, wie groß die Unterschiede sind, würde ich
vorsichtshalber lieber warm-weiße LEDs nehmen.

Quote:
Hier ist ein brauchbarer Anbieter der alle üblichen Typen im Programm hat:

http://www.leds.de/High-Power-LEDs/

Auf der Seite war ich auch schon mal, nur weiß ich noch nicht, wonach
ich dort suchen soll. Das Angebot ist einfach zu groß :-)

--
Mark

Mark Sein
Guest

Tue Jun 08, 2010 10:03 pm   



Markus Imhof schrieb am 04.06.2010 08:27:

Quote:
P.S. Daß Du entsprechende Kühlung und Strom-(nicht
Spannungs-)Versorgung brauchst, ist Dir klar?

Wie geben diese High-Power-LEDs ihre Wärme ab?
Geht das hautsächlich über die Anschlussbeinchen, oder brauchen diese
Emitter eine gut wärmeleitende Verbindung zwischen ihrem Gehäuse und der
Platine?

--
Mark

kai-martin knaak
Guest

Wed Jun 09, 2010 1:01 am   



Heinz Schmitz wrote:

Quote:
Intensität ist Leistung pro Flächeneinheit. Das ist durchaus die relevante
Größe hier.

Eher nicht, weil die Fläche dabei raus ist.

Warum sollte das ein Problem sein?


Quote:
Beim Brennglas brauchste
aber imho vor und hinter dem Glas jeweils die Gesamtenergie. Die
"Intensität" verführt da zu Perpetuum-Mobile-Spielchen.

Die hier relevante Gesetzmäßigkeit der Thermodynamik bezieht sich nunmal auf
die Intensität.


Quote:
Ich bezog mich nicht auf die Quelle, sondern auf die Situation vor
dem Glas.

Es ging darum, warum man das Licht der Quelle "LED" nicht effektiv in
Glasfasern einleiten kann.


Quote:
Vergleiche die Namen "Sonnenbrand" und "Brennpunkt".
Ein Vergleich der Temperaturen im Brennpunkt und auf der Quelle
war imho bisher nicht Gegenstand des Threads.

Na sicher. Blättere mal zurück und beachte, wo von der Sonne die Rede ist.


Quote:
Wenn die Größenverhältnisse etwas extremer sind, wird es anschaulich klar:
Stell Dir eine leuchtendes Quadrat mit 10 cm Seitenlänge vor.
(...)
Das sind aber dann rein praktische Gründe, im Unterschied zu einer
Gesetzmäßigkeit, die Du zu benennen schienst.

Nein. Es sind die praktischen Hindernisse, auf die man wegen der allgemeinen
Gesetzmäßigkeit _immer_ stößt. Die mechanischen Perpetuum-Mobiles scheitern
auch "nur" am praktischen Hindernis der Reibung. Dennoch kann kein noch so
schlauer Ingenieur diese Hindernisse völlig überwinden.


Quote:
Praktische Gründe
können aber durch einen schlauen Erfinder irgendwann überwunden
werden, Gesetzmäßigkeiten prinzipiell nicht.

Wie ich schon mehrfach schrieb: Es sind prinzipielle Gründe, die einendavon
abhalten, das Licht einer ausgedehnten Lichrtquelle vollständig beliebig gut
zu fokussieren.

---<)kaimartin(>---
--
Kai-Martin Knaak
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kai-martin knaak
Guest

Wed Jun 09, 2010 1:05 am   



Mark Sein wrote:

Quote:
Wie geben diese High-Power-LEDs ihre Wärme ab?

Sie sind auf eine Metallfläche aufgelötet.


Quote:
Geht das hautsächlich über die Anschlussbeinchen,

Nein.


Quote:
oder brauchen diese
Emitter eine gut wärmeleitende Verbindung zwischen ihrem Gehäuse und der
Platine?

Ja.
Wobei eine Aluplatte gegenüber eienr Leiterplatte die bessere Wahl ist. Ein
Kühlkörper für die anfallende Anzahl von Watts eben.

---<)kaimartin(>---
--
Kai-Martin Knaak
Öffentlicher PGP-Schlüssel:
http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?op=get&search=0x6C0B9F53

kai-martin knaak
Guest

Wed Jun 09, 2010 1:10 am   



Mark Sein wrote:

Quote:
Eine halbwegs brauchbare Halogenlampe am Fahrrad kommt ohne
besondere Kühleinrichtungen aus. Da LEDs effektiver sind, habe ich die
Hoffnung, dass die Kühlung durch die Platine bei guter Helligkeit
ausreicht.

Bedenke, dass eine Glühbirne ihre Abwärme hauptsächlich durch
Infrarotastrahlung in die weitere Umgebung verteilt. Die LED kann dagegen
fast nur Wärmeleitung einsetzen.


Quote:
Das wollte ich durch Ausprobieren in Erfahrung bringen

Das wird teuer.


Quote:
und ggf. eine Kühlung nachrüsten.

Du könntest auch auf die Erkenntnis vertrauen, dass ein paar Watt Wärme sich
nicht ohne Nachhilfe verflüchtigen.

---<)kaimartin(>---
--
Kai-Martin Knaak
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http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?op=get&search=0x6C0B9F53

Markus Imhof
Guest

Wed Jun 09, 2010 8:46 am   



On 8 Jun., 22:34, Mark Sein <ma...@arcor.de> wrote:
Quote:
Markus Imhof schrieb am 04.06.2010 08:27:

ich suche eine möglichst effektive weiße LED mit rund 5W.

Könnt ihr mir Tipps geben, welche LEDs aktuell den besten Wirkungsgrad
haben und trotzdem nicht zu teuer sind?

Willst Du Wirkungsgrad oder Helligkeit? Was willst Du damit machen?

Ich möchte eine möglichst effektive Fahrradbeleuchtung und Taschenlampe
zusammen stricken und dafür möglich wenig Geld ausgeben Smile

Dann kauf' was fertiges. Ernsthaft.

Für die effektive Fahrradbeleuchtung brauchst Du nicht nur den
Wirkungsgrad Strom -> Licht sondern auch Licht aus dem Chip -> Licht
auf der Straße. Ersteres ist einfach, letzteres sehr schwierig.
Baumstumpfhüpfer können auch mit runden Strahlprofilen gut leben, weil
denen die Hindernisse zum guten Teil auch auf Kopfhöhe entgegen
kommen, auf der Straße brauchst Du ein anderes Strahlprofil, das Du
mit einzeln erhältlichen Optiken/Reflektoren nur unzureichend hin
kriegst. Die derzeit besten Beispiele dafür wären der Busch&Müller Cyo
und der Schmidt Edelux. Der Cyo bietet ein gutes Preis-/
Leistungsverhältnis, der Edelux holt auch noch den letzten Rest raus,
ist beo Preis-/Leistung aber schon im Bereich der 'diminuishing
returns'.

Bei den Taschenlampen sieht es ähnlich aus. Zu den Preisen, zu denen
die Chinesen (z.B. www.dealextreme.com - aufpassen, die technischen
Daten sind, gelinde gesagt, optimistisch) die Teile verkaufen,
kriegst Du sie nicht selbst gebaut. Das wäre ein reines Spaßprojekt -
wenn Du Zugang zu einer Drehbank oder ähnlicher
Metallbearbeitungsmaschinerie hast. Schau Dich in dem Fall mal bei
www.candlepowerforums.com um - da schreiben noch mehr so Verrückte Wink
(Titan-Lämpchen für 300$....)

Quote:

Eine möglichst kleiner Abstrahlwinkel wäre nicht schlecht. Die LEDs, die
ich bisher gefunden habe, lagen alle bei 100-130° Abstrahlwinkel.

Dafür gibt es dann Optiken bzw. Reflektoren. In aller Regel auch bei
den schon erwähnten Händlern zu kriegen.

Quote:

CREE XP-G kommen ganz gut, haben aber wie alle LEDs dieser
Leistungsklasse eine recht große emittierende Fläche - wenn Du einen
kleinen Spot brauchst, wäre eine selektierte XR-E eventuell günstiger.
Und überall solltest Du nach der Selektionsklasse schauen.

Selektionsklasse lese ich in dem Zusammenhang zum ersten Mal.
Funktioniert das mit High-Power-LEDs wie mit CPUs, bei denen auf einem
Waver unterschiedlich schnelle / gute Chips entstehen?

Ja. Wobei es hier nicht nur am Chip, sondern auch an der Beschichtung
(Phosphor) liegt, welche Lichtfarbe und Helligkeit am Schluß
rauskommt. Bei CREE geht's alphabetisch-numerisch (Q4 > Q3 > Q2, R4 >
Q4, bei XR-E gibt's zur Zeit die R5)

Quote:

P.S. Daß Du entsprechende Kühlung und Strom-(nicht
Spannungs-)Versorgung brauchst, ist Dir klar?

Stromversorgung war klar. Mit der Kühlung bin ich mir noch nicht so im
Klaren. Eine halbwegs brauchbare Halogenlampe am Fahrrad kommt ohne
besondere Kühleinrichtungen aus.

Jepp. Eine Halogenlampe arbeitet bei etlichen hundert/ein paar tausend
(kuck in die WP, wenn Du's genau wissen willst) Grad. Da ist es dann
kein Problem, durch das Temperaturgefälle zur Umgebung die entstehende
Wärme abzuführen. Eine LED arbeitet maximal bei ~100 Grad (genaueres
in den Datenblättern zu der jeweiligen LED) und hätte es gerne kühler
- da macht es alleine schon die niedrige Temperaturdifferenz
schwierig, die Wärme abzuführen.

Quote:
Da LEDs effektiver sind, habe ich die
Hoffnung, dass die Kühlung durch die Platine bei guter Helligkeit
ausreicht.

Vergiß es.

Quote:
Das wollte ich durch Ausprobieren in Erfahrung bringen und
ggf. eine Kühlung nachrüsten.

Keine Chance. Wie willst Du das ausprobieren? Chiptemperatur messen?
Du wirst bei schlechter Kühlung halt feststellen, daß nach Stunden bis
Monaten die Helligkeit bei gleichem Strom deutlich geringer wird - was
zunächst wiederum nicht auffällt, wenn Du keinen Vergleich (oder keine
Messung) zur Verfügung hast. Ohne Kühlung, sprich nur mit Platine,
merkst Du recht schnell...

Gruß
Markus

Peter Heitzer
Guest

Wed Jun 09, 2010 8:48 am   



Mark Sein <marqs_at_arcor.de> wrote:
Quote:
gUnther nanonüm schrieb am 04.06.2010 02:39:


Quote:
ich suche eine möglichst effektive weiße LED mit rund 5W.

Könnt ihr mir Tipps geben, welche LEDs aktuell den besten Wirkungsgrad
haben und trotzdem nicht zu teuer sind?

das ist ne Wischiwaschifrage. Was ist denn nicht zu teuer? Osram hat

Ich möchte mir eine effektive Taschenlampe und eine effektive
Fahrradbeleuchtung zusammen stricken. Dabei würde ich gerne weniger als
10 Euro für die LED ausgeben. Wenn man aber deutliche mehr Wirkungsgrad
für etwas mehr Geld bekommt, dann würde ich auch mehr ausgeben.
Die LED spielt bei einem Fahrradscheinwerfer nur eine untergeordnete Rolle.

Entscheidend ist die Optik. Leider sind passende Optiken nicht einzeln
zu erhalten. Selbst Schmidt verwendet für ihren Edelux die Optik aus
B&M LED-Scheinwerfern.

--
Dipl.-Inform(FH) Peter Heitzer, peter.heitzer_at_rz.uni-regensburg.de
HTML mails will be forwarded to /dev/null.

Matthias Weingart
Guest

Wed Jun 09, 2010 9:07 am   



Knut Schottstädt <ks.newsmail_at_2esupport.de>:

Quote:
Am Fri, 04 Jun 2010 08:24:55 +0000 schrieb Matthias Weingart:

kai-martin knaak <kmk_at_familieknaak.de>:

FǬr den vierfachen Preis kann man im gleichen Laden auch die doppelte
Lichtmenge (752lm) bei nochmal weniger elektrischer Leistung (2.5W)
bekommen --> Cree MC-E


Ich glaub die ist nicht wesentlich besser. Es ist irreführend, dass die
MC-E 4 einzeln ansteuerbare Chips zu je 350mA hat (die 700mA sind die
"maximal absolute ratings").

"DC forward current" max. 700mA steht im Datenblatt.
Ich gehe davon aus, dass wer es schafft, die Verlustleistung abzuführen
ohne die junction-Temperatur zu hoch zu treiben, auch diesen Wert nutzen
"darf".

Jo, mit flüssigem Stickstoff gekült können die vermutlich noch mehr aber
dabei geht der Wirkugsgrad in die Binsen.
Hier ging es ja um die Frage wieviel lm/W die haben. Die Angabe der Lumen
bezieht sich auf 350mA und nicht auf die 700mA.

M.
--
Lena! Lena! Smile

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