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Joerg
Guest
Mon Jan 25, 2010 4:41 pm
Matthias Weingart wrote:
Quote:
Lutz Schulze <lschulze_at_netzwerkseite.de>:
Am Sun, 24 Jan 2010 23:32:40 +0100 schrieb Marcus Woletz:
Also: wo seid ihr mal "hängengeblieben"?
Poti, Trimmer, Einstellregler???
Eines meiner ersten Projekte war mal eine kleine Miniorgel, als Tasten hab
ich die (klavierähnlichen) Weichensteuertasten meiner Modelleisenbahn
verwendet. Nun brauchte man laut Schaltplan noch für jede Taste ein Poti
(also 12 Stück). Mit Papa in den lokalen Elektronikladen gegangen - die waren
ziemlich teuer (30 Mark), da überlegte ich dreimal. Es gab aber auch
günstigere, sogenannte Trimmer; gehen die denn auch? Waren das denn nicht
völlig andere Bauteile, die man an die Spule bei Radio's anschloss? Auch der
"Verkäufer" riet uns zu den teuren Poti's (seitdem traue ich keinem Verkäufer
mehr;-). Ein paar Wochen später war mir klar, dass ich da auch Trimmer hätte
nehmen können, hätte mein Taschengeldbudget deutlich geschont.
Wenn Ebbe in der Kasse war lief das bei mir frueher so: Kohlewiderstand
mit etwas zu wenig Widerstandswert eingeloetet. Mit der Feile drueber
und dann mir 250er Schmirgel solange gerieben bis das passte. Dann ein
Tupfer von Mamas Nagellack drauf (hat sie nie gemerkt ...).
--
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/
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Martin Riedel
Guest
Mon Jan 25, 2010 4:58 pm
Marcus Woletz wrote:
Quote:
Also: wo seid ihr mal "hängengeblieben"?
Mein erster Detektor (Spule, Drehko, Gleichrichter, Kopfhörer) ging
überhaupt nicht.
Tja, ein alter Selengleichrichter aus einem Röhrenradio war total
ungeignet...
Ein Freund besorgte dann eine OA 625 - schon liefs...
--
Mit freundlichen Grüßen
Martin Riedel
++ hier lesen - hier antworten ++
Henning Paul
Guest
Mon Jan 25, 2010 5:04 pm
Joerg wrote:
Quote:
Rüdiger Klenner wrote:
[...]
Nachdem das letzte vorrätige Exemplar getötet war und das Nachdenken
nunmehr endlich ganz ungestört einsetzen konnte, erinnerte ich mich
endlich an die (im Schulunterricht durchaus schon behandelte) Sache
mit der SOA, damals nannte man das allerdings "Lasthyperbel"..
Die SOA wurde im Schulunterricht erklaert? Da bleibt mir echt die
Spucke weg. War das so eine Art Super-Ueberflieger-Elite-Schule,
vielleicht eine von denen in Frankreich?
Die Beschreibung klang mir eher nach FOS, Fachoberschule.
Gruß
Henning
Rafael Deliano
Guest
Mon Jan 25, 2010 5:21 pm
Quote:
Mit der Feile drueber und dann mir 250er Schmirgel solange gerieben bis das passte.
Der alte Professor Piccard
http://de.wikipedia.org/wiki/Auguste_Piccard
hat den Shunt zur Messung des Akkustroms im Uboot in dem
Stil eigenhändig so abgeglichen. War allerdings massiv Metall
mit Drehspulinstrument parallel.
MfG JRD
Uwe Hercksen
Guest
Mon Jan 25, 2010 5:25 pm
Marcus Woletz schrieb:
Quote:
Also: wo seid ihr mal "hängengeblieben"?
Hallo,
in meinen frühen Zeiten fragte ich mich mal wieso zwei gegeneinander in
Reihe geschaltete Dioden nicht auch als Transistor fungieren können.
Bye
Lutz Schulze
Guest
Mon Jan 25, 2010 5:32 pm
Am Mon, 25 Jan 2010 07:41:26 -0800 schrieb Joerg:
Quote:
Wenn Ebbe in der Kasse war lief das bei mir frueher so: Kohlewiderstand
mit etwas zu wenig Widerstandswert eingeloetet. Mit der Feile drueber
und dann mir 250er Schmirgel solange gerieben bis das passte. Dann ein
Tupfer von Mamas Nagellack drauf (hat sie nie gemerkt ...).
Als Schüler sah etwa 1973 mein erstes Voltmeter so aus:
Poti von 1 Megaohm, die zu messende Spannung wurde an den beiden Enden
angelegt.
Eine Glimmlampe lag mit einem kleinem Vorwiderstand zwischen Schleifer und
einem der Enden.
Der jeweilige Zündpunkt der Glimmlampe war auf einer Skala am Poti mit
Spannungswerten beschriftet, die einmal im Vergleich mit einem anderen
Messgerät ermittelt wurden.
Die Idee stammte aus dem Buch 'Der junge Techniker', für Messungen in
Röhrenschaltungen ab 60 Volt aufwärts reichte es bei minimalem Kostenaufwand
erstmal.
Lutz
--
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Matthias Weingart
Guest
Mon Jan 25, 2010 5:33 pm
Lutz Schulze <lschulze_at_netzwerkseite.de>:
Quote:
Am Sun, 24 Jan 2010 23:32:40 +0100 schrieb Marcus Woletz:
Also: wo seid ihr mal "hängengeblieben"?
Poti, Trimmer, Einstellregler???
Eines meiner ersten Projekte war mal eine kleine Miniorgel, als Tasten hab
ich die (klavierähnlichen) Weichensteuertasten meiner Modelleisenbahn
verwendet. Nun brauchte man laut Schaltplan noch für jede Taste ein Poti
(also 12 Stück). Mit Papa in den lokalen Elektronikladen gegangen - die waren
ziemlich teuer (30 Mark), da überlegte ich dreimal. Es gab aber auch
günstigere, sogenannte Trimmer; gehen die denn auch? Waren das denn nicht
völlig andere Bauteile, die man an die Spule bei Radio's anschloss? Auch der
"Verkäufer" riet uns zu den teuren Poti's (seitdem traue ich keinem Verkäufer
mehr;-). Ein paar Wochen später war mir klar, dass ich da auch Trimmer hätte
nehmen können, hätte mein Taschengeldbudget deutlich geschont.
M.
horst-d.winzler
Guest
Mon Jan 25, 2010 5:50 pm
Uwe Hercksen schrieb:
Quote:
in meinen frühen Zeiten fragte ich mich mal wieso zwei gegeneinander in
Reihe geschaltete Dioden nicht auch als Transistor fungieren können.
Und später die Frage vergessen, wie so viel grundlegendes.
--
mfg hdw
Nikolaus Riehm
Guest
Mon Jan 25, 2010 6:10 pm
Am 25.01.2010 08:50 schrieb Michael Rübig:
Quote:
Am 24.01.2010 23:32, schrieb Marcus Woletz:
Als 4 oder 5jähriger bekam ich von einer Bekannten einen Bausatz mit
Elektromotor und Bananensteckern geschenkt, aber nichts, an das man die
Bananenstecker anschließen konnte.
Ähnliches hier (müsste zu Zeiten der 5. oder 6. Klasse gewesen sein):
Motor aus Waschmaschine ausgebaut, nur musste noch irgendwie der Saft
aus der Steckdose da dran. Also Verlängerungsleitung genommen und an
beiden Enden mit Schukosteckern versehen, um die beiden Metallstifte an
die Kontakte des Motors halten zu können... Naja, irgendwann ist es ja
immer das erste Mal, wenigstens waren's damals noch 220V und keine 230V.
*eg* Dieses Gummigefühl in den Knien hatte aber echt was, tsts...
Grüße,
Niko
Rüdiger Klenner
Guest
Mon Jan 25, 2010 6:20 pm
"Joerg" schrieb..
Quote:
Rüdiger Klenner wrote:
[...]
Nachdem das letzte vorrätige Exemplar getötet war und das Nachdenken
nunmehr endlich ganz ungestört einsetzen konnte, erinnerte ich mich
endlich an die
(im Schulunterricht durchaus schon behandelte) Sache mit der SOA, damals
nannte man das allerdings "Lasthyperbel"..
Die SOA wurde im Schulunterricht erklaert? Da bleibt mir echt die Spucke
weg. War das so eine Art Super-Ueberflieger-Elite-Schule, vielleicht eine
von denen in Frankreich?
Achwas.
In Baden-Württemberg (Wie man weiss, sind Schulangelegenheiten ja
Ländersache.) gibt es jedoch 'technische Gymnasien' (TGs), die ab Klasse 11
beginnen. D.h. man besucht erstmal irgendein Gymnasium, damals hiessen
diese noch 'altsprachlich' wg. ihrer Schwerpunktsetzung, deckt dort seine
mindestens zwei Fremdsprachen ab (und überhaupt

und kann dann nach
erfolgreichem Abschluss der Klasse 10 und irgendwelchen erzielten
Mindestnoten in nat-wiss. Fächern, Details hab ich vergessen, in ein
solches TG wechseln.
Vollabitur wird somit regulär nach 14 statt 13 Schuljahren erzielt, da das
TG selbst 3 Jahrgangstufen hat.
TGs meiner Schulzeit waren Vollzeitschulen, d.h. 6 UE vormittags und 5 UE
nachmittags, ausser Samstag, da war dann nur vormittags Unterricht. (Wenn
wir also was gelernt haben, dann deshalb, weil es viel Unterrichtszeit gab
und auch fast nie was ausfiel, anders als heutzutage). Vormittags erfolgte
'normaler' Unterricht, nachmittags folgten dann Praktika. Praktische Übungen
gab es insbesondere im Bereich Metallverarbeitung. Das fing mit U-Stahl
schruppen an, meisseln, Schlagzahlen einklöppeln, Sacklöcher bohren und
Gewinde reinschneiden; Weihnachten wurde gerändelt und brüniert... später
durften wir dann an Maschinen ran, erst die Ständerbohrmaschine... Im Keller
standen 20 alte Drehmaschinen, die hatte die örtliche Industrie gestiftet,
da durften wir im zweiten Jahr lustig unsere Späne abdrehen und versuchen,
Gewinde zu schneiden... Ein halbes Jahr lang gabs Unterricht in autogenem
Schweissen und ein halbes Jahr E-Schweissen. Zwischendurch mal kurze
praktische Übungen, z.B. 'Pneumatik': Erinnere mich noch daran wie ich auf
ner riesigen Pressspanplatte mit Lochfeld zwei 2/2 Wegeventile, glaub' ich,
und einen doppeltwirkenden Kolben so zusammengestöpselt hatte, dass das
Gesamtgebilde zur Begeisterung aller Schüler und zum Entsetzen des Lehrers
(die teuren Bauteile!) lautstark als Oillator lostackerte und zischte...
Interessant der Gesamtlehrkörper an dieser Schule: Vormittags die
Damen&Herren mit typischem Lehrerhabitus, nachmittags dann "gestandene
Männer" aus der Industrie. Diese wiederum hatten, da sie uns bösen Burschen
(es gab zu meiner Zeit in der gesamten Schule genau ein (!) Mädchen)
sprachlich ernsthaft unterlegen waren, einerseits keinen leichten Stand,
konnten sich dafür fachlich ausgezeichnet revanchieren. Die blutigen Finger
der linken Hand beim U-Stahl meisseln wurden kurzerhand zum Initiationsritus
erklärt (Tenor: "Verzärtelte Knaben können wohl nur Bleistifte in der Hand
halten?" und: "Passt halt besser auf!") .
Dünne Bleche autogen schweissen war auch so ne Veranstaltung, die überaus
geeignet war, der selbstbewussten Jugend den Horizont mal wieder
geradezurücken. Trotzdem hat die Sache insgesamt viel Spass gemacht und auch
die Lehrer nahmen's oft mit Humor: Am Ende der Doppelstunde, in der wir
dicke Bleche elektrisch schweissen sollten wurde abgestimmt, wer den
schönsten Streusselkuchen gebacken hatte... (Es gab natürlich nur
Streusselkuchen. Aber keiner war durchgefallen, wir hatten alle den
(oberschwäbischen) Schweissergrad: "Bäppelesschweisser" erfolgreich erzielt.

.
Um diese Schulart zu versüssen, konnte man dann zeitgleich mit dem Abitur
eine IHK-Prüfung ablegen, die als abgeschlossene Lehre im Fachbereich
Metall gewertet wurde. (Motto: Man verliert nicht ein Jahr bis zum Studium
sondern man gewinnt eineinhalb Jahre, falls man eine abgeschlossene Lehre
dazwischenschieben möchte, was damals nicht völlig unüblich war).
Quote:
Unsereins lernte SOA auf die uebliche Methode ... *PENG*
Naja, so hatte ich es ja letztlich auch gelernt. Vorher hatte ich es "nur"
gehört und dabei fleissig genickt.
P.S.: Anekdote zum Schweissen.
Jahre später mit dem Motorrad zur Schule vorgefahren, 'alten' Lehrer gefragt
ob ich "mal schnell was anschweissen" könnte, ein Teil vom Hauptständer
würde sich gerade verabschieden, Schweissnaht ist angebrochen.
Er guckt mich lange an: "Hmmm... hmmm... hmmm... ich weiss ja, wie DU
schweisst!". Grinst, dann kommt er selbst mit Equipement, mobilem
Schweisstrafo. (Nicht die alten riesigen Dinger, die wir benutzten,
Motor/Generator gekoppelt). Geraffel am Motorrad mit Schraubzwingen fixiert,
dann: "Was machen wir als Erstes?" Ich: "Äh, öh, losschweissen eben, oder?".
Er dann: "Hat deine Mühle auch ne Batterie? Die klemmen wir doch lieber
vorher erstmal ab." Ich dann: "Ist doch alles über den Rahmen
kurzgeschlossen.?" und er darauf: "Biste _ganz_ sicher?" *g*
Diese Geschichte könnte also auch als (Kirchhoffscher?) Aha-Effekt im Sinne
des Fadens gelten.
Marte Schwarz
Guest
Mon Jan 25, 2010 6:38 pm
Hi Rüdiger,
Quote:
In Baden-Württemberg (Wie man weiss, sind Schulangelegenheiten ja
Ländersache.) gibt es jedoch 'technische Gymnasien' (TGs), die ab Klasse
11
beginnen. D.h. man besucht erstmal irgendein Gymnasium, damals hiessen
diese noch 'altsprachlich' wg. ihrer Schwerpunktsetzung, deckt dort seine
mindestens zwei Fremdsprachen ab (und überhaupt

und kann dann nach
erfolgreichem Abschluss der Klasse 10 und irgendwelchen erzielten
Mindestnoten in nat-wiss. Fächern, Details hab ich vergessen, in ein
solches TG wechseln.
Vollabitur wird somit regulär nach 14 statt 13 Schuljahren erzielt, da das
TG selbst 3 Jahrgangstufen hat.
Macht doch genau 13 Jahre, nicht? Ich gestehe, ich habe 14 Jahre gebraucht,
aber nur wegen einer Ehrenrunde in deutlich früheren Jahren. NAch der 10.
bin ich zum TG und habe dort auch noch 3 Jahre lang die 2. Fremdsprache
genossen, um allgemeine Hochschulreife zu genießen.
Marte
Joerg
Guest
Mon Jan 25, 2010 6:50 pm
Rüdiger Klenner wrote:
Quote:
"Joerg" schrieb..
Rüdiger Klenner wrote:
[...]
Nachdem das letzte vorrätige Exemplar getötet war und das Nachdenken
nunmehr endlich ganz ungestört einsetzen konnte, erinnerte ich mich
endlich an die
(im Schulunterricht durchaus schon behandelte) Sache mit der SOA, damals
nannte man das allerdings "Lasthyperbel"..
Die SOA wurde im Schulunterricht erklaert? Da bleibt mir echt die Spucke
weg. War das so eine Art Super-Ueberflieger-Elite-Schule, vielleicht eine
von denen in Frankreich?
Achwas.
In Baden-Württemberg (Wie man weiss, sind Schulangelegenheiten ja
Ländersache.) gibt es jedoch 'technische Gymnasien' (TGs), die ab Klasse 11
beginnen. D.h. man besucht erstmal irgendein Gymnasium, damals hiessen
diese noch 'altsprachlich' wg. ihrer Schwerpunktsetzung, deckt dort seine
mindestens zwei Fremdsprachen ab (und überhaupt

und kann dann nach
erfolgreichem Abschluss der Klasse 10 und irgendwelchen erzielten
Mindestnoten in nat-wiss. Fächern, Details hab ich vergessen, in ein
solches TG wechseln.
Vollabitur wird somit regulär nach 14 statt 13 Schuljahren erzielt, da das
TG selbst 3 Jahrgangstufen hat.
Sowas haette ich mir damals auch gewuenscht. Wenn ich dann noch statt
Latein Spanisch haette nehmen duerfen, da haette ich heute erheblich
weniger Malessen. Habe einen neuen Kunden, wo das echt praktisch waere
wenn ich's koennte. Ausserdem rechnen die nicht wie ueblich in Fuessen
und Pfuenden, macht's auch nicht gerade einfacher :-)
[...]
Quote:
Interessant der Gesamtlehrkörper an dieser Schule: Vormittags die
Damen&Herren mit typischem Lehrerhabitus, nachmittags dann "gestandene
Männer" aus der Industrie. Diese wiederum hatten, da sie uns bösen Burschen
(es gab zu meiner Zeit in der gesamten Schule genau ein (!) Mädchen)
sprachlich ernsthaft unterlegen waren, einerseits keinen leichten Stand,
konnten sich dafür fachlich ausgezeichnet revanchieren. Die blutigen Finger
der linken Hand beim U-Stahl meisseln wurden kurzerhand zum Initiationsritus
erklärt (Tenor: "Verzärtelte Knaben können wohl nur Bleistifte in der Hand
halten?" und: "Passt halt besser auf!") .
Oh, kenne ich. Chemie wurde erst interessant als wir eine Chemiker von
Henkel als Lehrer hatten. Tscheche mit keringem Akzent. In der ersten
Stunde fragte er uns "Wo iss sich Feierleschehr?" Oh, das wurde
interessant ...
Quote:
Dünne Bleche autogen schweissen war auch so ne Veranstaltung, die überaus
geeignet war, der selbstbewussten Jugend den Horizont mal wieder
geradezurücken. Trotzdem hat die Sache insgesamt viel Spass gemacht und auch
die Lehrer nahmen's oft mit Humor: Am Ende der Doppelstunde, in der wir
dicke Bleche elektrisch schweissen sollten wurde abgestimmt, wer den
schönsten Streusselkuchen gebacken hatte... (Es gab natürlich nur
Streusselkuchen. Aber keiner war durchgefallen, wir hatten alle den
(oberschwäbischen) Schweissergrad: "Bäppelesschweisser" erfolgreich erzielt.

.
Um diese Schulart zu versüssen, konnte man dann zeitgleich mit dem Abitur
eine IHK-Prüfung ablegen, die als abgeschlossene Lehre im Fachbereich
Metall gewertet wurde. (Motto: Man verliert nicht ein Jahr bis zum Studium
sondern man gewinnt eineinhalb Jahre, falls man eine abgeschlossene Lehre
dazwischenschieben möchte, was damals nicht völlig unüblich war).
Jetzt frage ich mich nur warum bei Euch immer ueber PISA Probleme
lamentiert wird. Das ist doch eine Ausbildung vom feinsten, sozusagen
echt fuer's Leben.
[...]
Quote:
Diese Geschichte könnte also auch als (Kirchhoffscher?) Aha-Effekt im Sinne
des Fadens gelten.
Anekdote, der Ingenieur sei ungenannt aber es ist verziehen da Chemiker:
"Koennte man nicht ..." ... "Aehm, leider nicht, weil laut
Kirchhoff'schem Gesetz die Summe aller Stroeme in jeden Knoten Null sein
muss" ... "Ok, gibt es da nicht irgendeine Methode so ein Gesetz zu
umschiffen?" ... "Tja, da muessten wir eine Eingabe an den Kongress
machen und ein paar Lobbyisten heuern, das wuerde zu teuer".
--
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/
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Rüdiger Klenner
Guest
Mon Jan 25, 2010 7:45 pm
"Marte Schwarz schrieb:
Quote:
Vollabitur wird somit regulär nach 14 statt 13 Schuljahren erzielt, da
das
TG selbst 3 Jahrgangstufen hat.
Macht doch genau 13 Jahre, nicht?
Stimmt, irgendwo ist in meiner Schilderung der rechentechnische Wurm drin...
es waren aber definitiv insgesamt 14 Schuljahre bis zum Vollabitur! Erinnere
mich an diesbezügliche Diskussionen mit Mitschülern vor dem Wechsel; die
Frage war immer: Gewinnt man ein Jahr oder verliert man eines?
Kann auch was mit den abzudeckenden zwei Fremdsprachen zu tun haben,
damals gab es ja noch 'kleines' und 'grosses' Latinum, da waren die
Anforderungen nach der 10. Klasse, wenn ich recht erinnere, noch nicht
abgedeckt (?). Also gut möglich, dass man erst nach der 11.Stufe wechselte.
Ist alles über 30 Jahre her, erinnere mich leider nicht mehr exakt.
Gerade im Netz nachgeschaut: 'Mein' TG gibt es nicht mehr und die
Nachfolgeschule ist wohl doch deutlich anders strukturiert.
Henning Paul
Guest
Mon Jan 25, 2010 8:15 pm
Uwe Hercksen wrote:
Quote:
Marcus Woletz schrieb:
Also: wo seid ihr mal "hängengeblieben"?
in meinen frühen Zeiten fragte ich mich mal wieso zwei gegeneinander in
Reihe geschaltete Dioden nicht auch als Transistor fungieren können.
Richtig, so etwas hatte ich mich auch gefragt. Sch... Ersatzschaltbild...
:-)
Gruß
Henning
--
henning paul home:
http://home.arcor.de/henning.paul
PM: henningpaul_at_gmx.de , ICQ: 111044613
Rolf Bombach
Guest
Mon Jan 25, 2010 8:15 pm
Lutz Schulze schrieb:
Quote:
Als Schüler sah etwa 1973 mein erstes Voltmeter so aus:
Poti von 1 Megaohm, die zu messende Spannung wurde an den beiden Enden
angelegt.
Eine Glimmlampe lag mit einem kleinem Vorwiderstand zwischen Schleifer und
einem der Enden.
Der jeweilige Zündpunkt der Glimmlampe war auf einer Skala am Poti mit
Spannungswerten beschriftet, die einmal im Vergleich mit einem anderen
Messgerät ermittelt wurden.
Die Idee stammte aus dem Buch 'Der junge Techniker', für Messungen in
Röhrenschaltungen ab 60 Volt aufwärts reichte es bei minimalem Kostenaufwand
erstmal.
Naja, Poti und Glimmlampe heute.... da ist ein DVM ausm Supermarkt billiger.
Verrückte Zeiten.
BTW, in ähnlichen Werken wurde beschrieben, wie man mit einer schwenkbaren
Glimmlampe ein "Oszilloskop" im engeren Sinne baut.
Die Zündspannung ist allerdings ziemlich zufällig, im Gegensatz zur
Brennspannung. Ich hab noch mehrere garantiert elektronikfreie Hochspannungs-
netzgeräte aus den 50er Jahren, mit Glimmstabis. Gar nicht so einfach,
mit Elektronik ähnliche Konstanz hinzukriegen. Die Geräte sind
auch diebstahlsicher.
--
mfg Rolf Bombach
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