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Euer größtes Elektronik-Missverständnis?

elektroda.net NewsGroups Forum Index - Electronics DE - Euer größtes Elektronik-Missverständnis?

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Joerg
Guest

Mon Jan 25, 2010 8:28 pm   



Rolf Bombach wrote:
Quote:
Lutz Schulze schrieb:

Als Schüler sah etwa 1973 mein erstes Voltmeter so aus:

Poti von 1 Megaohm, die zu messende Spannung wurde an den beiden Enden
angelegt.

Eine Glimmlampe lag mit einem kleinem Vorwiderstand zwischen Schleifer
und
einem der Enden.

Der jeweilige Zündpunkt der Glimmlampe war auf einer Skala am Poti mit
Spannungswerten beschriftet, die einmal im Vergleich mit einem anderen
Messgerät ermittelt wurden.

Die Idee stammte aus dem Buch 'Der junge Techniker', für Messungen in
Röhrenschaltungen ab 60 Volt aufwärts reichte es bei minimalem
Kostenaufwand
erstmal.

Naja, Poti und Glimmlampe heute.... da ist ein DVM ausm Supermarkt
billiger.
Verrückte Zeiten.


Mein Schwung DVM fuer den Werkzeugkoffer hatte $2.99/Stueck gekostet. Da
ist es nicht so schlimm wenn mal eins weg kommt oder vom Mast faellt.


Quote:
BTW, in ähnlichen Werken wurde beschrieben, wie man mit einer schwenkbaren
Glimmlampe ein "Oszilloskop" im engeren Sinne baut.


Das haben wir frueher mit Fernsehern gemacht. Man durfte bloss nie den
Stecker falsch herum ... ;-)


Quote:
Die Zündspannung ist allerdings ziemlich zufällig, im Gegensatz zur
Brennspannung. Ich hab noch mehrere garantiert elektronikfreie
Hochspannungs-
netzgeräte aus den 50er Jahren, mit Glimmstabis. Gar nicht so einfach,
mit Elektronik ähnliche Konstanz hinzukriegen. Die Geräte sind
auch diebstahlsicher.


Bei Tektronix gab es IIRC fuer solche Zwecke sogar "vorgeschwaerzte"
Glimmlampen.

--
Gruesse, Joerg

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Rolf Bombach
Guest

Mon Jan 25, 2010 8:50 pm   



Marcus Woletz schrieb:

Quote:
Also: wo seid ihr mal "hängengeblieben"?

Nun, da war ich noch sooo klein... Da mein Vater vor meiner
Geburt bei der OEEC (heute OECD) gearbeitet hatte, besuchten
wir gern Paris. Zu der Zeit hatte er noch nicht vergessen,
dass auch er mal als Kind angefangen hatte Wink. Auf dem
Flohmarkt hatte ich dann einiges interessantes abgebettelt.

Etwa eine riesige 4.5V Batterie und ein ebenso riesiges
Einbau-Messinstrument (10 V oder dergleichen). Jedenfalls
kamen mir die Teile damals so gross vor Wink.

Näxter Teil.
Im Institut meines Vaters befand sich das Rechenzentrum der Uni.
Ein Kuriosum, welches in DE undenkbar wäre: Das Rechenzentrum
gehörte dem Kanton (logischerweise), und der benutzte die Rechner
halbtags für die Finanzkontrolle. Morgens wurden Steuerrechnungen
und Lohntüten gedruckt, nachmittags kamen Leute von der Uni zum
Programmieren. Nichtsdestotrotz gab es mal Ärger, als wir Schul-
kinder mal Lochkarten (der Finanzkontrolle) aus dem Mülleimer
fischten und diese in die umliegenden Briefkästen verteilten.
Egal, die (wirklich häufigen) Reparaturen der IBM 1620 waren eine
spannende Sache. So ein klaviergrosses Möbel mit einem gefühlten
Quadratmeter Blinkenlighten. Und einer Magischen Notbremse, ein
gefährlich rot-weisser Hebel "EMERGENCY SHUT OFF", mit der häufig
wiederholten Belehrung, dass dieser Hebel nie, gar nie, nicht
mal im grössten Notfall betätigt werden dürfte.
Ich glaube, die 1620 war noch eine BCD-Maschine. Jedenfalls waren
die Lämpchen einerseits 1-2-4-8, andererseits in Zeilen "tens",
"hundreds", "thousands" eingeteilt.

Sch**sse. Fast 50 Jahre her und ich sehe das praktisch als
Foto vor mir. Inklusive Kinder-Abakus drauf, Standardscherz
dieser Tage. Andererseits, eine Ahnung, was ich heute in der
Kantine gefuttert habe. An so was merkste das Alter.

Item, gab immer viel Austauschware. Meist Pertinaxplatinen,
ca. 1/2 Eurokarte, mit einigen Geranien, Dioden, R drauf.
Manchmal auch mit interessantem Kühlkörper. Der Höhepunkt
waren Röhren, etwa wie EL36 aussehend, aus den Lochkarten-
stanzern.

Aus den Platinen hatte ich dann mal einen Widerstand rausge-
pfriemelt. Eventuell 470 Ohm oder 4.7kOhm, jetzt weiss ich es
doch nicht mehr so genau Wink. Immerhin konnte ich den Wert
rauskriegen, wahrscheinlich per Ohmmeter, obwohl ich dannzumal
eigentlich noch keine Ahnung von der Funktion hatte.

Ich hatte dann die eingangs erwähnte Batterie an das erwähnte
Messwerk gehängt. 4.5 V Anzeige, war schon mal toll, dass der
Zeiger wackelte. Dann habe ich den Widerstand eingefügt, worauf
die Anzeige auf 2.5 V zurückging (oder so was ungefähr). Meine
Schlussfolgerung war, dass ein ca. 4.5 kOhm Widerstand bei 4.5 V
ungefähr die Spannung halbierte. Unglaubliches Unverständnis kam
auf, als ich ein Lämpchen mit halber Spannung betreiben wollte....

Ich kam dann zu zwei Schlüssen: Widerstände sind eigentlich
zu nichts wirklich nütze. Und mein Vater konnte nicht alles
erklären. Diese Kindheitstraumata verfolgen mich noch heute ;-]

--
mfg Rolf Bombach

Joerg Wunsch
Guest

Mon Jan 25, 2010 10:17 pm   



Werner Flügel <wfluegel_at_fh-lausitz.de> schrieb:

Quote:
Seitdem weiß
ich, was (Selbst-)Induktion ist Smile

Das habe ich mit einer Netzdrossel aus einem alten Röhrenradio durch.
War mir völlig unklar, wie man, nur mit einer Flachbatterie und einer
solchen Drossel bewaffnet, derart einen "gewischt" bekommen konnte, wo
die Batterie doch nur 4,5 V hat...

--
cheers, J"org .-.-. --... ...-- -.. . DL8DTL

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Joerg Wunsch
Guest

Mon Jan 25, 2010 10:19 pm   



"Martin Riedel" <mrgom_at_t-online.de> schrieb:

Quote:
Mein erster Detektor (Spule, Drehko, Gleichrichter, Kopfhörer) ging
überhaupt nicht.

Meiner auch nicht. Eine Ge-Diode hatte ich ja, aber als Spulenkörper
fand sich lediglich bei Muttern eine Unterfadenspule aus der
Nähmaschine -- natürlich aus Stahlblech. Wink Stand nirgends in dem
Kinderbastelbuch drin, dass man die Spule *nicht* auf einen
metallischen Körper wickeln darf. :)

--
cheers, J"org .-.-. --... ...-- -.. . DL8DTL

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Axel Berger
Guest

Mon Jan 25, 2010 10:24 pm   



*Joerg* wrote on Mon, 10-01-25 18:50:
Quote:
Das ist doch eine Ausbildung vom feinsten, sozusagen echt fuer's Leben.

Deshalb wird all das für den internationalen Anschluß ja jetzt auch
abgeschafft. Die gymnasiale Oberstufe wird im Angelsächsischen gern auf
"Colledges" absolviert. Und schon erkennen unsere
hochqualifizierten Bildungsvergleicher im Ausland wieder einen viel
höheren Anteil an Hochschulabsolventen.

Axel Berger
Guest

Mon Jan 25, 2010 11:05 pm   



*Rolf Bombach* wrote on Mon, 10-01-25 20:15:
Quote:
Naja, Poti und Glimmlampe heute.... da ist ein DVM ausm Supermarkt
billiger. Verrnckte Zeiten.

Als Farbfehlsichtiger habe ich mir die Sache wegen der Farbringe
verkniffen. Das änderte sich, als billige Digitalmultimeter mit
hochauflösenden Widerstandsbereichen bezahlbar wurden. Ich erinnere
mich immer noch an den Preis meines ersten, 170 DM bei Conrad, wurde
ein Weihnachtsgeshenk für mich iirc im ersten Semester.

Ich habe es immer noch aus Nostalgie, aber seit mir eine Batterie drin
ausgelaufen ist und der Schaltapparat spinnt, sollte ich es entsorgen.

Marte Schwarz
Guest

Mon Jan 25, 2010 11:57 pm   



Hi Rüdiger,
Quote:
TG selbst 3 Jahrgangstufen hat.
Macht doch genau 13 Jahre, nicht?

Stimmt, irgendwo ist in meiner Schilderung der rechentechnische Wurm
drin...
es waren aber definitiv insgesamt 14 Schuljahre bis zum Vollabitur!
Erinnere

Scheint mir die Erinnerung zu getrübt zu sein. Ich hatte anno '87 das Abi
gemacht und da war es schon lange zuvor nicht anderst und danach hatte sich
daran auch nichts geändert.

Quote:
Kann auch was mit den abzudeckenden zwei Fremdsprachen zu tun haben,
damals gab es ja noch 'kleines' und 'grosses' Latinum, da waren die
Anforderungen nach der 10. Klasse, wenn ich recht erinnere, noch nicht
abgedeckt (?). Also gut möglich, dass man erst nach der 11.Stufe
wechselte.

Eigentlich war es seit mindestens Anfang der 80er so, dass mn mit 4 Jahren
Hauptfach 2. Fremdsprche durch war, oder alternativ in der Oberstufe die 2.
Fremdsprache komplett durchziehen musste. Bei uns gab es dann die offizielle
Regelung für die Realschüler, die seinerzeit teilweise nur 3 Jahre Hauptfach
hatten einen Ergänzungszug, der dann Franz nach 11 hätte abwählen können. Da
das aber nur eine Handvoll Schüler betroffen hätte hatte man sich darauf
geeinigt, dass wir im Anfängerfranz nur zu den Klassenarbeiten
Anwesenheitspflicht hatten und 2 Wochen vorher bekanntgegeben wurde, welcher
Stoffumfang dran kommt, damit man noch einmal reinschaut, vors zur
Klassenarbeit geht.

Quote:
Ist alles über 30 Jahre her, erinnere mich leider nicht mehr exakt.

Ach, die Zeit war doch so schön, die vergisst man doch nicht so schnell...

Quote:
Gerade im Netz nachgeschaut: 'Mein' TG gibt es nicht mehr und die
Nachfolgeschule ist wohl doch deutlich anders strukturiert.

Welches wars denn? Ich war in Schwenningen.

Marte

Klaus Butzmann
Guest

Tue Jan 26, 2010 12:15 am   



Am 25.01.2010 18:50, schrieb Joerg:

Quote:
Jetzt frage ich mich nur warum bei Euch immer ueber PISA Probleme
lamentiert wird. Das ist doch eine Ausbildung vom feinsten, sozusagen
echt fuer's Leben.
Es gibt hier noch mehr Figuren mit derartigen Werdegängen Smile


Die 13er Jahresarbeit "Netzteil mit L200 und gefräster Leiterplatte"
läuft hier jetzt im 30. Betriebsjahr...



Butzo

Joerg
Guest

Tue Jan 26, 2010 12:27 am   



Axel Berger wrote:
Quote:
*Joerg* wrote on Mon, 10-01-25 18:50:
Das ist doch eine Ausbildung vom feinsten, sozusagen echt fuer's Leben.

Deshalb wird all das für den internationalen Anschluß ja jetzt auch
abgeschafft. Die gymnasiale Oberstufe wird im Angelsächsischen gern auf
"Colledges" absolviert. Und schon erkennen unsere
hochqualifizierten Bildungsvergleicher im Ausland wieder einen viel
höheren Anteil an Hochschulabsolventen.


Das habe ich auch nie so ganz verstanden. Da haben sie die High School
hinter sich und muessen dann erst zwei Jahre aufs College bevor sie
studieren koennen.

Aber was mich an Ruedigers Schilderung begeisterte war, dass die in der
Schule offenbar knallhartes Praxiswissen bekamen. Das gab's bei uns
nichtmal an der Uni, entweder man erarbeitete sich das nebenbei selbst
oder man hatte es nicht. Inzwischen merkt man den Effekt immer mehr. In
meinem Fachbereich (analoge Schaltungstechnik) gehen massiv Baby Boomer
in den Ruhestand und inzwischen bollern die Leute hier an die Tuer.
Soweit dass ich im Dezember Kunden auf Maerz vertroesten musste. Das war
vor 2-3 Jahren noch nicht so. Viele von der juengeren Garde schnallen
bei fast allem was ueber eine einfache Opamp-Schaltung rausgeht voll ab.
Bei anstehenden Schaltregler-Design kriegen die oft Ekelgefuehle.

--
Gruesse, Joerg

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Joerg
Guest

Tue Jan 26, 2010 12:31 am   



Klaus Butzmann wrote:
Quote:
Am 25.01.2010 18:50, schrieb Joerg:

Jetzt frage ich mich nur warum bei Euch immer ueber PISA Probleme
lamentiert wird. Das ist doch eine Ausbildung vom feinsten, sozusagen
echt fuer's Leben.
Es gibt hier noch mehr Figuren mit derartigen Werdegängen :-)

Die 13er Jahresarbeit "Netzteil mit L200 und gefräster Leiterplatte"
läuft hier jetzt im 30. Betriebsjahr...


<staun>

Gerade mal nachgeguckt, den L200 gibt es tatsaechlich noch. Allerdings
nur noch von ST und die Plots sehen eindeutig nach auf den Scanner
gelegt aus. Also Methusalem-Klasse :-)

--
Gruesse, Joerg

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Michael Eggert
Guest

Tue Jan 26, 2010 12:48 am   



Rolf Bombach <rolfnospambombach_at_invalid.invalid> wrote:

Moin!

Quote:
Sch**sse. Fast 50 Jahre her und ich sehe das praktisch als
Foto vor mir. Inklusive Kinder-Abakus drauf, Standardscherz
dieser Tage. Andererseits, eine Ahnung, was ich heute in der
^k?
Kantine gefuttert habe. An so was merkste das Alter.

Ach, das kann auch an der Kantine liegen.
Manches ist es einfach nicht wert, es sich zu merken. :-)

Gruß,
Michael.

Klaus Butzmann
Guest

Tue Jan 26, 2010 1:00 am   



Am 26.01.2010 00:31, schrieb Joerg:
Quote:
Klaus Butzmann wrote:

Die 13er Jahresarbeit "Netzteil mit L200 und gefräster
Leiterplatte" läuft hier jetzt im 30. Betriebsjahr...

Also Methusalem-Klasse Smile
Ja und die ersten 10 Stück dieses nagelneuen ICs haben wir auf der

Elektronica 1980 aus einem überdimensionalen Spielautomaten bei SGS
gezogen.
Wer alle Fragen richtig beantwortete bekam einen eingetüteten L200 aus
dem Ausgabeschlitz - eine Runde, zwei Runden, drei Runden...

Ich glaube wir haben sogar einen Tag "Sonderurlaub" für die
Elektronica rausgehandelt, Übernachtung im Jugendgästehaus Thalkirchen.

Anstatt die Netzteile aus Transistoren zusammenzunageln wurde
unter dem skeptischen Blick des Lehrkörpers der L200 eindesigned.
Und da Pertinaxaufbau blöde war, haben wir die CNC-Fräse der Schule
etwas zweckentfremdet um Leiterplatten zu fräsen.
Ein Mitschüler hat sich CNC Programmierung mal kurz reingezogen und das
Programm dafür geschieben.
Nur die unterschiedliche Leiterplattendicke und die sagenhaften 3000
Touren des 2mm Fräsers machten Probleme.
Wir haben die halbe Jahrgangsstufe damit versorgt und die Abnahme
"Brummspannung, Innenwiderstand" mit bravour bestanden.


Butzo

Axel Schwenke
Guest

Tue Jan 26, 2010 8:03 am   



Marcus Woletz <marcus-woletz_at_web.de> wrote:

<snip>

Quote:
Also: wo seid ihr mal "hängengeblieben"?

Eins meiner famosen Elektronik-"Bastel"-Bücher beschrieb den Transistor
als Stromverstärker: "ein kleiner Strom von Basis zu Emitter wird zu
einem großen Strom zwischen Kollektor und Emitter verstärkt".

Folgerichtig war meine Schaltung ein Transistor mit einer Solarzelle
zwischen Basis und Emitter und einer Glühlampe (für die Jungspunde: wie
eine LED, nur mit viel Strom Wink zwischen Kollektor und Emitter. Ich
war damals ziemlich enttäuscht, daß das nicht funktionierte. Hatte
lange auch die selbergebastelte [1] Solarzelle im Verdacht.

[1] einen Selengleichrichter schlachten. Lackschicht von den Scheiben
entfernen. Dann vorsichtig(!) erhitzen und das Zinn von der Selen-
Schicht wischen. Wenns nach Knoblauch riecht, war es zu warm.


XL

Ban
Guest

Tue Jan 26, 2010 8:45 am   



"Marcus Woletz" <marcus-woletz_at_web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:8duu27-t36.ln1_at_newspostings.woletz.de...
Hallo Leute,

angeregt durch den Experimentierkasten-Thread fiel mir wieder eine
Anekdote ein, bei der mich in meiner Kindheit eine Verständnislücke
einige Zeit lang von der digitalen Elektronik abgehalten hat.
Würde mich interessieren, wo ihr Euer Aha-Erlebnis hattet.

Also: wo seid ihr mal "hängengeblieben"?

Ich wollte bei meiner Märklin Eisenbahn die zu Weihnachten geschenkten
Signale installieren, sie funktionierten auch, aber der Zug blieb nicht
stehen. Da mußten nämlich noch die Mittellaschen der Schienen mit kleinen
Pappstücken isoliert werden. War schwierig heraus zu finden, da ich erst
wenig lesen konnte. Erst nach Wochen konnte ich mal einen Freund fragen,
damals 1958 war dieses Spielzeug halt noch nicht so verbreitet. Aber so hab
ich schon früh die Bedeutung des Strom'kreises' zu verstehen gelernt.
ciao Ban

Hans-Jürgen Schneider
Guest

Tue Jan 26, 2010 9:32 am   



Axel Schwenke schrieb:
Quote:

Marcus Woletz <marcus-woletz_at_web.de> wrote:

snip

Also: wo seid ihr mal "hängengeblieben"?

Eins meiner famosen Elektronik-"Bastel"-Bücher beschrieb den Transistor
als Stromverstärker: "ein kleiner Strom von Basis zu Emitter wird zu
einem großen Strom zwischen Kollektor und Emitter verstärkt".

Folgerichtig war meine Schaltung ein Transistor mit einer Solarzelle
zwischen Basis und Emitter und einer Glühlampe (für die Jungspunde: wie
eine LED, nur mit viel Strom Wink zwischen Kollektor und Emitter. Ich
war damals ziemlich enttäuscht, daß das nicht funktionierte. Hatte
lange auch die selbergebastelte [1] Solarzelle im Verdacht.

[1] einen Selengleichrichter schlachten. Lackschicht von den Scheiben
entfernen. Dann vorsichtig(!) erhitzen und das Zinn von der Selen-
Schicht wischen. Wenns nach Knoblauch riecht, war es zu warm.

So unterschiedlich sind die Geschmäcker.
Ich würde es eher mit Sellerie vergleichen.

MfG
hjs

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