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Euer größtes Elektronik-Missverständnis?

NEUES THEMA

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Ralf Handel
Guest

Tue Jan 26, 2010 11:57 pm   



"Michael Koch" <astroelectronic_at_t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:hjmk48$2ep$03$1_at_news.t-online.com...


Quote:
2. Eine rote LED mit Vorwiderstand direkt an Netzspannung.
Merkwürdigerweise hat die LED hat nicht lange geleuchtet. Obwohl die
Berechnung des Widerstands zweifellos korrekt war. Ich habe einige
Versuche gebraucht, bis mir klar geworden ist woran das liegt.

Du wirst lachen...

Unser Ausbilder brachte seinerzeit einen Leuchtröhrentrafo mit.
6kV bei max. 30mA.

Daran haben wir so einiges angeschlossen...
Hörnerelektroden: bzzzztt...bzzzzzttt.... it`s alive, it's aliiiiiive...
Widerstände: bzzwww..PAFF...Rauch...
Folienkondensatoren: bschhchschshchcPOFF....

und ne LED: leuuuuuuuuucht......... ohne POFF!

Die hätte eigentlich auch hochgehen müssen.... der Trafo
schiebt ja Wechselspannung, und 6kV in Sperrichtung...
Mysteriös...unser Ausbilder war genau so Ratlos wie wir....

CU Ralf

Joerg
Guest

Tue Jan 26, 2010 11:57 pm   



Ralf Handel wrote:
Quote:
"Marcus Woletz" <marcus-woletz_at_web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:8duu27-t36.ln1_at_newspostings.woletz.de...

Also: wo seid ihr mal "hängengeblieben"?

als Azubi wollte ich mal nen Wechselrichter bauen.
Also 12V -> 220V
Passenden Trafo fand ich im Firmenfundus.

Allerdings weigerten sich die FETs von damals
(IRF640), einer Parallelschaltung beizutreten,
obwohl ich mich peinlich genau an den Vorschlag
des Herstellers gehalten habe. Keine Ahnung was
da nicht passte. Einer alleine ging ohne Probleme,
zwei parallel ging auch...in Rauch auf. Prägte meinen
Geruchssinn, bis heute. Hab dann bei der Inventur
zwei, damals sündhaft teure, IGBT abgegriffen.
Damit lief das Ding dann. Damals hatte ELV auch
einen Wechselrichter im Bauplan.... jeweils 15x
3055 als Endstufe, einen Dreiecksgenerator aus
HEFxxxxx samt Komparator als PWM-Generator
und einer GLÜHLAMPE!!!!! als Feedback.
Da hab ich lieber einen echten(tm) PWM-Generator
als Grundlage genommen, vor allem weil der ELV
Schaltplan mehr Haifischflossen statt Dreieck
generiert hat. Mit nem 4093 Rechteck machen und
über ein RC-Glied zu ner Haifischflosse vergrützen.
Und das mit nem Komparator zur PWM. Hat mich als
Azubi schon grauseln lassen.
Von damals stammt auch meine, bis heute
anhaltende, Abneigung gegen ELV.

Was aber an der Parallelschaltung der IRF nicht
passte...keine Ahnung. Jedenfalls hats nach Datenblatt
nicht funktioniert, hab nie nachgeforscht.


Zu lange Draehte oder Leiterbahnen? Die Dinger sind HF-maessig ganz gut
auf Zack und wenn es erstmal schwingt dann tut es das u.U die ganze
Halbwelle lang. In der naechsten dann wieder, bis nach einigen Sekunden
.... zusch ... *POFF*

Man kann im Zweifel Angstwiderstaende oder bei langsamen Sachen auch
Ferritperlen vor die Gates setzen, aber ich tue das fast nie weil es den
Wirkungsgrad verschlechtert.

Vermutlich sind bei Deinem Versuch von damals auch die Radios in der
naeheren Umgebung "ausgegangen" :-)

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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Gerhard Hoffmann
Guest

Wed Jan 27, 2010 12:02 am   



Ralf Handel wrote:

Quote:
Wir haben mal nen 3055 aufgesägt und dann als Fototransistor
verwendet...

Ich hab' mal einen 3055 aufgesägt und nach Entfernen der
Glasdurchführungen als Bohrschablone für Kühlkörper benutzt.

Liegt noch in der Schachtel mit den Gewindebohrern. Smile
Womöglich wird TO-3 wieder modern.


Gerhard

Ralf Handel
Guest

Wed Jan 27, 2010 12:07 am   



"Marte Schwarz" <marte.schwarz_at_gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:7s94gsFebiU1_at_mid.uni-berlin.de...


Quote:
Bei mir war das der Aha-Effekt bei Tanatalkondensatoren. AFAIR werden bei
denen die Pluspole markiert, bei Alubechern der Minuspol. Knallt
ordentlich Wink

:-)

mir fiel mal auf, dass die grünen Tantal orangefarbenen Rauch erzeugten.
Ist aber lange her ;-)

Der Rekord für Becherelkos steht bei uns übrigens bei etwa 20 Metern.
Die dicken Dinger sind zum Glück mit Kupferschienen angeschlossen,
sonst würden die durch die ganze Halle fliegen ;-)


CU Ralf

Peter Schaeffer
Guest

Wed Jan 27, 2010 12:09 am   



Hi Marte,

Marte Schwarz wrote:
Quote:
Seitdem messe ich bei unbekannten Bauteilen vorher die Polaritaet aus.

Bei mir war das der Aha-Effekt bei Tanatalkondensatoren. AFAIR werden bei
denen die Pluspole markiert, bei Alubechern der Minuspol. Knallt ordentlich
Wink

Das mit den Tantals hatte ich auch ^_^. Bis (-)10V ging alles gut, als
ich dann auf 15V aufgedreht hatte, gabs ein Plop mit Freudenfeuerchen
mitten in einem Drahtverhau.

Die Alubechern sind i.A. klar beschriftet, man sollte sich nur daran
halten. Insbesondere halten 25V Typen keine 35V aus. Flog zum Glück weg
von mir, aber erschrocken habe ich mich trotzdem.

Michael Eggert
Guest

Wed Jan 27, 2010 1:14 am   



"Marte Schwarz" <marte.schwarz_at_gmx.de> wrote:

Moin!

Quote:
Bei mir war das der Aha-Effekt bei Tanatalkondensatoren. AFAIR werden bei
denen die Pluspole markiert, bei Alubechern der Minuspol. Knallt ordentlich
Wink

Ja, und gibt fiese kleine Brandbömbchen, die sich tief in den Teppich
schmelzen.

Aha #2: Auch 10 Jahre alte, völlig platte Akkus genügen bei Verpolung,
Tantal-Elkos in diesen Zustand zu versetzen.

Aha #3: Bevor man einen Akku an die Kontakte ein geöffneten,
schnurlosen Telefons hält, sollte man besser nochmal einen Blick auf
das Gehäuse werfen, wie dort die Ausschnitte für Akku und Kontakte
liegen.

Aha #4: Die Telefonplatine dabei in der Hand zu halten und dem
Tantal-Elko damit den Weg zum Teppich zu versperren, kann ziemlich
schmerzhaft sein.

Gruß,
Michael.

Horst-D.Winzler
Guest

Wed Jan 27, 2010 6:33 am   



Ralf Handel schrieb:
Quote:

Der Rekord für Becherelkos steht bei uns übrigens bei etwa 20 Metern.
Die dicken Dinger sind zum Glück mit Kupferschienen angeschlossen,
sonst würden die durch die ganze Halle fliegen Wink

Versuchsanstalt für Miniraketen?

--
mfg hdw

Hans-Jürgen Schneider
Guest

Wed Jan 27, 2010 8:30 am   



Uwe Hercksen schrieb:
Quote:

Michael Koch schrieb:

2. Eine rote LED mit Vorwiderstand direkt an Netzspannung.
Merkwürdigerweise hat die LED hat nicht lange geleuchtet. Obwohl die
Berechnung des Widerstands zweifellos korrekt war. Ich habe einige
Versuche gebraucht, bis mir klar geworden ist woran das liegt.

und dann hast Du noch eine Diode in Serie geschaltet um die LED nicht in
Sperrrichtung zu strapazieren?

Das ist vielleicht nicht 100%-ig seriös, hätte aber funktioniert.
Die LED verhält sich in Sperrrichtung wie eine Z-Diode. Nur ist
die Kennlinie nicht so steil. Angenommen, die bringt es auf 20V
und der Sperrstrom der Diode wäre 50 µA. Dann setzt die gerade
mal 1 mW um. Das macht die nicht kaputt.

MfG
hjs

Hans-Jürgen Schneider
Guest

Wed Jan 27, 2010 8:32 am   



Martin Riedel schrieb:
Quote:

Hans-Jürgen Schneider wrote:
Axel Schwenke schrieb:

Marcus Woletz <marcus-woletz_at_web.de> wrote:

snip

[1] einen Selengleichrichter schlachten. Lackschicht von den Scheiben
entfernen. Dann vorsichtig(!) erhitzen und das Zinn von der
Selen- Schicht wischen. Wenns nach Knoblauch riecht, war es zu
warm.

So unterschiedlich sind die Geschmäcker.
Ich würde es eher mit Sellerie vergleichen.

Dies schrub schon ein gewisser Jakubaschk in seinen "Elektronikbastelbuch"
(1964). Wink)
Die Herstellung ist mir leider nie gelungen .. ;-(

Da warst Du also kein Nutzen für die Volkswirtschaft.

MfG
hjs

Hans-Jürgen Schneider
Guest

Wed Jan 27, 2010 8:40 am   



Peter Schaeffer schrieb:
Quote:

Uwe Hercksen wrote:
in meinen frühen Zeiten fragte ich mich mal wieso zwei gegeneinander in
Reihe geschaltete Dioden nicht auch als Transistor fungieren können.

Die Phase hatte ich auch mal.

Danach kam dann, wieso kann ich bei einem Transistor Emitter und
Collector nicht vertauschen, im Ersatzschaltbild ist es egal und es
funktioniert ja manchmal auch.

War mal Geheimtipp für geringe Sättigungsspannung.

MfG
hjs

Sebastian Z u e n d o r f
Guest

Wed Jan 27, 2010 11:08 am   



"Ralf Handel" <ralfhandel_at_yahoo.de> wrote:

Quote:
Der Rekord für Becherelkos steht bei uns übrigens bei etwa 20 Metern.
Die dicken Dinger sind zum Glück mit Kupferschienen angeschlossen,
sonst würden die durch die ganze Halle fliegen Wink

Mit dicken (Blitz-)Elkos kann man auch die Klingen sauteurer
Seitenschneider nachhaltig miteinander verschweißen:

Alten Broncolor Blitzgenerator geschenkt bekommen, leider fratze.
Aufgemacht, Bron angerufen, 30 Minuten später war das Service-Manual
per Fax da mit dem Hinweis, unbedingt zwei Dioden zu tauschen, sollten
Elkos hin sein.
Um letztere zu testen, mussten die Brückenschienen ausgelötet werden.
Schlauer Mensch denkt sich noch "entladen, sonst wirds unangenehm".

Also 100W Glühobst zwischen die Schienen geklemmt, nach gefühlt 5
Minuten war sie dann auch aus und die Restspannung auf gut 15V
gefallen.
"15V? Kann ja nicht sooo viel passieren". "Schließ es kurz" wäre der
bessere Ansatz gewesen:
Mit dem nagelneuen (und wie erwähnt sauteuren) Knipex eine Schiene am
ersten Elko gegriffen, Lötkolben dran, Schiene raus. Weiter mit Nummer
2, alles prima.

Just in dem Moment, wo ich die erste 4er-Batterie durch hatte und zu
Elko 5 in der zweiten Gruppe übergehen wollte, klingelt es
(erwähnenswert wäre an dieser Stelle, dass die Klingel _laut_ ist).
Vor Schreck habe ich den Seitenschneider fallen lassen, nach Murphy
fiel der natürlich genau zwischen die Schienen der restlichen 8 Becher
- fatz *PENG*.
Der Blitz war grell, der Knall so ohrenbetäubend, dass der Postmann
(der hatte geklingelt) sich instinktiv vor der Tür auf den Boden
geschmissen hatte.

Der Seitenschneider war übrigens final hin, da Klingen vollflächig
verschweißt. Der Generator funktionierte nach Austausch einiger
Kleinigkeiten wieder, danach habe ich solchen Kram immer erst entladen
_und_ kurzgeschlossen...


Nummer 2:
Kunde bringt zwei defekte Aktivboxen rein, Fehler ist schnell
gefunden: Endtransis hinüber. Neue bestellt (sicherheitshalber mal ein
paar mehr als nötig, wer weiß wann der das nächste Mal damit ankommt).
Alte raus, neue rein, eingeschaltet, fatz *PENG*.
Nanu? Wie kann das denn, der Rest tut doch eindwandfrei?
Nochmal einen Satz neue rein, eingeschaltet -> *POFF*
Nach dem Versuch und einem halben Tag grübeln fiel mir dann irgendwann
auf, dass ich die eine Enstufe durchgängig mit den NPNs, die andere
mit den PNPs bestückt hatte...

Zuendi


--
Signatur abgelaufen!
Die Partyband vom Niederrhein: http://www.stimmtso.net

Haibe Sonja Schlosser
Guest

Wed Jan 27, 2010 11:54 am   



Ansgar Strickerschmidt schrieb:
Quote:
Ich bin bekennender Verfechter des Drehschalters und muss in der Arbeit
mit Druckschalter-DMMs auskommen... *grmpf*

Bitte Drehschalter mit ungerader Anzahl Stellungen, damit es auch nur
eine einzige 'optische' Aus-Position gibt. BTW: Hat jemand Erfahrungen
mit den 9,6V-NiMH-Akkus in 9V-Block-Form?

Haibe

Stefan Heimers
Guest

Wed Jan 27, 2010 12:08 pm   



Marcus Woletz wrote:


Quote:
Also: wo seid ihr mal "hängengeblieben"?

Als ich noch jung war, so etwa acht oder neun Jahre, war ich bei Bekannten
zu Besuch. Deren Sohn war schon etwas älter und Elektronikbastler. Er hatte
gerade einen Verstärker offen und ich habe fasziniert hinein geschaut und
gefragt, was das für Teile drin sind. "Die farbigen sind Kondensatoren, die
kleinen Blechdinger Transistoren, und die mit den farbigen Ringen sind
Widerstände". Darauf meine Anfängerfrage: "Wozu Widerstände, der soll die
Musik doch lauter und nicht leiser machen?"


Stefan

Ansgar Strickerschmidt
Guest

Wed Jan 27, 2010 12:32 pm   



Also schrieb Peter Schaeffer:

Quote:
Die Alubechern sind i.A. klar beschriftet, man sollte sich nur daran
halten. Insbesondere halten 25V Typen keine 35V aus. Flog zum Glück weg
von mir, aber erschrocken habe ich mich trotzdem.

6,3V (richtigrum) an 12V kocht dagegen nur eher gemütlich ab. BTDT.

Ansgar

--
*** Musik! ***

Rafael Deliano
Guest

Wed Jan 27, 2010 12:33 pm   



Quote:
Sperrrichtung
Angenommen, die bringt es auf 20V
Mit roten 20mA LEDs in einer

74LSxx-Schaltung ( d.h. nur 5V Versorgung )
bin ich in den 80ern auch schon auf die
Schnauze gefallen weil ich dachte die
wären in Sperrrichtung wie eine 1N4148.
Die hatten aber damals 3-4V spezifiziert
und es dauerte keine Stunde bis sie
erledigt waren.

MfG JRD

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