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Euer größtes Elektronik-Missverständnis?

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Marcus Woletz
Guest

Mon Jan 25, 2010 12:32 am   



Hallo Leute,

angeregt durch den Experimentierkasten-Thread fiel mir wieder eine
Anekdote ein, bei der mich in meiner Kindheit eine Verständnislücke
einige Zeit lang von der digitalen Elektronik abgehalten hat.
Würde mich interessieren, wo ihr Euer Aha-Erlebnis hattet.

Also, dann mache ich mal den Anfang:

Irgendwann kam der Zeitpunkt, zu dem ich begann, mich für die digitale
Elektronik zu interessieren. Ich lieh also aus der Bücherrei ein
entsprechendes Buch aus. Dort waren z.B. Inverter beschrieben: man sah
das Symbol und die Beschreibung. Die Funktion war mir klar, Spannung am
Eingang -> keine Spannung am Ausgang, keine Spannung am Eingang ->
Spannung am Ausgang. Nun ja, ich konnte mir nicht vorstellen, wie am
Ausgang eine Spannung anliegen soll, wenn am Eingang keine vorhanden
ist. Ich habe dann das Buch erst einmal wieder auf die Seite gelegt.
Erst Monate später bekam ich dann einen aktuellen Elektronikkatalog in
die Hände. Dort war unter anderem ein 7404-Anschlussbild drin. Dann
machte es sofort "klick": das Symbol im Buch war nur die halbe Wahrheit,
denn praktisch ausgeführt bekommt so ein Baustein eine Betriebsspannung
angelegt! Daher kann auch ohne Spannung am Eingang des Inverters am
Ausgang eine Spannung anliegen.

Viele Leute haben ja auch Verständnisprobleme mit Strom und Spannung. Da
hatte ich Glück, das war mir sofort klar.

Also: wo seid ihr mal "hängengeblieben"?

ciao

Marcus

Gerhard Hoffmann
Guest

Mon Jan 25, 2010 1:27 am   



Marcus Woletz wrote:

Quote:
angelegt! Daher kann auch ohne Spannung am Eingang des Inverters am
Ausgang eine Spannung anliegen.

Viele Leute haben ja auch Verständnisprobleme mit Strom und Spannung. Da
hatte ich Glück, das war mir sofort klar.

Also: wo seid ihr mal "hängengeblieben"?

Als Kind war ich mal ziemlich enttäuscht, daß eine Taschenlampenbirne
nicht brennen wollte, zwischen dem Plus-Pol einer 4.5V-Batterie und dem
Minus-Pol einer anderen.

Als ich die freien Batteriepole versehentlich verbunden hatte und die
Lampe darauf kurzzeitig ziemlich intensiv brannte, wurde mir die
Notwendigkeit eines geschlossenen Stromkreises bewusst.
Die Birne hat's leider nicht überlebt.

Gruß, Gerhard

Joerg
Guest

Mon Jan 25, 2010 1:50 am   



Marcus Woletz wrote:
Quote:
Hallo Leute,

angeregt durch den Experimentierkasten-Thread fiel mir wieder eine
Anekdote ein, bei der mich in meiner Kindheit eine Verständnislücke
einige Zeit lang von der digitalen Elektronik abgehalten hat.
Würde mich interessieren, wo ihr Euer Aha-Erlebnis hattet.

Also, dann mache ich mal den Anfang:

Irgendwann kam der Zeitpunkt, zu dem ich begann, mich für die digitale
Elektronik zu interessieren. Ich lieh also aus der Bücherrei ein
entsprechendes Buch aus. Dort waren z.B. Inverter beschrieben: man sah
das Symbol und die Beschreibung. Die Funktion war mir klar, Spannung am
Eingang -> keine Spannung am Ausgang, keine Spannung am Eingang -
Spannung am Ausgang. Nun ja, ich konnte mir nicht vorstellen, wie am
Ausgang eine Spannung anliegen soll, wenn am Eingang keine vorhanden
ist. Ich habe dann das Buch erst einmal wieder auf die Seite gelegt.
Erst Monate später bekam ich dann einen aktuellen Elektronikkatalog in
die Hände. Dort war unter anderem ein 7404-Anschlussbild drin. Dann
machte es sofort "klick": das Symbol im Buch war nur die halbe Wahrheit,
denn praktisch ausgeführt bekommt so ein Baustein eine Betriebsspannung
angelegt! Daher kann auch ohne Spannung am Eingang des Inverters am
Ausgang eine Spannung anliegen.

Viele Leute haben ja auch Verständnisprobleme mit Strom und Spannung. Da
hatte ich Glück, das war mir sofort klar.

Also: wo seid ihr mal "hängengeblieben"?


Beim ESR von Elkos. Ich wusste als Kid nicht das es sowas gab, denn im
Physikunterricht waren das eben Kondensatoren, nix Widerstand. Dicke
Roehrenendstufe, Zunder gegeben, irgendwo knurrte was,
Leuchststoffroehren wurden dunkel, seltsam, die haben doch keinen Dimmer
.... *PENG* ... phssssusch ... einige Zentimeter am rechten Auge vorbei,
Krater in der Decke, Brandloch im Teppich. Wie Zuendi sagen wuerde,
hatte sich ein grosser Becherelko unerlaubt vom Arbeitsplatz entfernt,
bis auf die Loetbeinchen. Ich sass da, total perplex, keinen blassen
Schimmer warum das passiert sein koennte. Hat ewig gedauert bis ich
Infos drueber fand.

--
Gruesse, Joerg

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Joerg
Guest

Mon Jan 25, 2010 1:53 am   



Gerhard Hoffmann wrote:
Quote:
Marcus Woletz wrote:

angelegt! Daher kann auch ohne Spannung am Eingang des Inverters am
Ausgang eine Spannung anliegen.

Viele Leute haben ja auch Verständnisprobleme mit Strom und Spannung. Da
hatte ich Glück, das war mir sofort klar.

Also: wo seid ihr mal "hängengeblieben"?

Als Kind war ich mal ziemlich enttäuscht, daß eine Taschenlampenbirne
nicht brennen wollte, zwischen dem Plus-Pol einer 4.5V-Batterie und dem
Minus-Pol einer anderen.

Als ich die freien Batteriepole versehentlich verbunden hatte und die
Lampe darauf kurzzeitig ziemlich intensiv brannte, wurde mir die
Notwendigkeit eines geschlossenen Stromkreises bewusst.
Die Birne hat's leider nicht überlebt.


Ich hatte mich darueber aufgeregt, dass ich vom Taschengeld 4.5V
Flachbatterien fuer mein Legolaempchen kaufen musste waehrend meine
Eltern den Strom fuer ihre Lampen "umsonst" aus diesen weissen
Bakelitloechern in der Wand bekamen. Ah, das waer' ja gelacht, waer' das
ja, da nehmen wir etwas mehr Draht und ... fatz ... *POFF*

--
Gruesse, Joerg

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Lutz Schulze
Guest

Mon Jan 25, 2010 6:54 am   



Am Sun, 24 Jan 2010 23:32:40 +0100 schrieb Marcus Woletz:

Quote:
Viele Leute haben ja auch Verständnisprobleme mit Strom und Spannung. Da
hatte ich Glück, das war mir sofort klar.

Also: wo seid ihr mal "hängengeblieben"?

Schrieb ich neulich: mit ca. 7 oder 8 Jahren beschäftigte mich die Frage
warum immer diese grossen Netztransformatoren verwendet wurden, wo man doch
auch mit einem Spannungsteiler aus 220 Volt handliche 6 Volt machen kann.

Ein Versuchsaufbau in einer Pappschachtel löste sich schnell in Rauch auf,
also war weiterlesen angesagt.

Lutz

--
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Michael Rübig
Guest

Mon Jan 25, 2010 9:50 am   



Am 24.01.2010 23:32, schrieb Marcus Woletz:

Quote:
Also: wo seid ihr mal "hängengeblieben"?

Als 4 oder 5jähriger bekam ich von einer Bekannten einen Bausatz mit
Elektromotor und Bananensteckern geschenkt, aber nichts, an das man die
Bananenstecker anschließen konnte. Vater war noch bei der Arbeit, Mutter
meinte, ich solle auf Papa warten.
Ich war mir aber 100% sicher, dass Bananenstecker für die Steckdose
gedacht sind, denn der Durchmesser passte perfekt. Als Mutter
weggeschaut hat, hab ich das dann ausprobiert. Es gab einen Knall,
Funken und dann war alles dunkel.
Und meine Mutter wusste nicht, wo der Sicherungskasten ist.

Der Motor war leider nicht mehr zu retten.


Viele Jahre später nahm ich lange Zeit an, dass negative Spannungsregler
wie 7905 aus positiven Spannungen negative machen können, denn eine
andere sinnvolle Funktion konnte ich mir nicht vorstellen.

Ich wurde aber eines besseren belehrt, bevor ich es ausprobiert habe.

Michael

Ralph A. Schmid, dk5ras
Guest

Mon Jan 25, 2010 10:15 am   



Marcus Woletz <marcus-woletz_at_web.de> wrote:

Quote:
Also: wo seid ihr mal "hängengeblieben"?

Ich hatte mal als Kind ein Verständnisproblem, wieso im fetten
Selbstbaunetzteil die dünnen Drähte zum Siebelko fast wegbrennen, wenn
man das Netzteil ordentlich (>20A) belastet Smile Dicke Drähte hatte ich
nur vom Trafo zum Gleichrichter, und vom Gleichrichter zum Verbraucher
genommen...


-ras

--

Ralph A. Schmid

http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/

Jochen Pawletta
Guest

Mon Jan 25, 2010 12:58 pm   



Hallo

On 2010-01-25, Michael Rübig <michaely_at_bigfoot.de> wrote:
Quote:

Als 4 oder 5jähriger bekam ich von einer Bekannten einen Bausatz mit
Elektromotor und Bananensteckern geschenkt,

Elektromotor ist für mich ein Stichwort.
Ich hatte mal einen Baukasten "Kosmos Junior-Elektrotechnik".
Alle Aufbauten haben funktioniert, nur der selbst gewickelte Motor
wollte sich nicht drehen. Dabei habe ich so schon gewickelt ...
Später habe ich den Kasten einem Freund verkauft.
Irgendwann ... mindestens ein Jahr später ist es mir dann eingefallen,
warum der Motor nicht wollte.
Ich hatte die Enden des CuL-Drahtes an den Anschlüssen gar nicht
abisoliert (per Feuerzeug) ... :-/


mfg Jochen

Bernd Mayer
Guest

Mon Jan 25, 2010 1:32 pm   



Am 25.01.2010 00:27, schrieb Gerhard Hoffmann:
Quote:
Marcus Woletz wrote:

angelegt! Daher kann auch ohne Spannung am Eingang des Inverters am
Ausgang eine Spannung anliegen.

Viele Leute haben ja auch Verständnisprobleme mit Strom und Spannung. Da
hatte ich Glück, das war mir sofort klar.

Also: wo seid ihr mal "hängengeblieben"?

Als Kind war ich mal ziemlich enttäuscht, daß eine Taschenlampenbirne
nicht brennen wollte, zwischen dem Plus-Pol einer 4.5V-Batterie und dem
Minus-Pol einer anderen.

Hallo,

durch eine Batteriefabrik vor Ort war ich in meiner Kindheit gut mit
Batterien und auch mit Birnchen versorgt.

Als ich meine erste Leselampenschaltung aus Batterie, Batterieklemme,
Schalter, Birnchenfassung und Kabeln zusammengeschraubt hatte wunderte
ich mich lange warum die Batterie nur so kurz hält: ich hatte die
Schaltung experimentell verkabelt und im offenbar funktionierenden
Aus-Zustand schlicht die Batterie kurzgeschlossen, für ein paar Minuten
hatte An- und Auschalten ja getan.

Lämpchen waren lange meine Lieblingsstromdetektoren. Später hatte ich
mich noch lange gewundert warum 6V-Birnchen an einem 6-V-Trafo mit
Gleichrichter und Elko beim Anschluss erst immer so blitzartig hell
aufleuchten - ich hatte da halt gerade mal eben angefangen Gleichstrom
zu kapieren.


Bernd Mayer

Werner Flügel
Guest

Mon Jan 25, 2010 1:40 pm   



Marcus Woletz wrote:
Quote:

Also: wo seid ihr mal "hängengeblieben"?


So mit ca. 10-11 Jahren: Eisenbahntrafo von $FREUND geschenkt bekommen,
angeblich kaputt. Also Testen. Man ist ja vorsichtig, also probiert mans
erstmal mit ner Flachbatterie. Eine Hand der Stecker (Finger natürlich
an den Kontaktstiften), die andere Hand die Flachbatterie. Seitdem weiß
ich, was (Selbst-)Induktion ist :)

Gruß

Wer-"Lernen durch Schmerzen!"-ner

Rafael Deliano
Guest

Mon Jan 25, 2010 1:44 pm   



Quote:
Experimentierkasten

Sicher nicht der größte Flop, sondern
bestenfalls die übliche Baukasten-Anekdote:

Wir hatten als Kinder in den 70er Jahren
Fischertechnik Elektronik-Baukasten
von Onkel geschenkt bekommen.
Die Sorte Module
http://images.google.de/imgres?imgurl=http://www.juergen-horn.de/erinacom/elektronik/kaesten/fischer/images/fite04.jpg&imgrefurl=http://www.juergen-horn.de/erinacom/elektronik/kaesten/fischer/fischer.html&usg=__wAJZVO0ylF2Qo9V9BZ2k50Ixk7U=&h=357&w=500&sz=36&hl=de&start=2&tbnid=g5MIYgtD-zV6hM:&tbnh=93&tbnw=130&prev=/images%3Fq%3DFischertechnik%2BElektronik%26gbv%3D1%26hl%3Dde%26client%3Dfirefox-a%26rls%3Dorg.mozilla:de:official%26hs%3DUWN%26sa%3DN%26um%3D1&um=1
die man dann per Kabel verdrahtet.
Bruder, ich & Onkel sofort Schachtel
aufgemacht, gut bebildertes Handbuch
überflogen und mittelschwere Schaltung
nach Anleitung verdrahtet: nichts geht.
Batterie war neu. Andere Schaltung
verdrahtet, geht auch nichts. Usw. fast
ne Stunde rumgetan, Verdrahtung immer
genauestens überprüft.
Dann habe ich verstärkt im Handbuch
geblättert und irgendwo auf Seite 5 war
mal kurz erwähnt daß man diese roten
Kämme zwischen den Modulen stecken sollte.
Das hat dann schlagartig geholfen.

Die übliche Einsicht ist wohl:
* kein Schwein liest je das Handbuch von
Anfang bis Ende.
Je dicker und detaillierter es ist, desto
weniger wird es gelesen und desto mehr
wird rumprobiert a la "wird gleich gehen
fehlt nur noch ganz wenig"
* Bruch in der Systematik vermeiden.
Wir haben die Kabel genauestens kontrolliert.
Daß über die beiden Federkontakte an den
Kämmen polungssicher, niederohmig die
Versorgungsspannung zwischen den Modulen
durchgereicht wird war zwar ein technisch
versierter Trick der Entwickler, aber nicht
so klar für den Anwender der dafür auch Kabel
erwartet hätte.

MfG JRD

Kai-Martin Knaak
Guest

Mon Jan 25, 2010 3:44 pm   



On Sun, 24 Jan 2010 23:32:40 +0100, Marcus Woletz wrote:

Quote:
Also: wo seid ihr mal "hängengeblieben"?

<geständnismodus>
Ich hielt es mal für eine gute Idee, aus 15 V mit Hilfe von 7805 und 7905
eine symmetrische Spannungsversorgung zu bauen. Hat immerhin einen
Vormittag gebraucht, bis ich endlich verstanden habe, warum die Schaltung
mal dies und mal das, aber nie wirklich das richtige machte.
</geständnismodus>

---<(kaimartin)>---
--
Kai-Martin Knaak tel: +49-511-762-2895
Universität Hannover, Inst. für Quantenoptik fax: +49-511-762-2211
Welfengarten 1, 30167 Hannover http://www.iqo.uni-hannover.de
GPG key: http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?search=Knaak+kmk&op=get

Hans-J. Ude
Guest

Mon Jan 25, 2010 4:44 pm   



Marcus Woletz schrieb:

Quote:
angeregt durch den Experimentierkasten-Thread fiel mir wieder eine
Anekdote ein, bei der mich in meiner Kindheit eine Verständnislücke
einige Zeit lang von der digitalen Elektronik abgehalten hat.
Würde mich interessieren, wo ihr Euer Aha-Erlebnis hattet.

Mal was ohne Knall-Peng:
Ich konnte mir als Kind/Jugendlicher Radiowellen nicht richtig
vorstellen. Ich dachte immer das wäre wie ein langes Seil wo jemand
das Ende immer auf- und abschwingt, nur eben unsichtbar.
Wahrscheinlich unterstützt durch die Zeichentrick Darstellungen im
Fernsehen und so 'nem dusseligen Zeugs.

Hajü

Rüdiger Klenner
Guest

Mon Jan 25, 2010 5:27 pm   



Quote:
"Marcus Woletz" schrieb
Hallo Leute,

Würde mich interessieren, wo ihr Euer Aha-Erlebnis hattet.

War Schüler 12. Klasse, wir mussten eine 'Jahresarbeit' fertigen und ich
dachte damals, ein Doppel-Labornetzgerät könnte ein nützlicher Startpunkt
für ein späteres glückliches Bastelerleben werden. Jedenfalls nützlicher als
der 'Klatschschalter', den sich der Rest der Klasse unter Anleitung
aufbaute.
Ich scherte also aus, war dann zwar anleitungslos aber, unvernünfig, wie die
Jugend nunmal ist, trotzdem voller Enthusiasmus und Zuversicht...

Zwei Geräte in einem Gehäuse, regelbar von 2.5...30V, erdfrei und mit
einstellbarer Strombegrenzung sollte es sein. Zehngangpoti war zu teuer,
also gab es je zwei Potis in Reihe für grob/fein nach dem Schülermotto:
Viel Knopf, viel Freud'

Aber wie anfangen? Damals gab es neben der Funkschau eine Zeitschrift ELO
und in einem Heft erschlugen sie die Regelungen mit einem 4-fach OP; doch
die Referenz gefiel mir in deren Vorschlag nicht. In einem meiner
wunderschönen Schulbücher (Europa-Verlag) fand sich dann der hochmoderne
uA723 abgebildet und ich liess mir das Datenblatt beim örtlichen Dealer
kopieren. Nachdem ich glaubte, den Inhalt vollständig verstanden zu haben
(die schriftliche Ausarbeitung bewegte sich dann später grösstenteils im
Dunstkreis von Zener- und Avalancheeffekt) baute ich das nahezu so auf wie
im Datenblatt vorgeschlagen. Natürlich mit kräftigerem Stellglied, jeweils
zwei 2N3055 parallel für die gewünschten 3A pro Ausgang, mit
Emitterwiderständen symmetriert, angesteuert natürlich mit einer schön
stromverstärkenden Treiberstufe. Von den (aus der Erinnerung, zu faul jetzt
zum nachgucken) 160mA max., für die das IC spezifiziert war (Jugend will
immer alles maximal verstehen Wink blieb ich jedenfalls sicherheitshalber
weit, weit entfernt...

Langer Rede kurzer Sinn: Beim ausgiebigen Testen zerlegte es den 723er im
mittleren Lastbereich. Und zwar reproduzierbar, zu meinem Leidwesen! Ich
weiss nicht mehr, warum ich damals mindestens 10 Exemplare in Reihe gekillt
hatte --- vermutlich hoffte ich auf ein Wunder oder sowas?

Ich hatte Exemplare mit Keramikgehäuse, die quittierten stillschweigend den
Dienst. Dann hatte ich welche mit glänzendem schwarzen Kunststoffgehäuse,
die flammten zwischen pin 10 und 13 auf wie ein Streichholzkopf mit durchaus
ganz ähnlicher Geräuschentwicklung Beeindruckend, aber Streichhölzer wären
deutlich billiger gewesen für den erzielten Effekt.

Nachdem das letzte vorrätige Exemplar getötet war und das Nachdenken nunmehr
endlich ganz ungestört einsetzen konnte, erinnerte ich mich endlich an die
(im Schulunterricht durchaus schon behandelte) Sache mit der SOA, damals
nannte man das allerdings "Lasthyperbel"..

Und der AHA-Effekt?

Die alle 5Min aufflammenden Streichholzköpfchen in DIL treten seitdem
zuverlässig immer dann ganz deutlich ins Bewusstsein, wenn ich den
Spontanimpuls verspüre, 'mal eben schnell' ein defektes Bauteil zu
ersetzen, einzuschalten 'und dann sieht man schon'...

Joerg
Guest

Mon Jan 25, 2010 5:37 pm   



Rüdiger Klenner wrote:

[...]

Quote:
Nachdem das letzte vorrätige Exemplar getötet war und das Nachdenken nunmehr
endlich ganz ungestört einsetzen konnte, erinnerte ich mich endlich an die
(im Schulunterricht durchaus schon behandelte) Sache mit der SOA, damals
nannte man das allerdings "Lasthyperbel"..


Die SOA wurde im Schulunterricht erklaert? Da bleibt mir echt die Spucke
weg. War das so eine Art Super-Ueberflieger-Elite-Schule, vielleicht
eine von denen in Frankreich?

Unsereins lernte SOA auf die uebliche Methode ... *PENG*

--
Gruesse, Joerg

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