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Festplatte: Schutzdiode hin...

elektroda.net NewsGroups Forum Index - Electronics DE - Festplatte: Schutzdiode hin...

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Thomas Prufer
Guest

Mon Jul 05, 2010 4:08 pm   



Aaalso, mir drückt einer eine Backup-Festplatten-Kiste in die Hand, Festplatte
drin und USB Anschluss dran, hatte das falsche Netzteil aus Versehen angesteckt,
jetzt geht nix mehr.

War eine Western Digital SATA-Platte, und ein USB-SATA-Adapter. Direkt an SATA
geht auch nix, zieht soviel Strom dass das Netzeteil abschaltet.

Etwas Rumgeprökel zeigt auf der Platine eine dicke SMD-Diode am Eingang, Deckel
geplatzt, riecht rauchig. Nachdem die Platte eh hin ist, einfach mal ausgelötet
und siehe da, die Platte läuft wieder. Also erstmal an den Adapter in die Kiste
die Daten abgezogen.

So, jetzt kommt der und fragt: kann ich meine Platte nicht noch weiter
verwenden? Mir sträuben sich die Haare, einer fast-gegrillten Platte Daten
anzuvertrauen, zumal eine Neue grad ein Fuffi kosten dürfte... aber die Diode
scheint ja tatsächlich geschützt zu haben.

Was meint ihr?


Thomas Prufer

Ralph A. Schmid, dk5ras
Guest

Mon Jul 05, 2010 4:23 pm   



Thomas Prufer <prufer.public_at_mnet-online.de.invalid> wrote:

Quote:
So, jetzt kommt der und fragt: kann ich meine Platte nicht noch weiter
verwenden? Mir sträuben sich die Haare, einer fast-gegrillten Platte Daten
anzuvertrauen, zumal eine Neue grad ein Fuffi kosten dürfte... aber die Diode
scheint ja tatsächlich geschützt zu haben.

Was meint ihr?

Die wird mit der ihr eigenen normalen Ausfallswahrscheinlichkeit
weiterhin laufen, die Diode hat ja ihren Job gemacht. Ich würde aber
wieder so eine Diode einbauen...

Ein backup hast ja ohnehin...oder? :-)


-ras

--

Ralph A. Schmid

http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/

Edzard Egberts
Guest

Mon Jul 05, 2010 4:47 pm   



Thomas Prufer schrieb:
Quote:
War eine Western Digital SATA-Platte, und ein USB-SATA-Adapter. Direkt an SATA
geht auch nix, zieht soviel Strom dass das Netzeteil abschaltet.

Etwas Rumgeprökel zeigt auf der Platine eine dicke SMD-Diode am Eingang, Deckel
geplatzt, riecht rauchig. Nachdem die Platte eh hin ist, einfach mal ausgelötet
und siehe da, die Platte läuft wieder.

Das passt alles schön zusammen - verpolt, der ganze Strom über die Diode
und überlastete Dioden gehen - im Gegensatz zum Widerstand - meistens in
den Zustand "Drahtbrücke", statt hochohmig zu werden. Man kann also
tatsächlich davon ausgehen, dass die eigentliche Schaltung vom Verpolen
nur eine ungefährliche Spannung gesehen hat.

Quote:
So, jetzt kommt der und fragt: kann ich meine Platte nicht noch weiter
verwenden? Mir sträuben sich die Haare, einer fast-gegrillten Platte Daten
anzuvertrauen, zumal eine Neue grad ein Fuffi kosten dürfte... aber die Diode
scheint ja tatsächlich geschützt zu haben.

Als Backup-Platte käme mir das schon etwas heikel vor, weil das genau
die Festplatte ist, die laufen muss, wenn der Rest versagt hat.
Besonders, wenn die Diode nicht ersetzt wurde, kann man die dafür nicht
mehr verwenden, weil eine bekannte Fehlerquelle nicht mehr abgesichert
ist - was einmal passiert, kann auch wieder vorkommen.

Als Platte für den täglichen Betrieb wäre das IMHO aber einen Versuch
wert (z.B. vorhandene Platte umkopieren und als Backup nutzen), weil man
dann Probleme direkt mitbekommt, auch öfter mal einen Test durchlaufen
lassen kann und ein zuverlässiges Backup hat. Oder als Backup für
Dateien, die sich wiederbeschaffen lassen, Musik oder Filme.

"grad ein Fuffi" ist leicht gesagt, wenn man den über hat - bei mir war
es das vorletzte Wochenende, wo ich mir eine zusätzliche Festplatte sehr
gewünscht hätte, dann aber doch mit Restrisiko und erhöhtem
Arbeitsaufwand herumformatiert habe. Da würde ich gerne noch etwas
ausprobieren, warte aber lieber, bis ich einen Fuffi über, oder wieder
einen besonders starken Anfall von Selbstvertrauen habe. ;o)

Bernd Mayer
Guest

Mon Jul 05, 2010 5:11 pm   



Am 05.07.2010 16:08, schrieb Thomas Prufer:
Quote:

So, jetzt kommt der und fragt: kann ich meine Platte nicht noch weiter
verwenden? Mir sträuben sich die Haare, einer fast-gegrillten Platte Daten
anzuvertrauen, zumal eine Neue grad ein Fuffi kosten dürfte... aber die Diode
scheint ja tatsächlich geschützt zu haben.

Hallo.

von den Herstellern gibt es ja Testprogramme für die Festplatten, von WD
z.B Data Lifeguard Diagnostic. Ein Testlauf kann die Entscheidung etwas
erleichtern.

http://support.wdc.com/product/download.asp?groupid=612&lang=de
Man kann auch die smartwerte der Festplatte auslesen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Self-Monitoring,_Analysis_and_Reporting_Technology


Bernd Mayer

Matthias Weingart
Guest

Mon Jul 05, 2010 6:26 pm   



Thomas Prufer <prufer.public_at_mnet-online.de.invalid>:

Quote:
aber die Diode
scheint ja tats„chlich geschtzt zu haben.

Was meint ihr?


Hat ich auch schon (war aber nen WLAN-Router). Läuft heute noch, hab aber
wieder ne neue P6KE reingelötet. (persönlich würd ich auch lieber ne neue
Pladde nehmen).
So ne Supressordiode schützt tatsächlich, geht nur leider bei lang
anliegender Überspannung kaputt. Ideal wäre mal ein Bauteil aus Diode +
Polyswitch - beide thermisch gekoppelt. Wenn die Diode zu heiss wird - wegen
zu lang anliegender Überspannung - würde die in Reihe dazu liegende
Polyswitch aufmachen. Gebastelt hatte ich sowas schon mal. Funktioniert
eigentlich ganz gut (zusammengeklebt), nur für die Serie kriegt man sowas
leider nicht....

M.

gUnther nanonüm
Guest

Mon Jul 05, 2010 7:57 pm   



"Bernd Mayer" <beam.bam.boom_at_knuut.de> schrieb im Newsbeitrag
news:i0ssmu$u5h$1_at_hoshi.visyn.net...

Quote:
von den Herstellern gibt es ja Testprogramme für die Festplatten, von WD
z.B Data Lifeguard Diagnostic. Ein Testlauf kann die Entscheidung etwas
erleichtern.

Hi,
ich bezweifle stark, daß diese Programme die Sicherungen testen, ja auch nur
daß es dafür Hardwaresensoren gibt.

--
mfg,
gUnther

Oliver Betz
Guest

Mon Jul 05, 2010 8:17 pm   



Matthias Weingart schrieb:

[...]

Quote:
anliegender Überspannung kaputt. Ideal wäre mal ein Bauteil aus Diode +
Polyswitch - beide thermisch gekoppelt. Wenn die Diode zu heiss wird - wegen
zu lang anliegender Überspannung - würde die in Reihe dazu liegende
Polyswitch aufmachen. Gebastelt hatte ich sowas schon mal. Funktioniert
eigentlich ganz gut (zusammengeklebt), nur für die Serie kriegt man sowas
leider nicht....

doch, gibt's von der Stange.

Servus

Oliver
--
Oliver Betz, Munich
despammed.com is broken, use Reply-To:

Thomas Prufer
Guest

Tue Jul 06, 2010 7:53 am   



On Mon, 05 Jul 2010 16:23:47 +0200, "Ralph A. Schmid, dk5ras"
<ralph_at_radio-link.net> wrote:

Quote:
Die wird mit der ihr eigenen normalen Ausfallswahrscheinlichkeit
weiterhin laufen, die Diode hat ja ihren Job gemacht. Ich würde aber
wieder so eine Diode einbauen...

Ein backup hast ja ohnehin...oder? Smile

Das ist nicht meine Platte:-) Ich hab jetzt mal ein Backup gemacht, waren eh nur
20 Gig von den 320 voll...

Eine Überlegung meinerseits war, das mit den heutigen Strom-aus-USB-Port-Platten
der Fehler "passender Stecker mit falscher Spannung" nimmer vorkommen könnte...


Thomas Prufer

Thomas Prufer
Guest

Tue Jul 06, 2010 8:05 am   



On Mon, 05 Jul 2010 16:47:32 +0200, Edzard Egberts <ed_09_at_tantec.de> wrote:

Quote:
"grad ein Fuffi" ist leicht gesagt, wenn man den über hat - bei mir war
es das vorletzte Wochenende, wo ich mir eine zusätzliche Festplatte sehr
gewünscht hätte, dann aber doch mit Restrisiko und erhöhtem
Arbeitsaufwand herumformatiert habe. Da würde ich gerne noch etwas
ausprobieren, warte aber lieber, bis ich einen Fuffi über, oder wieder
einen besonders starken Anfall von Selbstvertrauen habe. ;o)

Jetzt hat derjenige aber grad einen Schock, dass die Photos der letzten Jahre
weg sind, und trennt sich von dem Fuffi. (Und den hat er, und kann ihn ohne Not
entbehren.) Der Schmerz, den auszugeben, wird jetzt noch durch die einsehbare
Notwendigkeit gelindert, in einem Monat dann schon weniger:-)

War übrigens eine Sauarbeit, die Kiste aufzubekommen. Gegoogelt: da sollen
Schrauben unter Kappen sein. Das waren aber keine Kappen, sondern nur
Kappenimitate. Das Gehäuse war zusammengeschoben, und mit Schnapphaken *und*
Kleber zusammengehalten. Ging grade noch ohne Blutverlust auf...


Thomas Prufer

Matthias Weingart
Guest

Tue Jul 06, 2010 11:29 am   



Oliver Betz <obetz_at_despammed.com>:

Quote:
Matthias Weingart schrieb:

[...]

anliegender Überspannung kaputt. Ideal wäre mal ein Bauteil aus Diode +
Polyswitch - beide thermisch gekoppelt. Wenn die Diode zu heiss wird -
wegen zu lang anliegender Überspannung - würde die in Reihe dazu
liegende Polyswitch aufmachen. Gebastelt hatte ich sowas schon mal.
Funktioniert eigentlich ganz gut (zusammengeklebt), nur für die Serie
kriegt man sowas leider nicht....

doch, gibt's von der Stange.

Wie jetzt: nen Teil mit 3 Anschlüssen, mit Überspannungssicherung und
gleichzeitig Polyswitch drinne? Wie heissen die?

M.
--
Lena! Lena! Smile

Joerg
Guest

Tue Jul 06, 2010 3:27 pm   



Thomas Prufer wrote:
Quote:
On Mon, 05 Jul 2010 16:47:32 +0200, Edzard Egberts <ed_09_at_tantec.de> wrote:

"grad ein Fuffi" ist leicht gesagt, wenn man den über hat - bei mir war
es das vorletzte Wochenende, wo ich mir eine zusätzliche Festplatte sehr
gewünscht hätte, dann aber doch mit Restrisiko und erhöhtem
Arbeitsaufwand herumformatiert habe. Da würde ich gerne noch etwas
ausprobieren, warte aber lieber, bis ich einen Fuffi über, oder wieder
einen besonders starken Anfall von Selbstvertrauen habe. ;o)

Jetzt hat derjenige aber grad einen Schock, dass die Photos der letzten Jahre
weg sind, ...


Aber man macht doch Backups, gelle :-)

--
SCNR, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

"gmail" domain blocked because of excessive spam.
Use another domain or send PM.

Edzard Egberts
Guest

Tue Jul 06, 2010 4:36 pm   



Thomas Prufer schrieb:
Quote:
und siehe da, die Platte läuft wieder. Also erstmal an den Adapter
in die Kiste die Daten abgezogen.

Jetzt hat derjenige aber grad einen Schock, dass die Photos der letzten Jahre
weg sind, und trennt sich von dem Fuffi.

Ist da noch etwas passiert?

Thomas Prufer
Guest

Wed Jul 07, 2010 8:06 am   



On Tue, 06 Jul 2010 06:27:31 -0700, Joerg <invalid_at_invalid.invalid> wrote:

Quote:
Aber man macht doch Backups, gelle Smile

Auch das kann in die Hose gehen. Hatte mal ein DAT-Bandlaufwerk, tragbar,
betrieben an der parallelen Drucker-Schnittstelle. War mal als gute Idee
gedacht, weil da ja massig Sicherungskapazität und geht an jedem Rechner,
blabla... deshalb wurde das Für Gut Befunden und verordnet.

Ich mache also regelmäßig backups, mit Verify extra dazu. Im Ernstfall (und
leider bei mir) bei mir stellte sich dann heraus, das die Backup-Datei eine
Macke hatte, und alle Backups nach T-minus-Monate nicht mehr gelesen werden
konnten. Verifizieren konnte man sie aber erfolgreich. Der deutsche
Softwarehersteller stellte sich als Frontend für irgendwen in Indien heraus, die
nach langem und teuren Nachfragen unseres IT-Menschen gesagt haben, eine neue
Software komme sofort/gleich/bald, bei der der Fehler nimmer passieren könne.
Kam soweit ich weiß nie. (Ich hatte noch eigene inoffizielle Backups, aber nur
meine Daten, und mußte länger die Programme neu installieren...)

Backups sollte(tm) man auch testen, in dem man die Platte formatiert,
zurückspielt und dann millimetergenau dort weitermachen kann wo man aufgehört
hat. Habe ich mich, ehrlich gesagt, immer gescheut...


Thomas Prufer

Falk Willberg
Guest

Wed Jul 07, 2010 8:46 am   



Thomas Prufer schrieb:
Quote:
On Tue, 06 Jul 2010 06:27:31 -0700, Joerg <invalid_at_invalid.invalid> wrote:

Aber man macht doch Backups, gelle :-)

Auch das kann in die Hose gehen. Hatte mal ein DAT-Bandlaufwerk, tragbar,
betrieben an der parallelen Drucker-Schnittstelle.

....

Quote:
Im Ernstfall (und
leider bei mir) bei mir stellte sich dann heraus, das die Backup-Datei eine
Macke hatte, und alle Backups nach T-minus-Monate nicht mehr gelesen werden
konnten. Verifizieren konnte man sie aber erfolgreich. Der deutsche
Softwarehersteller stellte sich als Frontend für irgendwen in Indien heraus,

Jaja, die Segen von "professioneller" Software. Mit "tar" wäre das nicht
passiert, mit bacula auch nicht.

Seit der tolle DLT-Autochanger platt ist, sichere ich nur noch auf
Flash. Jetzt fehlt mir nur noch ein USB-Autochanger/Selektor. Vielleicht
baue ich mir einfach mal einen SD-Card-Selektor....

Falk

Ralph A. Schmid, dk5ras
Guest

Wed Jul 07, 2010 9:00 am   



Thomas Prufer <prufer.public_at_mnet-online.de.invalid> wrote:

Quote:
Backups sollte(tm) man auch testen, in dem man die Platte formatiert,
zurückspielt und dann millimetergenau dort weitermachen kann wo man aufgehört
hat. Habe ich mich, ehrlich gesagt, immer gescheut...

Vor der prinzipiellen Entscheidung für ein Backup-VErfahren sollte man
dies mindestens einmal gemacht haben.

Gestern habe ich mit TrueImage mal wieder erfolgreich das OS meines
servers aus dem Backup heraus auf eine neue CF-Karte migriert, ohne
Problem, Kiste hochgefahren, ein Neustart wegen Treiber-Gedöns,
fertig.


-ras

--

Ralph A. Schmid

http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/

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elektroda.net NewsGroups Forum Index - Electronics DE - Festplatte: Schutzdiode hin...

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