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Karl Davis
Guest
Mon Dec 26, 2011 5:14 pm
Ich haette da mal eine Frage:
ich habe einen DSL-Modemrouter, der mit einem Steckernetzteil betrieben
wird, sekundaer 12V 1A Wechselspannung. Mir waere nicht bekannt, dass
in so einem Geraet ueberhaupt noch irgendwofuer Wechselspannung
benoetigt wird, meist liegt diese Art der Speisung heutzutage doch
daran, dass Trafosteckernetzteile billiger sind als Schaltnetzteile,
oder? Im Geraet wird dann sowieso gleichgerichtet.
Die Frage ist: kann ich es stattdessen auch mit 12V Gleichspannung
betreiben? Oder geht das nicht? Dann koennte ich es naemlich vom
etzteil meines Switch mitbetreiben lassen, genug Reserve hat das.
Karl
Gerrit Heitsch
Guest
Mon Dec 26, 2011 5:14 pm
On 12/26/2011 04:14 PM, Karl Davis wrote:
Quote:
Ich haette da mal eine Frage:
ich habe einen DSL-Modemrouter, der mit einem Steckernetzteil betrieben
wird, sekundaer 12V 1A Wechselspannung. Mir waere nicht bekannt, dass
in so einem Geraet ueberhaupt noch irgendwofuer Wechselspannung
benoetigt wird, meist liegt diese Art der Speisung heutzutage doch
daran, dass Trafosteckernetzteile billiger sind als Schaltnetzteile,
oder? Im Geraet wird dann sowieso gleichgerichtet.
Die Frage ist: kann ich es stattdessen auch mit 12V Gleichspannung
betreiben? Oder geht das nicht? Dann koennte ich es naemlich vom
etzteil meines Switch mitbetreiben lassen, genug Reserve hat das.
Kommt drauf an... Im Router sitzt so ziemlich als erstes ein
Brückengleichrichter. Bei Wechselstrom werden die 4 Dioden gleichmässig
belastet. Bei Gleichstrom hingegen sind nur 2 Dioden in Benutzung. Das
geht wenn die die erhöhte Last aushalten. Hat der Hersteller hingegen
auf Kante genäht kann es sein, dass diese Dioden überhitzen.
Abgesehen davon kann Wechselspannung durchaus gebraucht werden, falls
aus irgendeinem Grund erhöhte Spannungen intern gebraucht werden
(Klingelspannung für Telefon falls der VoIP kann). Bei
Wechselspannungsversorgung kann man die einfach per
Vervielfachungsschaltung (nur Elkos und Dioden) erzeugen und braucht
kein extra Step-Up-Schaltnetzteil aufbauen.
Gerrit
Bernd Mayer
Guest
Mon Dec 26, 2011 5:14 pm
Am 26.12.2011 16:14, schrieb Karl Davis:
Quote:
Ich haette da mal eine Frage:
ich habe einen DSL-Modemrouter, der mit einem Steckernetzteil betrieben
wird, sekundaer 12V 1A Wechselspannung. Mir waere nicht bekannt, dass
in so einem Geraet ueberhaupt noch irgendwofuer Wechselspannung
benoetigt wird, meist liegt diese Art der Speisung heutzutage doch
daran, dass Trafosteckernetzteile billiger sind als Schaltnetzteile,
oder? Im Geraet wird dann sowieso gleichgerichtet.
Die Frage ist: kann ich es stattdessen auch mit 12V Gleichspannung
betreiben? Oder geht das nicht? Dann koennte ich es naemlich vom
etzteil meines Switch mitbetreiben lassen, genug Reserve hat das.
Hallo,
Viele Geräte die mit Wechselspannungsnetzteilen betrieben werden
benötigen intern zumeist eine Dualspannungsquelle, z.B. +-12 V. Diese
kann intern leicht aus der Wechselspannung erzeugt werden durch
Doppelweggleichrichtung siehe Bild 4 auf
http://www.ferromel.de/tronic_4.htm
Der Grund ist vermutlich dass man dann preisgünstige Netzteilstecker
verwenden kann und außerdem wird die Masseführung einfacher.
Falls man ein solches Wechselspannungsnetzteil an ein Gerät für
Gleichspannung anschließt kann dies zerstört werden. Und wenn man an ein
Gerät das ein Wechselspannungsnetzteil benötigt ein
Gleichspannungsnetzteil anschließt dann funktioniert das Gerät nicht
weil eine der benötigten Dualspannungen fehlt.
Bernd Mayer
Bernd Mayer
Guest
Mon Dec 26, 2011 5:14 pm
Am 26.12.2011 16:14, schrieb Karl Davis:
Quote:
Ich haette da mal eine Frage:
ich habe einen DSL-Modemrouter, der mit einem Steckernetzteil betrieben
wird, sekundaer 12V 1A Wechselspannung. Mir waere nicht bekannt, dass
in so einem Geraet ueberhaupt noch irgendwofuer Wechselspannung
benoetigt wird, meist liegt diese Art der Speisung heutzutage doch
daran, dass Trafosteckernetzteile billiger sind als Schaltnetzteile,
oder? Im Geraet wird dann sowieso gleichgerichtet.
Die Frage ist: kann ich es stattdessen auch mit 12V Gleichspannung
betreiben? Oder geht das nicht? Dann koennte ich es naemlich vom
etzteil meines Switch mitbetreiben lassen, genug Reserve hat das.
Hallo,
Viele Geräte die mit Wechselspannungsnetzteilen betrieben werden
benötigen intern zumeist eine Dualspannungsquelle, z.B. +-12 V. Diese
kann intern leicht aus der Wechselspannung erzeugt werden durch
Doppelweggleichrichtung siehe Bild 5 auf
http://www.ferromel.de/tronic_4.htm
Der Grund ist vermutlich dass man dann preisgünstige Netzteilstecker
verwenden kann und außerdem wird die Masseführung einfacher.
Falls man ein solches Wechselspannungsnetzteil an ein Gerät für
Gleichspannung anschließt kann dies zerstört werden. Und wenn man an ein
Gerät das ein Wechselspannungsnetzteil benötigt ein
Gleichspannungsnetzteil anschließt dann funktioniert das Gerät nicht
weil eine der benötigten Dualspannungen fehlt.
Bernd Mayer
MaWin
Guest
Mon Dec 26, 2011 5:41 pm
"Karl Davis" <me_at_privacy.org> schrieb im Newsbeitrag
news:jda302$8d9$1_at_dserver.dnetz...
Quote:
kann ich es stattdessen auch mit 12V Gleichspannung betreiben?
Probier's aus, aber wunder dich nicht wenn es nicht geht.
Bei Modems wurde die Wechselspannung für die -12V der seriellen
Schnittstelle verwendet, aber so eine hat es ja nicht.
Immerhin wird es wohl nicht kaputt gehen (das wäre nur der
Fall wenn es eine weiteren 50Hz Eisentrafo enthielte, eher
unwahrscheinlich)
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
gUnther nanonüm
Guest
Mon Dec 26, 2011 5:43 pm
"Gerrit Heitsch" <gerrit_at_laosinh.s.bawue.de> schrieb im Newsbeitrag
news:jda3ff$38j$1_at_news.bawue.net...
Quote:
Kommt drauf an... Im Router sitzt so ziemlich als erstes ein
Brückengleichrichter. Bei Wechselstrom werden die 4 Dioden gleichmässig
belastet. Bei Gleichstrom hingegen sind nur 2 Dioden in Benutzung. Das
geht wenn die die erhöhte Last aushalten. Hat der Hersteller hingegen auf
Kante genäht kann es sein, dass diese Dioden überhitzen.
Hi,
und wenn schon, schlimmstenfalls wird durchlegiert, dann sind die
dauerleitend. Schaden tut das erst, wenn wieder das alte
Originalwechselspannungsteil drankommt. Dann funkts...
Quote:
Abgesehen davon kann Wechselspannung durchaus gebraucht werden, falls aus
irgendeinem Grund erhöhte Spannungen intern gebraucht werden
(Klingelspannung für Telefon falls der VoIP kann). Bei
Wechselspannungsversorgung kann man die einfach per
Vervielfachungsschaltung (nur Elkos und Dioden) erzeugen und braucht kein
extra Step-Up-Schaltnetzteil aufbauen.
Das käme bei Jubelelektronik vielleicht bei PoE in Frage. Haben bislang aber
nur sehr wenige Modelle.
--
mfg,
gUnther
Hergen Lehmann
Guest
Mon Dec 26, 2011 5:53 pm
On 26.12.2011 17:30, Karl Davis wrote:
Quote:
Viele Geräte die mit Wechselspannungsnetzteilen betrieben werden
benötigen intern zumeist eine Dualspannungsquelle, z.B. +-12 V. Diese
Eine schoene Pauschalaussage, aber welche Computergeraete benoetigen
denn heutzutage wirklich noch eine negative Spannung? Und wofuer (mal
die schon genannte Klingelspannung aussen vor gelassen)?
Sobald analoge Komponenten vorhanden sind (Soundkarten, Modems, etc),
werden sehr oft negative Spannungen benötigt.
Meist werden diese dann mit einem Spannungswandler onboard erzeugt, aber
man kann eben ein paar Cent sparen, wenn man mit einem
Wechselspannungsnetzteil arbeitet...
Hergen
Bernd Mayer
Guest
Mon Dec 26, 2011 6:09 pm
Am 26.12.2011 17:30, schrieb Karl Davis:
Quote:
Bernd Mayer<beam.bam.boom_at_knuut.de> wrote:
Viele Geräte die mit Wechselspannungsnetzteilen betrieben werden
benötigen intern zumeist eine Dualspannungsquelle, z.B. +-12 V. Diese
Eine schoene Pauschalaussage, aber welche Computergeraete benoetigen
denn heutzutage wirklich noch eine negative Spannung? Und wofuer (mal
die schon genannte Klingelspannung aussen vor gelassen)?
Hallo,
dann mach das Gerät doch einfach selbst auf, miss die Spannungen und
kontrollier das Layout dann weißt du konkret Bescheid!
Bernd Mayer
Michael Landenberger
Guest
Mon Dec 26, 2011 6:10 pm
"gUnther nanonüm" <g-h-w_at_gmx.de> schrieb:
Quote:
"Gerrit Heitsch" <gerrit_at_laosinh.s.bawue.de> schrieb:
Abgesehen davon kann Wechselspannung durchaus gebraucht werden,
falls aus irgendeinem Grund erhöhte Spannungen intern gebraucht
werden (Klingelspannung für Telefon falls der VoIP kann).
Das käme bei Jubelelektronik vielleicht bei PoE in Frage.
Ähm, nein. Eben bei meiner D-Link Horstbox Standard (ein Consumer-Kombigerät
aus DSL-Router und Telefonanlage und damit in die Kategorie
"Jubelelektronik" fallend) gemessen: an den analogen Nebenstellen liegen bei
aufgelegtem Hörer 48 Volt DC an. Wo die wohl herkommen? Gespeist wird das
Gerät nämlich aus einem Steckernetzteil mit 12 Volt AC am Ausgang.
Was die Step-Up-Schaltnetzteile betrifft: sofern andere Spannungen als die
Versorgungsspannung benötigt werden, sind solche Spannungswandler in neueren
Geräten meist ohnehin vorhanden. Grund: neuere Geräte werden in der Regel
aus Stecker-Schaltnetzteilen gespeist, weil die billiger und kompakter sind
als 50 Hz-Netztrafos. Solche Schaltnetzteile liefern in der Regel aber nur
Gleichspannung. Werden höhere oder niedrigere Spannungen benötigt als sie
das Netzteil liefert, braucht man Spannungswandler. Einfache
Spannungsregler, wie sie früher z. B. zur Gewinnung von 5 Volt aus einer 12
Volt-Spannungsversorgung eingesetzt wurden, sind mittlerweile bäh, weil bei
denen die Verluste zu hoch sind. Mit anderen Worten: wirklich zwingend nötig
ist eine AC-Versorgung bei modernen Kleingeräten nicht mehr.
Gruß
Michael
Gerrit Heitsch
Guest
Mon Dec 26, 2011 6:25 pm
On 12/26/2011 05:43 PM, gUnther nanonüm wrote:
Quote:
"Gerrit Heitsch"<gerrit_at_laosinh.s.bawue.de> schrieb im Newsbeitrag
news:jda3ff$38j$1_at_news.bawue.net...
Kommt drauf an... Im Router sitzt so ziemlich als erstes ein
Brückengleichrichter. Bei Wechselstrom werden die 4 Dioden gleichmässig
belastet. Bei Gleichstrom hingegen sind nur 2 Dioden in Benutzung. Das
geht wenn die die erhöhte Last aushalten. Hat der Hersteller hingegen auf
Kante genäht kann es sein, dass diese Dioden überhitzen.
Hi,
und wenn schon, schlimmstenfalls wird durchlegiert, dann sind die
dauerleitend.
Dioden können durchlegieren oder auch zum Megaohm-Widerstand werden. Was
genau die verbauten Dioden bevorzugen findet man erst im Fehlerfalle raus.
Gerrit
Karl Davis
Guest
Mon Dec 26, 2011 6:28 pm
Gerrit Heitsch <gerrit_at_laosinh.s.bawue.de> wrote:
Quote:
Abgesehen davon kann Wechselspannung durchaus gebraucht werden, falls
aus irgendeinem Grund erhöhte Spannungen intern gebraucht werden
(Klingelspannung für Telefon falls der VoIP kann). Bei
Wechselspannungsversorgung kann man die einfach per
Vervielfachungsschaltung (nur Elkos und Dioden) erzeugen und braucht
kein extra Step-Up-Schaltnetzteil aufbauen.
Das Ding ist ein reines DSL-Modem, nix Klingelspannung.
Karl
--
Es sprach der Pfaff' zum Fürsten:
"Halt' Du sie arm, ich halt' sie dumm."
Karl Davis
Guest
Mon Dec 26, 2011 6:30 pm
Bernd Mayer <beam.bam.boom_at_knuut.de> wrote:
Quote:
Viele Geräte die mit Wechselspannungsnetzteilen betrieben werden
benötigen intern zumeist eine Dualspannungsquelle, z.B. +-12 V. Diese
Eine schoene Pauschalaussage, aber welche Computergeraete benoetigen
denn heutzutage wirklich noch eine negative Spannung? Und wofuer (mal
die schon genannte Klingelspannung aussen vor gelassen)?
Karl
--
Es sprach der Pfaff' zum Fürsten:
"Halt' Du sie arm, ich halt' sie dumm."
Joerg
Guest
Mon Dec 26, 2011 6:45 pm
Karl Davis wrote:
Quote:
Bernd Mayer <beam.bam.boom_at_knuut.de> wrote:
Viele Geräte die mit Wechselspannungsnetzteilen betrieben werden
benötigen intern zumeist eine Dualspannungsquelle, z.B. +-12 V. Diese
Eine schoene Pauschalaussage, aber welche Computergeraete benoetigen
denn heutzutage wirklich noch eine negative Spannung? Und wofuer (mal
die schon genannte Klingelspannung aussen vor gelassen)?
Offenbar einige:
http://www.newegg.com/Product/Product.aspx?Item=N82E16817339009
Dell wuerde z.B. kaum einen Stecker-Pin fuer -12V spendieren wenn nicht
noetig, die sind absolute Pfennigfuchser:
http://www.brighthub.com/computing/hardware/articles/98691.aspx#
Ansonsten hilft aufschrauben, sehen ob das Modem irgendwo negative
Spannungen hat und wie die erzeugt werden. Wenn da nur ein
Brueckengleichrichter und Elko sitzen und keine Buck Regler die +12V
machen dann koennte Dein Vorhaben funktionieren.
--
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/
gUnther nanonüm
Guest
Mon Dec 26, 2011 10:34 pm
"MaWin" <me_at_private.net> schrieb im Newsbeitrag
news:jda842$58m$1_at_news.albasani.net...
Quote:
kann ich es stattdessen auch mit 12V Gleichspannung betreiben?
Probier's aus, aber wunder dich nicht wenn es nicht geht.
Bei Modems wurde die Wechselspannung für die -12V der seriellen
Schnittstelle verwendet, aber so eine hat es ja nicht.
Immerhin wird es wohl nicht kaputt gehen (das wäre nur der
Fall wenn es eine weiteren 50Hz Eisentrafo enthielte, eher
unwahrscheinlich)
Hi,
eine weitere "Möglichkeit" gibts noch, der Hersteller peilt aufs
Profisegment. Da hat man gerne AC, weil sich sonst allerlei
Betriebsspannungen in Fehlerfällen "kaskadieren" können. Der wilde Zoo an
Kabelage ist irgendwann undurchschaubar, da ist man dankbar für jede Messung
ohne Funken.
--
mfg,
gUnther
Joerg
Guest
Mon Dec 26, 2011 11:08 pm
Karl Davis wrote:
Quote:
Siemens-Modem mit Ami Chipset drin, ja isses denn ...
Brueckengleichrichter ist schonmal ganz gut. U103 und U104 scheinen Buck
Schaltregler-Chips zu sein, ich kann aber den Aufdruck nicht lesen. Wenn
aus denen 3.3V, 5V oder so rauskommen ist es da schon mal paletti.
Muesstest Du jeweils am den kleinen Elkos zugewandten Teil der beiden
22uH Spulen messen koennen (Richtung Broadcom Chip).
Neben dem gruenen Elko sitzt noch ein namenloser SOT223 Transistor.
Falls das ein Laengsregler ist auch da mal messen. Koennte eine
LDO-Schaltung sein, dann an der Fahne.
Sonst sehe ich auf Anhieb nichts was einen 12VDC Betrieb verhindern
koennte, sofern der Brueckengleichrichter den dann einseitig fliessenden
Strom verknusern kann. Aber alles ohne Gewaehr, ist auf die Entfernung
schwer zu sagen.
Sieht ansonsten recht edel da drin aus. Pulse Engineering Uebertrager,
sowas feudales habe ich mir nichtmal bei Fiberoptics Designs geleistet.
[...]
--
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/
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