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GPIO Eingang bei langer Leitung schuetzen

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Marcel Mueller
Guest

Sat Feb 15, 2020 7:45 am   



Am 10.02.20 um 23:05 schrieb Rainer Knaepper:
Quote:
mh+usenetspam1118_at_zugschl.us (Marc Haber) am 10.02.20 um 07:54:

ich habe einen Regenmesser mit Wippe am Gartenhaus montiert.
Aktuell erfolgt die Abfrage des an der Wippe angebauten
Reedkontakts in der Nšhe mit einem Arduino.

Ich glaube, ich hatte letztens eine 4-20mA(1) Stromschleife empfohlen.


Sowas war eigentlich auch mein erster Gedanke, fand es dann aber doch
etwas Overkill.

Warum ist eine Stromschleife bei dieser Anwendung eigentlich so viel besser?

Quote:
Sag Bescheid, wenn du nach diversen anderen Experimenten, ausreichend
langem instabilen Betrieb, Fehltriggerungen, SystemabstŁrzen oder dem
ersten zerschossenen Pi schlieŖlich dann doch bei der guten, alten
Stromschleife gelandet bist.


Ich glaube kaum, dass ein heftiger Tiefpass da noch viele StŲrungen
Łbrig lšsst.


Marcel

Marcel Mueller
Guest

Sat Feb 15, 2020 8:45 am   



Am 11.02.20 um 22:58 schrieb Marc Haber:
Quote:
Rainer Knaepper <rainerk_at_smial.prima.de> wrote:
mh+usenetspam1118_at_zugschl.us (Marc Haber) am 10.02.20 um 07:54:
ich habe einen Regenmesser mit Wippe am Gartenhaus montiert.
Aktuell erfolgt die Abfrage des an der Wippe angebauten
Reedkontakts in der Nähe mit einem Arduino.

Ich glaube, ich hatte letztens eine 4-20mA(1) Stromschleife empfohlen.

Daf√ľr br√§uchte ich eine vorgekaute Schaltung, selbst designen kann ich
das nicht.


Es g√§be da einen Kompromiss f√ľr Arme, der der Sache schon recht nahe kommt:

Du hast doch bestimmt auch +5V am Banana Pi.
Den Pull-Up vom Port schaltest Du unbedingt aus!


+5V -----------------2k2---------------------------------------
Schaltkontakt
Port ---*-----*-------10k---------------------------------------
| |
10¬Ķ 18k
| |
GND ---*-----+


Der Trick ist hier, dass die Ankopplung des Schalters relativ hochohmig
erfolgt, was einer Stromschleife zumindest nahe kommt. Die Bemessung der
Widerst√§nde sorgt daf√ľr, dass der Port vom Pi nicht mehr als die
zul√§ssigen 3,3V bekommt. Der 10¬ĶF Elko d√§mpft jegliche kleinen Huster
weg und sch√ľtzt zudem den Port.

Du musst nur wissen, dass sich der Logikpegel hier umkehrt. Wenn der
Schalter geschlossen ist, bekommst Du High, sonst Low.

Falls man bei dem Port einen Schmitt-Trigger aktivieren kann, tue es.
Wenn nicht, musst Du das in Software implementieren. Während des
√úbergangs zwischen Low und High k√∂nnte der Port sonst vor√ľbergehend
zufällige Werte liefern. Das bekommt man weg, indem man z.B. nur Signale
wertet, die mindestens eine Sekunde lang gleich waren. Also Man merkt
sich in Software den letzten Wert und die Uhrzeit, wann er das letzte
mal gewechselt hat. Nur wenn letztere >1s alt ist, verarbeitet man den
Wert weiter.


Marcel

Uwe Borchert
Guest

Sat Feb 15, 2020 11:45 am   



Hallo,

Am 15.02.20 um 07:50 schrieb Marcel Mueller:
Quote:
Am 11.02.20 um 22:58 schrieb Marc Haber:
Rainer Knaepper <rainerk_at_smial.prima.de> wrote:
mh+usenetspam1118_at_zugschl.us (Marc Haber)  am 10.02.20 um 07:54:
ich habe einen Regenmesser mit Wippe am Gartenhaus montiert.
Aktuell erfolgt die Abfrage des an der Wippe angebauten
Reedkontakts in der Nähe mit einem Arduino.

Ich glaube, ich hatte letztens eine 4-20mA(1) Stromschleife empfohlen.

Daf√ľr br√§uchte ich eine vorgekaute Schaltung, selbst designen kann ich
das nicht.

Es g√§be da einen Kompromiss f√ľr Arme, der der Sache schon recht nahe kommt:

Du hast doch bestimmt auch +5V am Banana Pi.
Den Pull-Up vom Port schaltest Du unbedingt aus!


 +5V -----------------2k2---------------------------------------
                                                         Schaltkontakt
Port ---*-----*-------10k---------------------------------------
        |     |
¬†¬†¬†¬†¬†¬† 10¬Ķ¬†¬† 18k
        |     |
 GND ---*-----+


Der Trick ist hier, dass die Ankopplung des Schalters relativ
hochohmig erfolgt, was einer Stromschleife zumindest nahe kommt. Die
Bemessung der Widerst√§nde sorgt daf√ľr, dass der Port vom Pi nicht
mehr als die zul√§ssigen 3,3V bekommt. Der 10¬ĶF Elko d√§mpft jegliche
kleinen Huster weg und sch√ľtzt zudem den Port.


Erste Zwischenfrage: Kann man parallel zu den 10¬Ķ und 18k nicht
noch eine ZDiode 3V9 schalten? Das wäre dann doch (zusammen mit
den 10¬Ķ) ein Schutz gegen Hochspannungsimpulse?

Quote:
Du musst nur wissen, dass sich der Logikpegel hier umkehrt. Wenn der
Schalter geschlossen ist, bekommst Du High, sonst Low.


Dazu kommt am Ende noch eine ‚ÄěGef√ľhls√§u√üerung‚Äú.

Quote:
Falls man bei dem Port einen Schmitt-Trigger aktivieren kann, tue es.
Wenn nicht, musst Du das in Software implementieren. Während des
√úbergangs zwischen Low und High k√∂nnte der Port sonst vor√ľbergehend
zufällige Werte liefern. Das bekommt man weg, indem man z.B. nur
Signale wertet, die mindestens eine Sekunde lang gleich waren. Also
Man merkt sich in Software den letzten Wert und die Uhrzeit, wann er
das letzte mal gewechselt hat. Nur wenn letztere >1s alt ist,
verarbeitet man den Wert weiter.


Zweite Zwischenfrage: Kann man nicht einfach eine Zeit dt den
Interrupt sperren, so man mit IRQ arbeitet? Oder alternativ bei
Polling dieses einfach f√ľr die Zeit dt aussetzen?

Irgendwie gefällt mit aber das mit der Beschaltung rein subjektiv
nicht so richtig. Ich w√ľrde da lieber auf Masse ziehen. Das ginge
ja auch mit einem Optokoppler (Transistor). Denn in einen Sockel
rein und/oder eine Extraplatine mit leicht l√∂sbaren Anschl√ľssen,
dann verliert auch ein Blitzschlag etwas an Schrecken.

Beim auf Masse ziehen kann man sich auch an der Entprellung beim
NE555 orientieren. Ist C groß genug sollte es keine Probleme geben?
Das Prinzip sieht so aus:

-----+------+------- Ub
| |
1 1
0 0
k k
| |
+--||--+------- GPIO
| C
/
/
|
-----+-------------- Ground

Ich w√ľrde mir da √ľberlegen einen NE555 (in CMOS?) als Impulsformer
einzubauen und den Ausgang dann in einen Optokoppler (Transistor)
zu stecken. Ja, das klingt irgendwie nach Verschwendung und damit
sehr unschwäbisch. Aber bei passender Wahl der Zeitkonstanten (die
Zeitkonstante am Eingang länger als die des Monoflop und um einiges
k√ľrzer als die k√ľrzeste Wiederholrate) sollte das sehr st√∂rsicher
werden. Und nebenher hätte man durch den Optokoppler noch einen
(kleinen) Schutz gegen Blitzschlag und √úberspannung.

MfG

Uwe Borchert

Andreas Neumann
Guest

Sat Feb 15, 2020 11:45 am   



Uwe Borchert wrote:

Quote:
Und nebenher hätte man durch den Optokoppler noch einen
(kleinen) Schutz gegen Blitzschlag


"Klein" im Sinne von vernachlässigbar. Das ist den Aufwand nicht wert.

Ein Optokoppler hilft zur Isolation, falls mal jemand versehentlich mit
Netzspannung o.ä. am Eingang hantiert.
Ein paar kV Puls von einem entfernten Blitzschlag am√ľsieren sich dar√ľber nur
und h√ľpfen locker r√ľber, um den Magic Smoke in die Freiheit zu entlassen.
BTST.
Dann schon lieber Suppressor, die können erstaunlich viel wegstecken.
Und nein, eine herkömmliche Z-Diode tut's da ebenso nicht.

Marcel Mueller
Guest

Sat Feb 15, 2020 12:45 pm   



Am 15.02.20 um 11:12 schrieb Uwe Borchert:
Quote:
Am 15.02.20 um 07:50 schrieb Marcel Mueller:
Es g√§be da einen Kompromiss f√ľr Arme, der der Sache schon recht nahe
kommt:

Du hast doch bestimmt auch +5V am Banana Pi.
Den Pull-Up vom Port schaltest Du unbedingt aus!


  +5V -----------------2k2---------------------------------------
                                                          Schaltkontakt
Port ---*-----*-------10k---------------------------------------
         |     |
¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† 10¬Ķ¬†¬† 18k
         |     |
  GND ---*-----+


Der Trick ist hier, dass die Ankopplung des Schalters relativ
hochohmig erfolgt, was einer Stromschleife zumindest nahe kommt. Die
Bemessung der Widerst√§nde sorgt daf√ľr, dass der Port vom Pi nicht
mehr als die zul√§ssigen 3,3V bekommt. Der 10¬ĶF Elko d√§mpft jegliche
kleinen Huster weg und sch√ľtzt zudem den Port.

Erste Zwischenfrage: Kann man parallel zu den 10¬Ķ und 18k nicht
noch eine ZDiode 3V9 schalten?


Kann man, aber vor was soll die sch√ľtzen?

Quote:
Das wäre dann doch (zusammen mit
den 10¬Ķ) ein Schutz gegen Hochspannungsimpulse?


Gegen Hochspannung hilft das schon mal nicht. Die lässt sich von einem
normalen 10k-Widerstand nicht aufhalten. Alles in der Dimension <20V
wird der Port auch so √ľberleben. Und falls man sich davor sch√ľtzen
möchte, dass einer den Reed-Kontakt in die Steckdose steckt, reicht es
auch wieder nicht. Da w√ľrde, falls die Diode √ľberlebt, der Widerstand
verkohlen, und das bedeutet nicht notwendigerweise hochohmig werden.

Wenn man das ordentlich machen will, muss man die Widerstände teilen und
dazwischen hängt man zwei TAZ-Dioden gegen Masse. Die Widerstände
Richtung Leitung sollten dann (kurzfristig) ein paar kV aushalten, dann
wird die Sache robuster.

Quote:
Falls man bei dem Port einen Schmitt-Trigger aktivieren kann, tue es.
Wenn nicht, musst Du das in Software implementieren. Während des
√úbergangs zwischen Low und High k√∂nnte der Port sonst vor√ľbergehend
zufällige Werte liefern. Das bekommt man weg, indem man z.B. nur
Signale wertet, die mindestens eine Sekunde lang gleich waren. Also
Man merkt sich in Software den letzten Wert und die Uhrzeit, wann er
das letzte mal gewechselt hat. Nur wenn letztere >1s alt ist,
verarbeitet man den Wert weiter.

Zweite Zwischenfrage: Kann man nicht einfach eine Zeit dt den
Interrupt sperren, so man mit IRQ arbeitet? Oder alternativ bei
Polling dieses einfach f√ľr die Zeit dt aussetzen?


Nein, dann w√ľsste man nicht, ob das Signal zwischendurch stabil war. Das
wäre nur eine Unterabtastung mit entsprechend zufälligen Ergebnissen.

Das mit dem IRQ ausschlten funktioniert nur, wenn die Ports
Flankentriggerung können und diese Trigger-Ereignisse auch ohne IRQ
zwischenspeichern. Dann könnte man nach Ablauf der Zeit nachsehen, ob
sich wirklich nichts mehr getan hat. Allerdings muss man dann wieder
dieselbe Zeit warten, selbst wenn unmittelbar nach dem letzten IRQ schon
der letzte Huster kam und seitdem alles stabil ist. Das kann nat√ľrlich
akzeptabel sein.


Quote:
Irgendwie gefällt mit aber das mit der Beschaltung rein subjektiv
nicht so richtig. Ich w√ľrde da lieber auf Masse ziehen. Das ginge
ja auch mit einem Optokoppler (Transistor). Denn in einen Sockel
rein und/oder eine Extraplatine mit leicht l√∂sbaren Anschl√ľssen,
dann verliert auch ein Blitzschlag etwas an Schrecken.

Beim auf Masse ziehen kann man sich auch an der Entprellung beim
NE555 orientieren. Ist C groß genug sollte es keine Probleme geben?
Das Prinzip sieht so aus:

-----+------+------- Ub
     |      |
     1      1
     0      0
     k      k
     |      |
     +--||--+------- GPIO
     |   C
      /
     /
     |
-----+-------------- Ground


Keinesfalls! Jetzt hängt der Switch ja wieder niederohmig direkt am
Port. Genau das habe ich vermieden.

Oder soll der Schalter jetzt ein Transistor von einem Optokoppler sein?
Der w√ľrde aber auch vor nicht viel sch√ľtzen, solange die Stromversorgung
f√ľr die LED nicht potentialfrei ist.


Quote:
Ich w√ľrde mir da √ľberlegen einen NE555 (in CMOS?) als Impulsformer
einzubauen und den Ausgang dann in einen Optokoppler (Transistor)
zu stecken. Ja, das klingt irgendwie nach Verschwendung und damit
sehr unschwäbisch. Aber bei passender Wahl der Zeitkonstanten (die
Zeitkonstante am Eingang länger als die des Monoflop und um einiges
k√ľrzer als die k√ľrzeste Wiederholrate) sollte das sehr st√∂rsicher
werden.


Wozu? Da ist nichts dabei, was die Softwarelösung nicht kann.

Quote:
Und nebenher hätte man durch den Optokoppler noch einen
(kleinen) Schutz gegen Blitzschlag und √úberspannung.


Gegen Blitz bringt das nichts. Und gegen alles andere auch nicht, wenn
die Spannungsversorgung nicht autark ist.


Marcel

Hans-Peter Diettrich
Guest

Sat Feb 15, 2020 12:45 pm   



Am 15.02.2020 um 07:50 schrieb Marcel Mueller:

Quote:

 +5V -----------------2k2---------------------------------------
                                                         Schaltkontakt
Port ---*-----*-------10k---------------------------------------
        |     |
¬†¬†¬†¬†¬†¬† 10¬Ķ¬†¬† 18k
        |     |
 GND ---*-----+


Mir kam da eine Frage bez√ľglich der Kabel-Kapazit√§t:

Muß ein Widerstand beim Kontakt montiert werden, um den Kontakt zu schonen?

Bei manchen Kontakten ist so ein Strom hilfreich (zum Freibrennen?),
aber bei Reed-Kontakten?

DoDi

Rupert Haselbeck
Guest

Sat Feb 15, 2020 12:45 pm   



Stefan Wiens schrieb:

Quote:
Mir ging es um die Leitungskapazität, und wenn man sich die vereinfacht
als konzentriertes Bauelement vorstellt, macht es schon einen
Unterschied, ob der Begrenzungswiderstand auf der ladenden oder der
entladenden Seite ist.


Das verstehe ich noch immer nicht. Kannst du das näher erläutern? Welche
unterschiedlichen Strompfade gilt es hier zu ber√ľcksichtigen, die dazu
nötigen, den Strombegrenzungswiderstand auf der Seite des Schalters
anzuordnen?

MfG
Rupert

Hans-Peter Diettrich
Guest

Sat Feb 15, 2020 1:45 pm   



Am 15.02.2020 um 12:30 schrieb Rupert Haselbeck:
Quote:
Stefan Wiens schrieb:

Mir ging es um die Leitungskapazität, und wenn man sich die vereinfacht
als konzentriertes Bauelement vorstellt, macht es schon einen
Unterschied, ob der Begrenzungswiderstand auf der ladenden oder der
entladenden Seite ist.

Das verstehe ich noch immer nicht. Kannst du das näher erläutern? Welche
unterschiedlichen Strompfade gilt es hier zu ber√ľcksichtigen, die dazu
nötigen, den Strombegrenzungswiderstand auf der Seite des Schalters
anzuordnen?


Es handelt sich nicht um unterschiedliche Strompfade, sondern um das
richtige Ersatzschaltbild f√ľr das Kabel.

Alleine das Kabel hat eine Kapazität, die vom Pullup Widerstand
aufgeladen wird. Wenn dieser Kondensator direkt am Schalter hängt,
entl√§dt er sich beim Schlie√üen schlagartig √ľber den Schalter. Mit einem
Widerstand am Schalter ergibt sich ein RC Glied mit definiertem
maximalem Entladestrom.

Mit der Induktivität des Kabels können sich noch weitere Dreckeffekte
ergeben.

DoDi

Helmut Schellong
Guest

Sat Feb 15, 2020 1:45 pm   



On 02/15/2020 07:31, Marcel Mueller wrote:
Quote:
Am 10.02.20 um 23:05 schrieb Rainer Knaepper:
mh+usenetspam1118_at_zugschl.us (Marc Haber)† am 10.02.20 um 07:54:

ich habe einen Regenmesser mit Wippe am Gartenhaus montiert.
Aktuell erfolgt die Abfrage des an der Wippe angebauten
Reedkontakts in der Nšhe mit einem Arduino.

Ich glaube, ich hatte letztens eine 4-20mA(1) Stromschleife empfohlen.

Sowas war eigentlich auch mein erster Gedanke, fand es dann aber doch etwas
Overkill.

Warum ist eine Stromschleife bei dieser Anwendung eigentlich so viel besser?


SpannungsstŲrungen spielen praktisch keine Rolle.


--
Mit freundlichen GrŁŖen
Helmut Schellong var_at_schellong.biz
www.schellong.de www.schellong.com www.schellong.biz
http://www.schellong.de/c.htm
http://www.schellong.de/htm/audio_proj.htm
http://www.schellong.de/htm/audio_unsinn.htm

Rupert Haselbeck
Guest

Sat Feb 15, 2020 1:45 pm   



Hans-Peter Diettrich schrieb:

Quote:
Alleine das Kabel hat eine Kapazität, die vom Pullup Widerstand
aufgeladen wird. Wenn dieser Kondensator direkt am Schalter hängt,
entl√§dt er sich beim Schlie√üen schlagartig √ľber den Schalter. Mit einem
Widerstand am Schalter ergibt sich ein RC Glied mit definiertem
maximalem Entladestrom.


Hmm, ok. Groschen gefallen. Freilich kann man die Entladung der
/Kabel/kapazität nicht mit einem Widerstand am anderen Ende beeinflussen.
Danke!

MfG
Rupert

Uwe Borchert
Guest

Sat Feb 15, 2020 10:45 pm   



Hallo,

Am 15.02.20 um 12:08 schrieb Marcel Mueller:
Quote:
Am 15.02.20 um 11:12 schrieb Uwe Borchert:
Am 15.02.20 um 07:50 schrieb Marcel Mueller:
Es g√§be da einen Kompromiss f√ľr Arme, der der Sache schon recht nahe kommt:

Du hast doch bestimmt auch +5V am Banana Pi.
Den Pull-Up vom Port schaltest Du unbedingt aus!


  +5V -----------------2k2---------------------------------------
                                                          Schaltkontakt
 Port ---*-----*-------10k---------------------------------------
         |     |
¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† 10¬Ķ¬†¬† 18k
         |     |
  GND ---*-----+


Der Trick ist hier, dass die Ankopplung des Schalters relativ
hochohmig erfolgt, was einer Stromschleife zumindest nahe kommt. Die
Bemessung der Widerst√§nde sorgt daf√ľr, dass der Port vom Pi nicht
mehr als die zul√§ssigen 3,3V bekommt. Der 10¬ĶF Elko d√§mpft jegliche
kleinen Huster weg und sch√ľtzt zudem den Port.

Erste Zwischenfrage: Kann man parallel zu den 10¬Ķ und 18k nicht
noch eine ZDiode 3V9 schalten?

Kann man, aber vor was soll die sch√ľtzen?


Vor Spannungsspitzen (bis in den unteren kV-Bereich?). Das sollte
aber normalerweise nicht ankommen. Die echten kV sollte man bereits
auf den Weg zum Rechner abblocken.

Quote:
Das wäre dann doch (zusammen mit
den 10¬Ķ) ein Schutz gegen Hochspannungsimpulse?

Gegen Hochspannung hilft das schon mal nicht. Die lässt sich von
einem normalen 10k-Widerstand nicht aufhalten. Alles in der Dimension
20V wird der Port auch so √ľberleben. Und falls man sich davor
sch√ľtzen m√∂chte, dass einer den Reed-Kontakt in die Steckdose steckt,
reicht es auch wieder nicht. Da w√ľrde, falls die Diode √ľberlebt, der
Widerstand verkohlen, und das bedeutet nicht notwendigerweise
hochohmig werden.

Wenn man das ordentlich machen will, muss man die Widerstände teilen
und dazwischen hängt man zwei TAZ-Dioden gegen Masse. Die Widerstände
Richtung Leitung sollten dann (kurzfristig) ein paar kV aushalten,
dann wird die Sache robuster.


Ich halte das f√ľr illusorisch. Also das mit den Widerst√§nden und
den kV. Ich ging von einer an der Station relativ gut geerdeten
Technik aus. Da hätte man bestenfalls so was wie Schrittspannung.
Oder man hätte eingestreute Impulse auf der Leitung ... oder
andere Probleme mit verrutschten Massen. Das sind aber selten
mehr als 100V.

Quote:
Falls man bei dem Port einen Schmitt-Trigger aktivieren kann, tue es.
Wenn nicht, musst Du das in Software implementieren. Während des
√úbergangs zwischen Low und High k√∂nnte der Port sonst vor√ľbergehend
zufällige Werte liefern. Das bekommt man weg, indem man z.B. nur
Signale wertet, die mindestens eine Sekunde lang gleich waren. Also
Man merkt sich in Software den letzten Wert und die Uhrzeit, wann er
das letzte mal gewechselt hat. Nur wenn letztere >1s alt ist,
verarbeitet man den Wert weiter.

Zweite Zwischenfrage: Kann man nicht einfach eine Zeit dt den
Interrupt sperren, so man mit IRQ arbeitet? Oder alternativ bei
Polling dieses einfach f√ľr die Zeit dt aussetzen?

Nein, dann w√ľsste man nicht, ob das Signal zwischendurch stabil war.
Das wäre nur eine Unterabtastung mit entsprechend zufälligen
Ergebnissen.


Das Signal war doch ein kurzer Impuls? Ich kann Deinen Einwand
daher nicht nachvollziehen.

Quote:
Das mit dem IRQ ausschlten funktioniert nur, wenn die Ports
Flankentriggerung können und diese Trigger-Ereignisse auch ohne IRQ
zwischenspeichern. Dann könnte man nach Ablauf der Zeit nachsehen, ob
sich wirklich nichts mehr getan hat. Allerdings muss man dann wieder
dieselbe Zeit warten, selbst wenn unmittelbar nach dem letzten IRQ
schon der letzte Huster kam und seitdem alles stabil ist. Das kann
nat√ľrlich akzeptabel sein.


Ich dachte es geht hier um einen Impulszähler mit definierten
Impulsen?

Quote:
Irgendwie gefällt mit aber das mit der Beschaltung rein subjektiv
nicht so richtig. Ich w√ľrde da lieber auf Masse ziehen. Das ginge
ja auch mit einem Optokoppler (Transistor). Denn in einen Sockel
rein und/oder eine Extraplatine mit leicht l√∂sbaren Anschl√ľssen,
dann verliert auch ein Blitzschlag etwas an Schrecken.

Beim auf Masse ziehen kann man sich auch an der Entprellung beim
NE555 orientieren. Ist C groß genug sollte es keine Probleme geben?
Das Prinzip sieht so aus:

-----+------+------- Ub
      |      |
      1      1
      0      0
      k      k
      |      |
      +--||--+------- GPIO
      |   C
       /
      /
      |
-----+-------------- Ground

Keinesfalls! Jetzt hängt der Switch ja wieder niederohmig direkt am
Port. Genau das habe ich vermieden.

Oder soll der Schalter jetzt ein Transistor von einem Optokoppler
sein? Der w√ľrde aber auch vor nicht viel sch√ľtzen, solange die
Stromversorgung f√ľr die LED nicht potentialfrei ist.


Potentialfreie Versorgung hatte ich im Hinterkopf. Solar? Und da
könnte man vielleicht sogar einen Sonnenlichtdetektor reinhauen?
Dritte Leitung, auf die werden Impulse bei Sonnenlicht gelegt.
Auf der anderen Seite wäre so was wie ein Missing-Pulse-Detektor.
Und da wäre dann in der entfernten Station so was am Eingang des
Impulsformers vor dem Optokopler. Und der wäre dann im Haus vor
dem Rechner. Ok, da sollte die ZD dann wirklich sinnlos sein.

Quote:
Ich w√ľrde mir da √ľberlegen einen NE555 (in CMOS?) als Impulsformer
einzubauen und den Ausgang dann in einen Optokoppler (Transistor)
zu stecken. Ja, das klingt irgendwie nach Verschwendung und damit
sehr unschwäbisch. Aber bei passender Wahl der Zeitkonstanten (die
Zeitkonstante am Eingang länger als die des Monoflop und um einiges
k√ľrzer als die k√ľrzeste Wiederholrate) sollte das sehr st√∂rsicher
werden.

Wozu? Da ist nichts dabei, was die Softwarelösung nicht kann.


Programmieren macht wesentlich weniger Spaß als Löten.

Quote:
Und nebenher hätte man durch den Optokoppler noch einen
(kleinen) Schutz gegen Blitzschlag und √úberspannung.

Gegen Blitz bringt das nichts. Und gegen alles andere auch nicht,
wenn die Spannungsversorgung nicht autark ist.


Der Blitz sollte doch an der Station durch Erdung bis auf wenige kV
unschädlich gemacht werden? Ich denke, wir denken gerade vollkommen
aneinander vorbei.

MfG

Uwe Borchert

Marcel Mueller
Guest

Mon Feb 17, 2020 5:45 pm   



Am 15.02.20 um 12:04 schrieb Hans-Peter Diettrich:
Quote:
Am 15.02.2020 um 07:50 schrieb Marcel Mueller:


  +5V -----------------2k2---------------------------------------
                                                          Schaltkontakt
Port ---*-----*-------10k---------------------------------------
         |     |
¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† 10¬Ķ¬†¬† 18k
         |     |
  GND ---*-----+

Mir kam da eine Frage bez√ľglich der Kabel-Kapazit√§t:

Muß ein Widerstand beim Kontakt montiert werden, um den Kontakt zu schonen?


Kommt auf den Kontakt an.

Wenn er die Ladungsmenge des Kabels abkann, braucht man nichts weiter.

Und wenn er den Wellenwiderstand des Kabels kann (bei Telefon gut 100
Ohm), dann muss man auch nichts weiter machen, denn Die Kapazität ist ja
nicht in voller Pracht am Ende des Kabels wirksam. Da ist ja auch noch
der Induktivitätsbelag dazwischen, der den Strom begrenzt.

Zumindest letzteres w√ľrde ich hier als wahrscheinlich betrachten.


Marcel

Fritz
Guest

Mon Feb 17, 2020 6:45 pm   



Am 17.02.20 um 17:34 schrieb Marcel Mueller:
Quote:
Am 15.02.20 um 12:04 schrieb Hans-Peter Diettrich:
Am 15.02.2020 um 07:50 schrieb Marcel Mueller:

  +5V -----------------2k2---------------------------------------
                                                          Schaltkontakt
Port ---*-----*-------10k---------------------------------------
         |     |
¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† 10¬Ķ¬†¬† 18k
         |     |
  GND ---*-----+
Mir kam da eine Frage bez√ľglich der Kabel-Kapazit√§t:

Muß ein Widerstand beim Kontakt montiert werden, um den Kontakt zu schonen?
Kommt auf den Kontakt an.

Wenn er die Ladungsmenge des Kabels abkann, braucht man nichts weiter.

Und wenn er den Wellenwiderstand des Kabels kann (bei Telefon gut 100
Ohm), dann muss man auch nichts weiter machen, denn Die Kapazität ist ja
nicht in voller Pracht am Ende des Kabels wirksam. Da ist ja auch noch
der Induktivitätsbelag dazwischen, der den Strom begrenzt.

Zumindest letzteres w√ľrde ich hier als wahrscheinlich betrachten.


Bitte mal drei Schritte zur√ľcktreten und das Ganze betrachten!

Seht euch mal analog die guten alten Telefonleitungen an. Da liegen oft
km zwischen Wählamt und Telefon. Heute hängen zudem auch Modem/Router dran.

Wie oft passiert es, dass Telefon oder Modems durch Blitzschlag defekt
werden? Bisher hat es bei exponierten Stellen gen√ľgt 90V
Gas-√úberspannungsableiter (1) bei den Telefonsteckdosen zu montieren.

Ich kenne aus der Anfangszeit der Computer dies: Da waren Terminals,
Drucker und der Host per RS232 oder RS422 √ľber mehrere 100m miteinander
verbunden, der einzige Schutz eben diese Gasableiter in den ADo4 oder
ADo8 Steckdosen eingebaut. Bei der Host Seite ähnliches. Sicherlich
waren auf den Eingangsplatinen Clampdioden (2) montiert.

Ich hatte auch mit Telefon Nebenstellen Anlagen (damals noch analoge
Telefone - kein ISDN, kein proprietärer Anschluss - und schon gar kein
VoIP) zu tun, hier gilt ähnliches.

Ich kann mich nicht erinnern, dass da nach Gewittern jemals was kaputt war.

(1)
<https://www.conrad.at/de/o/ueberspannungsableiter-gasableiter-5409070.html>

(2)
Am Eingang der elektronischen Schaltung helfen Clampdioden:
https://de.wikipedia.org/wiki/Schutzdiode#/media/Datei:Clampdiode.jpg

--
Fritz


Guest

Mon Feb 17, 2020 7:45 pm   



Am Montag, 17. Februar 2020 18:55:00 UTC+1 schrieb Hanno Foest:

Quote:
Mir wurde allerdings schon häufiger

--
Nie irgendwas von


Unser Hanno, unser Foest,
durch Umnachtung erlöst?

Hanno Foest
Guest

Mon Feb 17, 2020 7:45 pm   



Am 17.02.20 um 17:58 schrieb Fritz:

Quote:
Ich hatte auch mit Telefon Nebenstellen Anlagen (damals noch analoge
Telefone - kein ISDN, kein proprietärer Anschluss - und schon gar kein
VoIP) zu tun, hier gilt ähnliches.

Ich kann mich nicht erinnern, dass da nach Gewittern jemals was kaputt war.


Mir wurde allerdings schon häufiger von wg. Überspannungsschaden kaputte
Fritz (no pun intended) Boxen berichtet. - Überspannungsschäden sind
auch nicht gleich verteilt - wer mit seiner Leitungsf√ľhrung Pech hat,
hat öfter mal welche, und andere haben nie Probleme.

Hanno

--
Nie irgendwas von Ulf Kutzner glauben, insbesondere Zitate immer im
Original und Kontext nachlesen. Er versucht, durch Zitatefälschung
Strohmann-Argumente zu konstruieren.

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