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Hall Schalter auf Edelstahlblech

elektroda.net NewsGroups Forum Index - Electronics DE - Hall Schalter auf Edelstahlblech

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E.-R. Bruecklmeier
Guest

Wed Jul 14, 2010 6:21 pm   



Am 14.07.2010 17:18, schrieb Marte Schwarz:

Quote:

Na wenn Du meinst... ich hab mit Halleffektsensoren schon gearbeitet und
auch ein paar davon mechanisch auf diese Weise kaputtgemacht. Ich habe auch
schon kaputte BGA-Speicher-ICs gesehen. Die mögen Biegungen genausowenig wie
die dazugehörenden SMD-Kondensatoren. Unter normalen Umständen bekommt
Konsumerelektronik auch nicht so heftige Belastungen ab.

Moment, Moment! Wir sprachen nicht von Biegungen! Du hast die Theorie
aufgestellt, daß IC Beinchen irgendwas abfedern würden. Und das erklärst
Du mir bitte mal am Beispiel eines LCC oder UTLP oder ... Gehäuses. Ganz
nebenbei viele Industrie-Hallsensoren sind auf massive Metallklötzchen
fest aufmontiert, da federt nichts.

Grüße

Eric.

Rolf Bombach
Guest

Wed Jul 14, 2010 9:50 pm   



Steffen Braun schrieb:
Quote:
Rolf Bombach machte diesen Vorschlag :

Funktioniert der Magnet noch?
Es funktioniert auch bei anderen Magneten nicht mehr.

Oje, hoffentlich ist der Sensor nicht wegen eines Kurzschlusses
oder einer elektrostatischen Entladung bei ungewolltem Blechkontakt
kaputt gegangen.

--
mfg Rolf Bombach

Marte Schwarz
Guest

Thu Jul 15, 2010 1:00 am   



Hallo Eric,

Quote:
Moment, Moment! Wir sprachen nicht von Biegungen!

Ich schon. Wenn Du Hallsensoren flächig auf Edelstahlblechtüren oder Rahmen
verklebst zwängst Du deren Elatizitätsmodul auf das spröde Si-Substrat. Das
funktioniert mit Dehnungsmessstreifen genauso, nur dass das Si des
Hallsensor das gar nicht mag, wenn die Tür einmal kräftig ins Schloss
rauscht.

Quote:
Du hast die Theorie aufgestellt, daß IC Beinchen irgendwas abfedern
würden. Und das erklärst Du mir bitte mal am Beispiel eines LCC oder UTLP
oder ... Gehäuses.

Hab ich nie behauptet. Ich habe von Hallsensoren geschrieben. Meine sahen
aus wie zu heiss gewaschene TO126 ohne Loch und eben nur 3*4mm und deutlich
unter 1 mm dünn. Ich hab die auch zuerst aufgeklebt und teuer Lehrgeld
bezahlt. Die wollen 2mm Beinfreiheit und rundum Abstand haben, dann halten
sie ewig.

Quote:
nebenbei viele Industrie-Hallsensoren sind auf massive Metallklötzchen
fest aufmontiert, da federt nichts.

Massive Metallklötzchen biegen sich auch deutlich weniger als ein
Edelstahlblech. Je massiver desto besser. Hab ich nie bestritten. Kräftig
einharzen hilft auch, aber nur, wenn es wirklich gut versiegelt ist und das
Harz die mechanischen Belastungen vom Si-Substrat weghält. Auch da ha ich
schon selbst gesehen, wie um den Hallsensor zuerst ein Lage Gummi kam, bevor
vergossen wurde... nicht ohne vorherige Not.

Marte

E.-R. Bruecklmeier
Guest

Thu Jul 15, 2010 9:54 am   



Am 15.07.2010 01:00, schrieb Marte Schwarz:
Quote:
Hallo Eric,

Moment, Moment! Wir sprachen nicht von Biegungen!

Ich schon.

OK, für mich klang das ganz anders. Zumal Du ja auch schriebst, daß die
Situation auf Platinen besser wäre. Wenn wir aber von Verbiegung
sprechen, ist genau das nicht der Fall. Egal ich will mich nicht
rumstreiten, mir war nur wichtig klarzustellen, daß bei modernen
Chipgehäusen keine Pins irendwas abfedern und das auch bei sehr großen
Si Flächen, wo das Problem noch viel stärker auftritt...

Grüße


Eric.

Steffen Braun
Guest

Thu Jul 15, 2010 11:05 am   



Rolf Bombach formulierte Mittwoch :
Quote:
Steffen Braun schrieb:
Funktioniert der Magnet noch?
Es funktioniert auch bei anderen Magneten nicht mehr.
Oje, hoffentlich ist der Sensor nicht wegen eines Kurzschlusses
oder einer elektrostatischen Entladung bei ungewolltem Blechkontakt
kaputt gegangen.

Der Hallsensor wurde angeschlossen, getestet (ATTINY, 5V, Schutzdiode
....) und im Schrumpfschlauch verschlossen, getestet, anschließend auf
Blech verklebt, getestet, anschließend Magneten ausgerichtet, getestet
und danach Magneten mit Epoxidharz festgeklebt.

Dann ging es nicht mehr :-(

Zwischenzeitlich habe ich den alten Hallschalter aus dem Kleber
herausgefräst und einen Neuen eingesetzt.

Jetzt geht alles!

Der alte Schalter hat sich also , warum auch immer, nach max 1h Betrieb
verabschiedet.

Beim Testen habe ich folgendes festgestellt: Das Edelstahlblech ist
(natürlich) nicht magnetisch geworden, beeinflusst aber deutlich die
Wirksamkeit des Magneten auf dem Hallschalter!
Etwas Abstand (3mm alter Kleber) verbessert hier die Wirkung!

Danke für alle Hinweise!

Steffen

Marte Schwarz
Guest

Thu Jul 15, 2010 11:38 am   



Hallo Steffen,

Quote:
Der alte Schalter hat sich also , warum auch immer, nach max 1h Betrieb
verabschiedet.

Beim Testen habe ich folgendes festgestellt: Das Edelstahlblech ist
(natürlich) nicht magnetisch geworden, beeinflusst aber deutlich die
Wirksamkeit des Magneten auf dem Hallschalter!
Etwas Abstand (3mm alter Kleber) verbessert hier die Wirkung!

Was allerdings das Ableben des Hallsensors noch nicht wirklich erklärt,
oder?

Marte

Marte Schwarz
Guest

Thu Jul 15, 2010 11:48 am   



Hi Eric,
Quote:
Moment, Moment! Wir sprachen nicht von Biegungen!
Ich schon.
OK, für mich klang das ganz anders. Zumal Du ja auch schriebst, daß die
Situation auf Platinen besser wäre.

Ich zitiere mal mich selber:
"Normalerweise baut man die Teile ja in eine Platine ein, mit Beinchen, die
ein bischen Federn können."

"mit Beinchen"! Mir sind nämlich keine Hallsensoren im BGA bekannt, was
nicht heissen soll, dass es das nicht gibt. Selbst die kurzen SMD- Beinchen
können da schon hilfreich sein.

Quote:
daß bei modernen Chipgehäusen keine Pins irendwas abfedern

Es gibt moderne Chipgehäuse auch jenseits von BGA. Deren Beinchen sind z.T
explizit deswegen recht aufwändig geformt. Nicht selten will man es explizit
vermeiden, dass die Chipunterseite direkt auf der Platine aufliegt. Das
hilft bei klenen Biegebelastungen ungemein.

Marte

E.-R. Bruecklmeier
Guest

Thu Jul 15, 2010 11:54 am   



Am 15.07.2010 11:48, schrieb Marte Schwarz:

Quote:
Ich zitiere mal mich selber:
"Normalerweise baut man die Teile ja in eine Platine ein, mit Beinchen, die
ein bischen Federn können."

"mit Beinchen"! Mir sind nämlich keine Hallsensoren im BGA bekannt, was
nicht heissen soll, dass es das nicht gibt. Selbst die kurzen SMD- Beinchen
können da schon hilfreich sein.

Ja und dann wären wir wieder bei der Frage, wieso ein winziger
Hallsensor bei Biegung kaputt gehen sollte, während ein Riesenchip im
LCC oder sogar mit flächig verlöteter Power Plane das aushält?

Grüße


Eric.

Marte Schwarz
Guest

Thu Jul 15, 2010 12:12 pm   



Hallo Eric,
Quote:
"mit Beinchen"! Mir sind nämlich keine Hallsensoren im BGA bekannt, was
nicht heissen soll, dass es das nicht gibt. Selbst die kurzen SMD-
Beinchen
können da schon hilfreich sein.

Ja und dann wären wir wieder bei der Frage, wieso ein winziger Hallsensor
bei Biegung kaputt gehen sollte, während ein Riesenchip im LCC oder sogar
mit flächig verlöteter Power Plane das aushält?

Verklebe den auf eine Blechtür und lass diese mal kräftig ins Schloß fallen
und Du wirst es wissen.

Wenn Du noch nie mechanisch zerstörte ICs gesehen hast, magst Du sowas nicht
glauben, ich hab solche gesehen (wobei in der Regel zuerst die Kondensatoren
brechen, wenn die Platine schwingt und sich deswegen biegt).
Unterhaltungselektronik betrifft das höchstens bei einem Sturz, industriell
eingesetzte Sensoren z.B. in einer Presse sind da ganz anderen Stößen
ausgesetzt.

Marte

E.-R. Bruecklmeier
Guest

Thu Jul 15, 2010 12:15 pm   



Am 15.07.2010 12:12, schrieb Marte Schwarz:

Quote:

Verklebe den auf eine Blechtür und lass diese mal kräftig ins Schloß fallen
und Du wirst es wissen.

Wenn Du noch nie mechanisch zerstörte ICs gesehen hast, magst Du sowas nicht
glauben,

Ob Du es glaubst oder nicht, das war Teil meines früheren (TM) Berufs.

Schau mal:

http://www.allegromicro.com/en/Products/Part_Numbers/1174/index.asp


Grüße


Eric.

E.-R. Bruecklmeier
Guest

Thu Jul 15, 2010 12:24 pm   



Am 15.07.2010 12:12, schrieb Marte Schwarz:

Nur zur Klarstellung: Es ist mir bekannt, daß elektronische Bauteile
durch Beschleunigung zerstört werden können. Nur zweifle ich ganz stark
an, daß das im vorliegenden Beispiel der Fall ist. Eine reine Verbiegung
kommt meines Erachtens als Ursache auch nicht in Frage, weil dazu der
E-Modul des Klebstoffs größer sein müsste, als der des Mouldcompounds.

Grüße

Steffen Braun
Guest

Fri Jul 16, 2010 7:25 am   



Marte Schwarz legte dieses als Verknüpfung auf seinen Bildschirm :
Quote:
Hallo Steffen,

Der alte Schalter hat sich also , warum auch immer, nach max 1h Betrieb
verabschiedet.

Beim Testen habe ich folgendes festgestellt: Das Edelstahlblech ist
(natürlich) nicht magnetisch geworden, beeinflusst aber deutlich die
Wirksamkeit des Magneten auf dem Hallschalter!
Etwas Abstand (3mm alter Kleber) verbessert hier die Wirkung!

Was allerdings das Ableben des Hallsensors noch nicht wirklich erklärt, oder?
Ja und das der Sensor ausgefallen ist, ist ärgerlich.


Steffen

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