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Susan Seitz
Guest
Wed Aug 11, 2010 7:51 pm
Hi,
mal folgende Laienfrage zum Hausnetz an Euch:
Bei mir in der Wohnung baumelt standardmäßig L1, N und PE von der Decke.
1) Nun misst bzw. sucht man mit den Duspol Phase & co und schließt dann die
neue Deckenlampe an. Soweit so gut. Bei PE leuchtet es mir ja noch ein, aber
warum ist es eigentlich wichtig/entscheidend, dass Phase am L1-Anschluss und
N am N-Anschluss des Verbrauchers (hier: Lampe) angeschlossen wird?
Da es sich um Wechselspannung handelt, dreht sich doch die Stromrichtung
ohnehin 50 mal pro Sek.? Wo ist mein Denkfehler?
2) Ein DMM ist ja - weil hochohmig - nach allem was ich hierzu lesen konnte,
ungeeignet zum Prüfen der Leitungen. Trotzdem: Ist es für den Menschen
gefährlich mit dem DMM hier zu messen oder sind "nur" die Meßergebnisse ggf.
wertlos? Wenn letzteres, was würde evt "falsch" angezeigt werden?
Vielen Dank für Eure Hilfe! ;-)
--
Viele Grüße
Susan
[Reply-Adresse wird nur sporadisch gelesen]
Thomas Kindler
Guest
Wed Aug 11, 2010 8:28 pm
Susan Seitz wrote:
Quote:
Hi,
Moin!
Quote:
Bei mir in der Wohnung baumelt standardmäßig L1, N und PE von der Decke.
[..]
warum ist es eigentlich wichtig/entscheidend, dass Phase am L1-Anschluss und
N am N-Anschluss des Verbrauchers (hier: Lampe) angeschlossen wird?
Leuchten tut die Lampe auch mit vertauschten Anschlüssen. Aber man
möchte die Phase nicht am Schraubgewinde haben.
--
Thomas Kindler <mail+news_at_t-kindler.de>
Joerg
Guest
Wed Aug 11, 2010 8:50 pm
Thomas Kindler wrote:
Quote:
Susan Seitz wrote:
Hi,
Moin!
Bei mir in der Wohnung baumelt standardmäßig L1, N und PE von der Decke.
[..]
warum ist es eigentlich wichtig/entscheidend, dass Phase am
L1-Anschluss und N am N-Anschluss des Verbrauchers (hier: Lampe)
angeschlossen wird?
Leuchten tut die Lampe auch mit vertauschten Anschlüssen. Aber man
möchte die Phase nicht am Schraubgewinde haben.
Vor allem wenn man auf der Leiter steht und der Lichtschalter doch nicht ...
Kein Scherz. Ein Bekannter von mir der frueher Elektriker war hat sich
immer auf einen Eimer gestellt. Wenn er einen gezuscht bekam konnte er
sich nicht in der Leiter verheddern und was brechen.
--
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/
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Edzard Egberts
Guest
Wed Aug 11, 2010 9:15 pm
Susan Seitz schrieb:
Quote:
Bei mir in der Wohnung baumelt standardmäßig L1, N und PE von der Decke.
1) Nun misst bzw. sucht man mit den Duspol Phase & co und schließt dann
die neue Deckenlampe an. Soweit so gut. Bei PE leuchtet es mir ja noch
ein, aber warum ist es eigentlich wichtig/entscheidend, dass Phase am
L1-Anschluss und N am N-Anschluss des Verbrauchers (hier: Lampe)
angeschlossen wird?
Da es sich um Wechselspannung handelt, dreht sich doch die Stromrichtung
ohnehin 50 mal pro Sek.? Wo ist mein Denkfehler?
Bei der Spannung. Die Änderung der Stromrichtung hast Du auch, wenn eine
Leitung auf Null Volt "festgehalten" wird und auf der anderen Leitung
die Spannung zwischen Plus und Minus wechselt. Damit es nicht zwei
spannungsführende Leitungen gibt, wird das genau so gemacht - ist
sicherer. Du kennst bestimmt die Schraubenzieher mit der Glimmlampe
(Phasenprüfer), die sind dafür da, die Leitung festzustellen, auf der
die Spannung ist. L ist also die Leitung mit der Spannung, N die
"Null"-Leitung, die auf Null gehalten wird und PE ist ebenfalls auf
Null, nur darf da kein Strom reinfließen, dann fliegt die Sicherung
heraus. Jetzt weißt Du, was der Thomas Kindler sagen will - die außen
liegende Schraubfassung einer Lampe, die möglicherweise berührt werden
kann, sollte auf Null liegen.
Quote:
2) Ein DMM ist ja - weil hochohmig - nach allem was ich hierzu lesen
konnte, ungeeignet zum Prüfen der Leitungen. Trotzdem: Ist es für den
Menschen gefährlich mit dem DMM hier zu messen oder sind "nur" die
Meßergebnisse ggf. wertlos? Wenn letzteres, was würde evt "falsch"
angezeigt werden?
Ein DMM kann Spannung anzeigen, obwohl diese Spannung nicht belastbar
ist. Es kann also passieren, dass ein DMM Netzspannung anzeigt, ein
Duspol dagegen keine Spannung. Wenn man dann versehentlich (am Besten
immer die Finger von Leitungen lassen!) anpackt, kribbelt es. Mit einem
DMM kann man also eigentlich nichts falsch machen - wenn gar nichts auf
der Leitung ist, wird das auch angezeigt, ebenso wie die volle Spannung.
MaWin
Guest
Wed Aug 11, 2010 9:33 pm
"Susan Seitz" <noreply_at_t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:i3urfc$6du$03$1_at_news.t-online.com...
Quote:
1) Nun misst bzw. sucht man mit den Duspol Phase & co und schließt dann die
neue Deckenlampe an. Soweit so gut. Bei PE leuchtet es mir ja noch ein, aber
warum ist es eigentlich wichtig/entscheidend, dass Phase am L1-Anschluss und N
am N-Anschluss des Verbrauchers (hier: Lampe) angeschlossen wird?
Man schliesst es möglichst so an, daß am Gewinde der Glühlampenfassung
N ist und am Fusspunkt L1, damit man auch bei eingeschaltetem Licht beim
Wechseln der Glühbirne die Chance des elektrischen Schlages gering hält,
aber für die Funktion ist es egal, richtig.
Quote:
2) Ein DMM ist ja - weil hochohmig - nach allem was ich hierzu lesen konnte,
ungeeignet zum Prüfen der Leitungen. Trotzdem: Ist es für den Menschen
gefährlich mit dem DMM hier zu messen oder sind "nur" die Meßergebnisse ggf.
wertlos? Wenn letzteres, was würde evt "falsch" angezeigt werden?
Gefährlich sind höchstens die Messpitzen, die man nichzt ordentlich auf
Drahtenden drücken kann, ohne selbst anzufassen, aber wenn man z.B. nur in
Lüsterklemmen misst, ist es nicht gefährlich (ausser für's Instrument, wenn
das noch auf Ohm- oder Amperebereich steht).
Aber es gibt Messfehler: Eine nicht-angeschlossene Leitung kann trotzdem
als stromführend angezeigt werden, weil kapazitiv von einer parallel
laufenden Leitung Wechselspannung eingekoppelt wird.
Das verhindert man durch Belastung, wie es der Duspol macht, man könnte
auch eine Glühlampe anschliessen um zu sehen, ob die Spannung belastbar
ist.
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
homepage:
http://freenet-homepage.de/mawin/
de.sci.electronics FAQ:
http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.
Axel Berger
Guest
Wed Aug 11, 2010 10:03 pm
*Susan Seitz* wrote on Wed, 10-08-11 20:51:
Quote:
Da es sich um Wechselspannung handelt, dreht sich doch die Stromrichtung
ohnehin 50 mal pro Sek.? Wo ist mein Denkfehler?
Bis hier keiner. Aber N bleibt ziemlich genau auf Erdpotential während
L von +325 V bis -325 V wechselt - das Vorzeichen ist Dir beim
Anfassen egal. Nun hat eine Lampenfassung mehr und weniger gut
berührbare Teile und ein einpoliger Schalter sollte auch tunlichst
nicht in N liegen, obwohl das für die Funktion völlig egal ist.
Quote:
Ist es fnr den Menschen gefSigmhrlich mit dem DMM hier zu messen oder
sind "nur" die Meooergebnisse ggf. wertlos? Wenn letzteres, was wnrde
evt "falsch" angezeigt werden?
Richtig, die Vorsichtsmaßnahmenn und Handhabung sind bei allen
Meßgeräten gleich. Ein hochohmiges Gerät täuscht schon anliegende
Spannung vor, wenn die nur von der parallel laufenden Nebenleitung
kapazitiv eingekoppelt wird. In der Praxis spielt das selten eine
Rolle, denn fast alle Leitungen sind am anderen Ende niederohmig
irgendwo angeklemmt.
Joerg Wunsch
Guest
Wed Aug 11, 2010 10:35 pm
"Susan Seitz" <noreply_at_t-online.de> schrieb:
Quote:
Trotzdem: Ist es für den Menschen gefährlich mit dem DMM hier zu
messen oder sind "nur" die Meßergebnisse ggf. wertlos?
Kommt drauf an. Neben dem reinen Messergebnis interessiert dich noch
die Überspannungsfestigkeit des Geräts, d. h. wie hoch dürfen die
Spannungsimpulse sein auf der Zuleitung, ohne dass sie die Isolation
des Geräts bzw. seiner Messkabel durchschlagen. Diesbezüglich
unterteilt die E-Technik insgesamt 4 Kategorien, je nachdem, welche
Maßnahmen zum Ableiten von kurzzeitigen Überspannungen an dieser
Stelle bereits getan worden ist. Bessere Multimeter haben eine
entsprechende Spezifikation, für welchen derartigen Bereich sie noch
eingesetzt werden dürfen. Grob gesagt brauchst du für Messungen
innerhalb deiner Hausinstallation ein Gerät, das Kategorie III genügt,
für Messungen im Bereich der Einspeisung (Zählerschrank) brauchst du
eins nach Kat. IV.
--
cheers, J"org .-.-. --... ...-- -.. . DL8DTL
http://www.sax.de/~joerg/ NIC: JW11-RIPE
Never trust an operating system you don't have sources for.
Susan Seitz
Guest
Thu Aug 12, 2010 12:58 am
Habt vielen Dank für Eure Antworten! ;-)
--
Viele Grüße
Susan
[Reply-Adresse wird nur sporadisch gelesen]
Susan Seitz
Guest
Thu Aug 12, 2010 1:03 am
"MaWin" <me_at_invalid.invalid> schrieb im Newsbeitrag
news:i3v1eb$t4e$1_at_news.albasani.net...
Quote:
"Susan Seitz" <noreply_at_t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:i3urfc$6du$03$1_at_news.t-online.com...
1) Nun misst bzw. sucht man mit den Duspol Phase & co und schließt dann
die neue Deckenlampe an. Soweit so gut. Bei PE leuchtet es mir ja noch
ein, aber warum ist es eigentlich wichtig/entscheidend, dass Phase am
L1-Anschluss und N am N-Anschluss des Verbrauchers (hier: Lampe)
angeschlossen wird?
Man schliesst es möglichst so an, daß am Gewinde der Glühlampenfassung
N ist und am Fusspunkt L1, damit man auch bei eingeschaltetem Licht beim
Wechseln der Glühbirne die Chance des elektrischen Schlages gering hält,
ok. Aber wieso bekommt man bei diesem Anschlussbild keigentlich einen Schlag
bei eingeschaltetem Licht, wenn man am Gewinde (N-Anschluss) anpackt? Die
Stromrichtung dreht sich doch 50 mal pro Sek.und N wird zu L1 (und
umgekehrt)...oder?
Nochmals danke! ;-)
--
Viele Grüße
Susan
[Reply-Adresse wird nur sporadisch gelesen]
MaWin
Guest
Thu Aug 12, 2010 2:09 am
"Susan Seitz" <noreply_at_t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:i3vdp4$9kr$03$1_at_news.t-online.com...
Quote:
Die Stromrichtung dreht sich doch 50 mal pro Sek.und N wird zu L1 (und
umgekehrt)...oder?
Nein, N bleibt immer auf 0V bezogen dur Erde,
nur L1 ändert sich von 320V plus auf 320V minus,
deswegen fliesst der Strom mal hin und mal zurück.
--
Manfred Winterhoff
Lutz Illigen
Guest
Thu Aug 12, 2010 2:55 am
"Susan Seitz" <noreply_at_t-online.de> wrote:
Quote:
mal folgende Laienfrage zum Hausnetz an Euch:
Du begreifst es auch nicht: Hier geht es um Elektronik.
Lutz
Jens Fittig
Guest
Thu Aug 12, 2010 8:26 am
Lutz Illigen schrieb:
Quote:
"Susan Seitz" <noreply_at_t-online.de> wrote:
mal folgende Laienfrage zum Hausnetz an Euch:
Du begreifst es auch nicht: Hier geht es um Elektronik.
Und den absolut laienhaften Fragen zur Folge kann man nur sagen:
Finger weg von Sachen, von denen man Null Ahnung hat!
Wer so "dumm" fragt wäre, wenn er am Elektrischen was macht, eine
große Gefahr für sich und andere.
Ralph A. Schmid, dk5ras
Guest
Thu Aug 12, 2010 8:39 am
Jens Fittig <invali.de_at_gmx.de> wrote:
Quote:
Wer so "dumm" fragt wäre, wenn er am Elektrischen was macht, eine
große Gefahr für sich und andere.
Die viel größere Gefahr sind die, die einfach nur machen, ohne zuvor
zu fragen. Insofern, bitte lieber zuvor fragen!!!
-ras
--
Ralph A. Schmid
http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
Falk Willberg
Guest
Thu Aug 12, 2010 9:29 am
On 12.08.2010 09:39, Ralph A. Schmid, dk5ras wrote:
Quote:
Jens Fittig<invali.de_at_gmx.de> wrote:
Wer so "dumm" fragt wäre, wenn er am Elektrischen was macht, eine
große Gefahr für sich und andere.
Die viel größere Gefahr sind die, die einfach nur machen, ohne zuvor
zu fragen. Insofern, bitte lieber zuvor fragen!!!
Und nicht viel auf Fitting/Gerbers Pöbeleien geben ;-)
Falk
--
75 Millionen Deutsche können nicht löten. Gib Dich nicht auf! Lerne löten!
Uwe Hercksen
Guest
Thu Aug 12, 2010 2:09 pm
Susan Seitz schrieb:
Quote:
ok. Aber wieso bekommt man bei diesem Anschlussbild keigentlich einen
Schlag bei eingeschaltetem Licht, wenn man am Gewinde (N-Anschluss)
anpackt? Die Stromrichtung dreht sich doch 50 mal pro Sek.und N wird zu
L1 (und umgekehrt)...oder?
Hallo,
man würde auch in einem (einseitig geerdeten) Gleichspannungsnetz mit
230 V einen Schlag bekommen wenn man den nicht geerdeten Pol anfasst,
mit der gleichbleibenden oder wechselnden Stromrichtung hat das nichts
zu tun. Beim Wechsel der Stromrichtung wird auch nicht N zu L1 und
umgekehrt, denn N und L1 hat nichts mit der Polarität zu tun, sondern N
ist der geerdete Pol und L1 nicht. Dadurch hat man eine Spannung
zwischen Erde und L1. Wenn man aber nicht gerade auf einem sehr gut
isolierenden Fussboden steht sondern z.B. auf einem feuchten Betonboden
hat man dadurch eine hochohmige Verbindung zur Masse bzw. Erde, fliessen
so einige Milliampere durch den Körper spürt man das.
Mit einem sogenannten Trenntransformator kann man ein lokales
ungeerdetes Teilnetz herstellen, wenn da alles gut isoliert ist kann man
einen der beiden Pole berühren und bekommt dabei keinen Schlag. Zusammen
mit einer ständigen Isolationsüberwachung benutzt man das auch als
Schutzmaßnahme führ Operationssäle.
Bye
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