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Joerg
Guest
Wed Aug 25, 2010 5:13 pm
Michael Baeuerle wrote:
Quote:
Hans Peters wrote:
Mein eigener Verstärker, ein Hitachi, hat einen Designfehler in der
Bauteileanordnung.
[...]
Bis mir
aufgefallen ist, dass die Becher dieser Elkos wackeln und sich drehen
ließen, weil sogar der Gummipfropf ausgetrocknet und geschrumpft war.
Also Elkos ausgetauscht, für mehr Abstand zum Widerstand gesorgt, und
zwischen Elkos und Widerstand noch ein Blech reingefriemelt, um die Wärme
an den Elkos herumzuleiten. Seitdem, ca. 10 Jahre, ist Ruhe.
Das kenne ich von meinem Fernseher. Der hat 2 gleiche 4.7uF Elkos im
SNT, einer davon sitzt direkt neben dem Kuehlblech der Endstufe
(Fehlkonstruktion). Alle paar Jahre geht der Fernseher kaputt weil
dieser eine Elko neben dem Kuehlblech am Ende ist. Letztes Mal als ich
ihn gewechselt hatte waren nur noch ein paar hundert Nanofarad uebrig.
Da wird mittlerweile schon das dritte Exemplar drin "geroestet" ...
Warum hast Du ihn denn nicht ein wenig ausgelagert? Manchmal muss man
Designs nachbessern.
--
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/
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Manuel Reimer
Guest
Wed Aug 25, 2010 7:18 pm
Manuel Reimer wrote:
Quote:
Stefan Huebner wrote:
Ist das Störgeräusch auf beiden Kanälen und wenn ja, ist es auf beiden
gleich? Letzteres würde auf ein Problem in der Stromversorgung hindeuten.
Gute Idee. Werde ich prüfen.
Ich habe die Boxen weiter auseinandergestellt und das Gerät diesmal ohne
Haube in Betrieb genommen. Nach einiger Wartezeit ist das Störgeräusch
wieder aufgetreten, aber nur aus dem *rechten* Kanal!
Ich habe dann mit einem Stäbchen aus Kunststoff verschiedene Bauteile
"abgeklopft" und zu allerletzt das Trimmpoti mit der Aufschrift
"Ruhestrom R" minimal verdreht. Schlagartig war die Störung weg.
Schon möglich, dass das Wasser, das am Recyclinghof in das Gerät
gelaufen ist, hier nicht ganz unschuldig ist, denn der Trimmer hatte
eine leichte Rostschicht. Zur Sicherheit habe ich den ganzen Trimmer mit
Tuner-Spray abgespült.
Noch traue ich dem Frieden nicht, aber eventuell war es das schon. Wenn
nicht, dann melde ich mich nochmal. Einen echten Bauteilefehler finde
ich vermutlich eher nicht alleine. Da es aber schon öfter daran
gescheitert ist, werde ich mal die Augen nach einem alten Oszilloskop
offen halten. Wenn es wirklich mal zum Einsatz kommen muss, hoffe ich,
dass mir dann jemand erklären kann, wie man damit umgeht....
Danke auf jedem Fall an alle für die Tipps.
Gruß
Manuel
Michael Karcher
Guest
Thu Aug 26, 2010 8:19 am
Manuel Reimer <Manuel.Nulldevice_at_nurfuerspam.de> wrote:
Quote:
Ich habe dann mit einem Stäbchen aus Kunststoff verschiedene Bauteile
"abgeklopft" und zu allerletzt das Trimmpoti mit der Aufschrift
"Ruhestrom R" minimal verdreht. Schlagartig war die Störung weg.
[...]
Noch traue ich dem Frieden nicht, aber eventuell war es das schon.
Das ist durchaus wahrscheinlich. Besorg' Dir am besten (wenn Du dran
kommst) das Service-Manual zu Deinem Teil, und miss den Ruhestrom und stell
den gegebenenfalls nach. Du scheinst Glück zu haben, dass Dein Verstärker
so konstruiert ist, dass die Endstufe nicht abfackelt, wenn das
Ruhestrompoti den Kontakt verliert.
Gruß,
Michael Karcher
Thomas Stegemann
Guest
Thu Aug 26, 2010 8:40 am
Quote:
Da es aber schon öfter daran
gescheitert ist, werde ich mal die Augen nach einem alten Oszilloskop
offen halten. Wenn es wirklich mal zum Einsatz kommen muss, hoffe ich,
dass mir dann jemand erklären kann, wie man damit umgeht....
Wie wäre es beispielsweise mit dem kleinen DS0201 oder auch DSO nano.
Das sind kleine Oszilloskope auf Basis eines kleinen Videoplayers.
Hab mir eins gekauft für mobile Messungen und bin sehr zufrieden mit der
Darstellungsqualität. Wenn du es nur für Audio brauchst, reicht es
vollkommen aus, nimmt keinen Platz weg und ist vor allem potentialfrei.
Natürlich ist ein großes analoges viel schöner von der Bedienung her...
Gruß
Thomas
Marte Schwarz
Guest
Thu Aug 26, 2010 10:05 am
Hallo Thomas,
Quote:
Wie wäre es beispielsweise mit dem kleinen DS0201 oder auch DSO nano.
Das sind kleine Oszilloskope auf Basis eines kleinen Videoplayers.
Hab mir eins gekauft für mobile Messungen und bin sehr zufrieden mit der
Darstellungsqualität. Wenn du es nur für Audio brauchst, reicht es
vollkommen aus, nimmt keinen Platz weg und ist vor allem potentialfrei.
So wie mein betagtes Gameboy-Oszi, um das mich schon viele beneidet
haben, obwohl es hier in der NG hauptsächlich Häme darüber gibt.
Für die Hifi-Fehlersuche tuts aber an sich auch ein Soundcardoszi und
für die DC-Sachen ein Multimeter.
Marte
Thomas Stegemann
Guest
Thu Aug 26, 2010 10:12 am
Quote:
So wie mein betagtes Gameboy-Oszi, um das mich schon viele beneidet
haben, obwohl es hier in der NG hauptsächlich Häme darüber gibt.
Hehe, genau...
Quote:
Für die Hifi-Fehlersuche tuts aber an sich auch ein Soundcardoszi und
für die DC-Sachen ein Multimeter.
Stimmt schon. Wobei da die Handlichkeit wieder dahin ist und die Gefahr
besteht, sich bei unbedarftem Umgang damit den PC zu schießen.
Gruß
Thomas
Ansgar Strickerschmidt
Guest
Thu Aug 26, 2010 11:53 am
Also schrieb Manuel Reimer:
Quote:
Manuel Reimer wrote:
Stefan Huebner wrote:
Ist das Störgeräusch auf beiden Kanälen und wenn ja, ist es auf beiden
gleich? Letzteres würde auf ein Problem in der Stromversorgung
hindeuten.
Gute Idee. Werde ich prüfen.
Ich habe die Boxen weiter auseinandergestellt und das Gerät diesmal ohne
Haube in Betrieb genommen. Nach einiger Wartezeit ist das Störgeräusch
wieder aufgetreten, aber nur aus dem *rechten* Kanal!
Ich habe dann mit einem Stäbchen aus Kunststoff verschiedene Bauteile
"abgeklopft" und zu allerletzt das Trimmpoti mit der Aufschrift
"Ruhestrom R" minimal verdreht. Schlagartig war die Störung weg.
Falls Du kein Service-Manual auftreiben kannst, hier eine grobe
Einstellhilfe:
Lokalisiere die beiden dicken Längswiderstände im Emitterpfad der
Endstufe. Dann ohne Ansteuerung mit einem Gleichspannungs-Multimeter über
einen der Widerstände messen. Für eine im Hause befindliche HiFi-Endstufe
von SABA (70W Sinus) ist dort ein Spannungsabfall von 50 mV angegeben. Ich
würde sagen: im Bereich zwischen 25-50 mV machst Du bei Dir erstmal nichts
kaputt. Um es feiner einzustellen, brauchst Du tatsächlich Hilfsmittel,
die Dir die Übernahmeverzerrungen um den Nullpunkt herum quantifizieren
(Klirrfaktor-Messbrücke, Spektrum-Analyzer, oder wenigstens ein Oszi o.ä.
mit Klirrfaktor-Anzeige...).
Vergleichsmessung mit dem anderen Kanal ist auch ganz nützlich.
Ansgar
--
*** Musik! ***
Ansgar Strickerschmidt
Guest
Thu Aug 26, 2010 12:04 pm
Also schrieb Ansgar Strickerschmidt:
Quote:
Falls Du kein Service-Manual auftreiben kannst, hier eine grobe
Einstellhilfe:
Lokalisiere die beiden dicken Längswiderstände im Emitterpfad der
Endstufe. Dann ohne Ansteuerung mit einem Gleichspannungs-Multimeter
über einen der Widerstände messen. Für eine im Hause befindliche
HiFi-Endstufe von SABA (70W Sinus) ist dort ein Spannungsabfall von 50
mV angegeben. Ich würde sagen: im Bereich zwischen 25-50 mV machst Du
bei Dir erstmal nichts kaputt. Um es feiner einzustellen, brauchst Du
tatsächlich Hilfsmittel, die Dir die Übernahmeverzerrungen um den
Nullpunkt herum quantifizieren (Klirrfaktor-Messbrücke,
Spektrum-Analyzer, oder wenigstens ein Oszi o.ä. mit
Klirrfaktor-Anzeige...).
Vergleichsmessung mit dem anderen Kanal ist auch ganz nützlich.
<ingrid>
Habe erst jetzt den Link mit dem Manual gesehn. Da steht's ja unter "3.
Adjustment of AF Amplifier Working Point":
4 mV (huiiii... so wenig...) zwischen den Punkten X-Y des jeweiligen
Kanals... also voorsichtig einstellen....
Ansgar
--
*** Musik! ***
David Kastrup
Guest
Thu Aug 26, 2010 12:22 pm
Thomas Stegemann <master_no_spam_stege_at_web.de> writes:
Quote:
So wie mein betagtes Gameboy-Oszi, um das mich schon viele beneidet
haben, obwohl es hier in der NG hauptsächlich Häme darüber gibt.
Hehe, genau...
Für die Hifi-Fehlersuche tuts aber an sich auch ein Soundcardoszi
und für die DC-Sachen ein Multimeter.
Stimmt schon. Wobei da die Handlichkeit wieder dahin ist und die
Gefahr besteht, sich bei unbedarftem Umgang damit den PC zu schießen.
Da nimmt man sowas wie eine RME Multiface, und mit großer
Wahrscheinlichkeit erwischt es nur die (sehr externe) Soundkarte. Die
teurer ist als der PC, aber wenigstens ist die Festplatte mit den
Steuersünderdateien noch da.
--
David Kastrup
Ansgar Strickerschmidt
Guest
Thu Aug 26, 2010 12:33 pm
Also schrieb David Kastrup:
Quote:
Kontaktgabe des Lautsprechereinschaltverzögerungsrelais. Das war das,
was ich bei einem Hifi-Verstärker in der gelben Tonne (kam gerade
passend) korrigieren mußte. Relais geöffnet, Federn etwas nachbiegen
und mit feinem Sandpapier einmal durch die Kontakte. Seitdem nie mehr
Probleme.
Das ist meine persönliche Statistik von im Müll gefundenen Verstärkern,
die mit einer Samplezahl von 1 sicherlich wenig repräsentativ ist. Aber
besser als Samplezahl 0.
Ich hab vor vielen Jahren (muss so um 1990/1991 rum gewesen sein...) mal
eine HiFi-Endstufe für 20 DM als defekt vom Flohmarkt abgegriffen und auf
dem Fahrrad-Gepäckträger heimgekutscht. Für das Geld eine prima
Teilequelle, dachte ich mir; wenigstens der Trafo und/oder ein paar andere
Teile dürften ja wohl noch brauchbar sein.
....
Von wegen defekt: der Schnarchi von Verkäufer hatte nur nicht gepeilt,
dass man bei diesem Modell Vorstufe und Endstufe extern per Cinch-Kabel
verbinden musste... *fg*
Läuft bis heute bei meinem Bruder klaglos als Abhöre für seine
Band-Aufnahmen im Keller...
:)
Ansgar
--
*** Musik! ***
Marte Schwarz
Guest
Thu Aug 26, 2010 2:24 pm
Hi Thomas,
Quote:
Für die Hifi-Fehlersuche tuts aber an sich auch ein Soundcardoszi und
für die DC-Sachen ein Multimeter.
Stimmt schon. Wobei da die Handlichkeit wieder dahin ist und die Gefahr
besteht, sich bei unbedarftem Umgang damit den PC zu schießen.
Dafür nimmt man dann ja auch eine der 4,95 Euro USB-Soundcarten. ich hab
meine aber noch nicht auf DC umgebaut.
Marte
Olaf Kaluza
Guest
Thu Aug 26, 2010 4:59 pm
Ansgar Strickerschmidt <dropspamhere.stargar_at_arcor.de> wrote:
Quote:
Von wegen defekt: der Schnarchi von Verkäufer hatte nur nicht gepeilt,
dass man bei diesem Modell Vorstufe und Endstufe extern per Cinch-Kabel
verbinden musste... *fg*
Ich habe vor 15-20Jahren mal den groessten und edelsten Verstaerker
von Grundig (V5000) defekt fuer 50DM von einem langhaarigen
Nachwuchsgitaristen gekauft. Der sagte mir das er die
Endstufentransistoren durchgebrannt habe. Er haette sie auch bereits
ersetzt, aber der Verstaerker wuerde immer noch nicht gehen.
Als ich zuhause nachgeschaut habe waren von allen neuen Transistoren BCE
mit einer fetten Loetbruecke verbunden.
Ich musste nur einen viertel Liter Loetzinn absaugen und er
funktionierte wider.
Olaf
Olaf Kaluza
Guest
Thu Aug 26, 2010 5:00 pm
Marte Schwarz <marte.schwarz_at_gmx.de> wrote:
Quote:
So wie mein betagtes Gameboy-Oszi, um das mich schon viele beneidet
haben, obwohl es hier in der NG hauptsächlich Häme darüber gibt.
Ich habs auch. Ist sehr praktisch fuer die Fehlersuche am Auto.
Olaf
Dirk Ruth
Guest
Thu Aug 26, 2010 7:19 pm
Olaf Kaluzaschrieb:
"
Quote:
Marte Schwarz <marte.schwarz_at_gmx.de> wrote:
So wie mein betagtes Gameboy-Oszi, um das mich schon viele beneidet
haben, obwohl es hier in der NG hauptsächlich Häme darüber gibt.
Ich habs auch. Ist sehr praktisch fuer die Fehlersuche am Auto.
Wieso?
Gibt's im Auto Wechselspannung?
Dirk
Olaf Kaluza
Guest
Thu Aug 26, 2010 8:08 pm
Dirk Ruth <d.ruth_at_itecnet.de> wrote:
Quote:
Wieso?
Gibt's im Auto Wechselspannung?
Sicher.
Olaf
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