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Stefan Nowy
Guest
Tue Feb 02, 2010 1:36 am
Hallo!
Ich bin auf der Suche nach Konstantstromquellen, entweder als Modul oder
als selbst aufzubauende Schaltung um Langzeittests an Bauteilen
durchzuführen.
Ich würde gerne ca. vier oder fünf von diesen Konstantstromquellen
gleichzeitig und voneinader unabhängig betreiben. Das ganze muss von
einem Computer aus steuerbar sein (z.B. USB, seriell, GPIB).
Der Strom sollte zwischen ca. 200 µA und ca. 10 mA einstellbar sein. Die
typischen Ströme bewegen normalerweise so von 0.2 bis 1mA.
Wäre schön, wenn der Strom auf +- 10 µA oder besser genau ist und sich
auch über mehrere Stunden (ca. 1 Tag) maximal in diesem Bereich
verändert. Das ganze soll bei (leicht schwankender) Raumtemperatur
betrieben werden.
Die erforderliche Spannung um diesen Strom durch das zu testende Bauteil
zu treiben liegt so im Bereich von 1V bis max. 15V (eher weniger, aber
typischerweise schon 10V im einstelligen mA-Bereich)
Kosten darf es auch was, sollte sich nur unter den sonst so in Laboren
typischen Geräten von Keithley, Agilent, etc. bewegen.
Freue mich auf Eure Vorschläge!
Viele Grüße
Stefan
MaWin
Guest
Tue Feb 02, 2010 3:12 am
"Stefan Nowy" <snowy.mail_at_gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:hk7oh7$qbe$1_at_news2.open-news-network.org...
Quote:
Ich bin auf der Suche nach Konstantstromquellen
http://www.ni.com/pdf/products/us/c_series_ao.pdf ?
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
homepage:
http://freenet-homepage.de/mawin/
de.sci.electronics FAQ:
http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.
Marte Schwarz
Guest
Tue Feb 02, 2010 10:05 am
Hi Stefan,
Quote:
Ich bin auf der Suche nach Konstantstromquellen, entweder als Modul oder
als selbst aufzubauende Schaltung um Langzeittests an Bauteilen
durchzuführen.
Source, sink, Zwei- oder Vierquadrántenbetrieb? Gemeinsame Masse oder
floatend?
Marte
Matthias Weingart
Guest
Tue Feb 02, 2010 11:08 am
10uA zu 10mA sind nur 1:1000, damit kommst Du mit einem 12bit DA hin, ganz
knapp sogar auch nur mit einem 10bitter.
Für Selbstbau wäre also ein uC sinnvoll, der auf der einen Seite USB
integriert hat und auf der anderen Seite einen 12 (oder 10)bit DAC. Da gibt
es nicht allzuviele davon (hab da aber selbst jetzt keinen Überblick darüber
welche Chips es da gibt). Dahinter dann noch einen OPV, der die Spannung des
DAC in Strom umwandelt. Den OPV nach geringer Eingangsspannungsdrift
aussuchen.
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/currop.htm
M.
Stefan Nowy
Guest
Tue Feb 02, 2010 3:53 pm
Hallo!
MaWin wrote:
Quote:
http://www.ni.com/pdf/products/us/c_series_ao.pdf ?
Danke, das sieht interessant aus!
Viele Grüße
Stefan
Waldemar Krzok
Guest
Tue Feb 02, 2010 4:02 pm
Matthias Weingart schrieb:
Quote:
10uA zu 10mA sind nur 1:1000, damit kommst Du mit einem 12bit DA hin, ganz
knapp sogar auch nur mit einem 10bitter.
Für Selbstbau wäre also ein uC sinnvoll, der auf der einen Seite USB
integriert hat und auf der anderen Seite einen 12 (oder 10)bit DAC. Da gibt
es nicht allzuviele davon (hab da aber selbst jetzt keinen Überblick darüber
welche Chips es da gibt). Dahinter dann noch einen OPV, der die Spannung des
DAC in Strom umwandelt. Den OPV nach geringer Eingangsspannungsdrift
aussuchen.
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/currop.htm
persönlich würde ich (weil alles in der Schublade

) einen µC der
Serie MSP430 nehmen z.B. MSP430F2132, den per FT232R an USB
anschliessen. Auf der anderen Seite einen 4xDAC, z.B. MAX5842 von Maxim
per I2C ankleistern. Wenn die 8 Stück 10 Bit-ADC des MSP ausreichen,
kann man damit auch noch den Spannungsabfall messen. Alles angenommen,
dass es sich um Stromquellen handelt (keine Senken) und alle zu messende
Bauteile eine gemeinsame Masse haben dürfen. Wenn die 10 Bit nicht
ausreichen, einen ADC entsprechender Auflösung per I2C antüdeln. Dito,
wenn nicht 4 Stromquellen ausreichen: einen weiteren MAX5842
anschliessen an den gleichen Bus und man hat 8 DAC-Kanäle.
Waldemar
Stefan Nowy
Guest
Tue Feb 02, 2010 4:08 pm
Hallo!
Marte Schwarz wrote:
Quote:
Hi Stefan,
Ich bin auf der Suche nach Konstantstromquellen, entweder als Modul oder
als selbst aufzubauende Schaltung um Langzeittests an Bauteilen
durchzuführen.
Source, sink, Zwei- oder Vierquadrántenbetrieb? Gemeinsame Masse oder
floatend?
1)
öhm... ich versuche mal die Begriffe zu deuten, bin mit deren Bedeutung
nicht ganz so vetraut:
source: der Strom wird durch die Konstantsstromquelle bereitgestellt?
sink: Strom kommt woanders her (externe Spannungsquelle), wird aber auf
den eingestellten Wert geregelt?
wie dem auch sei: das ist mir letzendlich egal...
2) Ich brauche eigentlich nur einen Quadranten, also ich kann
Bauteilbedingt nur in eine Richtung diese Ströme anlegen
3)
da bin ich wieder nicht so ganz sicher was gemeint ist...
die zu testenden Bauteile sind voneinander unabhängig und brauchen je
ihre eigene Stromquelle/-senke
Ach ja, bisher hatte ich das nicht erwähnt: ich brauche
Kurzschlussfestigkeit, da die Bauteile im Fehlerfall leitend werden
Vielen Dank schon mal.
Viele Grüße
Stefan
Stefan Nowy
Guest
Tue Feb 02, 2010 4:08 pm
Hallo!
Matthias Weingart wrote:
Quote:
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/currop.htm
Danke, werde ich mir mal zu Gemüte führen!
Stefan
Falk Willberg
Guest
Tue Feb 02, 2010 4:13 pm
....
Quote:
Ich bin auf der Suche nach Konstantstromquellen,
....
Quote:
Ach ja, bisher hatte ich das nicht erwähnt: ich brauche
Kurzschlussfestigkeit, da die Bauteile im Fehlerfall leitend werden
Kurzschlussfestigkeit würde ich von einer Stromquelle sowieso erwarten.
Falk
--
Flugpreis für zwei Personen: 16.04 EUR.
Flugpreis incl. Gepäck, Gebühren, Steuern und *Sitzplatz*: 197.62 EUR
Flybe.com
David Kastrup
Guest
Tue Feb 02, 2010 4:20 pm
Falk Willberg <Faweglassenlk_at_falk-willberg.de> writes:
Quote:
...
Ich bin auf der Suche nach Konstantstromquellen,
...
Ach ja, bisher hatte ich das nicht erwähnt: ich brauche
Kurzschlussfestigkeit, da die Bauteile im Fehlerfall leitend werden
Kurzschlussfestigkeit würde ich von einer Stromquelle sowieso erwarten.
Aber hallo. Die sollte eher Probleme haben, wenn man sie auftrennt.
Die übliche Schaltung mit Transistor? Basis an bekanntes Potential U1,
Emitter über Widerstand R an anderes bekanntes Potential U2, damit
Emitterstrom (U1-U2-0.6V)/R und Kollektorstrom weitgehend dasselbe? Das
Geschlecht des Transistors muß man natürlich passend zur Aufgabe wählen:
PNP als Stromquelle, NPN als Stromsenke.
--
David Kastrup
Joerg
Guest
Tue Feb 02, 2010 4:56 pm
Matthias Weingart wrote:
Quote:
Waldemar Krzok <waldemar_at_zedat.fu-berlin.de>:
persönlich würde ich (weil alles in der Schublade

) einen µC der
Serie MSP430 nehmen z.B. MSP430F2132, den per FT232R an USB
anschliessen. Auf der anderen Seite einen 4xDAC, z.B. MAX5842 von Maxim
Den MSP430 gibt es auch mit eingebautem 2fach DAC (12bit).
Ich weiss nur nicht wie TI mit deren Preispolitik gegen Silabs C8051F413
anstinken will. Ok, 8-Bitter aber 50MHz. Die MSP430 Serie finde ich ganz
gut, aber die sind oft teuer.
--
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/
"gmail" domain blocked because of excessive spam.
Use another domain or send PM.
Matthias Weingart
Guest
Tue Feb 02, 2010 5:07 pm
Waldemar Krzok <waldemar_at_zedat.fu-berlin.de>:
Quote:
persönlich würde ich (weil alles in der Schublade

) einen µC der
Serie MSP430 nehmen z.B. MSP430F2132, den per FT232R an USB
anschliessen. Auf der anderen Seite einen 4xDAC, z.B. MAX5842 von Maxim
Den MSP430 gibt es auch mit eingebautem 2fach DAC (12bit).
M.
Waldemar Krzok
Guest
Tue Feb 02, 2010 5:49 pm
Joerg schrieb:
Quote:
Matthias Weingart wrote:
Waldemar Krzok <waldemar_at_zedat.fu-berlin.de>:
persönlich würde ich (weil alles in der Schublade

) einen µC der
Serie MSP430 nehmen z.B. MSP430F2132, den per FT232R an USB
anschliessen. Auf der anderen Seite einen 4xDAC, z.B. MAX5842 von Maxim
Den MSP430 gibt es auch mit eingebautem 2fach DAC (12bit).
Ich weiss nur nicht wie TI mit deren Preispolitik gegen Silabs C8051F413
anstinken will. Ok, 8-Bitter aber 50MHz. Die MSP430 Serie finde ich ganz
gut, aber die sind oft teuer.
je nach dem was man damit machen will. Wenn ich ein Gerät bauen möchte,
werde ich nicht mich in eine neue Familie einarbeiten wollen. Ein
Programm für den MSP kann ich in ein paar Stunden fertig haben, für
irgendetwas neues vielleicht 1-2 Wochen, je nach Qualität der Doku.
Damit ist mir (persönlich) völlig Banane ob so'n Teil 5$ statt 2$
kostet. Bei 10k oder 100k Geräten sähe es schon anders aus. Die MSPs mit
Doppel-DAC und 12 Bit sind in netten BGA-Gehäusen mit mindestens 113
Bubbeln, das möchte ich nicht löten. Ich würde einen 32-Beiner, einfach
zu verlöten Dank 0.6mm Beinabstand, nehmen und den ganzen
AD-DA-Krimskrams mit I2C erledigen. Es ist dadurch übersichtlich und
ziemlich frei skalierbar. Wenigstens bis 8 Kanälen ohne Klimmzüge.
Waldemar
Joerg
Guest
Tue Feb 02, 2010 6:11 pm
Waldemar Krzok wrote:
Quote:
Joerg schrieb:
Matthias Weingart wrote:
Waldemar Krzok <waldemar_at_zedat.fu-berlin.de>:
persönlich würde ich (weil alles in der Schublade

) einen µC der
Serie MSP430 nehmen z.B. MSP430F2132, den per FT232R an USB
anschliessen. Auf der anderen Seite einen 4xDAC, z.B. MAX5842 von Maxim
Den MSP430 gibt es auch mit eingebautem 2fach DAC (12bit).
Ich weiss nur nicht wie TI mit deren Preispolitik gegen Silabs
C8051F413 anstinken will. Ok, 8-Bitter aber 50MHz. Die MSP430 Serie
finde ich ganz gut, aber die sind oft teuer.
je nach dem was man damit machen will. Wenn ich ein Gerät bauen möchte,
werde ich nicht mich in eine neue Familie einarbeiten wollen. Ein
Programm für den MSP kann ich in ein paar Stunden fertig haben, für
irgendetwas neues vielleicht 1-2 Wochen, je nach Qualität der Doku.
Damit ist mir (persönlich) völlig Banane ob so'n Teil 5$ statt 2$
kostet. Bei 10k oder 100k Geräten sähe es schon anders aus. Die MSPs mit
Doppel-DAC und 12 Bit sind in netten BGA-Gehäusen mit mindestens 113
Bubbeln, das möchte ich nicht löten. Ich würde einen 32-Beiner, einfach
zu verlöten Dank 0.6mm Beinabstand, nehmen und den ganzen
AD-DA-Krimskrams mit I2C erledigen. Es ist dadurch übersichtlich und
ziemlich frei skalierbar. Wenigstens bis 8 Kanälen ohne Klimmzüge.
Sehe ich aehnlich, bisher habe ich fast alles mit SPI-Wandlern erledigt.
Bei Grosserien ist es anders, da zaehlen zwei Dinge. Einmal der Preis
wo asiatische 8051-Derivate ganz paesslich sind. Zum anderen die
Verfuegbarkeit von Programmierern, moeglichst vor Ort beim Kunden. Da
gewinnt dann auch meist der 8051 (und Keil Compiler). Das ist so
aehnlich wie VW-Kaefer und Land-Rover, die kannst Du selbst in der
hintersten Ecke im tropischen Regenwald repariert bekommen.
--
Gruesse, Joerg
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Rafael Deliano
Guest
Tue Feb 02, 2010 6:15 pm
Quote:
Langzeittests an Bauteilen durchzuführen.
... Ströme bewegen normalerweise so von 0.2 bis 1mA.
... Spannung ... 1V bis max. 15V
Welche Bauteile sollen sich da verändern ? Für Burn-in
ists wohl zuwenig Saft. Sonderfälle wie Elektrolyten,
chemische Sensoren mags geben.
Für eine andere Aufgabenstellung habe ich so gewurstelt:
http://www.embeddedFORTH.de/temp/4007.pdf
( Artikel nicht fertig, Schaltung nicht getestet )
In vorheriger Version der Schaltung versucht per 16 Bit
PWM, Bereichsumschaltung gleich 1nA ... 1mA zu erschlagen.
War aber ein Flop. In der neuen Version bescheidener geworden.
Erhoffter Vorteil wenn man sich Leiterplatte macht: durch die
kompaktere Verdrahtung hat man wohl weniger Probleme mit Brumm, Leckströmen.
Solange nur Daten in geringer Menge erzeugt werden halte ich V24
für ausreichend.
Für eine Langzeitmessung würde ich wohl Datenlogger-Funktionen
mit einbauen. D.h. Real-Time-Clock-IC, serielles FLASH ( bzw.
Compact Flash ) als lokalen Speicher einbauen. Oder 2. Einplatinen-
computer der das hat z.B. über SPI ankoppeln.
MfG JRD
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