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Hans-Jürgen Schneider
Guest

Mon Jan 23, 2012 10:04 am   



Hallo Leute,

mir ist ein DKE38 zugelaufen. Neben dem insgesamt erbärmlichen
Zustand haben sich natürlich die Röhrenkolben von ihren Sockeln
gelöst.
Weiß vielleicht jemand, welches Mittel sich heutzutage für
derartige Klebstellen etabliert hat?

MfG
hjs

MaWin
Guest

Mon Jan 23, 2012 10:58 am   



"Hans-Jürgen Schneider" <echo_at_hrz.tu-chemnitz.de> schrieb im Newsbeitrag
news:4F1D22B8.EA491368_at_hrz.tu-chemnitz.de...

Quote:
Weiß vielleicht jemand, welches Mittel sich heutzutage für
derartige Klebstellen etabliert hat?

http://www.radiomuseum.org/dsp_multipage_pdf.cfm?pdf=tube_self_construction.pdf

schreibt:

using a classical shellac/silica powder glue and dried at 120 °C in an oven.

--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
homepage: http://www.reocities.com/mwinterhoff/
de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
Lies 'Die hohe Schule der Elektronik' von Horowitz/Hill bevor du fragst.
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.

Hans-Jürgen Schneider
Guest

Mon Jan 23, 2012 11:59 am   



MaWin schrieb:
Quote:

"Hans-Jürgen Schneider" <echo_at_hrz.tu-chemnitz.de> schrieb im Newsbeitrag
news:4F1D22B8.EA491368_at_hrz.tu-chemnitz.de...

Weiß vielleicht jemand, welches Mittel sich heutzutage für
derartige Klebstellen etabliert hat?

http://www.radiomuseum.org/dsp_multipage_pdf.cfm?pdf=tube_self_construction.pdf

schreibt:

using a classical shellac/silica powder glue and dried at 120 °C in an oven.

Danke fürs Raussuchen.
Eigentlich wollte ich mir die Anwendung historischer Techniken
ersparen. Auch wenn die Bezeichnung E904 der heutigen Welt
zuzuordnen ist.

MfG
hjs

Heinz Schmitz
Guest

Mon Jan 23, 2012 12:26 pm   



Hans-Jürgen Schneider wrote:

Quote:
mir ist ein DKE38 zugelaufen. Neben dem insgesamt erbärmlichen
Zustand haben sich natürlich die Röhrenkolben von ihren Sockeln
gelöst.
Weiß vielleicht jemand, welches Mittel sich heutzutage für
derartige Klebstellen etabliert hat?

Bisher habe ich immer (wenig) Zweikomponenten-Kleber genommen,
den ich mit einem Streifen festen Papiers zwischen Sockel und Glas
geschoben habe.
Wenn die Röhre im Betrieb warm wird, muß man vielleicht wegen zu
erwartender Ausdehnung vorsichtig vorgehen und nur wenig Kleber
an zwei oder drei Stellen verwenden.
Vorher sollte man den Glaskolben provisorisch festlegen und die
Verbindungen von den Sockelstiften zum Kolben prüfen - wenn da
Kurzschluß oder Unterbrechung unentdeckt bleiben, müßte man
sonst nachher die ganze Arbeit nochmal machen.
Wenn der Glaskolben inclusive der Drähte nicht mehr am Sockel
hängt, muß man herausfinden, welcher Draht zu welcher Elektrode
gehört.
- Den Heizfaden findet man mit dem Ohmmeter.
- Die Katode ist die einzige Elektrode, die an Minus zu anderen
Elektroden Durchgang zeigt.
- Gitter-1 wird negativ gegen die beheitzte Katode
- Gitter-2 wird negativ gegen die beheizte Katode, wenn G1 mit Katode
verbunden ist.
- etc.
Für die Verlängerung zu kurzer Drähte IM Sockel habe ich Hülsen aus
Messingrohr (2mm lichte Weite) von ca 5 mm Länge über beide Drähte
geschoben, mit stumpfem Seitenschneider fest zusammengekniffen,
verlötet und mit Isolierschlauch überzogen.

Grüße,
H.

Hans-Jürgen Schneider
Guest

Mon Jan 23, 2012 1:46 pm   



Heinz Schmitz schrieb:
Quote:

Hans-Jürgen Schneider wrote:

mir ist ein DKE38 zugelaufen. Neben dem insgesamt erbärmlichen
Zustand haben sich natürlich die Röhrenkolben von ihren Sockeln
gelöst.
Weiß vielleicht jemand, welches Mittel sich heutzutage für
derartige Klebstellen etabliert hat?

Bisher habe ich immer (wenig) Zweikomponenten-Kleber genommen,
den ich mit einem Streifen festen Papiers zwischen Sockel und Glas
geschoben habe.

Was für welchen denn?
Die Hersteller haben sich entweder zu keiner Temperaturangabe
durchringen können, oder man nennt 100°C. Loctite 3430 wäre
ansonsten mein Favorit gewesen.

MfG
hjs

Helmut Wabnig
Guest

Mon Jan 23, 2012 2:23 pm   



On Mon, 23 Jan 2012 10:04:56 +0100, Hans-Jürgen Schneider
<echo_at_hrz.tu-chemnitz.de> wrote:

Quote:
Hallo Leute,

mir ist ein DKE38 zugelaufen. Neben dem insgesamt erbärmlichen
Zustand haben sich natürlich die Röhrenkolben von ihren Sockeln
gelöst.
Weiß vielleicht jemand, welches Mittel sich heutzutage für
derartige Klebstellen etabliert hat?

MfG
hjs

Keramikkleber gibt es für alle Temperaturen.
Vom Porzellan reparieren bis zu Halogenlampensockelkitt.
Im Ofenbau gibt es hitzefeste Fugenmasse.
Im Brandschutz gibt es Brandschutzsilikon bis 350 grad.


w.

Heinz Schmitz
Guest

Mon Jan 23, 2012 4:15 pm   



Hans-Jürgen Schneider wrote:

Quote:
Bisher habe ich immer (wenig) Zweikomponenten-Kleber genommen,
den ich mit einem Streifen festen Papiers zwischen Sockel und Glas
geschoben habe.

Was für welchen denn?
Die Hersteller haben sich entweder zu keiner Temperaturangabe
durchringen können, oder man nennt 100°C. Loctite 3430 wäre
ansonsten mein Favorit gewesen.

Mein Favorit ist immer der von UHU (grün/gelb). Zwei Pasten
aus Tube, einfach zu mischen, übernacht fest werdend.
Die Röhren werden ja heiß kaum in horizontaler Lage betrieben,
und die großen Sockel kommen imho nicht an 100 Grad heran.
Deshalb mache ich mit da keine großen Sorgen

Grüße,
H.

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