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Michael Koch
Guest
Tue Feb 23, 2010 5:35 pm
Hallo,
bei einer logarithmisch-periodischen Dipol-Antenne liegt der Speisepunkt
vorne, und die 50 Ohm Zuleitung wird üblicherweise durch eines der Rohre
geführt. Die beiden Rohre sind gegeneinander isoliert. Man würde
erwarten, dass der Gleichstrom-Widerstand an der N-Buchse unendlich sein
müsste. Nun habe ich bei drei verschiedenen Antennen gemessen:
a) Electro-Metrics EM-6950, 200MHz-1GHz
b) Schwarzbeck UHALP 9107 300MHz-1GHz
c) Teseq CBL 6143, 30MHz-3GHz
Bei a) ist der Widerstand wie erwartet unendlich, aber bei b) und c) ist
er nahe null Ohm. Hat einer von euch eine Idee, woran das liegen könnte?
Aufschrauben und nachschauen geht in beiden Fällen nicht.
Gruss
Michael
Helmut Wabnig
Guest
Tue Feb 23, 2010 5:51 pm
On Tue, 23 Feb 2010 16:35:03 +0100, Michael Koch
<astroelectronic_at_t-online.de> wrote:
Quote:
Hallo,
bei einer logarithmisch-periodischen Dipol-Antenne liegt der Speisepunkt
vorne, und die 50 Ohm Zuleitung wird üblicherweise durch eines der Rohre
geführt. Die beiden Rohre sind gegeneinander isoliert. Man würde
erwarten, dass der Gleichstrom-Widerstand an der N-Buchse unendlich sein
müsste. Nun habe ich bei drei verschiedenen Antennen gemessen:
a) Electro-Metrics EM-6950, 200MHz-1GHz
b) Schwarzbeck UHALP 9107 300MHz-1GHz
c) Teseq CBL 6143, 30MHz-3GHz
Bei a) ist der Widerstand wie erwartet unendlich, aber bei b) und c) ist
er nahe null Ohm. Hat einer von euch eine Idee, woran das liegen könnte?
Aufschrauben und nachschauen geht in beiden Fällen nicht.
Gruss
Michael
Eine LPDA ist am Hintern mit Z = ca 200 Ohm abgeschlossen.
Das kann man mittels Lamda/8 Stub machen oder mit
einem Kohlewiderstand. Parallel zum Widerstand wickelt
man eine Drosselspule als DC Schluß.
Das erklärt deine Meßwerte.
Die Antenne A ist entweder falsch gebaut oder hat sonst irgendeine
Besonderheit.
w.
Joerg
Guest
Tue Feb 23, 2010 5:54 pm
Michael Koch wrote:
Quote:
Hallo,
bei einer logarithmisch-periodischen Dipol-Antenne liegt der Speisepunkt
vorne, und die 50 Ohm Zuleitung wird üblicherweise durch eines der Rohre
geführt. Die beiden Rohre sind gegeneinander isoliert. Man würde
erwarten, dass der Gleichstrom-Widerstand an der N-Buchse unendlich sein
müsste. Nun habe ich bei drei verschiedenen Antennen gemessen:
a) Electro-Metrics EM-6950, 200MHz-1GHz
b) Schwarzbeck UHALP 9107 300MHz-1GHz
c) Teseq CBL 6143, 30MHz-3GHz
Bei a) ist der Widerstand wie erwartet unendlich, aber bei b) und c) ist
er nahe null Ohm. Hat einer von euch eine Idee, woran das liegen könnte?
Aufschrauben und nachschauen geht in beiden Fällen nicht.
Diese Antennen kenne ich nicht aber auch unsere log-per
Monster-Fernsehantenne hat "DC-Short". Ich baue sie jetzt nicht vom Mast
ab, doch m.W. ist irgendwo eine ordentlich Drossel drin und man macht
das aus Blitzschutzgruenden und zum anderen zur Unterdrueckung von Static.
--
Gruesse, Joerg
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Michael Koch
Guest
Tue Feb 23, 2010 6:27 pm
Hallo Helmut,
Quote:
Eine LPDA ist am Hintern mit Z = ca 200 Ohm abgeschlossen.
Das kann man mittels Lamda/8 Stub machen oder mit
einem Kohlewiderstand. Parallel zum Widerstand wickelt
man eine Drosselspule als DC Schluß.
Widerstände scheiden hier aus, weil die Antennen auch für Sendebetrieb
geeignet sind. Die EM-6950 bis 1kW, die UHALP 9107 bis 3W, die CBL 6143
bis 300W.
Quote:
Die Antenne A ist entweder falsch gebaut oder hat sonst irgendeine
Besonderheit.
Ich meine sie ist genau so gebaut, wie es in allen Lehrbüchern erklärt
wird. Am hinteren Ende gibt es keinerlei Abschluss.
Es gibt im Netz eine ganze Reihe von Bauanleitungen für LPDA's, zum
Beispiel hier:
http://www.wolfgang-rolke.de/antennas/ant_400.htm
Irgendwelche Drosseln oder Widerstände habe ich bislang in keiner
Bauanleitung gesehen.
Gruss
Michael
Joerg
Guest
Tue Feb 23, 2010 6:39 pm
Michael Koch wrote:
Quote:
Hallo Helmut,
Eine LPDA ist am Hintern mit Z = ca 200 Ohm abgeschlossen.
Das kann man mittels Lamda/8 Stub machen oder mit
einem Kohlewiderstand. Parallel zum Widerstand wickelt
man eine Drosselspule als DC Schluß.
Widerstände scheiden hier aus, weil die Antennen auch für Sendebetrieb
geeignet sind. Die EM-6950 bis 1kW, die UHALP 9107 bis 3W, die CBL 6143
bis 300W.
Die Antenne A ist entweder falsch gebaut oder hat sonst irgendeine
Besonderheit.
Ich meine sie ist genau so gebaut, wie es in allen Lehrbüchern erklärt
wird. Am hinteren Ende gibt es keinerlei Abschluss.
Es gibt im Netz eine ganze Reihe von Bauanleitungen für LPDA's, zum
Beispiel hier:
http://www.wolfgang-rolke.de/antennas/ant_400.htm
Irgendwelche Drosseln oder Widerstände habe ich bislang in keiner
Bauanleitung gesehen.
In der Praxis braucht man die Drossel aber, sonst haut es einem u.U.
beim naechsten Gewitter die Halbleiter im angeschlossenen Geraet weg.
Irgendwie muessen das die Jungs die die Aktivantenne in meinem Audi
entwickelt hatten vergessen haben.
--
Gruesse, Joerg
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Michael Koch
Guest
Tue Feb 23, 2010 6:44 pm
Hallo Joerg,
Quote:
In der Praxis braucht man die Drossel aber, sonst haut es einem u.U.
beim naechsten Gewitter die Halbleiter im angeschlossenen Geraet weg.
Na ja, aber hier geht es um EMV-Messantennen. Die benutzt man entweder
im abgeschirmten Raum oder im Freifeld, dann aber nicht bei Gewitter.
Gruss
Michael
Horst-D.Winzler
Guest
Tue Feb 23, 2010 6:46 pm
Michael Koch schrieb:
Quote:
Hallo Helmut,
Eine LPDA ist am Hintern mit Z = ca 200 Ohm abgeschlossen.
Das kann man mittels Lamda/8 Stub machen oder mit
einem Kohlewiderstand. Parallel zum Widerstand wickelt
man eine Drosselspule als DC Schluß.
Widerstände scheiden hier aus, weil die Antennen auch für Sendebetrieb
geeignet sind. Die EM-6950 bis 1kW, die UHALP 9107 bis 3W, die CBL 6143
bis 300W.
Die Antenne A ist entweder falsch gebaut oder hat sonst irgendeine
Besonderheit.
Ich meine sie ist genau so gebaut, wie es in allen Lehrbüchern erklärt
wird. Am hinteren Ende gibt es keinerlei Abschluss.
Es gibt im Netz eine ganze Reihe von Bauanleitungen für LPDA's, zum
Beispiel hier:
http://www.wolfgang-rolke.de/antennas/ant_400.htm
Irgendwelche Drosseln oder Widerstände habe ich bislang in keiner
Bauanleitung gesehen.
Wie schon geschrieben, besitzt die LPA am Ende, also dort wo die
längsten Strahler sitzen, einen Stub
Für den Stub gilt: Zt =(<) 1/8 lamda(max)
Für VHF und UHF konsequent, für KW eine etwa 150mm lange Drahtbrücke.
So meints der Hammel(rot)
--
mfg hdw
Joerg
Guest
Tue Feb 23, 2010 6:56 pm
Michael Koch wrote:
Quote:
Hallo Joerg,
In der Praxis braucht man die Drossel aber, sonst haut es einem u.U.
beim naechsten Gewitter die Halbleiter im angeschlossenen Geraet weg.
Na ja, aber hier geht es um EMV-Messantennen. Die benutzt man entweder
im abgeschirmten Raum oder im Freifeld, dann aber nicht bei Gewitter.
Normalerweise nicht, aber ich war schon dabei wo "noch eben schnell" ein
Job fertig werden musste. Ueber die Bergkette krochen duestere Wolken
und darin rumpelte es ordentlich. Und dann sind da noch die DO-160 Tests
bei denen es so richtig zur Sache geht.
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Gruesse, Joerg
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Michael Koch
Guest
Tue Feb 23, 2010 6:58 pm
Hallo Horst,
Quote:
So meints der Hammel(rot)
Hab ich (noch) nicht. Welchen meinst du, "Antennenbuch" oder "Praxis der
Fernsehantennen"? Welche Auflage ist empfehlenswert?
Gruss
Michael
Horst-D.Winzler
Guest
Tue Feb 23, 2010 7:10 pm
Michael Koch schrieb:
Quote:
Hallo Horst,
So meints der Hammel(rot) ;-)
Hab ich (noch) nicht. Welchen meinst du, "Antennenbuch" oder "Praxis der
Fernsehantennen"? Welche Auflage ist empfehlenswert?
Gruss
Michael
Antennebuch, Karl Rothammel. Meins ist die 10. Auflage.
In neueren Ausgaben wird sich viel kaum geändert haben.Denn die Antennen
sind ja zum Nachbau gedacht ;-)
--
mfg hdw
Helmut Wabnig
Guest
Tue Feb 23, 2010 8:17 pm
On Tue, 23 Feb 2010 17:27:19 +0100, Michael Koch
<astroelectronic_at_t-online.de> wrote:
Quote:
Hallo Helmut,
Eine LPDA ist am Hintern mit Z = ca 200 Ohm abgeschlossen.
Das kann man mittels Lamda/8 Stub machen oder mit
einem Kohlewiderstand. Parallel zum Widerstand wickelt
man eine Drosselspule als DC Schluß.
Widerstände scheiden hier aus, weil die Antennen auch für Sendebetrieb
geeignet sind. Die EM-6950 bis 1kW, die UHALP 9107 bis 3W, die CBL 6143
bis 300W.
Die Antenne A ist entweder falsch gebaut oder hat sonst irgendeine
Besonderheit.
Ich meine sie ist genau so gebaut, wie es in allen Lehrbüchern erklärt
wird. Am hinteren Ende gibt es keinerlei Abschluss.
Es gibt im Netz eine ganze Reihe von Bauanleitungen für LPDA's, zum
Beispiel hier:
http://www.wolfgang-rolke.de/antennas/ant_400.htm
Irgendwelche Drosseln oder Widerstände habe ich bislang in keiner
Bauanleitung gesehen.
Den Stub braucht man wenn die Antenne über mehr als eine Oktave geht,
sonst empfängt sie von hinten.
bei schmalbandigen kann man ihn weglassen.
w.
Gerhard Hoffmann
Guest
Tue Feb 23, 2010 8:35 pm
Michael Koch wrote:
Quote:
Irgendwelche Drosseln oder Widerstände habe ich bislang in keiner
Bauanleitung gesehen.
Ein Balun darf aber schon sein wenn man mit Koax weggeht.
Gruß, Gerhard
Joerg
Guest
Tue Feb 23, 2010 8:42 pm
Gerhard Hoffmann wrote:
Quote:
Michael Koch wrote:
Irgendwelche Drosseln oder Widerstände habe ich bislang in keiner
Bauanleitung gesehen.
Ein Balun darf aber schon sein wenn man mit Koax weggeht.
Och, da gibt's Leute die gelegentlich maximal einen uebers Koax
geschobenen Ringkern spendieren.
<in_den_Spiegel_guck>
--
Gruesse, Joerg
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Axel Schwenke
Guest
Wed Feb 24, 2010 1:58 am
Michael Koch <astroelectronic_at_t-online.de> wrote:
Quote:
bei einer logarithmisch-periodischen Dipol-Antenne liegt der Speisepunkt
vorne, und die 50 Ohm Zuleitung wird üblicherweise durch eines der Rohre
geführt. Die beiden Rohre sind gegeneinander isoliert.
Bei der LPA mit Stummeln und zwei Längsträgern und niederohmiger
Speisung vorn sind die Träger am hinteren Ende verbunden. Gern
mit verschiebbarer Kurzschlußbrücke, um die Antennenimpedanz im
genutzten Frequenzbereich anzupassen. Demnach sind 0R DC normal.
Man kann LPA auch mit geschlossenen Dipolen bauen, aber das scheinst
du nicht zu meinen (die sind nämlich symmetrisch und haben nur einen
Längsträger)
XL
Axel Schwenke
Guest
Wed Feb 24, 2010 1:59 am
Gerhard Hoffmann <usenet_at_hoffmann-hochfrequenz.de> wrote:
Quote:
Michael Koch wrote:
Irgendwelche Drosseln oder Widerstände habe ich bislang in keiner
Bauanleitung gesehen.
Ein Balun darf aber schon sein wenn man mit Koax weggeht.
Nö. Das ist der Vorteil dieser Bauweise. Kann man direkt mit
75R oder 50R Koax rangehen.
XL
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