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Marcel Müller
Guest
Tue Aug 10, 2010 6:00 pm
Hallo!
Ralph A. Schmid, dk5ras wrote:
Quote:
Marcel Müller <news.5.maazl_at_spamgourmet.com> wrote:
(Rauschbild ausgeben, FFT bei zwei verschiedenen, ohmschen Lasten und
dann aus dem komplexen Quotient der FFTs die Impedanz und
Übertragungsfunktion des VGA-Ausgangs ermitteln.)
Wie erzeugt man denn so ein Rauschbild?
Naja, Auflösung hochdrehen bis der RAMDAC aufgibt. Z.B. 2048*1536. Und
als Testbild ein MLS-Signal oder so etwas in jede Zeile. Also ein
senkrechtes Streifenmuster.
Beim Aufnehmen muss man halt aufpassen, dass man nicht in der
horizontalen oder vertikalen Austastlücke sampelt. Idealerweise synct
man auf V und H, damit man auch die Phase reproduzierbar erwischt, denn
selbst mit einem DSO bekommt man ein ordentliches SNR wohl nicht bei
Single Shot.
Für die Ankopplung des Oszis empfehle ich ein Widerstandsnetzwerk, dass
auf die 50 Ohm des Eingangs transformiert. Damit bekommt man
einigermaßen Bandbreite. Das Netzwerk kann man einmal auf 65 Ohm und
einmal auf 85 Ohm oder so auslegen, damit man die Impedanz dann ohne
exakte Kenntnis des ausgegebenen Referenzsignals ausrechnen kann.
Wenn mann die Messung zusätzlich mit dem FFT des nackten Referenzsignals
korreliert, bekommt man auch noch die Übertragungsfunktion des Ausgangs.
Aber aufpassen, dass eventuelle LUTs für Gammakorrektur im Grafiktreiber
oder der Bildanzeigeanwendung ausgeschaltet sind, sonst hängt noch eine
hässliche nichtlineare Transformation dazwischen.
Quote:
Ich würde mir sehr gerne mal
den VGA-Ausgang eines boards mit Intel 945 GME auf dem spectrum
analyzer ansehen...
Gesetzt, dass man den Burschen geeignet synchronisieren kann, sollte das
kein Problem werden. In dem Zusammenhang würde ich allerdings weißes
Rauschen als Testsignal empfehlen.
Quote:
der ist nämlich auch ziemlich scheiße, und
Überbrücken der Tiefpässe am Ausgang bringt auch nix.
Das die Erkenntnis indes Besserung bringt ist nicht zu erwarten,
insofern ist die Sache eher von akademischen Nutzen.
Marcel
Marte Schwarz
Guest
Tue Aug 10, 2010 8:49 pm
Hallo Marcel,
Quote:
Naja, Auflösung hochdrehen bis der RAMDAC aufgibt. Z.B. 2048*1536. Und
als Testbild ein MLS-Signal oder so etwas in jede Zeile. Also ein
senkrechtes Streifenmuster.
Also ich würde eine senkrechte weisse Linie als Testbild nehmen, meinetwegen
auch mehrere äquidistant. dann reicht ein einfaches Scope schon, das auf
jene Linien triggert. Dann wird man eventuelle Reflexionen deutlich sehen
können. Hierzu sollte man aber hochohmig abgreifen, um nicht selbst die
Anpassung zu stören. Ein Vergleich der Bilder mit und ohne Tastkopf ist ganz
sinnvoll
Und dann wäre eben trial&error meine Methode gewesen. Anhand der Phasenlage
sollte man herausbekommen, wo die Impedanz zu hoch oder auch zu niedrig ist.
Die Amplitude sollte darüber Aufschluß geben, wie viel noch fehlt.
Meine Erfahrung lehrt mich, dass sowohl Monitor alsauch GraKa und natürlich
auch das Kabel Grund für Übel sein kann. Mein 16" Eizo in frühen
Studienjahren war mir zu groß und musste einem 15" weichen. Ich hatte nie
Stress mit dem Monitor, aber der Käufer war todunglücklich mit dem Edelteil,
weil er x Reflexionsstreifen hatte, die sein alter NEC3d in Kombination mit
seiner ET4000 Karte nicht zeigte. Also musste ja mein Monitor schuld sein...
nur tat der an meiner ATI-GraKa einwandfrei, dafür hatte sein NEC3D an
meiner ATI ein furchtbares Bild. Kurzum, ich habe den Monitor zurückgenommen
und weiss seither, dass die beiden einfach zusammen spielen müssen. Im
Prinzip reicht es ja, wenn eine Seite richtig abgeschlossen wurde.
Allerdings scheint es hier unterschiedliche Meinungen darüber zu geben
welche Seite das sein solle und welche Impedanz das sein muss, ansosnten
kann ich mir das Ganze nicht zusammenreimen. Ich weiss nur, dass bei meinem
Kieferchirurgen die beiden Monitore im Behandlungszimmer so schlimm
aussehen, dass man dem Röntgenbild draruf wirklich nicht trauen möchte.
Ich hätte diese Computeranlage so nie abgenommen.
Quote:
Ich würde mir sehr gerne mal
den VGA-Ausgang eines boards mit Intel 945 GME auf dem spectrum
analyzer ansehen...
Nun ja, den hab ich sicher nicht :-)
Quote:
der ist nämlich auch ziemlich scheiße, und
Überbrücken der Tiefpässe am Ausgang bringt auch nix.
Das waren wohl eher die Serienwiderstände mit 50 Ohm und abschließend ggfs
noch ein paar kleine C um unsinige Frequenzanteile an der Abstrahlung zu
hindern. Die Widerstände zu brücken sollte das Bild ein bischen aufhellen,
aber ansonsten wird das Bild wohl eher schlechter werden.
Quote:
Das die Erkenntnis indes Besserung bringt ist nicht zu erwarten, insofern
ist die Sache eher von akademischen Nutzen.
Wieso? Wenn man weiss, was schief gewickelt ist, kann man es doch einfach
richten. Das sollte dann vergleichsweise einfach sein.
Marte
Axel Berger
Guest
Tue Aug 10, 2010 9:01 pm
*Torsten Schneider* wrote on Tue, 10-08-10 15:22:
Quote:
Oder brauchst du eine Brille? Da steht "Analog", nicht "Audio".
Du hast in beiden Punkten vollkommen Recht.
Michael Eggert
Guest
Tue Aug 10, 2010 10:26 pm
"Marte Schwarz" <marte.schwarz_at_gmx.de> wrote:
Moin!
Quote:
Ich weiss nur, dass bei meinem
Kieferchirurgen die beiden Monitore im Behandlungszimmer so schlimm
aussehen, dass man dem Röntgenbild draruf wirklich nicht trauen möchte.
Ich hätte diese Computeranlage so nie abgenommen.
Ach, Ärzte... Die merken ja nichtmal, wenn der Fernseher an der Wand
das 4:3-Bild vom Ultraschallgerät auf 16:9 verzerrt.
Gruß,
Michael.
Ralph A. Schmid, dk5ras
Guest
Wed Aug 11, 2010 5:20 am
Marcel Müller <news.5.maazl_at_spamgourmet.com> wrote:
Quote:
Das die Erkenntnis indes Besserung bringt ist nicht zu erwarten,
insofern ist die Sache eher von akademischen Nutzen.
Eh klar, ich habe nur kein Gefühl dafür, ob es eine massive Verbiegung
des Frequenzganges ist, oder nur eine Kleinigkeit, was zu dem
matschigen Bild führt. Ist ohnehin von rein akademischem Interesse,
daß der VGA-Anschluß in der Regel nicht benutzt wird, da der
Bildschirm per LVDS dranhängt.
-ras
--
Ralph A. Schmid
http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
Ralph A. Schmid, dk5ras
Guest
Wed Aug 11, 2010 5:22 am
"Marte Schwarz" <marte.schwarz_at_gmx.de> wrote:
Quote:
Wieso? Wenn man weiss, was schief gewickelt ist, kann man es doch einfach
richten. Das sollte dann vergleichsweise einfach sein.
An ein paar Leiterbahnen, die aus irgendeinem IC kommen, kann man
wenig ändern.
-ras
--
Ralph A. Schmid
http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
Marte Schwarz
Guest
Wed Aug 11, 2010 9:07 am
Hallo Ralph,
Quote:
Wieso? Wenn man weiss, was schief gewickelt ist, kann man es doch einfach
richten. Das sollte dann vergleichsweise einfach sein.
An ein paar Leiterbahnen, die aus irgendeinem IC kommen, kann man
wenig ändern.
was soll denn dieser Unfug. Bei Bedarf kann man sich sogar einen
Zwischenstecker bauen mit der entsprechenden Anpassschaltung. Notfalls sogar
an beiden Seiten des Kabels. Da brauchst Du nicht einmal die GraKa oder den
Monitor patchen.
Marte
Ralph A. Schmid, dk5ras
Guest
Thu Aug 12, 2010 6:55 am
"Marte Schwarz" <marte.schwarz_at_gmx.de> wrote:
Quote:
was soll denn dieser Unfug. Bei Bedarf kann man sich sogar einen
Zwischenstecker bauen mit der entsprechenden Anpassschaltung. Notfalls sogar
an beiden Seiten des Kabels. Da brauchst Du nicht einmal die GraKa oder den
Monitor patchen.
Ja, wenn es nur eine falsche Anpasung ist, dann schaut man in's
Datenblatt, wie der Hersteller er smpfiehlt, und sollte passen. Aber
wenn einfach der Chip Mist ist?!
-ras
--
Ralph A. Schmid
http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
Marte Schwarz
Guest
Thu Aug 12, 2010 8:31 am
Hallo Ralph,
Quote:
Ja, wenn es nur eine falsche Anpasung ist, dann schaut man in's
Datenblatt, wie der Hersteller er smpfiehlt, und sollte passen. Aber
wenn einfach der Chip Mist ist?!
Der Chip ist in den wenigsten fällen schuld. Man kann aber gerade bei
schnellen Designs viel im Layout kaputtmachen und es soll tatsächlich
Damager geben, die dann austesten lassen, ob man diese drei Widerstände da
hinten nicht auch weglassen kann. Und siehe da, an dem einen Monitor (der
eben gut terminiert ist) sah das Ergebnis doch gar nicht so viel schlechter
aus, das Bild ist sogar ein bischen heller (=besser!) geworden. Und schon
ist die Order raus, dass hier 3 ct gespart werden können...
Marte
Marcel Müller
Guest
Thu Aug 12, 2010 8:38 am
Marte Schwarz wrote:
Quote:
Hallo Ralph,
Ja, wenn es nur eine falsche Anpasung ist, dann schaut man in's
Datenblatt, wie der Hersteller er smpfiehlt, und sollte passen. Aber
wenn einfach der Chip Mist ist?!
Der Chip ist in den wenigsten fällen schuld. Man kann aber gerade bei
schnellen Designs viel im Layout kaputtmachen und es soll tatsächlich
Damager geben, die dann austesten lassen, ob man diese drei Widerstände da
hinten nicht auch weglassen kann. Und siehe da, an dem einen Monitor (der
eben gut terminiert ist) sah das Ergebnis doch gar nicht so viel schlechter
aus, das Bild ist sogar ein bischen heller (=besser!) geworden. Und schon
ist die Order raus, dass hier 3 ct gespart werden können...
Wenn, dann ist der Chip gleich dafür ausgelegt, denn ohne Widerstände
muss er einen viel niedrigeren Pegel ausgeben. (Gut, könnte man im
Treiber dengeln, aber dann ist alles mit generischen Treibern außen vor.)
Und nein, eine VGA-Karte, die im DC-Bereich nicht annähernd 75Ohm hat,
ist mir dann doch noch nicht unter gekommen. Aber was obenrum passiert,
ist natürlich eine andere Sache.
Und Chips mit zu hoher Anstiegszeit existieren sehr wohl.
Marcel
Marcel Müller
Guest
Thu Aug 12, 2010 8:42 am
Ralph A. Schmid, dk5ras wrote:
Quote:
Marcel Müller <news.5.maazl_at_spamgourmet.com> wrote:
Das die Erkenntnis indes Besserung bringt ist nicht zu erwarten,
insofern ist die Sache eher von akademischen Nutzen.
Eh klar, ich habe nur kein Gefühl dafür, ob es eine massive Verbiegung
des Frequenzganges ist, oder nur eine Kleinigkeit, was zu dem
matschigen Bild führt. Ist ohnehin von rein akademischem Interesse,
daß der VGA-Anschluß in der Regel nicht benutzt wird, da der
Bildschirm per LVDS dranhängt.
Das habe ich meinen 21" CRTs leider noch nicht erklären können.

Die
wollen ihre 300MHz Bandbreite sehen.
Glücklicherweise hat meine Uralt-Matrox in den letzten PC noch irgendwie
rein gepasst. Mit neueren Karten kann man das durchweg vergessen,
respektive handelt sich Kopfschmerzen wegen schlechtem Bild ein.
Marcel
Wolfgang Hauser
Guest
Thu Aug 12, 2010 12:07 pm
Marcel Müller schrieb:
Quote:
Glücklicherweise hat meine Uralt-Matrox in den letzten PC noch irgendwie
rein gepasst. Mit neueren Karten kann man das durchweg vergessen,
respektive handelt sich Kopfschmerzen wegen schlechtem Bild ein.
Dafür taugt Matrox wenig als DVI-Zuspieler. Die letzte "klassische",
die G550, unterstützt am DVI-Port als maximale Auflösung nur
1280x1024.
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