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Nachtrag Ingenieurmangel

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Joerg
Guest

Thu Jul 08, 2010 6:20 pm   



Henning Paul wrote:
Quote:
Joerg wrote:

Die meiste Presse hierzulande ist linkslastig

Alles eine Frage des Standpunkts. Wenn rechts von einem nicht mehr so
viel ist, befinden sich die meisten natürlich auf der linken Seite...


Noe, das mache ich genau wie Bewertungsagenturen an haerteren Fakten
fest. Wenn z.B. eine Zeitung permanent vor jeder Wahl fast nur Democrats
empfiehlt und beinahe jede Steurerhoehung gutheisst, dann gibt es wohl
kaum Zweifel wo die politisch steht.

Ich lese zufaelligerweise in der Pause gerade in unserer (IMHO
linkslastigen) Sacramento Bee die Story "Panel clears climate scientists
of doctoring data". Leider kann ich keinen Link mehr setzen weil die das
fuer Nicht-Abonnenten inzwischen gesperrt haben.

Nun, ernsthafte Kritiker hatten "doctoring" (das Verfaelschen von Daten)
nie behauptet. Bis auf Sachen wie den Hockey Stick natuerlich. Das
"Panel" ermahnte die Wissenschaftler allerdings dass die
Geheimniskraemerei und Verweigerung der Datenherausgabe kein
angemessenes Verhalten sei. Sehr interessant auch die Melding "The
university solicited and paid for the report". Damit ist East Anglia
gemeint, wo das alles passiert war. Der Fuchs bewacht den Huehnerstall?

Das Parlaments-Kommittee in UK urteilte, dass die Offenlegungspflichten
nach britischen Gesetzen andauernd (es wurde das Wort "consistenly"
benutzt") verletzt wurden. UK hat ein Freedom of Information Gesetz so
wie wir es in USA haben, und so wie es idealerweise auch in anderen
Laendern sein sollte.

Gab noch einiges anderes in dem Artikel, z.B. dass die Netherlands
Environmental Assessment Agency etliche falsche Schlussfolgerungen
dieser Wissenschaftler ans Licht gebracht hat. Dass unsere Zeitung das
schreibt finde ich schon recht erstaunlich.

--
Gruesse, Joerg

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Ralph A. Schmid, dk5ras
Guest

Thu Jul 08, 2010 7:06 pm   



Joerg <invalid_at_invalid.invalid> wrote:

Quote:
Wenn z.B. eine Zeitung permanent vor jeder Wahl fast nur Democrats
empfiehlt

Eine Zeitung, die mir eine Partei empfiehlt, will ich nicht lesen.


-ras

--

Ralph A. Schmid

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Joerg
Guest

Thu Jul 08, 2010 7:12 pm   



Ralph A. Schmid, dk5ras wrote:
Quote:
Joerg <invalid_at_invalid.invalid> wrote:

Wenn z.B. eine Zeitung permanent vor jeder Wahl fast nur Democrats
empfiehlt

Eine Zeitung, die mir eine Partei empfiehlt, will ich nicht lesen.


Ich auch nicht, aber hier gibt's nix richtiges anderes mehr wenn man
auch was lokales dabei haben moechte.

--
Gruesse, Joerg

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David Kastrup
Guest

Thu Jul 08, 2010 7:43 pm   



Joerg <invalid_at_invalid.invalid> writes:

Quote:
Henning Paul wrote:
Joerg wrote:

Die meiste Presse hierzulande ist linkslastig

Alles eine Frage des Standpunkts. Wenn rechts von einem nicht mehr so
viel ist, befinden sich die meisten natürlich auf der linken Seite...


Noe, das mache ich genau wie Bewertungsagenturen an haerteren Fakten
fest. Wenn z.B. eine Zeitung permanent vor jeder Wahl fast nur Democrats
empfiehlt und beinahe jede Steurerhoehung gutheisst, dann gibt es wohl
kaum Zweifel wo die politisch steht.

Man muß mal realistisch sein: Clinton hat das Defizit in den Griff
bekommen, Bush hat es wieder komplett versemmelt. Jeder ist der
Meinung, daß man Republikaner braucht, um solide zu wirtschaften, weil
die Demokraten verantwortungslos in Gelddingen sind.

Die Praxis sieht anders aus. Vielleicht auch, weil die Republikaner nur
senile Lobbyistenmarionetten aufgestellt bekommen, die den Glauben an
solides Wirtschaften nicht nur als vollwertigen Ersatz für solides
Wirtschaften, sondern für weit überlegen sehen. Weil glaubens- und
visionsloses Gesocks ja nicht auf Gott vertraut und sich von ihm unter
die Arme greifen lassen will.

--
David Kastrup

David Kastrup
Guest

Thu Jul 08, 2010 8:09 pm   



"Ralph A. Schmid, dk5ras" <ralph_at_radio-link.net> writes:

Quote:
Joerg <invalid_at_invalid.invalid> wrote:

Wenn z.B. eine Zeitung permanent vor jeder Wahl fast nur Democrats
empfiehlt

Eine Zeitung, die mir eine Partei empfiehlt, will ich nicht lesen.

Es ist Aufgabe einer Zeitung, ein objektives Bild zu vermitteln. Und
wenn objektiv der Kandidat einer Partei ein inkompetenter
Lobbyistenkriecher ist, dann kommt die Zeitung ihrer selbstgegebenen
Informationspflicht nicht nach, wenn sie aus falschverstandener
Neutralität Gleichheit suggeriert.

Ebenso wie eine Schulinstitution ihrem Bildungsauftrag nicht nachkommt,
wenn sie als gleichberechtigt oder überlegen über die Erforschung
wissenschaftlicher Zusammenhänge "das hat Gott halt so gemacht"
gestattet. Weil man dafür keine Bildung und keinen Verstand benötigt:
das kann man schon im Kindergarten ausspucken. Und wenn Gott die Welt
so gemacht hat, daß alles so perfekt ineinandergreift, daß nirgendwo
Flickwerk zu sehen ist, das keinen Sinn macht, dann ist es auch ein
Stück Ehrerbietung, wenn man das alles im Detail nachvollzieht und
betrachtet statt die ganze Schöpfung mit "Stimmt so!" abzuwedeln.

Gottvertrauen ist nicht das, was das Handy zum Laufen bringt.

--
David Kastrup

Joerg
Guest

Thu Jul 08, 2010 10:01 pm   



David Kastrup wrote:
Quote:
Joerg <invalid_at_invalid.invalid> writes:

Henning Paul wrote:
Joerg wrote:

Die meiste Presse hierzulande ist linkslastig
Alles eine Frage des Standpunkts. Wenn rechts von einem nicht mehr so
viel ist, befinden sich die meisten natürlich auf der linken Seite...

Noe, das mache ich genau wie Bewertungsagenturen an haerteren Fakten
fest. Wenn z.B. eine Zeitung permanent vor jeder Wahl fast nur Democrats
empfiehlt und beinahe jede Steurerhoehung gutheisst, dann gibt es wohl
kaum Zweifel wo die politisch steht.

Man muß mal realistisch sein: Clinton hat das Defizit in den Griff
bekommen, Bush hat es wieder komplett versemmelt. Jeder ist der
Meinung, daß man Republikaner braucht, um solide zu wirtschaften, weil
die Demokraten verantwortungslos in Gelddingen sind.


Tja, was versemmeln angeht, dann sieh Dir das mal an (US Geldmenge):

http://sg.wsj.net/public/resources/images/ED-AJ638A_laffe_NS_20090609175213.gif

Allerdings sind hier derzeit massive Unmutsaeusserungen der Bevoelkerung
darueber angesagt, in der Hoffnung dass irgendjemand die Notbremse zieht.

[...]

--
Gruesse, Joerg

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MaWin
Guest

Thu Jul 08, 2010 11:03 pm   



"Joerg" <invalid_at_invalid.invalid> schrieb im Newsbeitrag
news:89mp4tFcs9U1_at_mid.individual.net...
Quote:

Tja, was versemmeln angeht, dann sieh Dir das mal an (US Geldmenge):

Ach, auch dem Jörg schwant, daß sein Dollar bald nichts mehr wert ist ?

Quote:
Allerdings sind hier derzeit massive Unmutsaeusserungen der Bevoelkerung
darueber angesagt, in der Hoffnung dass irgendjemand die Notbremse zieht.

Das Geld ist schon ausgegeben, rückholen ist nicht drin.
Von dem Geld haben sich SubPrime ihre Häusle gebaut,
HedgeFonds ihre desolaten Firmen gekauft,
Bushs ihre weltweiten Kriege geführt,
es war doch klar, daß die Rechnung eines Tages kommt,
und zwar erst NACHDEM die Schuldigen abgetreten sind.

ABER:

Relax: Mit einer Verdopplung der Steuern ist das locker wieder
reinholbar. Damit sieht es in Europa schlechter aus, Verdopplung
würde heissen über 100% Sad
--
Manfred Winterhoff

Joerg
Guest

Thu Jul 08, 2010 11:11 pm   



MaWin wrote:
Quote:
"Joerg" <invalid_at_invalid.invalid> schrieb im Newsbeitrag
news:89mp4tFcs9U1_at_mid.individual.net...
Tja, was versemmeln angeht, dann sieh Dir das mal an (US Geldmenge):

Ach, auch dem Jörg schwant, daß sein Dollar bald nichts mehr wert ist ?


Beim Euro waere ich mir da auch nicht sicher. Deine Prognose von
$1.60/Euro im letzten Jahr hat sich wohl in Pustekuchen aufgeloest. Hier
ist zumindest das schlimmste der Immobilienblase vorueber, aber wer
weiss was nach Griechenland noch so kommt?


Quote:
Allerdings sind hier derzeit massive Unmutsaeusserungen der Bevoelkerung
darueber angesagt, in der Hoffnung dass irgendjemand die Notbremse zieht.

Das Geld ist schon ausgegeben, rückholen ist nicht drin.
Von dem Geld haben sich SubPrime ihre Häusle gebaut,
HedgeFonds ihre desolaten Firmen gekauft,
Bushs ihre weltweiten Kriege geführt,
es war doch klar, daß die Rechnung eines Tages kommt,
und zwar erst NACHDEM die Schuldigen abgetreten sind.


Nee, das meiste davon ist neu. Stimulus hier, Stimulus da, Giesskanne
dort, haufenweise neue Staatsstellen, und so weiter.


Quote:
ABER:

Relax: Mit einer Verdopplung der Steuern ist das locker wieder
reinholbar. Damit sieht es in Europa schlechter aus, Verdopplung
würde heissen über 100% Sad


Das ist hier bereits losgegangen. Hoehere Steuern auf KV, Beschneidung
in der Nutzung bereits eingezahlter (!) Krankensparplaene, et cetera :-(

--
Gruesse, Joerg

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Uwe Hercksen
Guest

Fri Jul 09, 2010 9:26 am   



David Kastrup schrieb:

Quote:
Man muß mal realistisch sein: Clinton hat das Defizit in den Griff
bekommen, Bush hat es wieder komplett versemmelt. Jeder ist der
Meinung, daß man Republikaner braucht, um solide zu wirtschaften, weil
die Demokraten verantwortungslos in Gelddingen sind.

Hallo,

das geht ja schon viel länger so, ein republikanischer Präsident hat
Schulden angehäuft, sein demokratischer Nachfolger musste es ausbaden.
Es soll republikanische Vordenker geben die das genauso empfehlen, man
müsse dem demokratischen Nachfolger ordentlich Schulden hinterlassen
damit der möglichst wenig Handlungsspielraum hat. Und so wird meistens
alle acht Jahre gewechselt, nur einmal nach dem Krieg hat man 12 Jahre
republikanische Präsidentschaft gewagt, Reagan und Bush Senior. Nach 4
Jahren Bush wollte man den allerdings nicht wiederwählen.

Bye

Ralph A. Schmid, dk5ras
Guest

Fri Jul 09, 2010 9:28 am   



David Kastrup <dak_at_gnu.org> wrote:

Quote:
Es ist Aufgabe einer Zeitung, ein objektives Bild zu vermitteln. Und
wenn objektiv der Kandidat einer Partei ein inkompetenter
Lobbyistenkriecher ist, dann kommt die Zeitung ihrer selbstgegebenen
Informationspflicht nicht nach, wenn sie aus falschverstandener
Neutralität Gleichheit suggeriert.

Vollkommen klar. Die soll die Fakten so darlegen, daß ich meine
Schlüsse daraus ziehen kann. Jedoch will ich keine Empfehlung für oder
gegen eine Partei - und ich traue es nicht einmal der Blöd-Zeitung zu,
daß die sagt, "nächste WE xyz wählen"...


-ras

--

Ralph A. Schmid

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MaWin
Guest

Fri Jul 09, 2010 11:24 am   



"Uwe Hercksen" <hercksen_at_mew.uni-erlangen.de> schrieb im Newsbeitrag
news:89o192Fk4U1_at_mid.dfncis.de...
Quote:

das geht ja schon viel länger so, ein republikanischer Präsident hat Schulden
angehäuft, sein demokratischer Nachfolger musste es ausbaden.
Es soll republikanische Vordenker geben die das genauso empfehlen, man müsse
dem demokratischen Nachfolger ordentlich Schulden hinterlassen damit der
möglichst wenig Handlungsspielraum hat. Und so wird meistens alle acht Jahre
gewechselt, nur einmal nach dem Krieg hat man 12 Jahre republikanische
Präsidentschaft gewagt, Reagan und Bush Senior. Nach 4 Jahren Bush wollte man
den allerdings nicht wiederwählen.


Es gibt auch eine Statistik darüber,
daß in den USA (nach dem 2. WK) unter demokratischen Präsidenten stets
besser gewirtschaftet wurde und eine bessere wirtschaftliche Entwicklung
stattfand als unter republikanischen.

Aber damit bekommt man Betonköppe nicht geheilt.
--
Manfred Winterhoff

Joerg
Guest

Fri Jul 09, 2010 4:05 pm   



Ralph A. Schmid, dk5ras wrote:
Quote:
David Kastrup <dak_at_gnu.org> wrote:

Es ist Aufgabe einer Zeitung, ein objektives Bild zu vermitteln. Und
wenn objektiv der Kandidat einer Partei ein inkompetenter
Lobbyistenkriecher ist, dann kommt die Zeitung ihrer selbstgegebenen
Informationspflicht nicht nach, wenn sie aus falschverstandener
Neutralität Gleichheit suggeriert.

Vollkommen klar. Die soll die Fakten so darlegen, daß ich meine
Schlüsse daraus ziehen kann. Jedoch will ich keine Empfehlung für oder
gegen eine Partei - und ich traue es nicht einmal der Blöd-Zeitung zu,
daß die sagt, "nächste WE xyz wählen"...


In unserer Lokalzeitung ist das ueblich. Da steht dann eine halbe Seite
mit "Wir empfehlen: ...". Ich sehe das jedoch (meist) als Propaganda an.

--
Gruesse, Joerg

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Ralph A. Schmid, dk5ras
Guest

Fri Jul 09, 2010 6:34 pm   



Joerg <invalid_at_invalid.invalid> wrote:

Quote:
In unserer Lokalzeitung ist das ueblich. Da steht dann eine halbe Seite
mit "Wir empfehlen: ...".

Urgs.


-ras

--

Ralph A. Schmid

http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/

Holger
Guest

Sun Jul 11, 2010 12:52 pm   



Joerg schrieb:

Quote:
Nach einem Auftrag so drinzuhaengen ist eh nicht gut. Man sollte immer
mehrere Kunden haben, nie nur einen grossen, und es darf auch nicht
alles Behoerde sein.

Mit Freiberuflern wird in Deutschland immer so umgegangen. Egal, ob du
freiberuflich als Ing für Pappa Staat arbeitest oder als Journalist für
den öffentlich-rechtlichen Rundfunk: Immer dasselbe Problem. Auf dein
Geld darfst du warten. Und weil es so schön ist: Verlage ziehen mit.
Jemand wird krank: Honorarzahlungen werden eben erst im nächsten Monat
bearbeitet, wenn diese Person wieder gesund ist. Schon von daher sollte
man nie auf Zuruf arbeiten, auf Vertrauensbasis, sondern klipp und klar
die Zahlungsziele vertraglich festlegen, mit Sanktion und mit einem
versierten RA, der auch gleich eine Bonitätsprüfung des Auftraggebers
macht. Wenn sich nämlich rumgesprochen hat, bei wem man erst mit einem
Titel an Geld kommt, weiß man sowas möglicherweise schon vor einer
eventuellen Auftragsbestätigung, wenn man Insiderkenntnisse nutzt.

Banker schützen sich vor faulen Privatkunden mit der Schufa, und der
Privatkunde schützt sich vor faulen Bankern mit der Überprüfung des
Angebots. Wenn da schon "schufafrei" drin steht und man auch als
Mittelloser mal eben 8000 Euro bar auf die Kralle versprochen kriegt:
Finger weg, daran macht man sich unglücklich. Wie dem auch sei, ich
nehme keine unseriösen Kredite auf und schütze mich vor Langsamzahlern
und Schlechtzahlern durch Abstand. Ich nehme einfach keine Aufträge mehr
an. Im Zweifelsfall ist man lieber eine Runde arbeitslos gemeldet und
kriegt Arbeitslosengeld, sucht sich in Ruhe was neues, als das man immer
wieder denselben Fehler macht und am Ende mit einem fetten Schuldenberg
auf der Straße landet.

Holger

Joerg
Guest

Sun Jul 11, 2010 4:17 pm   



Holger wrote:
Quote:
Joerg schrieb:

Nach einem Auftrag so drinzuhaengen ist eh nicht gut. Man sollte immer
mehrere Kunden haben, nie nur einen grossen, und es darf auch nicht
alles Behoerde sein.

Mit Freiberuflern wird in Deutschland immer so umgegangen. Egal, ob du
freiberuflich als Ing für Pappa Staat arbeitest oder als Journalist für
den öffentlich-rechtlichen Rundfunk: Immer dasselbe Problem. Auf dein
Geld darfst du warten. Und weil es so schön ist: Verlage ziehen mit.
Jemand wird krank: Honorarzahlungen werden eben erst im nächsten Monat
bearbeitet, wenn diese Person wieder gesund ist. Schon von daher sollte
man nie auf Zuruf arbeiten, auf Vertrauensbasis, sondern klipp und klar
die Zahlungsziele vertraglich festlegen, mit Sanktion und mit einem
versierten RA, der auch gleich eine Bonitätsprüfung des Auftraggebers
macht. Wenn sich nämlich rumgesprochen hat, bei wem man erst mit einem
Titel an Geld kommt, weiß man sowas möglicherweise schon vor einer
eventuellen Auftragsbestätigung, wenn man Insiderkenntnisse nutzt.


Das habe ich auch hier in USA gehoert. Seltsam, ich habe das weder hier
noch in Deutschland erlebt wo ich auch rund sieben Jahre Freiberufler
war. Arrognat gesagt, da muss ich wohl irgendwas richtig machen :-)

Liegt vielleicht daran das ich keine Werkvertraege mache. Einmal hatte
ich ein Problem, Kunde ging in Konkurs, war damals in Deutschland. Als
der Konkursanwalt anfing arrogant zu werden zog ich die Karte
Eigentumsvorbehalt um ihn einzunorden. Oh hat das gezuendet.


Quote:
Banker schützen sich vor faulen Privatkunden mit der Schufa, und der
Privatkunde schützt sich vor faulen Bankern mit der Überprüfung des
Angebots. Wenn da schon "schufafrei" drin steht und man auch als
Mittelloser mal eben 8000 Euro bar auf die Kralle versprochen kriegt:
Finger weg, daran macht man sich unglücklich. Wie dem auch sei, ich
nehme keine unseriösen Kredite auf und schütze mich vor Langsamzahlern
und Schlechtzahlern durch Abstand. Ich nehme einfach keine Aufträge mehr
an. Im Zweifelsfall ist man lieber eine Runde arbeitslos gemeldet und
kriegt Arbeitslosengeld, sucht sich in Ruhe was neues, als das man immer
wieder denselben Fehler macht und am Ende mit einem fetten Schuldenberg
auf der Straße landet.


Da habe ich eine grundsaetzlich andere Einstellung. Arbeitslosengeld ist
fuer den Notfall, nicht als Ueberbrueckung gedacht. Ich habe nie welches
bezogen und habe das auch nicht vor. Haette als Freiberufler eh keinen
Anspruch drauf.

--
Gruesse, Joerg

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