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Klaus Butzmann
Guest
Sun Jun 20, 2010 3:25 pm
Aus der Süddeutschen:
"Zurückhaltung bei der Lohnsteigerung ist im Ingenieurswesen zu spüren,"
http://sueddeutsche.de/karriere/gehaeltervergleich-bei-berufseinsteigern-reich-reicher-pharmabranche-1.956119-4
....nachdem letzte Woche die Luftfahrtindustrie, Auto- und
Elektronikbranche wieder "händegerungen hat"
Butzo
Olaf Schultz
Guest
Sun Jun 20, 2010 3:48 pm
On Sun, 20 Jun 2010 16:25:20 +0200, Klaus Butzmann wrote:
Quote:
Hm, das mit den Italienern ist mir schon länger klar...wenn ich mich bei
mir im Arbeitsumfeld angucke...kein Wunder, daß es die in den Norden
treibt.
Viele Grüße,
Olaf
Joerg
Guest
Sun Jun 20, 2010 3:53 pm
Klaus Butzmann wrote:
Quote:
Sage ich ja immer, den angeblichen Ingenieurmangel gibt es in
Wirklichkeit nicht.
Quote:
...nachdem letzte Woche die Luftfahrtindustrie, Auto- und
Elektronikbranche wieder "händegerungen hat"
Das uebliche Geschrei. "Hilfeee, wir kriegen keine Leute die 60h/Woche
fuer 3k/Monat schuften!"
Die Wahrheit sieht so aus, auch wenn das Beispiel fuer Chemie-Ingenieure
ist deckt sich das nach meiner Erfahrung in etwa mit unserem Fachbereich:
http://www.worldsalaries.org/engineer.shtml
Kann sein dass ich hier demnaechst mal wieder ein Stellenangebot als
Post setze, allerdings nicht in Alemania ...
--
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/
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Thomas Einzel
Guest
Sun Jun 20, 2010 4:04 pm
Joerg schrieb am 20.06.2010 16:53:
Quote:
Doch es gib einen Mangel an billigen Ingenieuren. Das "billig" wird nur
nicht geschrieben und unhörbar artikuliert.
....
Quote:
...nachdem letzte Woche die Luftfahrtindustrie, Auto- und
Elektronikbranche wieder "händegerungen hat"
Das uebliche Geschrei. "Hilfeee, wir kriegen keine Leute die 60h/Woche
fuer 3k/Monat schuften!"
Ach?
Thomas
Holger
Guest
Sun Jun 20, 2010 4:06 pm
Klaus Butzmann schrieb:
Quote:
Tja, hat vielleicht auch etwas mit dem gesellschaftlichen Status von
Ingenieuren zu tun. In Deutschland zählt der Handwerker nichts, der
Schwätzer alles. Und wenn die Leute dann mit ihrem kaputten PC ankommen,
soll die Reparatur umsonst sein, die Teile will man geschenkt kriegen,
die Geräte landen auf dem Sperrmüll, und so weiter. Die Arbeit, die in
diesen Produkten steckt, will keiner bezahlen, ist niemandem was wert.
Der sogenannte Kulturpessismismus ist die Ideologie, die dahinter
steckt. Technikfeindlichkeit und die Kampfansage gegen Menschen, die
sich für technische Systeme begeistern können, gehören mit ins Programm.
An der Bremer Uni wurde ich als Student übrigens zum ersten Mal in
meinem Leben zum Massenm++++++örder honoris causa ernannt. Warum?
Ich habe bereits als Schüler aus eigenem Antrieb heraus Mikroprozessoren
programmiert und das erzählt. Sofort wurde mir klar gesagt, daß ich
intelligente Waffen bauen würde, mit denen man Menschen plattmachen
kann. Vor diesem Hintergrund war jede Diskussion zwecklos, und wenn
selbst Informatikprofs erzählen, daß die Elektrotechnik eines
Informatikers unwürdig ist, dann hat man keine Fragen mehr, sondern
staunt über den Lichtschalter in dessem Büro.
Holger
--
Alzheimer ist ganz toll. Man lernt ständig neue Leute kennen.
Joerg
Guest
Sun Jun 20, 2010 4:12 pm
Thomas Einzel wrote:
Quote:
Joerg schrieb am 20.06.2010 16:53:
Klaus Butzmann wrote:
[...]
Quote:
...nachdem letzte Woche die Luftfahrtindustrie, Auto- und
Elektronikbranche wieder "händegerungen hat"
Das uebliche Geschrei. "Hilfeee, wir kriegen keine Leute die 60h/Woche
fuer 3k/Monat schuften!"
Ach?
Ich frage mich immer wieder warum das so ist. Gehen in der
Grossindustrie die Ideen aus? Nicht genug Kleinunternehmer die in Sachen
Innovation i.d.R. mehr auf der Pfanne haben? Erfinderisch sind deutsche
Ingenieure schon immer gewesen, das zeigen ja auch etliche Leute hier in
der NG die Kleinunternehmen oder Ingenieurbueros fuehren.
Bei einigen meiner Kunden mache ich bei der
Wirtschaftlichkeitsberechnung von Projekten mit. Die Ingenieurkosten,
inklusive meiner, muessen ueber z.B. vier Jahre amortisiert werden und
gehen dabei meist voellig im Rauschen unter. Sollen sie die Leute
ordentlich bezahlen, dann kommen auch welche und wandern nicht aus. Very
simple.
--
Gruesse, Joerg
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David Kastrup
Guest
Sun Jun 20, 2010 4:17 pm
Holger <holger_at_katerfauch.invalid> writes:
Quote:
Ich habe bereits als Schüler aus eigenem Antrieb heraus
Mikroprozessoren programmiert und das erzählt. Sofort wurde mir klar
gesagt, daß ich intelligente Waffen bauen würde, mit denen man
Menschen plattmachen kann.
So ein Midi-Akkordeon steht gerade hinter mir.
--
David Kastrup
Uwe Borchert
Guest
Sun Jun 20, 2010 4:40 pm
Hallo,
Joerg schrieb:
....[...]...
Quote:
Das uebliche Geschrei. "Hilfeee, wir kriegen keine Leute die 60h/Woche
fuer 3k/Monat schuften!"
In einigen Bereich ist 3k/Monat schon recht gut. Es gibt da
Bereiche bei denen die breite Masse irgendwo zwischen 2 und
3 k/Monat auf Zeitverträgen rumhängt. Nach meinen subjektiven
Beobachtungen sind SysAdmins und Technische Redakteure in der
Gruppe extrem vertreten. Alles mit Chemie sieht ebenso aus.
Quote:
Ah ja. Die Zahlen sehen aber noch recht hybsch aus? Nach
meinen Beobachtungen sind diese für noch zu optimistisch,
siehe oben. Das kann aber auch noch am Stand 2008 liegen.
Etwa 2009 ist hier der Arbeitsmarkt extrem unter Druck
geraten. Außerdem gibt es hier in D extreme Mängel, die
breits an Manipulation grenzen, bei den Statistiken.
Quote:
Kann sein dass ich hier demnaechst mal wieder ein Stellenangebot als
Post setze, allerdings nicht in Alemania ...
Denk daran: Auf einen offiziell gezählten Ing. hast Du in
D etwa 10 nicht gezählte. Das schwankt aber stark, je nach
Branche. Bei Etis ist da der Faktor sogar um einiges höher
und müsste bei 1 zu 20 liegen.
MfG
Uwe Borchert
Uwe Borchert
Guest
Sun Jun 20, 2010 4:43 pm
Hallo,
Thomas Einzel schrieb:
Quote:
Joerg schrieb am 20.06.2010 16:53:
Doch es gib einen Mangel an billigen Ingenieuren. Das "billig" wird nur
nicht geschrieben und unhörbar artikuliert.
....[...]...
Quote:
Das uebliche Geschrei. "Hilfeee, wir kriegen keine Leute die 60h/Woche
fuer 3k/Monat schuften!"
Ach?
Die Grenze ist IMHO schon bei 2,5k/Monat oder niedriger. Das
zieht sich gerade durch meinen Bekanntenkreis. Allerdings ist
das nachrangig, bei den Ü40 ist Arbeitslosigkeit schon weiter
verbreitet.
MfG
Uwe Borchert
Thomas Einzel
Guest
Sun Jun 20, 2010 4:47 pm
Joerg schrieb am 20.06.2010 17:12:
....
Quote:
Ich frage mich immer wieder warum das so ist. Gehen in der
Grossindustrie die Ideen aus? Nicht genug Kleinunternehmer die in Sachen
Innovation i.d.R. mehr auf der Pfanne haben? Erfinderisch sind deutsche
Ingenieure schon immer gewesen, das zeigen ja auch etliche Leute hier in
der NG die Kleinunternehmen oder Ingenieurbueros fuehren.
Bei einigen meiner Kunden mache ich bei der
Wirtschaftlichkeitsberechnung von Projekten mit. Die Ingenieurkosten,
inklusive meiner, muessen ueber z.B. vier Jahre amortisiert werden und
gehen dabei meist voellig im Rauschen unter. Sollen sie die Leute
ordentlich bezahlen, dann kommen auch welche und wandern nicht aus. Very
simple.
O.k. ich habe ja kein BWL studiert, aber angeblich ist das da *so* nicht
dran. Und die Unternehmensberater sagen dann auch etwas ganz anderes
(Hauptsitz durchaus/auch bei dir im Lande)
Jörg, bist du dir sicher dass du von Earth (#1) sprichst?
Thomas
Joerg
Guest
Sun Jun 20, 2010 4:50 pm
Uwe Borchert wrote:
Quote:
Hallo,
Joerg schrieb:
...[...]...
Das uebliche Geschrei. "Hilfeee, wir kriegen keine Leute die 60h/Woche
fuer 3k/Monat schuften!"
In einigen Bereich ist 3k/Monat schon recht gut. Es gibt da
Bereiche bei denen die breite Masse irgendwo zwischen 2 und
3 k/Monat auf Zeitverträgen rumhängt. Nach meinen subjektiven
Beobachtungen sind SysAdmins und Technische Redakteure in der
Gruppe extrem vertreten. Alles mit Chemie sieht ebenso aus.
Bei Redakteuren kann ich mir das vorstellen, bei SysAdmins und Chemiker
ist das einfach traurig.
Quote:
Die Wahrheit sieht so aus, auch wenn das Beispiel fuer Chemie-Ingenieure
ist deckt sich das nach meiner Erfahrung in etwa mit unserem Fachbereich:
http://www.worldsalaries.org/engineer.shtml
Ah ja. Die Zahlen sehen aber noch recht hybsch aus? Nach
meinen Beobachtungen sind diese für noch zu optimistisch,
siehe oben. Das kann aber auch noch am Stand 2008 liegen.
Etwa 2009 ist hier der Arbeitsmarkt extrem unter Druck
geraten. Außerdem gibt es hier in D extreme Mängel, die
breits an Manipulation grenzen, bei den Statistiken.
Das Gefuehl habe ich manchmal auch, wenn ich Statistiken zum
Ingenieurmangel sehe. Aus Europa glaube ich da so gut wie keiner
"Erhebung" mehr. Fast alles nur Geschwurbel.
Quote:
Kann sein dass ich hier demnaechst mal wieder ein Stellenangebot als
Post setze, allerdings nicht in Alemania ...
Denk daran: Auf einen offiziell gezählten Ing. hast Du in
D etwa 10 nicht gezählte. Das schwankt aber stark, je nach
Branche. Bei Etis ist da der Faktor sogar um einiges höher
und müsste bei 1 zu 20 liegen.
Aehm, man muss doch bei Euch in der Steuererklaerung so wie bei uns den
Beruf angeben. Zeile 14? Da kann man an sich keine 90-95% der Ingenieure
"vergessen". Dann sind da die ueber Jahrzehnte veroeffentlichten
Abschlusszahlen der Unis. Oder hat die Presse das Thema Recherche
inzwischen voellig aufgegeben?
--
Gruesse, Joerg
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Uwe Borchert
Guest
Sun Jun 20, 2010 4:50 pm
Hallo,
Joerg schrieb:
....[...]...
Quote:
Ich frage mich immer wieder warum das so ist. Gehen in der
Grossindustrie die Ideen aus?
Jein, die haben die Ideen ausgelagert. An kleine Entwickler
oder über Drittmittelforschung an Unis. Diese Tendenz war
bereits in den 1990ern nicht mehr zu übersehen.
Quote:
... Nicht genug Kleinunternehmer die in Sachen
Innovation i.d.R. mehr auf der Pfanne haben?
Es scheint immer mehr die Tendenz zur Resteverwertung zu
gehen. Aktuell sind Patente und Gebrauchsmuster aus den
1990ern in der Verwertung, neuere Entwicklungen aus diesem
Jahrtausend sind vmtl. (noch?) in der Minderheit.
Quote:
... Erfinderisch sind deutsche
Ingenieure schon immer gewesen, das zeigen ja auch etliche Leute hier in
der NG die Kleinunternehmen oder Ingenieurbueros fuehren.
Bei einigen meiner Kunden mache ich bei der
Wirtschaftlichkeitsberechnung von Projekten mit. Die Ingenieurkosten,
inklusive meiner, muessen ueber z.B. vier Jahre amortisiert werden und
gehen dabei meist voellig im Rauschen unter. Sollen sie die Leute
ordentlich bezahlen, dann kommen auch welche und wandern nicht aus. Very
simple.
LOL! Fang jetzt mal nicht mit Logik an. Bei der heutigen
BWL-orientierten Unternehmensführung passt die Logik nicht
zum Glauben, muss daher außen vor bleiben.
Ps:. Ich glaube mich erinnern zu können das hier 1/2 bis
1 Jahr veranschlagt wird.
MfG
Uwe Borchert
Klaus Butzmann
Guest
Sun Jun 20, 2010 4:52 pm
Am 20.06.2010 17:43, schrieb Uwe Borchert:
Quote:
Die Grenze ist IMHO schon bei 2,5k/Monat oder niedriger. Das
zieht sich gerade durch meinen Bekanntenkreis. Allerdings ist
das nachrangig, bei den Ü40 ist Arbeitslosigkeit schon weiter
verbreitet.
Kann beides aus meinem Bekanntenkreis (leider) ebenso belegen.
Butzo
Andreas Bockelmann
Guest
Sun Jun 20, 2010 4:53 pm
Joerg schrieb:
Quote:
Das uebliche Geschrei. "Hilfeee, wir kriegen keine Leute die 60h/Woche
fuer 3k/Monat schuften!"
Bei euch bekommt man noch 3k bei einer 60h-Woche? Hier heißt das
400-Euro-Basis.
Quote:
--
Mit freundlichen Grüßen | /"\ ASCII RIBBON CAMPAIGN |
Andreas Bockelmann | \ / KEIN HTML IN E-MAIL |
F/V +49-3221-1143516 | X UND USENET-GRUPPEN |
| / \
www.asciiribbon.org |
Thomas Einzel
Guest
Sun Jun 20, 2010 4:57 pm
Holger schrieb am 20.06.2010 17:06:
....
Quote:
Ich habe bereits als Schüler aus eigenem Antrieb heraus Mikroprozessoren
programmiert und das erzählt. Sofort wurde mir klar gesagt, daß ich
intelligente Waffen bauen würde, mit denen man Menschen plattmachen
kann. Vor diesem Hintergrund war jede Diskussion zwecklos, und wenn
selbst Informatikprofs erzählen, daß die Elektrotechnik eines
Informatikers unwürdig ist, dann hat man keine Fragen mehr, sondern
staunt über den Lichtschalter in dessem Büro.
Auch nach mehrmaligem durchlesen + Vor- und Nachposting habe ich es
nicht verstanden. Was haben µP zwingend mit Waffen zu tun und warum ist
Elektrotechnik (im weitesten Sinn) eines Informatikers unwürdig? (oder
war letzteres nur eine Ausrede?)
Thomas
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