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Wolfgang Bußmann
Guest
Tue Jan 03, 2012 8:29 am
Hallo "Newsgroup",
für eine ältere CNC - Maschine (Baujahr ca. 1991) suche einen richtigen
"Festplatten-Oldtimer" bzw. eine gleichwertig einsetzbare Festplatte.
Eingebaut ist sehr wahrscheinlich folgendes Modell:
Kalok KL330 Octagon
Format: 3.5"/HH
Kapazität formatiert: 33 MB
Kapazität unformatiert: 38 MB
Zylinder: 615
Köpfe: 4
Sektoren je Spur: 26
Controller: RLL/ST412
Recording method: RLL
Festplatten mussten zu dieser Zeit wohl nach "hardwaremäßig" formatiert
werden.
Wer hat in seinem "Museum" evtl. noch so eine Platte oder kann eine
alternative Möglichkeit nennen. Ich wäre für jeden Tipp dankbar.
Mit den besten Grüßen
Wolfgang Bußmann
Andreas Bockelmann
Guest
Tue Jan 03, 2012 9:01 am
Wolfgang Bußmann schrieb:
Quote:
Hallo "Newsgroup",
für eine ältere CNC - Maschine (Baujahr ca. 1991) suche einen richtigen
"Festplatten-Oldtimer" bzw. eine gleichwertig einsetzbare Festplatte.
Eingebaut ist sehr wahrscheinlich folgendes Modell:
Kalok KL330 Octagon
Format: 3.5"/HH
Kapazität formatiert: 33 MB
Kapazität unformatiert: 38 MB
Zylinder: 615
Köpfe: 4
Sektoren je Spur: 26
Controller: RLL/ST412
Recording method: RLL
Festplatten mussten zu dieser Zeit wohl nach "hardwaremäßig" formatiert
werden.
Das wird schwierig. Ich habe aus Spaß gerade mal bei ebay geschaut.
Jenseits des Teiches tauchen noch ein paar Platten auf, aber alle in
5.25". Kannst Du den Controller ersetzen?
Wie ist die steuerung aufgebaut? 8086/8088 als Modular-PC?
Vor allem: Wie lange wird eine Festplatte halten, die schon 1991 nicht
mehr produziert wurde? Die genaue Geometrie dürfte egal sein, solange Du
die Platte neu formatieren kannst. Will heißen: Solange sie mit 3600(?)
Touren dreht, RLL-kompatibel ist und mindestens 4 Köpfe bei mindestens
615 Zylindern hat, kannst DU nahezu alles nehmen. Kleiner formatieren
war nie das Problem, aber Du musst irgendwie übers BIOS oder ein
Hilfsprogramm ein Formatieren anwerfen können. Typischerweise gab es oft
Schwierigkeiten eine Platte von Controller a (z.B. Seagate) an
Controller B (z.B. Omti) zu betreiben.
Um Deine Chancen zu vergrößern:
XPOST: de.comp.hardware.laufwerke.festplatten, de.alt.folklore.computer
Fup: de.comp.hardware.laufwerke.festplatten
--
Mit freundlichen Grüßen | /"\ ASCII RIBBON CAMPAIGN |
Andreas Bockelmann | \ / KEIN HTML IN E-MAIL |
F/V +49-3221-1143516 | X UND USENET-GRUPPEN |
| / \
www.asciiribbon.org |
Ole Jansen
Guest
Tue Jan 03, 2012 9:12 am
Am 03.01.2012 08:29, schrieb Wolfgang Bußmann:
Quote:
Hallo "Newsgroup",
für eine ältere CNC - Maschine (Baujahr ca. 1991) suche einen richtigen
"Festplatten-Oldtimer" bzw. eine gleichwertig einsetzbare Festplatte.
Einige Datenrettungsfirmen wie zB. Vogon reparieren solche Festplatten
bzw. beschaffen Ersatz / Setzen Hardware-Emulatoren auf. Ist aber nicht
die preiswerteste Quelle ;-)
O.J.
Stefan
Guest
Tue Jan 03, 2012 12:17 pm
Am 03.01.2012 08:29, schrieb Wolfgang Bußmann:
Quote:
Hallo "Newsgroup",
für eine ältere CNC - Maschine (Baujahr ca. 1991) suche einen richtigen
"Festplatten-Oldtimer" bzw. eine gleichwertig einsetzbare Festplatte.
Eingebaut ist sehr wahrscheinlich folgendes Modell:
Kalok KL330 Octagon
Kalok kommt mir bekannt vor, könnte sein, dass ich sowas mal hatte bzw.
dass sowas noch in der Bastelkiste rumliegt. Kann aber auch sein, dass
ich die schon vor 15 Jahren bei einem Kunden zur Rettung eines alten
Messgerätes eingesetzt habe.
Quote:
Format: 3.5"/HH
Kapazität formatiert: 33 MB
Kapazität unformatiert: 38 MB
Zylinder: 615
Köpfe: 4
Sektoren je Spur: 26
Controller: RLL/ST412
Recording method: RLL
Festplatten mussten zu dieser Zeit wohl nach "hardwaremäßig" formatiert
werden.
Nö, das nicht. Aber man musste unter Umständen mit Debug eine Routine
aufrufen mit der die Platte formatiert werden konnte. Das war zu PC XT
Zeiten.
RLL war aber meines Wissens nach ein Verfahren, die Datendichte zu
erhöhen. So wurde aus einer 20 MB Platte eine 30MB Platte. Die Dinger
müssten aber schon einen ATBus/IDE Controller haben, d.h. den normalen
40 poligen Flachstecker. Die alten MFM Platten hatten zwei Flachbandkabel.
Alternative wäre vieleicht eine solid state Disk mit IDE-Anschluss.
Kommt auf den alten PC an, was er verarbeiten kann. Aber die Chance,
eine 64MB solid state Disk zu finden ist vieleicht höher.
Gruß
Stefan DF9BI
Gerrit Heitsch
Guest
Tue Jan 03, 2012 12:42 pm
On 01/03/2012 12:17 PM, Stefan wrote:
Quote:
Festplatten mussten zu dieser Zeit wohl nach "hardwaremäßig" formatiert
werden.
Nö, das nicht. Aber man musste unter Umständen mit Debug eine Routine
aufrufen mit der die Platte formatiert werden konnte. Das war zu PC XT
Zeiten.
Ja, das war der Low-Level-Format. Damit wurde unter anderem der
Interleave festgelegt.
Quote:
RLL war aber meines Wissens nach ein Verfahren, die Datendichte zu
erhöhen. So wurde aus einer 20 MB Platte eine 30MB Platte. Die Dinger
müssten aber schon einen ATBus/IDE Controller haben, d.h. den normalen
40 poligen Flachstecker. Die alten MFM Platten hatten zwei Flachbandkabel.
Das gleiche gilt für RLL. IDE/AT-Bus kam erst deutlich später.
RLL-Controller waren der OMTI 5527/28 und der ST11R, beide für PC/XT.
Quote:
Alternative wäre vieleicht eine solid state Disk mit IDE-Anschluss.
Kommt auf den alten PC an, was er verarbeiten kann. Aber die Chance,
eine 64MB solid state Disk zu finden ist vieleicht höher.
Nur wenn die einen ST412-Anschluss hat und da habe ich so meine Zweifel.
Gerrit
Günther Dietrich
Guest
Tue Jan 03, 2012 2:04 pm
Ole Jansen <remove.this.Kaspernasebaer_at_gmx.de> wrote:
Quote:
für eine ältere CNC - Maschine (Baujahr ca. 1991) suche einen richtigen
"Festplatten-Oldtimer" bzw. eine gleichwertig einsetzbare Festplatte.
Einige Datenrettungsfirmen wie zB. Vogon reparieren solche Festplatten
bzw. beschaffen Ersatz / Setzen Hardware-Emulatoren auf. Ist aber nicht
die preiswerteste Quelle
Preiswert (1) vermutlich schon. Nur nicht eben billig (2).
(1) preiswert = seinen Preis wert
(2) billig = geringer Preis
Grüße,
Günther
Wolfgang Bußmann
Guest
Tue Jan 03, 2012 3:36 pm
Hallo Stefan,
Quote:
Kalok kommt mir bekannt vor, könnte sein, dass ich sowas mal hatte bzw.
dass sowas noch in der Bastelkiste rumliegt. Kann aber auch sein, dass
ich die schon vor 15 Jahren bei einem Kunden zur Rettung eines alten
Messgerätes eingesetzt habe.
wäre es möglich, dass du evtl. in deiner "Bastelkiste" mal nachschaust?
Gruß Wolfgang
Wolfgang Bußmann
Guest
Tue Jan 03, 2012 3:38 pm
Hallo,
vielen Dank für Eure Hinweise und Tipps.
Die Sache scheint mir unter
de.comp.hardware.laufwerke.festplatten
besser zu passen.
Daher meine "gesammelten" Antworten in obiger Newsgroup.
Viele Grüße
Wolfgang
Stefan
Guest
Tue Jan 03, 2012 4:29 pm
Am 03.01.2012 15:36, schrieb Wolfgang Bußmann:
Quote:
Hallo Stefan,
Kalok kommt mir bekannt vor, könnte sein, dass ich sowas mal hatte bzw.
dass sowas noch in der Bastelkiste rumliegt. Kann aber auch sein, dass
ich die schon vor 15 Jahren bei einem Kunden zur Rettung eines alten
Messgerätes eingesetzt habe.
wäre es möglich, dass du evtl. in deiner "Bastelkiste" mal nachschaust?
Gruß Wolfgang
Ja, kann ich mal machen, aber ich habe nicht wirklich viel Hoffnung.
Gruß
Stefan DF9BI
Olaf Kaluza
Guest
Tue Jan 03, 2012 4:35 pm
Wolfgang Bußmann <w.bussmann_at_gmx.de> wrote:
Quote:
Eingebaut ist sehr wahrscheinlich folgendes Modell:
Kalok KL330 Octagon
Wow! Das war meine erste Festplatte.
Quote:
Festplatten mussten zu dieser Zeit wohl nach "hardwaremäßig" formatiert
werden.
Ja, und zwar mit dem Controller an dem sie benutzt werden. Selbst wenn
du genau dieselbe Platte bekommst ist es zwingend notwendig sie mit
deinem Controller zu formatieren. Du kannst also sehr wahrscheinlich
auch eine andere RLL Platte nehmen. Wahrscheinlich kannst du sogar
eine MFM Platte nehmen und sie RLL formatieren. Das ist zwar
ausserhalb der Spezifikation, hat aber frueher meistens funktioniert.
BTW: Die Kalok war damals eine richtige Bratpfanne. Eine vergleichbare
Seagate hat nur halb soviel Strom verbraucht.
Oh..ausserdem waren auf den Platten damals Aufkleber mit den defekten
Sektoren. Die muss man beim formatieren auch irgendwo eingeben. Waren
harte Zeiten damals. :-)
Quote:
Wer hat in seinem "Museum" evtl. noch so eine Platte oder kann eine
alternative Möglichkeit nennen. Ich wäre für jeden Tipp dankbar.
Frag mal in: de.alt.folklore.computer
Sehe ich das richtig das in deiner Maschine ein normales PC-Board
eingebaut ist? Dann muesstest du z.B auf einen SCSI-Hostadapter und
eine SCSI Platte einbauen koennen. (z.B AHA1542CF)
Olaf
Stefan
Guest
Tue Jan 03, 2012 4:40 pm
Am 03.01.2012 12:42, schrieb Gerrit Heitsch:
Quote:
On 01/03/2012 12:17 PM, Stefan wrote:
Das gleiche gilt für RLL. IDE/AT-Bus kam erst deutlich später.
RLL-Controller waren der OMTI 5527/28 und der ST11R, beide für PC/XT.
Ja, kommt mir bekannt vor. Ist lange her...
Quote:
Alternative wäre vieleicht eine solid state Disk mit IDE-Anschluss.
Kommt auf den alten PC an, was er verarbeiten kann. Aber die Chance,
eine 64MB solid state Disk zu finden ist vieleicht höher.
Nur wenn die einen ST412-Anschluss hat und da habe ich so meine Zweifel.
Nö, das ist nicht das Problem. Wenn es sich um einen alten PCXT handelt,
der den IDE Anschluss noch nicht hat, aber einen freien Slot, kann man
einfach einen entsprechenden Controller Slot stecken. Ich denke mal,
dass man einen alten ATBus Controller einfacher bekommt, als eine
funktionierende alte Festplatte. Vieleicht hat das Board aber ja auch
einen IDE Anschluss.
Man kann dann den alten RLL oder MFM Controller einfach weg tun.
Der eigentliche Controller ist dann auf der Festplatte drauf. Aber ich
glaube, das war bei der Kalok auch schon so. Die Variante mit 2 Kabeln /
ST412 kenne ich nur von Seagate ST225 und ST238 (?).
Gruß Stefan DF9BI
Olaf Kaluza
Guest
Tue Jan 03, 2012 4:55 pm
Stefan <stefan_at_keine_email_adresse_angegebenl.de> wrote:
Quote:
Der eigentliche Controller ist dann auf der Festplatte drauf. Aber ich
glaube, das war bei der Kalok auch schon so. Die Variante mit 2 Kabeln /
ST412 kenne ich nur von Seagate ST225 und ST238 (?).
Du glaubst falsch. Ganz sicher. Ich hab die olle Kalok selber
besessen. Die hing an einem ganz normalen RLL Controller. Ich habe
IMHO welche von WD (1006), Adaptec und DTC.
Olaf
Gerrit Heitsch
Guest
Tue Jan 03, 2012 4:57 pm
On 01/03/2012 04:40 PM, Stefan wrote:
Quote:
Nö, das ist nicht das Problem. Wenn es sich um einen alten PCXT handelt,
der den IDE Anschluss noch nicht hat, aber einen freien Slot, kann man
einfach einen entsprechenden Controller Slot stecken. Ich denke mal,
dass man einen alten ATBus Controller einfacher bekommt, als eine
funktionierende alte Festplatte. Vieleicht hat das Board aber ja auch
einen IDE Anschluss.
Ein IDE-Controller braucht einen 16Bit-Slot. Den hat ein PC/XT aber
nicht, die gabs erst mit dem AT (Daher auch der Name 'ATBus'). Es gab
ein paar HDs für eine 8Bit-Abart, genannt 'XTBus', aber die wirst du
nicht mehr finden.
Selbst wenn ein ATBus-Controller im XT laufen würde, er würde davon
nicht booten können. Das konnte erst das BIOS im AT (sofern der verbaute
Controller sich wie ein WD1003 verhält, das ist ein MFM-Controller).
Damit ein PC/XT von einer HD booten kann muss der Controller zwingend
ein eigenes BIOS mitbringen.
Quote:
Der eigentliche Controller ist dann auf der Festplatte drauf. Aber ich
glaube, das war bei der Kalok auch schon so. Die Variante mit 2 Kabeln /
ST412 kenne ich nur von Seagate ST225 und ST238 (?).
Nein, das war bei jeder der MFM oder RLL-HDs der Fall und damit auch bei
der Kalok. Als 3.5"-HDs bei ca. 50 MB Kapazität ankamen, da fing das mit
IDE langsam an. An eine ST157R kann ich ich noch erinnern, die gleiche
gabs dann etwas später auch als ST157A mit IDE/ATBus.
Gerrit
Joerg
Guest
Tue Jan 03, 2012 5:39 pm
Olaf Kaluza wrote:
Quote:
Wolfgang Bußmann <w.bussmann_at_gmx.de> wrote:
Eingebaut ist sehr wahrscheinlich folgendes Modell:
Kalok KL330 Octagon
Wow! Das war meine erste Festplatte.
Ihr Jungspunde. Ich hatte PCs benutzt da war ueberhaupt keine drin, und
dann hatten die ersten 5MB oder gegen fette Zusatzloehnung wahnsinnige
10MB. Als ich meinen ersten PC mit 20MB Platte kaufte hatte ich das
Gefuehl ein Schlachtschiff zu besitzen :-)
[...]
Quote:
Wer hat in seinem "Museum" evtl. noch so eine Platte oder kann eine
alternative Möglichkeit nennen. Ich wäre für jeden Tipp dankbar.
Frag mal in: de.alt.folklore.computer
Sehe ich das richtig das in deiner Maschine ein normales PC-Board
eingebaut ist? Dann muesstest du z.B auf einen SCSI-Hostadapter und
eine SCSI Platte einbauen koennen. (z.B AHA1542CF)
In alten Laptops waren damals kleine Bauformate drin, vielleicht hat ja
noch jemand einen im Keller.
--
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/
Stefan
Guest
Tue Jan 03, 2012 5:52 pm
Am 03.01.2012 16:57, schrieb Gerrit Heitsch:
Quote:
On 01/03/2012 04:40 PM, Stefan wrote:
Nö, das ist nicht das Problem. Wenn es sich um einen alten PCXT handelt,
der den IDE Anschluss noch nicht hat, aber einen freien Slot, kann man
einfach einen entsprechenden Controller Slot stecken. Ich denke mal,
dass man einen alten ATBus Controller einfacher bekommt, als eine
funktionierende alte Festplatte. Vieleicht hat das Board aber ja auch
einen IDE Anschluss.
Ein IDE-Controller braucht einen 16Bit-Slot. Den hat ein PC/XT aber
nicht, die gabs erst mit dem AT (Daher auch der Name 'ATBus'). Es gab
ein paar HDs für eine 8Bit-Abart, genannt 'XTBus', aber die wirst du
nicht mehr finden.
Mag sein, dass ich mich irre. Ich hatte als erstes einen PCXT Nachbau
mit 4,77 MHz und Diskettenlaufwerken. Da hab ich dann irgendwann eine 30
MB Seagate Festplatte eingebaut. Ich meine, das war eine Seagate ST238R.
Die müsste im Prinzip identisch zur 20 MB ST225 sein, nur eben RLL statt
MFM.
Die Kalok Festplatte an die ich mir dunkel erinnere hatte definitiv
einen IDE Anschluss.
Ich kann aber momentan nicht sagen, ob ich die Kalok noch in den PCXT
eingebaut hatte.
Wobei, der OP schreibt von einem Rechner von 1991. Das könnte dann schon
deutlich mehr sein, als ein PCXT. Ich hatte damals einen 386SX Rechner
und 1992 hatten wir an der Uni schon einen 486er Rechner.
Bei einem Rechner von 1991 sollte eigentlich IDE gehen...
Gruß
Stefan DF9BI
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