Stefan Huebner
Guest
Wed Aug 11, 2010 2:42 pm
Am 11.08.2010 15:05, schrieb Marte Schwarz:
Quote:
Hallo Stefan,
Wenn Du jetzt eine Diode gegen VCC und eine andere gegeb GND empfohlen
hättest, dann hätte ich verstanden, was Du erreichen willst, aber was
soll
ein 10k Pullup-Widerstand bringen?
Gegenfrage: was sollen die Dioden bringen - ausser Schutzfunktion?
Wenn Energie reflektiert zurückkommt, dann kann deren energie mit den Dioden
zumindest dann unschädlich gemacht werden, wenn die Spannung sich über die
normalen Anteuergrenzen hinaus anheben will. Selbst das soll schon für
Stress gesorgt haben. Mit Schottkydioden ist das ohne weitere Berechnungen
einfach zu machen.
Das gibt sicher kaum erklärbare Latchups in Eingangsstufe, wenn es hart
auf hart kommt. Aber was Rafael im Vorposting schrieb finde ich
wahrscheinlicher: undefinierte Pegel auf D oder A-Bus während der
steigenden Flanke irgendwelcher Select-Signale. Das war es, weswegen ich
wie ich schrieb gelegentlich solche Signale auch in alten Schaltungen
neu erzeuge, um in jedem Fall ein sauberes Timing zu haben. Sich bei
einem RAM-Write darauf zu verlassen, dass der Datenbus langsamer
undefiniert wird als WE high wird halte ich für gewagt. Aber gesehen
habe ich solche Designs, wo ein ungepufferter Datenbus mit WE->high
tri-state wurde durchaus. Das geht dann solange gut, wie das WE durch
wilde Flachbandkabelkonstruktionen schön schnell hochgeht, aber gibt
definitiv graue Haare, wenn WE gemütlich hochschleicht, während der
Datenbus durch diverse Ich-bin-hilflos-Pullups oder einfach zu viele
Senken ganz schnell log 1 ist.
Klar, sowas macht man nicht und Pullups helfen da nur insofern, als das
sie das Problem permanent machen, aber das ist leider die Praxis bei
Kleinserien aus den 80ern.
Quote:
Der Widerstand würde in Extremfällen ein halbwegs sicheres High bewirken,
Der würde wohl im Wesentlichen gar nichts bringen. Von einem statischn
Pegelproblem geht der OP wohl auch nicht aus.
Statisch muss ja auch nicht sein, es reicht doch, wenn der Pullup zB die
steigende Flanke auf einer Select-Leitung so schnell macht, dass diese
in den Bereich gültiger Daten und Adresse fällt. Dass das von einer
sauberen Lösung weit entfernt ist ist ein anderes Thema.
Quote:
BTT: wenn es um Reflektionen geht, muss der Abschluss in der Nähe des
Wellenwiderstandes liegen, das treibt der olle Prozessor nie im Leben.
Statisch sicher nicht, deswegen nimmt man ja auch den niederohmigen
Widerstanf in Reihe zu einem groß genugen Kondensator.
Ändert nichts daran, dass er es treiben muss, oder? Wenn Du den
Widerstand so groß machst, dass er ihn statisch aus der verbotenen Zone
heraus treiben kann, ist der Kondensator einigermaßen überflüssig und
wenn er zu klein ist, ist er auch mit Kondensator zu klein. Es sei
natürlich, Du machst den Kondensator so klein, dass Du eigentlich auch
den Widerstand weglassen könntest ;)
Denk dran, es geht hier eher um Prozessoren ohne nennenswerte
Treiberleistung.
Oliver Betz
Guest
Wed Aug 11, 2010 6:11 pm
Hallo Marte,
Quote:
Wenn Du unbedingt herumeiernde Signale vermeiden willst, verwende nur
10k Pullup. Ist aber i.d.R. überflüssig.
Wenn Du jetzt eine Diode gegen VCC und eine andere gegeb GND empfohlen
hättest, dann hätte ich verstanden, was Du erreichen willst, aber was soll
ein 10k Pullup-Widerstand bringen?
steht doch da: "herumeiernde Signale vermeiden" und "i.d.R.
überflüssig".
Eleganter gegen "herumeiernde Signale" sind aktive "bus holding
devices". Aber meistens genauso unnötig.
Servus
Oliver
--
Oliver Betz, Muenchen (oliverbetz.de)
Marte Schwarz
Guest
Thu Aug 12, 2010 8:09 am
Hallo Stefan,
Quote:
Gegenfrage: was sollen die Dioden bringen - ausser Schutzfunktion?
Wenn Energie reflektiert zurückkommt, dann kann deren energie mit den
Dioden
zumindest dann unschädlich gemacht werden, wenn die Spannung sich über
die
normalen Anteuergrenzen hinaus anheben will. Selbst das soll schon für
Stress gesorgt haben. Mit Schottkydioden ist das ohne weitere
Berechnungen
einfach zu machen.
Das gibt sicher kaum erklärbare Latchups in Eingangsstufe, wenn es hart
auf hart kommt.
Das muss noch nicht einmal Latchups geben, das kann sich ganz eklig
auswirken.
Quote:
...aber gibt definitiv graue Haare, wenn WE gemütlich hochschleicht,
während der Datenbus durch diverse Ich-bin-hilflos-Pullups oder einfach zu
viele Senken ganz schnell log 1 ist.
Klar, sowas macht man nicht und Pullups helfen da nur insofern, als das
sie das Problem permanent machen, aber das ist leider die Praxis bei
Kleinserien aus den 80ern.
Da bin ich wohl noch zu jung dafür ;-)
Quote:
BTT: wenn es um Reflektionen geht, muss der Abschluss in der Nähe des
Wellenwiderstandes liegen, das treibt der olle Prozessor nie im Leben.
Statisch sicher nicht, deswegen nimmt man ja auch den niederohmigen
Widerstanf in Reihe zu einem groß genugen Kondensator.
Ändert nichts daran, dass er es treiben muss, oder?
Entweder er treibt Flanken so schnell, dass es zu Reflektionerscheinungen
kommt, dann muss man eben mit dem Wellenwiderstand terminieren. Dabei reicht
es völlig, wenn der Abschlußwiderstand bei den hohen Frequenzanteilen der
reflektierten Welle erscheint, statisch mag man den Widerstand wirklich
nicht haben.
Quote:
Wenn Du den Widerstand so groß machst, dass er ihn statisch aus der
verbotenen Zone heraus treiben kann, ist der Kondensator einigermaßen
überflüssig
Wenn der Widerstand so groß ist, dann ist schon der Widerstand überflüssig,
nennenswerte Leitungsimpedanzen über 200 Ohm sind mir noch nie begegnet.
Quote:
wenn er zu klein ist, ist er auch mit Kondensator zu klein. Es sei
natürlich, Du machst den Kondensator so klein, dass Du eigentlich auch den
Widerstand weglassen könntest
Nicht wirklich. Das mit der RC-Terminierung funktioniert schon.
Quote:
Denk dran, es geht hier eher um Prozessoren ohne nennenswerte
Treiberleistung.
Wo steht das? Allerdings ist es dann durchaus so, dass es auch nicht
wirklich ein Terminierungsthema ist, weil derartig schwache Treiber kaum
solch schnelle Flanken treiben werden, dass mit Reflexionen zu rechnen ist.
Marte