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Plattform für Midi-Lösung?

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Uwe Hercksen
Guest

Wed Feb 10, 2010 2:24 pm   



Rolf Bombach schrieb:

Quote:
Ein Akkordeon ist kein Leierkasten sondern ein Heimwehkompressor.

Hallo,

hast Du für einen Dudelsack auch so einen schönen treffenden Spruch?

Bye

Uwe Hercksen
Guest

Wed Feb 10, 2010 2:28 pm   



Lutz Schulze schrieb:

Quote:
Mir fiel noch folgendes ein: Elektroden auf einer geätzten Platine, deren
kapazitive Kopplung durch die Hebel verändert wird. Das müsste man mal
testen, könnte auch funktionieren.

Hallo,

na ja, Kapazitätsänderungen von wenigen pF, das klingt nicht nach
einigermassen betriebs- und störsicher.

Bye

David Kastrup
Guest

Wed Feb 10, 2010 3:17 pm   



Lutz Schulze <lschulze_at_netzwerkseite.de> writes:

Quote:
Am Wed, 10 Feb 2010 07:58:06 +0100 schrieb David Kastrup:

Vielleicht wären wegen des Stromverbrauchs kleine Spulen an jedem
Hebel eine bessere Lösung? Die Induktivität sollte sich ja mit
Annäherung ändern, Auswertung mit dem MC und etwas Hardware auch nicht
ein unlösbares Problem sein.

Naja, es geht auch um eine möglichst preiswerte Lösung (handelsübliches
Midi geht ab 800EUR los, und bei meinem Instrument würde sofort die "das
ist aber nicht mehr Standard"-Bremse gezogen und Aufschläge fällig).
Mit Spulen _gegenüber_ der Hebel würde man sich die Magnetkleberei
sparen. Ich bin allerdings skeptisch, daß die Hebel ferromagnetisch
sind.

Sollen die Spulen klein bleiben, müßte ich die schon mit HF abfragen.

Und die Multiplexerei bliebe mir dann auch nicht erspart.

In der Tat, aber ganz ohne Aufwand wird es nicht gehen.

Mir fiel noch folgendes ein: Elektroden auf einer geätzten Platine,
deren kapazitive Kopplung durch die Hebel verändert wird. Das müsste
man mal testen, könnte auch funktionieren.

Das hört sich wieder nach einer Lösung an, die zuviel abstrahlt um
serientauglich zu sein. Nebenbei böte sich vermutlich an, die Hebel
selbst als Gegenelektrode zu nehmen. Allerdings ist der Kontakt zur
Achse, um die sie sich ja drehen können, vermutlich nicht verläßlich,
mindestens nicht kratzfrei.

Um mal zu verdeutlichen, wie das ganze aussieht:
<URL:http://home.arcor.de/david.kastrup/P2100062.JPG>. Ich habe drei
Knöpfe in verschiedenen Reihen gedrückt. Speziell der Knopfhebel für
die unterste Klappe, der über einen Umlenkhebel mehr Klappenweg rausholt
(die unterste Klappe, am Umlenkhebel statt wie anderen direkt am
Knopfhebel), bewegt sich um eine Achse am Kopf des Instruments statt um
die Tastaturachse am Fuß) bewegt sich auf der Höhe, wo man alle drei
Hebelgruppen abgreifen kann, nicht so beeindruckend weit.

Achso, der Test auf Ferromagnetismus per Kühlschrankmagnet: die
Knopfhebel sind nicht magnetisch. Die Umlenkhebel schon. Da würde wohl
der Effekt der Knopfhebel bei der Abnahme mit Spulen von den
Umlenkhebeln geplättet.

--
David Kastrup

Lutz Schulze
Guest

Wed Feb 10, 2010 3:55 pm   



Am Wed, 10 Feb 2010 14:28:49 +0100 schrieb Uwe Hercksen:

Quote:
na ja, Kapazitätsänderungen von wenigen pF, das klingt nicht nach
einigermassen betriebs- und störsicher.

Versuch macht kluch ...

Lutz

--
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Nikolaus Riehm
Guest

Wed Feb 10, 2010 7:20 pm   



Am 10.02.2010 15:17 schrieb David Kastrup:
Quote:
Um mal zu verdeutlichen, wie das ganze aussieht:
URL:http://home.arcor.de/david.kastrup/P2100062.JPG>.

Die Gehäuseplatte als eine Kondensatorelektrode benutzen und aufgeklabte
Metallstreifen auf den Rückseiten der Tasten-Holzplättchen als
Gegenelektrode (Filz und Holz wären dann das Dielektrikum). Geht zwar
auch nicht ohne Multiplexen aber würde exakt die Drucktiefe der Tasten
erfassen. Da es dann quasi ein und der selbe
'Multielektroden-Kondensator' ist, dürften sich die Tasten auch nicht
gegenseitig stören (aber wohl beeinflussen, was man software-seitig
rausrechnen müsste). Hat was von 'ner Schnapsidee, liegt aber anhand des
Fotos irgendwie nahe, finde ich.

Grüße, Niko

David Kastrup
Guest

Wed Feb 10, 2010 7:30 pm   



Nikolaus Riehm <mail_at_nikolaus-riehm.de> writes:

Quote:
Am 10.02.2010 15:17 schrieb David Kastrup:
Um mal zu verdeutlichen, wie das ganze aussieht:
URL:http://home.arcor.de/david.kastrup/P2100062.JPG>.

Die Gehäuseplatte als eine Kondensatorelektrode benutzen und
aufgeklabte Metallstreifen auf den Rückseiten der Tasten-Holzplättchen
als Gegenelektrode (Filz und Holz wären dann das Dielektrikum). Geht
zwar auch nicht ohne Multiplexen aber würde exakt die Drucktiefe der
Tasten erfassen. Da es dann quasi ein und der selbe
'Multielektroden-Kondensator' ist, dürften sich die Tasten auch nicht
gegenseitig stören (aber wohl beeinflussen, was man software-seitig
rausrechnen müsste). Hat was von 'ner Schnapsidee, liegt aber anhand
des Fotos irgendwie nahe, finde ich.

Kabelbruch, ick hör Dir trapsen. Du mußt ja die Metallstreifen
anschließen. Die ganzen Klappen sieht man übrigens auf dem Bild nur,
weil das Diskantverdeck gerade abmontiert ist. Das Diskantverdeck ist
zelluloidbeschichtetes Aluminium. Kapazitiv dürfte das in der Summe
dann eher schlecht werden.

--
David Kastrup

Nikolaus Riehm
Guest

Wed Feb 10, 2010 7:57 pm   



Am 10.02.2010 19:30 schrieb David Kastrup:
Quote:
Nikolaus Riehm <mail_at_nikolaus-riehm.de> writes:

Am 10.02.2010 15:17 schrieb David Kastrup:
Um mal zu verdeutlichen, wie das ganze aussieht:
URL:http://home.arcor.de/david.kastrup/P2100062.JPG>.

Die Gehäuseplatte als eine Kondensatorelektrode benutzen und
aufgeklabte Metallstreifen auf den Rückseiten der Tasten-Holzplättchen
als Gegenelektrode (Filz und Holz wären dann das Dielektrikum).

Kabelbruch, ick hör Dir trapsen.

Dann kleine Spiegel auf die Tastenplättchen kleben und pro Taste eine
per Mux aktivierte Reflexlichtschranke einschalten und die Laufzeit von
Lichtpulsen messen. Komplizierteres fällt mir jetzt erstmal nicht mehr
ein... ;-)

Grüße, Niko

David Kastrup
Guest

Wed Feb 10, 2010 8:30 pm   



Nikolaus Riehm <mail_at_nikolaus-riehm.de> writes:

Quote:
Am 10.02.2010 19:30 schrieb David Kastrup:
Nikolaus Riehm <mail_at_nikolaus-riehm.de> writes:

Am 10.02.2010 15:17 schrieb David Kastrup:
Um mal zu verdeutlichen, wie das ganze aussieht:
URL:http://home.arcor.de/david.kastrup/P2100062.JPG>.

Die Gehäuseplatte als eine Kondensatorelektrode benutzen und
aufgeklabte Metallstreifen auf den Rückseiten der Tasten-Holzplättchen
als Gegenelektrode (Filz und Holz wären dann das Dielektrikum).

Kabelbruch, ick hör Dir trapsen.

Dann kleine Spiegel auf die Tastenplättchen kleben und pro Taste eine
per Mux aktivierte Reflexlichtschranke einschalten und die Laufzeit von
Lichtpulsen messen. Komplizierteres fällt mir jetzt erstmal nicht mehr
ein... Wink

Wenn ich schon Laufzeiten messe, dann würde ich mir eine Glasfaser
nehmen und eine Metallstange mit einem Radius etwas über Biegeradius der
Glasfaser (und einem Umfang größer als der Klappenhebelhub). Auf die
Metallstange klebe ich an der Seite gegenüber den Klappen noch eine
kleine Stange mit Radius ganz knapp unterhalb des Biegeradius, so daß
nur Promille des Lichts austreten. Dann wickele ich die Glasfaser in
einer Spirale auf die verbundenen Stangen, die Windungen im Abstand der
Klappenhebel. Dann richte ich das ganze so aus, daß die
Aus/Eintrittstellen des Lichts aus der Glasfaser gegen die Klappenhebel
gerichtet sind.

Ein Lichtblitz in die Glasfaser kriegt dann Echos von allen
Klappenhebeln, die gesamte Sensorik ist superleicht und kompakt. Nur
justieren und auswerten muß man den Klumpatsch...

--
David Kastrup

Nikolaus Riehm
Guest

Wed Feb 10, 2010 9:05 pm   



Am 10.02.2010 20:30 schrieb David Kastrup:
Quote:
Wenn ich schon Laufzeiten messe, dann würde ich mir eine Glasfaser
nehmen und eine Metallstange mit einem Radius etwas über Biegeradius der
Glasfaser (und einem Umfang größer als der Klappenhebelhub).

Ich hatte tatsächlich noch kurz die Idee mit eine Laser-Scanner-Mimik im
Kopf, die entweder Klappenhebel oder Klappen selbst abtastet. Da würde
aber die Optik, den Laser jeweils auszurichten, wohl überdimensional
kompliziert (obwohl, mit einem DLP-Chip ginge das ja sogar noch). Bliebe
noch periodisch Diracs in den Raum zwischen Diskantklappe und
Tastenabdeckung zu schießen und aus den Impulsantworten die jeweiligen
Hebelstellung zu berechnen. Einziger Nachteil: "Warum knattert Ihr
Akkordeon so?" - "Es hat MIDI".

Grüße, Niko

David Kastrup
Guest

Wed Feb 10, 2010 9:10 pm   



Nikolaus Riehm <mail_at_nikolaus-riehm.de> writes:

Quote:
Am 10.02.2010 20:30 schrieb David Kastrup:
Wenn ich schon Laufzeiten messe, dann würde ich mir eine Glasfaser
nehmen und eine Metallstange mit einem Radius etwas über Biegeradius der
Glasfaser (und einem Umfang größer als der Klappenhebelhub).

Ich hatte tatsächlich noch kurz die Idee mit eine Laser-Scanner-Mimik im
Kopf, die entweder Klappenhebel oder Klappen selbst abtastet. Da würde
aber die Optik, den Laser jeweils auszurichten, wohl überdimensional
kompliziert (obwohl, mit einem DLP-Chip ginge das ja sogar noch). Bliebe
noch periodisch Diracs in den Raum zwischen Diskantklappe und
Tastenabdeckung zu schießen und aus den Impulsantworten die jeweiligen
Hebelstellung zu berechnen. Einziger Nachteil: "Warum knattert Ihr
Akkordeon so?" - "Es hat MIDI".

Ultraschall existiert. Aber bei bildgebenden Verfahren wird man mit
einem (IR?)-Bildsensor und passender LED als Beleuchtung wohl eher zu
einem Ergebnis kommen.

--
David Kastrup

Marte Schwarz
Guest

Wed Feb 10, 2010 10:46 pm   



"Lutz Schulze" <lschulze_at_netzwerkseite.de> schrieb im Newsbeitrag
news:n7qziwrwmjm9$.njucw3sg4y2o$.dlg_at_40tude.net...
Quote:
Am Tue, 09 Feb 2010 02:42:45 +0100 schrieb David Kastrup:

Hi, will irgendwann mal mein Akkordeon zu einem Midi-Input machen. Auf
der Sensorseite scheinen am geeignetsten einfache analoge Hallelemente
ohne interne Logic, alldieweil deren Stromverbrauch am zivilsten ist,
und die galvanische Trennung von Stromeingang und Spannungsausgang prima
für Matrixverschaltung geeignet ist.

Meinst Du wirklich passive Hallelemente, also die kleinen
Halbleiterplättchen mit den vier Anschlüssen an den vier Kanten? Ohne
zusätzliche Elektronik auf dem Chip?

Schon.

Huch ich bin zu spät, aber ich habe die vorherige Nachricht nicht gesehen:

Die Hallplättchen, die ein Halbleiterlein mit 4 Anschlüssen haben, werden
Dir nie Hall produzieren. Die messen Magnetfelder mit dem Hall-Effekt,
genannt nach einem Herrn Hall.
Analoge Hallelemente, die einen Soundeffekt ähnlich einem Nachhall in großen
Räumen bringen, besitzen innen mehrere Federn und Tonabnehmer. Die willst Du
nie in einem bewegten Gerät einsetzen. Die kenne ich noch aus der
Heimorgelzeit aus den 70ern letzten Jahrhunderts.

Marte

Michael Eggert
Guest

Thu Feb 11, 2010 12:36 am   



David Kastrup <dak_at_gnu.org> wrote:

Moin!

Quote:
Um mal zu verdeutlichen, wie das ganze aussieht:
URL:http://home.arcor.de/david.kastrup/P2100062.JPG>.

Schöne flache Hebel, könnten mit Gabellichtschranken abgefragt werden.
Multiplex wäre da überhaupt kein Problem. Bei entsprechend großem
Lichtkegel auch analog. Wie weit bewegt sich der Hebel an der Stelle,
an der Du was montieren könntest? Und willst Du den gesamten Weg
analog erfassen, oder reicht Dir die Zeitspanne zwischen "halb
gedrückt" und "halb + ein bisschen mehr gedrückt" für die Dynamik?

Gruß,
Michael.

David Kastrup
Guest

Thu Feb 11, 2010 8:46 am   



Michael Eggert <m.eggert.nul_at_web.de> writes:

Quote:
David Kastrup <dak_at_gnu.org> wrote:

Moin!

Um mal zu verdeutlichen, wie das ganze aussieht:
URL:http://home.arcor.de/david.kastrup/P2100062.JPG>.

Schöne flache Hebel, könnten mit Gabellichtschranken abgefragt werden.
Multiplex wäre da überhaupt kein Problem.

Korrekt. Und käme ohne Veränderung an den beweglichen Teilen (Magnet
aufkleben) aus. Aber sperriger und teurer.

Quote:
Bei entsprechend großem Lichtkegel auch analog. Wie weit bewegt sich
der Hebel an der Stelle, an der Du was montieren könntest?

Von Hebel zu Hebel verschieden, nicht ganz dieselbe Ebene bei den drei
Hebelsorten. 2mm sind aber wohl immer drin. Es sind 3 Hebel auf 19mm
Breite.

Quote:
Und willst Du den gesamten Weg analog erfassen, oder reicht Dir die
Zeitspanne zwischen "halb gedrückt" und "halb + ein bisschen mehr
gedrückt" für die Dynamik?

Dynamik erfaßt man über velocity, da sollten zwei Meßpunkte reichen,
tendenziell eher am Anfang als am Ende des Weges, weil man bei schnellem
Spiel nicht notwendigerweise bis Anschlag drückt.

Das wird eine ziemliche Justiererei.

--
David Kastrup

Matthias Weingart
Guest

Thu Feb 11, 2010 9:41 am   



Lutz Schulze <lschulze_at_netzwerkseite.de>:

Quote:
Am Wed, 10 Feb 2010 14:28:49 +0100 schrieb Uwe Hercksen:

na ja, Kapazitätsänderungen von wenigen pF, das klingt nicht nach
einigermassen betriebs- und störsicher.

Versuch macht kluch ...

Es gibt solche kapazitiven Taster schon praktisch in Consumerelektronik zu
kaufen (letztens ne LED Lampe damit ausprobiert). Die sind erstaunlich
betriebssicher. Das wichtigste ist die Schirmung. In der von mir geposteten
APP-Note von TI ist die kapazitive Tastenfläche ringsum von Masse umgeben,
auch die Rückseite der Platine ist Masse. Besonderes Eigenstörpotential würde
ich da nicht erwarten (da fliessen Ströme im uA-Bereich, die verwenden 5Meg
Widerstände!).
Aber für Deine komplizierte Tastenmechanik müsste man sich erstmal überlegen
wie man das da realisieren könnte. Die mechanisch-konstruktive
Herausforderung ist da bedeutend grösser als die elektronische.

M.

David Kastrup
Guest

Thu Feb 11, 2010 9:45 am   



Matthias Weingart <mwnews_at_pentax.boerde.de> writes:

Quote:
David Kastrup <dak_at_gnu.org>:

Um mal zu verdeutlichen, wie das ganze aussieht:
URL:http://home.arcor.de/david.kastrup/P2100062.JPG>.

Das was da besonders fehlt, ist ein fester mechanischer Bezugspunkt
für einen potentiellen Sensor (würde nur direkt an den Gelenken
gehen), die abnehmbare Klappe ist vermutlich nicht benutzbar dafür
(wie will man justieren, wenn der Deckel drauf ist?).

Eine schmale Pertinaxplatte quer über die Hebel, so weit entfernt von
der Hebelachse wie möglich. Das gibt das Diskantverdeck leicht her, und
die Akustik sollte nicht allzu sehr gestört werden.

<URL:http://www.musictec.de/html/midi_system2.htm> zeigt eine ganze
Menge Fotos zu einer existierenden Lösung.

Quote:
Mhh, Messung ohne Bezugspunkt? Da fällt mir was ein -
Beschleunigungssensor unter die Taste... ? Das eröffnet dem Spiel auch
ganz neue Möglichkeiten Smile

Ne, gerade bei schnellem Spiel schlägt man die Tasten nicht durchgehend
bis Anschlag durch.

--
David Kastrup

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