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Plattform für Midi-Lösung?

elektroda.net NewsGroups Forum Index - Electronics DE - Plattform für Midi-Lösung?

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Matthias Weingart
Guest

Thu Feb 11, 2010 9:56 am   



David Kastrup <dak_at_gnu.org>:

Quote:
Um mal zu verdeutlichen, wie das ganze aussieht:
URL:http://home.arcor.de/david.kastrup/P2100062.JPG>.

Das was da besonders fehlt, ist ein fester mechanischer Bezugspunkt für einen
potentiellen Sensor (würde nur direkt an den Gelenken gehen), die abnehmbare
Klappe ist vermutlich nicht benutzbar dafür (wie will man justieren, wenn der
Deckel drauf ist?).
Mhh, Messung ohne Bezugspunkt? Da fällt mir was ein - Beschleunigungssensor
unter die Taste... ? Das eröffnet dem Spiel auch ganz neue Möglichkeiten :-)

M.

Wolfgang Draxinger
Guest

Thu Feb 11, 2010 9:57 am   



David Kastrup wrote:

Quote:

Hi, will irgendwann mal mein Akkordeon zu einem Midi-Input machen. Auf
der Sensorseite scheinen am geeignetsten einfache analoge Hallelemente
ohne interne Logic, alldieweil deren Stromverbrauch am zivilsten ist,
und die galvanische Trennung von Stromeingang und Spannungsausgang prima
für Matrixverschaltung geeignet ist.

Sieht ja so aus, als würden kleine Prozessoren mit 10 Analogeingängen
und 16 Ausgängen (oder vergleichbar) nicht schwer zu kriegen sein.

Im Endeffekt käme man an Hardware fast mit Controller, Quartz und
Kabelei hin. Aber Software will auch geschrieben werden...

Die c't hatte da vor einiger Zeit mal ein Bastelprojekt, Umbau einer alten
Heimorgel o.ä. zu einem Midi-Controller. Das war eine ganze Artikelserie,
von denen zwei auch online zu lesen sind:

http://www.heise.de/ct/artikel/Spielhilfe-289988.html
http://www.heise.de/ct/artikel/Spielhilfe-290156.html


Wolfgang

Günther Dietrich
Guest

Thu Feb 11, 2010 5:46 pm   



"Marte Schwarz" <marte.schwarz_at_gmx.de> wrote:

Quote:
"Lutz Schulze" <lschulze_at_netzwerkseite.de> schrieb im Newsbeitrag
news:n7qziwrwmjm9$.njucw3sg4y2o$.dlg_at_40tude.net...
Am Tue, 09 Feb 2010 02:42:45 +0100 schrieb David Kastrup:

Hi, will irgendwann mal mein Akkordeon zu einem Midi-Input machen. Auf
der Sensorseite scheinen am geeignetsten einfache analoge Hallelemente
ohne interne Logic, alldieweil deren Stromverbrauch am zivilsten ist,
und die galvanische Trennung von Stromeingang und Spannungsausgang prima
für Matrixverschaltung geeignet ist.

Meinst Du wirklich passive Hallelemente, also die kleinen
Halbleiterplättchen mit den vier Anschlüssen an den vier Kanten? Ohne
zusätzliche Elektronik auf dem Chip?

Schon.

Huch ich bin zu spät, aber ich habe die vorherige Nachricht nicht gesehen:

Die Hallplättchen, die ein Halbleiterlein mit 4 Anschlüssen haben, werden
Dir nie Hall produzieren. Die messen Magnetfelder mit dem Hall-Effekt,
genannt nach einem Herrn Hall.

Genau die Sensoren, deren Funktion auf dem nach dem Herrn Hall benannten
Effekt beruht, waren gemeint (wie man leicht erkennt, wenn man den
ersten von Dir zitierten Satz aus dem Ursprungs-Artikel liest, und
"Matrixverschaltung" im zweiten).


Quote:
Analoge Hallelemente, die einen Soundeffekt ähnlich einem Nachhall in großen
Räumen bringen, besitzen innen mehrere Federn und Tonabnehmer. Die willst Du
nie in einem bewegten Gerät einsetzen.

Nicht jeder denkt, wenn der das Wort "Hall" liest, sofort und
ausschließlich an akustische Effekte. Vor allem wenn es um das Erkennen
von Tastendrücken geht. :)



Grüße,

Günther

Joerg
Guest

Thu Feb 11, 2010 6:04 pm   



Günther Dietrich wrote:

[...]

Quote:
Nicht jeder denkt, wenn der das Wort "Hall" liest, sofort und
ausschließlich an akustische Effekte. ...


Nein, an eine Bausparkasse Smile)

--
SCNR, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

"gmail" domain blocked because of excessive spam.
Use another domain or send PM.

David Kastrup
Guest

Thu Feb 11, 2010 6:07 pm   



"Günther Dietrich" <gd_usenet_at_spamfence.net> writes:

Quote:
"Marte Schwarz" <marte.schwarz_at_gmx.de> wrote:

Huch ich bin zu spät, aber ich habe die vorherige Nachricht nicht
gesehen:

Die Hallplättchen, die ein Halbleiterlein mit 4 Anschlüssen haben,
werden Dir nie Hall produzieren. Die messen Magnetfelder mit dem
Hall-Effekt, genannt nach einem Herrn Hall.

Genau die Sensoren, deren Funktion auf dem nach dem Herrn Hall
benannten Effekt beruht, waren gemeint (wie man leicht erkennt, wenn
man den ersten von Dir zitierten Satz aus dem Ursprungs-Artikel liest,
und "Matrixverschaltung" im zweiten).


Analoge Hallelemente, die einen Soundeffekt ähnlich einem Nachhall in
großen Räumen bringen, besitzen innen mehrere Federn und
Tonabnehmer. Die willst Du nie in einem bewegten Gerät einsetzen.

Nicht jeder denkt, wenn der das Wort "Hall" liest, sofort und
ausschließlich an akustische Effekte. Vor allem wenn es um das Erkennen
von Tastendrücken geht. Smile

Nun, eine solche Hallspirale war in der Tat ein möglicher Bestandteil
meines Sensorbrainstormings: man montiere sie quer über alle Tastenhebel
und beschicke sie mit weißem Pseudorauschen. Nun nimmt man entweder die
gesammelten Tastenhebel als eine Kondensatorseite und die Hallspirale
als die andere, oder man montiere auf die Tastenhebel Magnete und nehme
die Hallspirale als bewegte Spule, in der diese Magnete Felder
induzieren.

Das krankt nun zwar daran, daß der primäre Schwingungsmodus
Torsionsschwingungen sind, die letztlich weder induktiv noch kapazitiv
in einer meßbaren Richtung auf die Hallspirale einwirken. Aber tun wir
mal so, als wäre das nicht der Fall.

Über die zeitliche Korrelation des mechanisch durchlaufenden
Pseudorauschens mit dem elektrisch abgenommenen Summenrauschen hat man
dann für jeden Hebel passende Information.

Man könnte zwar die Aufhängung gegenüber dem Aktuator durch eine mit
angepaßtem mechanischen Widerstand zu ersetzen um die Echos zu
minimieren. Aber bei lang genuger Periode des Pseudorauschens fallen
fallen die Echos ohnehin nicht in die Korrelationszeitfenster.

--
David Kastrup

Michael Eggert
Guest

Thu Feb 11, 2010 11:03 pm   



David Kastrup <dak_at_gnu.org> wrote:

Moin!

Quote:
Korrekt. Und käme ohne Veränderung an den beweglichen Teilen (Magnet
aufkleben) aus. Aber sperriger und teurer.

Also eine Sharp GP1S096HCZ0F kostet bei Digikey 19ct netto @ 100 Stk.
und ist gerade mal 3,5 x 2,9 x 2,6mm groß. Vermutlich werden Deine
Hebel nicht in den 1mm breiten Schlitz passen, zumindest nicht mit
genügend Luft für etwas Toleranzen, aber als teuer und sperrig
empfinde ich sie nun nicht gerade. Kurzum: Die gibts in allen Größen
und Preisklassen, es dürfte sich sicher was passendes finden.

Quote:
Von Hebel zu Hebel verschieden, nicht ganz dieselbe Ebene bei den drei
Hebelsorten. 2mm sind aber wohl immer drin. Es sind 3 Hebel auf 19mm
Breite.

Da drängt sich eine versetzte Anordnung geradezu auf, die
Lichtschranken sind sich nicht im Weg und könnten evtl. so angebracht
werden, daß die unterschiedlichen Hebel an den jeweiligen Orten den
gleichen Hub machen.

Quote:
Dynamik erfaßt man über velocity, da sollten zwei Meßpunkte reichen,
tendenziell eher am Anfang als am Ende des Weges, weil man bei schnellem
Spiel nicht notwendigerweise bis Anschlag drückt.

Na ist doch bestens. Wenn Du oft genug abfragst, reicht ein Strahl von
wenigen Zehntel Millimetern. Oft genug bedeutet 3-4 Abtastpunkte
während der Hebel beim schnellstmöglichen Drücken durch den Strahl
geht, die höchste Differenz zum vorherigen Sample nimmst Du als
velocity.

Quote:
Das wird eine ziemliche Justiererei.

Warum? Bei einer Reihe Gabellichtschranken auf einer Platine haben
alle exakt die gleiche Höhe, die Position zueinander kannst Du schon
beim Layout ordentlich festlegen. Die Tiefe, wieweit Du einen Knopf
drücken musst, bis er durch die Lichtschranke kommt, ist damit doch
viel reproduzierbarer als Du bei einem magnetischen Sensor alleine
durch die Montage der Magneten und die Streuung der
Sensorempfindlichkeit hinbekommst.

Gruß,
Michael.

David Kastrup
Guest

Fri Feb 12, 2010 9:51 am   



Michael Eggert <m.eggert.nul_at_web.de> writes:

Quote:
David Kastrup <dak_at_gnu.org> wrote:

Moin!

Korrekt. Und käme ohne Veränderung an den beweglichen Teilen (Magnet
aufkleben) aus. Aber sperriger und teurer.

Also eine Sharp GP1S096HCZ0F kostet bei Digikey 19ct netto @ 100 Stk.
und ist gerade mal 3,5 x 2,9 x 2,6mm groß. Vermutlich werden Deine
Hebel nicht in den 1mm breiten Schlitz passen, zumindest nicht mit
genügend Luft für etwas Toleranzen,

1.5mm sagt meine Schieblehre.

Quote:
aber als teuer und sperrig empfinde ich sie nun nicht gerade. Kurzum:
Die gibts in allen Größen und Preisklassen, es dürfte sich sicher was
passendes finden.

Ok, da kommt dann noch dazu, daß ich die Wiederverwertbarkeit des
Designs im Hinterkopf habe und die tatsächlichen Ausführungen wild
variieren. Für ein Einzelinstrument wird man sicher immer eine bessere
Lösung finden als für einen universelleren Ansatz.

Für jedes Instrument die persönliche Platine zu ätzen ist auch
aufwendig.

--
David Kastrup

Marte Schwarz
Guest

Fri Feb 12, 2010 11:14 am   



Hi Günther,
Quote:
Huch ich bin zu spät, aber ich habe die vorherige Nachricht nicht gesehen:

Die Hallplättchen, die ein Halbleiterlein mit 4 Anschlüssen haben, werden
Dir nie Hall produzieren. Die messen Magnetfelder mit dem Hall-Effekt,
genannt nach einem Herrn Hall.

Genau die Sensoren, deren Funktion auf dem nach dem Herrn Hall benannten
Effekt beruht, waren gemeint (wie man leicht erkennt, wenn man den
ersten von Dir zitierten Satz aus dem Ursprungs-Artikel liest, und
"Matrixverschaltung" im zweiten).

Sorry, hatte ich im Nachhinein auch bemerkt und auch eigentlich den Beitrag
zurückgezogen. Auf meinem Newsserver ist der auc weg, aber das scheint sich
schneller verteilt zu haben, als es zurückgerufen werden konnte...

Warum willst Du die Tasten eigentlich nicht genau unter den Tasten abfragen,
sondern bei den Klappen?

Marte

David Kastrup
Guest

Fri Feb 12, 2010 11:31 am   



"Marte Schwarz" <marte.schwarz_at_gmx.de> writes:

Quote:
Hi Günther,
Huch ich bin zu spät, aber ich habe die vorherige Nachricht nicht gesehen:

Die Hallplättchen, die ein Halbleiterlein mit 4 Anschlüssen haben, werden
Dir nie Hall produzieren. Die messen Magnetfelder mit dem Hall-Effekt,
genannt nach einem Herrn Hall.

Genau die Sensoren, deren Funktion auf dem nach dem Herrn Hall benannten
Effekt beruht, waren gemeint (wie man leicht erkennt, wenn man den
ersten von Dir zitierten Satz aus dem Ursprungs-Artikel liest, und
"Matrixverschaltung" im zweiten).

Sorry, hatte ich im Nachhinein auch bemerkt und auch eigentlich den
Beitrag zurückgezogen. Auf meinem Newsserver ist der auc weg, aber das
scheint sich schneller verteilt zu haben, als es zurückgerufen werden
konnte...

Warum willst Du die Tasten eigentlich nicht genau unter den Tasten
abfragen, sondern bei den Klappen?

Unter den "Tasten", sprich Knöpfen ist kein Platz. Da gehen natürlich
die Hebel raus, da ist auch noch die Mechanik des Déclassements (eine
Hebelkopplung an die tiefe Oktave, die unabhängig bewegte Klappen hat)
und der verbleibende Freiraum ist so schmal, daß die Hebel fast auf dem
Instrumentboden aufschlagen (bei _einem_ Hebel tun sie es auch schon
gelegentlich). Im Gegensatz dazu ist unter dem Diskantverdeck noch viel
Luft. Außerdem ist die Zugänglichkeit des Raumes unter den Knöpfen
erheblich eingeschränkter als unter dem Diskantverdeck.

Und nicht zuletzt ist da wieder der Weiterverwertungsgedanke: bei
Tastenakkordeons kommt man gar nicht in den Raum unterhalb der Tasten,
und Platz ist da auch nicht.

Und der Großteil der Leute hierzulande hat Tastenakkordeons.

--
David Kastrup

Frank Buss
Guest

Fri Feb 12, 2010 11:50 am   



David Kastrup wrote:

Quote:
Und nicht zuletzt ist da wieder der Weiterverwertungsgedanke: bei
Tastenakkordeons kommt man gar nicht in den Raum unterhalb der Tasten,
und Platz ist da auch nicht.

Du kannst es ja mit einer Webcam filmen und eine Bildauswertungssoftware
schreiben, dann bräuchtest du auch nur die Software zu verkaufen, da Webcam
und PC vielfach sowieso schon vorhanden sind. Also sowas hier:

http://www.youtube.com/watch?v=_7KMDDRrHhc

Gibts aber auch in echt :-)

http://www.youtube.com/watch?v=QIqNdMqA7Kc

Um die Tasten von einem Akkordeon zu detektieren müsste eingentlich eine
Kamera ausreichen.

--
Frank Buss, fb_at_frank-buss.de
http://www.frank-buss.de, http://www.it4-systems.de

Matthias Weingart
Guest

Fri Feb 12, 2010 6:31 pm   



David Kastrup <dak_at_gnu.org>:

Quote:
Eine schmale Pertinaxplatte quer ber die Hebel, so weit entfernt von
der Hebelachse wie m”glich. Das gibt das Diskantverdeck leicht her, und
die Akustik sollte nicht allzu sehr gest”rt werden.

Mhh seh grad auf den Fotos, die haben da "freischwebende" TO92 Gehäuse über
den Metallhebeln (vermutlich Halldinger?).

Wenn das geht, kannst du da ja auch eine doppelseitige FR4 Platine mit je
einer passend gestalteten kapazitiven Taste montieren (kann man ja auch eckig
und in die Länge gezogen bauen, um die aktive Fläche zu vergrössern). Der
Metallhebel muss noch nicht mal zwingend geerdet sein (ist ja der Finger auch
nicht, wenn es aber machbar ist, würde ich die Hebel erden). Vom Abstand her
solltest Du da dann im Bereich von 1mm bis 5mm liegen, damit du brauchbare
Ergebnisse bekommst, schätz ich mal jetzt so, also eher am Drehpunkt
montiert, als weiter hinten unter der Taste.

M.

Rolf Bombach
Guest

Mon Feb 15, 2010 6:56 pm   



Uwe Hercksen schrieb:
Quote:

Rolf Bombach schrieb:

Ein Akkordeon ist kein Leierkasten sondern ein Heimwehkompressor.

hast Du für einen Dudelsack auch so einen schönen treffenden Spruch?

Gibt bestimmt einen, wahrscheinlich kannte ich den auch mal, ging
aber vergessen. Ich hatte nur kurz und auch das vor langer Zeit
mal mit Berufsmusikern zu tun, aber das reichte, um den Charakter
nachhaltig zu versauen Wink *duck*

Für Alphorn ist hier noch der Ausdruck Geröllhalden-saxophon
gebräuchlich.

*wech*

--
mfg Rolf Bombach

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