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Tim Franke
Guest
Fri Jan 15, 2010 8:58 pm
Hallo,
mein Sohn (7 Jahre) hat einen Elektrobaukasten geschenkt bekommen.
(mit LEDs, div. Transistoren, div. Widerständen, div. Kondensatoren usw.)
Nun würde ich mir mit ihm gern die Funktion und Nutzen der einzelnen
Bauteile
anhand von einfachen Schaltungen erarbeiten. (z.B. Blinklicht für einen
Kondensator,
eine helle und dunkle Lampe für einen Widerstand, keine Ahnung wie man sich
einen Transistor veranschaulichen kann)
Kennt jemand eine Quelle, wo ich einfache Schaltlpäne für mein Vorhaben
einsehen kann?
Gruss,
Tim
Thomas Hu\"bner
Guest
Fri Jan 15, 2010 9:07 pm
Tim Franke <tim_franke_at_gmx.de> tipperte in
news:7rbvmhFnp0U1_at_mid.individual.net
Quote:
mein Sohn (7 Jahre) hat einen Elektrobaukasten geschenkt bekommen.
(mit LEDs, div. Transistoren, div. Widerständen, div. Kondensatoren
usw.)
Kosmos? Philips?
Quote:
Nun würde ich mir mit ihm gern die Funktion und Nutzen der einzelnen
Bauteile anhand von einfachen Schaltungen erarbeiten. (z.B. Blinklicht für
einen Kondensator, eine helle und dunkle Lampe für einen Widerstand, keine
Ahnung wie
man sich einen Transistor veranschaulichen kann)
Transistor?
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Transistor_animation.gif
Quote:
Kennt jemand eine Quelle, wo ich einfache Schaltlpäne für mein
Vorhaben einsehen kann?
Zwar nicht erste Wahl, aber immerhin:
http://www.b-kainka.de/hobbyel.htm
http://www.b-kainka.de/elektronik.htm
Theoretischer:
http://www.elektronik-kompendium.de/
Und überhaupt:
http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/
--
Thomas
Joerg
Guest
Fri Jan 15, 2010 9:41 pm
Tim Franke wrote:
Quote:
Hallo,
mein Sohn (7 Jahre) hat einen Elektrobaukasten geschenkt bekommen.
(mit LEDs, div. Transistoren, div. Widerständen, div. Kondensatoren usw.)
Nun würde ich mir mit ihm gern die Funktion und Nutzen der einzelnen
Bauteile
anhand von einfachen Schaltungen erarbeiten. (z.B. Blinklicht für einen
Kondensator,
eine helle und dunkle Lampe für einen Widerstand, keine Ahnung wie man sich
einen Transistor veranschaulichen kann)
Kennt jemand eine Quelle, wo ich einfache Schaltlpäne für mein Vorhaben
einsehen kann?
Ja, aber nur in Englisch (sollte der Junior eh mit vertraut werden):
http://www.discovercircuits.com/T/transistor.htm
Es macht nichts wenn man mit groesseren Schaltungen beginnt und
"rueckwaerts" lernt zu verstehen. Als ich in dem Alter den Philips EE20
Baukasten vom Weihnachtsmann bekam, baute ich mit Vattern als erstes die
elektronische Orgel auf. Der komplizierteste Schaltplan der ganzen
Kiste. Hab's dann trotzdem bis zum Diplom geschafft :-)
--
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/
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Ulrich G. Kliegis
Guest
Fri Jan 15, 2010 10:22 pm
On Fri, 15 Jan 2010 12:41:56 -0800, Joerg <invalid_at_invalid.invalid>
wrote in de.sci.electronics:
Quote:
Als ich in dem Alter den Philips EE20
Baukasten vom Weihnachtsmann bekam, baute ich mit Vattern als erstes die
elektronische Orgel auf. Der komplizierteste Schaltplan der ganzen
Kiste. Hab's dann trotzdem bis zum Diplom geschafft
Jo, genauso bei mir. Faszinierend. Der Weihnachtsfrieden litt aber,
als ich dann die "amerikanische Polizeisirene" baute.
Vorher gab es bei uns in einer Kooperation von Philips und unserer
monopolen Tageszeitung einen Wettbewerb, bei dem man einen
Philips-Radiobaukasten zum Zielobjekt transformieren mußte.Da ungefähr
setze sich das bis heute anhaltende Interesse an dem Fach durch, wenn
es vom Studium auch eher was etwas anderes wurde. Beruflich dann aber
doch wieder.
Didaktisch besser aber war auf jeden Fall später das Kosmos
Elektroniklabor XG plus Zusätze. Die gibt es auch heute noch
vereinzelt in der Bucht, aber da ist viel Schrott dabei. Wenn ich aus
meinem die Batterien rechtzeitig rausgenommen hätte...
Joerg
Guest
Fri Jan 15, 2010 10:50 pm
Ulrich G. Kliegis wrote:
Quote:
On Fri, 15 Jan 2010 12:41:56 -0800, Joerg <invalid_at_invalid.invalid
wrote in de.sci.electronics:
Als ich in dem Alter den Philips EE20
Baukasten vom Weihnachtsmann bekam, baute ich mit Vattern als erstes die
elektronische Orgel auf. Der komplizierteste Schaltplan der ganzen
Kiste. Hab's dann trotzdem bis zum Diplom geschafft :-)
Jo, genauso bei mir. Faszinierend. Der Weihnachtsfrieden litt aber,
als ich dann die "amerikanische Polizeisirene" baute.
Die haben wir hier live, mit begleitendem Geheul von drei Hunden. Der
Rottweiler konnte die sauber nachmachen bis im Alter jetzt seine Stimme
nicht mehr so mitmacht.
Quote:
Vorher gab es bei uns in einer Kooperation von Philips und unserer
monopolen Tageszeitung einen Wettbewerb, bei dem man einen
Philips-Radiobaukasten zum Zielobjekt transformieren mußte.Da ungefähr
setze sich das bis heute anhaltende Interesse an dem Fach durch, wenn
es vom Studium auch eher was etwas anderes wurde. Beruflich dann aber
doch wieder.
Didaktisch besser aber war auf jeden Fall später das Kosmos
Elektroniklabor XG plus Zusätze. Die gibt es auch heute noch
vereinzelt in der Bucht, aber da ist viel Schrott dabei. Wenn ich aus
meinem die Batterien rechtzeitig rausgenommen hätte...
Kosmos war nie mein Fall, da waren die Bauteile in so Kloetzchen, man
konnte sie nicht direkt anfassen und der Ersatz eines Transistors nach
einer fatz ... *PAETSCH* Episode kostete die Jungs mit Kosmoskaesten
immer ein halbes Vermoegen. Beim EE20 konnte man bei Laeden wie Arlt
oder Buerklin einfach einen neuen von der Stange kaufen. Notfalls auch
beim Radiohaendler, aber der hatte nur die Transistoren von Henninger
und wollte immer drei bis vier Maerker pro Stueck.
Didaktisch am besten war aber mit Abstand eines: Der Sperrmuell. Zu
Spitzenzeiten hatte ich 15-20 Fernseher in mehr oder weniger
geschlachtetem Zustand im Hausflur aufgereiht :-)
Wundert mich heute noch dass meine Eltern das mitgemacht haben, bin
ihnen aber sehr dankbar dafuer. Man entwickelte auf dem Papier eine
Schaltung. Dann ging man im Flur einkaufen. Bargeld war nicht noetig,
nur eine Verlaengerungsschnur, ein Loetkolben, Zange und
Schraubenzieher. Nach groesserem Einkauf noch das Badezimmerfenster
kippen, damit der Kolophonium-Mief abzog.
--
Gruesse, Joerg
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Ulrich G. Kliegis
Guest
Fri Jan 15, 2010 11:21 pm
On Fri, 15 Jan 2010 13:50:43 -0800, Joerg <invalid_at_invalid.invalid>
wrote in de.sci.electronics:
Quote:
Kosmos war nie mein Fall, da waren die Bauteile in so Kloetzchen, man
konnte sie nicht direkt anfassen
Ein non-virtueller Vorläufer von Spice sozusagen. Es ist ja ohnehin
fsaizinierend, wie es immer wieder gelingt, genuine Softwareobjekte
nachzubilden. Neulich hab ich sowas gesehen, da hatte jemand Membranen
kunstvoll auf Sperrholzzylinder gespannt und konnt da so geschickt
draufschlagen, daß es fast wie ein Drumsampler klang. Auch für string-
und piano-Soundsets gibt es fasizinierende Simulationen aus Holz und
Metall...
Nur diese Kontaktfedern von Phlipsi waren ne Pest. Traningslager für
spätere Schneidklemmtechnikverdrahter.
Gruß,
U.
Frank Buss
Guest
Fri Jan 15, 2010 11:33 pm
Tim Franke wrote:
Quote:
mein Sohn (7 Jahre) hat einen Elektrobaukasten geschenkt bekommen.
(mit LEDs, div. Transistoren, div. Widerständen, div. Kondensatoren usw.)
Nun würde ich mir mit ihm gern die Funktion und Nutzen der einzelnen
Bauteile
anhand von einfachen Schaltungen erarbeiten. (z.B. Blinklicht für einen
Kondensator,
eine helle und dunkle Lampe für einen Widerstand, keine Ahnung wie man sich
einen Transistor veranschaulichen kann)
Kennt jemand eine Quelle, wo ich einfache Schaltlpäne für mein Vorhaben
einsehen kann?
Ist da nicht eine Anleitung bei gewesen, die genau das machen sollte? Ich
kann mich noch dunkel an meinen Kosmos Baukasten vor ewigen Zeiten erinnern
und da war z.B. ein Transistor mit Wehren und Wasser beschrieben. Hab's
gerade im Web wiedergefunden:
http://www.domnick-elektronik.de/elekts1.htm
--
Frank Buss, fb_at_frank-buss.de
http://www.frank-buss.de, http://www.it4-systems.de
Joerg
Guest
Fri Jan 15, 2010 11:39 pm
Ulrich G. Kliegis wrote:
Quote:
On Fri, 15 Jan 2010 13:50:43 -0800, Joerg <invalid_at_invalid.invalid
wrote in de.sci.electronics:
Kosmos war nie mein Fall, da waren die Bauteile in so Kloetzchen, man
konnte sie nicht direkt anfassen
Ein non-virtueller Vorläufer von Spice sozusagen. Es ist ja ohnehin
fsaizinierend, wie es immer wieder gelingt, genuine Softwareobjekte
nachzubilden. Neulich hab ich sowas gesehen, da hatte jemand Membranen
kunstvoll auf Sperrholzzylinder gespannt und konnt da so geschickt
draufschlagen, daß es fast wie ein Drumsampler klang. Auch für string-
und piano-Soundsets gibt es fasizinierende Simulationen aus Holz und
Metall...
So entstanden ganze Musikrichtungen. Leere Oelfaesser umgedreht ->
Reggae. Oder das Skiffle Board, ein glorifiziertes Waschbrett.
Quote:
Nur diese Kontaktfedern von Phlipsi waren ne Pest. Traningslager für
spätere Schneidklemmtechnikverdrahter.
Die waren einer der Gruende warum immer wieder Beinchen abbrachen.
--
Gruesse, Joerg
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Ulrich G. Kliegis
Guest
Sat Jan 16, 2010 12:37 am
On Fri, 15 Jan 2010 23:33:34 +0100, Frank Buss <fb_at_frank-buss.de>
wrote in de.sci.electronics:
Quote:
Ich
kann mich noch dunkel an meinen Kosmos Baukasten vor ewigen Zeiten erinnern
und da war z.B. ein Transistor mit Wehren und Wasser beschrieben.
Das war sehr einprägsam. Mein Physiklehrer war damals immer auf der
Suche nach einem erklärbaren Modell. Also habe ich ihm das gezeigt.
Überraschenderweise (damals für mich) bemäkelte er dann aber, daß das
dem Mechanismus der Ladungsträgerzufuhr nicht so richtig entspreche,
daher wollte er es nicht übernehmen. Aber ich hab's mir trotzdem
gemerkt...
Gruß,
U.
Ulrich G. Kliegis
Guest
Sat Jan 16, 2010 12:45 am
On Fri, 15 Jan 2010 14:39:10 -0800, Joerg <invalid_at_invalid.invalid>
wrote in de.sci.electronics:
Quote:
Die waren einer der Gruende warum immer wieder Beinchen abbrachen.
Und Fingernägel. Nach zwei Stunden Intensiv-Phlippsen war Klavierüben
ne Qual.
Oder vier Bauteile und zwei (zu kurze) Drähte unter eine solche Feder
zu klemmen, Pest! War bei Kosmos aber auch nicht viel besser.
Bei Jugend forscht traf ich dann einen, der hatte das Prinzip
umgedreht: Eine große Sammlung von Bauelementen hinter einer
Riesenmatrix von Bananensteckerbuchsen, und dann entsprechende
Verdrahtungsmatrizen dazu, mit denen er mit einem kräftigen Hau-Ruck!
aus einem Verstärker z.B. ein Radio oder sogar einen Oszillographen
machen konnte. Hat sich erst später als FPGA durchgesetzt...
Gruß,
U.
MaWin
Guest
Sat Jan 16, 2010 12:52 am
"Tim Franke" <tim_franke_at_gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:7rbvmhFnp0U1_at_mid.individual.net...
Quote:
mein Sohn (7 Jahre) hat einen Elektrobaukasten geschenkt bekommen.
Was für einen denn ? So was:
http://www.pearl.de/a-PK3751-8355.shtml
Da liegt dich eine Anleitung bei.
Oder einen der älteren:
http://www.generalatomic.com/teil1/index.html
http://ee.old.no/library/
http://www.b-kainka.de/bastel0.htm
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
homepage:
http://freenet-homepage.de/mawin/
de.sci.electronics FAQ:
http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.
Bernd Mayer
Guest
Sat Jan 16, 2010 12:55 am
Am 15.01.2010 20:58, schrieb Tim Franke:
Quote:
mein Sohn (7 Jahre) hat einen Elektrobaukasten geschenkt bekommen.
(mit LEDs, div. Transistoren, div. Widerständen, div. Kondensatoren usw.)
Nun würde ich mir mit ihm gern die Funktion und Nutzen der einzelnen
Bauteile
anhand von einfachen Schaltungen erarbeiten. (z.B. Blinklicht für einen
Kondensator,
eine helle und dunkle Lampe für einen Widerstand, keine Ahnung wie man sich
einen Transistor veranschaulichen kann)
Kennt jemand eine Quelle, wo ich einfache Schaltlpäne für mein Vorhaben
einsehen kann?
Hallo,
Eine Sammlung von Elektronikbaukästenanleitungungen gibt es hier:
http://ee.old.no/
Bernd Mayer
Martin Gerdes
Guest
Sat Jan 16, 2010 1:00 am
"Tim Franke" <tim_franke_at_gmx.de> schrieb:
Quote:
mein Sohn (7 Jahre) hat einen Elektrobaukasten geschenkt bekommen.
(mit LEDs, div. Transistoren, div. Widerständen, div. Kondensatoren usw.)
Nun würde ich mir mit ihm gern die Funktion und Nutzen der einzelnen
Bauteile anhand von einfachen Schaltungen erarbeiten.
Kennt jemand eine Quelle, wo ich einfache Schaltpäne für mein Vorhaben
einsehen kann?
Richtig klasse für diesen Zweck ist das:
http://www2.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/900000-924999/909222-an-01-de-CONRAD_ADVENTSKALENDER_24_EXPERIMENTE.pdf
(Stückliste auf der letzten Seite).
Es gibt auf
www.elo-web.de jede Menge Sekundärartikel dazu und auf
Youtube Videos, die die Funktionen der Schaltungen zeigen.
Auch dieses Jahr gab es wieder einen Adventskalender
http://www2.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/175000-199999/192200-an-01-de-ADVENTSKALENDER_2009.pdf
Den finde ich persönlich nicht so gut wie den ersten, aber auch der ist
allemal noch einen Blick wert.
Den 2009er-Adventskalender verramscht Conrad momentan für 5 Euro. Das
ist schon von den Bauteilen her ein Schnäppchen (Du bekommst damit für
billig Geld einen guten Teil der Bauteile für den m.E. instruktiveren
ersten Kalender).
Ulrich G. Kliegis
Guest
Sat Jan 16, 2010 10:04 am
On Fri, 15 Jan 2010 20:58:35 +0100, "Tim Franke" <tim_franke_at_gmx.de>
wrote in de.sci.electronics:
Jetzt noch mal zum OP zurück, hallo, Tim,
Quote:
mein Sohn (7 Jahre) hat einen Elektrobaukasten geschenkt bekommen.
(mit LEDs, div. Transistoren, div. Widerständen, div. Kondensatoren usw.)
Hmmm, 7 Jahre sind allerdings für erste Schritte in die Elektronik ein
noch sehr kleines Alter - es sei denn, daß, was ja häufiger als
allgemein angenommen vorkommt, Dein Sohn zu den Hochbegabten zählt.
Wie weit sind denn seine sonstigen naturwissenschaftlichen
Erkenntnisse schon gereift? Kraft (~Spannung), Reibung (~Widerstand),
ein Begriff von Relationen (Spannungsteiler) - schon vorhanden? Oder
willst Du das mit ihm an den Beispielen total abstrakt mit erarbeiten?
Quote:
Nun würde ich mir mit ihm gern die Funktion und Nutzen der einzelnen
Bauteile
anhand von einfachen Schaltungen erarbeiten. (z.B. Blinklicht für einen
Kondensator,
eine helle und dunkle Lampe für einen Widerstand, keine Ahnung wie man sich
einen Transistor veranschaulichen kann)
Geht es jetzt primär um Deinen Erkenntnisgewinn oder den Deines
Sohnes? Welche Voraussetzungen bringst Du dazu selbst mit? Die Frage
ist bezüglich der Einstiegsstufenhöhe nicht unwichtig.
Quote:
Kennt jemand eine Quelle, wo ich einfache Schaltlpäne für mein Vorhaben
einsehen kann?
Da scheinen mir Anspruch und Wirklichkeit doch etwas
auseinanderzufallen: Wüßtest Du um die Komplexität einer einfachen
Blinkschaltung, die zwar für einen Techniker oder Ingenieur oder
Hobbyelektroniker keine Hürde darstellt, für das Verständnis eine
7-Jährigen aber doch mehr als eine Herausforderung, wüßtest Du
vermutlich auch Quellen. Wenn Du mit den einfachen Begriffen "Einfache
Schaltungen für Anfänger" o.ä. googlierst, wirst Du zugestreamt.
Überforder das Kind bitte nicht.
Es sind Dir ja schon ein paar Links genannt worden, aber diese Sache,
daß Du einen 7-jährigen mit Dir mitlernen lassen möchtest, die macht
mich neugierig: Nicht nur vom Konzept her, sondern auch vom weiteren
Verlauf. Da gibt es wenig Beispiele. Elektroverdrahtungen (also ne
Lampe schalten, früher gab es die Artikelbezeichnung
"Puppenhausschalter" (kurzes Googlieren führte zu einer
Einstiegsanleitung auf absolutem Startniveau:
http://www.google.de/url?sa=t&source=web&ct=res&cd=9&ved=0CCoQFjAI&url=http%3A%2F%2Fwww.bergischeminiaturen.de%2FPDF_L%25F6tkursL%25F6tkurs.pdf&rct=j&q=Puppenhausschalter&ei=P31RS-qoNuHHjQep2pCUCg&usg=AFQjCNEKyaHb6C5-_6eut30FiWdJkHzWpQ
(Zitat: "Oberste Regel bei der Elektroinstallation ist es, dass die
Plusleitung niemals an die Minusleitung geschlossen wird, weil das
sofort zum Kurzschluss führt.")), eine einfache elektrische Eisenbahn
(hach, schon wieder in der Zeitmaschine gesessen) richtig anschließen,
das fängt mvuMn bei einem sehr gut begabten 7-jährigen gerade an. Aber
auch nur selten. So in der dritten, vierten Klasse ist dann meist
schon etwas mehr Grundwissen vorhanden. Aber die Ausnahme bestätigt
natürlich immer die Regel. Komplexe Schaltungen aber mit Verständnis
für die elektronischen Vorgänge auzubauen und abstrakt verstehen zu
können - das ist ein sportlicher Ansatz. Was aber nciht heißt, daß es
nicht geht.
Verrat uns doch bitte auch, um welchen Baukasten es sich handelt.
Gruß,
U.
Marte Schwarz
Guest
Sat Jan 16, 2010 4:06 pm
Hi Ulrich,
Quote:
mein Sohn (7 Jahre) hat einen Elektrobaukasten geschenkt bekommen.
(mit LEDs, div. Transistoren, div. Widerständen, div. Kondensatoren usw.)
Hmmm, 7 Jahre sind allerdings für erste Schritte in die Elektronik ein
noch sehr kleines Alter - es sei denn, daß, was ja häufiger als
allgemein angenommen vorkommt, Dein Sohn zu den Hochbegabten zählt.
Wie weit sind denn seine sonstigen naturwissenschaftlichen
Erkenntnisse schon gereift? Kraft (~Spannung), Reibung (~Widerstand),
ein Begriff von Relationen (Spannungsteiler) - schon vorhanden? Oder
willst Du das mit ihm an den Beispielen total abstrakt mit erarbeiten?
Also meine ersten Erfahrungen mit Ekeltronik hatte ich während der
Technikerausbildung meines Vaters mitgenommen, da war ich 5. Verstanden habe
ich davon natürlich gar nichts. Aber ich fand es trotzdem klasse, dass mein
Vater sich zeit nahm um mir seinen 74er Baukasten zu erklären. Den hatten
sie in der Technikerschule selbst gebaut (Feinwerktechnik, tolles Konzept,
erst macht man im mechanischen Teil den Baukasten und dann erarbeitet man
sich mit diesem die Elektronik. Ich kann mich gut daran erinnern, wie mir
mein Vater dann die Logikfunktionen zu erklären versucht hat. Darauf hin
kamen die Flipflops mit denen man dann schon tolle Lauflichter machen
konnte. und wenn dann alle 32 Lämpchen geleuchtet haben (je 200 mA) dann ist
der Spannungsregler (TO3-Gehäuse) schon so warm geworden, dass man besser
wieder ein paar lämpchen aus gemacht hatte, sonst sind die Lämpchen dunkler
geworden und die Schaltung hat nicht mehr zuverlässig das gemacht, was sie
sollte, weil der Spannungsregler dann offenbar die Spannung abgedreht hatte,
was die 74er Serie bekanntlich weniger mag.
Mit 5 habe ich davon natürlich noch wenig wirklich verstanden, aber es hat
interesse geweckt. Spätestens als ich lesen konnte habe ich dann die
städtische Bibliothek gestürmt und habe die Bücher zum Thema verschlungen.
Wieviel ich da tatsächlich verstanden hatte, lass ich mal dahingestellt.
Dann hab ich Schaltungen aus den Bastelbüchern nachgebaut (Brett, Reisnägel
und Draht als Baukasten) und mich gefreut, wenns getan hat. Wenn nicht, habe
ich mich gefreut, wenn Papa das Teil zum laufen gebracht hatte. Zu
Weihnachten gabs dann irgendwann einen E-Baukasten von Quelle. Das war der
Flop schlechthin, weil das war viel begrenzter als mit der Brettersammlung.
Kurzum: Bevor Kinder was verstehen lernen, müssen Sie Fasziantion erfahren.
Dann kommt die Motivation von innen und der Rest ist dann schon fast ein
Selbstläufer. Ich hoffe daher, dass es nch lange Mittelwellensender gibt,
die mit einer einfachen (Ge-)Diode hinter einem Schwingkreis hörbar werden.
Das war ein richtiges Highlight. Da ist jedes blinkende Lämpchen völlig
witzlos dagegen.
Quote:
Nun würde ich mir mit ihm gern die Funktion und Nutzen der einzelnen
Bauteile anhand von einfachen Schaltungen erarbeiten.
Hi Tim, ich würde das mit der Erklährung gar nicht zu kompliziert und
theoretisch machen. Als erstes solltest Du den Anspruch aufgeben, Dein Sohn
könnte das alles tatsächlich schon verstehen. Es ist völlig in Ordnung, wenn
er in dem Alter zunächst mal staunt und sich ernst genommen fühlt, wenn Du
ihm erklärst, was das macht. Sei nicht frustriert, wenn davon nach 5 Minuten
nichts mehr übrig ist. In dem Alter ist das Spiel. Das ist so wie beim Lesen
lernen: Die Kids kennen zwar theoretisch relativ bald alle Buchstaben
einzelnd, bis es zum Textverständnis reicht fehlt dann noch ganz viel...
Machs spielerisch, der Rest kommt dann irgendwann später.
Marte
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