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Sekundäre Spannung gegen Erde bei Sch altnetzteilen

elektroda.net NewsGroups Forum Index - Electronics DE - Sekundäre Spannung gegen Erde bei Sch altnetzteilen

Manuel Reimer
Guest

Mon Mar 08, 2010 8:04 pm   



Hallo,

vor einiger Zeit habe ich schonmal einen Thread gestartet. Mehr
spaßhalber und als kleine Herausforderung habe ich bei einem
Billig-Anrufbeantworter die verbauten Linearregler durch Schaltregler
ersetzt. Das Ersetzen der Regler war nach einigen Problemen letztlich
erfolgreich. Als zweiten Schritt wollte ich nun ein Schaltnetzteil
verwenden, um den Stromverbrauch auf das mit erträglichem Aufwand
machbare Minimum zu reduzieren.

Ergebnis: Prompt hatte ich extremes Brummen auf dem parallel
angeschlossenen Telefon. Da es sich um 50Hz-Brumm handelt, habe ich
damals schon geahnt, dass es irgendwas mit Netzspannung aus dem Netzteil
zu tun haben muss. Da das Schaltnetzteil aber mit höherer Frequenz
arbeitet, habe ich damals schon die Y-Kondensatoren verdächtigt. Das
Brummen ist nicht vorhanden, wenn man ein Fritz!Box Netzteil verwendet.
Dann pfeift aber das Fritz!Box-Netzteil. Wohl wegen Unterlast.

Damals war keiner hier in der Gruppe der Meinung, dass es an den
Y-Kondensatoren liegt. Ich habe mir also einen sehr einfachen Testaufbau
gebaut. Multimeter im Voltmessbereich mit einem Anschluss an den PE der
Steckdose gehängt (also geerdet) und mit der zweiten Messpitze an die
Sekundärseite des verwendeten Schaltnetzteils. Ergebnis: irgendwas um 70
Volt gegen Erde. Gleicher Versuch mit Fritz!Box-Netzteil: 0V gegen Erde...

Meine Vermutung: Diese Spannung fließt über den AB zur TK-Anlage und von
dort entweder über PE oder über die Telekomleitung gegen Erde ab. Um
diesen Pfad zu unterbrechen habe ich sowas eingebaut:
http://www.reichelt.de/?ARTICLE=35059
Galvanische Trennung von mindestens 1000 VDC sollten ja reichen...
Ergebnis: Brumm weg. In dieser Form ist der AB jetzt bereits viele
Monate im Dauerseinsatz.

Frage ist nun: Was könnte das Fritz!Box-Netzteil besonderes haben, dass
hier am Ausgang keine Spannung gegen Erde vorhanden ist? Kann man ein
beliebiges Schaltnetzteil so umbauen, dass es sich genau so verhält? Was
genau passiert, wenn man die Y-Kondensatoren einfach mal ganz weglässt?

Auf jedem Fall werde ich nun mal versuchen ein defektes
Fritz!Box-Netzteil zu bekommen, um dessen Gehäuse aufzubrechen und
nachzusehen, wo der besondere Unterschied ist...

CU

Manuel

Horst-D.Winzler
Guest

Mon Mar 08, 2010 8:31 pm   



Manuel Reimer schrieb:
Quote:
Hallo,

vor einiger Zeit habe ich schonmal einen Thread gestartet. Mehr
spaßhalber und als kleine Herausforderung habe ich bei einem
Billig-Anrufbeantworter die verbauten Linearregler durch Schaltregler
ersetzt. Das Ersetzen der Regler war nach einigen Problemen letztlich
erfolgreich. Als zweiten Schritt wollte ich nun ein Schaltnetzteil
verwenden, um den Stromverbrauch auf das mit erträglichem Aufwand
machbare Minimum zu reduzieren.

Ergebnis: Prompt hatte ich extremes Brummen auf dem parallel
angeschlossenen Telefon. Da es sich um 50Hz-Brumm handelt, habe ich
damals schon geahnt, dass es irgendwas mit Netzspannung aus dem Netzteil
zu tun haben muss. Da das Schaltnetzteil aber mit höherer Frequenz
arbeitet, habe ich damals schon die Y-Kondensatoren verdächtigt. Das
Brummen ist nicht vorhanden, wenn man ein Fritz!Box Netzteil verwendet.
Dann pfeift aber das Fritz!Box-Netzteil. Wohl wegen Unterlast.

AB sollen eigentlich einen Trenntrafo zur Telefonleitung besitzen. Wenn
dieses Ding eingespart wird, kann es durch Entstörkondensatoren im
Netzteil durchaus zu Brummen kommen. Solche eine Konstellation ist eher
Grund für Tonne des ABs.


Quote:
Damals war keiner hier in der Gruppe der Meinung, dass es an den
Y-Kondensatoren liegt. Ich habe mir also einen sehr einfachen Testaufbau
gebaut. Multimeter im Voltmessbereich mit einem Anschluss an den PE der
Steckdose gehängt (also geerdet) und mit der zweiten Messpitze an die
Sekundärseite des verwendeten Schaltnetzteils. Ergebnis: irgendwas um 70
Volt gegen Erde. Gleicher Versuch mit Fritz!Box-Netzteil: 0V gegen Erde...

Umdrehen des Netzstecker löst bisweilen das Problem. Muß aber nicht. ;-)

Quote:
Meine Vermutung: Diese Spannung fließt über den AB zur TK-Anlage und von
dort entweder über PE oder über die Telekomleitung gegen Erde ab. Um
diesen Pfad zu unterbrechen habe ich sowas eingebaut:
http://www.reichelt.de/?ARTICLE=35059
Galvanische Trennung von mindestens 1000 VDC sollten ja reichen...
Ergebnis: Brumm weg. In dieser Form ist der AB jetzt bereits viele
Monate im Dauerseinsatz.

Also wohl Übertrager zur Telefonleitungsseite gespart.

Quote:
Frage ist nun: Was könnte das Fritz!Box-Netzteil besonderes haben, dass
hier am Ausgang keine Spannung gegen Erde vorhanden ist? Kann man ein
beliebiges Schaltnetzteil so umbauen, dass es sich genau so verhält? Was
genau passiert, wenn man die Y-Kondensatoren einfach mal ganz weglässt?

Sollte mit jedem Schaltnetzteil funktionieren. Besser ist es, von
solchen "Bastler"-ABs die Finger zu lassen.
Unter Umständen handelt man sich noch ganz andere Probleme mit diesen
Dinger ein.

--
mfg hdw

Christian Karsten
Guest

Tue Mar 09, 2010 12:45 am   



Am 08.03.2010 19:04, schrieb Manuel Reimer:
Quote:
Hallo,

Ergebnis: Prompt hatte ich extremes Brummen auf dem parallel
angeschlossenen Telefon. Da es sich um 50Hz-Brumm handelt, habe ich
damals schon geahnt, dass es irgendwas mit Netzspannung aus dem Netzteil
zu tun haben muss. Da das Schaltnetzteil aber mit höherer Frequenz
arbeitet, habe ich damals schon die Y-Kondensatoren verdächtigt. Das
Brummen ist nicht vorhanden, wenn man ein Fritz!Box Netzteil verwendet.
Dann pfeift aber das Fritz!Box-Netzteil. Wohl wegen Unterlast.

Ich hatte ein ähnliches Problem mit einem Ersatznetzteil für eine DECT
ISDN Basisstation.
(http://groups.google.de/group/de.sci.electronics/browse_thread/thread/bad86f39712dd6a6/96df95fd0d2d95f8?hl=de&lnk=gst&q=isdn+schaltnetzteil#)

Es scheint da wohl einfach qualitative Unterschiede bei den Netzteilen
zu geben. Leider steht so etwas bei den Technischen Daten die man als
Endbenutzer bekommen kann nie mit dabei, da müsste man die Hersteller
wohl mal direkt befragen....

Gruß,
Christian

elektroda.net NewsGroups Forum Index - Electronics DE - Sekundäre Spannung gegen Erde bei Sch altnetzteilen

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