Wiebus
Guest
Sat Jul 10, 2010 3:17 pm
Hallo Jens.
Quote:
Meine Frage war ja auch mehr oder weniger was diesen Knick verursacht..
Leider bin ich kein Chemiker. Aber das komplexe Verhalten von
Chemischen Elementen wird durch eine "Warburg Impedanz" beschrieben.
Allerdings, so wie ich das verstanden habe, bezieht die sich in erster
Linie auf deutlich schnellere Vorgänge.
Quote:
Vielleicht hast Du ja Zellen mit dem echten Memoryeffekt entdeckt.
glaube ich nicht
Solche Effekte habe ich aber auch schon bei Blei Systemen beobachtet.
Allerdings nur bei welchen, die zimlich runter waren.....
Dreckeffekte halt. Solange alles gut funktioniert, fallen sie nicht
auf.
Quote:
Da kristallisierte sich eine Lage Material an der Cd-Elektrode um. Aufgrund
Cd? Es geht um NiMH-Zellen
Es muss nicht Cd sein. Wer weiss, was alles, gewollt oder ungewollt,
zur Rezeptur
der aktiven Massen, des Elektrolyten oder des depolarisators gehört?
Quote:
Eine Temperaturerhöhung ist
beim Entladen von aussen nicht messbar. Hatte gerade beim letzten
Versuch ein Digital-Thermometer dran.
Du schreibst es schon hin: "von aussen".
Ich hatte mal mit Bleiakkus rumgespielt, um denen eine möglichst
perfekte Ladung und Unterspannungsabschaltung nach Temperatur zu
verpassen.
Dabei habe ich damit angefangen, einfach mal die Temperaturen an
unterschiedlichen Punkten zu Messen.
Selbst an einem solchen Systeme wie einer Starterbatterie mit einem
sehr dünnflüssigen Elektrolyten hast Du beim heftigem Energieumsatz
wärend des Schnellladens an einem gut belüfteten Ort
Temperaturunterschiede zwischen aussen und innen von 15°C. Dabei
verteile sich die Innentemperatur aber recht gleichmäßig über den
Innenraum.
Noch unangenehmer war die Situation bei nur eher mäßiger Belastung
über längere Zeit. Die Temperaturdifferenz zwischen Hülle aussen und
Hülle innen war rgendwas unter 1°C, aber in Plattenmitte war der
Elektrolyt 5°C wärmer als am Rand. Und eine Zelle in der Mitte war 5°C
wärmer als die aussen......
Quote:
Irgendwas "chemisches" wird es schon sein. Das erklärt auch die
absurden Messwerte.
Mmmh. Wenn sich da irgendwelche abseitigen Verbindungen an den
elektrochemischen Vorgängen beteiligen magst Du Recht haben. Ist es
aber Korngröße und Orientierung von Kristallen, würde ich es der
Physik zuschlagen. ;-)
Quote:
1. Entladen 20mAh
1. Laden 180 mAh
2. Entladen 350mAh
2. Laden 250mAh
Ca.-Werte aus dem Gedächtnis !
Ähnliches kommt mir von meinen ausgenüggelten Blei-Akkus bekannt vor.
Quote:
Der Lader kommt in diesem Fall gar nicht bis zu
einer Delta-U-Erkennung weil die Sicherheitsgrenze oben überschritten
wurde und der Ladeprozess gestoppt wurde.
Mein anderer Automatiklader von Ansmann geht bei _diesen_ Zellen
grundsätzlich auf Störung. Deswegen habe ich ja auch überhaupt
angefangen diese Akkus wieder zu "vermessen". Noch vor 1 Jahr waren
die einwandfrei i.O.
Nun, das ist nach meiner Erfahrung das Hauptbroblem beim automatischen
Ladern. Egal für was. Sie funktionieren nur gut, solange sich die
Akkus wie angenommen gemäß dem Lehrbuch verhalten.
Mit etwas Theorie, praktischer Erfahrung und Intuition kann aber auch
zimlich defekten Akkus je nach Anwendungsfall eine zufriedenstellende
Leistung entlockt werden. Das Problem ist, das die Akkus sich dabei
eher individuell nach Charge und Lebensgeschichte verhalten.
Wie willst Du aber sowas in einen Algorithmus packen für eine
Automatisierung pachen?
Sicher, es gibt gute Automatiklader, aber irgendwo haben sie alle ihre
Grenzen.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
--
Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Depression.
Jeder echte Wettbewerb ist ruinös. Darum beruht jede funktionierende
Wirtschaft auf Schiebung.
Jens Fittig
Guest
Sun Jul 11, 2010 12:47 pm
Marte Schwarz schrieb:
<snip>
Quote:
wenn die Zellen so hochohmig sind,
Dass die Zellen so faul sind, sehe ich ja erst, _nachdem_ sie einen
Testzyklus hinter sich haben. Die hier aufgefallenen Teile landen nach
so einem Zyklus in der Recyclingbox.
Quote:
dann macht es überhaupt keinen Sinn mit
500 mA an die Zellen zu gehen
mit was denn sonst? Wenn die Zellen das im Betrieb können müssen dann
brauche ich sie nicht mit weniger testen. Da wären sie nämlich
deutlich besser. Als für eine Funkmaus etc. durchaus noch ok.
Quote:
und dabei auch noch Ent- oder Ladezeitpunkte
Zeitpunkte hat hier niemand festgelegt!
Quote:
nach Spannungslevel zu entscheiden.
Entladeende ist bei Erreichen des üblichen Minimums.
Ladeende entweder beim Delta-Knick oder notfalls bei Erreichen eines
Sicherheitslimits der Spannung oder der Ladezeit.
Ich weiss nicht, was es daran auszusetzen gibt. Erklär mal bitte
Quote:
AFAIR machen gute Lader auch zur Messung
eine Lade-/Entladepause und warten auf ein stabiles Spannungsniveau bevor
ein gültiger Leerlaufspannungswert registriert wird.
Das macht mein Lader. Das ändert aber nichts am Verhalten. Ausserdem
musst du mir nicht erklären, wie ein guter Lader funktioniert. Das
weiss ich und tut auch nichts zu Sache. Ich habe einen guten Lader.
Hattest du nicht Passendes auf die eigentliche Frage? Oder wolltest du
nur aus Langeweile mitmischen?
Jens Fittig
Guest
Sun Jul 11, 2010 12:58 pm
Hallo Wiebus
Wiebus schrieb:
<viel Interessantes>
Quote:
Nun, das ist nach meiner Erfahrung das Hauptbroblem beim automatischen
Ladern. Egal für was. Sie funktionieren nur gut, solange sich die
Akkus wie angenommen gemäß dem Lehrbuch verhalten.
So habe ich das auch kennengelernt. Gerade der Ansmann ist da "so
einer" Bei faulen Eiern geht er entweder sehr schnell in Störung oder
überlädt die Dinger gnadenlos. Eher letzteres :-(
Die reinste Akkukochmaschine. Und nur für wirklich gute Akkus zu
empfehlen.
Quote:
Mit etwas Theorie, praktischer Erfahrung und Intuition kann aber auch
zimlich defekten Akkus je nach Anwendungsfall eine zufriedenstellende
Leistung entlockt werden.
Da mache ich nicht lange rum. Wenn mir so ein Akku bei der Nutzung
oder am Ansmann auffällt, dann kommt er einmal an meinen Speziallader.
Entweder der schafft im ersten Durchlauf (3 Zyklen) den Akku wieder
richtig zu formieren. Oder das Teil fliegt in die Kiste. Mit Akkus
ärgere ich mich nicht rum.
Höchstens mit der Verbesserung der Ladetechnik
Quote:
Das Problem ist, das die Akkus sich dabei
eher individuell nach Charge und Lebensgeschichte verhalten.
Wie willst Du aber sowas in einen Algorithmus packen für eine
Automatisierung pachen?
Ist schwer
Quote:
Sicher, es gibt gute Automatiklader, aber irgendwo haben sie alle ihre
Grenzen.
Ack. Deswegen stehe ich nicht auf Vollautomatik. Mindestens die
Kapazität möchte ich vorgeben können. Und die Strömesowie antürlich
den Akkutyp.
Quote:
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
Schönen Restsonntag noch
Jens Fittig
Guest
Sun Jul 11, 2010 1:00 pm
Matthias Kordell schrieb:
Quote:
Die Akkus sind defintiv am Ende und bringen nur noch ca. 30% der
Kapazität.
Laden und beim Entladen Knicke bestaunen hilft evtl. um mehr
Kapazität zu bekommen.
Vergiss es. Mit solchen Zellen ärgere ich mich nicht rum. Selbst wenn
die heute mit mehreren Zyklen noch mal 10 oder 20 Prozent zulegen. In
4 Wochen sind die erfahrungsgemäß wieder unten.