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Lutz Schulze
Guest

Wed Feb 24, 2010 6:38 pm   



Am Wed, 24 Feb 2010 18:16:51 +0100 schrieb Gerrit Heitsch:

Quote:
Ist auch gut so. Schliesslich subventioniert der Staat ueber den
'Aufstocker' ein nicht tragfaehiges Geschaeftsmodell.

Moment, nicht in jedem Fall. Manche sind auch mit durchschnittlichem oder
darüber liegendem Lohn nicht in der Lage alle zu versorgen die zu versorgen
sind.

Hier ist die Ergänzung sinnvoll, wie will man das sonst lösen?

Problem: wo ist die Grenze?

Lutz

--
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Uwe Borchert
Guest

Wed Feb 24, 2010 6:42 pm   



Hallo,

Axel Schwenke schrieb:
Quote:
Uwe Borchert <uwe.borchert_at_gmx.de> wrote:
MaWin schrieb:
Niemand, denn schon heute kommt keiner mehr gerne nach Deutschland:
Die Löhne sind zu wegen 10-jährigem dauernden Lohndumping zu niedrig,
der Ausländerhass ist grenzenlos,
Das wiederum ist eine Folge des menschenübervollen Arbeitsmarkt.

Nein. Der Arbeitsmarkt ist kaputt. Und die Sanktionen gegen Hartz4-
Empfänger machen ihn immer noch kaputter.

Das sind Symptome des überfüllten Arbeitsmarktes und daher
ist das kein Widerspruch sondern Bestätigung meiner Aussage.

....[...]...

Quote:
Zum Glück funktioniert das nur nur im Bereich der niedrigqualifizierten
Arbeitskräfte. Also schön aufpassen, daß man da nicht reinrutscht!

siehe: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32068/1.html

Niedrigqualifiziert ist jeder Un-Bonze mit einem Jahreseinkommen
im nicht 7stelligen Bereich. In Sinne von echter Qualifikation
kann da so ziemliche jeder rein rutschen.


MfG


Uwe Borchert

MaWin
Guest

Wed Feb 24, 2010 6:43 pm   



"Axel Schwenke" <axel.schwenke_at_gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:uh2g57-vvt.ln1_at_xl.homelinux.org...
Quote:

Nein. Der Arbeitsmarkt ist kaputt.

Arbeit ist auf jeden Fall genug da, und wenn man Fussgängerzonen
überdacht, Naturschutzgebiete pflegt, oder Mondflüge organisiert.

Allein, es fehlt am Geld.

Geld fehlt auch nicht wirklich, denn wir sind als eines der reichsten
Länder der Welt in der Lage, das ganze Volk zu ernähren, wir haben
genug, damit alle arbeiten könnten.

Nur ist das Geld sehr schief verteilt, einige Gierige bekommen mehr
als sie jemals ausgeben können (für meist desolate Leistung), andere
bekommen nicht genug, damit alleine die Verluste der Arbeit (Benzin
und Auto um dort hin zu kommen, Arbeitskleidung, Verluste die
eintreten weil man den Handwerker braucht weil man keine Zeit mehr
hat es selbst zu machen) ausgeglichen werden können.

Wir haben ein Problem mit der Geldverteilung. Die Gierhälse
nehmen den anderen so viel weg, daß deren Arbeit (die durchaus
nützlich für's Land wäre) nicht lohnt. Dazu gehören übrigens
nicht nur die Millionäre, sondern schon die Leute die deutlich
(sagen wir doppelt) über dem Durchschnitt (nicht in ihrer Branche,
sondern volksweit) verdienen. Die Besserverdienenden.

Quote:
Normalerweise würde niemand, der von seinem Arbeitslohn leben muß,
für einen Lohn unterhalb Sozialhilfe arbeiten gehen.

Eben, aber Ehefrauen können sich billiger anbieten, denn sie müssen
nicht vom Geld leben, und Studenten würden davon träumen, so viel
Anspruch auf Wohnung und Lebenskosten zu haben wie ein Hartz4ler.
Die Sozialhilfe ist also schon recht hoch, vor allem daß jedem eine
eigene Wohnung zugestanden wird ist schon recht üppig.

Quote:
Dann würden auch die heiligen Mechanismen des Marktes wieder
greifen und das Lohnniveau steigen.

Der Mechanismus funktioniert aber nur, wenn alle Arbeitssuchenden
auch Anrecht auf Sozialhilfe hätten.
Da aber z.B. Polen damals keine hatten, haben sie auch für Löhne
gearbeitet, die unter unserer Sozialhilfe lagen. (Heute hat sich das
erledigt, Polen gehen lieber in Norwegen arbeiten, statt noch für
unsere Hungerlöhne zu schuften).
Man hätte das Problem damals lösen können, in dem man auch für
ausländische Arbeitskräfte einen Lohn fordert, der dem unseren
entspricht, wie man das bei IT-Greencard-Leuten gemacht hat
(denen musste ein Arbeitgeber mindestens 4166 EUR zahlen).
Heutige Regelungen tun das (Tarif) ja auch.
Aber Lohndumping war damals politisch gewollt.
Heute nimmt man die Zeitarbeiter dafür als moderne Sklaven.
--
Manfred Winterhoff

Gerrit Heitsch
Guest

Wed Feb 24, 2010 6:48 pm   



Lutz Schulze wrote:
Quote:
Am Wed, 24 Feb 2010 18:16:51 +0100 schrieb Gerrit Heitsch:

Ist auch gut so. Schliesslich subventioniert der Staat ueber den
'Aufstocker' ein nicht tragfaehiges Geschaeftsmodell.

Moment, nicht in jedem Fall. Manche sind auch mit durchschnittlichem oder
darüber liegendem Lohn nicht in der Lage alle zu versorgen die zu versorgen
sind.

Hier ist die Ergänzung sinnvoll, wie will man das sonst lösen?

Problem: wo ist die Grenze?

Beim Hartz-IV-Satz fuer Singles. Drunter geht nicht mehr. Wenn eine
Einzelperson nicht in der Lage ist von ihrem Einkommen zu leben (muss
kein Luxus sein), dann funktioniert der Job nur ueber eine Subvention
mit Umweg ueber den Arbeitnehmer.

Es ist allerdings muessig ueber noch mehr Druck auf Hartz-IV-Empfaenger
zu diskutieren. Es gibt X freie Stellen und Y Arbeitslose. Da Y >> X
gilt gibt es einfach nicht genug Arbeit, selbst wenn man annimmt, dann
die Mehrheit nicht arbeiten will. Diese Rechnung mach komischweise
keiner auf.

Gerrit

MaWin
Guest

Wed Feb 24, 2010 6:49 pm   



"Lutz Schulze" <lschulze_at_netzwerkseite.de> schrieb im Newsbeitrag
news:zmpxns2m9jtm$.1sg50m43zy76c.dlg_at_40tude.net...
Quote:

Moment, nicht in jedem Fall. Manche sind auch mit durchschnittlichem oder
darüber liegendem Lohn nicht in der Lage alle zu versorgen die zu versorgen
sind.


Ehegattensplitting und Kindergeld sind erfunden, man muss auch seine
bis zu 4 Grosseltern nicht mehr durchfüttern, dafür gibt es Rente.
Diese Form, der Umverteilung ist notwendig, wenn man den Lohn
geringer haben will, als man ihn für eine Familie bräuchte.
Denn man kann nicht vom Arbeitgeber erwarten, daß er dem Familienvater
4 mal so viel für dieselbe Arbeit zahlt wie dem Single.
Allerdings ist die Umverteilung immer noch zum Vorteil der Singles,
die also in der Lage sind für geringeren Lohn zu arbeiten, als einer,
der eine Familie ernähren soll, und trotzdem reicht es für den
kleinen BMW.
Daher -aus simpel kapitalistischen Optimierungsgründen- entwickeln
wir uns zur Singlegesellschaft, allerdings zur aussterbenden.
Betriebswirte sind halt extrem kurzsichtig, bei deren amutiertem Gehirn
reicht es nur bis zur nächten Quartalsbilanz.
--
Manfred Winterhoff

Gerrit Heitsch
Guest

Wed Feb 24, 2010 6:51 pm   



MaWin wrote:

Quote:
Heute nimmt man die Zeitarbeiter dafür als moderne Sklaven.

Wenn ich das richtig mitbekommen habe loesen die Franzosen das Problem
mit den Zeitarbeitern so: Ein Zeitarbeiter bekommt den Lohn eines
Festangestellten plus 10% Flexibilitaetszuschlages. Fuere das hier ein
und auf einmal gibt es Zeitarbeit nur noch da wo sie wirklich sinnvoll ist.

Gerrit

David Kastrup
Guest

Wed Feb 24, 2010 7:01 pm   



"MaWin" <me_at_invalid.invalid> writes:

Quote:
Wir haben ein Problem mit der Geldverteilung.

Geld kann man nicht essen.

Quote:
Die Gierhälse nehmen den anderen so viel weg, daß deren Arbeit (die
durchaus nützlich für's Land wäre) nicht lohnt.

Entweder geben die "Gierhälse" das Geld aus für Waren, die mit Arbeit
produziert werden müssen. Oder sie horten es, in welchem Falle das Geld
aus dem System raus ist und kein Ungleichgewicht verursacht.

Das Problem ist nicht die Detailverteilung innerhalb des Systemes.

Quote:
Dazu gehören übrigens nicht nur die Millionäre, sondern schon die
Leute die deutlich (sagen wir doppelt) über dem Durchschnitt (nicht in
ihrer Branche, sondern volksweit) verdienen. Die Besserverdienenden.

Wenn Du das Geld aus dem Kreislauf rausnehmen willst, bist Du beim
Kommunismus. Und dann rotieren ganz schnell Ersatzwährungen.

--
David Kastrup

MaWin
Guest

Wed Feb 24, 2010 7:37 pm   



"David Kastrup" <dak_at_gnu.org> schrieb im Newsbeitrag
news:877hq2wm1c.fsf_at_lola.goethe.zz...
Quote:

Die Gierhälse nehmen den anderen so viel weg, daß deren Arbeit (die
durchaus nützlich für's Land wäre) nicht lohnt.

Entweder geben die "Gierhälse" das Geld aus für Waren, die mit Arbeit
produziert werden müssen. Oder sie horten es, in welchem Falle das Geld
aus dem System raus ist und kein Ungleichgewicht verursacht.

Nö, sie investieren es in Kasinospielchen, wo zwar nichts produziert
wird, aber umverteilt wird. Dort ist inzwischen mehr Geld unterwegs,
als dort wo gearbeitet und das für den Wohlstand nötige produziert wird,
wo also die Leistung erbracht iwrd, die lohnen soll, aber schon lange
nicht mehr lohnt.

Quote:
Das Problem ist nicht die Detailverteilung innerhalb des Systemes.

Doch. Immer schon, seit Menschengedenken. Man sagt, daß bei einem
Verhältnis von 1:30 die Gesellschaft gesund ist, bei 1:300 historisch
die Revolten und Revolutionen begannen, und wir sind heute bei 1:3000
und Michel schläft noch ruhig vor'm Fernseher.

Quote:
Wenn Du das Geld aus dem Kreislauf rausnehmen willst, bist Du beim
Kommunismus. Und dann rotieren ganz schnell Ersatzwährungen.

Häh? Du widersprichst dir, denn oben sagst du, die Kapitalisten horten
das Geld und nehmen es damit aus dem System raus.

Ich diskutiere gern, aber mit dir ist das sinnlos, du widersprichst dir
schon im Monolog. Versuch erst mal, eine konsistente Meinung zu bekommen.
--
Manfred Winterhoff

Axel Schwenke
Guest

Wed Feb 24, 2010 7:47 pm   



Gerrit Heitsch <gerrit_at_laosinh.s.bawue.de> wrote:
Quote:

Es ist allerdings muessig ueber noch mehr Druck auf Hartz-IV-Empfaenger
zu diskutieren. Es gibt X freie Stellen und Y Arbeitslose. Da Y >> X
gilt gibt es einfach nicht genug Arbeit, selbst wenn man annimmt, dann
die Mehrheit nicht arbeiten will.

Im Fernsehen (Tagesschau?) brachten sie letztens was, daß eine Stadt
Hartz4ler zum Schneeschippen suchte. Es haben sich auf 700 Stellen ca.
27.000 Leute beworben. Die These, alle Hartz4ler wären faul und würden
sich in der "sozialen Hängematte" ausruhen ist nur ein Lügenmärchen,
das Stimmung für neoliberale Politik machen soll.


XL

David Kastrup
Guest

Wed Feb 24, 2010 7:50 pm   



"MaWin" <me_at_invalid.invalid> writes:

Quote:
"David Kastrup" <dak_at_gnu.org> schrieb im Newsbeitrag
news:877hq2wm1c.fsf_at_lola.goethe.zz...

Die Gierhälse nehmen den anderen so viel weg, daß deren Arbeit (die
durchaus nützlich für's Land wäre) nicht lohnt.

Entweder geben die "Gierhälse" das Geld aus für Waren, die mit Arbeit
produziert werden müssen. Oder sie horten es, in welchem Falle das Geld
aus dem System raus ist und kein Ungleichgewicht verursacht.

Nö, sie investieren es in Kasinospielchen, wo zwar nichts produziert
wird, aber umverteilt wird.

Und?

Quote:
Dort ist inzwischen mehr Geld unterwegs, als dort wo gearbeitet und
das für den Wohlstand nötige produziert wird, wo also die Leistung
erbracht iwrd, die lohnen soll, aber schon lange nicht mehr lohnt.

Und? Geld kannst Du nicht essen. Wenn sie statt ins Kasino ins
Lebensmittelgeschäft gehen, es leerkaufen und das Zeug in den Müll
kippen, hast Du ein Problem. Aber das brauchen Sie ja gar nicht zu tun.
Wir kippen unsere Lebensmittel ja auch ohne Wegwerfkäufe in den Müll.

Quote:
Wenn Du das Geld aus dem Kreislauf rausnehmen willst, bist Du beim
Kommunismus. Und dann rotieren ganz schnell Ersatzwährungen.

Häh? Du widersprichst dir, denn oben sagst du, die Kapitalisten horten
das Geld und nehmen es damit aus dem System raus.

Wo ist da der Widerspruch? Geld kannst Du nicht essen.

--
David Kastrup

Dieter Wiedmann
Guest

Wed Feb 24, 2010 8:37 pm   



Axel Schwenke schrieb:

Quote:
Im Fernsehen (Tagesschau?) brachten sie letztens was, daß eine Stadt
Hartz4ler zum Schneeschippen suchte. Es haben sich auf 700 Stellen ca.
27.000 Leute beworben.

http://www.bz-berlin.de/archiv/hack-hack-hurra-article739125.html


Quote:
Die These, alle Hartz4ler wären faul und würden
sich in der "sozialen Hängematte" ausruhen ist nur ein Lügenmärchen,
das Stimmung für neoliberale Politik machen soll.

Klappt ja auch.


Gruß Dieter

Gerrit Heitsch
Guest

Wed Feb 24, 2010 9:20 pm   



Axel Schwenke wrote:
Quote:
Gerrit Heitsch <gerrit_at_laosinh.s.bawue.de> wrote:
Es ist allerdings muessig ueber noch mehr Druck auf Hartz-IV-Empfaenger
zu diskutieren. Es gibt X freie Stellen und Y Arbeitslose. Da Y >> X
gilt gibt es einfach nicht genug Arbeit, selbst wenn man annimmt, dann
die Mehrheit nicht arbeiten will.

Im Fernsehen (Tagesschau?) brachten sie letztens was, daß eine Stadt
Hartz4ler zum Schneeschippen suchte. Es haben sich auf 700 Stellen ca.
27.000 Leute beworben. Die These, alle Hartz4ler wären faul und würden
sich in der "sozialen Hängematte" ausruhen ist nur ein Lügenmärchen,
das Stimmung für neoliberale Politik machen soll.

Wenn man in die Zeitung schreibt, dass man in der Gegend von 160000
Betruegern bei H4 haette, dann hoert sich das viel an. Schriebe man
dazu, dass das weniger als 5% aller H4-Empfaenger sind kaeme das ganz
anders rueber.

(Die Zahlen sind aus der Erinnerung, koennen leicht anders sein)

Gerrit

Peter Thoms
Guest

Thu Feb 25, 2010 10:00 am   



Am 24.02.2010 21:20, schrieb Gerrit Heitsch:
[...]
Quote:
Wenn man in die Zeitung schreibt, dass man in der Gegend von 160000
Betruegern bei H4 haette, dann hoert sich das viel an. Schriebe man
dazu, dass das weniger als 5% aller H4-Empfaenger sind kaeme das ganz
anders rueber.

(Die Zahlen sind aus der Erinnerung, koennen leicht anders sein)

Was, so viel?

Drin können die wenigen Steuerhinterzieher sich locker verstecken Very Happy.


Peter

Heinz Schmitz
Guest

Thu Feb 25, 2010 10:18 am   



MaWin wrote:

Quote:
Allerdings ist die Umverteilung immer noch zum Vorteil der Singles,
die also in der Lage sind für geringeren Lohn zu arbeiten, als einer,
der eine Familie ernähren soll, und trotzdem reicht es für den
kleinen BMW.

Etwas BWL für MaWin:
Auch als Bürger muß man Fixkosten und variable Kosten bedienen.
Zu den Fixkosten gehören Miete, Zählerkosten für Energie, Heizung
Afa für Einrichtung ...
Je mehr Personen in einer Wohn-Gemeinschaft leben, umso niedriger
sind die Fixkosten pro Person.
Es kann also finanziell nichts Ungünstigeres geben als ein
Single-Leben.

Quote:
Daher -aus simpel kapitalistischen Optimierungsgründen- entwickeln
wir uns zur Singlegesellschaft, allerdings zur aussterbenden.
Betriebswirte sind halt extrem kurzsichtig, bei deren amutiertem Gehirn
reicht es nur bis zur nächten Quartalsbilanz.

MaWin, MaWin, nimm lieber wieder den Lötkolben.

Grüße,
H.

Heinz Schmitz
Guest

Thu Feb 25, 2010 11:13 am   



Thorsten Oesterlein wrote:

Quote:
Hast Du "jemals" versucht, die Anforderungen an ein Unternehmen
zu verstehen, oder beurteilst Du alles nach dem Füllingsgrad Deiner
Geldbörse?

Die Anforderungen aus Sicht der Arbeitnehmer oder aus Sicht der Aktionäre
bzw. Gesellschafter?

Die Anforderungen an ein Unternehmen. Ohne funktionierende Beziehung
zwischen Unternehmen und Kunden kannste sowohl Deine Arbeitnehmer
als auch Deine Kapitaleigner in der Pfeife rauchen.

Dabei tragen die Kapitaleigner wenigstens noch was bei: Ihr Kapital,
das sie auch ersatzlos verlieren können.
Die Arbeitnehmer sind einzig darauf aus, etwas nach Hause zu tragen:
Ihren Lohn. Und der soll ihnen auch möglichst zu ihren eigenen
Bedingungen zuteil werden Smile.

Quote:
Meine Brieftasche ist übrigens zur Genüge gefüllt. Nur kenn' ich so manchen
bei dem das nicht so ist.

Jeder kennt andere. Haste denn auch mal versucht, rauszukriegen, warum
das bei denen so ist?

Quote:
Meinstest Du übrigens Vorsteuer-Gewinne?

Meinst du Gewinne vor Steuer? Vorsteuer ist zumindest hier in A ganz was
anderes.

Du hast mich schon verstanden. Warum zierste Dich dann so?

Quote:
Ach hör mir doch auf mit dem neoliberalen Gesülze von vorgestern.

Ach hör mir doch auf mit Deiner Ignoranz von heute Smile.

Ignorant ist, wer in einer Situation von "working poor" die
Unternehmensgewinne von heutzutage auch noch verteidigt.

Ignorant ist, wer in einer Situation von "working poor"
Unternehmensgewinne angreift und verteufelt.
Ohne Unternehmer und Gewinne wird sich die Situation nicht verbessern.
Ich habe bisher nämlich weder Politiker noch Prekarier nachhaltig auch
nur einen Job schaffen sehen.

Quote:
Noch ignoranter ist, wer dabei ausser Acht lässt, welche Steuerlast die
Masse trägt und welche Steuerlast die Unternehmer.

Die Masse trägt überhaupt nichts.

http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/reiche-zahlen-die-meisten-steuern/
Eine Minderheit der Bürger kommt in Deutschland für den
Großteil der Einkommensteuer auf. So zahlten die obersten
26,8 Prozent der Steuerpflichtigen 79,6 Prozent der Lohn- und
Einkommensteuer, wie das Statistische Bundesamt am Montag
mitteilte. Zu diesem obersten Viertel zählt schon, wer über
ein Jahreseinkommen von mehr als 37.500 Euro verfügt.

Jede Steuer, die Du zusätzlich den Unternehmen aufbürdest, wird
entsprechend dieser Lastverteilung bei den Bürgern ankommen.
Was Ihr nämlich erstaunlicherweise immer noch nicht begreifen wollt:
Einem Unternehmen kann man keine Gelder entziehen. Es wälzt die
Kosten immer auf die Kunden weiter, bis es pleite macht.

Dann darfst Du auch großzügig sagen:
Trotz der Steuerlast. Für ein Glas Champagner reichts noch
allemal.
und ich sage Dir dann auch, wieviel Deines Einkommens Du von mir aus
gern behalten darfst Smile.

Grüße,
H.

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