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Joerg
Guest

Sat Feb 20, 2010 1:17 am   



Gerhard Hoffmann wrote:
Quote:
Steffen Koepf wrote:

Das moechte ich so nicht sagen. Hier in Ulm landen uebers Jahr gesehen
viele Zettel mit Telefonnummer in meinem Briefkasten, von Leuten die
gerne meinen Rasen maehen taeten, meine Hecken schneiden, Laub rechen
usw.


Hier auch.


Quote:
Also hier in Dornstadt/Bollingen bei Ulm ist das in den 2 Jahren, die
ich bisher hier verbracht habe, nicht einmal vorgekommen.

Nachdem ich zur Zeit in der Woche überwiegend in Böblingen bin, hätte
mir das einige 2 * 85-Km-Touren über die verschneite Steige erspart.


Mal bei der Kirche gefragt? Unsere Jugendgruppe dort moechte dieses Jahr
gemeinsam nach New Orleans zu einem Event. Das ist aber teuer und neben
Spenden finanzieren sie das durch Anbieten exakt solcher Dienstleistungen.

Quote:

Alles Leute wo - am besten bar auf die hand Wink - gerne ein paar
Euros zusaetzlich haben wollen.

Das sind dann die paar Euro, die die arbeitende Friseuse mit 2 Kindern
gegenüber H4 endgültig blöde aussehen lassen.


Gerhard

so, wie's aussieht, kann ich mich schneeschippmäßig dieses Wochenende
wieder bei meinem Nachbarn revanchieren Smile
Florida hat wohl auch Vorteile.


Normalerweise schon, bis kurz vor diesem Winter jedenfalls, und fuer
Dich waere der Job vermutlich fast massgeschneidert. Aber: Einem ist bei
Gainesville diesen Winter eine unterirdische Wasserleitung zugefroren
und geplatzt. Duerfte Rekord gewesen sein.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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holger
Guest

Sat Feb 20, 2010 11:39 am   



Gerhard Hoffmann schrieb:

Quote:
Steffen Koepf wrote:

Das moechte ich so nicht sagen. Hier in Ulm landen uebers Jahr gesehen
viele Zettel mit Telefonnummer in meinem Briefkasten, von Leuten die
gerne meinen Rasen maehen taeten, meine Hecken schneiden, Laub rechen
usw.

Also hier in Dornstadt/Bollingen bei Ulm ist das in den 2 Jahren, die
ich bisher hier verbracht habe, nicht einmal vorgekommen.

Hier wird alles mögliche an Zeitungen und Werbepost ausgetragen. Je mehr
Werbung im Briefkasten, desto ärmer die Bevölkerung im Stadtteil. das
ist sichtbar.

Quote:
Das sind dann die paar Euro, die die arbeitende Friseuse mit 2 Kindern
gegenüber H4 endgültig blöde aussehen lassen.

Daran ist der Hartz-Vier-Empfänger am wenigsten Schuld, daß es bei den
Friseuren immer noch keinen adäquaten Mindestlohn gibt. Dagegen hilft,
daß man sich gewerkschaftlich organisiert. Aber Gewerkschaften werden in
deinen Kreisen ja eher als Verrat am Unternehmen gesehen und ergo
abgelehnt und bekämpft. Am Ende hat die breite Masse dann wieder weniger
als nichts. Die Friseurin ebensowenig wie der Hartz-Vier-Empfänger.

Holger

Lutz Schulze
Guest

Sat Feb 20, 2010 12:05 pm   



Am Sat, 20 Feb 2010 11:39:56 +0100 schrieb holger:

Quote:
Das sind dann die paar Euro, die die arbeitende Friseuse mit 2 Kindern
gegenüber H4 endgültig blöde aussehen lassen.

Daran ist der Hartz-Vier-Empfänger am wenigsten Schuld, daß es bei den
Friseuren immer noch keinen adäquaten Mindestlohn gibt. Dagegen hilft,
daß man sich gewerkschaftlich organisiert. Aber Gewerkschaften werden in
deinen Kreisen ja eher als Verrat am Unternehmen gesehen und ergo
abgelehnt und bekämpft. Am Ende hat die breite Masse dann wieder weniger
als nichts. Die Friseurin ebensowenig wie der Hartz-Vier-Empfänger.

Mit 2 Kindern kommst du auch bei einem realistischen Mindestlohn nicht ohne
Sozialleistungen aus.

Lösungen sollten bei den Ursachen ansetzen, ein grosser Teil der Empfänger
von Hartz iV Leistungen sind alleinerziehende Mütter und Bürger mit
Migrationshintergrund.

http://www.bundesregierung.de/nn_56546/Content/DE/Pressemitteilungen/BPA/2010/02/2010-02-09-ib-regelsatz-hartz-iv.html

Lutz

--
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Heinz Schmitz
Guest

Sat Feb 20, 2010 12:28 pm   



holger wrote:

Quote:
Hatte man 100 Milliarden Euro in Wirtschaftsförderung gesteckt, hätten
wir von heute auf morgen blühende Landschaften.

So wie in der ehemaligen DDR <Grööööööööööööööööööhl>.

Quote:
Man hat es aber lausigen
Spekulanten gegeben, die damit ihre Spekulationsverluste ausgleichen und
sich anschließend in gewohnter Manier selbst bedienen.

Auch Du bist so ein Spekulant, wenn Du erwartest, von anderen
alimentiert zu werden.

Wenn Du mal im Orient warst: Kaum hältst Du da mit Deinem Auto an,
ist es umringt von Menschen, die Dir für einen Dinar die Scheiben
putzen möchten. Die Scheiben sind nachher nicht immer sauberer,
aber die Leute gehen abends stolz heim, weil sie etwas verdient haben.

Wenn Du in Deutschland bist, stehense einfach nur rum, verlangen Geld
von Dir, und behaupten, ein Recht darauf zu haben. Wennse abends heim
gehen, krakeelense rum, daß Du ihnen zu wenig gegeben hättest.

Grüße,
H.

PS
F: Was bekommst Du, wenn Du einem Prekarier Geld gibst?
A: Einen Prekarier mit Geld. Bis er es ausgegeben hat.

Das Problem steckt also nicht in den Geldbörsen, sondern
in den Köpfen.

Heinz Schmitz
Guest

Sat Feb 20, 2010 12:37 pm   



holger wrote:

Quote:
Hier wird alles mögliche an Zeitungen und Werbepost ausgetragen. Je mehr
Werbung im Briefkasten, desto ärmer die Bevölkerung im Stadtteil. das
ist sichtbar.

Dann mach Dich verdient und sag den Werbenden, daß sie an Euch nix
verdienen können.
Du kannst es aber auch als Angebot sehen, Euch die preiswertesten
Angebote zur Kenntnis zu bringen, damit Ihr nicht erst überall
hinlaufen müßt.

Quote:
Das sind dann die paar Euro, die die arbeitende Friseuse mit 2 Kindern
gegenüber H4 endgültig blöde aussehen lassen.

Daran ist der Hartz-Vier-Empfänger am wenigsten Schuld, daß es bei den
Friseuren immer noch keinen adäquaten Mindestlohn gibt.

Du möchtest gern mehr für Deinen Haarschnitt bezahlen? Bitte sehr,
hindert Dich doch keiner dran, ein angemessenes Trinkgeld zu geben?

Quote:
Dagegen hilft,
daß man sich gewerkschaftlich organisiert. Aber Gewerkschaften werden in
deinen Kreisen ja eher als Verrat am Unternehmen gesehen und ergo
abgelehnt und bekämpft.

Das Zusammenrotten von Räubern macht deren Forderungen nicht
rechtmäßiger.

Quote:
Am Ende hat die breite Masse dann wieder weniger
als nichts. Die Friseurin ebensowenig wie der Hartz-Vier-Empfänger.

Haste Dich mal informiert, wieviel die Sozialtransfers in unserem Land
schon ausmachen?

Grüße,
H.

Guido Grohmann
Guest

Sat Feb 20, 2010 12:48 pm   



Heinz Schmitz schrieb:

Quote:
Du möchtest gern mehr für Deinen Haarschnitt bezahlen? Bitte sehr,
hindert Dich doch keiner dran, ein angemessenes Trinkgeld zu geben?

Du weißt aber schon, daß i.d.R. die Trinkgelder der Chef kriegt und
nicht die Angestellten? Und daß diese, wenn sie sich doch ein Trinkgeld
einstecken, schonmal deswegen rauslfliegen?

Guido

holger
Guest

Sat Feb 20, 2010 3:00 pm   



Heinz Schmitz schrieb:

Quote:
Auch Du bist so ein Spekulant, wenn Du erwartest, von anderen
alimentiert zu werden.

Klar. Mit 100 Milliarden Euro bar auf die Kralle. Wie jeder Bürger.

Quote:
Wenn Du mal im Orient warst: Kaum hältst Du da mit Deinem Auto an,
ist es umringt von Menschen, die Dir für einen Dinar die Scheiben
putzen möchten. Die Scheiben sind nachher nicht immer sauberer,
aber die Leute gehen abends stolz heim, weil sie etwas verdient haben.

Dann haben wir es ja erkannt. Der Sozialstaat gehört vernichtet, man
kann anderen Leuten ja ungebeten die Scheiben ihrer Autos waschen. Dann
braucht man nur ein paar Idioten mit Autos, die sich alles gefallen
lassen und das auch noch zahlen, noch nicht einmal Arbeitsplätze.

Weg mit den Krankenkassen, weg mit der Rentenversicherung, weg mit der
Arbeitslosenversicherung; keiner, der nicht arbeitet, soll Geld zum
Leben haben. Soso. Ach ja, ich vergaß. Gröhl. Das natürlich auch. Gröhl
nicht zu vergessen. Wieder was gelernt.

Keine Diskussion mit Internetspinnern.

David Kastrup
Guest

Sat Feb 20, 2010 3:11 pm   



holger <holger_at_kater.invalid> writes:

Quote:
Weg mit den Krankenkassen, weg mit der Rentenversicherung, weg mit der
Arbeitslosenversicherung; keiner, der nicht arbeitet, soll Geld zum
Leben haben. Soso. Ach ja, ich vergaß. Gröhl. Das natürlich
auch. Gröhl nicht zu vergessen. Wieder was gelernt.

Keine Diskussion mit Internetspinnern.

Wie willst Du dann mit Dir ins Reine kommen?

--
David Kastrup

holger
Guest

Sat Feb 20, 2010 3:13 pm   



Lutz Schulze schrieb:
Quote:

Lösungen sollten bei den Ursachen ansetzen, ein grosser Teil der Empfänger
von Hartz iV Leistungen sind alleinerziehende Mütter und Bürger mit
Migrationshintergrund.

Gefördert werden eine Reihe sogenannter Problemgruppen, also Leute, die
am Arbeitsmarkt nicht einfach vermittelbar sind. Das sind vor allem
Leute über 50, für die es seit einiger Zeit extra eingerichtete
Programme bei der Bundesanstalt für Arbeit gibt.

Der Dreh- und Angelpunkt ist aber die Sache mit den Arbeitsplätzen. Es
gibt insbesondere in entindustrialisierten Regionen kaum adäquate
Arbeitsplätze. Und man wird in absehbarer Zeit auch keine Arbeitsplätze
für Leute schaffen, die zum Beispiel als Packer tätig sind. Gering
qualifizierte Leute, überqualifizierte Leute, Mütter mit Kindern, Leute
mit Krankheiten wie Bluthochdruck - wie will man die je unterbringen?

Es gibt ja andererseits Beschäftigungsinitiativen, die solche Sachen
dennoch versuchen. Es spricht nichts dagegen, mit denen zusammen Jobs
aufzutun. Es spricht auch nichts dagegen, seinen Beruf zu wechseln,
seinen Wohnort zu wechseln, um Arbeit zu finden. Aber es besteht nach
wie vor ein gigantisches Überangebot an Arbeitskräften, und die meisten
von diesen Arbeitskräften sind leider Ladenhüter. Andererseits sind es
auch Menschen, die man nicht einfach mal eben vor die Hunde gehen lassen
darf, denn die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu
schützen ist Aufgabe aller staatlichen Gewalt.

Holger

Rainer Buchty
Guest

Sat Feb 20, 2010 3:14 pm   



In article <9vhvn59rnuoqjakqdav70jmpamge1d6m7a_at_4ax.com>,
Heinz Schmitz <HeinzSchmitz_at_gmx.net> writes:
|>
|> Du möchtest gern mehr für Deinen Haarschnitt bezahlen? Bitte sehr,
|> hindert Dich doch keiner dran, ein angemessenes Trinkgeld zu geben?

Läden, deren Angestellte von der Trinkgeldkasse leben müssen, meide ich.

Dann gehe ich lieber zu dem, der einen Tick teurer ist und dafür seinen
Angstellten auch ein faires Gehalt zahlt.

Unterm Strich kommt es mich ja genauso teuer -- ob ich einen realistischen
Betrag zahle oder billig-billig, wo ich dann per Trinkgeldkasse das
Mindergehalt ausgleichen muß...

Rainer

holger
Guest

Sat Feb 20, 2010 3:28 pm   



David Kastrup schrieb:
Quote:
holger <holger_at_kater.invalid> writes:

Weg mit den Krankenkassen, weg mit der Rentenversicherung, weg mit der
Arbeitslosenversicherung; keiner, der nicht arbeitet, soll Geld zum
Leben haben. Soso. Ach ja, ich vergaß. Gröhl. Das natürlich
auch. Gröhl nicht zu vergessen. Wieder was gelernt.

Keine Diskussion mit Internetspinnern.

Wie willst Du dann mit Dir ins Reine kommen?

Die Diskussion entgleitet also ins Persönliche. Damit ist sie von meiner
Seite aus beendet.

holger
Guest

Sat Feb 20, 2010 3:29 pm   



Steffen Koepf schrieb:

Quote:
Das moechte ich so nicht sagen. Hier in Ulm landen uebers Jahr gesehen
viele Zettel mit Telefonnummer in meinem Briefkasten, von Leuten die
gerne meinen Rasen maehen taeten, meine Hecken schneiden, Laub rechen
usw.
Alles Leute wo - am besten bar auf die hand Wink - gerne ein paar
Euros zusaetzlich haben wollen.

Hinzuverdienst ist kein Arbeitsplatz.

holger
Guest

Sat Feb 20, 2010 3:35 pm   



Heinz Schmitz schrieb:

Quote:
Dagegen hilft,
daß man sich gewerkschaftlich organisiert. Aber Gewerkschaften werden in
deinen Kreisen ja eher als Verrat am Unternehmen gesehen und ergo
abgelehnt und bekämpft.

Das Zusammenrotten von Räubern macht deren Forderungen nicht
rechtmäßiger.

Ah ja, Arbeitnehmer, die fair und korrekt entlohnt werden wollen und
angemessene Arbeitsbedingungen beanspruchen, sind als Räuber. Na ja,
dann möchte ich dich mal sehen, wenn man dich am Arbeitsplatz nach
deinen Maßstäben behandelt und sofort wegen Raubes einknastet, wenn du
nach Tarifvertrag bezahlt werden willst.

Quote:
Am Ende hat die breite Masse dann wieder weniger
als nichts. Die Friseurin ebensowenig wie der Hartz-Vier-Empfänger.

Haste Dich mal informiert, wieviel die Sozialtransfers in unserem Land
schon ausmachen?

Ohne Arbeitsplätz keine Jobs. Ohne Einkommen kein Auskommen. So einfach
ist das.

David Kastrup
Guest

Sat Feb 20, 2010 3:44 pm   



holger <holger_at_kater.invalid> writes:

Quote:
David Kastrup schrieb:
holger <holger_at_kater.invalid> writes:

Weg mit den Krankenkassen, weg mit der Rentenversicherung, weg mit der
Arbeitslosenversicherung; keiner, der nicht arbeitet, soll Geld zum
Leben haben. Soso. Ach ja, ich vergaß. Gröhl. Das natürlich
auch. Gröhl nicht zu vergessen. Wieder was gelernt.

Keine Diskussion mit Internetspinnern.

Wie willst Du dann mit Dir ins Reine kommen?

Die Diskussion entgleitet also ins Persönliche. Damit ist sie von
meiner Seite aus beendet.

Bezüglich "entgleiten": lies Dir doch das aus Deinem Text oben zitierte
noch einmal durch. Und dann denk darüber nach, warum mein Kommentar
hier paßt.

--
David Kastrup

Holger
Guest

Sat Feb 20, 2010 5:25 pm   



Heinz Schmitz schrieb:

Quote:
Daran ist der Hartz-Vier-Empfänger am wenigsten Schuld, daß es bei den
Friseuren immer noch keinen adäquaten Mindestlohn gibt.

Du möchtest gern mehr für Deinen Haarschnitt bezahlen? Bitte sehr,
hindert Dich doch keiner dran, ein angemessenes Trinkgeld zu geben?

Ich gebe keine Trinkgelder, solange ich mir nicht absolut sicher bin,
daß diese Gelder 1 zu 1 in der Tasche des Begünstigten landen und dort
verbleiben.

Was meine Haarschnitt anbelangt: Ich zahle problemlos bis zu 20 Euro,
auch wenn es Barbiere mit Angeboten von 5 Euro gibt, wenn mich der Laden
überzeugt. Ich will nicht von Friseurinnen behandelt werden, die arm
sind wie Kirchenmäuse, weil mir eine solche SM-Show nichts gibt. Da
stehe ich nicht drauf. Anständige Arbeit gehört anständig bezahlt. Das
ist ja wohl das mindeste.

Holger

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