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Michael Eggert
Guest
Mon Mar 01, 2010 4:45 pm
Moin!
So, ich konnte heute nochmal einwenig mit dem Motor spielen...
a) Es gibt eine Spannung, bei der der von der Endstufe aufgenommene
Strom minimal ist.
b) Beim Zurückpendeln steigt der Strom, beim Vorpendeln sinkt er.
c) Egal, ob ich die Spannung höher oder niedriger einstelle, wird das
Pendeln kaum bedämpft. Je höher die Spannung, desto höher die Frequenz,
sonst ändert sich nichts daran.
d) Betreibe ich die Endstufe über einen Vorwiderstand von 2 Ohm an der
Spannungsquelle, wird das Pendeln schon deutlich gedämpft.
e) Betreibe ich die Endstufe am Labornetzteil im Konstantstrom-Modus,
dann verhält sich der Motor beim Loslassen schon fast wie ein DC-Motor,
kehrt also praktisch ohne Überschwinger wieder zurück. Ich muss den
mittleren Strom allerdings so einstellen, daß die Spannung im Leerlauf
knapp über der Spannung von a) liegt, sonst wird das ganze instabil und
der Rotor fällt so weit zurück, daß er die Synchronität verliert und
stehenbleibt.
Soweit scheint eine Stromregelung im Umrichter schon recht
vielversprechend...
Gruß,
Michael.
David Kastrup
Guest
Mon Mar 01, 2010 4:59 pm
Michael Eggert <m.eggert.nul_at_web.de> writes:
Quote:
Moin!
So, ich konnte heute nochmal einwenig mit dem Motor spielen...
a) Es gibt eine Spannung, bei der der von der Endstufe aufgenommene
Strom minimal ist.
b) Beim Zurückpendeln steigt der Strom, beim Vorpendeln sinkt er.
c) Egal, ob ich die Spannung höher oder niedriger einstelle, wird das
Pendeln kaum bedämpft. Je höher die Spannung, desto höher die
Frequenz, sonst ändert sich nichts daran.
Na, deswegen die Spannung stromabhängig anpassen. In der ersten Phase
des Zurückpendelns höhere Spannung, in der zweiten niedrigere Spannung.
In der ersten Phase des Vorpendelns niedrigere Spannung, in der zweiten
höhere.
Mithin der Spannung einen Differentialanteil des Stromes aufdrücken.
Quote:
e) Betreibe ich die Endstufe am Labornetzteil im Konstantstrom-Modus,
dann verhält sich der Motor beim Loslassen schon fast wie ein
DC-Motor, kehrt also praktisch ohne Überschwinger wieder zurück. Ich
muss den mittleren Strom allerdings so einstellen, daß die Spannung im
Leerlauf knapp über der Spannung von a) liegt, sonst wird das ganze
instabil und der Rotor fällt so weit zurück, daß er die Synchronität
verliert und stehenbleibt.
Soweit scheint eine Stromregelung im Umrichter schon recht
vielversprechend...
Hört sich schonmal nicht schlecht an. Kann aber sein, daß Du mit einem
gewissen Differentialanteil noch etwas robuster wirst.
--
David Kastrup
Joerg
Guest
Mon Mar 01, 2010 7:17 pm
Michael Eggert wrote:
Quote:
Moin!
So, ich konnte heute nochmal einwenig mit dem Motor spielen...
a) Es gibt eine Spannung, bei der der von der Endstufe aufgenommene
Strom minimal ist.
b) Beim Zurückpendeln steigt der Strom, beim Vorpendeln sinkt er.
c) Egal, ob ich die Spannung höher oder niedriger einstelle, wird das
Pendeln kaum bedämpft. Je höher die Spannung, desto höher die Frequenz,
sonst ändert sich nichts daran.
Soweit exakt wie erwartet. Bei c) sollten die einzelnen Schwingepisoden
auch kuerzer sein, sich also schneller beruhigen.
Quote:
d) Betreibe ich die Endstufe über einen Vorwiderstand von 2 Ohm an der
Spannungsquelle, wird das Pendeln schon deutlich gedämpft.
Das ist die Holzhammermethode :-)
Quote:
e) Betreibe ich die Endstufe am Labornetzteil im Konstantstrom-Modus,
dann verhält sich der Motor beim Loslassen schon fast wie ein DC-Motor,
kehrt also praktisch ohne Überschwinger wieder zurück. Ich muss den
mittleren Strom allerdings so einstellen, daß die Spannung im Leerlauf
knapp über der Spannung von a) liegt, sonst wird das ganze instabil und
der Rotor fällt so weit zurück, daß er die Synchronität verliert und
stehenbleibt.
Soweit scheint eine Stromregelung im Umrichter schon recht
vielversprechend...
Allerdings schriebst Du vorgestern dass Du eine starre Phasenbeziehung
zwischen Motor und Referenz moechtest und die weichst Du damit auf, wenn
ich das richtig verstehe. Aehnlich wie die alten Amischlitten ihren
Fahrkomfort nicht durch eine ausgekluegelte Regelung wie beim Citroen
erreichten, sondern einfach durch butterweiche Federung und
Stossdaempfer der Marke "Rollendes Sofa".
--
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/
"gmail" domain blocked because of excessive spam.
Use another domain or send PM.
Volker Bosch
Guest
Mon Mar 01, 2010 8:41 pm
Michael Eggert <m.eggert.nul_at_web.de> wrote:
Quote:
Wo steht das da? Bei mir gehts in dem Artikel um Oberwellen des
Drehmoments, also Variationen über eine Umdrehung, Rastmomente etc.
Sorry, Fehler in meinem Archiv. Der erwähnte Artikel ist in etz-Archiv Bd. 6
(1984) H. 6 S. 227--229. Ich sollte mich nicht blind auf meine Datenbank
verlassen
Tut mir leid, da habe ich zwei Artikel in der Ablage durcheinander gebracht.
--
****----*-------*-------*-------*-------*-------*-------*-------*----****
*\ Viele -- Volker Bosch \***
**\ Gruesse aus -- E-Mail: vsbosch_at_t-online.de \**
***\ Stuttgart --
http://www.s-line.de/homepages/bosch \*
Wiebus
Guest
Mon Mar 01, 2010 8:42 pm
Hallo Eggert.
Quote:
Soweit scheint eine Stromregelung im Umrichter schon recht
vielversprechend...
"Elektrische" Maschinen sind genaugenommen "magnetische" Maschinen.
Der Magnetismus ist aber in erster Linie mit dem Strom verknüpft.
Darum sind Stromregelungen dort so sinnvoll.
Weiter: Gegen das Pendeln von Synchronmaschinen setzt man
üblicherweise zusätzliche Dämpferwicklungen ein. Eine Dämpferwicklung
ist eine rudimentäre Asynchronwicklung.
Bei Synchrongenratoren (und Motoren) bedämpft sie das Schwingen.
Grund: Wärend der Phasenänderung ist die Maschine genaugenommen nicht
mehr synchron, es wird eine Spannung induziert, die zu Stromfluss und
dadurch zu Kraftwirkung + Verlusten führt.
Bei Synchronmotoren wird sie auch zum Anlassen des Motors auf
Synchrondrehzahl verwendet.
Bei Synchrondrehzahl selber ist sie wirkungslos.
Dummerweise kannst Du jetzt an der Motorwicklung nicht viel ändern.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
Positives Denken und Kreativität sind die Quellen krimineller Energie.
Lerne Deiner Paranoia zu vertrauen!
Rolf Bombach
Guest
Mon Mar 01, 2010 10:07 pm
Michael Eggert schrieb:
Quote:
Ja, aber im Betrieb gibts eben keine Regelschleife, welche die
Schwingung verursacht. Das Problem entsteht rein durch das
winkelabhängige Drehmoment.
...
Ich glaube, eher zu stark. Es ist ein BLDC-Motor für Flugzeugmodelle,
der dort mit bis zu 250W getreten wird, und er treibt eine Aluscheibe
von 20cm Durchmesser und 1mm Dicke, die ich auf bis zu 10000 Upm
beschleunige. Bei mir läuft er aber nicht mit der BLDC-Elektronik
(Feld passend zur Drehzahl generiert) sondern mit konstanter Frequenz.
Wissen die Mechanikerlehrlinge schon, dass sie eine Chopperscheibe
feilen dürfen? Womöglich noch mit f1, f2 und Summe?
In den Erbstücken Demtröder dürfte noch was ähnliches rumliegen.
Dort wurde eine Turbomolekularpumpe umgebaut. Ging dann aber bis
75kRPM. IIRC haben diese Pumpen ebenfalls Mittelfrequenzmotoren, aber
mit Hallsensoren angesteuert. Was bei dir Allergie auslösen dürfte.
Ein ähnlich gelagertes Problem hatte ich bei tieferen Drehzahlen,
10 resp 20 U/sec. Chopperscheibe mit einem Loch, und ein 20 Hz
Laser musste das genau treffen. Phasengewackel fällt da extrem
auf, in jeder Form (des Auffallens

). Das hab ich dann auch zweistufig
gelöst, erste Stufe PLL mit, naja, man muss es ja nicht aussprechen,
zweite Stufe Drehzahlsteller in Form direkter Ansteuerung eines
DC-Motors. Ich hab da lediglich eine R_i Kompensation in Form
einer Strommitkopplung eingebaut, das wars.
--
mfg Rolf Bombach
Rolf Bombach
Guest
Mon Mar 01, 2010 10:11 pm
Joerg schrieb:
Quote:
Waldemar Krzok wrote:
Waldemar, Houston,TX (KAAAALT hier!!)
Falls es troestet, in Kalifornien auch. Derzeit hagelt es hier volle
Suppe und wir haben schon ueber 75% unseres Brennholzvorrats
durchgezischt. Nicht gut
Endlich wird's wärmer. Vor einigen Wochen musste ich angesichts
einschleichender Saukälte in den Keller den Kriegszustand ausrufen.
Damit durfte ich dann die eidgenössischen Fensterläden [1] schliessen,
das hat deutlich was gebracht. Jetzt ist Entwarnung....
[1] 20 cm Stahlbeton, 0.5 bar Ex-fest, WAF allerdings nahe Null.
--
mfg Rolf Bombach
Michael Eggert
Guest
Tue Mar 02, 2010 1:17 am
vsbosch_at_t-online.de (Volker Bosch) wrote:
Moin!
Quote:
Sorry, Fehler in meinem Archiv. Der erwähnte Artikel ist in etz-Archiv Bd. 6
(1984) H. 6 S. 227--229.
"Stabilitätsverhalten der frequenzgesteuerten Synchronmaschine mit
Dauermagneterregung"?
Quote:
Tut mir leid, da habe ich zwei Artikel in der Ablage durcheinander gebracht.
Macht nichts, die Bibliothek ist gleich neben der Kantine. :-)
Gruß,
Michael.
Michael Eggert
Guest
Tue Mar 02, 2010 1:26 am
David Kastrup <dak_at_gnu.org> wrote:
Moin!
Quote:
Hört sich schonmal nicht schlecht an. Kann aber sein, daß Du mit einem
gewissen Differentialanteil noch etwas robuster wirst.
Ja, kommt auf die Qualität der Strommessung an... ACS712 macht ja
schon für 100mA Rauschen, für Überstromerkennung hats gereicht.
Gruß,
Michael.
Michael Eggert
Guest
Tue Mar 02, 2010 1:40 am
Joerg <invalid_at_invalid.invalid> wrote:
Moin!
Quote:
Allerdings schriebst Du vorgestern dass Du eine starre Phasenbeziehung
zwischen Motor und Referenz moechtest und die weichst Du damit auf, wenn
ich das richtig verstehe.
Ja, die Phase ändert sich dann geringfügig mit der Belastung
(Reibung). Aber ist die Belastung wieder weg, kehrt auch die Phase von
ganz alleine wieder zurück. Beim frequenzangepassten Betrieb läuft die
Phase mit dem _Integral_ der Belastung weg.
_Wenn_ ich einen Sensor hätte, mit dem ich die Phase mit ausreichender
Genauigkeit sehen würde (und dazu müsste er an der Scheibe schauen),
dann würde ich damit immernoch lieber bei konstanter Frequenz den
Strom nach der Phase regeln als die Frequenz und indirekt die
Spannung.
Gruß,
Michael.
Michael Eggert
Guest
Tue Mar 02, 2010 1:42 am
Rolf Bombach <rolfnospambombach_at_invalid.invalid> wrote:
Moin!
Quote:
Wissen die Mechanikerlehrlinge schon, dass sie eine Chopperscheibe
feilen dürfen?
Nein, noch physikalischer. :-)
Quote:
In den Erbstücken Demtröder dürfte noch was ähnliches rumliegen.
Dort wurde eine Turbomolekularpumpe umgebaut. Ging dann aber bis
75kRPM.
Welcher Scheibendurchmesser?
Gruß,
Michael.
Joerg
Guest
Tue Mar 02, 2010 2:16 am
Michael Eggert wrote:
Quote:
Joerg <invalid_at_invalid.invalid> wrote:
Moin!
Allerdings schriebst Du vorgestern dass Du eine starre Phasenbeziehung
zwischen Motor und Referenz moechtest und die weichst Du damit auf, wenn
ich das richtig verstehe.
Ja, die Phase ändert sich dann geringfügig mit der Belastung
(Reibung). Aber ist die Belastung wieder weg, kehrt auch die Phase von
ganz alleine wieder zurück. Beim frequenzangepassten Betrieb läuft die
Phase mit dem _Integral_ der Belastung weg.
Das taete sie mit PID auch, nur muesste sich das damit schneller
hinkriegen lassen. Aber wenn Dir die Sache mit dem Widerstand reicht ist
das natuerlich die einfachere und elegantere Loesung.
Quote:
_Wenn_ ich einen Sensor hätte, mit dem ich die Phase mit ausreichender
Genauigkeit sehen würde (und dazu müsste er an der Scheibe schauen),
dann würde ich damit immernoch lieber bei konstanter Frequenz den
Strom nach der Phase regeln als die Frequenz und indirekt die
Spannung.
Ok, ich kenne das nur aus dem Kraftwerksbereich, da messen wir Spannung
und Strom an allen drei Phasen. An einen extra Sensor dafuer kann ich
mich vom letzten Projekt her nicht erinnern. Bei der dezenten Frage nach
der Groesse wurde mir mal kurz mulmig, "Och, ist klein, unter einem
Megawatt" :-)
--
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/
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Use another domain or send PM.
Joerg
Guest
Tue Mar 02, 2010 2:51 am
Joerg wrote:
Quote:
Michael Eggert wrote:
Joerg <invalid_at_invalid.invalid> wrote:
Moin!
Allerdings schriebst Du vorgestern dass Du eine starre
Phasenbeziehung zwischen Motor und Referenz moechtest und die weichst
Du damit auf, wenn ich das richtig verstehe.
Ja, die Phase ändert sich dann geringfügig mit der Belastung
(Reibung). Aber ist die Belastung wieder weg, kehrt auch die Phase von
ganz alleine wieder zurück. Beim frequenzangepassten Betrieb läuft die
Phase mit dem _Integral_ der Belastung weg.
Das taete sie mit PID auch, nur muesste sich das damit schneller
hinkriegen lassen. Aber wenn Dir die Sache mit dem Widerstand reicht ist
das natuerlich die einfachere und elegantere Loesung.
Sorry, ich meinte wenn Dir die Sache mit der Stromquelle ausreicht.
[...]
--
Gruesse, Joerg
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Horst-D.Winzler
Guest
Tue Mar 02, 2010 6:32 am
Michael Eggert schrieb:
Quote:
_Wenn_ ich einen Sensor hätte, mit dem ich die Phase mit ausreichender
Genauigkeit sehen würde
http://www.conrad.de/ce/de/product/505261/LINEARER-STROMSENSOR-CSLA1CH/SHOP_AREA_14741
--
mfg hdw
Volker Bosch
Guest
Tue Mar 02, 2010 6:37 pm
Michael Eggert <m.eggert.nul_at_web.de> wrote:
Quote:
"Stabilitätsverhalten der frequenzgesteuerten Synchronmaschine mit
Dauermagneterregung"?
Genau! Autor, Titel und Zeitschrift haben in meiner ersten Angabe gestimmt.
--
****----*-------*-------*-------*-------*-------*-------*-------*----****
*\ Viele -- Volker Bosch \***
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***\ Stuttgart --
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