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Takt-Vorrangschaltung

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elektroda.net NewsGroups Forum Index - Electronics DE - Takt-Vorrangschaltung

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Frank Scheffski
Guest

Tue Sep 06, 2011 11:55 am   



Hallo allerseits,


für den geplanten Umbau eines 10 MHz-Referenzoszillators (als
Bestandteil eines Meßgeräts), suche ich eine pfiffige Idee, wie man
die Umschaltung zwischen interner Referenz (Quarzofen) und extern
eingespeisten 10 MHz realisieren kann.
Derzeit wird das extern eingespeiste Referenzsignal verstärkt und dann
an die Basis des Oszillatortransistors gegeben.
Der interne (geheizte) Quarz wird dann einfach pegelmäßig überrannt.

Jetzt soll da aber ein Doppelofen-XO rein und da kommt eben nur
CMOS-Rechteck raus. Gibt es da was kleines intelligentes, das die
beiden Taktfrequenzquellen atomatisch umschaltet?

MfG

Frank

Thorsten Just
Guest

Tue Sep 06, 2011 12:07 pm   



Am 06.09.2011 13:55, schrieb Frank Scheffski:
Quote:
für den geplanten Umbau eines 10 MHz-Referenzoszillators (als
Bestandteil eines Meßgeräts), suche ich eine pfiffige Idee, wie man
die Umschaltung zwischen interner Referenz (Quarzofen) und extern
eingespeisten 10 MHz realisieren kann.

Spontan fällt mir dazu ein, dass man vielleicht mit dem externen Signal
einen retriggerbaren Monoflop ansteuern könnte, dessen Ausgangssignal
denn Umschalter steuert.

Gruß

Thorsten

Horst-D.Winzler
Guest

Tue Sep 06, 2011 1:18 pm   



Am 06.09.2011 13:55, schrieb Frank Scheffski:
Quote:
--- wie man
die Umschaltung zwischen interner Referenz (Quarzofen) und extern
eingespeisten 10 MHz realisieren kann.

Wenn der interne Oszillator bereits im Ofen sitzt, sollte ein externes
Signal stabiler und rauschfreier sein. Ansonsten wärs sinnlos. Für eine
Umschaltung sollte dann das externe Referenzsignal erst durch ein
Quarzfilter laufen. Zwei billige 10-MHz Quarze dürften dafür reichen.

Quote:
Derzeit wird das extern eingespeiste Referenzsignal verstärkt und dann
an die Basis des Oszillatortransistors gegeben.
Der interne (geheizte) Quarz wird dann einfach pegelmäßig überrannt.

Hammersynchronisation halt. ;-)

Quote:
Jetzt soll da aber ein Doppelofen-XO rein und da kommt eben nur
CMOS-Rechteck raus.

Genau das Richtige für "wilde Bastler". ;-)

Quote:
Gibt es da was kleines intelligentes, das die
beiden Taktfrequenzquellen atomatisch umschaltet?

Das durch ein schmalbandiges Quarzfilter gesiebte Signal sorgt selbst
für eine Umschaltung. Diese Umschaltung sollte dann auch angezeigt werden.
--
mfg hdw

Frank Scheffski
Guest

Tue Sep 06, 2011 1:49 pm   



Horst-D.Winzler schrieb:

Quote:
Wenn der interne Oszillator bereits im Ofen sitzt, sollte ein externes
Signal stabiler und rauschfreier sein. Ansonsten wärs sinnlos. Für eine
Umschaltung sollte dann das externe Referenzsignal erst durch ein
Quarzfilter laufen. Zwei billige 10-MHz Quarze dürften dafür reichen.

Ich muß mal wieder konkretisieren Wink
Es geht um einen Funkmeßplatz, der _vorrangig_ im Außeneinsatz benutzt
wird. Insbesondere für Gleichwellenanlagen braucht man eine sehr
stabile Referenz.
Sollte das Gerät dann doch mal in der Werkstatt stehen, kommen dort
"echte" 10 MHz aus der Wand (GPS Frequenznormal), die man dann
selbstverständlich auch nutzen möchte.

Quote:
Diese Umschaltung sollte dann auch angezeigt werden.

Das ist eher sekundär, da die Einspeisung hinten sitzt und die
Frontplatte nur bedingt ein zusätzliches Loch verträgt.

Mir geht es primär um eine pfiffige Schaltungsidee. Mit Gewalt und
Aufwand kann das jeder...

MfG

Frank

Horst-D.Winzler
Guest

Tue Sep 06, 2011 2:27 pm   



Am 06.09.2011 15:49, schrieb Frank Scheffski:
Quote:
Horst-D.Winzler schrieb:

Wenn der interne Oszillator bereits im Ofen sitzt, sollte ein externes
Signal stabiler und rauschfreier sein. Ansonsten wärs sinnlos. Für eine
Umschaltung sollte dann das externe Referenzsignal erst durch ein
Quarzfilter laufen. Zwei billige 10-MHz Quarze dürften dafür reichen.

Ich muß mal wieder konkretisieren Wink
Es geht um einen Funkmeßplatz, der _vorrangig_ im Außeneinsatz benutzt
wird. Insbesondere für Gleichwellenanlagen braucht man eine sehr
stabile Referenz.

Laß mich raten. Das Gerät hat einen Akku um den Quarzofen immer auf
Temperatur zu halten.

Quote:
Sollte das Gerät dann doch mal in der Werkstatt stehen, kommen dort
"echte" 10 MHz aus der Wand (GPS Frequenznormal), die man dann
selbstverständlich auch nutzen möchte.

Im einfachsten Fall ein Umschalter der vom externen Referenzsignal
gesteuert wird. Im komplizierteren Fall wird nur dann auf extern
umgeschaltet wenn die externe Frequenz gleich der internen ist. Bis auf
wenigen, tolerierbare Hz. Damit hätte man dann auch gleich eine
Kontrolle das keines der Signale zu sehr aus der Sollfrequenz läuft. ;-)

Quote:
Diese Umschaltung sollte dann auch angezeigt werden.

Das ist eher sekundär, da die Einspeisung hinten sitzt und die
Frontplatte nur bedingt ein zusätzliches Loch verträgt.

Mir geht es primär um eine pfiffige Schaltungsidee. Mit Gewalt und
Aufwand kann das jeder...

Am Besten bereits vom Hersteller vorgesehen. ;-)

--
mfg hdw

Joerg
Guest

Tue Sep 06, 2011 2:45 pm   



Frank Scheffski wrote:
Quote:
Hallo allerseits,


für den geplanten Umbau eines 10 MHz-Referenzoszillators (als
Bestandteil eines Meßgeräts), suche ich eine pfiffige Idee, wie man
die Umschaltung zwischen interner Referenz (Quarzofen) und extern
eingespeisten 10 MHz realisieren kann.
Derzeit wird das extern eingespeiste Referenzsignal verstärkt und dann
an die Basis des Oszillatortransistors gegeben.
Der interne (geheizte) Quarz wird dann einfach pegelmäßig überrannt.

Jetzt soll da aber ein Doppelofen-XO rein und da kommt eben nur
CMOS-Rechteck raus. Gibt es da was kleines intelligentes, das die
beiden Taktfrequenzquellen atomatisch umschaltet?


Wild-West Methode: Den Oszillatortransistor behalten, wo er eh schon da
ist. Den TCXO ueber einen Widerstand in dessen Basis reinleiten. Wenn
der externe Takt kommt wird das wie gehabt ueberrannt.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Michael Koch
Guest

Tue Sep 06, 2011 4:23 pm   



Hallo,

also ich würde die rein mechanische Lösung bevorzugen. Internes
Taktsignal auf eine BNC Buchse rausführen, BNC Jumper, und wieder rein
ins Gerät. Dann weiss man nämlich _ganz sicher_ von wo der Takt
kommt.
http://www.testparts-store.com/products.php?product=BNC-Interconnect-Coaxial-Jumper-Adapter-%2803442%29

Gruß
Michael

Jürgen Appel
Guest

Tue Sep 06, 2011 4:58 pm   



Frank Scheffski wrote:

Quote:
Hallo allerseits,


für den geplanten Umbau eines 10 MHz-Referenzoszillators (als
Bestandteil eines Meßgeräts), suche ich eine pfiffige Idee, wie man
die Umschaltung zwischen interner Referenz (Quarzofen) und extern
eingespeisten 10 MHz realisieren kann.

Die Profis haben das hier auf ihere Webseite:

http://www.wenzel.com/documents/tuning.html

Gruss,
Jürgen


--
GPG key:
http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?search=J%FCrgen+Appel&op=get

Joerg
Guest

Tue Sep 06, 2011 6:26 pm   



Jürgen Appel wrote:
Quote:
Frank Scheffski wrote:

Hallo allerseits,


für den geplanten Umbau eines 10 MHz-Referenzoszillators (als
Bestandteil eines Meßgeräts), suche ich eine pfiffige Idee, wie man
die Umschaltung zwischen interner Referenz (Quarzofen) und extern
eingespeisten 10 MHz realisieren kann.

Die Profis haben das hier auf ihere Webseite:

http://www.wenzel.com/documents/tuning.html


Der Kill-Signal Detektor. Wie aufwendig, das geht billiger ... :-)

<duck>

Aber so ein Umschalten ist schon die professionellere Methode. Loest in
Design Reviews auch weniger Ekelausrufe aus.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Jürgen Appel
Guest

Tue Sep 06, 2011 9:30 pm   



Joerg wrote:

Quote:
für den geplanten Umbau eines 10 MHz-Referenzoszillators (als
Bestandteil eines Meßgeräts), suche ich eine pfiffige Idee, wie man
die Umschaltung zwischen interner Referenz (Quarzofen) und extern
eingespeisten 10 MHz realisieren kann.

Die Profis haben das hier auf ihere Webseite:

http://www.wenzel.com/documents/tuning.html


Der Kill-Signal Detektor. Wie aufwendig, das geht billiger ... :-)

duck

Aber so ein Umschalten ist schon die professionellere Methode. Loest in
Design Reviews auch weniger Ekelausrufe aus.

Ich hatte mich eher auf die zweite Schaltung, die PLL bezogen. Also PLL
statt umschalten. Das geht natürlich nur, wenn der OCXO einen tuning-Eingang
hat.

Gruß,
Jürgen
--
GPG key:
http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?search=J%FCrgen+Appel&op=get

Joerg
Guest

Tue Sep 06, 2011 10:04 pm   



Jürgen Appel wrote:
Quote:
Joerg wrote:

für den geplanten Umbau eines 10 MHz-Referenzoszillators (als
Bestandteil eines Meßgeräts), suche ich eine pfiffige Idee, wie man
die Umschaltung zwischen interner Referenz (Quarzofen) und extern
eingespeisten 10 MHz realisieren kann.
Die Profis haben das hier auf ihere Webseite:

http://www.wenzel.com/documents/tuning.html

Der Kill-Signal Detektor. Wie aufwendig, das geht billiger ... :-)

duck

Aber so ein Umschalten ist schon die professionellere Methode. Loest in
Design Reviews auch weniger Ekelausrufe aus.

Ich hatte mich eher auf die zweite Schaltung, die PLL bezogen. Also PLL
statt umschalten. Das geht natürlich nur, wenn der OCXO einen tuning-Eingang
hat.


Kann man machen, aber dann verlaesst man sich darauf dass das
Phasenrauschen des Oszillators mindestens gleich oder besser ist als das
der Quelle. Wenn es schlechter ist dann zieht man mit der Methode u.U
den kuerzeren. Mit der simplen Widerstandsmethode kann das natuerlich
auch passieren.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Frank Scheffski
Guest

Wed Sep 07, 2011 1:50 am   



Joerg schrieb:

Quote:
Kann man machen, aber dann verlaesst man sich darauf dass das
Phasenrauschen des Oszillators mindestens gleich oder besser ist als das
der Quelle. Wenn es schlechter ist dann zieht man mit der Methode u.U
den kuerzeren. Mit der simplen Widerstandsmethode kann das natuerlich
auch passieren.

Das ist so ein Punkt, mit dem man schnell mal auf das Glatteis gerät.

Der neue Quarzofen ist nur ein Teil der Überarbeitung des Geräts.
Die Bauteilauswahl fand vor ca. 20 Jahren statt und da findet man
mittlerweile fast immer was besseres, sei es bei den OPs, den
Analogschaltern und -multiplexern oder bei den Spannungs- und
Taktreferenzen. Wobei sich Schlumberger seinerzeit nicht hat lumpen
lassen, die meisten Bausteine von AD sind -J oder -K Typen.

Aber was nützt mir die neue Spannungsreferenz mit TK1, wenn ich zum
Feinabgleich auf die benötigten 5,12V ein Poti mit TK100 einsetzen
muß?
Wie sinnvoll ist der Doppelofen, wenn das Feineinstellpoti mit TK100
abgesetzt direkt an der Frontplatte sitzt?
Und was verhunze ich mir mit einer zusätzlichen PLL, wo ein simpler
digitaler Umschalter reicht?

Die Signal-kill-Schaltung ist mir irgendwie zu aufwendig. Das mit dem
retriggerbaren Monoflop kommt meinen Wünschen schon näher und bringt
vor allem keine zusätzlichen "Verluste" in die Schaltung.

MfG

Frank

Alexander Horst
Guest

Wed Sep 07, 2011 1:48 pm   



On 06.09.2011 16:45, Joerg wrote:
Quote:
Frank Scheffski wrote:
[...]
Derzeit wird das extern eingespeiste Referenzsignal verstärkt und dann
an die Basis des Oszillatortransistors gegeben.
Der interne (geheizte) Quarz wird dann einfach pegelmäßig überrannt.

Jetzt soll da aber ein Doppelofen-XO rein und da kommt eben nur
CMOS-Rechteck raus. Gibt es da was kleines intelligentes, das die
beiden Taktfrequenzquellen atomatisch umschaltet?


Wild-West Methode: Den Oszillatortransistor behalten, wo er eh schon da
ist. Den TCXO ueber einen Widerstand in dessen Basis reinleiten. Wenn
der externe Takt kommt wird das wie gehabt ueberrannt.

Gibt es beim "Überrennen" nicht einen unschönen Jitter auf dem
resultierenden Takt?

--
Alex

Joerg
Guest

Wed Sep 07, 2011 2:22 pm   



Alexander Horst wrote:
Quote:
On 06.09.2011 16:45, Joerg wrote:
Frank Scheffski wrote:
[...]
Derzeit wird das extern eingespeiste Referenzsignal verstärkt und dann
an die Basis des Oszillatortransistors gegeben.
Der interne (geheizte) Quarz wird dann einfach pegelmäßig überrannt.

Jetzt soll da aber ein Doppelofen-XO rein und da kommt eben nur
CMOS-Rechteck raus. Gibt es da was kleines intelligentes, das die
beiden Taktfrequenzquellen atomatisch umschaltet?


Wild-West Methode: Den Oszillatortransistor behalten, wo er eh schon da
ist. Den TCXO ueber einen Widerstand in dessen Basis reinleiten. Wenn
der externe Takt kommt wird das wie gehabt ueberrannt.

Gibt es beim "Überrennen" nicht einen unschönen Jitter auf dem
resultierenden Takt?


Wenn das Ueberrennen mit sehr viel niedrigerer Impedanz passiert als die
Intern-Einspeisung und die Flanken schoen steil sind an sich nicht.

Es kommt aber immer drauf an was das fuer ein Geraet ist. Fuer einen
Frequenzzaehler muesste Ueberrennen ausreichen, fuer einen
Spektrumanalysator sollte man dagegen sauber umschalten.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Bernd Laengerich
Guest

Wed Sep 07, 2011 2:31 pm   



Am 06.09.2011 16:27, schrieb Horst-D.Winzler:

Quote:
wird. Im komplizierteren Fall wird nur dann auf extern umgeschaltet wenn die
externe Frequenz gleich der internen ist. Bis auf wenigen, tolerierbare Hz.
Damit hätte man dann auch gleich eine Kontrolle das keines der Signale zu sehr
aus der Sollfrequenz läuft. Wink

Würde ich nicht so machen. Am einfachsten externe Quelle nehmen, wenn diese
angeschlossen ist. Kann man einfach detektieren, ob da etwas reinkommt. Das
"Toleranzmodul" im Gerät kann ja nicht erkennen, welches die genauere Frequenz
ist, das kann dazu führen daß ein eiernder Ofen benutzt wird trotz
angeschlossener Rubidiumreferenz.

Bernd

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