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Uwe Hercksen
Guest
Wed Dec 30, 2009 3:07 pm
Christian Treffler schrieb:
Quote:
Das setzt voraus, dass Muskel-Gewebe um einiges schwächer leitet, als
Blut. Ich habe keine Ahnung, wie das Leitfähigkeits-Verhältnis hier ist,
aber wenn der Unterschied nicht sehr groß ist, dann lässt Kirchhoff
grüßen.
Hallo,
der Salzgehalt im Blut und in den Zellen dürfte ziemlich ähnlich sein,
sonst gäbe es Probleme mit der Osmose.
Bye
Horst-D.Winzler
Guest
Wed Dec 30, 2009 6:38 pm
Uwe Hercksen schrieb:
Quote:
Falk Willberg schrieb:
Hier wird behauptet, jemand wäre durch ein Ohmmeter zu Tode gekommen:
http://www.darwinawards.com/darwin/darwin1999-50.html
Hallo,
wenn man 9 V bei genügend kleinen Widerstand im gesamten Stromkreis
direkt an Brustwand und Rückenwand genau über dem Herz anlegt soll diese
kleine Spannung bereits gefährlich sein, aber direkt von Daumen zu
Daumen glaube ich das nicht.
Bye
Am Herzschrittmacher rumgefummelt?
--
mfg hdw
Ralph A. Schmid, dk5ras
Guest
Wed Dec 30, 2009 7:06 pm
Uwe Hercksen <hercksen_at_mew.uni-erlangen.de> wrote:
Quote:
wenn man 9 V bei genügend kleinen Widerstand im gesamten Stromkreis
direkt an Brustwand und Rückenwand genau über dem Herz anlegt soll diese
kleine Spannung bereits gefährlich sein, aber direkt von Daumen zu
Daumen glaube ich das nicht.
Wenn man das alles dann noch in Volt pro cm oder so umrechnet, dann
sollte an keinem kritischen Organ sehr viel abfallen. Wenn man dem
dann noch entgegenhält, wieviele Volt pro Meter die Reizleitung der
Nerven innerhalb einer Zelle erreicht, dann sollte das alles lachhaft
sein, was die 9V-Quelle so anrichtet.
-ras
--
Ralph A. Schmid
http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
gUnther nanonüm
Guest
Thu Dec 31, 2009 11:19 pm
"Falk Willberg" <Faweglassenlk_at_falk-willberg.de> schrieb im Newsbeitrag
news:hh8kd9$eqk$1_at_news2.open-news-network.org...
...
Quote:
Auch wenn ein angeblicher Insider die Sache bestätigt, glaube ich das
nicht...
Hi,
es klingt zumindest nicht ganz sauber. Könnte nämlich auch ein
Isolationstester gewesen sein, dessen Energiequelle einen durchaus
merklichen Strom, gar eine Wechselspannung induzierte.
Quote:
Wie hoch mag der Widerstand des Körpers sein, wenn man innerhalb der
äußeren Blutgefäße mißt?
Das ist nicht das Problem, da die Spitzen ja nur eine sehr begrenzte
Oberfläche haben und darauf nur eine geringe Zahl an Ionen "landen" können.
Quote:
Falk
P.S.: Elektronik am Körper ist wirklich gefährlich. Besonders, wenn man
beim Verlassen des Raumes erst am Scheppern merkt, daß die Beinelektrode
noch an dem auf dem Steckbrett aufgebauten EKG-Verstärker hängt
Inzwischen ist alles wieder einsortiert. Alte TEK-Scopes sind für solche
Experimente mehr zu empfehlen als DSOs. Erstere springen bei so wenig
Zug nicht gleich vom Tisch!
Das gilt auch für lose Kleidung an der Drehbank und lange Schals auf dem
Mopped.
Ein Pacemaker hat auch nur eine LiIon von 3,6Volt und verteilt "Schläge" von
Millivolt bis wenigen Volt. Mit etwas Pech könnte ein dazu veranlagter
Herzpatient durchaus eine unglückliche Phase erleiden und sich in eine
Arhythmie hineinsteigern. Aus der ein simpler Defi oder eine rechtzeitige
(brutale) Herzmassage ihn wieder rausreißen könnten. Nicht völlig
unwahrscheinlich wäre eine Umdeutung des "Unfallgeschehens", falls der
Patient seinen Zustand bemerkt und per Selbstversuch sich eine solche Ladung
selbst verpassen wollte, aber "trotzdem" starb. Der
Navy-Unfallermittler-Depp deutete das ganze dann als Unfall, vielleicht
wegen der Entschädigung oder als Warnung gegen Nachahmer. Oder um die
Karriere des Blindfisches zu schützen, der den Sailor mal angeheuert hat..
Eine besonders fiese Version ist auch denkbar, etwa wenn der Seemann bereits
einen (alten) Pacemaker sein eigen nannte. Manche dieser Modelle wurden
recht simpel gesteuert, mit zufälligen Signalen waren die durchaus zu
stören, etwa in Kaufhaus-Diebstahlsgattern wurde den Trägern dann schummerig

mit etwas Pech hat der Isolationstester einen "Fiepser", dessen Sägezahn
dem Pacemaker unmögliche Werte vorschrieb. Auch daran sind schon Leute
gestorben. Weshalb Maschinenführer solche Teile nicht haben durften.
--
mfg,
gUnther
Rolf Bombach
Guest
Thu Dec 31, 2009 11:46 pm
gUnther nanonüm schrieb:
Quote:
es klingt zumindest nicht ganz sauber. Könnte nämlich auch ein
Isolationstester gewesen sein, dessen Energiequelle einen durchaus
merklichen Strom, gar eine Wechselspannung induzierte.
Klar, mit einem was-auch-immer-Tester kann alles mögliche passieren,
hätte ich ja auch geglaubt. Es ist aber von einem "Simpson 260 multimeter"
die Rede, das mit den 9V im 10M Bereich und den 1.5 Volt in den
Bereichen x1R und x100R.
--
mfg Rolf Bombach
Marte Schwarz
Guest
Sat Jan 02, 2010 9:04 am
Hallo Gunther,
Quote:
Ein Pacemaker hat auch nur eine LiIon von 3,6Volt und verteilt "Schläge"
von Millivolt bis wenigen Volt.
Meines Wissens nach wird bei (implantierbaren) Schrittmachern lediglich mit
der Impulsdauer die Intensität angepasst. Die Spannung wird weitgehend durch
die eingebaute Batterie bzw in älteren Geräten wohl auch noch durch eine
Ladungspumpe festgelegt.
Quote:
Mit etwas Pech könnte ein dazu veranlagter Herzpatient durchaus eine
unglückliche Phase erleiden und sich in eine Arhythmie hineinsteigern.
Dies dürfte selbst unter ungünstigsten Umständen im beschriebenen Fall nur
zu einer verflixt geringen wahrscheinlichkeit passiert sein.
Quote:
Aus der ein simpler Defi oder eine rechtzeitige (brutale) Herzmassage ihn
wieder rausreißen könnten.
Herzdruckmassage ist keine (!) Wiederbelebungsaktion. Diese kann lediglich
den Patienten am Überleben halten, bis mit einem Defibrillator das Flimmern
beendet wird. Es gibt zwar immer wieder mal Berichte, nach denen ein
Flimmern in den ersten Sekunden durch einen beherzten Faustschlag auf den
Brustkorb beendet werden konnte, wissenschaftlich fundiert konnte dieses
jedoch nie bestätigt werden. Ich hatte zumindest keine bestätigenden
UNtersuchungsergebnisse gefunden. Wenn jemand Literatur hierzu kennt, bin
ich für Literaturangaben dankbar.
Quote:
Eine besonders fiese Version ist auch denkbar, etwa wenn der Seemann
bereits einen (alten) Pacemaker sein eigen nannte.
Angesichts der begrenzten Haltbarkeit der Batterien, speziell in älteren
Systemen darf man getrost davon ausgehen, dass Schrittmacher aus dieser
Generation nicht mehr im Einsatz sind. Von den älteren Semestern sind IMHO
nur noch einzelexemplare mit nuklearer Stromversorgung im Enisatz. Dass dies
bei einem Militärangehörigen im Dienst sein sollte halte ich für sehr
unwahrscheinlich, der wäre kaum durch die medizinischen Eignungstests
gekommen. Alles weitere hat sich damit eigentlich ausdiskutiert.
Marte
Waldemar Krzok
Guest
Sat Jan 16, 2010 1:08 pm
Falk Willberg wrote:
Quote:
Hier wird behauptet, jemand wäre durch ein Ohmmeter zu Tode gekommen:
http://www.darwinawards.com/darwin/darwin1999-50.html
"...he pressed his thumbs hard enough against the probes to break the
skin. Once the salty conducting fluid known as blood was available, the
current from the multimeter travelled right across the sailor's heart,
disrupting the electrical regulation of his heartbeat..."
Auch wenn ein angeblicher Insider die Sache bestätigt, glaube ich das
nicht...
Wie hoch mag der Widerstand des Körpers sein, wenn man innerhalb der
äußeren Blutgefäße mißt?
Es ist ein kompletter Bullshit. Das heißt allerdings nicht, dass es nicht
passiert sein konnte: Der Soldat mißt den Widerstand, erschreckt sich (es
kitzelt schon ziemlich) und bekommt Herzinfarkt. Es hätte auch bei einem
Schuß aus der Kanone passieren können oder beim Sex.
1. maximaler Meßstrom eines DVM ist ca 100µ bis 1mA, Stromstärken die man
als sicher betrachtet.
2. Der Widerstand des Körpers ist hauptsächlich durch Elektrodenwiderstand
bzw. -impedanz bestimmt ist allerdings ziemlich niederömig (100-1000 Ohm bei
Klebeelektroden Ag-AgCl, ähnlich bei Gold, etwas mehr bei Edelstahl)
Waldemar
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