EDAboard.com | EDAboard.eu | EDAboard.de | EDAboard.co.uk | RTV forum PL | NewsGroups PL

UCC3957 geht kaputt

NEUES THEMA

elektroda.net NewsGroups Forum Index - Electronics DE - UCC3957 geht kaputt

Goto page 1, 2, 3, 4  Next

Robert Obermayer
Guest

Mon Jan 16, 2012 12:15 am   



Hallo,

bin gerade dabei, an einer Li-Ion Schutzschaltung zu bauen, nach dem
Max1894-Fiasko (funktioniert hätte es ja, nur nicht mehr beschaffbar)
jetzt mit dem UCC3957-2.
http://www.ti.com/lit/gpn/ucc3957-4
Die Schaltung ist eigentlich ziemlich 1:1 die 4-Zellen-Beispielschaltung
aus dem Datenblatt, abgesehen von einigen 10R-Schutzwiderständen (die
sich später als durchaus sinnvoll rausgestellt haben).
http://i.imgur.com/FbMu0.png
So viel kann da ja kaum falsch sein?

Nach dem Aufbau dann auch getestet mit einer Widerstandskette als
Akkusimulator und einige Fehler daran simuliert, hat alles funktioniert.
Dann an den Akku angeschlossen, die Reihenfolge wie im Datenblatt (erst
- an gnd/AN4, dann +, und dann die Zwischenabgriffe). Jedesmal noch
vorher kontrolliert und nachgemessen, dass es sicher der richtige Draht war.
Nur beim Anschließen des letzten Abgriffs an AN1 hat der zugehörige
Widerstand einen kleinen Lichtblitz ausgesendet.
Also schnell wieder alles abgebaut, Ergebnis:
R4 hochohmig, und jetzt eine rel. niederohmige Verbindung zwischen AN1
und VDD.
Versuch #2 nach ausführlichster Kontrolle der Platine auf Kurzschlüsse
o.ä. brachte das gleiche Ergebnis, wieder R4 durchgebrannt.
Beim zweiten Ablöten des jetzt wieder defekten (weitere Untersuchung:
zieht über 20mA an VDD bei AN1-3 offen) UCC ging dann die Platine mit
drauf, ###### RoHS Löterei.
Ist also eine gute Gelegenheit zu einer kleinen Überarbeitung der
selben, falls nötig...
Die UCC stammen aus Musterlieferung von TI, also definitiv keine Fakes
von irgendeinem zwielichtigen Broker, oder gar Reichelt.

Was iss da faul?

Gruss, Robert

Joerg
Guest

Mon Jan 16, 2012 1:03 am   



Robert Obermayer wrote:
Quote:
Hallo,

bin gerade dabei, an einer Li-Ion Schutzschaltung zu bauen, nach dem
Max1894-Fiasko (funktioniert hätte es ja, nur nicht mehr beschaffbar)
jetzt mit dem UCC3957-2.
http://www.ti.com/lit/gpn/ucc3957-4
Die Schaltung ist eigentlich ziemlich 1:1 die 4-Zellen-Beispielschaltung
aus dem Datenblatt, abgesehen von einigen 10R-Schutzwiderständen (die
sich später als durchaus sinnvoll rausgestellt haben).
http://i.imgur.com/FbMu0.png
So viel kann da ja kaum falsch sein?


Es scheint dass der Rsense falsch verschaltet ist. Der Snubber an der
Mitte der FETs fehlt auch.


Quote:
Nach dem Aufbau dann auch getestet mit einer Widerstandskette als
Akkusimulator und einige Fehler daran simuliert, hat alles funktioniert.
Dann an den Akku angeschlossen, die Reihenfolge wie im Datenblatt (erst
- an gnd/AN4, dann +, und dann die Zwischenabgriffe). Jedesmal noch
vorher kontrolliert und nachgemessen, dass es sicher der richtige Draht
war.
Nur beim Anschließen des letzten Abgriffs an AN1 hat der zugehörige
Widerstand einen kleinen Lichtblitz ausgesendet.
Also schnell wieder alles abgebaut, Ergebnis:
R4 hochohmig, und jetzt eine rel. niederohmige Verbindung zwischen AN1
und VDD.
Versuch #2 nach ausführlichster Kontrolle der Platine auf Kurzschlüsse
o.ä. brachte das gleiche Ergebnis, wieder R4 durchgebrannt.
Beim zweiten Ablöten des jetzt wieder defekten (weitere Untersuchung:
zieht über 20mA an VDD bei AN1-3 offen) UCC ging dann die Platine mit
drauf, ###### RoHS Löterei.
Ist also eine gute Gelegenheit zu einer kleinen Überarbeitung der
selben, falls nötig...
Die UCC stammen aus Musterlieferung von TI, also definitiv keine Fakes
von irgendeinem zwielichtigen Broker, oder gar Reichelt.

Was iss da faul?


Wenn es das oben nicht war, Layout vielleicht? Koennte was schwingen?
Seltsam ist das Abrauchen der AN-Widerstandes, denn das sind m.W.
Eingaenge mit einem kleinen Strom drauf um einen abgerissenen Kontakt zu
registrieren.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Robert Obermayer
Guest

Mon Jan 16, 2012 1:22 am   



On 16.01.2012 01:03, Joerg wrote:
Quote:
Es scheint dass der Rsense falsch verschaltet ist. Der Snubber an der
Mitte der FETs fehlt auch.
Rsense stimmt wohl:

AN4 7 I Connects to the bottom terminal of the battery stack and the top
of the current sense resistor.

BATLO 8 I Connects to the bottom of the current sense resistor and the
negative terminal of the battery pack.

Datenblatt Seite 6 ist auch so verschaltet.

Snubber: Nachdem die Beispielschaltungen diesbezüglich gar nix haben,
und bei meiner Schaltung zumindest der Ausgang einigermaßen abgesichert
ist (D1, C1,C2), sollte das eigentlich gehen?
Falls nicht, was wäre da zu empfehlen?

Als Ursache für den Defekt schließe ich das jedenfalls aus, die FETs
sind i.o und letztendlich ist da auch noch nie Strom durchgeflossen, das
IC ist schon beim Anschließen des Akkus durchgebrannt.


Quote:
Wenn es das oben nicht war, Layout vielleicht? Koennte was schwingen?
Seltsam ist das Abrauchen der AN-Widerstandes, denn das sind m.W.
Eingaenge mit einem kleinen Strom drauf um einen abgerissenen Kontakt zu
registrieren.

Ja, das Layout ist sehr kompakt (18x36mm, abgerundet entsprechend 2
nebeneinanderliegenden Zellen) doppelseitig aufgebaut, alle
Kondensatoren rund ums IC haben kurze (<10mm) Leitbahnen, generell ist
auf der Platine kein Platz für lange Leitungen...
Davon abgesehen, so schnell dürfte da nichts schalten bei einem
derartigen Lowpower-IC. Im Datenblatt steht jedenfalls nix bezüglich
irgendwelcher Schaltzeiten.
Wenns interessiert kann ich das Layout auch mal zeigen.

Und warum gerade das durchbrennt? Keine Ahnung...
Ohne die 10R hätte es wohl noch deutlich schlimmer gestunken, und ich
hätte den Akkupack nochmal zerlegen dürfen angesichts der dort
eingebauten 2A-Sicherungen an den Abgriffen.

Gruss, Robert

Joerg
Guest

Mon Jan 16, 2012 2:01 am   



Robert Obermayer wrote:
Quote:
On 16.01.2012 01:03, Joerg wrote:
Es scheint dass der Rsense falsch verschaltet ist. Der Snubber an der
Mitte der FETs fehlt auch.
Rsense stimmt wohl:
AN4 7 I Connects to the bottom terminal of the battery stack and the top
of the current sense resistor.

BATLO 8 I Connects to the bottom of the current sense resistor and the
negative terminal of the battery pack.

Datenblatt Seite 6 ist auch so verschaltet.


Stimmt, ich war durcheinandergekommen weil Deine Schaltung umgekehrt
gezeichnet ist, mit den Anschluessen rechts. Wir nennen das Pack und die
Zellenanschlusse Stack anstatt Out und Batt.


Quote:
Snubber: Nachdem die Beispielschaltungen diesbezüglich gar nix haben,
und bei meiner Schaltung zumindest der Ausgang einigermaßen abgesichert
ist (D1, C1,C2), sollte das eigentlich gehen?
Falls nicht, was wäre da zu empfehlen?


Ich wuerde einfach die 1k und 0.22uF aus dem Datenblatt nehmen.


Quote:
Als Ursache für den Defekt schließe ich das jedenfalls aus, die FETs
sind i.o und letztendlich ist da auch noch nie Strom durchgeflossen, das
IC ist schon beim Anschließen des Akkus durchgebrannt.


Wenn es das oben nicht war, Layout vielleicht? Koennte was schwingen?
Seltsam ist das Abrauchen der AN-Widerstandes, denn das sind m.W.
Eingaenge mit einem kleinen Strom drauf um einen abgerissenen Kontakt zu
registrieren.

Ja, das Layout ist sehr kompakt (18x36mm, abgerundet entsprechend 2
nebeneinanderliegenden Zellen) doppelseitig aufgebaut, alle
Kondensatoren rund ums IC haben kurze (<10mm) Leitbahnen, generell ist
auf der Platine kein Platz für lange Leitungen...
Davon abgesehen, so schnell dürfte da nichts schalten bei einem
derartigen Lowpower-IC. Im Datenblatt steht jedenfalls nix bezüglich
irgendwelcher Schaltzeiten.
Wenns interessiert kann ich das Layout auch mal zeigen.

Und warum gerade das durchbrennt? Keine Ahnung...
Ohne die 10R hätte es wohl noch deutlich schlimmer gestunken, und ich
hätte den Akkupack nochmal zerlegen dürfen angesichts der dort
eingebauten 2A-Sicherungen an den Abgriffen.


Vielleicht ist der IC schon vorher defekt gewesen. Eine ziemlich weit
hergeholte aber moegliche Sache bliebe noch: R3. Den gibt es im TI
Datenblatt nicht. Was theoretisch hypothetisch von hinten druch die
Brust ins Auge noch bliebe waere, wenn beim Anschluss des Pluspols der
obersten Zelle ein Strompuls ueber die Kapazitaeten Cgs von Q1 und Q3 in
den Pin 13 reinrauscht. VDD kommt aufgrund des RC Gliedes aus R3 und C4
einige Mikrosekunden spaeter und dann hat das IC bereits ueber die
Substratdiodenstrecke an Pin 13 einen Blattschuss bekommen. Weil es sich
ganz kurz ueber Pin 13 versorgen wollte.

Guck auch mal nach dass bei R3 nicht versehentlich was hoeheres als
10ohm drinsteckt.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Robert Obermayer
Guest

Mon Jan 16, 2012 2:16 am   



On 16.01.2012 02:01, Joerg wrote:
Quote:
Ich wuerde einfach die 1k und 0.22uF aus dem Datenblatt nehmen.

Das dient soweit ich das verstehe nur dazu, das Anschalten im
Entladebetrieb zu verlangsamen, wenn man eine große Lastkapazität hat.
Die habe ich nicht wirklich (<100uF), zumal die Zuleitung (0,1R)dazu den
Ladestrom locker ausreichend begrenzt. Die in deren Induktivität
gespeicherte Energie sollte beim Abschalten "locker" von der durchaus
leistungsfähigen D1 verheizt werden.
Auch, weil ich die beiden Teile nicht so ohne weiteres reinbekomme...

Quote:
Vielleicht ist der IC schon vorher defekt gewesen. Eine ziemlich weit
hergeholte aber moegliche Sache bliebe noch: R3. Den gibt es im TI
Datenblatt nicht. Was theoretisch hypothetisch von hinten druch die
Brust ins Auge noch bliebe waere, wenn beim Anschluss des Pluspols der
obersten Zelle ein Strompuls ueber die Kapazitaeten Cgs von Q1 und Q3 in
den Pin 13 reinrauscht. VDD kommt aufgrund des RC Gliedes aus R3 und C4
einige Mikrosekunden spaeter und dann hat das IC bereits ueber die
Substratdiodenstrecke an Pin 13 einen Blattschuss bekommen. Weil es sich
ganz kurz ueber Pin 13 versorgen wollte.

Guck auch mal nach dass bei R3 nicht versehentlich was hoeheres als
10ohm drinsteckt.

Interessante Idee...
Also vielleicht mal 100R in die Gateleitung rein, dann kann darüber
nicht mehr viel passieren. Vielleicht lasse ich zum Testen die FET
erstmal komplett weg...

R3 will ich nicht weglassen, gerade wenn das IC meint, von VDD viel
Strom ziehen zu müssen wenn es kaputtgeht. So ein Widerstand brennt idr.
gesitteter ab, als eine Leitbahn oder ein IC (lieber nicht ausprobieren,
was der Akku zu einer nebenan brennenden Platine sagt), die
10A-Sicherung hilft da ja nicht mehr viel.
Zudem sollte R3/C4 irgendwelche Störungen vom IC fernhalten...

Die vorhandene Platine hab ich kontrolliert, 10R0 und hat 9,98x Ohm.

http://i.imgur.com/7OEIe.png
So sieht das Ganze aus, FETs, Rsense, F1 und D1 auf der Rückseite.
4-Lagig ginge das sicher besser, aber das ist von den Kosten nicht drin.
Und sollte auch kaum nötig sein, den 500Khz 30W dc-dc auf ähnlich
kleiner Fläche hab ich auch zweilagig hinbekommen, läuft auf den ersten
Versuch mit ~94-95% Wirkungsgrad...

Gruss, Robert

Joerg
Guest

Mon Jan 16, 2012 2:50 am   



Robert Obermayer wrote:
Quote:
On 16.01.2012 02:01, Joerg wrote:
Ich wuerde einfach die 1k und 0.22uF aus dem Datenblatt nehmen.

Das dient soweit ich das verstehe nur dazu, das Anschalten im
Entladebetrieb zu verlangsamen, wenn man eine große Lastkapazität hat.
Die habe ich nicht wirklich (<100uF), zumal die Zuleitung (0,1R)dazu den
Ladestrom locker ausreichend begrenzt. Die in deren Induktivität
gespeicherte Energie sollte beim Abschalten "locker" von der durchaus
leistungsfähigen D1 verheizt werden.
Auch, weil ich die beiden Teile nicht so ohne weiteres reinbekomme...


Dann sollte es gehen.


Quote:
Vielleicht ist der IC schon vorher defekt gewesen. Eine ziemlich weit
hergeholte aber moegliche Sache bliebe noch: R3. Den gibt es im TI
Datenblatt nicht. Was theoretisch hypothetisch von hinten druch die
Brust ins Auge noch bliebe waere, wenn beim Anschluss des Pluspols der
obersten Zelle ein Strompuls ueber die Kapazitaeten Cgs von Q1 und Q3 in
den Pin 13 reinrauscht. VDD kommt aufgrund des RC Gliedes aus R3 und C4
einige Mikrosekunden spaeter und dann hat das IC bereits ueber die
Substratdiodenstrecke an Pin 13 einen Blattschuss bekommen. Weil es sich
ganz kurz ueber Pin 13 versorgen wollte.

Guck auch mal nach dass bei R3 nicht versehentlich was hoeheres als
10ohm drinsteckt.

Interessante Idee...
Also vielleicht mal 100R in die Gateleitung rein, dann kann darüber
nicht mehr viel passieren. Vielleicht lasse ich zum Testen die FET
erstmal komplett weg...


Ohne FETs sollte es ueberleben. 100ohm reicht vielleicht nicht weil der
parasitaere Substratpfad bei Low-Power Chips nicht viel abkann. Bei abs
max hat sich TI nicht drueber ausgelassen aber 100mA haelt das sicher
nicht aus. 1k koennte gehen.

Oder mache es einfach mit dem alten Trick: R3 kurzschliessen und dann
vor dem Anklemmen der ganzen Chose in Serie mit dem Pluspol des obersten
Stack (bei Dir BATT+) zwei Bremslichtbirnen in Serie haengen. Eine geht
notfalls auch, wuerde bei vollem Kurzschluss aber gleissend hell.

Und auf jeden Fall Schutzbrille tragen.


Quote:
R3 will ich nicht weglassen, gerade wenn das IC meint, von VDD viel
Strom ziehen zu müssen wenn es kaputtgeht. So ein Widerstand brennt idr.
gesitteter ab, als eine Leitbahn oder ein IC (lieber nicht ausprobieren,
was der Akku zu einer nebenan brennenden Platine sagt), die
10A-Sicherung hilft da ja nicht mehr viel.
Zudem sollte R3/C4 irgendwelche Störungen vom IC fernhalten...

Die vorhandene Platine hab ich kontrolliert, 10R0 und hat 9,98x Ohm.

http://i.imgur.com/7OEIe.png
So sieht das Ganze aus, FETs, Rsense, F1 und D1 auf der Rückseite.
4-Lagig ginge das sicher besser, aber das ist von den Kosten nicht drin.


Sollte hinhauen, solange das Kupfer ordentlich fett ist. 2oz oder so.
Den Stack-Kontakt oberhalb von R4 wuerde ich wohl noch was fetter
machen, dieses duenne Leiterbahnstueckchen bis zum Sicherungs-Pad
brutzelt leicht ab.


Quote:
Und sollte auch kaum nötig sein, den 500Khz 30W dc-dc auf ähnlich
kleiner Fläche hab ich auch zweilagig hinbekommen, läuft auf den ersten
Versuch mit ~94-95% Wirkungsgrad...


Und das Radio von Frau Suhrbier geht dann aus? :-)

Jetzt muss ich fuer heute abklemmen weil der Kugelgrill angeheizt ist
.... Steaks, Paprika, Kartoffeln ...

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Robert Obermayer
Guest

Mon Jan 16, 2012 3:28 am   



On 16.01.2012 02:50, Joerg wrote:
Quote:
Ohne FETs sollte es ueberleben. 100ohm reicht vielleicht nicht weil der
parasitaere Substratpfad bei Low-Power Chips nicht viel abkann. Bei abs
max hat sich TI nicht drueber ausgelassen aber 100mA haelt das sicher
nicht aus. 1k koennte gehen.

Oder mache es einfach mit dem alten Trick: R3 kurzschliessen und dann
vor dem Anklemmen der ganzen Chose in Serie mit dem Pluspol des obersten
Stack (bei Dir BATT+) zwei Bremslichtbirnen in Serie haengen. Eine geht
notfalls auch, wuerde bei vollem Kurzschluss aber gleissend hell.

Und auf jeden Fall Schutzbrille tragen.

Hmm ja, das mit der Schutzbrille ist sowieso eine Empfehlung.
Wobei ich schon festgestellt habe, dass angemessen ausgelegte (also v.a.
in Bezug auf deren Abschaltstrom bei der anliegenden Spannung) schon das
gröbste verhindern.
Einen Li-Ion-MnO2 Pack der größeren (Ik um die 10kA) Sorte versehentlich
beim Messen kurzgeschlossen durch eine abrutschende Masseklemme, war gar
nicht so laut wie erwartet, die AA-Batteriegroße 32A FF 700V Sicherung
hat den Kurzschlussstrom abgeschaltet ohne dabei zu explodieren Wink Die
Platine war sogar noch verwendbar mit etwas Draht zum Flicken.
Kollegen habens mit dem Akku schon geschafft, die Vorgängerschaltung zu
sprengen, von der Glasrohr-Sicherung und einigen cm Draht an beiden
Seiten davon war nichts mehr zu finden...
Das hat man allerdings deutlicher gehört.


Quote:
Und das Radio von Frau Suhrbier geht dann aus? Smile
Die Schaltung hat die hier übliche EMV-Prüfung bestanden:

Verursacht keine unüblichen Störungen im Laborradio, stört ein direkt
darüber gehaltenes Billigstfunkgerät nicht nennenswert und pfeift nicht
Wink Mit dem Oszitastkopf und 5cm Draht dran ist auch keine übermäßige
Abstrahlung zu bemerken, also das Metallgehäuse zu und wird schon
passen, da wo das eingesetzt wird ist idr. keine störempfindliche
Anwendung im Umkreis einiger 100 Meter. Ausserdem wirds ja nicht an
Endkunden verkauft Wink
Diverse Steckernetzteile mit CE-Kleber schnitten bei der "Prüfung"
bedeutend schlechter ab...


Gruss, Robert

Joerg
Guest

Mon Jan 16, 2012 4:47 pm   



Robert Obermayer wrote:
Quote:
On 16.01.2012 02:50, Joerg wrote:
Ohne FETs sollte es ueberleben. 100ohm reicht vielleicht nicht weil der
parasitaere Substratpfad bei Low-Power Chips nicht viel abkann. Bei abs
max hat sich TI nicht drueber ausgelassen aber 100mA haelt das sicher
nicht aus. 1k koennte gehen.

Oder mache es einfach mit dem alten Trick: R3 kurzschliessen und dann
vor dem Anklemmen der ganzen Chose in Serie mit dem Pluspol des obersten
Stack (bei Dir BATT+) zwei Bremslichtbirnen in Serie haengen. Eine geht
notfalls auch, wuerde bei vollem Kurzschluss aber gleissend hell.

Und auf jeden Fall Schutzbrille tragen.

Hmm ja, das mit der Schutzbrille ist sowieso eine Empfehlung.
Wobei ich schon festgestellt habe, dass angemessen ausgelegte (also v.a.
in Bezug auf deren Abschaltstrom bei der anliegenden Spannung) schon das
gröbste verhindern.
Einen Li-Ion-MnO2 Pack der größeren (Ik um die 10kA) Sorte versehentlich
beim Messen kurzgeschlossen durch eine abrutschende Masseklemme, war gar
nicht so laut wie erwartet, die AA-Batteriegroße 32A FF 700V Sicherung
hat den Kurzschlussstrom abgeschaltet ohne dabei zu explodieren Wink Die
Platine war sogar noch verwendbar mit etwas Draht zum Flicken.
Kollegen habens mit dem Akku schon geschafft, die Vorgängerschaltung zu
sprengen, von der Glasrohr-Sicherung und einigen cm Draht an beiden
Seiten davon war nichts mehr zu finden...
Das hat man allerdings deutlicher gehört.


Hier baut jemand mit LiIon Akkus ein All Terrain Vehicle fuer reinen
Elektrobetrieb, da sind Kurzschluesse recht spektakular.

Quote:

Und das Radio von Frau Suhrbier geht dann aus? Smile
Die Schaltung hat die hier übliche EMV-Prüfung bestanden:
Verursacht keine unüblichen Störungen im Laborradio, stört ein direkt
darüber gehaltenes Billigstfunkgerät nicht nennenswert und pfeift nicht
Wink Mit dem Oszitastkopf und 5cm Draht dran ist auch keine übermäßige
Abstrahlung zu bemerken, also das Metallgehäuse zu und wird schon
passen, da wo das eingesetzt wird ist idr. keine störempfindliche
Anwendung im Umkreis einiger 100 Meter. Ausserdem wirds ja nicht an
Endkunden verkauft Wink
Diverse Steckernetzteile mit CE-Kleber schnitten bei der "Prüfung"
bedeutend schlechter ab...


Das sieht schonmal sehr gut aus. Bei mir kommt noch die Schaeferhuendin
hinzu. Sie wirft mir einen abwertenden Blick zu und verlaesst das Kissen
unterm Labortisch wenn es ueber 20kHz fiept. Da wo unsereins nichts mehr
hoert. Inzwischen laesst ihr Gehoer aber nach und die Labradors sind
offenbar voellig laermunempfindlich. Sind von der Blindenhundaufzucht,
diese Hunde sind recht hartgesotten.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Wolfgang Allinger
Guest

Mon Jan 16, 2012 7:53 pm   



On 16 Jan 12 at group /de/sci/electronics in article
<invalid_at_invalid.invalid> (Joerg) wrote:

Quote:
und die Labradors sind offenbar voellig laermunempfindlich. Sind von
der Blindenhundaufzucht, diese Hunde sind recht hartgesotten.

Sind wohl eher Laboradors :)

Schieben Dienst im Laberatorium... oder so.



Saludos Wolfgang

--
Wolfgang Allinger 15h00..21h00 MEZ: SKYPE:wolfgang.allinger
Paraguay mailer: CrossPoint XP 3.20 (XP2) in WinXPprof DOSbox
Meine 7 Sinne: reply Adresse gesetzt!
Unsinn, Schwachsinn, Bloedsinn, Wahnsinn, Stumpfsinn, Irrsinn, Loetzinn.

Joerg
Guest

Mon Jan 16, 2012 8:07 pm   



Wolfgang Allinger wrote:
Quote:
On 16 Jan 12 at group /de/sci/electronics in article
invalid_at_invalid.invalid> (Joerg) wrote:

und die Labradors sind offenbar voellig laermunempfindlich. Sind von
der Blindenhundaufzucht, diese Hunde sind recht hartgesotten.

Sind wohl eher Laboradors :)

Schieben Dienst im Laberatorium... oder so.


:-)

Die sind zuhause verspielter als andere, obwohl es ehemalige Service
Dogs sind. Besonders der neue liebt es so ein grosses schweres Nylonrad
reinzuschleppen und es einem genau auf den Fuss fallen zu lassen.
Polter, aua, aua.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Gerrit Heitsch
Guest

Mon Jan 16, 2012 8:14 pm   



On 01/16/2012 08:07 PM, Joerg wrote:

Quote:
Die sind zuhause verspielter als andere, obwohl es ehemalige Service
Dogs sind. Besonders der neue liebt es so ein grosses schweres Nylonrad
reinzuschleppen und es einem genau auf den Fuss fallen zu lassen.
Polter, aua, aua.

Perfekt... Er hat gelernt, wie er deine Aufmerksamkeit bekommt.

Gerrit

Horst-D.Winzler
Guest

Mon Jan 16, 2012 8:14 pm   



Am 16.01.2012 20:07, schrieb Joerg:
Quote:
Wolfgang Allinger wrote:
On 16 Jan 12 at group /de/sci/electronics in article
invalid_at_invalid.invalid> (Joerg) wrote:

und die Labradors sind offenbar voellig laermunempfindlich. Sind von
der Blindenhundaufzucht, diese Hunde sind recht hartgesotten.

Sind wohl eher Laboradors :)

Schieben Dienst im Laberatorium... oder so.


Die sind zuhause verspielter als andere,

Besonders wenn Teiche/Tümpel am Weg liegen. Wenn man mit denen Gassi
geht, sollte nicht die "feinste" Kleidung getragen werden. Wink)

--
mfg hdw

Joerg
Guest

Mon Jan 16, 2012 9:16 pm   



Horst-D.Winzler wrote:
Quote:
Am 16.01.2012 20:07, schrieb Joerg:
Wolfgang Allinger wrote:
On 16 Jan 12 at group /de/sci/electronics in article
invalid_at_invalid.invalid> (Joerg) wrote:

und die Labradors sind offenbar voellig laermunempfindlich. Sind von
der Blindenhundaufzucht, diese Hunde sind recht hartgesotten.

Sind wohl eher Laboradors :)

Schieben Dienst im Laberatorium... oder so.


Die sind zuhause verspielter als andere,

Besonders wenn Teiche/Tümpel am Weg liegen. Wenn man mit denen Gassi
geht, sollte nicht die "feinste" Kleidung getragen werden. Wink)


Die haben sogar Schwimmhaeute zwischen den Zehen. Unsere sind jedoch was
Regen und so angeht ziemlich wasserscheu. Gassi gehen im Regen? Igitt.
Dann lieber vor den Holzofen legen und backen.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Robert Obermayer
Guest

Tue Jan 24, 2012 10:11 pm   



On 16.01.2012 02:50, Joerg wrote:
Quote:
Vielleicht ist der IC schon vorher defekt gewesen. Eine ziemlich weit
hergeholte aber moegliche Sache bliebe noch: R3. Den gibt es im TI
Datenblatt nicht. Was theoretisch hypothetisch von hinten druch die
Brust ins Auge noch bliebe waere, wenn beim Anschluss des Pluspols der
obersten Zelle ein Strompuls ueber die Kapazitaeten Cgs von Q1 und Q3 in
den Pin 13 reinrauscht. VDD kommt aufgrund des RC Gliedes aus R3 und C4
einige Mikrosekunden spaeter und dann hat das IC bereits ueber die
Substratdiodenstrecke an Pin 13 einen Blattschuss bekommen. Weil es sich
ganz kurz ueber Pin 13 versorgen wollte.

Neue Platine, alles nochmal aufgebaut (mit einem UCC3957-4, weil von den
-2 nurnoch 2 da sind, die ich erstmal nicht verbrennen will bis Ersatz
da ist). Ebenso nur 2 statt 4 FETs.
Sieht vorerst so aus, als ob das Ganze jetzt plötzlich funktioniert.
Sowohl mit dem R3 an VDD überbrückt, als auch mit eingebautem R3.
Möglicherweise liegts an der jetzt geringeren Gatekapazität?
Weitergehende Tests kommen, wenn wieder Zeit ist.

Gruss, Robert

Joerg
Guest

Tue Jan 24, 2012 10:26 pm   



Robert Obermayer wrote:
Quote:
On 16.01.2012 02:50, Joerg wrote:
Vielleicht ist der IC schon vorher defekt gewesen. Eine ziemlich weit
hergeholte aber moegliche Sache bliebe noch: R3. Den gibt es im TI
Datenblatt nicht. Was theoretisch hypothetisch von hinten druch die
Brust ins Auge noch bliebe waere, wenn beim Anschluss des Pluspols der
obersten Zelle ein Strompuls ueber die Kapazitaeten Cgs von Q1 und
Q3 in
den Pin 13 reinrauscht. VDD kommt aufgrund des RC Gliedes aus R3 und C4
einige Mikrosekunden spaeter und dann hat das IC bereits ueber die
Substratdiodenstrecke an Pin 13 einen Blattschuss bekommen. Weil es
sich
ganz kurz ueber Pin 13 versorgen wollte.

Neue Platine, alles nochmal aufgebaut (mit einem UCC3957-4, weil von den
-2 nurnoch 2 da sind, die ich erstmal nicht verbrennen will bis Ersatz
da ist). Ebenso nur 2 statt 4 FETs.
Sieht vorerst so aus, als ob das Ganze jetzt plötzlich funktioniert.
Sowohl mit dem R3 an VDD überbrückt, als auch mit eingebautem R3.
Möglicherweise liegts an der jetzt geringeren Gatekapazität?
Weitergehende Tests kommen, wenn wieder Zeit ist.


Wenn das wirklich der Grund war, was ich mir irgendwie immer noch kaum
vorstellen kann, dann haengt es auch davon ab mit wieviel "Gezische" der
Akku angelegt wird. IOW, wie ploetzlich der Strom kommt der C4 laden
muss. Nur wenn das sehr ruckartig geschieht fliesst ein Stromstoss in
die parasitaeren Substratdioden im IC.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Goto page 1, 2, 3, 4  Next

elektroda.net NewsGroups Forum Index - Electronics DE - UCC3957 geht kaputt

NEUES THEMA

Arabic versionBulgarian versionCatalan versionCzech versionDanish versionGerman versionGreek versionEnglish versionSpanish versionFinnish versionFrench versionHindi versionCroatian versionIndonesian versionItalian versionHebrew versionJapanese versionKorean versionLithuanian versionLatvian versionDutch versionNorwegian versionPolish versionPortuguese versionRomanian versionRussian versionSlovak versionSlovenian versionSerbian versionSwedish versionTagalog versionUkrainian versionVietnamese versionChinese version
RTV map EDAboard.com map News map EDAboard.eu map EDAboard.de map EDAboard.co.uk map Opony