Waldemar Krzok
Guest
Sat Jan 14, 2012 10:54 pm
Michael Wieser wrote:
Quote:
On Sat, 14 Jan 2012 14:54:46 +0100, Waldemar Krzok
waldemar_at_zedat.fu-berlin.de> wrote:
Michael Wieser wrote:
Hallo
habe hier nun ca. 250k Zeilen mit 6 Spalten Meßwerten als Ascii
vorliegen, Open Office schafft es zwar, das in Calc als Grafik
darzustellen, aber.... so wirklich zufrieden bin ich damit nicht.
die Daten können aus Calc eportiert werden.
Welche andere Darstellungssoftware gibts für solche Asciidaten, die
auch als OS oÄ frei verfügbar ist?
Octave, ein free Matlab(R) clone. Funktioniert ganz gut und man kann auch
irgendwelche Filter etc auf die Daten anwenden. 250k Punkte sind sowieso
kaum darstellbar (d.h. es wird nur jeder x-te Punkt gepinselt). Es sei
denn, du druckst sie auf einem 15m Banner :-)
Waldemar
Danke - das mit den vielen Punkten stimmt schon, ist etwas
unübersichtlich.... aber mit einem speziellen Papierformat als pdf
geht das schon :-)
Letztendlich gehts da um Li-Konpfzellen, die ich mit ca. 1mA entlade
und alle 10s einen Meßwert aufnehme, zusätzlich wird auch die
Umgebungstemperatur gemessen und..... die NoName-Chinazellen haben
sehr erstaunliche Entladekurven, abgesehen davon, daß sie nie und
nimmer die Nennkapazitäten erreichen.....
Diese Effekte dauern oft nur 1-2 Minuten, sind also nur als "Zacken"
in den Kurven sichtbar.....
Dann würde ich dir sowieso irgendwas mit "Intellenz" empfehlen. In Octave
kannst du dir auch eine semi-automagische Zoomfunktion implementieren, die
dir z.B. nur die Segmente mit den Zacken mit Umgebung plottet. Matlab bzw.
Octave eignet sich sehr gut zu Bearbeitung riesiger Felder, wo nur etwas
drin interessant ist. Habe mir auch einen manuellen Betrachter geschrieben
(allerdings in Matlab, für Octave müßte man es umschreiben): einen Scroller,
den ich mit der Maus bedienen kann. Vorwärts, rückwärts, zoom in x, zoom in
y. Dann Marker und Speichern der Segmente. Habe auch bis zu 150k Meßpunkte
drin. Aber es ist ein Werkzeug wie jeder andere. Eine mag einen Hammer, der
andere eine Bohrmaschine, der Dritte einen Tacker

. Mein Chef benutzt
z.B. Origin.
Waldemar
--
My jsme Borgové. Sklopte ¨títy a vzdejte se. Odpor je marný.
Frank Buss
Guest
Sat Jan 14, 2012 10:56 pm
Michael Wieser wrote:
Quote:
Diese Effekte dauern oft nur 1-2 Minuten, sind also nur als "Zacken"
in den Kurven sichtbar.....
Geht problemlos mit Gnuplot, ohne das du 15 m ausdruckst. Hier mal eine
Beispieldatei:
import math,random
for i in range(250000):
a = math.sin(float(i) / 5000)
if i == 125001: a = 2
ofs = random.random()
print ofs, a+ofs
In der Mitte, bei Zeile 125001, ist ein kleiner Spike drin eingebaut.
Als test.py speichern und dann per
python test.py > test.dat
250k Testdaten erzeugen. Fängt so an:
0.199727599187 0.199727599187
0.635650718091 0.63585071809
0.238579876876 0.238979876865
Dann eine Datei plot.plt anlegen:
set title 'Test'
set datafile separator ' '
set tic scale 0
plot 'test.dat' using 0:1 title "Spalte 1" with lines, \
'test.dat' using 0:2 title "Spalte 2" with lines
Danach dann so aufrufen:
gnuplot -persist plot.plt
Dauert bei mir unter Debian Linux ca. 5 Sekunden, dann sehe ich sowas:
http://i.imgur.com/QSD8r.png
Der Spike ist also problemlos zu sehen.
Man kann dann bei gedrückter rechter Maustaste recht verzögerungsfrei
einen Bereich aufziehen, den man sich genauer ansehen will, z.B. um den
Spike herum:
http://i.imgur.com/DHvTf.png
Du kannst natürlich auch ein 15 m PDF erzeugen. Habe dazu leider keine
Möglichkeit gefunden, es wie auf Endlospapier auszudrucken, denn einfach
eine Seite mit Kantenlänge 15 m definieren, gibt Probleme beim Drucken,
aber man kann Gnuplot sagen, daß es immer nur einen Bereich auf eine
Seite druckt. Dazu könnte die plot.plt-Datei so aussehen:
set terminal postscript enhanced color solid
set output '| ps2pdf - plot.pdf
set title 'Test'
set datafile separator ' '
set tic scale 0
set xrange [0:25000]
plot 'test.dat' using 0:1 title "Spalte 1" with lines, \
'test.dat' using 0:2 title "Spalte 2" with lines
set xrange [25000:50000]; replot
set xrange [50000:75000]; replot
set xrange [75000:100000]; replot
set xrange [100000:125000]; replot
set xrange [125000:150000]; replot
set xrange [150000:175000]; replot
set xrange [175000:200000]; replot
set xrange [200000:225000]; replot
set xrange [225000:250000]; replot
Das schreibt direkt eine Datei plot.pdf (terminal "pdf" ist meist nicht
in Gnuplot eincompiliert, daher der Umweg über ps2pdf), die so aussieht:
http://www.frank-buss.de/tmp/plot.pdf
Da sieht man den Spike allerdings nicht so gut, müsste man wohl doch auf
15 m aufteilen :-)
--
Frank Buss,
http://www.frank-buss.de
piano and more:
http://www.youtube.com/user/frankbuss
Olaf Schultz
Guest
Sun Jan 15, 2012 7:55 pm
Sebastian Suchanek wrote:
Quote:
Thus spoke Florian Brandner:
Moin!
Welche andere Darstellungssoftware gibts für solche
Asciidaten, die auch als OS oÄ frei verfügbar ist?
Gnuplot wenn es nur ums Plotten geht. Wenn du auch damit
rechnen willst, z.B. SciLab.
[...]
Gnuplot beherrscht auch zumindest einfache Berechnungen.
Auch kompliziertere...gerade neuere Version. Und Fallunterscheidungen,
Labels... schau mal auf
www.gnuplot.info nach. IIRC ist gerade 4.6
released worden.
BTW: Gnuplot geht auch auf 1 GB ASCII-Daten oder was mehr als 64k-Zeilen
hat (schon vor zehne Jahren, als XLS da die Segel strich:-)
Olaf