Frank Buss
Guest
Mon Dec 26, 2011 9:43 pm
Es wird demnächst das Raspberry Pi verkauft (
http://www.raspberrypi.org
) und da der Hersteller recht wenig IO-Leitungen spendiert hat und zudem
auch keine Garantie über den Strom macht, den man pro IO-Leitung
fliessen lassen darf (interessanter Kommentar dazu:
http://www.raspberrypi.org/archives/411#comment-6164 ), möchte ich einen
IO-Expander bauen. Dürfte ich den dann ohne WEEE-Anmeldung verkaufen?
Ich habe hier einen Artikel dazu gefunden:
http://www.it-recht-kanzlei.de/elektroger%C3%A4t-bauteil-elektrog-ear.html
Kommt mir aber etwas willkürlich vor, wann ein Gerät "eigentständig"
ist. Da steht z.B.
| Vertreten wird die Ansicht, dass eine Komponente jedenfalls dann eine
| eigenständige Funktion erfülle, wenn "diese durch einfache Handhabung
| auch einem Laien ohne weiteres zur Verfügung stehe und daher die
| einzelne Komponente vom Hersteller auch im Einzelhandel angeboten
| werde"
Wenn ich also beim Elektroladen um die Ecke oder beim
Privatkundenversender einen Widerstand kaufen kann, fällt der dann auch
unter WEEE? Handhabung ist ziemlich einfach: Ins Breadboard stecken,
z.B. mit einer LED dahinter. Von jedem Laien problemlos machbar. Man
schaue sich dazu auch einige eBay-Auktionen an, wo Widerstände mit LEDs
zusammen gerade für Laien verkauft werden.
Wie sieht es also mit meinem IO-Expander aus? Habe ich auch für ein
Breadboard vorgesehen. Man muß nur 4 Drähte zum Raspberry Pi verbinden
(z.B. mit solchen vorkonfektionierten Drähten mit an den Enden
angelöteten Buchsen für Stiftleisten), und kann es dann in ein
Breadboard einstecken (oder in eine Lochrasterplatine), wo man dann
massenhaft IO-Leitungen zur Verfügung hat. Jede Leitung hat intern
bereits einen Widerstand, sodaß man direkt LEDs oder Taster anschließen
könnte.
--
Frank Buss,
http://www.frank-buss.de
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http://www.youtube.com/user/frankbuss
MaWin
Guest
Mon Dec 26, 2011 10:30 pm
"Frank Buss" <fb_at_frank-buss.de> schrieb im Newsbeitrag
news:jdam8n$q50$1_at_newsreader4.netcologne.de...
Quote:
Wie sieht es also mit meinem IO-Expander aus?
Du heisst Gert, aha.
Ich würde mich (falls jemand fragt) auf das Argument stützen,
daß alles was nur eine Platine ist, ob fertig bestückt oder Bausatz,
kein Fertiggerät nach WEEE sein kann, weil sein Einsatz ohne Gehäuse
wegen Kurzschlussgefahr nicht möglich ist selbst wenn es technisch
funktioniert, und daher ein Einbau in ein Gehäuse notwendig ist,
was das Teil zum Bestandteil dieses Gesamtgeräts macht (z.B. der
Waschmaschine, der Werkzeugmaschine, dem Kühlschrank oder was auch
immer es zu elektronisieren gab), zu dem auf jeden Fall das Netzteil
gehört.
Das Gertboard ist ohne Raspberry (noch so ein nutzloses Development
board) nicht einsetzbar, also sowieso kein eingenständiges Gerät.
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
Frank Buss
Guest
Mon Dec 26, 2011 10:42 pm
MaWin wrote:
Quote:
"Frank Buss" <fb_at_frank-buss.de> schrieb im Newsbeitrag
news:jdam8n$q50$1_at_newsreader4.netcologne.de...
Wie sieht es also mit meinem IO-Expander aus?
Du heisst Gert, aha.
Nein, ich heisse Frank

Er hat aber ggf. auch Probleme mit WEEE, da
er irgendwo geschrieben hat, daß er es nur als Bausatz verkaufen will.
Quote:
Ich würde mich (falls jemand fragt) auf das Argument stützen,
daß alles was nur eine Platine ist, ob fertig bestückt oder Bausatz,
kein Fertiggerät nach WEEE sein kann, weil sein Einsatz ohne Gehäuse
wegen Kurzschlussgefahr nicht möglich ist selbst wenn es technisch
funktioniert, und daher ein Einbau in ein Gehäuse notwendig ist,
was das Teil zum Bestandteil dieses Gesamtgeräts macht (z.B. der
Waschmaschine, der Werkzeugmaschine, dem Kühlschrank oder was auch
immer es zu elektronisieren gab), zu dem auf jeden Fall das Netzteil
gehört.
Danke, das klingt schonmal nach einer guten Idee.
Quote:
Das Gertboard ist ohne Raspberry (noch so ein nutzloses Development
board) nicht einsetzbar, also sowieso kein eingenständiges Gerät.
Meine Version ist nur ein PCA9555 mit Stiftleisten zum Einstecken ins
Breadboard oder Lochraster, daher wäre es schon ohne Raspberry Pi
einsetzbar, allerdings braucht man immer irgendein I2C Master, also z.B.
auch ein Arduino. Aber eine Grafikkarte oder ein Mainboard fällt ja z.B.
auch unter WEEE, daher bin ich mir da nicht so sicher, ob das für meine
Platine auch zutrifft.
Ich bin ja sehr für Abfallvermeidung. Kann man nicht einfach anbieten,
kostenlos den Rücktransport zu übernehmen, falls es kaputt geht oder
einer es nicht mehr braucht? Das wäre ja im Geiste des Gesetzes der
beste Weg, da ich das dann wieder verkaufen oder reparieren kann.
--
Frank Buss,
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http://www.youtube.com/user/frankbuss
MaWin
Guest
Mon Dec 26, 2011 11:36 pm
"Frank Buss" <fb_at_frank-buss.de> schrieb im Newsbeitrag
news:jdapnp$scl$1_at_newsreader4.netcologne.de...
Quote:
Meine Version ist nur ein PCA9555 mit Stiftleisten zum Einstecken ins
Breadboard oder Lochraster,
Also sowieso nur Bauteile.
Quote:
Aber eine Grafikkarte oder ein Mainboard fällt ja z.B. auch unter
WEEE
Die EAR hätte das gerne, klar, aber hat schon jemand dagegen geklagt ?
ENTWEDER die Teile gehen an OEMs die daraus ganze Rechner bauen,
dann hat der die WEEE zu erfüllen,
ODER es geht an Privatpersoenn die damit alleine zunächstmal gar
nichts anfangen können, also ganz klar kein Gerät mit eigenständiger
Funktion. Es kann nur als Ersatzteil in einen bestehenden Rechner
eingebaut werden, aber Ersatzteile sind nicht WEEE pflichtig, oder
man kauft so viele Ersatzteile, daß man einen ganzen Rechner daraus
aufsetzen kann, das könnte man ja auch bei der Waschmaschine machen
und bräuchte ebenso nur einen Schraubendreher.
Quote:
Ich bin ja sehr für Abfallvermeidung. Kann man nicht einfach anbieten,
kostenlos den Rücktransport zu übernehmen, falls es kaputt geht oder
einer es nicht mehr braucht? Das wäre ja im Geiste des Gesetzes der
beste Weg, da ich das dann wieder verkaufen oder reparieren kann.
Im Geiste des Gesetzes taugt das nur, wenn du NICHT mehr da bist,
und trotzdem die Entsorgung sichergestellt ist, daher insolvenzzichere
Garantie bei EAR. Finde ich auch gut. Noch besser ist es, wenn du
vor Auslieferung mehr entsorgt hast, also du später produzierst.
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
homepage:
http://www.reocities.com/mwinterhoff/
de.sci.electronics FAQ:
http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
Lies 'Die hohe Schule der Elektronik' von Horowitz/Hill bevor du fragst.
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
Ralph Aichinger
Guest
Tue Dec 27, 2011 11:28 pm
MaWin <me_at_private.net> wrote:
Quote:
Das Gertboard ist ohne Raspberry (noch so ein nutzloses Development
board) nicht einsetzbar, also sowieso kein eingenständiges Gerät.
Wenn der Raspi nutzlos ist, welche andere Alternative kannst du
anbieten, die 35 Dollar kostet, Video out hat, 256 MB RAM, Ethernet,
einen SD-Slot und ein Debian (oder anderes Linux) ohne große Modifikationen
verträgt?
Alles was ich da bis jetzt gefunden habe, kostet mindestens das drefache.
/ralph
Matthias Weingart
Guest
Wed Dec 28, 2011 12:49 pm
Frank Buss <fb_at_frank-buss.de>:
Quote:
Ich bin ja sehr fǬr Abfallvermeidung. Kann man nicht einfach anbieten,
kostenlos den RǬcktransport zu Ǭbernehmen, falls es kaputt geht oder
einer es nicht mehr braucht? Das wÇÏre ja im Geiste des Gesetzes der
beste Weg, da ich das dann wieder verkaufen oder reparieren kann.
Da ist ja die Lösung für B2B. D.h. wenn Du nur an Businesskunden lieferst,
dann funktioniert genau dieses Modell.
M.