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Windenergie und angeblich nicht regelbare Kernkraftwerke

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elektroda.net NewsGroups Forum Index - Electronics DE - Windenergie und angeblich nicht regelbare Kernkraftwerke

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Horst-D.Winzler
Guest

Sun Aug 15, 2010 5:28 pm   



Am 15.08.2010 18:16, schrieb David Kastrup:
Quote:
Martin Gerdes <martin.gerdes_at_gmx.de> writes:

Falk Willberg <faweglassenlk_at_falk-willberg.de> schrieb:

Im Übrigen könnten intelligente Verbraucher im Haushalt schon bald so
betrieben werden, daß sie nur zu den Zeiten laufen, in denen Strom
billig ist.

Welche Verbraucher im einzelnen hast Du denn da im Sinn?

Na, der Klassiker ist ja der Wäschetrockner, der intelligenterweise
durch die Wäscheleine ersetzt wird. Und anspringt, wenn die Wäsche
schon stinkt. Wahlweise die Waschmaschine, bei der die Wäsche dann
stinkt, wenn der Benutzer das nächste Mal kontrolliert, ob der
intelligente Strom schon was gemacht hat. Am besten natürlich, wenn die
Waschmaschine beim Stärken stehengeblieben ist, weil der Strom gerade
teurer wurde.


BTW Verbraucher wollen keine intelligenten Stromzähler. Siehe Link:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,711879,00.html

Intelligente Stromzähler regeln dann über PWM. Mit extra langen Pausen. Wink
--
mfg hdw

Thomas Rachel
Guest

Sun Aug 15, 2010 5:33 pm   



Am 2010-08-15 10:36 schrieb Falk Willberg:

Quote:
Das sind natürlich die Kosten, die der Steuerzahler zu tragen hat.

Sad Warum eigentlich? Nur weil damals der Staat die Energiekonzerne dazu
"verpflichtet" hat, KKW zu bauen?


Quote:
Dabei hätte man das Problem mithilfe der Brennelementesteuer schon vor
Jahren lösen können: "In der Diskussion um die Brennelementesteuer
fahren die Stromkonzerne neue Geschütze auf: Offenbar haben sie damit
gedroht, ihre Atomkraftwerke sofort abzuschalten, falls die Steuer
kommt."

Viel einfacher: man hätte die Betreiber verpflichten müssen, Rücklagen
*in voller Höhe der zu erwartenden Kosten plus Sicherheitszuschlag* zu
bilden.


Thomas

David Kastrup
Guest

Sun Aug 15, 2010 5:44 pm   



Thomas Rachel <nutznetz-drei-zweitausendneun_at_spamschutz.glglgl.net>
writes:

Quote:
Am 2010-08-15 10:36 schrieb Falk Willberg:

Das sind natürlich die Kosten, die der Steuerzahler zu tragen hat.

:-( Warum eigentlich? Nur weil damals der Staat die Energiekonzerne
dazu "verpflichtet" hat, KKW zu bauen?


Dabei hätte man das Problem mithilfe der Brennelementesteuer schon
vor Jahren lösen können: "In der Diskussion um die
Brennelementesteuer fahren die Stromkonzerne neue Geschütze auf:
Offenbar haben sie damit gedroht, ihre Atomkraftwerke sofort
abzuschalten, falls die Steuer kommt."

Viel einfacher: man hätte die Betreiber verpflichten müssen, Rücklagen
*in voller Höhe der zu erwartenden Kosten plus Sicherheitszuschlag* zu
bilden.

Das macht man ja auch nicht, was weitgehend irreversiblen (so lange will
man nicht noch einmal warten) Ressourcenabbau und sonstige Umweltschäden
bei anderen Energieträgern angeht. Warum sollte man da ausgerechnet bei
der Kernkraft das "Nach uns die Sintflut" Prinzip außer Kraft setzen?

--
David Kastrup

Gerrit Heitsch
Guest

Sun Aug 15, 2010 5:53 pm   



On 08/15/2010 06:28 PM, Horst-D.Winzler wrote:

Quote:
BTW Verbraucher wollen keine intelligenten Stromzähler. Siehe Link:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,711879,00.html

Intelligente Stromzähler regeln dann über PWM. Mit extra langen Pausen. Wink


Warum auch? Das geht garantiert nach hinten los (soll heissen hoehere
Rechnung). Oder kannst du dein Verhalten soweit aendern, dass du nur
dann viel Strom brauchst wenn er billig ist? Es hat schon seinen Grund
warum es die diversen Lastspitzen gibt.

Gerrit

Falk Willberg
Guest

Sun Aug 15, 2010 5:59 pm   



Am 15.08.2010 18:16, schrieb David Kastrup:
Quote:
Martin Gerdes <martin.gerdes_at_gmx.de> writes:

Falk Willberg <faweglassenlk_at_falk-willberg.de> schrieb:

Im Übrigen könnten intelligente Verbraucher im Haushalt schon bald so
betrieben werden, daß sie nur zu den Zeiten laufen, in denen Strom
billig ist.

Welche Verbraucher im einzelnen hast Du denn da im Sinn?

Na, der Klassiker ist ja der Wäschetrockner, der intelligenterweise
durch die Wäscheleine ersetzt wird. Und anspringt, wenn die Wäsche
schon stinkt. Wahlweise die Waschmaschine, bei der die Wäsche dann
stinkt, wenn der Benutzer das nächste Mal kontrolliert, ob der
intelligente Strom schon was gemacht hat. Am besten natürlich, wenn die
Waschmaschine beim Stärken stehengeblieben ist, weil der Strom gerade
teurer wurde.

Es heißt "intelligente" Zähler, nicht strohdumme Zähler. Mehr lohnt sich
dazu nicht zu sagen.

Daß die Monopolisten versuchen werden, jedes System zur Gewinnsteigerung
zu verwenden, steht auf einem anderen Blatt.

Falk
--
Suche SD/MMC-Karten mit 64-512MB

David Kastrup
Guest

Sun Aug 15, 2010 6:43 pm   



Falk Willberg <Faweglassenlk_at_falk-willberg.de> writes:

Quote:
Am 15.08.2010 18:16, schrieb David Kastrup:
Martin Gerdes <martin.gerdes_at_gmx.de> writes:

Falk Willberg <faweglassenlk_at_falk-willberg.de> schrieb:

Im Übrigen könnten intelligente Verbraucher im Haushalt schon bald so
betrieben werden, daß sie nur zu den Zeiten laufen, in denen Strom
billig ist.

Welche Verbraucher im einzelnen hast Du denn da im Sinn?

Na, der Klassiker ist ja der Wäschetrockner, der intelligenterweise
durch die Wäscheleine ersetzt wird. Und anspringt, wenn die Wäsche
schon stinkt. Wahlweise die Waschmaschine, bei der die Wäsche dann
stinkt, wenn der Benutzer das nächste Mal kontrolliert, ob der
intelligente Strom schon was gemacht hat. Am besten natürlich, wenn die
Waschmaschine beim Stärken stehengeblieben ist, weil der Strom gerade
teurer wurde.

Es heißt "intelligente" Zähler, nicht strohdumme Zähler. Mehr lohnt
sich dazu nicht zu sagen.

Es heißt auch "military intelligence". Im Bereich der Elektrik wird
"intelligent" i.a. synonym mit "kontext-sensitiv" verwendet. Das
schließt "strohdumm" mit ein.

Quote:
Daß die Monopolisten versuchen werden, jedes System zur
Gewinnsteigerung zu verwenden, steht auf einem anderen Blatt.

Das ist nicht auf Monopolisten beschränkt und in der Marktwirtschaft
nicht nur legitim, sondern erwünscht, weil sonst der Geldfluß in seinen
Regelungseigenschaften behindert wird.

--
David Kastrup

kai-martin knaak
Guest

Sun Aug 15, 2010 6:48 pm   



Axel Berger wrote:

Quote:
Neubau mit Berstschutz und Corecatcher wäre besser.

Noch besser: Bau und Betrieb in unterirdischer Kaverne. Mit genügend Erde
darüber sind sogfar reguläre Atombomben nur ein lokales Ereignis.

Diese nahe liegende und narrensichere Lösung wollte und will man nur deshalb
nicht, weil es zu viel Geld kostet.

---<)kaimartin(>---
--
Kai-Martin Knaak
Öffentlicher PGP-Schlüssel:
http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?op=get&search=0x6C0B9F53

Ralf . K u s m i e r z
Guest

Sun Aug 15, 2010 7:11 pm   



X-No-Archive: Yes

begin quoting, Franz-Josef Ehrentraut schrieb:

Quote:
Man hört im Fernsehen öfters die Behauptung: Wind- und Kernenergie
können sich nicht ergänzen, da Kernkraftwerke in Schwachlastzeiten
nicht heruntergeregelt werden können. Eine Flugzeugturbine kann
durch Verstellen der Leitschaufeln geregelt werden und es sollte
auch kein Problem sein mit einem Dampferzeuger mehrere Turbinen-
sätze zu betreiben die dann einzeln abgeschaltet werden können.

Das ist inwiefern on topic?


Gruß aus Bremen
Ralf
--
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission
gesamt hältst Immission interessiert korreliert korrigiert Laie
nämlich offiziell parallel reell Satellit Standard Stegreif voraus

Axel Berger
Guest

Sun Aug 15, 2010 7:28 pm   



*Martin Gerdes* wrote on Sun, 10-08-15 18:00:
Quote:
Aus dem Bauch heraus hat all das einen extrem schlechten WAF.

Dann sollen die Women eben zahlen, wenn's geht selbst verdientes Geld
und nicht erhöhten Unterhalt, weil der Strom ja mittags auf einmal so
teuer ist. Preisgerechtigkeit ist immer eine gute Sache, solange sie
nicht selbst teurer ist, als der Preis, den sie mißt (vide: ISTA).
Warum soll der zu bestimmten Zeiten deutlich erhöhte Einkaufspreis des
Regionalversorgers auf alle verschmiert werden?

Axel Berger
Guest

Sun Aug 15, 2010 7:34 pm   



*David Kastrup* wrote on Sun, 10-08-15 18:16:
Quote:
Wahlweise die Waschmaschine, bei der die Wäsche dann stinkt, wenn der
Benutzer das nächste Mal kontrolliert, ob der intelligente Strom schon
was gemacht hat.

Ach was. Drei Tage kann man die nach den Schleudern im kühlen Keller
problemlos mal vergessen. Nach sieben Tagen schmeiße ich aber doch
einen neuen Waschgang an.
Typischerweise starte ich die Maschine und komme etwa 24 Stunden später
zum Aufhängen wieder. Wann sie in diesen 24 Stunden zwei Stunden lang
wäscht ist mir sowas von egal.

Klaus Butzmann
Guest

Sun Aug 15, 2010 8:11 pm   



Am 15.08.2010 18:33, schrieb Thomas Rachel:

Quote:
Viel einfacher: man hätte die Betreiber verpflichten müssen, Rücklagen
*in voller Höhe der zu erwartenden Kosten plus Sicherheitszuschlag* zu
bilden.
Dann bitte gleiches auch für die sog. Ewigkeitskosten des Bergbaus!



Butzo

Rupert Haselbeck
Guest

Sun Aug 15, 2010 9:00 pm   



Thomas Rachel schrieb:

Quote:
Viel einfacher: man hätte die Betreiber verpflichten müssen, Rücklagen
*in voller Höhe der zu erwartenden Kosten plus Sicherheitszuschlag* zu
bilden.

Interessanterweise hat man die Betreiber bereits vor Jahrzehnten dazu
verpflichtet und die Betreiber haben das Geld dafür auch dem Gesetz
gehorchend jahrzehntelang brav beiseitegelegt.
Ist es tatsächlich bereits in Vergessenheit geraten, daß es Herrn Schröders
Finanzminister vor einigen Jahren und zu Zeiten klammer Haushalte höchst
unangemessen erschien, die Rücklagen für Rückbau und Entsorgung bei den
Betreibern der Kernkraftwerke zu sehen und man daher das Atomgesetz
kurzerhand ein klein wenig änderte?
Das brachte immerhin etliche dutzend Milliarden für den Staatssäckel und
bewirkte damit eine Reduzierung der Entsorgungsrücklagen auf einen Bruchteil
des vorher vorhandenen Betrages. Aus diesem Grund ist ja inzwischen auch der
Streit entbrannt, wer die Kosten der Entsorgung zu tragen habe nachdem der
Staat das dafür vorgesehene Geld bereits vorher einkassiert hat

MfG
Rupert

Heiko Nocon
Guest

Sun Aug 15, 2010 9:24 pm   



David Kastrup wrote:

Quote:
Das ist nicht auf Monopolisten beschränkt und in der Marktwirtschaft
nicht nur legitim, sondern erwünscht

Nicht bei Monopolen und Oligopolen.

Quote:
, weil sonst der Geldfluß in seinen
Regelungseigenschaften behindert wird.

Weil genau in diesen Fällen ganz offensichtlich keinerlei Regelung
existiert.

Tatsächlich existiert sie aber auch in einem "funktionierenden" Markt
nicht. Sonst würde es weder Inflation geben noch Monopole entstehen
können.

Martin Gerdes
Guest

Sun Aug 15, 2010 11:00 pm   



Axel_Berger_at_b.maus.de (Axel Berger) schrieb:

Erstaunlich, wie nachhaltig hier über dieses Thema diskutiert wird, das
ja wirklich nur am Rande mit Elektronik zu tun hat. <staun>

Quote:
Aus dem Bauch heraus hat all das einen extrem schlechten WAF.

Dann sollen die Women eben zahlen, wenn's geht selbst verdientes Geld
und nicht erhöhten Unterhalt, weil der Strom ja mittags auf einmal so
teuer ist.

Gerade habe ich anderswo geschrieben: Haushaltsstrom ist an sich billig;
Stromsparen lohnt sich nicht groß, das ist mehr ein Steckenpferd.

Wenn Du den Lohn für die Putzfrau vergleichst mit dem Stromverbrauch
ihres heißgeliebten Staubsaugers, so spielt es wirklich keine Rolle, ob
sie das 1000-W-Gerät eine halbe Stunde pro Woche länger laufen läßt oder
nicht.

Ein Waschgang braucht etwa 1,5 kWh (oder etwa 35 ct Strom). Das ist
preislich kein Betrag, um den man einen Aufstand macht.

Quote:
Preisgerechtigkeit ist immer eine gute Sache, solange sie
nicht selbst teurer ist, als der Preis, den sie mißt (vide: ISTA).
Warum soll der zu bestimmten Zeiten deutlich erhöhte Einkaufspreis des
Regionalversorgers auf alle verschmiert werden?

Mir ist das ziemlich egal, ich kann mir aber vorstellen, daß der eine
oder andere gerechtigkeitsbesoffene Deutsche damit ein Problem hat.

Aber, um zum Thema zurückzukommen: Welche Geräte sind es denn, die
"schon bald" nach Stromverfügbarkeit eingeschaltet werden können -- und
welches Sparpotential habe ich wohl zu erwarten?

gUnther nanonüm
Guest

Sun Aug 15, 2010 11:24 pm   



"Martin Gerdes" <martin.gerdes_at_gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9jhg665c25sk8gdjm9584v6pau6j06t090_at_4ax.com...

Quote:
Aber, um zum Thema zurückzukommen: Welche Geräte sind es denn, die
"schon bald" nach Stromverfügbarkeit eingeschaltet werden können -- und
welches Sparpotential habe ich wohl zu erwarten?

Hi,
dieselben, die derzeit mit Sondertarifen "fahren", also Speicherheizer,
Erdwärmepumpen, Großkühlanlagen. Lustigerweise dieselben Systeme, die man
auch toll fast ohne "externen" Strom bauen und dann erst so richtig
effizient nutzen könnte. Oder die mit besserer Dämmung wegfallen. Brüderchen
in seinem Niedrigenergiehaus käme mit einer Solaranlage auf dem Dach und
einer Erdwärme-Wärmepumpe schon gut hin. War ihm nur zu teuer Smile
Leider auch das Dach, es ist weder richtig begehbar noch kann man es leicht
begrünen, da zu schwach ausgelegt. Sparmaßnahmen allenthalben.

--
mfg,
gUnther

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