GaAs-Fets bei kleinen Frequenzen 10 kHz-x00 MHz...

L

Leo Baumann

Guest
Hallo,

wie immer bin ich auf der Suche nach am Gate besonders hochohmigen Fets
mit besonders kleiner Eingangskapazität.-

GaAs-Fets wie z. B. der CFY25, haben Daten die spezifiziert sind für
Frequenzen von 500 MHz bis 20 GHz.

Wie sieht das aus bei kleinen Frequenzen? Sind die GaAs-Fets da nicht
rauscharm?

Die S-Parameter des CFY25 werden erst ab 500 MHz angegeben.

Hat jemand Erfahrung? Irgendwelche Ideen?

Grüße
 
G

Gerhard Hoffmann

Guest
Am 17.01.22 um 00:16 schrieb Leo Baumann:
Hallo,

wie immer bin ich auf der Suche nach am Gate besonders hochohmigen Fets
mit besonders kleiner Eingangskapazität.-

GaAs-Fets wie z. B. der CFY25, haben Daten die spezifiziert sind für
Frequenzen von 500 MHz bis 20 GHz.

Wie sieht das aus bei kleinen Frequenzen? Sind die GaAs-Fets da nicht
rauscharm?

Nö. Was eine 1/f-Eckfrequenz von möglicherweise 50 MHz oder mehr hat,
das macht bei 10 KHz keine Freude mehr.
CFY* wurde vor langer Zeit von Siemens an Triquint verhökert.
Zeitgemäßeres gibt es von SKY, California Eastern Labs oder Mini
Circuits; new old stock evtl. von ex Avago.
Siehe J.Larkin oder Phil Hobbs in sci.electronics.design.


> Die S-Parameter des CFY25 werden erst ab 500 MHz angegeben.

Mit S-Parametern hat das allenfalls am Rande zu tun.


> Hat jemand Erfahrung? Irgendwelche Ideen?

CPH3910 ? BF862 ist tot. Viel besser wird\'s nicht.

Gerhard
 
L

Leo Baumann

Guest
Am 17.01.2022 um 02:40 schrieb Gerhard Hoffmann:
> Mit S-Parametern hat das allenfalls am Rande zu tun.

Ah ja, das 1/f-Rauschen ...

Die S-Parameter wären ein Weg gewesen den Zin auszurechnen, aber wie
gesagt erst ab 0.5 GHz angegeben.

danke - Grüße
 
U

Uwe Bonnes

Guest
Leo Baumann <ib@leobaumann.de> wrote:
Hallo,

wie immer bin ich auf der Suche nach am Gate besonders hochohmigen Fets
mit besonders kleiner Eingangskapazität.-
Was waere eine kleine Eingangskapazitaet? Sind LT6268 oder OPA859
keine Alternativen?

--
Uwe Bonnes bon@elektron.ikp.physik.tu-darmstadt.de

Institut fuer Kernphysik Schlossgartenstrasse 9 64289 Darmstadt
--------- Tel. 06151 1623569 ------- Fax. 06151 1623305 ---------
 
L

Leo Baumann

Guest
Am 17.01.2022 um 12:21 schrieb Uwe Bonnes:
Was waere eine kleine Eingangskapazitaet? Sind LT6268 oder OPA859
keine Alternativen?

0.x pF ist eine kleine Eingangskapazität ...

Bei den schnellen OPs scheitert es an Großsignalfestigkeit für aktive
Antennen.

Grüße
 
S

Sebastin Wolf

Guest
Am 17.01.2022 um 14:16 schrieb Leo Baumann:
Am 17.01.2022 um 12:21 schrieb Uwe Bonnes:
Was waere eine kleine Eingangskapazitaet? Sind LT6268 oder OPA859
keine Alternativen?

0.x pF ist eine kleine Eingangskapazität ...

Bei den schnellen OPs scheitert es an Großsignalfestigkeit für aktive
Antennen.

Die Firma Wolpertinger stellt passendes her.
 
C

Carla Schneider

Guest
Leo Baumann wrote:
Hallo,

wie immer bin ich auf der Suche nach am Gate besonders hochohmigen Fets
mit besonders kleiner Eingangskapazität.-

Leider steht die bei denen die noch hergestellt werden gar nicht
im Datenblatt.
Ich suche z.B. einen JFET fuer Kondensatormikrophone (nicht Elektret).
Ich habe noch einen BF245 ... die werden aber nicht mehr hergestellt...


GaAs-Fets wie z. B. der CFY25, haben Daten die spezifiziert sind für
Frequenzen von 500 MHz bis 20 GHz.

Wie sieht das aus bei kleinen Frequenzen? Sind die GaAs-Fets da nicht
rauscharm?

Die S-Parameter des CFY25 werden erst ab 500 MHz angegeben.

Vielleicht kann man ja die Kurve richtung 0MHz extrapolieren,
mit passendem Ersatzschaltbild.
 
L

Leo Baumann

Guest
Am 29.01.2022 um 01:06 schrieb Carla Schneider:
Ich suche z.B. einen JFET fuer Kondensatormikrophone (nicht Elektret).
Ich habe noch einen BF245 ... die werden aber nicht mehr hergestellt...

Nimm den :)

https://www.nxp.com/docs/en/data-sheet/BF556A_BF556B_BF556C.pdf
 
C

Carla Schneider

Guest
Leo Baumann wrote:
Am 29.01.2022 um 01:06 schrieb Carla Schneider:
Ich suche z.B. einen JFET fuer Kondensatormikrophone (nicht Elektret).
Ich habe noch einen BF245 ... die werden aber nicht mehr hergestellt...

Nimm den :)

https://www.nxp.com/docs/en/data-sheet/BF556A_BF556B_BF556C.pdf

Nur wo bekommt man den, bei Reichelt oder Conrad auf jeden Fall nicht.
Auf Ebay aus England fuer 11 Euro Versandkosten...
 
G

Gerhard Hoffmann

Guest
Am 29.01.22 um 15:34 schrieb Carla Schneider:
Leo Baumann wrote:

Am 29.01.2022 um 01:06 schrieb Carla Schneider:
Ich suche z.B. einen JFET fuer Kondensatormikrophone (nicht Elektret).
Ich habe noch einen BF245 ... die werden aber nicht mehr hergestellt...

Nimm den :)

https://www.nxp.com/docs/en/data-sheet/BF556A_BF556B_BF556C.pdf

Nur wo bekommt man den, bei Reichelt oder Conrad auf jeden Fall nicht.
Auf Ebay aus England fuer 11 Euro Versandkosten...

On Semi CPH3910 von Digikey oder Mouser. Ab 50€ Warenwert
versandkostenfrei.
In 3 Tagen ist das Zeug an deiner Haustüre.


Gerhard
 
L

Leo Baumann

Guest
Am 29.01.2022 um 15:34 schrieb Carla Schneider:
Nur wo bekommt man den, bei Reichelt oder Conrad auf jeden Fall nicht.
Auf Ebay aus England fuer 11 Euro Versandkosten...

https://www.digikey.de/de/products/detail/on-semiconductor/2SK2394-6-TB-E/8538325
 
R

Rolf Bombach

Guest
Leo Baumann schrieb:
Am 29.01.2022 um 01:06 schrieb Carla Schneider:
Ich suche z.B. einen JFET fuer Kondensatormikrophone (nicht Elektret).
Ich habe noch einen BF245 ... die werden aber nicht mehr hergestellt...

Nimm den :)

https://www.nxp.com/docs/en/data-sheet/BF556A_BF556B_BF556C.pdf

equivalent input noise voltage VDS = 10 V; ID = 1 mA; f = 100 Hz - 40 nV/Hz

Für NF-Mikro?

--
mfg Rolf Bombach
 
L

Leo Baumann

Guest
Am 30.01.2022 um 00:06 schrieb Rolf Bombach:
equivalent input noise voltage VDS = 10 V; ID = 1 mA; f = 100 Hz - 40
nV/Hz

Für NF-Mikro?

Der 2SK2394 ist mehr geeignet und verfügbar ...

Der hat glaube ich 2 nV/sqrt(Hz), wenn ich mich nicht verrechnet habe,
jedenfalols NF=1 dB

:)
 
L

Leo Baumann

Guest
Am 30.01.2022 um 00:06 schrieb Rolf Bombach:
equivalent input noise voltage VDS = 10 V; ID = 1 mA; f = 100 Hz - 40
nV/Hz

Ich mag den BF556A so sehr wegen des kleinen Ciss von 1.7 pF.
 
C

Carla Schneider

Guest
Leo Baumann wrote:
Am 29.01.2022 um 15:34 schrieb Carla Schneider:
Nur wo bekommt man den, bei Reichelt oder Conrad auf jeden Fall nicht.
Auf Ebay aus England fuer 11 Euro Versandkosten...

https://www.digikey.de/de/products/detail/on-semiconductor/2SK2394-6-TB-E/8538325

Leider gibts zu dem kein Datenblatt.

Aber wenn es sowieso egal ist welchen man nimmt, koennte ich genausogut den hier nehmen:
https://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/A100/BF256B_ON.pdf
oder den hier der ein ausfuehrlicheres Datenblatt hat:
https://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/A100/MMBFJ202.pdf

Der Vorteil der GaAs FETs waere dass sie mit niedrigeren Spannungen
auskommen.
 
L

Leo Baumann

Guest
Am 30.01.2022 um 01:33 schrieb Carla Schneider:
> Leider gibts zu dem kein Datenblatt.

Doch, hier: www.leobaumann.de/newsgroups/2SK2394CP6.pdf

Aber wenn es sowieso egal ist welchen man nimmt, koennte ich genausogut den hier nehmen:
https://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/A100/BF256B_ON.pdf
oder den hier der ein ausfuehrlicheres Datenblatt hat:
https://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/A100/MMBFJ202.pdf

Der Vorteil der GaAs FETs waere dass sie mit niedrigeren Spannungen
auskommen.

GaAs-Fets haben für Deine Anwendung ein zu großes 1/f-Rauschen ....

:)
 
C

Carla Schneider

Guest
Leo Baumann wrote:
Am 30.01.2022 um 01:33 schrieb Carla Schneider:
Leider gibts zu dem kein Datenblatt.

Doch, hier: www.leobaumann.de/newsgroups/2SK2394CP6.pdf


Aber wenn es sowieso egal ist welchen man nimmt, koennte ich genausogut den hier nehmen:
https://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/A100/BF256B_ON.pdf
oder den hier der ein ausfuehrlicheres Datenblatt hat:
https://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/A100/MMBFJ202.pdf

Der Vorteil der GaAs FETs waere dass sie mit niedrigeren Spannungen
auskommen.

GaAs-Fets haben für Deine Anwendung ein zu großes 1/f-Rauschen ....

Das wird doch im Datenblatt gar nicht angegeben weil das ausserhalb
des Anwendungsbereichs liegt.
Oder hast du das gemessen ?

http://www.scholarpedia.org/article/1/f_noise
----
Another important early study of 1/f noise in semiconductors was done by Caloyannides (1974).
He very carefully measured the power spectrum of voltage fluctuations through a semiconductor
from around 1 Hz to 10^-6.3 Hz (Figure 2B). This required recording the voltage over a
period of 3 months, reduced from what would have been 2.5 years by a variety of clever devices.
He also greatly refined the process of computing the power spectrum for such noises, and
proposed a model of 1/f noise similar to that of McWhorter (1957).

----

 
B

Bernd Mayer

Guest
Am 30.01.22 um 11:52 schrieb Carla Schneider:
Leo Baumann wrote:

Am 30.01.2022 um 01:33 schrieb Carla Schneider:
Leider gibts zu dem kein Datenblatt.

Doch, hier: www.leobaumann.de/newsgroups/2SK2394CP6.pdf


Aber wenn es sowieso egal ist welchen man nimmt, koennte ich genausogut den hier nehmen:
https://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/A100/BF256B_ON.pdf
oder den hier der ein ausfuehrlicheres Datenblatt hat:
https://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/A100/MMBFJ202.pdf

Der Vorteil der GaAs FETs waere dass sie mit niedrigeren Spannungen
auskommen.

GaAs-Fets haben für Deine Anwendung ein zu großes 1/f-Rauschen ....

Das wird doch im Datenblatt gar nicht angegeben weil das ausserhalb
des Anwendungsbereichs liegt.
Oder hast du das gemessen ?

http://www.scholarpedia.org/article/1/f_noise
----
Another important early study of 1/f noise in semiconductors was done by Caloyannides (1974).
He very carefully measured the power spectrum of voltage fluctuations through a semiconductor
from around 1 Hz to 10^-6.3 Hz (Figure 2B). This required recording the voltage over a
period of 3 months, reduced from what would have been 2.5 years by a variety of clever devices.
He also greatly refined the process of computing the power spectrum for such noises, and
proposed a model of 1/f noise similar to that of McWhorter (1957).

Hallo,

für Audioanwendungen reicht es ja aus als untere Grenzfrequenz 20 Hz zu
verwenden. Das Ergebnis muss dann ja auch nicht extrem genau sein. Man
braucht dann auch nicht jahrelang zu messen (es gibt ja eh auch keine
Musikstücke die jahrelang dauern und angehört werden).

Ein zeitlang habe ich relativ viel Rauschmessungen an Transistoren, FETs
und Opamps gemacht.

Ich hatte sogar ein empfindliches Oszilloskop da konnte ich das Rauschen
eines 100 kOhm-Widerstandes bei IIRC 100 kHz Bandbreite direkt auf dem
Oszilloskop sehen ohne vorige Verstärkung!

Für Audiozwecke reicht es aus das hochverstärkte Signal auf einen
Kopfhörer zu geben dann hört man die Intensität und den Charakter des
Rauschens direkt und kann diverse Bauteile vergleichen oder selektieren.

Im Prinzip baut man einen Verstärker mit dem Bauteil auf, danach kommt
ein Filter mit der interessanten Bandbreite und noch ein weiterer
rauscharmer Verstärker um das Rauschsignal auf einen passenden Pegel für
das Meßgerät zu bringen.

In alten Transistorbüchern und in den Appnotes von Opamps findet man
Grundlagen und Anregungen dazu.


Bernd Mayer
 
G

Gerhard Hoffmann

Guest
Am 30.01.22 um 01:33 schrieb Carla Schneider:

Aber wenn es sowieso egal ist welchen man nimmt, koennte ich genausogut den hier nehmen:
https://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/A100/BF256B_ON.pdf
oder den hier der ein ausfuehrlicheres Datenblatt hat:
https://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/A100/MMBFJ202.pdf

Der Vorteil der GaAs FETs waere dass sie mit niedrigeren Spannungen
auskommen.

3V Vds ist für einen JFET allemal genug.

Sinnvoller als kleine Signale im Rauschen eines viel zu winzigem
FET zu ersäufen wäre erst mal, den Millereffekt wegzumachen,
weil er Cdg um den Faktor der Spannungsverstärkung der Stufe
größer macht.

Stichwort: Cascode aka MillerKiller.

Gerhard
 
G

Gerhard Hoffmann

Guest
Am 30.01.22 um 14:39 schrieb Bernd Mayer:

Ich hatte sogar ein empfindliches Oszilloskop da konnte ich das Rauschen
eines 100 kOhm-Widerstandes bei IIRC 100 kHz Bandbreite direkt auf dem
Oszilloskop sehen ohne vorige Verstärkung!

Ich habe gerade einen Verstärker auf dem Tisch mit 70 pV/rtHz.
Es ist ein Ableger des Verstärkers für Bändchenmikrofone aus
ArtOfElectronics ed. 3.

Da nehme ich einen 6 Ohm-Widerstand als Rauschnormal. Der
Verstärker liegt deutlich darunter. Er ist single-ended.
Das erspart 48 Transistoren auf Kosten eines unschönen
Eingangskondensators. Aber die meisten Signalquellen
haben sowieso einen DC-Anteil.

< https://www.flickr.com/photos/137684711@N07/45141749941/in/datetaken/ >

Gerhard
 

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