Gute Passiv-Tasköpfe...

M

Michael Schwingen

Guest
On 2022-01-09, olaf <olaf@criseis.ruhr.de> wrote:
Das stimmt. Das fand ich auch eine extrem pfiffige Option.
Allerdings haben sie m.E. versäumt, die Genauigkeit nochmal um eine
Faktor zu steigern, indem sie den DAC des Generators mit den ADCs der
Probes synchronisieren. Dann kann man sich nämlich die Fensterfunktion
beim FFT komplett schenken und auch die Artefakte davon sind weg.

Ach...da finde ich es bedauerlicher das der Funktionsausgang nicht
potentialfrei ist und man sich erstmal einen Breitbandtrafo wickeln
muss. Mehr wie 200Hz bis 4-5Mhz hab ich bisher noch nicht
geschafft. Da muss ich noch mal ran. Ich hab aber auch erstmal nur ein
paar unbekannte Ferrite genommen die sowieso schonmal rumlagen.

Hm - mit welcher Last am Trafo, 10-100 Ohm? Dann ist 4-5MHz schon nicht
schlecht (und reicht für den üblichen Zweck \"Schleifenkompensation von
Schaltreglern\" auch gut aus).

An 100 Ohm:
PE-51686NL mit einer Windung als Sekundärwicklung geht halbwegs (~200Hz bis
5MHz), Epcos B64290L0674X038 mit Twisted-Pair-Kabel bifilar bewickelt
geht von 100Hz-2.5MHz - ich finde die Originalquelle nicht wieder, wo ich das
zuerst gesehen hatte. Je nachdem, ob man eher die tiefen Frequenzen
(<100Hz) oder die hohen (>2MHz) braucht, kann man vermutlich noch etwas mit
der Anzahl Windungen experimentieren.

cu
Michael
 
O

olaf

Guest
Michael Schwingen <news-1513678000@discworld.dascon.de> wrote:

Hm - mit welcher Last am Trafo, 10-100 Ohm? Dann ist 4-5MHz schon nicht
schlecht (und reicht für den üblichen Zweck \"Schleifenkompensation von
Schaltreglern\" auch gut aus).

Das stimmt natuerlich, aber sieht halt so unbefriedigend auf dem Oszi
aus wenn der bis 25Mhz messen kann. Waer halt nett wenn man wenigstens
bis 10Mhz kommen wuerde, wegen gerader Zahlanbetung. :-D

Olaf
 
M

Marte Schwarz

Guest
Hi Olaf,
(und reicht für den üblichen Zweck \"Schleifenkompensation von
Schaltreglern\" auch gut aus).

Das stimmt natuerlich, aber sieht halt so unbefriedigend auf dem Oszi
aus wenn der bis 25Mhz messen kann. Waer halt nett wenn man wenigstens
bis 10Mhz kommen wuerde, wegen gerader Zahlanbetung. :-D

Wenigstens ehrlich ;-)

Marte

der sich gerade fragt, welche Signale unbedingt im Bereich 300 MHz
gemessen werden müssen. Was habt Ihr denn so praktisch auf dem Schirm?
 
O

olaf

Guest
Marte Schwarz <marte.schwarz@gmx.de> wrote:

der sich gerade fragt, welche Signale unbedingt im Bereich 300 MHz
gemessen werden müssen. Was habt Ihr denn so praktisch auf dem Schirm?

Privat? Ach, da wuerde ich vermutlich locker mit 100MHz auskommen,
aber das RTB gibt es derzeit halt nur im all-inklusive Bundle und
die anderen Sachen will man ja durchaus.

Olaf
 
H

Heinz Schmitz

Guest
olaf wrote:

Marte Schwarz <marte.schwarz@gmx.de> wrote:
der sich gerade fragt, welche Signale unbedingt im Bereich 300 MHz
gemessen werden müssen. Was habt Ihr denn so praktisch auf dem Schirm?

Privat? Ach, da wuerde ich vermutlich locker mit 100MHz auskommen,
aber das RTB gibt es derzeit halt nur im all-inklusive Bundle und
die anderen Sachen will man ja durchaus.

Ein altes Heathkit \"Laboratory Oscilloscope\" [<schmunzel>], mit einer
Bandbreite von 3 MHz,
http://www.museum-nt.de/objekte/heath_o12.html

oder dieses - da hat man schon 10 MHz,
https://www.radiomuseum.org/r/grundig_zweikanaloszilloskop_g101.html

kann auch noch eine Menge.
Vor allem, was die Rendite angeht.

Grüße,
H.
 
J

Joerg Niggemeyer

Guest
In message <srj93m$24oum$1@gwaiyur.mb-net.net>
Marte Schwarz <marte.schwarz@gmx.de> wrote:


Marte

der sich gerade fragt, welche Signale unbedingt im Bereich 300 MHz
gemessen werden müssen. Was habt Ihr denn so praktisch auf dem Schirm?

Ich probiere gerade den Unterschied zwischen BUCK Freilaufdioden zu
messen, d.h. die Diode rauszufinden, die den geringsten Trr Verlust
aufweist. Max U Eingang. 60V Strom 2A.
FET Tr 10-15ns
Bislang waren bzw. sind die Verluste eigentlich immer gleich.

Bisher eingesetzt und getestet: PMEG10030ELP
PMEG10020ELP
RB058LAM150
MBRS360T3G


Im Zulauf: PMEG120G20ELP (SiGE !!)
PMEG6020EP


Zur Messung des Verlusts im FET setze ich TCP0030A Stromzange ein BW120Mhz
und hatte da in Kombi einen P5205 Difftastkopf BW100Mhz.
Der P5205 enttäuschte mich jedoch gegenüber der Differenz zweier Kanäle
direkt gemessen mit TPP0500B 500MHz. Insbesondere die nicht vorhandene
Möglichkeit im scope den Phasenversatz der Diffprobe ausgleichen zu
können...

Von R&S fände ich durchaus interessant RTH1K-COM4.

optisch isoliert bietet TEK nur noch diff Probes an, die eindeutig mein
Budget überschreiten.....


--
 
M

Marte Schwarz

Guest
Hi Joerg,

der sich gerade fragt, welche Signale unbedingt im Bereich 300 MHz
gemessen werden müssen. Was habt Ihr denn so praktisch auf dem Schirm?

Ich probiere gerade den Unterschied zwischen BUCK Freilaufdioden zu
messen, d.h. die Diode rauszufinden, die den geringsten Trr Verlust
aufweist. Max U Eingang. 60V Strom 2A.
FET Tr 10-15ns

Ja, bei solch kleinen Zeiten klingt das schon nach einer sinnvolen
Herausforderung für die Tastköpfe

Zur Messung des Verlusts im FET setze ich TCP0030A Stromzange ein BW120Mhz
und hatte da in Kombi einen P5205 Difftastkopf BW100Mhz.

Die hatte ich auch mal kurz auf dem Labortisch liegen. Leider hab ich
mit Spannungen bis 3,5 kV gearbeitet, da sind die dann doch nichts.
Allein die Tatsache, dass die Anschlüsse so lange und nicht koordiniert
liegen sollte jedem Hf-Kundigen klar werden lassen, dass da vielleicht
die Elektronik im Kasterl 100 MHz Bandbreite macht, niemals aber der
Gesamtaufbau.
Was mich immer gewundert hatte: S20 Table 6 Output Type: Source
Impedance of 50 Ohm drives 1 MOhm oscilloscope input. Load impedance
must be greater than 50kOhm ... Wer schreibt solch einen Stuß und
verlangt auf einen 50 Ohm Ausgang ein Eingangswiderstand von >50 kOhm?

Der P5205 enttäuschte mich jedoch gegenüber der Differenz zweier Kanäle
direkt gemessen mit TPP0500B 500MHz.

Damit machst Du aber keine 1 kV gegen GND. Das 5kV taugleiche Teil hatte
deutlich weniger Bandbreite. Damit meine Highside Gateunits zu tunen war
schon sportlich. Da gilt umso mehr: Wer mißt, mißt Mist. Die Kunst des
Messtechnikers besteht in der Regel ja auch darin, aus dem Mist Dünger
zu machen.

Insbesondere die nicht vorhandene
Möglichkeit im scope den Phasenversatz der Diffprobe ausgleichen zu
können...

Das musst Du dann eben zu Fuß bzw. im Kopf machen.

> Von R&S fände ich durchaus interessant RTH1K-COM4.

Für Deine 60 V geht das vielleicht. Die nur 300 V Trennung zwischen den
Kanälen machte vergleichbares seinerzeit bei mir ganz schnell utopisch.
Ich hatte Zugriff auf ein vergleichbares von Tek mit 100 MHz Bandbreite.
2003 War das auch schon recht edel. Aber es hätte nicht viel gebracht.
Mehr als 500 V zwischen den Kanälen war einfach nicht.

optisch isoliert bietet TEK nur noch diff Probes an, die eindeutig mein
Budget überschreiten.....

Wem sagst Du das? Bleibt am Ende nur, sich das Zeugs selbst zu bauen und
dann eben nur die Parameter zu messen, die interessieren. Ich hab mir
mit Ringkernen und hochspannungsisolierten Drähten HV-Trafos gebaut, um
die Timings sauber von der Highside auf messbare Spannungsniveaus zu
bekommen. Bis ich das so hatte, dass mir nicht der Strom über die
parasitären Kondensatoren alle Messungen kaputt gemacht hatte hatten,
hat es eine Weile gedauert. kV und Flanken im µs Bereich haben es echt
in sich. auch deutlich jenseits von Bandbreite

Marte
 
A

Axel Berger

Guest
Joerg Niggemeyer wrote:
d.h. die Diode rauszufinden, die den geringsten Trr Verlust
aufweist. Max U Eingang. 60V Strom 2A.

Wenn die Verluste relevant sind und die Dioden halbwegs vergleichbare
Gehäuse haben, könnte das beste Meßgerät ein Thermometer sein.


--
/¯\\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067
\\ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069
 X in | D-50829 Köln-Ossendorf http://berger-odenthal.de
/ \\ Mail | -- No unannounced, large, binary attachments, please! --
 
J

Joerg Niggemeyer

Guest
In message <srl3gf$285do$1@gwaiyur.mb-net.net>
Marte Schwarz <marte.schwarz@gmx.de> wrote:



Die hatte ich auch mal kurz auf dem Labortisch liegen. Leider hab ich
mit Spannungen bis 3,5 kV gearbeitet, da sind die dann doch nichts.
Allein die Tatsache, dass die Anschlüsse so lange und nicht koordiniert
liegen sollte jedem Hf-Kundigen klar werden lassen, dass da vielleicht
die Elektronik im Kasterl 100 MHz Bandbreite macht, niemals aber der
Gesamtaufbau.
Nun ja ich habe die Tastköpfe ja parallel betrieben und die fehlende
Bandbreite beim Difftastkopf war in diesem Falle trotz dieser Strippen
nicht das Problem , der FET Ausgang hat ja richtig rums ;-)



Der P5205 enttäuschte mich jedoch gegenüber der Differenz zweier Kanäle
direkt gemessen mit TPP0500B 500MHz.

Damit machst Du aber keine 1 kV gegen GND.
Ich habe auch TEKP5100 100x 250Mhz 1kV - allerdings derzeit nur einen ;-)
Sehe gerade gebraucht kostet der 175
Das 5kV taugleiche Teil hatte
deutlich weniger Bandbreite. Damit meine Highside Gateunits zu tunen war
schon sportlich. Da gilt umso mehr: Wer mißt, mißt Mist. Die Kunst des
Messtechnikers besteht in der Regel ja auch darin, aus dem Mist Dünger
zu machen.
Je höher das zu messende Potential, desto schlechter
geeignet scheinen mir diese Difftastköpfe, da diese ja ebenfalls mit
einer zusätzlichen Meg Ohm Last drauf sitzen.


Insbesondere die nicht vorhandene
Möglichkeit im scope den Phasenversatz der Diffprobe ausgleichen zu
können...

Das musst Du dann eben zu Fuß bzw. im Kopf machen.
Naja ab einem gewissen Preis erwarte ich eventuell etwas mehr an Comfort
;-/ Eventuell nochmal den Vertrieb nerven, ob ich zu blöd war das Teil zu
bedienen.....



Wem sagst Du das? Bleibt am Ende nur, sich das Zeugs selbst zu bauen und
dann eben nur die Parameter zu messen, die interessieren. Ich hab mir
mit Ringkernen und hochspannungsisolierten Drähten HV-Trafos gebaut, um
die Timings sauber von der Highside auf messbare Spannungsniveaus zu
bekommen. Bis ich das so hatte, dass mir nicht der Strom über die
parasitären Kondensatoren alle Messungen kaputt gemacht hatte hatten,
hat es eine Weile gedauert. kV und Flanken im µs Bereich haben es echt
in sich. auch deutlich jenseits von Bandbreite
In meinen Xenon ballast habe ich auch eine hoch liegende
Gate Ansteuerung, angetrieben über einen Gate Trafo (alles planar in
einem einzigen Trafo für zwei Gates ohne Überschneidung)

Zunächst wurde probiert das hoch liegende GAte mit einem TEK THS zu
messen. Das koppelte ebenfalls schon Müll über die TastkopfLoops ein.

Ich habe dann einfach das ganze System in PPSICE nachgebretzelt und
die Messungen bzw. die Simulation in dem Fall der nicht vollen
Hochspannung optimiert, so dass dann entsprechend ich gar nicht im HV
Fall mehr messen musste *g*, bzw. indirekt über leichter zu messende
Signale, die gewünschte Performance überprüfe.

--
 
O

olaf

Guest
Marte Schwarz <marte.schwarz@gmx.de> wrote:

Was mich immer gewundert hatte: S20 Table 6 Output Type: Source
Impedance of 50 Ohm drives 1 MOhm oscilloscope input. Load impedance
must be greater than 50kOhm ... Wer schreibt solch einen Stuß und
verlangt auf einen 50 Ohm Ausgang ein Eingangswiderstand von >50 kOhm?

Sieh es so, die haben keinen 50R Ausgang sondern einen mit einem sehr
kleinen Widerstand der halt dafuer gedacht ist einen 1Meg Eingang zu
treiben damit die angebenen Pegel stimmen. Aber der Hersteller hat
halt nicht 0R eingebaut sondern 50R weil bei 0R das Universium stirbt
und bei 0.00001R dein Oszi falls du mal versehentlich den 50R
abschluss aktiviert hast. :)
Ist im Prinzip bei jedem Funktionsgenerator genauso. Die haben ihren
50R Mode auch nur damit die die Anzeige stimmt.


>> Von R&S fände ich durchaus interessant RTH1K-COM4.

Im Vergleich zu manchen Tastkopf ja fast geschenkt. :-D

Ich hatte Zugriff auf ein vergleichbares von Tek mit 100 MHz Bandbreite.
2003 War das auch schon recht edel. Aber es hätte nicht viel gebracht.
Mehr als 500 V zwischen den Kanälen war einfach nicht.

Ich hatte mal ein 10Mhz Tek mit so einer Trennung. Die haben den gesamten
Analogteil fuer jeden Tastkopf getrennt auf einer Platine und prokeln
dann erst digital ueber Optokoppler raus. Die Sache haengt also wohl
an den Optokopplern.

hat es eine Weile gedauert. kV und Flanken im µs Bereich haben es echt
in sich. auch deutlich jenseits von Bandbreite

Reicht da nicht ein Stueck Draht in 1m Entfernung um die zu messen? :-D

Olaf
 
J

Joerg Niggemeyer

Guest
In message <dc0c8ba959.assel@nuconverter.de>
Joerg Niggemeyer <joerg.niggemeyer@nucon.de> wrote:


Damit machst Du aber keine 1 kV gegen GND.
Ich habe auch TEKP5100 100x 250Mhz 1kV - allerdings derzeit nur einen ;-)
Sehe gerade gebraucht kostet der 175

Gerade eben gesehen, für mein scope geht oder gibt es jetzt den
neuen Tastkopf TPP0850.
40M 1.8p 800MHz 50x 2.5kV peak 1070 EUR zzgl MWST

also 2st scheinen mir da sinnvoller als ein \"HV\" diff tastkopf wenn man
sich <= 1kV bewegt.






--
 
M

Marte Schwarz

Guest
Hi Joerg,

Damit machst Du aber keine 1 kV gegen GND.
Ich habe auch TEKP5100 100x 250Mhz 1kV - allerdings derzeit nur einen ;-)

Selbst mit den Tastköpfen musst Du furchtbar aufpassen, was Du tust.
Wenn die Eingänge des portablen Oszis nämlich nur 300 V gegeneinander
isoliert sind, dann kannst Du da an 1 kV ganz schnell was kaputt machen,
völlig egal, ob Du da mit eniem 1 VkV oder 2,5 kV Tastkopf dran gehst.

Das musst Du dann eben zu Fuß bzw. im Kopf machen.
Naja ab einem gewissen Preis erwarte ich eventuell etwas mehr an Comfort
;-/

Was Du erwartest musst Du den Anbietern sagen, die sagen Dir dann, ob Du
das auch bekommst ;-)

Marte
 
J

Joerg Niggemeyer

Guest
In message <srme1b$2edd5$1@gwaiyur.mb-net.net>
Marte Schwarz <marte.schwarz@gmx.de> wrote:

Ich habe auch TEKP5100 100x 250Mhz 1kV - allerdings derzeit nur einen ;-)

Selbst mit den Tastköpfen musst Du furchtbar aufpassen, was Du tust.
Wenn die Eingänge des portablen Oszis nämlich nur 300 V gegeneinander
isoliert sind, dann kannst Du da an 1 kV ganz schnell was kaputt machen,
völlig egal, ob Du da mit eniem 1 VkV oder 2,5 kV Tastkopf dran gehst.

Die oder den P5100 hatte ich nie am Tekscope dranne, ansonsten hat das
Tekscope IMHO 600V floating iso, bezogen auf die Base, was
für Netz ausreicht - nur 300V wäre etwas unsinnig ;-)

Was Du erwartest musst Du den Anbietern sagen, die sagen Dir dann, ob Du
das auch bekommst ;-)

Stimmt - allerdings bin ich ein zu unbedeutender Kunde glaube ich ;-(
Dennoch werde ich mal fragen, warum TEK sich von den isolierten
Kanalgeräten zurückgezogen hat.

--
 
M

Marte Schwarz

Guest
Hi Joerg,

> Stimmt - allerdings bin ich ein zu unbedeutender Kunde glaube ich ;-(

Könnte natürlich sein. Andererseits hab ich mich manchesmal gewundert,
wie weit es solche Einzelmeinungen schaffen können.

Dennoch werde ich mal fragen, warum TEK sich von den isolierten
Kanalgeräten zurückgezogen hat.

Zu viel Stress mit den Kunden, die damit nicht umzugehen wissen.
Isoliertes Design sauber machen, so dass man nicht eine große parasitäre
kapazitive Kopplung hat, die dann doch alles kaputt macht, ist nicht
ohne. Spätestens, wenn dann EMV und statische Ladungen ins Spiel kommen,
ist 600 V Isolationsspannung nicht mehr viel...Das ist mit einer
gemeinsamen Masse viel einfacher handhabbar.

Marte
 
J

Joerg Niggemeyer

Guest
In message <srl3gf$285do$1@gwaiyur.mb-net.net>
Marte Schwarz <marte.schwarz@gmx.de> wrote:

Die hatte ich auch mal kurz auf dem Labortisch liegen. Leider hab ich
mit Spannungen bis 3,5 kV gearbeitet, da sind die dann doch nichts.
Allein die Tatsache, dass die Anschlüsse so lange und nicht koordiniert
liegen sollte jedem Hf-Kundigen klar werden lassen, dass da vielleicht
die Elektronik im Kasterl 100 MHz Bandbreite macht, niemals aber der
Gesamtaufbau.

Mal die Keksdose vom Tastkopf geöffnet, um an die Calibpotis
zu kommen und das Dingens etwas besser abgeglichen, sowie das Deskew
am scope eingestellt. Das scope kann maximal 125ns ausgleichen.
Das reicht für die schnellen Tastköpfe aber nicht für die 100khz A622
Zange.

Du liegst da richtig! Das Problem sind diese beschissenen starren dicken
Drähte, die aus der Tastkopfkeksdose rauskommen.

Da ist ohne jegliche Verdrillung ein sehr nerviges Ringing.

Diese Ringing wird deutlich geringer, wenn ich schon diese Schrottkabel
probiere zu verdrillen. Das geht allerdings eben nur sehr bedingt mit
diesem Draht, eigentlich kaum und die Klemmen selbst sind riesig.

Eigentlich müsste sich so ein Tastkopf erheblich Pimpen lassen, indem
ich da silicon hv-isolierte hochflexible verdrillte Prüfkabel dran mache
und entsprechend feine hochwertige \"kleine\" Grabber.
Da der TK sowieso alt ist ohne Garantie, werde ich das wohl einfach mal
machen. Um an die Trimmer zu kömmen musste ich eh den Aufkleber abziehen,
dann liegen auch die Schrauben frei.

--
 
J

Joerg Niggemeyer

Guest
In message <61DE1E7A.6BB71B72@Berger-Odenthal.De>
Axel Berger <Spam@Berger-Odenthal.De> wrote:

Joerg Niggemeyer wrote:
d.h. die Diode rauszufinden, die den geringsten Trr Verlust
aufweist. Max U Eingang. 60V Strom 2A.

Wenn die Verluste relevant sind und die Dioden halbwegs vergleichbare
Gehäuse haben, könnte das beste Meßgerät ein Thermometer sein.
Der Kunde setzte ohne Info statt einer PMEG von NXP eine etwas langsamere
von ROHM ein und erwähnte, dass unter dem IR Bild die Diode ebenfalls
neben dem FET relativ viel Wärme erzeugt. Zunächst schien, dass alle
Dioden seitens Datenblätter relativ gleich schnell wären, die Datenblätter
erwiesen sich dann als vollmundiger als man es dann selber rausmisst.

Thermische Messungen sind IMHO schwierig, da teilweise es länger dauert
bis es thermisch eingeschwungen ist und eben auch hier Toleranzen hinzu
kommen, sowie neben eines ähnlichen Package, eben doch auch noch weiter
Unterschiede vorhanden sein können.

Elektrische Signale direkt zu messen finde ich besser, insbesondere da ich
diese Verläufe, bzw. deren Kauslitäten in PSPICE nachbilden kann, bzw.
es dann versuche. Allerdings hatte ich jetzt noch keine Zeit ein eigenes
besseres Dioden modell zu gestalten. So viel Mühe wollte ich mir dann
auch nicht machen ;-)

Aber ja, am Ende soll die Schaltung qualitativ gut sein und die
Verlustwärme nicht zu einer Überschreitung der zulässigen Ts führen, was
mit einer thermischen Messung mit überprüft wird.

--
 
J

Joerg Niggemeyer

Guest
In message <0f5138aa59.assel@nuconverter.de>
Joerg Niggemeyer <joerg.niggemeyer@nucon.de> wrote:


und entsprechend feine hochwertige \"kleine\" Grabber.
Da der TK sowieso alt ist ohne Garantie, werde ich das wohl einfach mal
machen. Um an die Trimmer zu kömmen musste ich eh den Aufkleber abziehen,
dann liegen auch die Schrauben frei.
https://www.nucon.de/infos/Tek000_082.png
Das Signal welches Glatt ist, ist der P5205 Das etwas zittrige Signal ist
die Differenz zweier TPP0500B.
Ich habe jetzt an der P5205 probe statt der starren PVC Leitungen von
Mueller HV slicon Kabel dranne 20KV DC.

Zunächst totale Verschlechterung ein extremes Ringing mit Verdrillung
noch schlechter als vorher, was ich auch schon schlecht fand.

Ursache dafür noch besser Schwingkreis des Kabels (Kabel mit niedriger
Impedanz schlechter), also der Zuleitung zwischen Keksdose und Signal.

Verbesserung ich habe direkt an den Krokos Breitband Ferrite Beads mit in
Serie gelegt (isolierte Widerstandskabel habe ich nicht ) ;-)
Die Beads an der Keksdose zu platzieren bringt nix, habe ich mit kleinen
EMV Hülsen getestet.

differentielles Rechteck mit 28V kaum Ringing bei 50V \"Rechteck\" etwas
Überschwinger.



Der P5205 kann mit seiner Keksdose IMHO 200MHZ , weil die 250Mhz BW
Begrenzung des scopes den Anstieg verlangsamte.

Bei sehr hohen U Signalen ist es in jedem Fall problematisch zu messen, da
eben jeder Hook mit 5Meg zu GND belastet.


--
 
A

Axel Berger

Guest
Joerg Niggemeyer wrote:
> Elektrische Signale direkt zu messen finde ich besser,

Ja klar, ohne Zweifel. Aber ein Thermometer habe ich, notfalls der
kleine Finger, aber die Möglichkeit Schaltzeiten im Nanosekundenbereich
zu messen nicht. aus Deiner Frage schloß ich, daß es Dir ähnlich geht.

> da teilweise es länger dauert bis es thermisch eingeschwungen ist

Bei halbwegs kleinen Gehäusen zehn Minuten. Du nanntest iirc drei Typen,
also halbe Stunde. Der Overhead zum Wechseln fällt bei jeder Messung an.


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\\ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069
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M

Michael Schwingen

Guest
On 2022-01-19, Axel Berger <Spam@Berger-Odenthal.De> wrote:
Joerg Niggemeyer wrote:
Elektrische Signale direkt zu messen finde ich besser,

Ja klar, ohne Zweifel. Aber ein Thermometer habe ich, notfalls der
kleine Finger, aber die Möglichkeit Schaltzeiten im Nanosekundenbereich
zu messen nicht. aus Deiner Frage schloß ich, daß es Dir ähnlich geht.

Bei Dioden im Format 1.6mm*2.6mm (bei mir PMEG3020, keine Ahnung, wie gross
die beim OP waren) wird das mit der direktem Temperaturmessung auch
knifflig.

Winzige Thermoelemente aufkleben geht, aber wie reproduzierbar das bei
mehreren Exemplaren wird, ist auch fraglich. Nach meinen Erfahrungen geht
das mit einer IR-Kamera deutlich besser ... Finger kannst Du da vergessen.

da teilweise es länger dauert bis es thermisch eingeschwungen ist

Bei halbwegs kleinen Gehäusen zehn Minuten. Du nanntest iirc drei Typen,
also halbe Stunde. Der Overhead zum Wechseln fällt bei jeder Messung an.

Wenn die auf gut Massefläche sitzen (was bei DC/DC-Wandlern durchaus normal
wäre) kann das auch schnell mal 1/2 bis 1 Stunde werden, bis da ein
eingeschwungener Zustand erreicht ist. Als Differenz zur Boardtemperatur
schneller, aber die muss man dann auch wieder messen.

cu
Michael
 
J

Joerg Niggemeyer

Guest
In message <slrnsuh4ao.2sh.news-1513678000@a-tuin.ms.intern>
Michael Schwingen <news-1513678000@discworld.dascon.de> wrote:



Bei Dioden im Format 1.6mm*2.6mm (bei mir PMEG3020, keine Ahnung, wie gross
die beim OP waren) wird das mit der direktem Temperaturmessung auch
knifflig.

Ja genau um dieses Format geht es. Man will ja ebenfalls Messungen
machen, die bei ca. gleicher Tj ablaufen. d.h. man steuert nur eine
Teillast aus, um zu keiner großen Eigenerwärmung zu gelangen.

Unterschiedliche Tj führen auch wieder zu unterschiedlichen Verlusten
insbesondere verschlechtert sich dazu die SiGe Diode relativ zur Shotky.

Siehe dazu das folgende Werbevideo von Nexperia:

https://youtu.be/Kj3rEVGF9_M
(Messen da auch nur mit einem 400Mhz scope rum)

Ich muss sagen diese Si-Germanium Dioden sind enttäuschend. Mikrige
Performance Verbesserung mal sehen wie lange es die noch am Markt gibt....

Man sollte eher darauf achten, die genau passende klassische schnelle
SH Diode auszuwählen.

Wie die Sil Carbide Dioden verfügbar waren, war der Unterschied
in der Anwendung spürbar besser und auch messbar besser, allerdings
in der >= 600V Liga


--
 

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