ICs aus Haushaltsgeräten in Panzern?, was: Re: \\\"Wir müssen lernen, Lebensqualität neu zu definiere n!\\\"...

U

Uwe Borchert

Guest
Hallo,

Am 13.05.22 um 11:52 schrieb Guido Grohmann:
Uwe Borchert schrieb:
Am 13.05.22 um 08:23 schrieb Guido Grohmann:
Mir ist da gerade ein einer andern NG folgendes über den Weg
gelaufen:

Andreas Kohlbach schrieb:

Zumindest fanden Ukrainer Computerchips aus Geschirrspülern
und Waschmaschinen in russischen Panzern.

https://www.n-tv.de/panorama/Russen-nutzen-Chips-aus-Geschirrspuelern-in-Panzern-article23327011.html


Räuberpistole? Was sollen denn das für ICs gewesen sein? ...
NE555?

Ja, und woher will man dann wissen, daß genau dieses Exemplar
ursprünglich in eimem Toaster saß?

Da interpretierst Du vielleicht was falsches rein? Bedenke: Der Text
ist mglw. von einem Bildungsvermeider geschrieben worden. Gemeint ist
da: Chips wie sie auch in weißer Ware verwendet werden.

... Wenn man feststellen konnte, daß diese aus Haushaltsgeräten
stammen sollen, müßten das doch irgendwelche extra dafür
gefertigten ICs sein - und was macht dam damit im Panzer?

Nö. Generische Steuerungs-IC können preiswert und zuverlässig
sein.

Ja, aber woher weißt du dann, daß das Ding aus einem Haushaltsgerät
ausgebaut wurde, wie behauptet wird?

Das ist einfach nur das minderwertige Deutsch von Kriegsbündnis
99/Die Olivgrün*innen huldigenden Bildungsvermeidern.

Diese sind dann in Haushaltsgeräten, Maschinensteuerungen, Panzern
und vielen anderen Dingen. Und ein Journalist mit Ahnung von
Technik, Elektronik und Naturwissenschaft ist selten. Bedenke: Etwa
2/3 der Journalisten steht Kriegsbündnis 99/Die Olivgrün*innen nahe
und ist damit potentieller Bildungsvermeider.

Also doch eher Räuberpistole.

Nö. Minderwertiges Deutsch, daher Fehlinterpretation bei Menschen,
die sich nicht der Bildungsvermeidung hingegeben haben. Gemeint war
da eher so was wie: Die Chips werden auch in weißer Ware verbaut.

Keep Calm and COVID on

Nö. Einmal reicht, heute war mein erster negativer Test, nach einer
Woche positiven.

Ich hoffe Du bist da symptomlos oder -arm durchgerutscht und konntest
die Zwangsfreizeit sinnvoll zur Erholung nutzen.

Keep Calm and Blame Russia

Uwe Borchert
 
G

Gerrit Heitsch

Guest
On 5/13/22 11:45, Guido Grohmann wrote:
Gerhard Hoffmann schrieb:

Dann ist es natürlich klar, warum die Orks in der Ukraine
Waschmaschinen mitgehen lassen.

Das stinkt geradezu nach einer UL.

Ist es aber nicht.

Gerrit
 
B

Bernd Laengerich

Guest
Am 13.05.2022 um 11:44 schrieb Guido Grohmann:

Da haben die Hersteller keinerlei Vorkehrungen getroffen, daß man das Ding
nicht zweckentfremden kann? Da könnte ja einer eine andere Firmware
draufflashen und hat dann eine billige Maschine mit dem Funktionsumfang der
teuren. Oder man tauscht den Contoller einzeln, anstatt die teure Platine zum
Ersatzteilpiresi zu kaufen. Das erscheint mir unglaubwürdig.

Die gängigen Flash-Controller haben eine Auslesesperre aber keine gegen
löschen (und ggf. neu programmieren). Für das Upgrade der WaMa müsste man ja
an die höherwertige Firmware kommen, unüblich daß der Hersteller die
herausrückt. Baugruppen mit programmierten Chips als Ersatzteil sind hingegen
so viel teurer, daß es sich nicht lohnen wird damit ein Upgrade zu versuchen.

Und dann wäre da noch die Frage, woran man erkannt haben will, daß der
Controller dann beispielsweise aus einer Waschmaschne stammte.

An den Waschmittelresten? Keine Ahnung aber das klingt alles sehr absurd.
Genau wie den angeblich bevorstehenden Controllerumbau aus Toastern in Autos.
Wenn der Hersteller eine Million Toaster mit den Chips versorgen kann, wird er
wohl ebenjene Chips auch an einen Automobilzulieferer liefern können. Die
Marge bei einem Toaster dürfte um Längen kleiner sein als bei einem
Autosteuergerät.

Bernd
 
H

Hergen Lehmann

Guest
Am 13.05.22 um 11:44 schrieb Guido Grohmann:

Da haben die Hersteller keinerlei Vorkehrungen getroffen, daß man das
Ding nicht zweckentfremden kann?

Ausleseschutz wird sicher gesetzt sein. Einen Schutz gegen Löschen und
Neuprogrammierung haben nur wenige Controller, vornehmlich solche für
kryptografische Anwendungen.


Da könnte ja einer eine andere Firmware
draufflashen und hat dann eine billige Maschine mit dem Funktionsumfang
der teuren.

Wird daran scheitern, das diese nicht nur eine andere Software, sondern
auch andere Sensorik und Aktoren hat. Es reicht ja schon, wenn der
Messbereich des Füllstandssenors entsprechend des größeren Bottich ein
anderer ist...
Und dann ist da auch noch der Ausleseschutz.


Und dann wäre da noch die Frage, woran man erkannt haben will, daß der
Controller dann beispielsweise aus einer Waschmaschne stammte.

Vermutlich stand da ursprünglich mal \"Standardbauteile wie sie auch in
Haushaltsgeräten verwendet werden\", und das feine Detail \"wie auch\" ist
im Zuge des \"Stille Post\" Spiels zwischen den Presseagenturen verloren
gegangen.
 
V

Volker Bartheld

Guest
On Fri, 13 May 2022 12:42:49 +0200, Bernd Laengerich wrote:
Am 13.05.2022 um 11:44 schrieb Guido Grohmann:
[Consumerelektronik] Da haben die Hersteller keinerlei Vorkehrungen
getroffen, daß man das Ding nicht zweckentfremden kann?
Die gängigen Flash-Controller haben eine Auslesesperre aber keine gegen
löschen (und ggf. neu programmieren).

Und im Zweifel glitcht man die eben an passender Stelle, setzt das Fusebit
zurück und gut ist. Wenn man denn wirklich diesen einen Chip benötigt und
es nicht reicht, die modifizierte Firmware auf ein baugliches Exemplar
zurückzuspielen [1]-[3].

Für das Upgrade der WaMa müsste man ja an die höherwertige Firmware
kommen, unüblich daß der Hersteller die herausrückt.

*LOL* Glaube kaum, daß BSH an ihrer Weißware einen ähnlichen Aufriß macht
wie bspw. Sony bei der Playstation. Die natürlich auch geknackt wurde.
Warum ich das vermute? Die haben andere Probleme: [4].

Und dann wäre da noch die Frage, woran man erkannt haben will, daß der
Controller dann beispielsweise aus einer Waschmaschne stammte.
An den Waschmittelresten? Keine Ahnung aber das klingt alles sehr absurd.

Jup. Etwa so wie \"zweckentfremdete\" Drohnen von DJI bei denen Rußland dann
mit einem Aeroscope-Exploit reagierte [5]-[6].

tl;dnr:

Ja, ganz recht: Aeroscope überträgt klammheimlich nicht nur den
Aufenthaltsort der Drohne, deren Geschwindigkeit, Höhe und Seriennummer,
sondern auch die Position des Piloten. Über eine Reichweite von locker 50
Kilometern. UNVERSCHLÜSSELT.

Was kann da wohl groß schiefgehen? Naja, z. B. daß jemandem eine russische
Rakete auf den Kopf fällt, der meint, sein ziviles Fluggerät zur Waffe
umrüsten zu können und damit russische Stellungen ausspionieren oder gar
Sprengkörper transportieren will.

DJI ruderte erst argumentativ ein bißchen herum (kennen wir ja: Ignorieren
-> Dementieren -> Argumentieren -> Reduzieren -> Regulieren) und entschloß
sich dann...

.... keine Drohnen mehr nach Rußland und in die Ukraine zu liefern [7].

Aber gut, daß es Ardupilot & Co gibt [8]-[11] nebst Drohnenbausätze
annähernd jeder Gewichtsklasse. Wo kämen wir denn da hin, wenn man sich
einfach den Bau von fliegenden Bombenschleudern vermiesen ließe?

Genau wie den angeblich bevorstehenden Controllerumbau aus Toastern in
Autos. Wenn der Hersteller eine Million Toaster mit den Chips versorgen
kann, wird er wohl ebenjene Chips auch an einen Automobilzulieferer
liefern können.

Wird er. Nur wird der Automobilzulieferer \"Automotive Grade\" spezifizieren
und deswegen der Zulieferer nur gegen Haftungsverzicht oder $p¤nd¤ Severin
oder WMF unglücklich machen.

Volker

[1] https://wiki.newae.com/Tutorial_A2_Introduction_to_Glitch_Attacks_(including_Glitch_Explorer)
[2] https://wiki.newae.com/Glitch_Explorer
[3] https://www.youtube.com/watch?v=dT9y-KQbqi4
[4] https://hackaday.com/2022/03/18/welcome-to-the-future-where-your-microwave-thinks-its-a-steam-oven/
[5] https://www.theverge.com/22985101/dji-aeroscope-ukraine-russia-drone-tracking
[6] https://www.theverge.com/2022/4/28/23046916/dji-aeroscope-signals-not-encrypted-drone-tracking
[7] https://www.theverge.com/23045059/dji-halt-drone-shipments-russia-ukraine-war
[8] https://www.parrot.com/us/open-source-drone-software
[9] http://ardupilot.org/
[10] https://www.librepilot.org/site/index.html
[11] https://github.com/cleanflight/cleanflight
[11] https://px4.io/open-source-for-drones-test/
 
U

Uwe Borchert

Guest
Hallo,

Am 13.05.22 um 12:58 schrieb Hergen Lehmann:

....[...]...

Vermutlich stand da ursprünglich mal \"Standardbauteile wie sie auch
in Haushaltsgeräten verwendet werden\", und das feine Detail \"wie
auch\" ist im Zuge des \"Stille Post\" Spiels zwischen den
Presseagenturen verloren gegangen.

Das ist aber weder überraschend noch unerwartet. Bedenke wer in den
Presseagenturen und den Medien sitzt und wie niedrig das technische
und naturwissenschaftliche Verständnis dieser Bildungsvermeider ist.
Nach verschiedenen Umfragen huldigen 2/3 der Journaille Kriegsbündnis
99/Die Olivgrün*innen, ist also sehr wahrscheinlich intellektuell nur
von sehr geringer Leistungsfähigkeit. Ich stelle mir das Messen des
IQ dieser Schreiberlinge als große Herausforderung vor, ähnlich wie
Messungen bei Tiefsttemperaturen nahe 0 K. *fiesgrins*

Keep Calm and COVID on

Uwe Borchert
 
G

Guido Grohmann

Guest
Gerrit Heitsch schrieb:
On 5/13/22 11:45, Guido Grohmann wrote:
Gerhard Hoffmann schrieb:

Dann ist es natürlich klar, warum die Orks in der Ukraine
Waschmaschinen mitgehen lassen.

Das stinkt geradezu nach einer UL.

Ist es aber nicht.

Du kannst also belegen. daß die Russen Teile aus den geklauten
Waschmaschinen für ihre Panzer gebraucht haben?

Oder haben sie die vielmehr geklaut, weil sie die Dinger dank Embargo
nicht mehr/immer seltener in Rußland zu kaufen kriegen?

Guido
 
G

Guido Grohmann

Guest
Bernd Laengerich schrieb:

Die gängigen Flash-Controller haben eine Auslesesperre aber keine gegen
löschen (und ggf. neu programmieren). Für das Upgrade der WaMa müsste
man ja an die höherwertige Firmware kommen, unüblich daß der Hersteller
die herausrückt.

Freiwillig nicht. Aber vielleicht kann sowas bei einer Entwicklungsfirma
oder Servicefirma geklaut werden.

Baugruppen mit programmierten Chips als Ersatzteil sind
hingegen so viel teurer, daß es sich nicht lohnen wird damit ein Upgrade
zu versuchen.

Eben.

An den Waschmittelresten? Keine Ahnung aber das klingt alles sehr
absurd. Genau wie den angeblich bevorstehenden Controllerumbau aus
Toastern in Autos. Wenn der Hersteller eine Million Toaster mit den
Chips versorgen kann, wird er wohl ebenjene Chips auch an einen
Automobilzulieferer liefern können. Die Marge bei einem Toaster dürfte
um Längen kleiner sein als bei einem Autosteuergerät.

OK, das ist auch mein Eindruck.

> Bernd
 
G

Gerrit Heitsch

Guest
On 5/13/22 13:55, Guido Grohmann wrote:
Gerrit Heitsch schrieb:
On 5/13/22 11:45, Guido Grohmann wrote:
Gerhard Hoffmann schrieb:

Dann ist es natürlich klar, warum die Orks in der Ukraine
Waschmaschinen mitgehen lassen.

Das stinkt geradezu nach einer UL.

Ist es aber nicht.

Du kannst also belegen. daß die Russen Teile aus den geklauten
Waschmaschinen für ihre Panzer gebraucht haben?

Oder haben sie die vielmehr geklaut, weil sie die Dinger dank Embargo
nicht mehr/immer seltener in Rußland zu kaufen kriegen?

Ja, eben. Sie haben Waschmaschinen geklaut. Dieser Teil ist keine UL wie
oben angedeutet wurde.

Gerrit
 
C

Christian Weisgerber

Guest
On 2022-05-13, Guido Grohmann <guido.grohmann@gmx.de> wrote:

Zumindest fanden Ukrainer Computerchips aus Geschirrspülern und
Waschmaschinen in russischen Panzern.

https://www.n-tv.de/panorama/Russen-nutzen-Chips-aus-Geschirrspuelern-in-Panzern-article23327011.html

Räuberpistole?

Vermutlich eher, wie bei der Berichterstattung zu technischen Themen
üblich, ein wahrer Kern, der aber beim Weiterreichen durch mehrere
Stufen von Leuten, die nichts vom Thema verstehen, und spätestens
beim Umschreiben auf eine „allgemeinverständliche“ Formulierung bis
zur Sinnlosigkeit entstellt worden ist.

Wie im Thread schon angesprochen, könnte z.B. eine Ausgangsmeldung,
dass Consumer-Komponenten statt solcher mit erweitertem Temperaturbereich
verwendet werden, zur obigen Presseberichterstattung mutieren.

--
Christian \"naddy\" Weisgerber naddy@mips.inka.de
 
H

Hergen Lehmann

Guest
Am 13.05.22 um 13:22 schrieb Uwe Borchert:

Vermutlich stand da ursprünglich mal \"Standardbauteile wie sie auch
in Haushaltsgeräten verwendet werden\", und das feine Detail \"wie
auch\" ist im Zuge des \"Stille Post\" Spiels zwischen den
Presseagenturen verloren gegangen.

Das ist aber weder überraschend noch unerwartet.

Natürlich nicht. Ich habe mich ja auch nicht über die Meldung aufgeregt,
sondern halte sie mit der \"wie auch\"-Ergänzung für plausibel.


Bedenke wer in den
Presseagenturen und den Medien sitzt und wie niedrig das technische
und naturwissenschaftliche Verständnis dieser Bildungsvermeider ist.

So weit will ich nicht gehen.

Die Agenturen und Redaktionen können nicht für jedes Thema
Fachjournalisten vorhalten. Der Politologe mit Doktortitel und bestem
Hintergrundwissen in geschichtlichen Fragen muss nicht wirklich über
Integrierte Schaltungen Bescheid wissen. Und umgekehrt der
Wissenschaftsjournalist mit Diplom nicht über die den exakten Lauf der
Geschichte.

Der intelligente Leser merkt recht schnell, wo er zwischen den Zeilen
lesen muss.


Nach verschiedenen Umfragen huldigen 2/3 der Journaille Kriegsbündnis
99/Die Olivgrün*innen, ist also sehr wahrscheinlich intellektuell nur
von sehr geringer Leistungsfähigkeit. Ich stelle mir das Messen des
IQ dieser Schreiberlinge als große Herausforderung vor, ähnlich wie
Messungen bei Tiefsttemperaturen nahe 0 K. *fiesgrins*

Sorry, aber das ist Geschwurbel.
 
B

Bernd Laengerich

Guest
Am 13.05.2022 um 13:18 schrieb Volker Bartheld:

Wird er. Nur wird der Automobilzulieferer \"Automotive Grade\" spezifizieren
und deswegen der Zulieferer nur gegen Haftungsverzicht oder $p€nd€ Severin
oder WMF unglücklich machen.

Und aus Toastern gekratzte Consumerprocs sind dann für den Zulieferer von
höherem Wert als solche direkt vom Hersteller? OK, chinesische \"Veredler\"
verzinnen sie neu und lasern auch gleich das gewünschte drauf. Geht \"notfalls\"
aber auch mit fabrikfrischer Ware.
Aber vermutlich haben sie schon seit Jahren auf Vorrat Space-Grade-Toaster
gebaut um jetzt die Procs da herausstemmen zu können...

Bernd
 
C

Christian Weisgerber

Guest
On 2022-05-13, Hergen Lehmann <hlehmann.expires.5-11@snafu.de> wrote:

Microcontroller werden bei großen Stückzahlen häufig mit internem maskenprogrammierten ROM hergestellt und lassen sich dann
nicht umprogrammieren.

Das ist Geschichte. Flash ist heute so spottbillig, das die Maske und
die daraus folgende individuellen Fertigung und Lagerhaltung teurer
kommen.

Ja.
Bei der Lebensdauer und Lagerzeit von militärischem Gerät würde ich
mir aber Gedanken machen, wie lange Flash überhaupt die Daten hält.
Haben wir da Zahlen?

--
Christian \"naddy\" Weisgerber naddy@mips.inka.de
 
V

Volker Bartheld

Guest
On Fri, 13 May 2022 15:12:08 +0200, Bernd Laengerich wrote:
Am 13.05.2022 um 13:18 schrieb Volker Bartheld:
Wird er. Nur wird der Automobilzulieferer \"Automotive Grade\" spezifizieren
und deswegen der Zulieferer nur gegen Haftungsverzicht oder $p¤nd¤ Severin
oder WMF unglücklich machen.
Und aus Toastern gekratzte Consumerprocs sind dann für den Zulieferer von
höherem Wert als solche direkt vom Hersteller?

Mei, wir haben hier eine Reihe von Szenarien:

Wenn ich überhaupt keine neuen Chips kriegen kann, weder \"Consumer\" noch
\"Mil\", dann werde ich sie wohl aus irgendwelchen Geräten auslöten müssen.
Oder Exportbeschränkungen umgehen. Letzteres stelle ich mir für eine
liquide russische Firma mit Connections ins Land der aufgehenden Sonne
jetzt nicht allzu schwierig vor, mag mich aber natürlich täuschen.

Wenn ich nur \"Consumer\" in neu kriegen kann und die Alternative wäre,
gebrauchte Platinen auszuschlachten (egal, ob der Spender nun \"Consumer\"
oder \"Mil\" ist), dann würde ich wohl lieber Neuware Marke \"Consumer\" in
meine \"Mil\"-Anwendung einbauen. Weniger Aufwand. Denn testen, ob der Kram
auch funzt, muß ich sowieso.

Wenn ich ein Zulieferer wäre, der um Chips gebeten würde, hinge es von
meiner Integrität ab, was ich liefere. Recycleten oder plagiierten Kram
umzulabeln und/oder als Neuware zu verkaufen, ist nicht unüblich. Kennen
wir ja von den 1001 FTDI-Klonen oder Speicherchips aus Smartphones, die
sich plötzlich in USB-Sticks wiederfinden.

Und der im Metzger-Karton gelieferte Hitachi-Luftmassenmesser, den ich
neulich in meinen olympischen Alptraum versenkte, hatte garantiert
irgendeine VAG-Ersatzteilnummer oder die Ringe drauf, denn einfach so zu
Gaudi erodiert man nicht einen durchaus ansehnlichen Rechteckbereich vom
Gehäuse weg. Ist mir scheißegal, denn das Trumm funktioniert und die
Beschriftung ähnelt nahezu 100%ig dem Altteil, welches statt
Hitachi-Schriftzug einen leerer Fleck aufweist.

OK, chinesische \"Veredler\" verzinnen sie neu und lasern auch gleich das
gewünschte drauf. Geht \"notfalls\" aber auch mit fabrikfrischer Ware.

Wenn man sie denn hat. Wie meine Vorredner schon schrieben, wurde die
Nachricht \"$Irgendwer baut Consumerchips in Mil-Geräte ein\" vermutlich in
Flüsterpostmanier solange herunterverdummt, bis daraus Recyclingware aus
Toastern entstand.

Aber vermutlich haben sie schon seit Jahren auf Vorrat
Space-Grade-Toaster gebaut um jetzt die Procs da herausstemmen zu
können...

Vermutlich. Nach Dingen wie

https://petapixel.com/2022/04/11/ukraine-opens-russian-drone-finds-canon-dslr-inside/

wundert mich allerdings gar nichts mehr.

Volker
 
V

Volker Bartheld

Guest
On Fri, 13 May 2022 15:12:08 +0200, Bernd Laengerich wrote:
Am 13.05.2022 um 13:18 schrieb Volker Bartheld:
Wird er. Nur wird der Automobilzulieferer \"Automotive Grade\" spezifizieren
und deswegen der Zulieferer nur gegen Haftungsverzicht oder $p¤nd¤ Severin
oder WMF unglücklich machen.
Und aus Toastern gekratzte Consumerprocs sind dann für den Zulieferer von
höherem Wert als solche direkt vom Hersteller?

Mei, wir haben hier eine Reihe von Szenarien:

Wenn ich überhaupt keine neuen Chips kriegen kann, weder \"Consumer\" noch
\"Mil\", dann werde ich sie wohl aus irgendwelchen Geräten auslöten müssen.
Oder Exportbeschränkungen umgehen. Letzteres stelle ich mir für eine
liquide russische Firma mit Connections ins Land der aufgehenden Sonne
jetzt nicht allzu schwierig vor, mag mich aber natürlich täuschen.

Wenn ich nur \"Consumer\" in neu kriegen kann und die Alternative wäre,
gebrauchte Platinen auszuschlachten (egal, ob der Spender nun \"Consumer\"
oder \"Mil\" ist), dann würde ich wohl lieber Neuware Marke \"Consumer\" in
meine \"Mil\"-Anwendung einbauen. Weniger Aufwand. Denn testen, ob der Kram
auch funzt, muß ich sowieso.

Wenn ich ein Zulieferer wäre, der um Chips gebeten würde, hinge es von
meiner Integrität ab, was ich liefere. Recycleten oder plagiierten Kram
umzulabeln und/oder als Neuware zu verkaufen, ist nicht unüblich. Kennen
wir ja von den 1001 FTDI-Klonen oder Speicherchips aus Smartphones, die
sich plötzlich in USB-Sticks wiederfinden.

Und der im Metzger-Karton gelieferte Hitachi-Luftmassenmesser, den ich
neulich in meinem olympischen Alptraum versenkte, hatte garantiert
irgendeine VAG-Ersatzteilnummer oder die Ringe drauf, denn einfach so zu
Gaudi erodiert man nicht einen durchaus ansehnlichen Rechteckbereich vom
Gehäuse weg. Ist mir scheißegal, denn das Trumm funktioniert und die
Beschriftung ähnelt nahezu 100%ig dem Altteil, welches statt
Hitachi-Schriftzug einen leerer Fleck aufweist.

OK, chinesische \"Veredler\" verzinnen sie neu und lasern auch gleich das
gewünschte drauf. Geht \"notfalls\" aber auch mit fabrikfrischer Ware.

Wenn man sie denn hat. Wie meine Vorredner schon schrieben, wurde die
Nachricht \"$Irgendwer baut Consumerchips in Mil-Geräte ein\" vermutlich in
Flüsterpostmanier solange herunterverdummt, bis daraus Recyclingware aus
Toastern entstand.

Aber vermutlich haben sie schon seit Jahren auf Vorrat
Space-Grade-Toaster gebaut um jetzt die Procs da herausstemmen zu
können...

Vermutlich. Nach Dingen wie

https://petapixel.com/2022/04/11/ukraine-opens-russian-drone-finds-canon-dslr-inside/

wundert mich allerdings gar nichts mehr.

Volker

P.S./sup/Addendum: Da ich mich neulich der Verantwortung erfreute, für die
liebe Familie einen neuen Toaster kaufen zu müssen, der die folgenden,
offenbar vollkommen utopischen Rahmenbedingungen erfüllt...:

Hält länger als die Gewährleistungsperiode, verfügt über Abstufungen im
Bräunungsgrad zwischen \"lauwarm\" und \"verkohlt\", das und alle folgenden
Toastbrote werden über die Fläche einigermaßen gleichmäßig geröstet, das
Gerät schmilzt sich weder in die Tischplatte, noch verbrennt man sich die
Pfoten daran oder es schlagen Flammen aus dem Schacht, der Schutzkontakt
ist am Metallgehäuse tatsächlich angeschlossen, das Toastbrot fliegt beim
Auswurf nicht durch die ganze Küche und man braucht kein IT-Diplom zur
Bedienung,

.... bin ich mir nicht so sicher, ob ich russischen Rüstungstechnikern
ernsthaft empfehlen kann, aktuell im Verkehr befindliche Toaster zu
schlachten.
 
H

Hergen Lehmann

Guest
Am 13.05.22 um 14:30 schrieb Christian Weisgerber:

On 2022-05-13, Hergen Lehmann <hlehmann.expires.5-11@snafu.de> wrote:
Das ist Geschichte. Flash ist heute so spottbillig, das die Maske und
die daraus folgende individuelle Fertigung und Lagerhaltung teurer
kommen.

Ja.
Bei der Lebensdauer und Lagerzeit von militärischem Gerät würde ich
mir aber Gedanken machen, wie lange Flash überhaupt die Daten hält.
Haben wir da Zahlen?

Ja, die Controller-Hersteller machen dazu konkrete Angaben im Datenblatt.
Das liegt dann z.B. bei einem FeldWaldWiesen-ATMEGA zwischen >10Jahren
bei 125Grad und >100Jahren bei Raumtemperatur. Spezielle
Military-Versionen dürften höher liegen.
 
H

Helmut Schellong

Guest
On 05/13/2022 15:49, Volker Bartheld wrote:
On Fri, 13 May 2022 15:12:08 +0200, Bernd Laengerich wrote:
Am 13.05.2022 um 13:18 schrieb Volker Bartheld:
[...]
P.S./sup/Addendum: Da ich mich neulich der Verantwortung erfreute, für die
liebe Familie einen neuen Toaster kaufen zu müssen, der die folgenden,
offenbar vollkommen utopischen Rahmenbedingungen erfüllt...:

Hält länger als die Gewährleistungsperiode, verfügt über Abstufungen im
Bräunungsgrad zwischen \"lauwarm\" und \"verkohlt\", das und alle folgenden
Toastbrote werden über die Fläche einigermaßen gleichmäßig geröstet, das
Gerät schmilzt sich weder in die Tischplatte, noch verbrennt man sich die
Pfoten daran oder es schlagen Flammen aus dem Schacht, der Schutzkontakt
ist am Metallgehäuse tatsächlich angeschlossen, das Toastbrot fliegt beim
Auswurf nicht durch die ganze Küche und man braucht kein IT-Diplom zur
Bedienung,


https://www.magimix-shop.de/magimix-toaster-le-toaster-vision-gebuerstet/glaenzend

Den habe ich seit vielen Jahren.
Industrie-Qualität.
Übererfüllt die Forderungen.


--
Mit freundlichen Grüßen
Helmut Schellong var@schellong.biz
 
H

Helmut Schellong

Guest
On 05/13/2022 16:22, Hergen Lehmann wrote:
Am 13.05.22 um 14:30 schrieb Christian Weisgerber:

On 2022-05-13, Hergen Lehmann <hlehmann.expires.5-11@snafu.de> wrote:
Das ist Geschichte. Flash ist heute so spottbillig, das die Maske und
die daraus folgende individuelle Fertigung und Lagerhaltung teurer
kommen.

Ja.
Bei der Lebensdauer und Lagerzeit von militärischem Gerät würde ich
mir aber Gedanken machen, wie lange Flash überhaupt die Daten hält.
Haben wir da Zahlen?

Ja, die Controller-Hersteller machen dazu konkrete Angaben im Datenblatt.
Das liegt dann z.B. bei einem FeldWaldWiesen-ATMEGA zwischen >10Jahren bei 125Grad und >100Jahren bei Raumtemperatur. Spezielle Military-Versionen dürften höher liegen.

Ich las mal >20 Jahre bei 120 Grad.


--
Mit freundlichen Grüßen
Helmut Schellong var@schellong.biz
 
A

Axel Berger

Guest
Hergen Lehmann wrote:
zwischen >10Jahren
bei 125Grad und >100Jahren bei Raumtemperatur.

Für was genau? Mehr als 95 % Wahrscheinlichkeit, daß nicht ein einziges
Bit falsch wird, vermutlich nicht.


--
/¯\\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067
\\ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069
 X in | D-50829 Köln-Ossendorf http://berger-odenthal.de
/ \\ Mail | -- No unannounced, large, binary attachments, please! --
 
H

Helmut Schellong

Guest
On 05/13/2022 17:10, Axel Berger wrote:
Hergen Lehmann wrote:
zwischen >10Jahren
bei 125Grad und >100Jahren bei Raumtemperatur.

Für was genau? Mehr als 95 % Wahrscheinlichkeit, daß nicht ein einziges
Bit falsch wird, vermutlich nicht.

Doch.
Datenerhalt für mindestens den angegebenen Zeitraum.
Ein gekipptes Bit bedeutete ja keinen Datenerhalt.
Juristisch zugesichert ist da aber ohnehin nichts.


--
Mit freundlichen Grüßen
Helmut Schellong var@schellong.biz
 

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